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Fremdgehen und Betrügen: Wer tut's ohne schlechtes Gewissen?

G2.W. vo3n KRue


-socrates-

Ich bin hier wieder eingestiegen, weil ich die treuen Seelen in diesem Faden unterstützen will.

Ich muss gestehen, dass mir diese Formulierung - die schon mehrfach auftauchte - irgendwie nicht behagt. Hier wird in schwarz und weiß, in »treue« und »untreue« Seelen eingeteilt. Wird das den Menschen wirklich gerecht? Ich finde nicht.

EPhemaligeir NuNtzer (c#11590x6)


G.W. Rue

Ich plane es nicht und will es niemals tun, aber ich weiß eben nicht, was das Leben für mich bereit hält !

:)^

so lebt man ruhiger.

-JsocratWesx-


Tja, manche müssen eben gewisse Dinge nicht ausprobieren.

Manche müssen nicht saufen, um zu wissen wie sich ein Kater anfühlt.

Manche müssen nicht saufen und dann Sex haben um zu wissen wie sich das Gefühl anfühlt.

Manche müssen nicht kiffen und sich danach noch depressiver als zuvor fühlen.

Manche müssen nicht nach Koks fragen, um zu wissen, dass es shit ist.

Manche müssen sich nicht runterhungern, um zu wissen, dass es schädlich ist.

Manche Dinge gibt es, doch man muss sie nicht kennenlernen. ;-)

:)* @:)

EvhemafligeUr NRutz3er (#1x15906)


ein "von" fehlt |-o

jetzt habe ich doch glatt das adelsgeschlecht missachtet |-o @:)

-+socr|atexs-


@G.W. von Rue

Ich muss gestehen, dass mir diese Formulierung - die schon mehrfach auftauchte - irgendwie nicht behagt. Hier wird in schwarz und weiß, in »treue« und »untreue« Seelen eingeteilt. Wird das den Menschen wirklich gerecht? Ich finde nicht.

Ich finde es im Gegenzug nicht schön, wie hier manche angegriffen werden.

Ich habe jetzt lange genug zugeschaut.

Bin wieder daaaaaaaaaaaaaa ;-).

@:)

K!önigArstuxs


socrates

Hat alles seinen Preis?

Auch die Beziehung?

Auch das Fremdgehen?

GR.WP.f von xRue


-socrates-

Ich finde es im Gegenzug nicht schön, wie hier manche angegriffen werden.

Zeigst du mir einen solchen Angriff - zur Verdeutlichung - mal? :)*

ASpriAl66


die frage wollte ich gerade stellen *:)

-bsocXratexs-


@KönigArtus

Wohl war!

Dazu dieses Beipiel:

Fremdgehen: Sind wirklich immer beide schuld?

Herr M. ist verzweifelt. Er hat das Gefühl, den Boden unter den Füßen zu verlieren. Er weiß nicht, was er falsch gemacht hat. Seine Ehe ist zerbrochen und er versteht die Gründe dafür nicht.

Vor 13 Jahren lernte Herr M. seine Frau kennen. Schnell verliebte er sich in ihre temperamentvolle lebenslustige Art. Früher sei sie fröhlich und ausgelassen, manchmal aber auch aufbrausend und launisch gewesen. Er selbst beschreibt sich als eher zurückhaltend und abwartend. Sie war der Motor in der Beziehung, er der Stabilisator.

Sie waren sehr glücklich und heirateten nach kurzer Zeit. Heute sind ihre beiden Kinder 7 und 9 Jahre alt. Seine Pflichten als Vater habe er immer sehr ernst genommen. Die Familie ging ihm über alles. Er habe in den letzten Jahren viel im eigenen Betrieb gearbeitet. Sie haben sich ein schönes Haus gekauft und eingerichtet. Er fühlte sich in seinem Leben behaglich und wohl.

