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Wollen Frauen wirklich "genommen werden"?

N1ang4aBuxnga hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

eine meiner Beziehungen ging mal auseinander, weil mir vorgeworfen wurde, ich sei zu zurückhaltend und einfühlsam beim Sex. Sie wollte immer nur "genommen werden", das Animalische spüren, nicht lange gefragt oder umworben werden. Sie stand auf schnellen, harten Sex zwischendurch. Ich bin mehr fürs Liebesspiel mit Fantasie und Zärtlichkeit zu haben. Das Ende vom Lied: sie hat Schluß gemacht und hatte bald darauf einen Superficker, der immer konnte, sie mehrmals täglich "nahm" und dann nach 3 Minuten fertig war. Logischerweise ging die Sache bald auseinander, nachdem er die Lust an ihr als einfach zu habendes Sexobjekt verloren und sich eine Neue gesucht hat.

Natürlich wollte sie nicht wirklich immer "genommen" werden - ich sollte selbstverständlich spüren, wann es recht wäre und wann nicht. Ich sollte auch nicht lange fragen sondern es einfach wissen. Sie wollte in Wirklichkeit nicht "genommen" werden soindern selbst entscheiden, wann es passend ist - und ich sollte dann auf den Punkt geil sein und sofort loslegen.

Dieses Rumgezicke hat mich geschafft.

Jetzt also meine Frage:

Wie ist das bei Euch Mädels? Muß es er animalisch-wilde Gorilla sein, der Euch einfach so "nimmt" und durchfickt?

Wie stellt Ihr Euch das vor, daß "er" immer exakt weiß, wann es paßt und wann nicht?

Gibt es heute keine Frauen mehr, die gerne langen, zärtlichen, abwechslungsreichen Sex haben und sich gerne verwöhnen lassen?

Grüße

NB

Antworten
k`omi.schLe"r Vo$gel


Ich finde das Thema wie auch deine Überlegungen dazu wirklich interessant.

Deine Erfahrung und Beobachtung ist wohl sehr häufig in ähnlicher Form in vielen Beziehungen anzutreffen, doch es ist wie ein Tanz auf dem Drahtseil. Bisher hab ich dieses Thema noch nicht in zitierfähigen Quellen gefunden, weshalb meine Thesen dazu häufig auf spekulativen jedoch Teils auch empirischen Grundlagen basieren.

Eine nicht unwichtige Grundlage für diesen Wunsch von Frauen ist wohl darin zu suchen, worin deine Attraktivität für sie besteht. Das Beschützerattribute einen hohen Stellenwert einnehmen ist ja hierbei keine Seltenheit.

Das beschriebene "genommen werden wollen" halte ich für ein komplexes Zusammenspiel aus Test, Wunsch, Bestätigung, Trieb, Vertrauen und vielleicht auch noch anderen Faktoren.

Grob geschätzt würde ich sagen, dass in ca. 2/3 meiner Beziehungen bei Frauen dieses Verhalten/dieser Wunsch erkennbar war und bei dem anderen drittel bei einigen ganz klar war, dass dies nicht gewünscht war und bei anderen der Wunsch nie zum tragen kam oder erkennbar wurde.

Aus meiner Wahrnehmung heraus würde ich meine eigenen Erlebnisse wie folgt beschreiben:

Man kommt in die gemeinsame Wohnung, zu ihr oder sie in meine Wohnung. Schon bei der Begrüßung ist irgendwie klar, dass man kurze Zeit darauf im Bett landet. Man reist sich die Klamotten vom Leib und ohne langes Vor- und Liebespiel kommt man schnell zum Koitus. Dieser findet dann auch heftig geradlinig und Triebhaft statt. Nach meinem Orgasmus möchte sie jedoch nicht umsorgt werden und Zärtlichkeit sondern ist bereits (nicht sexuell sondern stimmungsmäßig) befriedigt und irgendwie ein wenig führsorglich und brav. Zumindest mir erscheint es so, dass in den darauffolgenden Tagen meine Freundinnen immer recht handzahm, wenig streitlustig und eher ein wenig anhänglich waren.

Um dies in seiner Gesamtheit zu verstehen müsste dieses Thema wohl einmal zentrales Thema einer wissenschaftlichen Studie/Untersuchen sein.

