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Männlichen Sexualtrieb abschalten

kJojmische9r V[o2gel


Ich finde es interessant, wie hier mit dem Begriff Intoleranz umgegangen wird.

Die Menschen, die den Fragesteller in keinster Weise verurteilen, den Wunsch an sich sogar respektieren, diesen aber als hier nicht fachlich beratbar einstufen sind intolerant.

Der Fragesteller, der den (menschlichen) Sexualtrieb als verachtenswert einstuft und Menschen mit sexuellen Wünschen als Drogenabhängige einstuft ist dagegen das arme Opfer und tolerant?

Irgendwas scheint hier nicht zu stimmen.

Der Fragesteller provoziert, lehnt ernst gemeinte Ratschläge ab in dem er sie durch den Kakao zieht und verspottet, da stellt sich doch die Frage: was will er überhaupt?

Seine Wortwahl und Ausdrucksfähigkeit lässt kaum einen Zweifel daran, dass er sich problemlos über den Stellenwert des Sexualtriebs beim Menschen und Möglichkeiten zur Dämpfunge eines übersteigerten Triebverhaltens sachkundig machen könnte (neben Google hilft hier schon ein normales Gespräch mit dem Hausarzt).

Statt Ratschläge zu kommentieren und zu erläutern, warum dieser Weg möglicherweise nicht gangbar ist, wird immer nur erneut die Ausgangsthese aufgefrischt - IMO kein Ansatz für eiine Diskussion, sondern nur für schlechte Stimmung.

c=laFm3


komischer Vogel

:)^ :)^ :)^

A=ben\dbrRoxt


Aber da der Mensch nun mal von natur aus ein soziales Wesen ist und mit anderen zusammenleben muss, kann man sich seiner "sozialen Situation" gar nicht entziehen. Ausser du lebst ganz für dich allein auf einer einsamen Insel ohne Kontakt zur Aussenwelt, ergo auch ohne Internet...

"Von Natur aus" bin ich so wie ich bin und nicht wie "der Mensch". Ich habe bestimmte Bedürfnisse hinsichtlich sozialer Kontakte, du hast andere und ein dritter wieder andere.

Ich schrieb davon, dass ich das bloß Soziale eher störend empfinde, was bedeutet, dass die Situation mir darüber hinaus etwas anderes bieten muss, damit sie mir gefällt. Z.B. einen verbalen Austausch. Sexualität fällt mir nicht darunter, weil sie in meiner Vorstellungen, vom Triebhaften abgesehen, unter das beschriebene bloß Soziale fällt.

Wenn ich das für mich so einteile, muss ich nicht erst nachsehen, ob "der Mensch" das auch so empfindet. Ich empfinde es so, das reicht.

Wer aber nun keine Partnerschaft will, weil ihm der "Aufwand" zu gross ist, der ist ein Masochist

Der Punkt ist, dass ich keine Partnerschaft will. Also nicht des Aufwandes wegen, sondern generell. Allerdings empfinde ich einen Sexualtrieb, der diesem fehlenden Wollen widerspricht. Ich schrieb von versch. Ebenen.

Ich erkenne, dass ich es lieber sähe den Sexualtrieb nicht zu empfinden, als den Willen nach einer Partnerschaft. Weil das dem, was ich als meine Persönlichkeit ansehe, eher entspricht.

ANbenQdbrxot


Die Menschen, die den Fragesteller in keinster Weise verurteilen, den Wunsch an sich sogar respektieren, diesen aber als hier nicht fachlich beratbar einstufen sind intolerant.

Sicher war die Wortwahl des Fragestellers nicht immer vorteilhaft. Aber vom Prinzip her sehe ich schon, auch was meine Einwände betrifft, Intoleranz.

Wenn ich den Wunsch habe, asexuell zu sein, dann ist das nach meinem Empfinden genauso ein Ausdruck meiner Persönlichkeit wie der von z.B. Transzexuellen nach einer Geschlechtsumwandlung. Oder derjenige, einen fehlenden Sexualtrieb wieder aufleben zu lassen. Oder der, Sex zu haben, ohne Nachwuchs zeugen zu wollen. All das könnte man als "unnatürliche" Wünsche bezeichnen, da sie dem, was natürlicherweise gegeben ist zuwiderlaufen.

