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Männlichen Sexualtrieb abschalten

x1oxr hat die Diskussion gestartet


Hallo, ich bin männlich, 21 Jahre alt.

Seit ca 5 Jahren ist mir bewusst, dass ich abhängig von einer Droge bin, die mir absolut nicht zusagt, die ich verabscheue und die daher mein Leben massiv negativ beeinflusst - man kann nur Drogen etwas positives abgewinnen die einem persönlich gefallen. Jeder andere darf sich dieser Droge gerne hingeben, nur ich möchte das nicht. Diese Droge ist mein Sexualtrieb (nein ich habe keinerlei nicht-durchschnittlichen Neigungen, bin ganz normal hetero).

Ich bin nun nach 5 Jahren Abneigung gegenüber der Drogensucht der Meinung, dass ich genug Zeit hatte um nachzudenken, so dass niemand meine Entscheidung als aus dem Affekt heraus bezeichnen könnte. Ich habe das Thema wirklich unter jedem Aspekt beleuchtet und bin nun entschlossen dieser Sucht ein Ende zu setzen. Ich bin im vollen Besitz meiner geistigen Kräfte und fälle eine Willensentscheidung.


Um diesen Diskussionen vorzubeugen möchte ich nochmal kurz erläutern warum Sexualität für mich eine unfreiwillige Drogensucht ist:

- Ich habe ständiges verlangen danach.

- Die Nicht-Verfügbarkeit der Droge macht mich unglücklich, faul und unmotiviert meinen eigentlichen Interessen nachzugehen - und ich habe mehr Interessen als in meinem Leben Zeit zur Verfügung steht sie alle auszukosten!

- Das Streben nach der Beschaffung der Droge kostet mich jede Menge Zeit und Geld, im Grunde genommen versucht der menschliche Körper das gesamte Handeln danach zu richten. Zudem steht das Glück das ich dadurch gewinnen könnte in keinerlei Maß zu den Kosten und Risiken die verursacht werden. Mein Studium hat jetzt schon zwei Jahre länger gedauert als nötig nur dadurch dass ich mehr die Frauen im Kopf hatte als die wesentlichen Dinge. Falls ich das Bedürfnis nach Rausch habe, wäre es viel bequemer auf eine der unzählbaren pflanzlichen Drogen zurückzugreifen, die man kaufen kann und deren Konsum maximal ein Wochenende kostet.

- Selbst nach jahrelanger Abstinenz ist das verlangen danach wie am ersten Tag => Meiner Meinung nach ist diese Sucht noch schlimmer als eine Heroinsucht, wahrscheinlich gibt es auf diesem Planet keine Droge mit größerem Suchtpotential. Ich fühle mich mit dieser Sucht deshalb absolut unfrei und nicht in der Lage meine Persönlichkeit zu entfalten, daher möchte ich sie los werden.


Ich möchte nochmal darauf hinweisen: Alea iacta est. Ihr könnt mich nicht mehr von meiner Entscheidung abbringen. Also solltet ihr mir helfen auch wenn ihr sie nicht für richtig halte damit ich einen möglichst bedachten und unschädlichen Weg wähle.
Falls dennoch jemand der Meinung ist, mir einreden zu wollen dass meine Entscheidung falsch sei: Überlege dir, welche Droge du am aller meisten verabscheust und dann stelle dir vor ich würde dir alle pro-Argumente dafür auflisten und dich auffordern diese Droge zu nehmen. Dazu habe ich nicht das Recht, oder? Deshalb kannst du auch nicht von mir verlangen Sex zu haben.


Ansonsten viele Grüße & vielen Dank an alle die konstruktive Antworten geben! :-)

Antworten
MreWr&odxas


Also nur damit ich das richtig aufgefasst habe:

a) Du ekelst dich nicht vor Sex. Du willst nur deinen Sexualtrieb unter Kontrolle bringen, weil er viel zu viel Geld, Zeit und "Gedankengut" in Anspruch nimmt. Deswegen fragst du nach Medikamenten die diesen "übermäßig starken Sexualtrieb" (=Sucht nach Sex?) eindämmen?

oder

b) Du willst keinen Sex weil es für dich eine Droge ist und willst daher (nie wieder?) keine sexuellen Reize mehr verspüren?


