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Süchtig nach Pornos -- was tun? ? ?

eFlfeJnladxy hat die Diskussion gestartet


Gestern habe ich per Zufall erfahren, dass mein Freund seit mehreren Jahren regelmässig Pornos guckt und regelrecht süchtig danach ist. Ich habe ja grundsätzlich nichts gegen Pornos, auch wenn dies nicht gerade meine Welt ist, aber ich bin nun doch sehr verletzt, dass er die ganzen Filme mir vorzieht...bei uns läuft im Bett nämlich seit geraumer Zeit so gut wie nichts mehr, obwohl ich ihn vermehrt darauf angesprochen habe, dass mir die körperliche Nähe in unserer Beziehung fehlt resp. was ich mir wünschen würde etc. Er sagte dann oft, "er brauche das halt nicht" etc., und ich fand das zwar schade, habe es aber so gut als möglich akzeptiert... Und jetzt das....ich liebe ihn über alles, aber dennoch fühle ich mich, als ob er mich die ganze Zeit über betrogen hätte... Offenbar ist er durch den Konsum der Filme völlig überreizt und hat überhaupt keine Lust mehr auf realen Sex....und reagiert deshalb weder auf sexy Kleidung noch auf Verführungsversuche meinerseits. Er sagt, er merke, dass die Filme ihm nicht gut tun, und er wolle davon wegkommen, da er mich liebe und ihm unsere Beziehung sehr viel bedeute.

Was kann ich tun, damit sich unsere Beziehung wieder "normalisiert", KANN ich überhaupt etwas tun oder muss er das alleine schaffen? Oder braucht er Hilfe von aussen?

Antworten
M^yToo}l


Hallo

Versuche doch einmal, mit ihm eine Art zeitliches Abkommen zu schliessen, was die Filme, resp. das Anschauen betrifft. An dieses Abkommen MUSS er sich dann halten, wenn nicht, würde ich an Deiner Stelle zur Gegenoffensive übergehen ;-) (Quasi, drohe ihm sonst, Du würdest Dir Deine Wünsche und Befriedigung anderswo suchen)

Wie oft schaut er denn diese Filme? Täglich? Wöchentlich?

Ihr könntet Euch ja zB. auch auf ein gemeinsames Anschauen 1x pro Woche einigen.

Grüessli

M-ar,tion


Pornografie kann zur Sucht führen, ähnlich die eines Heroinabhängigen und eines Alkoholikers. Es kann sogar noch schlimmer kommen, denn die gesehenen Dinge bleiben im Kopf - dauerhaft. Während bei Drogenabhängigen der Stoff die Wirkung verliert.

Auch wenn es in unserer Gesellschaft verharmlost und akzeptiert würd, schau bitte mal in entsprechende Studien über Pornokonsumenten. Da gibt es massiven Therapiebedarf.

Vermutlich werden das die meisten Süchtigen sich nicht eingestehen, aber das kennt man schon von Alkoholikern und Heroinabhängigen. Die haben auch immer alles unter Kontrolle. ;-)

L(usc6hi-00x7


Er sagt, er merke, dass die Filme ihm nicht gut tun, und er wolle davon wegkommen, da er mich liebe und ihm unsere Beziehung sehr viel bedeute.

Das ist ja schon ein guter Ansatzpunkt.

Ihr könntet Euch ja zB. auch auf ein gemeinsames Anschauen 1x pro Woche einigen.

Das würde ich auch befürworten.

Wenn der gemeinsame Sex wegen dem übermäßigen Pornokonsum deines Partners leidet, dann ist doch schon Gefahr im Verzuge für eure Beziehung.

Ich plädiere da sogar für völligen Pornoentzug (oder eben 1x gemeinsam), so hart das auch ist. Er hat dir ja zugesagt, dass er davon wegkommen will.

Also: alles Pornomaterial verschliessen/vernichten. Auch kann in dem Internetrouter ein Filter aktiviert werden, welcher den Aufruf von Pornoseiten nicht erlaubt.