Er liebte seine Frau sehr und habe versucht, sie auch glücklich zu machen. Immer wieder sei er auf ihre Wünsche eingegangen, auch wenn ihm manche davon unsinnig erschienen, wie z.B. eine neue Wohnzimmereinrichtung, obwohl die alte erst vier Jahre alt war.

Seine Bemühungen seien wohl gründlich gescheitert. Heute habe er das Gefühl, es sei alles umsonst gewesen. Egal wie sehr er sich auch bemüht habe, die Partnerschaft zu erhalten, er habe keine Chance gehabt.

Er sei schon seit ein paar Wochen misstrauisch gewesen. Seine Frau habe sich sehr zurückgezogen, auf seine Fragen, was denn los sei, habe sie aber nur ablehnend reagiert. Sie wolle einfach nur ihre Ruhe haben, fuuml;hle sich eingeengt und wü;nsche sich mehr Freiraum.

Zufällig habe er dann - durch gespeicherte SMS in ihrem Handy - herausgefunden, dass sie schon seit über einem Jahr eine intime Beziehung zu einem seiner engsten Freunde habe. Der Schock und der Schmerz sei fast unerträglich. Er könne sich kaum noch konzentrieren und funktioniere nicht mehr zuverlässig in seinem Betrieb. Wenn seine Kinder nicht wären, hätte sein Leben keinen Sinn mehr.

Sein Hausarzt schickte ihn in meine Praxis für Psychotherapie und Paartherapie. Dieser Mann war sein Leben lang fleißig, ehrlich, treu und bodenständig. Seine Grundwerte waren zutiefst erschüttert. Er wußte nun schon seit etwa vier Wochen von dem "Verhältnis" seiner Frau, konnte sich aber nicht entscheiden, wie es weitergehen sollte. In gemeinsamen Gesprauml;chen beteure seine Frau zwar, ihn nicht verlieren zu wollen und ihn weiterhin zu lieben. Er würde die Ehe beenden, wolle die Kinder aber nicht verlieren, die nach einer Trennung sicher bei der Mutter leben würden. Er könne aber seiner Frau nicht vergeben. Er glaube nicht daran, ihr je wieder vertrauen zu können.

Zusätzlich zu seiner großen Enttäuschung über den Betrug und der Trauer über den erlittenen Vertrauensverlust, fühlte Herr M. eine große Wut. Er habe schon mit Freunden über seine Situation gesprochen. Alle seien der Meinung, dass beide Partner beteiligt seien, wenn einer fremdgeht. Er sei sich aber keiner Schuld bewußt, habe immer alles getan, worum ihn seine Frau gebeten habe. Für ihn haben Vertrauen und Treue in der Ehe oberste Priorität. Jetzt soll er am Scheitern der Beziehung einen genauso großen Anteil haben wie sie?

Tatsächlich ist die gängige Meinung der Paartherapeuten, dass am Scheitern einer Beziehung immer beide zu gleichen Teilen beteiligt sind.

Ein Fall wie der von Herrn M. spricht jedoch dagegen. Ich habe in meiner Praxis mit vielen Paaren gesprochen, und bin mittlerweile zu folgender Überzeugung gekommen:

Natürlich geht ein Mensch nicht einfach so fremd, wenn er in seiner Partnerschaft glücklich ist. Dennoch hat jeder eine individuelle Frustrationstoleranzgrenze und eine eigene Definition von Glücklichsein. Was der eine noch als gut befindet, ist für den anderen vielleicht schon langweilig und leer. Die Standards werden schon in der Herkunftsfamilie festgelegt. Welche Partnerschaft haben uns unsere Eltern vorgelebt. Wie gingen sie mit Problemen um. Haben sie sich getrennt, waren sie sich wohlgesonnen oder gab es ewig Streit. Wir alle haben in unserer Kindheit gelernt, was in der Beziehung wichtig ist und was wir überhaupt nicht haben wollen. Kinder von getrennten Eltern, trennen sich als Erwachsene auch häufiger vom Partner als Paare, deren Eltern zusammen alt wurden. Einen wichtigen Einfluss auf die Partnerschaft haben auch die Dimensionen Nähe und Distanz. Unterscheiden sich die Partner in ihren Intimitätserwartungen stark voneinander, so ist auf Dauer viel Frustration vorprogrammiert. Diese Paare können dennoch eine gute Beziehung führen, wenn sie gelernt haben, damit umzugehen.

