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Auswirkung von Enthaltsamkeit auf d. Sexualfunktionen

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@Abendbrot

Du fragst, ob du einen natürlichen Trieb (sexuelle Erregung) durch den eigenen Willen oder "harmlose" Hilfsmittel vollkommen abstellen kannst. Richtig verstanden?

Ich weiss es nicht. In solchen Fällen schaue ich, wie ähnlich gelagerte Umstände ablaufen. Mir fällt die Angst ein, die ein natürlicher Trieb zum Lebenserhalt ist. Die kann man wohl herausfordern (Stichwort: Bungee-Jumping), aber abschalten? Ein Selbstmörder hat sie vielleicht abgeschaltet, aber es nutzt ihm nichts mehr.

Und die Erregbarkeit wurde bei Homosexuellen durch Elektroschocks und andere Schmerzen bestraft, als man noch hoffte, auf diese Weise die Homosexualität abschaffen zu können. Recherchiere doch mal in der Richtung, ob das was gebracht hat. Also Bildchen betrachten und bei Erregung - Zoom - Strom an. Kann natürlich sein, dass die Studien unter Verschluss sind, sie wurden von den Nazis gemacht, so weit ich weiss.

LvovwHu;s


begreif ich kein Promille deiner Ansichten ... Wie lange fühlst du dich schon asexuell?

Ich habe verstanden, dass sich Abendbrot gar nicht asexuell fühlt, aber gerne asexuell wäre.

Ich nehme an, dass er einfach andere Lebensthemen hat, auf die er sich konzentrieren will, und da stört der Sextrieb - nicht viel, aber genug, um es wünschenswert erscheinen zu lassen, ihn abzustellen, wenn das nebenwirkungsfrei möglich ist.

Mit dem Essen, Schlafen, Trinken ist es ja genauso. Man kann den zeitlichen Einsatz minimieren, aber es nicht ganz wegfallen lassen. Das ist bekannt und keine Frage. Aber wie ist es mit dem Sex? Kann man der Ablenkung durch körperlich-sexuelle Erregung entkommen?

Spirituelle Gemeinschaften haben immer wieder den Wert asketischer Lebensweise betont. Das Thema ist uralt und universell (gibt's zu allen Zeiten in allen Kulturen).

AzbendKbroxt


Wir zwei werden nie auf einen Nenner kommen, muss aber auch nicht sein...

Ich denke auch, dass das nicht sein muss. Die Begriffe, die man hat, müssen irgendwie mit Vorstellungen, die einem vertraut sind, gefüllt werden können. Das ist wohl nicht in jedem Fall möglich, je nachdem, wie stark in einem bestimmten Bereich das persönliche Erleben abweicht. Damit kann ich gut leben. Ich habe eben versucht, mein Erleben so zu beschreiben, also in Begriffe zu fassen, dass es nachvollziehbar wird.

Nun hat sich aber eine Frage in meinem Gehirn festgesetzt, die nun einfach raus will: Wie lange fühlst du dich schon asexuell? Seit der Pubertät, seit ein paar Jahren oder seit...?

Wie gesagt erlebe ich meinen Sexualtrieb bzw. die sexuelle Erregbarkeit (der Begriff ist m.E. in meinem Fall treffende) seit dessen Auftreten in der Pubertät so, wie hier beschrieben.

Ich habe die Pubtertät auch nicht als in dem Maße umwälzend erlebt wie es anscheinend normal ist. Im Grunde war ich "hinterher" noch genau so wie vorher, meine Beziehungsmuster haben sich dadurch nicht verändert. Und ich war, wie gesagt, auch vorher schon eher wenig an sozialen Situationen (Gruppensituationen usw.) interessiert, sondern eher mit "abstrakten" Interessen beschäftigt.

Wobei, wie schon LovHus bemerkt hat, nicht wirklich von "Asexualität" gesprochen werden kann, da ich ja rein körperlich eine voll ausgebildete Sexualität habe, nur kann ich aufgrund meiner eigenartigen Erlebnisweise nichts mit ihr anfangen. Wäre ich auch körperlich asexuell (an einer andere Stelle beschrieb ich mich als "sozial asexuell"), würde es nach meinem Empfinden besser passen.

