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Männlichen Sexualtrieb abschalten

D|ora4gon


Da gibts bestimmt tausende von deiner Sorte, allein im Forum habe ich sowas schon von mindestens vier Leuten gelesen.

So wahnsinnig originell ist die Idee nicht. Ist es nicht das was Mönche oder kath. Priester auch machen, die Unterdrückung ihrer Sexualität ?

AMben(dbroxt


Ich behaupte nicht, dass die Idee originell ist. Es macht allerdings den Eindruck, dass dem so zu sein scheint, wenn es nicht als ernsthaftes Anliegen aufgefasst wird, sondern als Spielchen.

Mir zumindest ist die Sache durchaus ernst und ich wollte meine Gedanken hier nur ergänzend anfügen, um den ursprünglichen Vortrag gewissermaßen zu stützen. Es stört mich, dass mein - nach meinem Empfinden durchaus "gesunder" bzw. meiner Persönlichkeit entsprechender - Wunsch per se als krankhaft bezeichnet wird. Er stimmt sicher nicht mit den Wünschen der meisten Menschen überein, aber das sollte m.E. nicht notwendige Bedingung dafür sein, seine Verwirklichung anstreben und sich entsprechend Rat holen zu "dürfen".

GwPner KaakRtxus


Das zeigt für mich, dass ein abweichendes Erleben oftmals als per se als in irgendeiner Form krankhaft oder falsch angesehen wird. Denn genaugenommen ist es doch zunächst völlig offen zu lassen, wie jemand z.B. seinen Sexualtrieb interpretiert. Wenn nun einer die Situationen, welche der Verwirklichung des Triebes zugrundeliegen, als letztlich zu aufwändig zu realisieren ansieht und, abgesehen von ihrer Funktion, den Trieb zu befriedigen, keinen großen Wert in ihnen erkennt, dann liegt es doch nahe, sich zu fragen, ob man diesen Trieb nicht irgendwie "loswerden" könnte.

:)^

Andererseits finde ich es traurig, dass auf der einen Seite allgemein der Tenor vorherrscht, man sei - gerade in sexueller Hinsicht - heute so aufgeschlossen und offen, während auf der anderen Seite doch wieder reglementiert und ausgeschlossen wird. Ich vertrete die Ansicht, dass der Wunsch nach Asexualität genauso unter "sexuelle Selbstbestimmung" gehört wie der Wunsch seine Homosexualität ausleben zu dürfen

:)^

RMistr\ettxo


Mein Weg ist nun einfach der, dass ich mir vorgenommen habe, jede sexuelle Aktivität, also auch Selbstbefriedigung, einzustellen in der Hoffnung, dass der Trieb mit der Zeit weniger wird (Hinweise darauf, dass dem so sein kann, habe ich zumindest gefunden). Und sollte dies nicht eintreten, der Trieb aber auch nicht stärker werden, so ist es doch zumindest möglich, dass auf diese Weise das Sexuelle noch weiter an Bedeutung verliert

Diesen Selbstbetrug predigt die katholische Kirche ihren Jüngern seit Jahrhunderten... Nur schade, dass es nicht funktioniert %-|

colamx3


Abendbrot

"Interessant" finde ich jedenfalls, dass auf ein solches Anliegen sogleich mit der Kategorisierung als "psychotherapeutisch behandlungsbedürftig", "Resultat von Frustration" usw. reagiert wird

Das war nicht der überwiegende Tenor. Nur wer mit sich ins Reine kommen will, braucht um diesen Schritt zu gehen, im übetragenen Sinn nicht zu brüllen wie die Verkäufer auf dem Hamburger Fischmarkt. Es gibt durchaus Beispiele positiver Art, die nicht das geringste Aufhebens machen.

Ich befinde mich in der gleichen Situation wie xor und kann seine Einteilung in "körperliches Verlangen" und "Wille" sehr gut nachvollziehen. Wenn ich sexuellen Reizen ausgesetzt bin, empfinde ich ein Verlangen nach sexueller Betätigung,

Ins praktische Leben übertragen, ihr wollt Mitglieder des grünen Kreuzes werden und bleiben, nur wenn eine Buddel Rum vor euch steht, fangt ihr an zu Schwitzen vergleichbar einem Schweißausbruch, bekommt ganz zittrige Hände und das fast nicht zu bändige Verlangen nach der Flasche zu greifen.

Dafür wollt ihr eine Medikation oder gar einen chirurgischen Eingriff in Kauf nehmen.