Wenn sich zwei Menschen ineinander verlieben, gibt es zwei Familien-Systeme, die aufeinanderprallen. Am Anfang ist das natürlich spannend, aber nach einiger Zeit wird es umso anstrengender, je unterschiedlicher die beiden Systeme sind. Viele offene Gespräche und Kompromisse sind erforderlich. Und genau an diesem Punkt zeigt sich, ob beide Partner gleichviel in ihre Beziehung "investieren". Wenn sich nur einer ständig bemüht, der andere aber seinen eigenen Weg geht, wird die Partnerschaft leiden. Ob das Paar sich trennt, hängt von vielen Faktoren ab, z.B. dem Grad der materiellen Abhängigkeiten, dem eigenen Anspruch und vor allem auch von der Hoffnung, noch einmal eine bessere Partnerschaft eingehen zu können.

In dem o.g. Beispiel hat Herr M. sich ernsthaft alle Mühe gegeben, ein guter Ehemann zu sein. Er hauml;tte nach seinen Worten "alles für seine Frau getan", auf die er sehr stolz war. Frau M. war als Einzelkind schon früh daran gewöhnt, ihren Willen durchzusetzen. Ihr Mann war mit seinem eigenen Betrieb eine gute Partie, er sah gut aus und sie liebte seine ruhige und ausgeglichene Art. Nach einigen Jahren jedoch empfand sie ihr Leben langweilig. Sie gingen zwar viel aus und fuhren oft in Urlaub, doch sie wurde im Laufe der Jahre immer unzufriedener mit ihrer Rolle als Hausfrau und Mutter. Ihre Berufstätigkeit in einer Behörde hatte ihr nie Freude gemacht und sie tauschte damals gerne, die Bürostelle gegen ihre Mutterrolle ein. Nun war sie Mitte Dreißig und fühlte sich in einer Sackgasse. Kämpfen und anstrengen musste sie sich bisher nie besonders, dafür waren zuerst die Eltern, später der Ehemann zuständig. Dementsprechend traute sie sich außerhalb des Hauses wenig zu. Der einfachste Weg, Bewegung in ihr eintöniges Leben zu bringen, war wohl eine Affäre.

Natürlich hat sie diesen Schritt nicht bewusst gewählt. Aber ein Zufall ist das nicht. Sie flirtet heftig mit einem engen Vertrauten aus dem gemeinsamen Freundeskreis. Sie weiß, er ist auch verheiratet und will nur ein Abenteuer. Sie verlieben sich, treffen sich heimlich und sind glücklich miteinander. Zu Hause konstruiert sie ein kompliziertes Lügengebilde. Sie hat ihrem Mann gegenüber ein schlechtes Gewissen, will ihn und die damit verbunden Annehmlichkeiten auf keinen Fall verlieren, aber die Liebe zu dem andern wird immer stärker.

Unweigerlich muss die Situation früher oder später in einer Katastrophe enden. Die Folgen sind bittere Enttäuschung, Wut und Misstrauen auf der einen Seite, Schuldgefühle und Verwirrung auf der anderen.

Es hat einige Therapiegespräche und viel Zeit gebraucht, bis das Ehepaar M. die Krise einigermaßen überwunden hat. Sie haben sich nicht getrennt, schon wegen der Kinder.

Eine Narbe wird immer bleiben.

Khön*igArxtus


socrates

Wir zwei sind ja im Grundsatz nicht so weit auseinander.