A'benLdbrxot


Du fragst, ob du einen natürlichen Trieb (sexuelle Erregung) durch den eigenen Willen oder "harmlose" Hilfsmittel vollkommen abstellen kannst. Richtig verstanden?

Genau. Der Hintergrund meiner Frage ist die Tatsache, dass Asexualität prinzipiell möglich ist. Sowohl angeboren, als auch gewissermaßen erworben. Es gibt ja Menschen, die wollten, aber nicht können. Sogar solche, die kein Verlangen empfinden und dennoch wollen (also gewissermaßen Verlangen empfinden wollen). Mein Gedanke zielt darauf ab, dass dieser Zustand prinzipiell auch gewollt herbeigeführt werden sollte.

Wie im ersten Beitrag in diesem Thread geschrieben, habe ich Hinweise darauf gefunden, dass Enthaltsamkeit, konsequent durchgeführt, das gewünschte Ergebnis liefern könnte. Nur sind die Informationen ungenau und teilweise habe ich auch Gegenteiliges gelesen. Daher wollte ich es genauer wissen, um absehen zu können, ob auf diese Weise ein Erfolg erwartet werden kann.

AebenSdbroxt


Ich habe verstanden, dass sich Abendbrot gar nicht asexuell fühlt, aber gerne asexuell wäre.

Ich nehme an, dass er einfach andere Lebensthemen hat, auf die er sich konzentrieren will, und da stört der Sextrieb - nicht viel, aber genug, um es wünschenswert erscheinen zu lassen, ihn abzustellen, wenn das nebenwirkungsfrei möglich ist.

Ja, so ähnlich. Nur ist es nicht so, dass ich gewissermaßen andere Prioritäten habe, sondern dass ich mit der Sexualität letztlich per se nichts anfangen kann. Die Erregung löst keine konkreten Wünsche aus, die ich verwirklichen wollte. Daher halte ich sie, da sie trotz allem ja vernommen wird, als für mich überflüssig und in ihrem für mich überflüssigen Vorhandensein für störend.

Abbend)brxot


Spirituelle Gemeinschaften haben immer wieder den Wert asketischer Lebensweise betont. Das Thema ist uralt und universell (gibt's zu allen Zeiten in allen Kulturen).

Ja, gerade im Buddhismus (auf den du ja auch schon hingewiesen hast), lässt sich vielleicht Brauchbares finden. Denn dort wird Askese weniger als Mittel zur Selbstkasteiung ("den Leib abtöten", wie es z.B. viele christliche Denkrichtungen fordern), sondern als Mittel zur Bedürfnisreduzierung. Entsprechend sind die Methoden auch praktisch durchdachter und eben nicht auf Leiderzeugung ausgerichtet.

RRistrYettxo


erlebe ich meinen Sexualtrieb bzw. die sexuelle Erregbarkeit (der Begriff ist m.E. in meinem Fall treffende) seit dessen Auftreten in der Pubertät so

Die Zeitspanne bis heute ist etwas schwierig zu berechnen, weil ich dein Alter nicht kenne und auch nichts darüber in deinem Profil steht...

A'bendbxrot


Ich bin 23 und das Auftreten der Erregbartkeit, in der Form, wie ich sie beschrieben habe, dürfte so in das 14. Lebensjahr zu legen sein.

orbel|-X


Abendbrot

Erstmal Respekt für deine Geduld :-)

Zur Eingangsfrage : Ich denke mal (Belege habe ich keine), daß man sich Erregbarkeit "abgewöhnen" kann. Eine Steigerung des nicht ausgelebten Triebs findet meiner Meinung nach nur statt, wenn man ihn gedanklich überhöht...also a'la "Ich habe keinen Sex...scheiße, ich will aber...ich hab immer noch nicht...ich will ich will ich will" etc.

Diese Triebverstärkung beruht (so denke ich) schlicht auf Autosuggestion. So ähnlich eben wie sich ein Depressiver wunderbar selbst traurig reden kann.

Eine Triebabschwächung dürfte auf demselben Prinzip beruhen.

