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Fremdgehen und Betrügen: Wer tut's ohne schlechtes Gewissen?

j_oee8z5


stimmt vollkommen...deshalb sage ich ja man kann sowas nicht für die allgemeinheit festlegen....es kommt auf die partner, die wenn man von einer fetsen beziehung ausgeht, sich ja gut kennen...und dann finde ich kann man da entscheiden...und ich würde sowas wissen wollen und ich traue mir zu meine partenerin dann so gut zu kennen ob ich sage oder nicht :-)

4g-5cookNies


Warum?

stoinner hat auf Seite 39 geschrieben

ich bin mal selben betrogen worden und wenn es auch fast 14 jahre her ist, so muss ich mit einer gewissen genugtuung feststellen, dass diese frau immer noch ein schlechtes gewissen hat.

während April66 die Bilder nicht aus ihrem Kopf bekommen hat. So unterschiedlich reagieren die Betroffenen bzw. Handelnden!

Nun, ich bin auch betrogen worden.

Das Problem hat (seltsamerweise) sie, ich habe (die Begebenheit liegt schon etwas zurück) damit keinerlei Bauchschmerzen mehr mit. Ich kenne nicht die näheren Umstände, weiß aber um das Warum.

Welchen Sinn kann diese Diskussion nur haben, wenn es nicht dieserjenige ist, sich an den Antworten aufzugeilen?

Nun ist mir doch Claudsia zuvorgekommen, auf diesen Post von prototyp_ einzugehen:

Es erschließt sich mir nicht, warum Du Dich an diesem faden beteiligst, mir gibt er eine ganze Menge! Lesen soll bilden (meine ich mal gesagt zu haben) ...

Im übrigen Claudsia fand ich das

dass ich nicht alles wissen möchte, sondern darauf vertraue, dass mein Partner mich nur mit den Dingen belastet, von denen er überzeugt ist, dass ich sie wissen muss und die anderen für sich behält, ich vertraue darauf, dass er die richtigen Dinge auswählt.

Ich möchte auch noch, dass jeder seinen eigenen kleinen privaten Bereich hat. Ich möchte nicht gläsern sein und kein offenes Buch.

Das ist mir sehr wichtig.

(einmal mehr) äußerst präziese formuliert und schön ausgedrückt! @:)

S6uziUexQ


ich finde eine Diskussion über dies Thema sehr schwierig. Bevor ich fremdgegangen bin, war ich eigentlich auch eher der Meinung "das tut man nicht", "wenn Mann das macht, pack ich ihm noch die Koffer" usw.

Mein Fremdgehen war weder ein einmaliger Ausrutscher, noch ein unbedeutender ONS. Und trotzdem hat es sich richtig angefühlt und die Gewissensbisse, auf die ich gewartet habe auf Grund meiner eigenen Werte kamen einfach nicht. Es war eine erfüllende, befriedigende Erfahrung, die ich komplett von meiner Beziehung losgelöst betrachten kann.

H'elenda 75


@G.W. von Rue

Mir ist nach wie vor nicht klar, was der Betrogene zu //erleiden hat, wenn er NIE davon erfährt

Wie ich schon sagte: derjenige, der betrügt, weiss es doch!

Und für den kann der Seitensprung nicht ohne Auswirkungen und Folgen bleiben - denn wenn die Sache so "unwesentlich" oder "unbedeutend" wäre, würde sie weder ein solches "Verlangen" verursachen, noch wäre es dann nötig, "verheimlicht" zu werden.

Ausserdem - wer sagt überhaupt, dass der betrogene Partner nicht selbst auch so sachlich mit dem Thema umgehen würde?

Wieso traut man ihm nicht soviel "Substanz" zu, dass er das akzeptieren und mit den Umständen zurechtkommen und leben kann?

Ich frage mich, ob das Verschweigen eines Fehltrittes wirklich immer einzig im eigenen Interesse des »Täters« geschieht?

M.E. schon - auch wenn es sicher Rechtfertigungsversuche a' la "... um die Beziehung zu retten ..." oder "... um den Anderen nicht zu belasten ..." gibt?

Folgendes Beispiel:

eine ganz normale, langjährige Ehe - mit dem üblichen "lieben" und "ehren" und selbstverständlich auch Treue!

Sexuelle Normalität: Routine, Alltag, Langeweile, aber auch Angst vor Veränderung und möglichen negativen Konsequenzen, auch in Bezug auf alle anderen Bereiche des Zusammenlebens - und irgendwann von einem der beiden ein Seitensprung.

Lassen wir mal den Katzenjammer am nächsten Morgen beiseite;

jetzt folgt doch die m.E. wesentliche Entscheidung:

ist die Beziehung gefestigt genug, das Thema zu bewältigen?

Sind der Partner und die Ehe wichtig genug, was dafür zu tun?

Oder geht man den eigentlichen Problemen erneut aus dem Weg - aus Angst vor Veränderung und möglichen negativen Folgen auch für alle anderen Bereiche der Beziehung?

