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Männlichen Sexualtrieb abschalten

gdotchTanot


Zum Thema das kommt wieder vielleicht noch näheres: als ich dmals meine Sexualität verneint hatte, gab es drei "interessante" nebeneffekte: ständig extrem entzündete Nagelwurzeln, manchmal unerklärliche Anfälle von relativ hoher Agressivität (vor allem gegenüber meinem damals fast asexuellen Partner), und ein extrem schlechtes Körpergefühl -> derartig viele Unfälle und Beinaheunfälle, meinem damaligen fast die Zähne ausschlagen (unabsichtlich...außer mein Unterbewusstes hat mir einen streich gespielt...), mich selber regelmäßig gerade doch nicht verstümmeln etc. hatte ich weder vorher noch nachher.

Inzwischen bewege ich mich relativ gewandt und habe auch keine entzündeten Nagelwurzeln mehr... könnte daran liegen dass Sexualität in meinem Leben wieder "erlaubt" ist.... und Agressionen ohne Grund sind auch perdu.

buerckexl


Weil man ein wirklich wirklich großes problem mit dem eigenen Körper hat?!?!

Weil man versucht "geist" von "körper" zu trennen?!?!

Ersteres fände ich eher bedenklich – aus welchem Grund könnte man sich das wohl antun wollen? Was ist an Sexualität so schrecklich, das man sie nicht mehr haben möchte? Ich mein, das Argument mit der "verschwendeten Zeit" finde ich ja noch halbwegs nachvollziehbar – selbst wenn es für mich ganz im Gegenteil qualitativ extrem hochwertige Zeit ist. ":/

Und zweiteres... nunja, das dürfte etwas weit hergeholt sein, oder? Denn der "Witz" für den geistlichen Ansatz liegt doch gerade darin, das man es nur mit reiner Willensstärke schafft, dem zu widerstehen. Das es eben eine ... Prüfung ist. ":/

gjotschanxot


Mir liegt nix ferner als meine Sexualität zu verneinen!

Aber was ich da so rausles und reininterpretier und mir zusammenreime ist dass es eine seltsame Art von Ersatbefriedigung ist wenn der Geist über den Körper "siegt" (das beides eines ist, wird dabei völlig ignoriert) - diverse religiöse lehren zielen ja immer wieder auf ähnliches ab (besonders die christlichen Religionen) - das habe ich mit "geist vom Körper trennen" gemeint.

Ich betrachte mich als eine Einheit - dazu gehört mein verstand genauso wie meine "niederen" Emotionen (der Eros ist aber wie bereits Freud beschrieben hat eine DER Triebfedern und Kraftquellen im Leben!) - ich fühle mich einfach ganzheitlich pudelwohl in meiner Haut (inzwischen, aber auch erst seitdem ich meine Sexualität voll und ganz akzeptiert habe) und gerate nicht mehr in Situationen die mir unangenehem sind (okay nicht nicht, aber viel seltener - ich bin mehr "ich selbst" falls das für Lesende jetzt irgendeinen Sinn macht) - es gehört meine Sexualität genauso zu mir wie meine Vorliebe für eher salziges als Süßes, wie mein Musikgeschmack, wie die große Zuneigung zu meinen Freunden, wie mein 8-Stunden-Schlaf-Bedürfnis, wie mein Humor, wie mein Spaß an Rätseln.

Meine Sexualität verneinen heißt einen Teil von mir abzulehnen, der aber auch ich bin, daher schockiert es mich wenn Leute das freiwillig machen (ich hab es einmal halbfreiwillig "mitgemacht", und muss sagen: nie wieder) - was aber nicht heißt dass ich die Begründungen nicht sehe, ich verstehe sie sogar, ich kann sie bloß nicht nachvollziehen (intelektuell ja, emotionell nein)

bAerYkel


So würde ich das auch beschreiben wollen, gotchanot. @:) Ich würde mich dahingehend auch als eine Einheit bezeichnen und nicht als Körper und Geist getrennt. Nicht zuletzt sind wir nunmal einfach auch hormongesteuerte Lebewesen, ob uns das nun großartig in dem Moment gefällt – oder aber auch nicht. Das heisst zwar nicht, das man auch unbedingt nach seinen Neigungen reagieren muß – doch diese zu unterdrücken halte ich für den falschen Weg (von etwaigen der Gesellschaft oder dem Leben gegenläufigen und daher nicht tragbaren Neigungen mal abgesehen). Denn das beeinflusst automatisch den GANZEN Menschen und nicht nur die etwaig abgeschaltete Sexualität.

SJinTnejst?ätexr


Welchen rationalen Grund gibt es denn dafür, das man(n) seine Libido drosseln wollen würde ?!?? :-o

Denselben rationalen Grund, wie seinen Hunger drosseln zu wollen, wenn es zuwenig zu essen gibt?

TparaEnixs


Aber warum gibt es zu wenig "essen" ? Im Notfall kann man doch in den Puff oder zum örtlichen gang-bang gehen. Oder man betreibt street approach.