Will man den Trieb schwächen, hilft es aber genausowenig, dagegen zu reden...frag mich nicht warum, aber das Unterbewußtsein versteht aus irgendeinem Grund das Wort "nicht" nicht. Eine Suggestion a'la "Ich bin nicht geil" hat den gegenteiligen Effekt...kennt man vielleicht von "Nein, ich bin nicht hungrig", "Ich will jetzt keine Kippe rauchen" etc.

Man lenkt dadurch nur die Aufmerksamkeit auf diese bestimmte Sache.

Wenn man hingegen seinen Trieb einfach zur Kenntnis nimmt, akzeptiert, und dann wieder zur Tagesordnung übergeht, und das über einen längeren Zeitraum praktiziert, dürfte dieser Trieb irgendwann im Nirwana verschwunden sein.

Da wir hier aber über einen sehr starken Trieb reden, kann das (schätze ich) Jahre dauern...

A2benOdbroxt


Wenn man hingegen seinen Trieb einfach zur Kenntnis nimmt, akzeptiert, und dann wieder zur Tagesordnung übergeht, und das über einen längeren Zeitraum praktiziert, dürfte dieser Trieb irgendwann im Nirwana verschwunden sein.

Genau diesen Gedanken habe ich irgendwo in dem anderen Thread auch geäußert. Wenn man sich einfach nicht mehr aktiv damit beschäftigt, verliert das Phänomen womöglich immer weiter an Bedeutung. Die Erregung läuft ja sicher auf vielen, inenander verschachtelten, "Ebenen" ab, worunter natürlich auch "die" psychische bestimmt einen wesentlichen Stellenwert einnimmt.

Wie gesagt, ich werde so oder so nun enthaltsam leben (dass rein körperlich ein Druck dadurch entsteht, der immer stärker wird oder stets auf hohem Niveau bestehen bleibt, kann ich mir jedenfalls nicht denken, aber mal sehen). Allerdings wäre es eben schön, wenn man bereits wüsste, wie sich das ganze wahrscheinlich auswirken wird bzw. wie es sich aller Erkenntis nach auswirken wird.

Überhaupt ist eine "meditative Haltung" dem Phänomen gegenüber, wie du sie andeutest (zur Kenntnis nehmen) sicher hilfreich. In dieser Richtung bin ich durchaus interessiert.

c#lamx3


Abendbrot

Wie soll man deine links bezeichnen Volltreffer oder Eigentor.

[[http://www.lovetour-noe.at/de/index.php?nav=2411&id=153]]

Laut Impressum hat sich der Betreiber der Internetseite die Aufklärung von 12 - 16 jährigen auf die Fahnen geschrieben. Ich glaube nicht, daß sich diese Leute mit dem Sexualverhalten und der Auswirkungen von Erwachsenen eingehend auseinandersetzen.

[[http://www2.hu-berlin.de/sexology/ATLAS_DE/html/das_menschliche_sexualverhalte.html]]

Die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft wird auch von der FKK-Bewegung für ihre Ziele in Anspruch genommen.

[[http://www.fachwissen-katalog.de/2007/04/29/potenzstoerungen/]]

Wer oder was steckt hinter Fachwissen? Mit welchem Anspruch sind diese Beiträge verfaßt? Wenn dann noch Suchbegriffe wie Cialis oder Potenzmittel auftauchen, wer hat ein Interesse, daß diese Artikel gefunden werden?

[[http://de.wikisource.org/wiki/Psychopathia_Sexualis/Teil_IV-2]]

Welche Fragen sollen die kurzen Rezensionen von umfangreichen wissenschaftlichen Studien belegen.

Wenn diese Fragen einigermaßen beantwortet sind, dann kann man aus meiner Sicht in eine weitere Diskussion einsteigen. Wobei im bisherigen Faden Beschreibungen zu finden, die in einem Widerspruch zu sich selbst stehen.

R5ist ret8txo


Ich bin 23 und das Auftreten der Erregbartkeit, in der Form, wie ich sie beschrieben habe, dürfte so in das 14. Lebensjahr zu legen sein

Das wären dann so rund 9 Jahre, wobei etliche daven in der Pubertätsphase lagen, welche für Veränderungen aller Art geradezu berühmt ist...

