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Auswirkung von Enthaltsamkeit auf d. Sexualfunktionen

A5be&ndbroxt hat die Diskussion gestartet


Guten Tag,

da in dem anderen Thread die Diskussion doch etwas aus dem Ruder gelaufen ist und ich hier nicht allgemein auf das Thema "unerwünschten Sexualtrieb abschalten", sondern spezieller auf das im Titel beschriebene Thema eingehen möchte, will ich hier noch einen zweiten Thread eröffnen.

Es geht mir also um die Frage, wie sich sexuelle Enthaltsamkeit beim Mann auf die Sexualfunktionen auswirkt. Leider habe ich zu diesem Thema noch nicht viel Konkretes im Netz gefunden, aber hier zumidnest einige Zitate:

"Nach mehreren Monaten der totalen Enthaltsamkeit werden jedoch beim Mann die hormon- und samenbildenden Zellen in den Hoden schwächer und die Potenz erschlafft" Quelle: [[http://www.lovetour-noe.at/de/index.php?nav=2411&id=153]]

"Menschen, die für lange Zeit enthaltsam gelebt haben, können jedes Interesse an sexuellen Dingen verlieren" Quelle: [[http://www2.hu-berlin.de/sexology/ATLAS_DE/html/das_menschliche_sexualverhalte.html]]

"Hat man also über längere Zeit keinen Sex, verringert sich auch das Verlangen danach. Enthaltsamkeit führt bei Männern zum Sinken des Hormons Testosteron im Blut. Damit werden die Sexualorgane und die Gefäße schlechter durchblutet." Quelle: [[http://www.fachwissen-katalog.de/2007/04/29/potenzstoerungen/]]

"Die Abstinenz wirkt anfangs steigernd. Bald früher, bald später, je nach konstitutionellen Verhältnissen, lässt die Tätigkeit der Generationsorgane nach und damit die Libido." Quelle: [[http://de.wikisource.org/wiki/Psychopathia_Sexualis/Teil_IV-2]]

Meine Frage ist nun vor allem an die medizinisch Sachkundigen: kann diesen doch eher allgemein gehaltenen Aussagen (wie gesagt habe ich ausführlichere Informationen oder Verweise auf konkrete Studien nicht gefunden) Glauben geschenkt werden bzw. lässt sich aus allgemeinen Kenntnissen der Sexualmedizin ableiten, wie sich dauerhafte Absinenz auf das Lustempfinden, den Sexualtrieb etc. aufwirkt?

In Erwartung einer sachlichen und freundlichen Diskussion

Abendbrot

Antworten
Asbendybroxt


Hoffe, ich konnte dir damit helfen.

[Bezieht sich auf zwischenzeitlich gelöschte Beiträge]

Nicht wirklich. Leider. Ich hoffte ja gerade, detailliertere Informationen zu bekomme, da ich bisher nur Ungenaues gefunden habe. Siehe meinen ersten Beitrag und die verlinkten Quellen.

A3beDndbxrot


Habe ich mir die ganzen Beiträge, die da standen, nur eingebildet? ???

Aubendb{rot


Wozu brauchst du denn die Informationen, hast du ein Problem damit, sexuell zu sein?

Zu den persönlichen Hintergründen:

[[http://www.med1.de/Forum/Sexualitaet/329573/]]

Ansonsten, auch vor dem Hintergrund, dass die Diskussion in dem anderen Thread eher vom Thema abgeweicht ist und über Sinn und Angemessenheit des Wunsches diskutiert wurde, möchte ich hier die Frage allerdings bloß akademisch stellen und ganz allgemein wissen, wie es sich verhält.

AObcendLbrot


"abgewichen" natürlich...

LLov$Hus


Abendbrot

Eigentlich müsste es jede Menge Material zu deiner Frage geben. Schließlich gibt es seit Jahrtausenden zölibatär lebende Männer in verschiedenen Kulturen. Ich weiß aber nichts darüber.