Ein Tanz auf dem Drahtseil bleibt es aus verschiedenen Gründen. Ich vermute, das der Wunsch nach einem ähnlichen Szenario bei verschiedenen Frauen mit sehr unterschiedlicher Häufigkeit auftaucht. Wenn die Situation eingetreten ist, dann kann man es sicher in den Folgetagen immer mal wieder praktizieren, doch kann dies dann irgendwann in seiner Wirkung umschlagen. Aus dem Gefühl des beschützt werdens und dem Spüren der Stärke des Partners wird bei der Frau das Gefühl unterdrückt zu werden, dies kann der Anfang von einem langsamen Lösen der Beziehung sein. Kommt man dagegen der von der Frau aufgebrachten Bereitschaft dazu wiederholt nicht nach, dann wird sie den Partner vielleicht unbewusst und ohne es zu wollen als Schwächling abtun und auch hier ist ein Weg in Beziehungsprobleme bereitet.

Ich vermute, Frauen sehen darin eine ganze Summe von Erlebnissen. Eine Exfreundin hat ihre Stimmung mal gut in Worte gefasst: "Ich schwaches Mädchen, du starker Mann! Ich kann mich fallen lassen und die ganze Welt kann mir im Moment nichts anhaben."

Suand@rac"hen87


@ Komischer Vogel,

was ich von mir selbst kenne und von Freundinnen bestätigt, was du so schön ausführlich beschrieben hast. Ich glaube, Gefühle spielen eine sehr große Rolle dabei. Ich mag das gefühl, "gewollt" zu sein.

@NangaBunga

Ich finde nicht, dass das eine das andere ausschliesst. Jedenfalls nicht in meinem Fall. Ich mag harten Sex und ich mag es "genommen" zu werden, aber wir haben trotzdem ein langes Vorspiel und nur beim Sex geht es härter zu, aber auch nicht immer. Ich glaube, es gibt nicht so viele Frauen, wie von dir beschrieben. Es gibt sich viele frauen, die mal gerne "genommen" werden, aber das heist nicht, das sie nichts anderes mögen.

l?iq


NangaBunga

Wie ist das bei Euch Mädels? Muß es er animalisch-wilde Gorilla sein, der Euch einfach so "nimmt" und durchfickt?

nein - animalisch wilde Gorillas sind nichts für mich ;-) aber das ist ja erstmal zweitrangig. Ich bevorzuge dominante Damen. Letztlich läuft das aber vielleicht auf's gleiche raus, denn: ich will nicht "gefragt" werden. Es erregt mich, wenn sie mich primär für ihre Lust "benutzt" und meine Lust erstmal keine Rolle spielt. Das mag paradox klingen, vorallem weil mir ja genau dieses Vorgehen enorme Lust bereitet 8-)

um's irgendwie auf den Punkt zu bringen: ich möchte nicht stundenlang zärtlich, liebevoll und fürsorglich gestreichelt und verwöhnt werden. Ich will "genommen werden", wenn sie gerade Lust darauf hat. So kurz/lang, wie sie es möchte und so zart/hart, wie sie es möchte.

jetzt zur heiklen Sache mit dem "richtigen" Zeitpunkt: ich mag durchaus auch mal zärtlichen Sex, aber es gab nahezu keine Situation in meinem Leben, in der der harte Sex unangebracht gewesen wäre. Oder besser gesagt: es gibt natürlich Momente, wo es mir vielleicht nicht besonders gut geht und dann die Lust fehlt - aber es gab keine Momente, in denen ich "harten Sex" abgelehnt hätte und aber zärtlichen hätte haben wollen.

Gibt es heute keine Frauen mehr, die gerne langen, zärtlichen, abwechslungsreichen Sex haben und sich gerne verwöhnen lassen?

doch - die gibt es sicherlich :-)

v1anigl}ia86


Also ich will mich nicht entscheiden zwischen der Dauerromantiknummerund der Los-Du-Dreckstücknummer...

Ich will ALLES !!!!! ;-D

Und ich behaupte, dass man das auch sehr deutlich signalisieren kann..ich denke, ICH spreche SEHR deutlich.

