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Auswirkung von Enthaltsamkeit auf d. Sexualfunktionen

R{is$tretxto


dass es eine "Lebensenergie" gebe, die gewissermaßen mit dem Sexualtrieb identifiziert wird

Ganz meine Meinung

Ich halte das nicht unbedingt für plausibel. Es gibt ja de facto asexuelle Menschen, die also keinen Sexualtrieb haben und die dennoch nicht energielos sein müssen

Sexualtät ist EINE Lebensenergie unter mehreren. Ergo müssen "asexuelle" nicht energielos sein. Die Frage ist viel mehr: Ist asexualität für einen Menschen überhaupt möglich. Ich denke nein, lediglich ein Unterdrücken oder Verdrängen des Triebes. Und beides kann auf dauer nicht positiv sein...

Diese scheinen mir eher zu belegen, dass ein Verkümmern des Sexualtriebs möglich ist. Was auch fürchterlich daneben gehen kann

... Und die Folgen dann schlimmer sind, als sie beim Ausleben der Sexualität je wären...

LQovH?uxs


Metamorphismus

Metabolismus natürlich... |-o

A{bentdbrxot


Ist asexualität für einen Menschen überhaupt möglich. Ich denke nein, lediglich ein Unterdrücken oder Verdrängen des Triebes. Und beides kann auf dauer nicht positiv sein...

Das Phänomen "(angeborene) Asexualität" besteht jedenfalls.

[[http://www.asexuality.org/de/]]

Ich frage mich gewissermaßen, ob es möglich ist, diesen Zustand nachträglich zu erreichen. Und speziell hier eben, ob bloßer Verzicht (keine "Verdrängung", ich leugne ja nicht, Erregung zu verspüren und ich sage auch nicht, diese sei "böse" oder ähnliches) eine Möglichkeit dahingehend wäre.

RTistr|etto


ob es möglich ist, diesen Zustand nachträglich zu erreichen

Wozu? Um nicht nur sozial, sondern auch körperlich zu verkümmern?

A8ben/dbroxt


Nein, damit wird der Trieb nicht unterdrückt

Tja, die Zeiten ändern sich. Vor nicht allzu langer Zeit war die "Erkenntnis", die ich eben gepostet habe, genauso unumstößlich gewiss, wie dir anscheinend das, was du hier in der Diktion einer Tatsachenbehauptung von dir gibst.

Ich spekuliere mal nicht darüber, welche Ansicht du vertreten würdest, wenn du in den genannten Zeit leben würdest...

A$bendxbrot


Wozu? Um nicht nur sozial, sondern auch körperlich zu verkümmern?

Du würdest einen guten Priester abgeben, glaube ich ;-D

Ich fühle mich nicht verkümmert (ergo bin ich es nicht, denn "an sich" kann man wohl schwerlich "sozial verkümmert" sein). Und auf das körperliche Phänomen der sexuellen Erregung könnte ich einfach gut verzichten. Ganz einfach. Ich weiß nicht, warum du das nicht einfach so gelten lassen kannst.

Rpist3rettxo


Vor nicht allzu langer Zeit war die "Erkenntnis", die ich eben gepostet habe, genauso unumstößlich gewiss

Das war nie gewiss und nie Erkenntnis, sonder Gehirnwäsche durch die Kirche...

Ich spekuliere mal nicht darüber, welche Ansicht du vertreten würdest, wenn du in den genannten Zeit leben würdest

Da muss ich deine Hoffnung enttäuschen... Îch war nie ein Herdentier und ich werde es nie sein. Ich kann selber denken. Ich hab mich Anfang 20 aus der Kirche und aus der Armee verabschiedet, aus EIGENER Überzeugung. Hätte mich beinahe in den Knast gebracht, bin dann mit bedingter Gefängnisstrafe davongekommen. Wäre aber auch für MEINE Überzeugung in den Knast gegangen

ROis:tre tto


Du würdest einen guten Priester abgeben

Nein danke, mein Onkel war Priester und meine Schwägerin ist Laientheologin... Ich könnte die Frau problemlos auf den Mond schicken...