Worauf ich immer poche ist die Frage, ist das, was wir hier diskutieren, dem Menschen angeboren oder ihm im Laufe der Jahrtausende aufoktroiert worden. Mit dem (vielleicht klinischen) Ergebnis, dass es Untreue und die damit zusammen hängenden Themen in der Kategorie GUT und BÖSE (möglicherweise) gar nicht gibt.

Natürlich weiss ich inzwischen, dass diese Kernfrage hier keinen Menschen interessiert. Was auch für mich kein Problem ist. :-)

sKumse2bmienxe25


z]Ich muss gestehen, dass mir diese Formulierung - die schon mehrfach auftauchte - irgendwie nicht behagt. Hier wird in schwarz und weiß, in »treue« und »untreue« Seelen eingeteilt. Wird das den Menschen wirklich gerecht? Ich finde nicht. <<

ich finde schon! es gibt kein zwischending!es sei denn man hat eine offene beziehung und beiden partnern ist es egal.

sobald einer eine andere einstellung zu treue hat, gibt es nur schwarz oder weiß! natürlich ist es so!

betrügen ist egoistisch, verletzend und verlogen, da kann man mir wohl nicht widersprechen! ich denke nicht, dass sich auch nur irgendwer über das fremdgehn des partners freuen würde!ODER??

mir ist klar, dass sich fremdgeher rausreden wollen und alles anders sehen. aber die argumente sind lächerlich!

vielleicht sollte man überdenken, ob man denn beziehungsfähig ist.

wenn ich höre dass jem diese einstellung vertritt, es könne irgendwann mal passieren, wer lässt sich dann bitte auf euch ein?

und zu denken es würde wieder alles in ordnung kommen, wenn man fremdgeht, ist meiner meinung nach sehr naiv!

vor allem weil das vertrauen absolut im keller ist!

E hemaligGer &Nuetzer E(#115906x)


betrügen ist egoistisch, verletzend und verlogen, da kann man mir wohl nicht widersprechen!

kann man durchaus. es ist situationsabhängig. es kommt immer drauf an, wie, wer, wann, unter welchen umständen usw usw...

ACpriDl6x6


betrügen ist egoistisch, verletzend und verlogen, da kann man mir wohl nicht widersprechen!

aber natürlich kann man.

deutlich sogar. ;-)

-yso!cra7tesx-


@G.W. von Rue

Naja,

um ehrlich zu sein gehst du hier die Menschen, die sagen, dass sie gewisse Grundsätze haben und diese niemals über Board werfen würden, schon ziemlich an.

Du hast natürlich Recht, wenn du sagst, dass man nie, nie sagen sollte, nur meine Mutter mag zum Beispiel keine Ananas -> sie hat noch nie eine gegessen und wird auch nie eine essen.

Ich mag keine ausländischen Autos und daher fahre ich nur deutsche Wagen und so lange es mein Auto betrifft, wird sich da nie etwas ändern.

Ich verstehe Menschen die Grundsätze haben. Manche ändern ihre Meinung nicht einfach durch ein paar Gespräche und finden dann ONS und Affären supi dupi und nur die Schwachen und weniger intelligenten erzählen dies dann Freunden oder dem Partner.

Ich kann für mich auch nicht sagen was kommen wird, aber dass ich jemals fremdgehe schließe ich vollkommen aus!!!.

Nenne mich verrückt oder einen Traumtänzer, aber ich war schon in so vielen richtig eindeutigen Situationen und es ging mir sprichwörtlich am Arsch vorbei.

Manche legen Schäche aus, wenn sie das Fremdgehen dem Partner sagen, ich lege es als Schwäche aus, es so weit kommen zu lassen.

:)* @:)

- s#ocratxes-


@sumsebiene25

betrügen ist egoistisch, verletzend und verlogen, da kann man mir wohl nicht widersprechen!

Stimme dir vollkommend zu. Ich habe erst kürzlich erlebt wie verletzend es ist.

Der hier nein sagt, muss echt schon eine Menge in seinem Leben falsch gemacht haben!!!

@:)

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