M@artxion


Das würde ich auch befürworten

Ich nicht, denn damit macht man ihn doch nur wieder heiß auf das Zeug. Kopfkino ist angesagt. Kompletter Entzug, damit der nicht weiter zwei Leben lebt und die Realität ausblendet. Wenn er dann auch am streicheln Spass hat, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch das der Rest sich auch wieder legt.

LKusch:i-0x07


- gemeinsames Anschauen -

Das ist etwas ganz anderes als alleine anschauen.

Gemeinsames Anschauen läuft so:

Erst gucken, dabei gegenseitiges Streicheln, nach einer Weile ist sowieso unwichtig was da auf dem Bildschirm läuft, für so etwas ist dann keine Zeit mehr ;-)

e-l{fenlaYdxy


Erst mal danke für eure Antworten... @:) :)*

Ihr könntet Euch ja zB. auch auf ein gemeinsames Anschauen 1x pro Woche einigen.

So etwas haben wir auch mal überlegt, schon vor längerer Zeit mal. Er meinte, es habe ja gar nichts mit mir zu tun, dass er sich diese Dinge anschaut, und ich versuchte, dies zu verstehen. (Obwohl, als Frau fühlt man sich glaub' einfach betrogen/minderwertig, wenn der Partner sich zusätzlich (oder eben nur...) Pornos reinzieht.) Ich fand dann auch, dass wir das gerne mal tun können, gemeinsam gucken und schauen, was passiert, und dass es mir dann ja vielleicht auch gefallen würde. Aber schlussendlich haben wir das dann doch nie gemacht, und jetzt habe ich ehrlich gesagt keine Lust auf sowas.... :°(

Ich meine, ich möchte ihm die Pornos ja auch nicht verbieten, das kann ich gar nicht, denn wenn er gucken möchte, tut er es sowieso. Und es könnte ja ein Stück weit auch eine Bereicherung sein für's gemeinsame Sexleben. Aber wenn's dann nur noch die Filme sind....dann muss er sich wohl entscheiden....

Quasi, drohe ihm sonst, Du würdest Dir Deine Wünsche und Befriedigung anderswo suchen

Ich habe ihm zu erklären versucht, dass die meisten Seitensprünge daraus entstehen, dass ein Partner unzufrieden ist.... Drohen mochte ich nicht, ich liebe ihn ja doch... Er war dann schon etwas, hm, kleinlaut und meinte, nein, das wolle er schon nicht....

h1elix_ po,ma;tixa


Ihr seid ja schon auf dem richtigen Weg, weil ihr darüber gesprochen habt und euch einig seid, dass es nicht gut läuft.

Nur dürft ihr jetzt nicht den Fehler machen und alles in Sande verlaufen lassen, weil keine Taten darauf folgen. Ihr müsst euch also überlegen, welche Schritte ihr unternehmen könnt, um von den Pornos wegzukommen. (zumindest bis zu einem gesunden Konsum)

Aber da ist er gefragt, wozu er bereit wäre.

Da könnt ihr verschiedene Ideen sammeln und euch überlegen, wie du ihn unterstützen kannst.

Vielleicht nur bestimmte Tage festlegen, wann er Pornos sehen "darf", oder nur jeden zweiten Tag. Und die Abstände dann langsam erweitern.

h^ellix jpomatixa


Wenn wirklich von einer Sucht die Rede ist und er alleine nicht dagegen ankommt, wäre professionelle Hilfe vieleicht nicht schlecht. :-/

eMlfe.nl;adxy


Da könnt ihr verschiedene Ideen sammeln und euch überlegen, wie du ihn unterstützen kannst.

Wenn wirklich von einer Sucht die Rede ist und er alleine nicht dagegen ankommt, wäre professionelle Hilfe vieleicht nicht schlecht.

Ja, das müssen wir jetzt wohl herausfinden, ob wir dies gemeinsam tun können, von mir aus auch eine Paartherapie oder sowas. Obwohl wir für so etwas schon noch recht jung sind... ;-)

Oder ob ich ihm da nur im Weg bin, wenn er davon wegkommen möchte.