Leute mit Vorstellungen in anderer Ausprägung würde zu man einer psychiatrischen Behandlung drängen. Ihr wollt ernstgenommen werden?

cHlam=3


Ristretto

Diesen Selbstbetrug predigt die katholische Kirche ihren Jüngern seit Jahrhunderten... Nur schade, dass es nicht funktioniert

Es gibt überall Leute die dem Druck der Bürde nicht widerstehen können. In Ehen genau so wie im kirchlichen Leben.

Nur eine Verallgemeinerung schädigt das Ansehen der Personen die sich an die Regeln halten. Wenn schon das Anprangern sein muß, dann nur bitte mit Straße und Hausnummer

RHistreTtxto


Nur eine Verallgemeinerung schädigt das Ansehen der Personen die sich an die Regeln halten

Richtig

Wenn schon das Anprangern sein muß, dann nur bitte mit Straße und Hausnummer

Die Liste wird seeeeeeeeeeeeeeehhhhhhhhhhhhhhhhhrrrrrrrrrrrrrrr lang 8-)

Avbendbgrxot


Diesen Selbstbetrug predigt die katholische Kirche ihren Jüngern seit Jahrhunderten... Nur schade, dass es nicht funktioniert

Wieso sollte das Selbstbetrug sein? Wie ich geschrieben habe, ist die Verwirklichung einer sexuellen Situation mit einem anderen Menschen von mir gar nicht gewollt. Lediglich auf einer "tieferen Ebene" empfinde ich eine Anziehung. Vergleichbar vielleicht mit der Aufmerksamkeit, die man einem großen Hund schenkt, der offensichtlich hinter einem Zaun steht. Man ist achtsam, auch wenn man auf der "höheren Ebene" sicher ist, dass die Situation eigentlich keiner Achtsamkeit bedarf. (Ich weiß, dass der Vergleich hinkt, nur soll verdeutlicht werden, wie etwa es sich darstellen kann, gleichzeitig etwas und dessen Gegenteil zu erleben - auf verschiedenen "Ebenen").

Wenn ich nun, wie geschrieben, keine sexuellen Handlungen mehr vornehme und dies nicht zu einem größeren Verlangen führt (das ist die Bedingung), dann ist es m.E. denkbar, dass der Wert, welcher den entsprechenden Vorstellungen beigemessen wird, noch geringer wird. Ganz einfach, weil sie noch weniger beansprucht werden. Wenn dem nicht so ist, kann ich auch gut so leben wie jetzt. Es ist nicht so, dass ich an meiner Sexualität verzweifle; lediglich angenehmer wäre es mir, ich hätte kein sexuelles Verlangen.

R1is0tretxto


lediglich angenehmer wäre es mir, ich hätte kein sexuelles Verlangen

Und noch viiiieeeelllll angenehmer wäre, du würdest deinen natürlichen Sexualtrieb ausleben :=o

ADbendbzrxot


Nur wer mit sich ins Reine kommen will, braucht um diesen Schritt zu gehen, im übetragenen Sinn nicht zu brüllen wie die Verkäufer auf dem Hamburger Fischmarkt. Es gibt durchaus Beispiele positiver Art, die nicht das geringste Aufhebens machen.

Interessant, das gerade hier zu posten. Sollten all die anderen, die hier Fragen stellen, wie sie "mit sich selbst ins Reine kommen könnten", auch schweigen? Oder nur die, welche etwas sonderbare Wege im Auge haben?

Dass man etwas genervt reagiert, wenn man zum zigsten Mal auf sein Anliegen die Antwort bekommt, man solle sich doch lieber überlegen, ob man sich psychotherapeutisch behandeln lassen will, oder welchen Frust man habe, um derartige Wünsch auszubilden, sollte nicht allzu schwer nachzuvollziehen sein. Daher kann ich des Threadstartes Reaktionen verstehen.

Ins praktische Leben übertragen, ihr wollt Mitglieder des grünen Kreuzes werden und bleiben, nur wenn eine Buddel Rum vor euch steht, fangt ihr an zu Schwitzen vergleichbar einem Schweißausbruch, bekommt ganz zittrige Hände und das fast nicht zu bändige Verlangen nach der Flasche zu greifen.

Siehe oben. Ich empfinde unmittelbar eine stärkere Aufmerksamkeit inkl. einem eher diffusen Drang, wenn ich sexuellen Reizen ausgesetzt bin, allerdings keinen konkreten Willen zu handeln. Wenn ich mir darüber hinaus überlege, ob ich Situatonen, die sich ergäben, wenn ich sexuell in Kontakt träte, will, dann muss ich dies verneinen. Ergo: das Sexuelle spielt sich bei mir lediglich auf einer "tieferen Ebene" ab und ist für mein Gesamterleben eher störend. Erlebte ich es nicht, fühlte ich mich besser. Da ich das Sexuelle bzw. die damit einhergehenden Begierden als von meinem sonstigen Erleben und Wollen stark getrennt erlebe - und dies schon immer so war, also nicht in Folge irgendwelcher Traumata etc. - möchte ich mich nicht dergestalt manipulieren, es irgendwann zu wollen. Sondern, im Gegenteil, es loswerden, wenn möglich. Ich weiß, dass dies ungewöhnlich ist, aber an sich m.E. ein legitimer Wunsch.

