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Warum kann ich nicht treu sein?

I>schtxar


aber ich will es wissen. Ich möchte nicht ein völlig falsches Bild von meinem Partner haben. Ich möchte nicht nur glauben, dass er treu ist.

Meine Güte, das klingt ja wirklich, als würde ich Nachspionieren befürworten. {:( Nee, so ist es nicht gemeint.

Ich meinte damit nur, dass ich keine Absprache in dem Sinne "Mach was du willst, aber sag es mir nicht!" treffen würde.

S(nTookexy


PS: du kannst NIE wissen, ob du wirklich die Nr 1 für deinen Mann bist, aber darüber könnte man endlos diskutieren... letztlich weiß es nur dein Menne: D

@ Bizzy Com:

Das oben zitierte richtete sich zwar an Claudsia, aber ich antworte trotzdem mal:

Ich bin der Meinung, dass man schon wissen kann, ob man die "Nr.1" ist oder nicht. Wenn man in einer Beziehung lebt, in der offen über ALLES gesprochen wird, dann weiß man auch, ob man die "Nr.1" für den Partner ist oder nicht.

Es kommt natürlich darauf an, wie man darüber redet und wie ehrlich man dabei ist (vielleicht lügen auch einige um den Partner nicht zu verletzen). Ich kann von mir selbst aber behaupten, dass ich meinem Freund in der Hinsicht immer ehrlich sage, was ich denke und genauso macht er es auch. Wir beide haben kein Problem damit, wenn wir zusammen unterwegs sind und dann einer von uns sagt: "Man, sieht die/der geil aus!" und damit eben nicht der eigene Partner gemeint ist.

Cxla[udEsixa


bizzy com, was hab ich denn nicht beantwortet?

Ich bin die Nummer 1 für meinen Mann, das weiß ich, wenn ich das nicht mehr bin, ist die Ehe wohl bald zu Ende.

Nein, halt, ich muss es anders sagen, Frauentechnisch gesehen bin ich die Nummer 1 für meinen Mann, dass seine Arbeit und anderes vorgeht, hab ich desöfteren schon geschrieben aber das ist ein anderes Problem.

Und was genau wolltest du denn noch wissen?

ristretto, das hat nichts mit Ungeduld zu tun. Zufriedenheit ist mir zu wenig, denn ich möchte nicht dasitzen und sagen, schau, das hab ich alles, ist das Leben schön, jetzt kann ich in Frieden sterben.

Meine Wünsche sind klar umrissen, denn Perfektion gibt es in meinen Augen nicht und wird nie erreicht.

Vielleicht denke ich aber auch zu sehr wie ein Künstler, denn irgendwo bin ich eben einer, und das Streben nach Perfektion ist das A und O eines Künstlers, ein mittelmäßiges Buch, ein mittelmäßiges Bild, eine mittelmäßige Aufführung und ein mittelmäßiges Musikstück ist zu wenig, es muss überirdisch sein, dann ist es richtig...

Ich denke, dass der Idealzustand auf Dauer einfach langweilig ist. Freilich kann man mal innehalten und sagen, Augenblick verweil, du bist so schön, aber ich bin so froh, dass ich mich auf so viele Dinge noch freuen kann, die ich in meinem Leben noch vorhabe.

Einen Wunsch nach dem anderen hake ich ab, ein paar hab ich schon, ein paar fehlen noch, ein paar werde ich nie kriegen, auch kein Problem, mein Leben ging andere Wege.

njyl7onkittxel


ich glaube das ist ganz einfach eine veranlagung.

bei meiner frau ist es genauso. ich dachte, als wir zusammengezogen sind, sie würde sich ändern. aber nach einiger zeit war es das gleiche wie vorher. sie braucht dann noch einen anderen. mittlerweile weiß ich, daß sie auch vor mir schon immer zwei, oder auch drei männer hatte.

K"üsjs}erXin


Nele

Kann es sein, dass es für dich der Reiz des Verbotenen ist? Das könntest du dann ja auch versuchen mit deinem Partner auszuleben, indem das Verbot nicht im Fremden besteht, sondern im Ort oder Praktik oder was auch immer...

n`ylon;kittxel


küsserin,

das kannst du vergessen. ich habe ja geschrieben, daß meine frau genauso ist. ich habe schon alles mögliche versucht. von verbotenen orten angefangen bis zum dreier (mmf). das nützt nichts. wer so veranlagt ist, braucht immer wieder neue nebenher.