Schwierig finde ich eben auch, wie ich mich jetzt ihm gegenüber verhalten soll. Ich möchte einerseits Verständnis zeigen, schliesslich hat er ja selbst gemerkt, dass es ihm nicht gut tut, wenn er zu viele solche Filme schaut. Und gleichzeitig muss ich ihm wohl so deutlich wie möglich zu verstehen geben, dass es so nicht weitergehen kann. :°(

Oder?

Tohe Drexamer


Also wenn es ein Suchtproblem ist, dann ist das kein Fall für eine Paartherapie, sondern alleine sein Problem. Das musst Du dann wie Alkoholabhängigkeit oder Spielsucht sehen.

Dass sich das auf Eurer Liebesleben auswirkt, widerspricht dem nicht, denn die Gründe dafür liegen auf der Hand (bzw. in der Hand ;-) ), und zwar wegen der Reizüberflutung und des bereits gestillten Hungers. Desweiteren wirken sich andere Suchtprobleme ja auch irgendwann auf die Beziehung aus.

B8auch lBar$t Brixlle


Nach England umziehen. Da gibt es nicht an jeder Ecke Pornos.

e)lfexnlady


@ The Dreamer:

Da hast Du natürlich vollkommen Recht.... :)^

Und gerade deshalb bin ich ja so unglücklich :°( Auch nimmt es mich mit, dass es mir während den drei Jahren, die wir nun zusammen sind, nie aufgefallen ist......resp. dass er bisher immer eine Ausrede erfand, wenn er keine Lust auf Sex hatte....

Pornos waren zwar vor ca. einem Jahr schon mal ein Diskussionsthema bei uns, aber damals dachte ich "das ist einfach so eine Phase, das legt sich dann bei ihm schon wieder." Und ich hätte nie gedacht, dass er das schon seit Jahren tut....klar, mal mehr, mal weniger, zeitweise auch gar nicht, hat er mir gesagt. Und doch....

Wenn ich jetzt eine vollkommen unattraktive Frau wäre oder Sex total ablehnen würde, dann könnte ich irgendwie nachvollziehen, dass er das anderswo kompensiert. Aber das ist (gemäss Aussagen meiner Freundinnen... |-o) nicht der Fall, und ich habe sehr oft Lust oder das Bedürfnis, ihm nahe zu sein, und er weist mich dann ab....

Aber er hat jetzt gemeint, er möchte es jetzt wirklich mal eine Zeit lang ganz sein lassen und sich wieder mehr auf mich konzentrieren. Klingt eigentlich ganz gut, und doch versteht er glaub' nicht ganz, weshalb mich diese Sache so verletzt.

T)he DrFeacmer


Also wie gesagt, es wäre etwas anderes, wenn es an Eurem Sex / Deiner Attraktivität liegen würde und er sich deswegen *ab und zu mal* ein Filmchen reinziehen würde.

Ohne Details zu wissen, kann man das doch ausschließen. Denn dann würde er Dich doch nicht abweisen oder warten lassen. Deswegen würde auch gemeinsames Ansehen nichts bringen.

Also nach Dir keine Vorwürfe. Es hat auch nichts, wie Du oben schriebst, mit Fremdgehen zu tun. Na ja, kaufen kannst Du Dir dafür jetzt auch nichts. Hmm.

Auf jeden Fall muss sich etwas ändern, denn auf Dauer hält das Eure Beziehung nicht aus. Ich meine, nicht nur übermäßiger Pornokonsum, sondern auch schon das normale Abendprogramm stumpfen doch ab. Ich hätte heute schon Probleme, meine Kinder nach 22 Uhr Privatsender sehen zu lassen, sofern ich welche hätte. In jeder Werbepause (und oft auch dazwischen) bekommt man eingetrichtert, dass Frauen "dauergeil" sein müssen, etc. Das ist das gleiche wie mit Gewaltspielen und -filmen.

Ein gesunder Mensch vermag das zu trennen, Dein Freund irgendwie nicht. Er verliert langsam aber sicher den Bezug zur realen Welt. Also unternehmt was, bevor er irgendwann beziehungsunfähig wird.

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