Aber mal eine Frage: Willst du Medikamente, wenn es sie denn gibt, dein Leben lang einnehmen? Oder nur in deinem jetzigen Lebensabschnitt, weil du dich auf's lernen konzentrieren musst ???

x'oxr


Also nur damit ich das richtig aufgefasst habe:

b) Du willst keinen Sex weil es für dich eine Droge ist und willst daher (nie wieder?) keine sexuellen Reize mehr verspüren

Das möchte ich. "Nie wieder" wäre natürlich perfekt. Nur es ist immer vernünftig Entscheidungen zu treffen die reversibel sind falls man doch merkt dass sie falsch waren, daher wähle ich nicht den chirurgischen Weg (Hoden ab = (Fast) keine Testosteronproduktion mehr).


Es gibt auch Medikamente gegen jede andere Drogensucht. Im übrigen gibt es Medikamente die den Sexualtrieb hemmen hab ich schon beim googlen rausgefunden aber ich möchte mich hier lieber von Leuten beraten lassen die sich damit auskennen anstatt irgendwas zusammen zu googlen. Zumal es furchtbar schwer ist danach zu googlen, jeder interessiert sich nur dafür wie er seinen Sexualtrieb intensivieren kann. Dementsprechend sieht auch die Informationslage im Internet dazu aus.

Aber mal eine Frage: Willst du diese Medikamente, wenn es sie denn gibt, dein Leben lang einnehmen? Oder nur in deinem jetzigen Lebensabschnitt, weil du dich auf's lernen konzentrieren musst

Mein Leben lang, stand auch oben schon. (Wenn ich jetzt schon obwohl ich noch Sexualtrieb verspüre darauf verzichten möchte dann werde ich sobald er weg ist sicherlich keinerlei Motivation haben ihn wieder zu erlangen, warum auch? Als Kind hat man doch auch kein Bedürfnis danach)

R"ock ureg!i=erxt


ich bin männlich, 21 Jahre alt[...]Mein Studium hat jetzt schon zwei Jahre länger gedauert als nötig

aha... wenn du wie ein normaler mann mit 20 oder 21 angefangen hast zu studieren, dann kannst du noch keine 2 jahre studiert haben, geschweige denn 2 jahre länger als nötig :-/

R|ock refgixert


und sollte deine abwegige story stimmen: mach ne therapie um ein gesundes normales verhältnis zur sexualität zu bekommen. DAS ist das medikament, das du brauchst.

x^o4r


und sollte deine abwegige story stimmen: mach ne therapie um ein gesundes normales verhältnis zur sexualität zu bekommen. DAS ist das medikament, das du brauchst.

"Mal ne ordentliche Weinprobe, das ist es was sie brauchen!" sprach der Arzt zum Alkoholiker.

RJock qregiexrt


"Mal ne ordentliche Weinprobe, das ist es was sie brauchen!" sprach der Arzt zum Alkoholiker.

immer schön sachlich bleiben... es gibt mit sicherheit psychotherapien, die ein gestörtes, weil der sexualität einen deutlich zu hohen stellenwert beimessenden, verhältnis zu sex korrigieren können.

damit könntest du eine befriedigende normale sexualität den rest deines lebens haben, anstatt unnötigerweise darauf zu verzichten und das problem nur medikamentös zu unterdrücken, statt es zu LÖSEN.

Rjockm r~egAierxt


Die meisten Menschen wollen gar nicht so weit abstrahieren dass sie Sexualität als Droge ansehen

weil sie keine droge ist, sondern eine essentielle körperfunktion.

A&rtxus


"Mal ne ordentliche Weinprobe, das ist es was sie brauchen!" sprach der Arzt zum Alkoholiker.

das ist klar Quatsch nur solltest du dringend psychologische Betreuung haben und erst mal deinen Kopf in Ordnung bringen und vermutlich viel an dir und deinem Selbstbewußtsein arbeiten ... lass mal locker

xxor


Rock regiert schrieb:

weil sie keine droge ist, sondern eine essentielle körperfunktion.

Dann sind also alle Kinder die noch keine Sexualität empfinden also quasi wandelnde Leichen? Komisch, die sehen immer sehr lebendig aus.