N$ordNmann0x8


wer so veranlagt ist, braucht immer wieder neue nebenher.

das sehe ich auch so.

Er oder sie braucht aber nur so lange "neue nebenher", bis er oder sie was anderes B R A U C H T, z. B. eine dauerhafte stabile Beziehung mit einem Partner ohne Affären nebenher.

Menschen können sich ändern.

Menschen ändern sich aber nur, wenn sie es wirklich W O L L E N. Und von dort aus ist es noch ein ziemlich langer Weg, bis sie auch wirklich etwas ändern K Ö N N E N.

Menschen ändern sich nicht, wenn einer meint, ein anderer müsse sich ändern. Aber genau das begegnet mir ganz häufig im Leben: Menschen versuchen andere Menschen zu ändern, ohne zu Fragen, ob der, den sie verändern wollen, die Veränderung auch will.

S\noogkxey


Kann es sein, dass es für dich der Reiz des Verbotenen ist? Das könntest du dann ja auch versuchen mit deinem Partner auszuleben, indem das Verbot nicht im Fremden besteht, sondern im Ort oder Praktik oder was auch immer...

Wenn es so ist, dass es einen immer wieder reizt, Sex mit anderen Männern zu haben, dann lässt sich dieses Verlangen nicht durch irgendeinen Ersatz befriedigen.

Blödes Beispiel, aber wenn ich einen Swimmingpool möchte, bin ich auch nicht zufrieden, wenn man mir als Ersatz 20 Plantschbecken gibt...

t&ontxch


Zufriedenheit ist mir zu wenig,

Es gibt nur Zufriedenheit oder Unzufriedenheit.

Dazwischen liegt nix.

tJonxtch


Ristretto

Mit dem was man hat zufrieden zu sein, ist der Schlüssel zum persönlichen Glücklichsein.

:)^ B I N G O :)^

R istOrettxo


bei meiner frau ist es genauso. ich dachte, als wir zusammengezogen sind, sie würde sich ändern

Vergiss das, wer einmal nicht weiss, wohin er gehört, der weiss es auch das nächste Mal nicht :)D

CHlauxdsia


Gott sei Dank ist mein Leben reicher als deins, tontch...

ich hab Sehnsüchte, Zufriedenheit, Unzufriedenheit, Höhen, Tiefen, Ehrgeiz, Träume, Unglück und Glück!

Ich kann manchmal fliegen.

Und auf nichts davon möchte ich verzichten. :)^

t0ontxch


Liebe Claudsia

Gott sei Dank ist mein Leben reicher als deins, tontch...

;-) Das kann ich leider auch nicht so stehen lassen. :=o Nicht weil ich das letzte Wort haben will, aber: Mein Leben war mehr als ein e i n z i g e s Auf und Ab. Und eine Schreiberin hier im Forum kennt in Umrissen meinen Lebenslauf. Das reicht ihr zuhauf. 8-)

Aber wenden wir uns dem wichtigsten Thema im Leben zu: Schreiben im med1-Forum ;-D

CElauds;ia


Nicht weil ich das letzte Wort haben will

Kriegst du eh nicht :-p

f,inalteSmpta.ti6oxn


"Fremd" gehen - Versuch einer Ketzerei

Wenn ich das hier alles so lese, dann sieht es für mich wie eine typisch "deutsche" Diskussion aus: Das, was nicht in den allgemeinen Konsens passt, wird als "krank" oder "schuldhaft" ausgegrenzt. Den meisten fällt es leicht, den Finger auszustrecken und mal eben lässig "schuldig" zu murmeln, gern auch nach dem Motto "es geht mich ja nichts an, aber..."

Viele Probleme ließen sich viel einfacher lösen, wenn die Leute den Blick von vermeintlicher "Schuld" abwenden würden, um sich auf Problemanalyse und konstruktive Lösungsversuche zu konzentrieren. Vor allem im Bereich der so genannten "Moral".

Leider aber sind die meisten Menschen in unserer Gesellschaft so gepolt, dass sie sich sogar selber in die Schuldigen-Ecke stellen, sobald sie "aus der Reihe" fallen.