Es gibt auch die gegenläufige Meinung, dass zuviel Sex dem Mann Lebensenergie entzieht.

Ich denke, mit dem Sex ist es wie mit dem Essen. Es gibt ein Zuviel und ein Zuwenig. Die Grenzen sind für jeden etwas anders. Und es gibt Pathologien in beiden Richtungen.

Nur dass man von zu langer Enthaltsamkeit sterben kann ("verhungern") habe ich noch nicht gehört.

RAistrkettxo


Ich denke, mit dem Sex ist es wie mit dem Essen. Es gibt ein Zuviel und ein Zuwenig. Die Grenzen sind für jeden etwas anders. Und es gibt Pathologien in beiden Richtungen

:)^

A|bend;brxot


Schließlich gibt es seit Jahrtausenden zölibatär lebende Männer in verschiedenen Kulturen.

Sicher. Allerdings findet man da eher Forderungen, Begründungen usw. weniger Berichte, wie es den Leuten (so sie den Forderungen entsprochen haben) ergangen ist.

Überhaupt geht es mir weniger um persönliche Erfahrungsberichte (wobei die natürlich grundsätzlich auch willkommen wären), sondern eher Hinweise darauf, wie es sich vor dem Hintergrund des Wissens um die physiologischen Grundlagen wohl verhalten wird. Man wird ja sicher genügend Erkenntnisse über die allgemeinen Zusammenhänge haben, um speziell diese Frage generell beantworten zu können, zumindest, was die Tendenz angeht.

Rlistrextto


Man wird ja sicher genügend Erkenntnisse über die allgemeinen Zusammenhänge haben, um speziell diese Frage generell beantworten zu können, zumindest, was die Tendenz angeht

Sicher, lies mal im Internet nach über die Fälle von Kindsmisshandlungen durch angeblich zölibatär lebende Geistliche, zum Beispiel in den USA...

Du kannst die sexuelle Energie aufstauen bis die Staumauer bricht, oder du kannst sie ausleben. Manchmal ist das Leben so einfach

APbe<ndbrxot


Dass diese Geistlichen (die darüber hinaus nicht den durchschnittlichen Kleriker repräsentieren müssen) sich tatsächlich an das Keuschheitsgelübte gehalten haben, bevor sie ihre Taten begangen haben, ist doch eher fraglich. Ich glaube es jedenfalls nicht.

Ansonsten ist die Frage, ob sich da tatsächlich (d.h. nicht bloß dem subjektiven Empfinden einzelner gemäß) etwas "aufstaut", oder ob sich der Körper anpasst, ja gerade diejenige, die ich allgemein gestellt habe: "wie wirkt sich Enthaltsamkeit auf die Sexualfunktionen aus?"

RYi*st,rettxo


Dass diese Geistlichen (die darüber hinaus nicht den durchschnittlichen Kleriker repräsentieren müssen)

MÜSSEN tut der Mensch nur sterben... Immerhin sind auch diese schrägen Vögel ein Teil des Klerus, oder waren es zumindest...

sich tatsächlich an das Keuschheitsgelübte gehalten haben

Dass die Mehrheit der Kleriker eher homosexuell ausgerichtet ist, ist wohl ein offenes Geheimnis. Ich denke da zum Beispiel an Vorkommnisse in einem östereichischen Priesterseminer, die letztes Jahr an die Öffentlichkeit kamen... Nur schon das zeigt, dass es mit der Enthaltsamkeit nicht so weit her ist. Und wenn doch enthaltsam, dann staut sich nur mehr auf und entlädt (Feuer frei 8-)) sich umso heftiger

ist doch eher fraglich. Ich glaube es jedenfalls nicht

Glaub was du willst... Wenn ich daran denke, dass die Fälle welche bekannt wurden, nur die Spitze des Eisberges sind, dann vergeht mir der Glaube an die Kirche. Ich behaupte mal, dass nur 10% der Fälle ans Tageslicht kommen und davon noch mindestens 5% aussergerichtlich geregelt und stillgeschwiegen werden. Dann wären dann die bekannten Fälle nur 5% der Missbräuche...