Ruock 7reg*iert


Dann sind also alle Kinder die noch keine Sexualität empfinden also quasi wandelnde Leichen? Komisch, die sehen immer sehr lebendig aus.

schon mal was von pubertät gehört? ... ich hab das gefühl, dass du nicht weißt wovon du bezüglich der sexualität redest. sexualverlangen dient als motivation für die fortpflanzung und dient damit in erster linie der erhaltung der menschlichen rasse.

du hast ein extrem gestörtes verhältnis zu sex und man spricht dabei von "hypersexualität". einfach mal googlen.

xloEr


schon mal was von pubertät gehört?

Die Existenz der Pubertät belegt trotzdem immer noch nicht dass es sich bei Sexualität um eine "essentielle Körperfunktion" handelt.

sexualverlangen dient als motivation für die fortpflanzung und dient damit in erster linie der erhaltung der menschlichen rasse.

Ich habe kein Interesse daran an dieser Erhaltung beizutragen, das können gerne andere tun.

... ich hab das gefühl, dass du nicht weißt wovon du bezüglich der sexualität redest. [...] du hast ein extrem gestörtes verhältnis zu sex und man spricht dabei von "hypersexualität". einfach mal googlen.

Jeder {Cannabis/Meskalin/LSD/was auch immer} - Konsument würde auch zu den Gegnern seiner Droge sagen, dass sie nicht wissen wovon sie reden, dass sie ein gestörtes Verhältnis zu der Droge haben und sich einfach mal darüber informieren sollen in Google. Das heißt aber nicht dass JEDER auch JEDE Droge konsumieren muss, sondern dass jeder die FREIHEIT haben sollte sich auszusuchen, ob und welche er sich reinzieht. Ich möchte nunmal kein Sex und das sollte mein gutes Recht sein.

Avlutair


Bei Deinem Problem benötigst Du fachliche Hilfe

Du solltest Deine Suchtproblematik zunächst mit einem Psychologen besprechen. Falls Du und der behandelnde Arzt zu dem Schluss kommen, dass es sinnvoll ist, kann eine sog. chemische Kastration mit antiandrogenen Wirkstoffen den Testosteronspiegel senken und zu einer Reduktion der Libido führen - was aber nicht ohne Nebenwirkungen (z.B. Brustwachstum) führen.

Du solltest aber nicht die Illusion haben, dass diese Medikamente (oder auch eine chirurgische Kastration) den Sexualtrieb komplett abschalten können. Da die Libido eine starke psychische Komponente besitzt, kann die Libido durchaus noch vorhanden sein.

Eine sinnvollere Lösung ist auf jeden Fall erst einmal eine psychotherapeutische Behandlung, die Dir hilft, mit dem Suchtfaktor umzugehen. Pharmazeutische (oder gar operative) Methoden sollten erst die letzte Wahl sein.

xxor


Eins möchte ich aber noch dazu sagen:

Es ist schon erstaunlich wie eine ganze Gesellschaft kollektiv so süchtig nach einer Droge sein kann, dass sie versucht jeden der nicht damit angefixt ist auszugrenzen (gerade bei pubertären ist ja wer noch nicht gepoppt hat direkt ein Versager) und als extrem gestört, dringend bedürftig nach psychologischer Behandlung, etc. tituliert und dazu noch versucht diese Leute zu überreden die Droge auch zu konsumieren, sprich anzufixen. Ihr seid so verblendet vor der Realität von eurer Sucht es ist unglaublich.

Ich hätte nichts dagegen wenn jeder süchtig wäre, Drogen gehören meiner Meinung nach zum Leben dazu, was aber nicht dazu gehört ist anderen Menschen die Freiheit nehmen zu wollen sich zu entscheiden welche sie wollen und welche nicht.

R4ock uregPiZerxt


Die Existenz der Pubertät belegt trotzdem immer noch nicht dass es sich bei Sexualität um eine "essentielle Körperfunktion" handelt.

ohne sexualtrieb würden wir aussterben. das wäre entgegen dem sinne der natur -> also ist der sexualtrieb natürlich

Jeder {Cannabis/Meskalin/LSD/was auch immer} - Konsument würde auch zu den Gegnern seiner Droge sagen, dass sie nicht wissen wovon sie reden, dass sie ein gestörtes Verhältnis zu der Droge haben

der vergleich ist widersinnig, da sex keine droge ist, dein argument ist hinfällig

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