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Männlichen Sexualtrieb abschalten

b{erkexl


Du sagst das, als ob das in jedem Fall die logische Konsequenz, oder ein Kinderspiel wäre.

Die logische Konsequenz wäre es sicherlich meiner Meinung nach – aber einfach ist das deshalb nicht, keine Frage.

Bei einer bestehenden Beziehung gibt es vielleicht gemeinsame Schulden, Besitztümer, Kinder, oder alles andere außer dem Sex läuft so prima, daß man es gerne behalten würde.

Natürlich – allerdings wärs dann nicht naheliegender, DARAN zu arbeiten um seine Beziehung/Ehe wieder in den Griff zu bekommen? Da gibt es doch tausende Möglichkeiten und gar "Beziehungsmodelle".

Und sich einen passenden Partner oder eine Affaire suchen ist etwas, was Tage, aber auch Jahre dauern kann.

Klar – wärs da nicht auch naheliegender, die Sache einfach selbst in die Hand zu nehmen (wortwörtlich) ? ;-) So ein medikamentöser "Umweg" ist doch viel komplizierter...

Jemand, der unter seiner Sexualität genug leidet. Ich bin mir nicht sicher, ob das nur eine Urban Legend ist, aber werden nicht manche Pädophile auf diese Art behandelt? Wäre das für dich leichter zu verstehen?

Ähm, nunja, ich will nicht ausschliessen, das es in für einige wenige Extremfälle sinnig sein könnte. Nur haben diese doch auch rein gar nichts mit einem ganz normalen Mann zu tun, der leider gerade keinen Sex mit einer Frau haben kann (aus welchem Grund auch immer)?

Ist es natürlich nicht, weil es ein solches Medikament nicht gibt. Aber mal gesponnen, gäbe es so etwas wie ein Aspirin gegen Notgeilheit () – was würde dagegen sprechen?

Naja, ich finde das ziemlich sinnfrei – denn man kann doch auch prima selbst Hand anlegen, da ist doch nichts dabei. Jedenfalls finde ich den Gedanken etwas absurd, mir statt dessen eine wie auch immer geartete Chemiekeule einzuwerfen? Ich mein, sexuelle Lust zu haben ist doch keine Krankheit, die man wegtherapieren müsste.

Sginne^stä ter


wärs dann nicht naheliegender

Naja – ich gehe mal stillschweigend davon aus, daß alles, was du für naheliegend hältst, von den Betroffenen bereits in Erwägung gezogen oder ausprobiert, und für ungenügend befunden wurde.

Ich meine, wer dieses Problem zufriedenstellend lösen kann dadurch, daß er mit seinem Ehepartner redet, sich eine Affaire sucht, ins Bordell geht oder sich regelmäßig einen schubbert, der würde doch auf solche Gedanken überhaupt nicht kommen, oder? ;-)

bberkNel


Hmmm, wenn jemand das alles wirklich erfolglos für sich versucht hat, dann würde ihm "normaler Paar-Sex" vermutlich auch nicht weiterhelfen oder ausreichen, schätz ich – da hat derjenige dann Probleme einer ganz anderen Ebene.

bder2kel


... und die lassen sich dann wohl auch von einem Libidoblocker nicht lösen.

SRinnest/ätexr


dann würde ihm "normaler Paar-Sex" vermutlich auch nicht weiterhelfen oder ausreichen, schätz ich

Wie kommst du darauf?

Mit dem Ehepartner reden kann erfolglos sein, Lust läßt sich nicht herbeireden. Wenn man ihn nicht verlassen und nicht betrügen möchte, bleibt das Problem ohne Lösung.

Wenn einem reiner sexueller Druckabbau via Selbstbefriedigung nichts bringt, weil er eben keine emotionale Seite oder Sinneseindrücke beinhaltet, ist sie auch keine Lösung.

Wenn, aus irgendwelchen moralischen oder emotionalen Gründen ein Puffbesuch außer Frage steht bzw. unzureichende nur Selbstbefriedigung am lebenden Objekt ist, ist das auch keine Lösung.

Wenn, aus welchen Gründen auch immer, die Suche nach einem Partner schwer ist, sei es durch eigene Unzulänglichkeiten oder durch wie auch immer geartete besondere Ansprüche, ist das eine Lösung, die möglicherweise Jahre in Anspruch nehmen kann.

Würdest du jahrelang freiwillig Kopfschmerzen haben, wenn es eine Pille dagegen gäbe? Ich nicht.

b2eVr@kel


Ich komme darauf, weil ich denke, das derjenige dann ein ziemlich merkwürdiges Verhältnis zur Sexualität haben dürfte, wenn ihm keine der Möglichkeiten irgendwie weiterhilft. Jedenfalls ein Verhältnis, das ich so nicht nachvollziehen kann, sollte ich wohl besser sagen.

