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Fremdgehen und Betrügen: Wer tut's ohne schlechtes Gewissen?

L-ovHuxs


Cookie

Warum sollte das so sein?

Da greift das Sprichwort: "Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht." Vertrauen ist schwer aufzubauen und leicht zu zerstören.

Ich finde wichtig, nicht nur die Splitter in den Augen der anderen zu erkennen, sondern auch den Balken im eigenen. Also nicht nur die Ungerechtigkeiten der anderen beklagen, sondern auch die eigenen Unzulänglichkeiten nicht gut reden.

Echemal;igerK N7utzer: (#1x15906)


SuzieQ

Man muss noch nicht mal ein Befürworter vom "Fremdgehen" sein und kann trotzdem auf die Eingangsfrage mit Ja antworten. Wie wenig Phantasie, wie wenig Schubladen zum Menschenablegen haben einige Leute hier, dass es über ihren Horizont geht, sich bestimmte Lebensmodelle vorzustellen, in denen Fremdgehen und das Verschweigen davon, vielleicht ein Kompromiss und keinesfalls eine lockere Lebensphilosophie sind?

:)^ :)^

LCamaliein


@ lovhus

dazu müsstest du einen eigenen faden aufmachen :-)

das ist ein thema für sich.

wegen der fremdgeh-sache...ich war schon mal in der situation, wo es hätte passieren können. allerdings war da die beziehung zu meinem exfreund eh schon nicht mehr toll. trotz allem hätte ich es nicht gemacht. weil ich auch nicht möchte, dass der andere part sowas macht. und seltsamerweise habe ich noch keinen freund gehabt, der das während der beziehung gemacht hat. also ich bin noch nicht betrogen worden. hoffe auch, dass nie zu werden.

ich persönlich könnte das mental nicht durchstehen. nicht noch ein faktor, mit dem man sich (aus meiner sicht) das leben schwer macht. ich fänds auch als geliebte voll abtörnend. zu wissen, dass er vielleicht doch nochmal mit seiner frau schläft oder mit ihr noch andere sachen macht ausser sex und lieb zu ihr ist.

zumal für mich fremdgehen echt egoistischer natur ist. man nimmt sich alles so, wie man es braucht. wenn die betrogene bescheid weiss, dass ihr mann eben sex mit einer anderen braucht und das dann macht, dann ist es was anderes.

eine schwierige geschichte. klar (gerade wenn man vielleicht seit 20 jahren verheiratet ist), ist es schwer, alles aufzugeben. die ehe, die beziehung, das haus etc. aber vielleicht verpasst man dann die frau, die vielleicht alle wünsche befriedigt, die man in sich trägt?

L2ovHxus


Striptease

es ist eine bewusste entscheidung - basta!

Zumindest muss jeder die Verantwortung für sein Handeln übernehmen, als wäre es eine bewusste Entscheidung gewesen.

Aber es ist schon so, dass bewusste Entscheidungen eine viel kleinere Rolle in unserem Verhalten spielen, als wir es gerne hätten - das Bewusstsein rechtfertigt eher im Nachhinein ein Verhalten als bewusste Entscheidung. Die Gehirnforschung zeigt ziemlich klar, dass wir viel schneller entscheiden und handeln, als wir denken können. Da kann man sich schon mal selbst überrumpeln und wenn's für das Selbstbild nötig ist, waren dann auch gerne die anderen schuld ;-).

EWhemalLiger Nuwtzer {(#11x5906)


Unschuldi

:)* @:)

E:hemaligeSr Nutzer (#11(590x6)


LovHus

bewusste entscheidung - meint, dass es nicht passiv geschieht. ich kann nicht ohne meinen willen verführt werden. höchstens lässt man es zu. all diese ausreden "ich war so betrunken" "ich wusste nicht, was ich da tat"... das passiert menschen, deren verhalten und deren überzeugung von dem was richtig ist, nicht miteinander hand in hand gehen. die versuchen sich dann vor sich selbst (dem strengsten richter) zu rechtfertigen, zu entschuldigen. deshalb ganz recht, wie du sagst, man versucht auch diese verantwortung vor sich selbst abzulegen, sich selbst zu sagen, dass man ja gar nichts dafür konnte... der fluß des schicksals ;-D

letztendlich treffen wir entscheidungen, es sei denn jemand ist wirklich im psychologischen sinn unzurechnungsfähig.

LJov}Hxus


dazu müsstest du einen eigenen faden aufmachen

das ist ein thema für sich.

Da wär ich dann ganz einsam und allein :°(. Ne, wir lernen am Besten im Leben und das Leben hier sind die Fäden. Und wenn mir so was auffällt, schreib ich es direkt hinein. Dieser Faden ist über 70 Seiten lang und betrifft ein heißes Thema, schon allein der Aufruf einen Club der Gewissenlosen zu gründen :=o. Da verträgts auch mal ein paar Methodik-Beiträge.

Lbov5Hus


Striptease

das passiert menschen, deren verhalten und deren überzeugung von dem was richtig ist, nicht miteinander hand in hand gehen.