S)in.nestätxer


Im Notfall kann man doch in den Puff oder zum örtlichen gang-bang

Um beim vorhergehenden Beispiel zu bleiben: Wedle mal einem hungrigen Moslem mit einem Schweinebraten, oder einem hungrigen Vegetarier mit einer Lammkeule vor dem Gesicht herum :-D

Vielleicht essen die das. Aber frage sie hinterher mal, wie sie sich fühlen.

b{erkdexl


Denselben rationalen Grund, wie seinen Hunger drosseln zu wollen, wenn es zuwenig zu essen gibt?

":/ Also als Alternative zur Partnerlosigkeit?

Sfinneastäxter


":/ als Alternative zur Partnerlosigkeit? Das Gegenteil, dann ergibt es für mich Sinn.

bTerok.el


Ja, Partnerschaft meinte ich eigentlich @:)


Hmm, aber die "Nahrung" ist doch gar nicht knapp? Ist es nicht vielmehr die Entscheidung unbedingt Single sein zu wollen und sich dafür zu verbiegen? ":/

SFinn+es=tätexr


Hmm, aber die "Nahrung" ist doch gar nicht knapp?

In der Summe natürlich nicht. Es gibt auch in der Summe genügend Geld für alle :-D

Ist es nicht vielmehr die Entscheidung unbedingt Single sein zu wollen

Das trifft bestimmt auf einige zu. Aber ich glaube nicht, daß die Mehrheit der paar Millionen Singles in Deutschland promiskuitive beziehungsflüchtende WahljägerInnen sind. OK, wenn man (möglicherweise überzogene) Ansprüche als eigene Entscheidung wertet, dann sind sie natürlich aus freien Stücken Single – aber, daß sie Single sein wollen, würde ich daraus nicht ableiten.

b;erkexl


Aber ich glaube nicht, daß die Mehrheit der paar Millionen Singles in Deutschland promiskuitive beziehungsflüchtende WahljägerInnen sind.

Das glaube ich auch nicht, wie kommst Du denn darauf? ":/

Ich weis nicht, ob Du mich so richtig verstanden hast. In meinen Augen hat jemand, der keinen Sex möchte, auch echte Schwierigkeiten eine Partnerschaft einzugehen – denn das gehört fast immer zusammen. Also möchten diejenigen doch unbedingt Single sein, sonst würde man doch nicht auf die Idee kommen, seine Sexualität "abzuschaffen". Sondern im Gegenteil – sie ausleben wollen, MIT Partner, sei es auch ein promiskuitiver ":/

S%innest,ätexr


Also möchten diejenigen doch unbedingt Single sein, sonst würde man doch nicht auf die Idee kommen, seine Sexualität "abzuschaffen"

Ähm... :-D ...könnte es sich nicht vielleicht auch so verhalten (und das halte ich für wesentlich wahrscheinlicher, du nicht?), daß man Single ist (Ursache) und deshalb gerne auf den unerfüllten, quälenden Sexualtrieb verzichten möchte (Wirkung)?

Andersrum macht es doch gar keinen Sinn. Also mal abgesehen von Beziehungen, in denen im Bett Totalflaute herrscht.

b_erkRel


Natürlich, macht das so mehr Sinn. Allerdings würde derjenige sich dann doch einen Partner/Affaire suchen (sich vielleicht trennen) oder ganz ohne Nebenwirkungen zur Selbstbefriedigung greifen.

Welcher Mensch bemüht sich statt dessen um medikamentöse Selbstverstümmelung?? Gesund kling es jedenfalls nicht, denn so eine Art Selbstaufgabe hat, bei allem Verständnis und Mitgefühl für die gefühle Pein, schon etwas behandlungsbedürftiges (Stichworte: Borderline, Ritzen, Depression [[http://de.wikipedia.org/wiki/Selbstverletzendes_Verhalten ICD-10 X84]] : "Vorsätzliche Selbstbeschädigung auf nicht näher bezeichnete Art und Weise")!??? :-o ":/

Shinnes6tätxer


Allerdings würde derjenige sich dann doch einen Partner/Affaire suchen (sich vielleicht trennen)

Du sagst das, als ob das in jedem Fall die logische Konsequenz, oder ein Kinderspiel wäre. Bei einer bestehenden Beziehung gibt es vielleicht gemeinsame Schulden, Besitztümer, Kinder, oder alles andere außer dem Sex läuft so prima, daß man es gerne behalten würde. Und sich einen passenden Partner oder eine Affaire suchen ist etwas, was Tage, aber auch Jahre dauern kann.

Welcher Mensch bemüht sich statt dessen um medikamentöse Selbstverstümmelung??

Jemand, der unter seiner Sexualität genug leidet. Ich bin mir nicht sicher, ob das nur eine Urban Legend ist, aber werden nicht manche Pädophile auf diese Art behandelt? Wäre das für dich leichter zu verstehen?

Medikamente sind immer eine Gewinn- und Verlustrechnung. Wenn der Gewinn (Befreiung vom unerwünschten Sexualtrieb) schwerer wiegt als der Verlust (Nebenwirkungen), dann wäre die Einnahme eines solchen Medikaments doch durchaus sinnvoll.

Ist es natürlich nicht, weil es ein solches Medikament nicht gibt. Aber mal gesponnen, gäbe es so etwas wie ein Aspirin gegen Notgeilheit (;-D) – was würde dagegen sprechen?

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