Ein häufig zu findendes Szenario sieht doch jetzt so aus:

[i]"sie/er ist doch glücklich so, wie es jetzt ist - warum soll ich dann dieses Glück belasten oder gefährden - es hat ja nichts mit unserer Ehe und unserem übrigen Leben zu tun - es ging doch nur um Sex, der ihm/ihr doch sowieso nicht wichtig ist."//

Oder meinetwegen auch:

//"Ich will meinen Partner nur mit den Dingen belastet, von denen ich überzeugt bin, dass der sie wissen muss - die anderen behalte ich für mich, weil ich abwägen und die richtigen Dinge auswählen kann.

Ich will auch, dass jeder seinen eigenen kleinen privaten Bereich hat. Ich möchte nicht gläsern sein und kein offenes Buch. Meinem Partner gestehe ich das natürlich auch zu, z.B. in Form seiner regelmäßigen Bridge-/Skatrunde "//;-D

Aber wenn dem so wäre, könnte man ja auch beichten:

"unsere Ehe ist ganz toll, alles ist perfekt: Kinder, job, Häuschen, Autos, Urlaubsreisen - nur der Sex is a bissle langweilig, das weisst du ja selber; und weil dir das nicht so wichtig ist, poppe ich jetzt mit einem/einer anderen. Das tue ich übrigens auch für dich, weil du dich dann nicht mehr unter Druck gesetzt zu fühlen brauchst - und für unsere Ehe ist das auch besser, weil ich dadurch schon viel ruhiger und gelassener bin."

SmuzixeQ


@ Helena

man muss einfach nicht alles bereden, besprechen, zerreden. Man muss nicht zwangsläufig herausfinden wollen, ob die Beziehung gefestigt genug ist, um das auszuhalten.

C8laiudxsia


Der letzte Punkt, Helena, ist sicher einer, der da mit reinspielt.

Wenn es mir selber gut geht, aus welchem Grund auch immer, kann ich meinem Partner mehr geben.

Der vorletzte Punkt kommt mir ein wenig zu ironisch rüber. Ansonsten, ja, so kann das durchaus sein, warum auch nicht.

Nachdem das allerdings eine Anspielung auf mich war, möchte ich dir sagen, dass mein Mann nicht Bridge spielt.

G,.W.N voyn xRue


Helena 75

Wie ich schon sagte: derjenige, der betrügt, weiss es doch!

Diesen Einwand habe ich schon beim ersten Mal nicht verstanden |-o Logisch weiß der Fremdgänger, dass er fremdgegangen ist. Meine Frage ist doch aber: Was hat der Betrogene zu erleiden, wenn er nie davon erfährt?

Man kann sich natürlich darüber streiten, ob der Fremdgänger durch sein schlechtes Gewisses belastet wird und sich das automatisch nachteilig auf die gesamte Beziehung auswirkt :-/ Mir geht es allerdings um ein Szenario, in dem der Fremdgänger sein Schweigen als richtig erachtet und nicht weiter davon belastet wird.

Also?

Es bleibt für mich dabei. Wenn der Betrogene nichts vom Seitensprung erfährt und der Fremdgänger mit seinem Schweigen klarkommt, dann hat der Betrogene definitiv nichts zu erleiden.

Und für den kann der Seitensprung nicht ohne Auswirkungen und Folgen bleiben - denn wenn die Sache so "unwesentlich" oder "unbedeutend" wäre, würde sie weder ein solches "Verlangen" verursachen, noch wäre es dann nötig, "verheimlicht" zu werden.

Ein Seitensprung muss doch kein Resultat eines langen, unbändigen Verlangens sein. Ich hatte ja schon hinreichend dargelegt, wie schnell es »passieren« kann. Ein kleiner Flirt, prickelnd und aufregend. Keine »große« Sache.

Ausserdem - wer sagt überhaupt, dass der betrogene Partner nicht selbst auch so sachlich mit dem Thema umgehen würde?

Das kann natürlich sein und deshalb muss es jeder individuell abwägen. Mir ging es nur um das pauschale: »Wer betrügt ist ein Charakterschwein«.

Auf die übrigen Ausführungen deinerseits möchte ich erstmal nicht weiter eingehen, da sie mir etwas zu »spitz« formuliert sind. Nichts für ungut @:)

G|.W. vkon Ruxe


Holper, holper. Korrektur:

Das kann natürlich sein und deshalb muss es jeder individuell abwägen. Mir ging es nur um das pauschale: »Wer *einen Betrug verschweigt, ist ein *egoistisches Charakterschwein«.

H+elKenax 75


>

Zuverlässigkeit

Freundschaft

Liebe

Zärtlichkeit

**Verlässlichkeit

Vertrauen**

Sicherheit

Humor

Interesse <<

Es hatte schon durchaus seinen Grund, weshalb ich das April gefragt habe!;-)

Aber gut, von mir aus:

wenn nicht beim Sex, für welche Bereiche sollen denn dann

Zuverlässigkeit, Verlässlichkeit und Vertrauen

gelten:

für den wöchentlichen Einkauf, das regelmässige Einkommen oder das abholen und beaufsichtigen der Kinder, oder was?

