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Warum guckt ihr Männer Pornos?

wOieau7chixmmer


Wer A sagt, muss auch B sagen

Von einigen Frauen wird ja hier die Ansicht vertreten, dass Prostitution etwas ist, was sich vielleicht nicht notwendig (denn vielleicht gäb es auch andere "Lösungen"), aber dennoch ursprünglich auf der unterschiedlichen Natur von Mann und Frau begründet. Wenn das so befürwortet wird, warum fangen diese Befürworterinnen nicht schon morgen an, um ihrem eigenen Anteil an der Realisation naturgegebener Grundlagen gerecht zu werden, ihren Sex ebenfalls als Dienstleistung anzubieten? Wenn es in der Natur der Sache liegt, wieso hat man dann gleichfalls den Hochmut, dass sich ja gerne andere dafür hergeben können, der Natur ihren Dienst zu erweisen, aber ich nicht.

Wiese müssen nur bestimmte Frauen sich für die Lösung der "natürlichen" Probleme hergeben (oder manchmal gezwungen werden), während andere sich scheinbar zu einer Art Elite zugehörig fühlen, die es nicht nötig haben?

Da ich selber keine Lust habe, Prostituierte zu werden, erwarte ich auch nicht von anderen, dass sie an meiner Stelle dafür sorgen, dass der Natur Genüge getan wird, während ich mir für "Drecksarbeit" zu fein bin.

Opferhaltung:

Von der Bevölkerungsanzahl her hätte jede Frau einen Mann, der sie kontrollieren könnte, der auch noch körperlich stärker ist und von dem sie zuweilen aus Überlebensgründen abhängig ist. Eine Bauersfrau weiß im Zweifel, wie sie sich alleine ernähren kann, eine Hausfrau ist aufgeschmissen, also alleine nicht überlebensfähig. Während auch Tierweibchen im Zweifel unerbittert um ihr eigenes Überleben kämpfen, hat man es den Frauen angewöhnt, solange untätig zu schreien, bis der männliche Retter kommt. Das Überleben der Frau wurde von einem Mann abhängig und der Mann mußte umgekehrt die Last der Verantwortung für eine nicht alleine lebensfähige Frau tragen. Wieso läßt frau sich das gefallen?

Wieso haben sich Jahrhunderte lang Arbeiter und Bauern gefallen lassen, von Monarchen und Fürsten unterdrückt zu werden, bis es mal zur Demokratie kam? Dabei sist das zahlenmäßige Verhälnis für die Fürsten, die ihr Volk unterdrücken, viel ungünstiger, als das Verhältnis zwischen Männern und Frauen. Es kommt darauf an, wer über die größeren Machtmittel verfügt, z.B. Ressourcen. Die waren aber Jahrhunderte lang einerseits in den Händen von Herrschern/Fürstenfamilien (denn denen gehörte das Land und nicht den bauernselber, die z.T. sogar Leibeigene der Fürsten waren) und andereseits wurde der Familienbesitz grundsätzlich auf die Söhne übertragen, sodass die Töchter sich zwangsläufig in die Abhängigkeit zu einem Ehemann begeben mußten, um eine Überlebensgrundlage zu haben.

In den Geschichtsbüchern findet man lange Zeit nicht nur keine berühmten Frauen, sondern auch keine berühmten Arbeiter und Bauern. Waren die alle genetisch zu dumm?

Opferhaltung ist auch eine Form unterschwelliger Machtausübung. Man hat Macht, indem man den anderen die Schuld zuschiebt. Das ist richtig. Ein Nachteil dieser Form von Macht ist aber, dass sie nicht autark ist. Sie braucht immer einen, der bereit ist, Mitleid zu haben, um zu funktionieren. Aktive Macht braucht das hingegen nicht.

Der Vorteil der Opferrolle ist aber auch, dass man selber keine Verantwortung übernehmen muss. Jemand bedroht mich und ich muss mir nicht selber eine blutige Nase holen, sondern kann einen Mann vorschieben. Das Geld reicht nicht, dann muss mein Mann eben Überstunden machen. Die Opferrolle kann auch sehr bequem sein, solange sie so funktioniert, dass meine Grundbedürfnisse in dieser Rolle befriedigt werden.

g?us


Warum?

warum fangen diese Befürworterinnen nicht schon morgen an, um ihrem eigenen Anteil an der Realisation naturgegebener Grundlagen gerecht zu werden, ihren Sex ebenfalls als Dienstleistung anzubieten?

Vielleich haben manche noch besseres mit ihrem Leben vor als naturgegebene Grundlagen zu realisieren... ???

w<ieaIu^chixmmer


Gus

Daher importieren wir die Mädels ja auch mittlerweile aus dem Osten, so wie wir türkische Gastarbeiter importiert haben, damit sie unseren Dreck weg machen. Komisch, dass zur Lösung "biologischer" Probleme scheinbar unumgänglich ist, gesellschaftliche Machtverhältnisse zu nutzen.