Wenn es so einen Fall tatsächlich gibt, dann wäre so eine Pille auch toll, da hast Du recht. Allerdings kann ich mir nicht denken, das derjenige damit glücklicher wäre... ":/

A]ltadir


Ich kenne da so einen Fall: Der Mann hat nach einem Schlaganfall (als Jugendlicher) massive spastische Lähmungen und ist Pflegefall. Chance eine Frau kennen zu lernen, mit der er Sex haben könnte, ist so äußerst gering, motorisch ist er soweit eingeschränkt, dass Masturbation nur unter größten Problemen selbst durchführen kann und für Sex zu bezahlen (auch wenn es auf Behinderte spezialisierte Prostituierte gibt) findet er entwürdigend. Er sagt, dass er das gerne Abschalten würde, wenn er könnte.

SLinnesrtätexr


Ich komme darauf, weil ich denke, das derjenige dann ein ziemlich merkwürdiges Verhältnis zur Sexualität haben dürfte, wenn ihm keine der Möglichkeiten irgendwie weiterhilft.

Hmm ":/

Also daß z.B. Ehepaare, obwohl sie den Sex in einer Beziehung vermissen, trotzdem lange zusammenbleiben, ist nun nichts wirklich Außergewöhnliches. Daß Selbstbefriedigung für die meisten Menschen kein adäquater Sex-Ersatz ist, auch nicht. Daß es viele Menschen gibt, für die Bordell, Fremdgehen, ONS, Affairen moralisch nicht vertretbar oder eben gefühlsmäßig nichts bringen, ist auch nichts Neues. Bis hierhin doch also absolut nichts, was auf ein merkwürdiges Verhältnis zur Sexualität schließen läßt.

Um nochmal auf das vorherige Beispiel zurückzukommen: Wenn du Hunger hast, und es gibt um dich herum kein für dich befriedigendes Nahrungsmittel (klar, es gibt haufenweise Insekten, Nagetiere o.ä. :-D), also verhungern würdest du nicht wenn du dich überwindest), dann kann man dir doch kein merkwürdiges Verhalten zum Essen unterstellen, wenn du lieber ein paar Kokablätter kaust, die das Hungergefühl dämpfen, anstatt eine gebackene Ratte runterzuwürgen :-D

srenpsibbelmxan


dann kann man dir doch kein merkwürdiges Verhalten zum Essen unterstellen, wenn du lieber ein paar Kokablätter kaust, die das Hungergefühl dämpfen, anstatt eine gebackene Ratte runterzuwürgen

Doch, so schlecht schmeckt [[http://de.wikipedia.org/wiki/Biberratte das]] nicht ... ]:D

M8arcEusAntotniTus


@ xor:

Lass dir deine Hoden chirurgisch entfernen.

Vorteile: Du bist dein "Problem" los und wir einen Konkurrenten... ]:D

bqerk\el


@ Altair

Da wäre das natürlich echt ein Segen... :)- :-/

@ Sinnestäter

Also daß z.B. Ehepaare, obwohl sie den Sex in einer Beziehung vermissen, trotzdem lange zusammenbleiben, ist nun nichts wirklich Außergewöhnliches.

So sonderlich außergewöhnlich ist das nun nicht, das stimmt leider. Nur ginge so eine Pille doch am eigentlichen Problem vorbei? Denn der etwaig Leidende MÖCHTE vermutlich Sex und dessen positive Effekte in seinem Leben haben – da hilft ihm doch so eine Pille auch nicht dabei?

Der Wunsch bliebe doch nach wie vor erhalten, selbst wenn man(n) durch sie nicht mehr von sich aus erregt sein sollte. Zumal da ja bei den Ehepaaren oftmals auch noch ganz andere Dinge vorher flöten gegangen sind – wie Nähe, Zärtlichkeit und nicht zuletzt Liebe – woraus dann die Sexlosigkeit resultiert. Da hülfe einem eine Pille zur Libidoblockade auch nicht wirklich weiter um damit Glücklicher zu sein.

Daß Selbstbefriedigung für die meisten Menschen kein adäquater Sex-Ersatz ist, auch nicht.

Hmm, okay, das mag wohl für viele so sein.