Brauchst du noch ein Argument gegen unnatürliche sexuelle Enthaltsamkeit ???

AgbKendbVroxt


MÜSSEN tut der Mensch nur sterben...

Hier "muss" ja auch kein Mensch etwas (nicht) ;-). Lies den Satz so: es ist nicht notwendig, dass diese den durchschnittlichen Kleriker repräsentieren.

Immerhin sind auch diese schrägen Vögel ein Teil des Klerus, oder waren es zumindest...

Ja, aber das sagt eben nichts über den Klerus an sich aus. Genausowenig wie die Tatsache, dass es homosexuelle Serienmörder gibt, belegt, dass Homosexuelle im Durchschnitt Serienmörder sind.

Nur schon das zeigt, dass es mit der Enthaltsamkeit nicht so weit her ist.

Eben. Wenn Kleriker dadurch auffallen, dass sie sexuellen Missbrauch verüben, ist zumindest sicher, dass sie sich grundsätzlich nicht an den Zölibat halten bzw. bereit sind, das Gelübte zu brechen. Dass sie es zuerst durch ihre Tat gebrochen haben, weil sie den Druck, der duch die Enthaltsamkeit entstanden ist, nicht mehr ausgehalten haben, ist auch eher nicht anzunehmen, da die Ordensregeln dieser Leute sicher nicht sexuellen Missbrauch als harmloser einstufen als normalen Geschlechtsverkehr oder gar Selbstbefriedigung.

Damit ist:

Und wenn doch enthaltsam, dann staut sich nur mehr auf und entlädt (Feuer frei ) sich umso heftiger

nicht haltbar und bloße Spekulation.

Brauchst du noch ein Argument gegen unnatürliche sexuelle Enthaltsamkeit

Nein, aber ich hätte nichts dagegen, wenn du zumindest eines mal bringen würdest. Bloß erfundene Statistiken und Spekulationen nehme ich nicht ernst.

Darüber hinaus wüsste ich nicht, was "unnatürliche" sexuelle Enthaltsamkeit sein soll. Wenn ein Mensch sexuell enthaltsam ist, dann spielt sich das im Rahmen der "Natur" ab. Es sei denn du meinst, ein Mensch sei nur zum Teil "natürlich".

Ich kann mir ja denken, wie du das "unnatürlich" hier meinen wirst, allerdings vertrete ich keinen derartigen Dualismus von "natürlich" und "künstlich". Ich meine, dass alles, was der Mensch prinzipiell kann, "natürlich" ist, eben weil er als Naturwesen es kann. Ob das, was er generell tun kann, ihm auch gut bekommt, ist eine andere Frage. Jedoch wird damit, dass Enthaltsamkeit als "unnatürlich" bezeichnet wird, vor dem Hintergrund, dass ich diese Kategorie als inhaltslos betrachte, m.E. nichts darüber ausgesagt, wie Enthaltsamkeit nun auf das Empfinden "des Menschen" wirkt. Insbesondere denke ich, dass so etwas wie Enthaltsamkeit nicht auf jeden Menschen gleich wirken muss. Ganz einfach, weil nicht alle Menschen die gleiche Bedürfnisstruktur haben.

R"iNstr9ettxo


Statistiken und Spekulationen nehme ich nicht ernst

Was du nicht wahrhaben willst, wird von dir als erfunden oder Spekulation bezeichnet, wie schon im letzten Faden...

Rmi)strextto


Darüber hinaus wüsste ich nicht, was "unnatürliche" sexuelle Enthaltsamkeit sein soll

Die sexuelle Enthaltsamkeit AN SICH... Werden diese sexuellen Energien unterdrückt, dann brechen sie irgengwann aus. Vielleicht erst nach Jahren oder Jahrzehnten. Ist wie bei aktiven Vulkanen: Die Frage ist nicht, OB sie ausbrechen, sondern WANN und WIE...

DYoraxgon


Quatsch.

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