Als Mensch habe ich aber die Möglichkeit, mich umfassender selbst zu bestimmen. Ich will z.B. keine sexuellen Kontakte und hätte lieber keinen Sexualtrieb. Wird nun im Vorfeld und generell behauptet, dieser Wunsch sei "krankhaft", "unnatürlich" oder was auch immer, dann sehe ich darin eine Intoleranz, da vor dem Hintergrund eines bestimmten Weltbildes prinzipiell gleichartige Wünsche verschieden bewertet werden. Früher hätte man z.B. meinen Wunsch wohlwollend aufgenommen aber den nach Verhütung als "böse" verworfen. Je nach dem Kreis, in welchem man sich bewegt, wird das auch heute noch so gehandhabt.

Ich möchte bloß, dass meine Weise, mit meiner Sexualität umzugehen, als solche ernst- und angenommen wird und dass man im Rahmen dieser Akzeptanz darauf eingeht oder sich, will man dies nicht, z.B. weil es dem eigenen Weltbild widerspricht, heraushält.

A>bend~brxot


Edit: der letzte Beitrag war nicht direkt auf die zitierte Textstelle bezogen, sondern allgemein.

Gu'ner Ka\ktus


Aber da der Mensch nun mal von natur aus ein soziales Wesen ist und mit anderen zusammenleben muss, kann man sich seiner "sozialen Situation" gar nicht entziehen. Ausser du lebst ganz für dich allein auf einer einsamen Insel ohne Kontakt zur Aussenwelt, ergo auch ohne Internet...

Der Verzicht auf Sex bedeutet nicht Verzicht auf soziale Kontakte. Das Eine hat mit dem Anderen nichts zu tun.

Wer aber nun keine Partnerschaft will, weil ihm der "Aufwand" zu gross ist, der ist ein Masochist

Nein. Der ist eventuell ein Realist, der selbst zu oft enttäuscht wurde bzw. der auch miterlebt hat wie oft Partnerschaften in seinem sozialen Umfeld zerbrochen sind.

Sicher war die Wortwahl des Fragestellers nicht immer vorteilhaft. Aber vom Prinzip her sehe ich schon, auch was meine Einwände betrifft, Intoleranz.

Ja, er hat sich immer wieder im Tonfall vergriffen, was einer guten Diskussion nicht förderlich ist. Aber auf der anderen Seite wurde er hier auch immer wieder von solchen angegriffen, die meinen Menschen ohne Sex wären zweitklassig.

A$be*ndbr0ot


Wie ich geschrieben habe, ergibt sich zumindest bei mir der Wunsch eben nicht aus Enttäuschungen.

Ich denke, das ist aber nur Spekulation, dass ich unter Umständen gewisse autistische Züge haben könnte. Zumindest war ich schon im Kindesalter an sozialen Situationen zum Selbstzweck (so zumindest empfinde ich sie) nicht interessiert und eher an thematisch bestimmten Situationen. Im allgemeinen würde ich mich als Einzelgänger bezeichnen, der ab und an gerne mal eine Diskussion führt, ansonsten aber für sich sein will. Daher schreibe ich vom "bloß Sozialen", worunter ich z.B. bloßes Geplänkel, Feste usw. verstehe. Und eben auch Partnerschaftliches, Sexuelles usw.

Mit der Pubertät hat sich durch den Sexualtrieb für mich nicht der Wunsch nach einer neuen Form des sozialen Kontaktes eingestellt, sondern ein, wie ich geschrieben habe, bloß diffuser Drang, der ansonsten mit meinem Erleben und Wollen nicht wirklich übereinstimmt.

Entsprechend würde es mir besser gefallen, ich hätte ihn nicht. Das "Problematische" ist für mich eben nicht der fehlende Wunsch nach einer Partnerschaft (z.B. wegen Enttäuschungen oder ähnlichem), sondern unmittelbar der vorhandene Sexualtrieb, der, wie gesagt, mit meinem sonstigen Sein nicht in Einklang zu bringen ist, ohne dieses Sein gegen ein völlig anderes auszutauschen.