Und wieso sollen diese Eigenschaften ausgerechnet für Sex

nicht gelten?

Oder anders gefragt:

wenn diese Eigenschaften für Sex nicht gelten - was berechtigt dann noch zu der Annahme oder Hoffnung, dass sie in anderen Bereichen wirksam werden könnten?

Interesse?

Ist das D.E. wirklich ein Zeichen von Interese, wenn sexuelle Themen verdrängt oder negiert werden?

Also ganz ehrlich: bei einem Satz wie

"Schatz, ich poppe mit einer Anderen! Ich habe dir das bisher nur nicht gesagt, weil ich ein Interesse an deinem Wohlbefinden hab und dich damit nicht belasten wollte"

würde ich mich jedenfalls nicht wirklich gleichberechtigt oder ernstgenommen fühlen!%-|

Liebe?

Was hat es mit Liebe zu tun, jemanden zu betrügen und zu verarschen?

Sein kleines Kind kann man lieben ... und vor der bösen Welt dadurch beschützen, dass man es vor schlechten Nachrichten bewahrt!

Aber einen gleichberechtigten Partner? :-/

o.k. - hat halt jeder sein eigenes Verständnis von den Dingen und sicher auch unterschiedliche Erwartungen und Ansprüche :=o

Freundschaft und Humor ?

Schön und gut, wem das bereits als Basis für eine Lebensgemeinschaft reicht ... %-|

Cblau{dsxia


Helena, es ist mir nichtmal wert, auf deinen Verriss einzugehen.

Merkst du nicht selber, wie daneben das ist? Nein, wahrscheinlich nicht.

*Achselzuck*

MSeBlet8e


G.W. von Rue

Der Punkt interessiert mich immer noch. Ich frage mich, ob das Verschweigen eines Fehltrittes wirklich immer einzig im eigenen Interesse des »Täters« geschieht?

in wessen interesse sonst solls denn sein, wenn nicht im interesse des täters?? stell dir doch vor, daß du betrogen wirst und zu den menschen gehörst, die es wissen wollen.. also - dein interesse...meint der täter, daß es besser ist, daß ers dir nicht sagt, dann ist es wohl sein interesse...was er noch macht ist dich entmündigen, wie socrates schon geschrieben hat..

Es bleibt für mich dabei. Wenn der Betrogene nichts vom Seitensprung erfährt und der Fremdgänger mit seinem Schweigen klarkommt, dann hat der Betrogene definitiv nichts zu erleiden.

das ist für mich utopie. soe in mensch hat sicher nicht nur in bezug auf sexeleln betrug eine missachtung meiner wünsche..niemand, der wirklich in allesn bereichen des lebens gefestigt ist, wird ein einziges mal in sienem leben fremdgehen und es nie wieder tun...das machen menschen, die in weit mehr diengen unsicher sind..würde es diesen utopischen zustand aber wirklich geben, dass ein absolut integrer und gefestigter charakter einmal für ein paar stunden austickt und sonst nie wieder, dann soll ers wirklich für sich behalten..aber nochmal: für mich ist das utopie..

G".W. vbon Rxue


Melete

in wessen interesse sonst solls denn sein, wenn nicht im interesse des täters??

Ich meine eben: In manchen Fällen auch im Interesse des Betrogenen. Ich will April66 jetzt nicht permanent als Beispiel »benutzen« (@:) |-o), aber sie schrieb ja zum Beispiel, dass sie zwar verzeihen, aber eben nicht vergessen konnte. Die Bilder ließen sie nicht los.

Hätte sie nie davon erfahren, dann hätte sie auch nicht mit den Bildern zu kämpfen gehabt.

was er noch macht ist dich entmündigen, wie socrates schon geschrieben hat..

Ja, das mag durchaus sein, aber ich frage, was der Betrogene zu erleiden hat. Er weiß ja nicht, dass er hintergangen wird/wurde. Er erfährt weder vom Seitensprung, noch davon, dass er »entmündigt« wird.

4Z-cook\iexs


und das

sollte doch wirklich verständlich sein ... oder? *Kopf.schüttel*

MXeletxe


G.W. von Rue

Ja, das mag durchaus sein, aber ich frage, was der Betrogene zu erleiden hat. Er weiß ja nicht, dass er hintergangen wird/wurde. Er erfährt weder vom Seitensprung, noch davon, dass er »entmündigt« wird.

also ich würde verdammt viel darunter leiden,wenn mein mann meine wünsche missachten würde..den würde ich stapeln :(v :(v

Gs.W.[ vGon uRxue


Melete

also ich würde verdammt viel darunter leiden, wenn mein mann meine wünsche missachten würde.. den würde ich stapeln

Würdest du nicht ;-) Du wüsstest es ja gar nicht :=o

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