Vielleicht, und ich betone VIELLEICHT, sehen deine Wünsche und Vorstellungen nochmals 9 Jahre später ganz anders aus... So war es jedenfalls bei mir. Ich musste mich, in Anpassung an äussere Lebensumstände, vom grenzenlosen Optimist zum trockenen Realist entwickeln. Das von mir weder gewollt noch geplant, es entwickelte sich einfach...

Ich hab natürlich keine Ahnung, wie du in 9 Jahren denkst. Aber mit Bestimmtheit kann ich behaupten, nicht genau gleich wie heute. Denn das einzig Sichere im Leben, ist die stete Veränderung, und diese meist ungewollt :)D

Wie siehst DU dich in 9 Jahren?

A"beTndbxrot


Wie soll man deine links bezeichnen Volltreffer oder Eigentor.

Ich schrieb doch, dass ich eben nur unzulängliche Informationen gefunden habe, dass das, was ich hier gepostet habe, das einzige ist, was ich gefunden habe und daher auf der Suche nach fundierten Informationen.

Hätte ich mich mit dem, was da steht, zufriedengegeben, hätte ich wohl kaum hier gepostet.

Wenn diese Fragen einigermaßen beantwortet sind, dann kann man aus meiner Sicht in eine weitere Diskussion einsteigen.

Ich frage ja gerade nach wissenschaftlich fundierten Informationen. Dass ich solche hier "diskutieren" will, habe ich doch gar nicht geschrieben. Alles weitere, was hier in dem Thread (und in dem anderen) steht, sind bloß Antworten auf Frage, die auf ein (Un- ) Verständnis meines persönlichen Anliegens abzielten. Speziell in diesem Thread war das aber nicht von mir initiiert.

Wobei im bisherigen Faden Beschreibungen zu finden, die in einem Widerspruch zu sich selbst stehen.

Es mag sein, dass ich irgendwo etwas geschrieben habe, was scheinbar nicht mit etwas anderem zusammenpasst. Ich wüsste jetzt nicht, was genau das wäre, aber ich bin nicht unfehlbar und es ist durchaus möglich, dass ich einmal ungenau formulieren. In der Regel hilft es, wenn man, wenn etwas unverständlich ist, nachzufragen.

A\bendAbrot


Wie siehst DU dich in 9 Jahren?

In Anbetracht der Tatsache, dass ich, wie ich auch geschrieben habe, z.B. durch die Pubertät, welche ja gerade eine Phase ist, in der sich normalerweise besonders viel verändert, keine wirklich wesentlichen Veränderungen meines grundsätzlichen Erlebens erfahren habe (ich schrieb: ich fühlte mich "danach" im Grunde mehr oder weniger so wie "davor"), schätze ich, dass sich, was Beziehungsmuster, emotionale Bedürfnisse usw. angeht, wahrscheinlich wenig tun wird.

Ich weiß es selbstverständlich auch nicht. Aber ich kann mit einiger Sicherheit darauf spekulieren, dass ich, zumindest, was diese Bereiche angeht, relativ "stabil" bin. Dass ich mich, gerade was meine sozialen Bedürfnisse, angeht radikal ändern werde, nehme ich jedenfalls nicht an, ich könnte mir schlicht nicht einmal vorstellen, wie ich z.B. eine Partnerschaft gestalten sollte, ich wüsste damit tatsächlich nichts anzufangen. Erst recht sehe ich deshalb nicht, warum ich eine wollen sollte.

Agbendb'roxt


Wie dem auch sei, ich würde jedenfalls, wenn sich die Möglichkeit böte, jetzt die jetzt gewünschten Verhältnisse zu schaffen (also die Erregbarkeit loszuwerden), diese nutzen und nicht jahrelang warten, ob sich, auf wenn ich keinerlei konkrete Hinweise darauf sehe, eventuell meine Wünsche gravierend ändern könnten. In anderen Bereichen würde mir das auch nicht einfallen und dieser ist für mich ziemlich klar (da ich eben, wie gesagt, auf sozialem und emotionalem Gebieten ungewöhnlich - im Vergleich zudem, was ich von anderen mitbekomme - konstant erlebe).

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