Und auf das körperliche Phänomen der sexuellen Erregung könnte ich einfach gut verzichten

Könnte ist inkorrekt... Du möchtest darauf verzichten, aber dein Körper tut dir diesen Gefallen nicht... Ist doch irgenwie eine Zeichen

A5bend&broxt


Îch war nie ein Herdentier und ich werde es nie sein. Ich kann selber denken.

;-D

Das war nie gewiss und nie Erkenntnis, sonder Gehirnwäsche durch die Kirche...

Wo denkst du hin? Das war göttlich geoffenbarte Wahrheit. Wer wagt daran zu zweifeln? ;-D

A&bend?blrot


Könnte ist inkorrekt... Du möchtest darauf verzichten, aber dein Körper tut dir diesen Gefallen nicht... Ist doch irgenwie eine Zeichen

Wie gesagt, ich habe noch nie den Wunsch gehabt, mit einem Menschen aufgrund dieser Erregung irgendwie in Kontakt zu treten. Ich habe diesen Wunsch auch jetzt nicht. Die Erregung spielt für mich keine Rolle (auch wenn das hier vielleicht anders klingen mag - da ich hier themenbedingt nur darüber schreibe): sie stört mich auch nicht gravierend. Wenn sie weg wäre würde ich schlicht so weiterleben wie bisher. Nur bliebe eben die ein oder andere körperlich bedinge Störung aus. Wenn ich die Erregbarkeit nicht loswerden kann, werde ich allerdings auch nicht sexuell aktiv werden. Schlicht, weil ich kein Interesse habe. Effektiv läuft es bei mir also, was das praktische angeht, in jedem Falle auf das Gleiche hinaus. Nur mit dem Unterschied, dass ich es mir eben ein wenig angenehmer vorstellen würde, wenn der Trieb wegbliebe. Stelle dir einfach vor, du hörtest beim Anblick eines Kaugummiautomaten ein Klingeln. An Kaugummis hast du allerdings kein Interesse, du wolltst also nicht hingehen. Das Klingeln bleibt leise vernehmbar oder kommt unnerwartet wieder, bis du wild herumgekaut hast. Würdest du, vor dem Hintergrund, dass du ansonsten mit Kaugummis nichts anfangen kannst, auf dieses Klingeln verzichten wollen, wenn sich die Möglichkeit böte?

AObenrdbrot


Das habe ich nicht gemeint. Ich dachte daran, dass ein Teil der Energie, die wir über Nahrung und Sauerstoff zu uns nehmen und über deren Metamorphismus wirklich viel bekannt ist, für den Sexualtrieb auf sehr komplexe Weise eingesetzt wird. Und ich vermute, dass man die damit verbundenen Zyklen nicht einfach heraustrennen kann, wie einen Blinddarm oder bestimmte Gehirnareale.

Aber zugegeben, nur Vermutungen. Bis sich ein Experte meldet, dem wir vertrauen können, bleibt deine Frage offen.

Wenn tatsächlich abzusehen sei sollte, dass Enthaltsamkeit (reale) "Nebenwirkungen" haben sollte, dann würde ich das natürlich berücksichtigen und sie gegebenenfalls sein lassen.

Ansonsten hast du recht. Es ist wohl sinnvoller, zu warten, bis eine fundierte Antwort kommt.

L=ovnHus


Abendbrot

ob bloßer Verzicht ... eine Möglichkeit dahingehend wäre.

Noch ein Gedanke: Vergleiche ich den Sexualtrieb mal mit Stress und Aggression. Diese beiden sind physiologische Reaktionen auf äußere Reize. Da werden ganze Hormoncocktails ausgeschüttet. Soweit ich weiß, muss der Körper die auch wieder abbauen, was normalerweise durch eine stark körperliche Reaktion (Flucht, Angriff) erfolgt, aber unter zivilisierten Menschen natürlich nicht einfach umgesetzt werden kann.

