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Hat man beim Stillen sexuelle Gefühle?

BsrQilJli5antbluxe hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Eine Frage an Frauen, die schon mal gestillt haben: Fühlt sich das so an, wie wenn ein Mann an der Brust saugt, z.B. beim Sex? Oder wird die Brustwarze nach der Geburt irgendwie unempfindlicher?

Meine Brustwarze ist ziemlich leicht sexuell erregbar, also ziemlich emfindlich, deshalb kann ich mir einfach nicht vorstellen, ein Baby täglich mehrfach daran saugen zu lassen. Ich weiß ja nicht, wie das bei anderen Frauen so ist, deshalb würde ich mich sehr über Eure Meinungen freuen.

Antworten
MPonik=ax65


So wie ein Baby saugt, mit dieser Vehemenz, hat das bei mir noch kein Mann geschafft. Hat dazu geführt, dass das in den ersten Wochen oft höllisch weh getan hat am Anfang des Stillens. Aber als das vorbei war, war es schon sehr wunderbar, eine total intensive Massage. Schade, derartig habe ich es leider nicht mehr erlebt seitdem..

SLtin0chen7x8


Am Anfang war es bei mir auch so, daß es ziemlich weh tat, sobald meine Kleine an der Brust gesaugt hat. Doch nachdem ich ein paar Tropfen von der Hebamme bekommen hatte, waren diese weg.

Und dann konnteich das Stillen auch "genießen".

Also genau wie bei Monika65.

Das Gefühl, daß ich dabei hatte, war einzigartig. Von den Babys können sich die Männer noch etwas abgucken! ;-)

Es kam mir aber damals auch etwas komisch vor, daß meine Kleine solche Gefühle in mir auslöste.

P<romiEsxc


Die Natur hat es so eingerichtet, dass Frauen sozusagen mit Reizimpulsen für das Stillen 'belohnt' werden - um auch zu gewährleisten, dass sie es immer wieder tun. Das führt bei manchen Frauen sogar so weit, dass sie durch das Stillen regelmäßig einen Orgasmus bekommen.

Natürlich gibt es auch hier individuelle Abweichungen, manche Frauen empfinden den Reiz dabei als zu unerträglich stark, andere wiederum als gar nicht vorhanden. Aber dem Gros gefällt es durchaus, was sie dabei zu fühlen bekommen.

Was natürlich wie bei allem sexuellen stark von der Momentanen Stimmung und Situation, aber auch der persönlichen Haltung solchen Gefühlen gegenüber abhängig ist.

Ich habe vor kurze gelesen, dass Kinderärzte und Hebammen vermehrt davon berichten, dass nicht wenige westlichen Frauen diese Gefühle als höchst peinlich empfinden, da sie einen Bezug zur gegenwärtig ja sehr hochkochenden Päderastie-Diskussion herstellen und sich deshalb sexueller Gefühle in Verbindung mit ihrem Kind schämen.

Z%werBgtXerro#ristxin


hm...

ich hab meine drei nicht wirklich lange gestillt, vielleicht hab ich es deshalb anders empfunden...

Anfangs fand ich es auch eher schmerzhaft. Alle "angenehmen" Gefühle würde ich aber eher der Nähe und dem Beisammensein mit dem Baby als der Sexualität zuschreiben...

Zwergi *:)

Ihnay-Marxia


Ich würde das weniger als sexuelles Gefühl beschreiben, weil sonst würde man doch "mehr" wollen, als nur Stillen und wäre in dieser Zeit dann ständig "scharf" ;-D. Es war zwar ein sehr angenehmes Gefühl, ein sehr befriedigendes Gefühl, aber keines, das mir auf diese Weise ein Mann verschaffen könnte. Deshalb halte ich die Geschichte mit dem Orgasmus beim Stillen für eine Ausnahme, wenn sie denn so stimmt.

d7iebxie


Meine Brust ist zwar ein ziemlich unsensibles Organ und beim Sex für mich eigentlich kein Lustspender ,aber beim Stillen hab ich festgestellt(hab 9 Monate gestillt),dass es sehr angenehm ist,nur ein Mann dies so in der Intensität noch nie fertig gebracht hat.Ich habe zwar keine Orgasmen erlebt aber eine direkt Verbindung vom Busen zu den sensiblen Stellen zwischen den Beinen festgestellt,und das nur allein durchs Saugen.

I=na-tMaxrixa


diebie

hattest du durch das Stillen dann aber Lust auf "mehr"? Mir hat die Befriedigung durch das Stillen voll und ganz gereicht, ich war sogar eher kindbesetzt und hatte weniger Lust auf Sex. Also, selbst wenn die Verbindung nach "unten" gegeben war, wars für mich nicht sexuell. Schwer zu beschreiben :-/.

Pvrompisxc


Zitat

»Lustgefühle beim Stillen - weise Einrichtung für Mutter und Kind

Geschrieben von Hannelore Vonier

Beim Stillen kommt es, wie beim Orgasmus der Frau, zu einer Ausschüttung des Hormons Oxytozin aus der Hypophyse (Hirnanhangdrüse). Daher erleben Frauen, die diesen Impuls nicht unterdrücken, während des Stillens durch die Sekretion von Oxytozin häufige Orgasmen.

[...]

In bestimmten religiösen Kreisen gilt Stillen als Kindesmissbrauch! Müttern wird hier von Ärzten das Abstillen und Füttern mit der Flasche empfohlen, weil es ansonsten zu ‚perversen Beziehungen’ komme.