Gcrüne#r KaUktuxs


Verstehe.

Naja, bei mir ist es anders, auch wenn das Ziel dasselbe ist. Ich mag eigentlich Menschen, auch Frauen - oder vor allem Frauen. Sie sind angenehme Gesprächspartner, man(n) kann mit ihnen tanzen und sie sind einfach schön anzusehen.

Es ging schon mit einigen Frauen gut - solange bis ich mein sexuelles Begehren erkennbar gemacht habe. Dann war's vorbei.

Daneben kostet mich der Sexualtrieb sehr viel Konzentration im Beruf. Man vertieft sich auf ein Problem (oder versucht es wenigstens) und schon schweifen die Gedanken wieder ab in Richtung Sex. Das nervt >:(

n<ylonGkittxel


grüner kaktus

mit 37 jahren müßte man seine sexualität aber im griff haben. logisch daß man manchmal dran denkt, aber daß sie einen bei der arbeit stört?

GYrJüner] Kakbtxus


Nylon,

ist leider so. Aber es liegt vermutlich auch daran, dass ich sie nicht ausleben kann. Meinen letzten Sex hatte ich vor ca. 2 Jahren; Frauen stehen nun mal überhaupt nicht auf mich.

Würde ich ein ganz normales Sex-Leben haben - wie die meisten Männer in meinem Alter - wäre es wohl anders.

njylonkEittel


ausserdem verstehe ich diese ganze diskussion nicht.

wenn einer meint daß er mit der sexualität nichts mehr zu tun haben will, dann soll er es eben lassen. und wenn er meint die eier müßten ab, auch gut, weg mit ihnen. ich gönne es ihm. aber diese schwachsinnigen gründe die hier hervorgebracht werden, die nerven langsam. ich habe das gefühl, hier kommen sich einige interessant vor.

nWylonk[i<ttel


grüner kaktus.

solange du dir selber einredest daß frauen nicht auf dich stehen, ändert sich da auch garantiert nichts. geh doch die sache mal ganz locker an. wenn die frauen gleich das gefühl haben daß du etwas von ihnen willst, machen sie den rückzug. logisch.

G%rhüner( Kaktxus


Vermutlich hast Du recht.

Aber mal sehen.

A(bendbxrot


wenn einer meint daß er mit der sexualität nichts mehr zu tun haben will, dann soll er es eben lassen. und wenn er meint die eier müßten ab, auch gut, weg mit ihnen. ich gönne es ihm. aber diese schwachsinnigen gründe die hier hervorgebracht werden, die nerven langsam. ich habe das gefühl, hier kommen sich einige interessant vor.

Aha. Verallgemeinert man diese Aussage, wendet sie also nicht nur auf bestimmte Inhalte an, die gerade nicht ins eigene Weltbild passen, dann müsste dieses Forum, welches Fragen zu sexuellen Problemen behandelt, generell dicht machen. Der Wunsch, den vorhandenen Sexualtrieb loszuwerden, fällt formal nun einmal in die Kategorie "sexuelles Problem". Und dass der Trieb da ist, ob man will oder nicht und, stört er der einzelnen, entsprechend auch nicht einfach abgeschaltet werden kann, sollte einleuchten. Während aber z.B. der Wunsch, einen fehlenden Sexualtrieb zu regenerieren in aller mit vielfältigen praktischen Ratschlägen quittiert wird, erntet man mit dem - prinzipiell vergleichbaren - Wunsch des Gegenteils Ablehnung und die Antwort, man wolle sich bloß wichtig machen. Versetze dich einmal in die Lage, einen Wunsch zu haben, der eben leider nicht "salonfähig" ist - nichtsdestotrotz aber dein Wunsch - und überlege dir, wie du entsprechende Reaktionen empfinden würdest.

nTylfonki[ttexl


grüner kaktus

ich bin auch kein aufreißer typ. ich habe auch schon zu hören gekriegt, daß ich kein frauen typ, sondern ein kumpel typ bin. aber ich bin trotzdem zum dritten mal verheiratet. irgendwas geht immer.

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