Ergibt sich wohl mit der Zeit, in wie fern der Partner "versteht" oder eben nicht.

Die einen haben es gleich erkannt, andere musste man "sensibilisieren".

Wenn das Gegenüber passt, ergibt sich das ganz von alleine..

hvelix Hpomatxia


Wie stellt Ihr Euch das vor, daß "er" immer exakt weiß, wann es paßt und wann nicht?

Wenn man sexuell auf der gleichen Wellenlänge liegt, spürt man es.

b^eet_lejui(ceR21


Ich behaupte auch das helix das auf den Punkt bringt. Mir geht es wie liq, ok, ich bevorzuge dann doch eher den männlichen neben mir im Bett, aber die Situation ist die gleiche.

In letzter Zeit ist mir mein Süßer dann auch eher zu "brav", nicht dass es schon schlimm wäre, nur ab und zu denke ich schon "das hast du auch schon mal heftiger gemacht und das war mindestens genauso geil" ;o)

Am schlimmsten ist, dass er mich in letzter Zeit immer voll aufgeilt und dann doch nicht weiter macht, weils ihm nicht auffällt wie ich darauf anspringe. Das das so ist haben wir bereits geklärt, aber er tuts trotzdem manchmal noch :-/

Naja aber zum Thema: Ich denke auch Frau brauch beides, aber man merkt es ohne Worte... ich merke es bei ihm ja auch, wenn es denn mal "andersherum" sein soll

S3op%hixe_M


Wie ist das bei Euch Mädels? Muß es er animalisch-wilde Gorilla sein, der Euch einfach so "nimmt" und durchfickt?

ja.

Gibt es heute keine Frauen mehr, die gerne langen, zärtlichen, abwechslungsreichen Sex haben und sich gerne verwöhnen lassen?

doch - schließt sich doch nicht aus!!

das timing ist allerdings ein problem, aber das wird immer so sein. er will nicht immer so wie ich will und umgekehrt, aber dafür kann man ja nichts.

K'urt


Wenn man sexuell auf der gleichen Wellenlänge liegt, spürt man es.

Ach ja?

Und wenn es der Mann nicht spürt, dann heißt das im Umkehrschluss die Wellenlänge stimmt nicht ...

Heißt das auch gleich der falsche Partner?

Mal ganz ehrlich, Frau sollte schon auch Signale geben, die Mann nicht fehlinterpretieren kann, und je nach Mann reicht da ein Augenaufschlag oder es muss die Stimmung vielleicht mal "unterbrochen" werden um es schlicht zu sagen ... oder Frau muss mal aktiver werden und darf auch mal ihre Fingernägel etwas heftiger in Oberkörper oder Po "graben".

Und dann gibt es immer noch die Typen (wie mich) die merken zwar, dass Frau jetzt am liebsten ganz animalisch, wild und hart nur das eine will, aber das ist so absolut gar nichts für mich ... ich habe es nie probiert, aber ich fürchte, ich hätte das Gefühl ihr weh zu tun, dann ginge gar nichts mehr ...

Wie sagte mir mal eine Bekannte ... sie braucht 6 Männer.

Einen für die Kultur, einen für sportliche Aktivitäten (z.B. Tanzen), einen zum Reden, einen als Vater ihrer Kinder, einen für den zärtlichen Sex und eben einen für den harten Sex.

Das wichtigste ... die letzten drei dürfen sich nie begegnen. ;-D

Für mich persönlich ist eine Konsequenz daraus ... ich kann meiner Frau nicht wirklich alles geben, auch wenn ich das gerne würde ... dafür nimmt sie sich dann eben einen anderen Mann ...

bxee(tleju1icce2x1


@ Kurt:

Wieso immer nur so herum? Auch wenn Frauen falsch interpretieren (auf Dauer, nicht einmalig) dann läuft etwas schief. Außerdem gilt das nur wenn beide diese Spielart auch mögen und sich darauf geeinigt haben das zu tun.

Das heißt doch nicht das sanfte Männer dann "versager" oder schlecht im Bett sind....

Es ging drum das wenn die Harmonie stimmt, dass man dann spürt was der Partner braucht und das Wechselseitig.

hDelixO poGmatxia


Heißt das auch gleich der falsche Partner?

Nicht unbedingt.