Um nochmal auf das vorherige Beispiel zurückzukommen: Wenn du Hunger hast, und es gibt um dich herum kein für dich befriedigendes Nahrungsmittel (klar, es gibt haufenweise Insekten, Nagetiere o.ä. :-D), also verhungern würdest du nicht wenn du dich überwindest), dann kann man dir doch kein merkwürdiges Verhalten zum Essen unterstellen, wenn du lieber ein paar Kokablätter kaust, die das Hungergefühl dämpfen,

Ich gebs ja zu, es gibt schon mögliche Anwendungsgebiete... ;-) Auch wenn ich denke, das es in den fast allen Fällen eine deutlich bessere und gar elegantere Lösung geben dürfte – die muß nun aber nicht so einfach sein, wie eine Pille einzuwerfen, das stimmt natürlich.

anstatt eine gebackene Ratte runterzuwürgen :-D

Großartig komischer als panierte Hühnerfüsse kanns nicht sein... ;-)

FoermZagxli


@ xor

1. So, wie Du das beschreibst, gehört das gehört zu "Sucht- und Drogenprobleme" – Du hältst es für ja ein Suchtproblem und nicht für ein Problem mit Deiner Sexualität.

2. Schon mal beim Onkel Doc damit vorstellig geworden ? Dein Hausarzt überweist Dich gerne an einen geeigneten Spezialisten.

3. Schon mal an Kastration gedacht ? Vielleicht vorher den Notarzt rufen und alles auf Video aufzeichnen – kannst dann vielleicht noch Geld machen.

F%ermgaglxi


@ all

Sorry – xor ist jetzt 26 und wird sein Problem inzwischen gelöst haben.

V~anNbostranxd


Man mag sich vielleicht an xor's Lotterleben stoeren, oder einfach nur neidisch sein.

Das bedeutet aber nicht, dass man, wie so mancher in diesem Forum auf derart niedrigem

Niveau antworten muss. Wie auch immer, ich gehe mal davon aus, dass xor das ganze Treiben

im Forum nicht weiter verfolgt. Fuer diejenigen, die Reden ohne Bescheid zu wissen: Sex kann in der Tat WIE eine Droge sein, im gleichen Sinne, wie es etwa auch Spielsucht oder Esssucht gibt. (Ich bin uebrigens selbst weder sex-, noch spielsuechtig falls das jetzt jemand vermutet).

Der Grund dafuer: Sex, Glueckspiele etc. setzen Dopamin frei, der auf das "Belohnungszentrum" des Gehirns wirkt und dies kann zu Problemen fuehren. Die Ursache ist oft ein erblich bedingter Dopaminmangel.

Fuer diejenigen, die xor Psychotherapie empfohlen haben: Netter Rat und ohne Zweifel hilfreich.

Aber mal ehrlich: Wer sieht sich gern in der Rolle als sexsuechtiger beim Shrink? Da gehoert verdammt viel Mut dazu, zumal nicht alle Psychiater oder Psychologen zu gebrauchen sind.

Es ist darum verstaendlich, das er durchaus an Libidokiller gedacht hat und das ist noch nicht einmal dumm, da Psychotherapie fuer solche Krankheitsbilder ohnehin meist medikamentengestuetzt ist.

Klassische Libidokiller sind die meisten Antidepressiva, v.a. SSRIs und tri- und tetrazyklische wie Trazodon oder Imipramin. Dazu noch das Blutdruckmittel Clonidin und man hat fuer die laengste Zeit einen Staender gehabt.

Das Problem: Libido-killer werden hier nichts bringen! Die psychischen Probleme, aka innere Leere, Depression etc. bleiben!

Im Gegensatz zu dem, was hier gern behauptet wird, sind dissoziale Persoenlichkeitsstoerungen wie Sexsucht notorisch schwer zu behandeln und selbst wenn man sich in einen impotenten Eunuchen verwandelt, wird die innere Leere bleiben. Zu der schwere der Stoerung kommt oft noch hinzu, dass das Problem belaechelt oder moralisiert wird. Tatsaechlich aber kann wirkliche Sexsucht (aehnlich wie Spielsucht) so ausgepraegt sein, dass zu den selben Mitteln gegriffen wird, die sonst im Heroinentzug verwendet werden, aka Naltrexon und Buprenorphin. Das ist, in

der Tat, fuer viele die letzte Hoffnung. Solche Persoenlichkeitsstoerungen muessen verdammt ernst genommen werden, da ihre Folgen besonders schwerwiegend sind: Bankrott, zerstoerte Familien, soziale Isolation, Suizid, Gebrauch von anderen Drogen etc.

FRerBmagxli


Drum gehören Sex- und Onaniesucht auch in die Rubrik Suchtproblematik und wer den Gang zum Doc empfiehlt, der nimmt das schon ernst.

Die dratische "Alternative" an letzter Stelle ist bewußt so überzogen geschildert, dass sie wohl kaum als ernstgemeinte Handlungsempfehlung verstanden werden kann und lediglich die Selbstreflexion anregt.

Als wesentlich problematischer stufe ich die Empfehlung illegaler, wenn auch für den Eigenbedarf straffreier, psychoaktiver Substanzen ohne abgesicherte ärztliche Diagnose als "alternative Therapie" im Sinne der Kräuterheilkunde ein, die manchmal in der Rubrik "Magen und Darm" auftauchen.

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