Was, wenn es keine Armen und Reichen oder Mächtigen und nicht Mächtigen mehr gäbe? (und hier wird ja immer betont, dass die Andersartigkeit keine Ungleichberechtigung rechtfertigt) Alle haben nun was Besseres zutun und wer kümmert sich noch um die dringende Lösung natürlicher Probleme? Es findet sich keine unterbemittelte Unterschicht mehr, die die "Drecksarbeit" erledigen kann. Die lösung dieser "natürlichen" Probleme scheint also vorauszusetzen, dass es genug Leute gibt, die nichts Besseres vom Leben zu erwarten haben. Tolle Lösung!

Ähnlich läuft es ja mit der Geburtenrate. Die meisten haben mittlerweile erkannt, dass es sich feudaler, freier und leichter leben läßt, wenn man keine Kinder bekommt, sodass vor allem die, die was Besseres vorhaben (45% der gutausgebildeten Frauen bekommen keine Kinder mehr) sich das Fortpflanzen sparen, während vielfach diejenigen Kinder bekommen, die ohnehin nichts Besseres als Sozialhilfe zu erwarten haben und dann noch das Erziehungsgeld zusätzlich kassieren können.

Oder sind die sozialen Schichten auch naturbedingt, sodass man von naturbedingten "Herrenmenschen", die sich die schönen Aufgaben raussuchen und "Slavenmenschen", die dazu geboren sind, die niederen Aufgaben zu erledigen, ausgehen muss? Der Nationalsozialismus läßt grüßen!

g+us


Gruß abgelehnt.

Wenn man seine Ehtik eben NICHT an "naturgegebene Grundlagen" festmacht, dann soll man plötzlich ein Nazi sein? :-o

d2amiaDna


(re) wieauchimmer

nein, sie (die frauen) waren nicht genetisch zu dumm. genau das ist es ja, was mich an den feministischen aussagen so stört. keine deiner erklärungen (ich finde es im übrigen interessant, dass männer jetzt körperlich stärker sind als frauen, während das in einer diskussion vor einigen wochen noch nicht der fall war) erklärt mir, warum frauen, wenn sie ebenbürtig sind, in praktisch jeder gesellschaft und über jahrtausende hinweg sich angeblich haben "unterdrücken" lassen. die einzige für mich plausible erklärung (und mit meinem frauenbild, das die frau nicht als dummchen betrachtet, vereinbare) ist, es ist eben nicht unterdrückung gewesen, sondern zu einem erheblichen teil von den frauen gewollt und als in der situation als vorteilhaft betrachtet. (wenn du die opferrolle als "machtinstrument" siehst, dann zeichnest du im übrigen die frauen als erheblich intriganter, als die meisten machos das tun, und als ich das unterschreiben würde).

btw. deine wiederholten vergleiche mit dem nationalsozialismus finde ich ebenfalls mehr als unangebracht, um nicht zu sagen, sie sind geeignet, die holocaust-opfer zu verhöhnen.

wsieaucchimxmer


gus

Nein, wenn sich naturgegebene Probleme nur lösen lassen, wenn sich Leute finden, die nichts Besseres zutun haben, als sich darum zu kümmern, dann muss man sich entweder dafür einsetzen, dass es immer genug Menschen in "niederen" sozialen Schichten gibt (hierarchisches, ungleichberechtigtes herrschaftssystem, oder globales System), denen man diese Aufgaben zuweisen kann, oder man muss prizipiell selber bereit sein ), sich darum zu kümmern, (Jede Frau macht 1,5 Jahre, statt Bundeswehr, Bordelldienst auf der Basis von: gleiche Pflichten für gleichberechtigte Bürger) oder ungeachtet der Natur, erwartet man von niemandem, dass er diesen Job übernimmt (Es würde nicht genug Prostituierte geben wie "nötig").

Welche andere Lösung gäbe es denn sonst noch? Mach einen Vorschlag, der weder auf soziale Ungleichheit, gleichberechtigte Pflicht oder starke Reduzierung der Prostitution hinausläuft.

wUiea|uchirmGmer


damiana

(Ich hab nie behauptet, Männer seinen körperlich nicht stärker, zumindest was die körperteile angeht, die man zum Kampf benötigt. im beckenbereich sind meist Frauen kräftiger und ich hab auch nie behauptet, dass es kulturbedingt ist, dass Männer einen Penis haben. Jetzt unterstell mir mal nichts)

Gut, dann erklär mir doch auch bitte, warum sich Arbeiter und Bauern, die sicher auch nicht dümmer waren, vielleicht ungebildet, aber das waren Frauen auch, so lange von Königen und Fürsten unterdrücken ließen, während es heute ja auch durchaus demokratisch geht. Wollten die das auch, oder haben sie sich damit arrangiert, weil ihnen nix anderes übrig blieb? (oder sogar geglaubt, sie hätten es nicht anders verdient, weil sie weniger Wert sind, als Adelige, denn anderenfalls hätte der liebe Gott sie ja als Adelige auf die Welt kommen lassen)

Und würdest du der Natur des Mannes den Dienst erweisen, ein Bordelljahr zu absolvieren, oder überläßt du das lieber sozialen Unterschichten?