Du kannst ja mal versuchen etwas zum Aggressionstraining zu finden, wo auch die Reiz-Reaktionskette beeinflusst wird. Ich meine, das Training verlangt mehr, als nur den Verzicht auf die Aggression. Aber so ein Training ist natürlich auch auf besonders stark reagierende Mitmenschen zugeschnitten. Trotzdem, vielleicht lässt sich da was lernen. Wahrscheinlich ist einer der ersten Ratschläge, entsprechenden Reizen aus dem Weg zu gehen. Das dürfte auch für eine Dämpfung des Sexualtriebs sorgen.

Dass der Sexualtrieb, ist er erst mal entwickelt, also nicht wie bei asexuellen Menschen, ganz "weg" geht, vermute ich aber nicht. Ist da auf einmal die richtige Frau, bumm ist alles wieder da.

Anbendb1rxot


Ich meine, das Training verlangt mehr, als nur den Verzicht auf die Aggression. Aber so ein Training ist natürlich auch auf besonders stark reagierende Mitmenschen zugeschnitten.

Grundsätzlich hat die Idee etwas für sich. Aber letztlich ist es wirklich nicht so, dass ich, wenn ich erregt bin, besonders lange "darunter leide" (nicht unbedingt wortwörlich zu nehmen), ich denke auch nicht besonders leicht erregbar zu sein. Es ginge mir entsprechend wirklich darum, die Möglichkeit, überhaupt in diesen Zustand zu gelangen, abzustellen.

Dass der Sexualtrieb, ist er erst mal entwickelt, also nicht wie bei asexuellen Menschen, ganz "weg" geht, vermute ich aber nicht. Ist da auf einmal die richtige Frau, bumm ist alles wieder da.

Naja, wenn man so liest, wie viele Männer darüber klagen, dass sie keine Lust mehr empfänden, dass die Libido weg sei usw.

Irgendetwas muss dem ja zugrundeliegen. Wenn sich das gesteuert hervorrufen ließe, ohne schwere Nebenwirkungen (ich würde, wie gesagt, keine Hormonblocker einnehmen wollen), wäre die Sache für mich abgehakt.

LpovHuxs


Es ginge mir entsprechend wirklich darum, die Möglichkeit, überhaupt in diesen Zustand zu gelangen, abzustellen.

Seltsam, ich finde den Zustand sehr angenehm. Vielleicht ist es leichter, psychologisch eine Umwertung des Zustandes vorzunehmen als ihn abzustellen. Wenn du ihn WOLLTEST, hätte sich das Problem ja auch gelöst.

Natürlich stünde dann immernoch die Antwort auf deine akademische Frage aus, aber die wäre dann nicht mehr so interessant...

A5ben>dbxrot


Seltsam, ich finde den Zustand sehr angenehm. Vielleicht ist es leichter, psychologisch eine Umwertung des Zustandes vorzunehmen als ihn abzustellen. Wenn du ihn WOLLTEST, hätte sich das Problem ja auch gelöst.

Das ist ja auch die Idee, die z.B. unser Missionar hier vertritt. ;-)

Ja, das liegt natürlich nahe. Aber (ich will da nun nicht mehr so ausführlich schreiben, da in dem anderen Thread alles doppelt und dreifach dargelegt wurde - was man mir schon dort als Selbstdarstellung angerechnet hat...) ich habe, global betrachtet, wirklich kein Interesse an einem Sexualleben. Ich hatte noch nie ein Interesse daran und ich wüsste nichts damit anzufangen. Entsprechend werde ich durch die Erregung nicht motiviert, Kontakt aufzunehmen, sondern sie ist einfach da, mehr nicht. Da ich auch ansonsten eher sozial desinteressiert bin, und "schon immer" war, und das als wesentlichen Aspekt meiner Persönlichkeit erlebe, also nicht als etwas "störendes", ist auch kein Bedürfnis da, mich da irgendwie "umzuprogrammieren" (im Grunde könnte man mich da auch gleich ganz austauschen).

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