Hans-Jürgen Döpp berichtet, dass es unter der hysterischen Debatte des Kindesmissbrauchs in den USA sogar zu einer Anzeige kam, als eine Mutter gestand, beim Stillen Lustempfindungen gehabt zu haben. Dies ist ein extremes Beispiel des Tabus, mit dem das Stillen aber auch andernorts belegt ist.

[...]

«

Ja, sie spricht sogar von einem orgasmus-ähnlichen Verhaten des babys:

»In einigen Fällen kann das Neugeborene Energie beim Stillen freisetzen, sich ‚entladen’:

Am Höhepunkt der Intensität bewirkt der Mund des Babys eine energetische Entladung mittels einer konvulsiven Reaktion, die passenderweise Mundorgasmus genannt werden kann.

Dieser orale Orgasmus tritt nur bei gesunden Kindern auf, die guten Kontakt zu einer Mutter haben, deren Brustwarzen empfindsam, lebendig und warm sind. Ein solcher Kontakt ist lebenswichtig für das Kind und auch bedeutend für die Mutter.

Am Ende des Stillens ist häufig ein Beben der Lippen des Kindes zu beobachten. Dieses Zittern breitet sich über das Gesicht aus und endet schließlich in Vibrationen und weichen konvulsiven Bewegungen des Kopfes und der Kehle, manchmal des vollständigen Körpers.

Die Augen drehen sich oben unter die Augenlider und das Baby gibt sich vollkommen diesem angenehmen Gefühl hin.«

Weiterhin wird der Orgasmus der Frau noch einmal genauer begründet:

»Durch das Saugen an den Brustwarzen, wird der Hypothalamus (größtes und wichtigstes Steuerungsorgan des vegetativen Nervensystems, welches im unteren Bereich des Zwischenhirns liegt) stimuliert und veranlasst dadurch die ebenfalls im Gehirn befindliche Hirnanhangdrüse (Hypophyse) die beiden Hormone Prolactin und Oxytocin freizusetzen. Prolactin regt die Milchproduktion an und das Oxytocin erzeugt Muskelkontraktionen in der Brust und gleichzeitig auch in der Gebärmutter.

BRUST: Kontraktionen der Muskelfasern, die um die Alveolen (Milchbläschen) liegen, sind nötig, um die Milch über die Milchkanäle nach Außen zu befördern.

UND (zur gleichen Zeit)

GEBÄRMUTTER: Kontraktionen der Gebärmutter, sind nach einer Entbindung nötig, damit sie wieder ihre Ursprungsgröße erhält.

Also, alles ganz clever von der Natur eingerichtet.

Wie wir alle wissen, reagiert der weibliche Körper, beim Orgasmus, ebenfalls mit Kontraktionen der Gebärmutter, da ebenfalls sexuelle Stimulation den Hypothalamus anregt, der Hypohyse zu signalisieren, Oxytocin auszuschütten.

Es ist also nicht verwunderlich, dass das Saugen eines Babys, bei einer Frau Orgasmen auslösen kann und auch nicht verwunderlich, wenn eine Frau durch reine Stimulation der Brustwarzen zu einem Orgasmus kommt. Es findet immer das gleiche im Körper statt, mal mehr und mal weniger, von der Ausschüttung her gesehen.«

dJie{bixe


@Ina-Maria

wars für mich nicht sexuell

Ich habs ja auch nicht als sexuell gesehen,aber doch kamen gewisse Spannungen auf die sehr angenehm waren.

cBaramjbolxs


Für mich war es die Hölle, starke Schmerzen, wunde Warzen und da ich da schon immer sehr empfindlich bin und meinen Kleinen das leider gar nicht interessierte, war es eher eine Überwindung.

Iina-Marxia


Promisc

Dass Oxytozin ein wichtiges Hormon ist, dass auch die "Lust" der Frau fördert, will ich gar nicht bestreiten. Und auch, dass sich die Gebärmutter durch den Saugreiz zusammenzieht, ist ein Fakt. Es gibt diese Verbindung von der Brust zum Unterleib. Das macht ja auch Sinn. Durch die Schwangerschaft ist die Gebärmutter entsprechend gedehnt und die Kontraktionen helfen, dass sie wieder schön klein wird und sich der Bauch schneller zurück bildet. Aber ich würds eher mit Liebesgefühlen als mit Lustgefühlen vergleichen. Stillen macht die Frau weich, sinnlich aber eben nicht geil oder wild. Und die Befriedigung durch das Stillen habe ich anders empfunden als die Befriedigung, die Sex auslöst. Vielleicht ist es vergleichbar mit Durst. Wasser stillt den Durst und ein Radler auch. Aber das Gefühl hinterher ist trotzdem anders.

P8romixsc


...und ein Orgasmus ist ein Orgasmus - egal ob von Wasser oder einem Radler ;-)

Hey, diese Erkenntnis ist doch nicht auf meinem Mist gewachsen, das ist schlicht und einfach ein objektiv messbarer Fakt...

IMna-M<arixa


... und ich hatte keinen Orgasmus! Mein Osteopath hat auch Griffe drauf und die Gebärmutter wird hart und zieht sich zusammen. Ich stöhne dann sogar.... aber ein Orgasmus ist es sicher nicht gewesen! Von Wasser krieg ich auch keinen Rausch, von Radler schon!

P:rQomisxc


Tja, Ina-Maria, dann gehörst Du eben zu den Frauen, bei denen das nicht so ist.

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