d?amiNana


(re) wieauchimmer

ich hab auch nie behauptet, dass es kulturbedingt ist, dass Männer einen Penis haben

da bin ich ja beruhigt. das gibt mir ja fast den glauben an die frauenbewegung wieder.

zum thema "arbeiter und bauern". auch das ist in zeitlicher und kultureller dimension nicht zu vergleichen mit der behauptung, dass 50 prozent der menschheit angeblich über nicht jahrzehnte, auch nicht jahrhunderte, sondern jahrtausende, und nicht in einer kultur, sondern in praktisch allen, nicht imstande gewesen sein sollen, sich gegen diese unterdrückung zu wehr zu setzen. die arbeiterschaft brauchte kaum mehr als 100 jahre, sich einen halbwegs angemessenen status zu verschaffen. überleg dir doch mal, was für einen frauenbild da gezeichnet wird? ich jedenfalls möchte mich einer solchen schafherde nicht zugerechnet fühlen.

M(r.* Rixght


Och Mädels,

dass ihr euch immer in den Haaren liegen müsst, und es kommt doch nix bei raus! ;-D

Jeder darf ja seine Meinung haben und kundtun, aber hundertmal das gleiche in anderen Worten zu formulieren, nur um dann zu merken, dass die andere wieder nicht überzeugt ist davon! Das scheint ja echt n Frauen-Hobby zu sein! ;-) (Ja, ich weiß, wieder diskriminierend, pauschalisiernd, oberflächlich...)

Ich merke immer wieder: "Och, dass es die Kuh wieder net kapiert hat, dass ich Recht hab. Menno!" Und weiter gehts. Keine lässt sich beirren. ;-D

Einen gewissen Unterhaltungswert hat das ganze ja schon, und interessant ist es streckenweise auch, aber trotzdem die Bitte: nehmt das ganze doch mal n bisschen lockerer!

Ihr kommt ja nimmer vom PC weg.

(Jetzt net über mich herfallen!)

dNamixana


(re) mr right

ich komme sehr wohl vom pc weg - der männliche sexualtrieb hat schon dafür gesorgt, dass bis vor einer stunde an pc oder gar arbeit nicht zu denken war.

warum mich das so aufregt, hat wie gesagt persönliche erfahrungshintergründe. dem kann frau sich nicht so leicht entziehen, auch wenn ihr im grunde klar ist, dass sie gegen eine gummiwand redet. :-(

w-ieJau^chi?mxmer


damiana

"die arbeiterschaft brauchte kaum mehr als 100 jahre, sich einen halbwegs angemessenen status zu verschaffen."

Ab wann 100 Jahre? Die Frauenbewegung, die so Ende des 19 Jh. anfing, brauchte ebenfalls 100 Jahre bis zum heutigen halbwegs angemessenem Status. (Die Arbeiter und Frauenbewegung setzte sich übrigens gleichzeitig in Gang, da mit der Idee der Gleichberechtigung von sozialen Schichten auch gleichzeitig die Idee von Frauengleichberechtigung einherging). Die Arbeiter und Bauern machten übrigens viel mehr als die Hälfte der Bevölkerung aus.

d\ami,aQnxa


(re) wieauchimmer

100 jahre seit es "arbeiter" in dem von karl marx definierten sinne gab. was die abhängigen bauern betrifft, ist die geschichte etwas länger. in keinem fall kommt die zeitspanne annähernd an die von feministinnen behaupteten jahrtausende (ein paar reden gar von 100.000 jahren) heran, die frauen angeblich von männern "unterdrückt" worden sind.

gnuxs


Übrigens finde ich

Mr. Right's Bemerkung ziemlich Wrong.

Aber ich bin offenbar selbst so ne Kuh. :-D

GSrainxne


die einzige für mich plausible erklärung (und mit meinem frauenbild, das die frau nicht als dummchen betrachtet, vereinbare) ist, es ist eben nicht unterdrückung gewesen, sondern zu einem erheblichen teil von den frauen gewollt und als in der situation als vorteilhaft betrachtet. (wenn du die opferrolle als "machtinstrument" siehst, dann zeichnest du im übrigen die frauen als erheblich intriganter, als die meisten machos das tun, und als ich das unterschreiben würde).

so sehe ich es auch.

Opferrolle als Machtinstrument ist bequem. Man (bzw.Frau) lässt den Mann machen; wenn was schief geht, ist man selbst nicht schuld, hat keine Verantwortung und kann kräftig meckern ;-) So nebenbei kann man ihn hervorragend manipulieren (das kann jede Frau auf zumindest eine Art und Weise) und auf diese Weise formen, wie man ihn haben will *g*

Bis man (Frau) sich dann irgendwann mal die Frage stellt: Befriedigt das? Und spätestens dann sollte man anfangen, nachzudenken...

lg Grainne

g]us


Und

Das ist ja nicht nur in der Beziehung zwischen Frau und Mann so, der Mechanismus kommt ja nahezu überall zum tragen. Wo er passt eben.

Deshalb ist es jau auch immer irgendwie peinlich wenn jemand das mit einem macht und offenbar denkt, daß man das nicht bemerkt.

Das macht es natürlich nicht leichter die Situation vielleicht abzustellen.

:-D

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