Ist das nicht der Normalfall?

-> Schwierig, zu allgemeinen Überzeugungen zu kommen davon, was richtig ist.

-> Schwierig auch, sich im Verhalten wirklich danach zu richten.

-> Und es bleiben immer noch die Konflikte, wo nur noch die Wahl des kleineren Übels übrigbleibt.

Das kann einen schon überrumpeln. Zu sagen, "es ist mir passiert" ist dann vielleicht sogar treffender dafür, was der Betroffenen erlebt hat als "ich habe es gewollt".

E!hemaTliZgeTr Nut+zer <(#11x5906)


Ist das nicht der Normalfall?

keine ahnung. nach meiner persönlichen erfahrung und der erfahrung aus meinem umfeld - nein. jedenfalls ab einem gewissen alter nicht mehr. und sonst? "normal" ist relativ, so viele menschen kann man gar nicht kennen.

4c-c'osokixes


LovHus

Da greift das Sprichwort: "Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht." Vertrauen ist schwer aufzubauen und leicht zu zerstören.

Ich kann zwar verstehen, was hinter Deiner Aussage steckt, finde sie aber zu schematisch. Ich kann verzeihen, wenn ich um Beweggründe weiß und darüber gesprochen wurde (was immer es auch sei).

Du kennst das Sprichwort "Ein Hund alleine beißt sich nicht!"???

Lamalein

eine schwierige geschichte. klar (gerade wenn man vielleicht seit 20 jahren verheiratet ist), ist es schwer, alles aufzugeben. die ehe, die beziehung, das haus etc. aber vielleicht verpasst man dann die frau, die vielleicht alle wünsche befriedigt, die man in sich trägt?

Vor allem weißt Du was Du hast - auch wenn´s partiell oder total unbefriedigend in der Beziehung ist. Dieses "Kennen" gibt Sicherheit! Und die Geleibte erlebt die Sonnenseiten des Mannes - ist nicht so übel. Aber auch verständlich wenn sie es auf Dauer eben nicht macht ...

striptease

ich kann nicht ohne meinen willen verführt werden. höchstens lässt man es zu. all diese ausreden [...] man versucht auch diese verantwortung vor sich selbst abzulegen, sich selbst zu sagen, dass man ja gar nichts dafür konnte

Was kannst Du mit dem Stichwort "schleichende Entfremdung" anfangen?

L\ovHuxs


Der Normalfall ist, dass wir alle gut aussehen wollen. Vor den anderen und vor uns selbst.

Und normal ist wohl auch, dass es die Meisten die meiste Zeit ganz gut durchhalten.

L0amalxein


Vor allem weißt Du was Du hast - auch wenn´s partiell oder total unbefriedigend in der Beziehung ist. Dieses "Kennen" gibt Sicherheit! Und die Geleibte erlebt die Sonnenseiten des Mannes - ist nicht so übel. Aber auch verständlich wenn sie es auf Dauer eben nicht macht

ich würde den zustand aber nicht lange halten wollen. die affäre würde für mich das nicht aufwiegen.

4~-co}okixes


Lamalein

Verständlich!

Aber ist es nicht besser, an einer guten Sache teilzuhaben als sie gar nicht zu besitzen (im übertragenen Sinne gemeint)?

EJhenmaliger NButz^er (#1d15x906)


4-cookies

kommt auf den kontext an. entfremdung von sich selbst oder in der beziehung? führe etwas weiter aus :-)

LovHus

eben. gut aussehen vor sich selbst. das ist das wichtigste, weil wir meist vermuten, dass die anderen unsere eigenen gedanken "übernehmen". man schließt auch hier von sich auf andere... deshalb ist mein "normalfall", dass ich vor mir selbst gut aussehe. dann kann ich immer noch nicht allen "gefallen", aber das ist trotzdem richtig. denn wenn ich mit meinen überzeugungen im einklang lebe, dann "gefalle" ich nur den menschen nicht, die andere überzeugungen haben, die ich persönlich für falsch halte. also hat alles seine richtigkeit.

Lfov,Hu`s


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Ich kann verzeihen, wenn ich um Beweggründe weiß und darüber gesprochen wurde (was immer es auch sei).

Die Gründe sind das interessanteste. Damit bin ich auf Seite 49 oben in diesen Faden (wieder) eingestiegen. Und weil die so vielfältig sind wie die individuellen Situationen, gibt es auch keine richtigen oder falschen Gründe, sondern eher ehrliche oder vorgeschobene Gründe.

Als Vertreter der "Ehrlich-Befürworter" meine ich, dass nur bei einer ehrlichen Auseinandersetzung mit den tatsächlichen Gründen im Einzelfall die Betroffenen eine Chance haben, die Verletzungen zu heilen und an dem Geschehen zu wachsen bzw. den Lebensentwurf konstruktiv zu überarbeiten (z.B. von einer monogamen zu einer offenen Beziehung oder die alte Beziehung zu beenden oder...)

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