Dafür wollt ihr eine Medikation oder gar einen chirurgischen Eingriff in Kauf nehmen.

Ich möchte das nicht. Wegen der Nebenwirkungen und weil ich nicht mein Leben lang Medikamente einnehmen wollte. Ansonsten würde ich diese Option in Betracht ziehen.

Leute mit Vorstellungen in anderer Ausprägung würde zu man einer psychiatrischen Behandlung drängen. Ihr wollt ernstgenommen werden?

Natürlich möchte ich ernst genommen werden. Und das ist in meinen Augen völlig angemessen. Genauso wie es angemessen ist, dass Menschen ernst genommen werden, die z.B. unter ihrem fehlenden Sexualtrieb leiden. Da könnte man doch auch sagen, dass ist eben der Lauf der Natur und man muss sich damit abfinden.

AcbenIdbbr(oxt


Und noch viiiieeeelllll angenehmer wäre, du würdest deinen natürlichen Sexualtrieb ausleben

Für mich nicht. Ich habe doch schon mehrfach geschrieben, dass mich die damit einhergehende soziale Situation - und diese ist für partnerschaftliche Sexualität nun einmal konstitutiv - nicht interessiert, und dass der Aufwand, der betrieben werden müsste, um sie zu realisieren, mir bei weitem zu groß wäre. Entsprechend ist bei mir ausschließlich der körperliche Trieb vorhanden, während andere vielleicht die entsprechenden Situationen und womöglich auch den Aufwand, sie zu realisieren, wollen, weil sie es spannend finden. Da dies bei mir nicht der Fall ist, würde mir, außer dem Trieb, also dem unmittelbaren Erleben eines Mangels, nichts fehlen. Ergo: es wäre mir angenehmer, ich hätte ihn nicht.

R%istr-etto


dass mich die damit einhergehende soziale Situation - und diese ist für partnerschaftliche Sexualität nun einmal konstitutiv - nicht interessiert, und dass der Aufwand, der betrieben werden müsste, um sie zu realisieren, mir bei weitem zu groß wäre

Dir ist nicht mehr zu helfen... %-|

A7bendbxrot


Dir ist nicht mehr zu helfen...

Du gibst hier wirklich ein Musterbeispiel der von mir beschriebenen Intoleranz ab. Ich kann mir gut vorstellen, dass du, hättest du in einer Zeit gelebt, in welcher man allgemein Enthaltsamkeit gepredigt hat, sicher munter mitgemacht hättest, die "Sünder" anzuprangern.

Ich denke nicht, dass ich mein Erleben hier besonders provokativ geschildert habe. Entsprechend wäre es m.E. angebracht, darauf ernsthaft und konstruktiv einzugehen. Oder gar nicht.

Äußerungen, die lediglich darauf abzielen, mein Anliegen verächtlich zu machen, sind in meinen Augen bloße Akte der Intoleranz.

G\@ne4r )Khaktxus


Wenn man sich sexuelle Toleranz auf die Fahnen schreibt, sollte man schon konsequent sein.

Ich finde, dass Sex nichts schlimmes ist und die meisten Praktiken - solange sie freiwillig erfolgen und niemandem geschadet wird - sind legitim.

ABER: Dazu gehört auch der freiwillige Verzicht auf Sex!

R6istr|etQto


Wenn man sich sexuelle Toleranz auf die Fahnen schreibt

Tu ich nicht... Ist mir doch völlig egal was Andere tun zzz Solange sie andere damit nicht belästigen

Du gibst hier wirklich ein Musterbeispiel der von mir beschriebenen Intoleranz ab

Wenn du meinst... Damit kann ich wunderbar leben. Aber da der Mensch nun mal von natur aus ein soziales Wesen ist und mit anderen zusammenleben muss, kann man sich seiner "sozialen Situation" gar nicht entziehen. Ausser du lebst ganz für dich allein auf einer einsamen Insel ohne Kontakt zur Aussenwelt, ergo auch ohne Internet...

Wer aber nun keine Partnerschaft will, weil ihm der "Aufwand" zu gross ist, der ist ein Masochist

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