Es kommt wohl drauf an, wie groß die Unterschiede und wie wichtig die betreffenden Dinge sind.

Mal ganz ehrlich, Frau sollte schon auch Signale geben, die Mann nicht fehlinterpretieren kann, und je nach Mann reicht da ein Augenaufschlag oder es muss die Stimmung vielleicht mal "unterbrochen" werden um es schlicht zu sagen... oder Frau muss mal aktiver werden und darf auch mal ihre Fingernägel etwas heftiger in Oberkörper oder Po "graben".

Ich habe ja auch nicht geschrieben, dass es über "reine Gedankenübertragung" funktioniert.

Auch habe ich nicht gemeint, dass "Frau" reglos da liegt und auf die Aktivität des Mannes wartet.

Es ist Kommunikation notwendig, ob nun verbal oder durch Körpersprache. Auch ist es leichter, wenn sich die Partner besser kennen. (Es war aber auch gar nicht die Sprache davon, dass es auf Anhieb funktioniert. Zumindest in den seltensten Fällen.)

Ein Annähern wird aber leichter, je näher die Vorlieben und Vorstellungen liegen.

Aber

huelixQ pomaxtia


:=o

kein aber...hatte ne andere Formulierung korrigiert und den Rest übersehen. |-o

u{hAu2


@NangaBunga

Wie stellt Ihr Euch das vor, daß "er" immer exakt weiß, wann es paßt und wann nicht?

Der Fehler, ständig nur nach den Wünschen des anderen Ausschau zu halten, ist kaum kleiner als der, sie völlig zu ignorieren. Der Über- Softie ist genauso vom Übel wie der Über- Macho.

GCiza7x6


@NangaBunga

eine meiner Beziehungen ging mal auseinander, weil mir vorgeworfen wurde, ich sei zu zurückhaltend und einfühlsam beim Sex. Sie wollte immer nur "genommen werden", das Animalische spüren, nicht lange gefragt oder umworben werden.

Also, bis auf das "immer nur" kann ich das sehr gut verstehen. Vielleicht will man/frau ja auch immer das, was man gerade nicht haben kann.

Wenn Du ihr die "härtere" Gangart total verweigerst, kann das schnell zu ihrer absoluten Lieblingsfantasie werden - obwohl sie sonst vielleicht "flexibler" sein könnte, wenn sie es ab und zu auf die harte Tour bekäme.

Sie stand auf schnellen, harten Sex zwischendurch. Ich bin mehr fürs Liebesspiel mit Fantasie und Zärtlichkeit zu haben. Das Ende vom Lied: sie hat Schluß gemacht und hatte bald darauf einen Superficker, der immer konnte, sie mehrmals täglich "nahm" und dann nach 3 Minuten fertig war.

Na ja, das verstehe ich jetzt weniger.

Natürlich wollte sie nicht wirklich immer "genommen" werden - ich sollte selbstverständlich spüren, wann es recht wäre und wann nicht. Ich sollte auch nicht lange fragen sondern es einfach wissen.

Davon träumen sicher viele Frauen, aber es gibt wohl keinen Mann, der das immer genau weiß - also ist es auch kein Grund, mit jemandem Schluss zu machen.

Muß es er animalisch-wilde Gorilla sein, der Euch einfach so "nimmt" und durchfickt?

Auf "Gorillas" stehe ich jetzt weniger, weil mich Dummheit wirklich abtörnt. Mich macht es viel mehr an, wenn ein intelligenter Mann auch mal (oft) wild und animalisch sein kann.

Soziale Intelligenz erhöht auch die Wahrscheinlichkeit, dass er weiß, wann ich genommen werden will. Es ist ja auch nicht so, dass frau das nicht signalsieren könnte, ohne es direkt zu sagen.

GWia7i6


liq,

Letztlich läuft das aber vielleicht auf's gleiche raus, denn: ich will nicht "gefragt" werden. Es erregt mich, wenn sie mich primär für ihre Lust "benutzt" und meine Lust erstmal keine Rolle spielt. Das mag paradox klingen, vorallem weil mir ja genau dieses Vorgehen enorme Lust bereitet

Dieses "Paradoxon" kann ich sehr gut nachvollziehen. *:)

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