@Nele:

Du leidest, weil Du Dich schuldig fühlst wegen Deinen Trieben/Gelüsten/Bedürfnissen. Du leidest aber auch, wenn Du sie nicht auslebst. Ein Scheiß-Dilemma, ich kenne es aus eigener Erfahrung.

Dazu möchte ich mal ein paar ketzerische Gedanken mit ins Spiel bringen, getreu dem philosophischen Motto, alles in Frage stellen zu dürfen.

Wenn jemand Dein Verhalten oder auch nur Deine Wünsche als "Betrügen" bezeichnet, fällt der/diejenige damit schon ein negatives Urteil, denn das Wort "betrügen" bezieht sich eigentlich auf eine Straftat. DOCH WER HAT DAS RECHT, EINE GEFÜHLSBESTIMMTE HANDLUNG EINES ANDEREN MENSCHEN ABZUURTEILEN? - Richtig, niemand.

Dir wird gesagt, Du bist scharf auf immer wieder einen neuen Kick, weil Du angeblich geringes Selbstbewusstsein hast.

Aber was ist mit den "Treue"-Predigern? Haben nicht gerade sie ein geringes Selbstbewusstsein, weil für sie sofort die Welt (und ihre Partnerschaft) zusammenbricht, wenn es da Sex mit jemand anderem gibt? Ist es nicht ein bisschen wenig, wenn körperliche Treue in ihrer Partnerschaft soooo wichtig ist? Was ist denn dann im Zentrum dieser Partnerschaft? Eine Regelgemeinschaft, die den Beteiligten bei Androhung von Konsequenzen ihr Verhalten vorschreibt? Welchen Sinn hat sowas? Sollte eine Partnerschaft nicht eher positiv definiert sein, d.h. nicht über etwas, was man nicht darf, sondern über etwas, was für beide Zugewinn und Entwicklung bedeutet?

Kein Mensch hat das Recht, für jemand anderen zu bestimmen, was wahre Liebe oder wahre Partnerschaft ist. Liebe kann auch bei einem One-Night-Stand vorhanden sein, vielleicht nur für ein paar Stunden. Wer will das denn beurteilen außer den Beteiligten selber?

Und Liebe kann ich auch für mehreren Personen empfinden, vielleicht bei einigen auf körperliche Lust begrenzt, aber warum sollte das falsch sein? Menschen, die Sex miteinander haben, ohne sich direkt zu verbinden, tuen sich doch etwas Gutes. Besser als sich auszurauben, wegzudrängeln, zu übervorteilen. In unserer vom Konkurrenzdenken geprägten Gesellschaft sollte man ein derartiges Verhalten eher fördern...

"Treue", vor allem körperliche, wird gern gefordert, aber leider nie in Frage gestellt. Wo aber kommt das Konzept her? Welchen Sinn macht es (vor allem heute)? Ist es überhaupt unserer natürlichen Prägung gemäß?

"Eifersucht" ist meiner Meinung nach die Kehrseite der Medaille "Liebe" und ist eine Negativhaltung, die absolut gar nichts positives an sich hat oder bewirkt, sondern nur zerstören kann und deshalb meiner Meinung nach indiskutabel ist. Eifersucht kommt aus dem Besitzdenken, doch wenn ich selbstlos liebe, will ich nicht besitzen. Schon Buddha wusste, dass aus Besitzwunsch nur Leid entsteht, weil der Besitzgierige Verlust nicht ertragen kann.

NELE: Wenn Du so bist wie Du bist, dann gehört das erstmal zu Dir, es ist Deine Integrität, und Du wirst immer ein Verlangen danach spüren, Deiner Integrität gemäß zu leben. Niemand hat das Recht, Dich oder Dein Verhalten deshalb zu verurteilen, schließlich willst Du niemanden vorsätzlich verletzen. Ich erinnere mal an die Generationen von Homosexuellen (Homosexualität war in deutschland bis in die 1970er Jahre strafbar!) - was mussten die leiden, zu fühlen wie sie fühlen, und dabei pauschal Ablehnung und Ausgrenzung erfahren. Widernatürlich, Sünder, Verbrecher - weil sie waren wie sie waren. Ich glaube, jeder Mensch sollte sich um Harmonie mit sich selbst, um körperliche, geistige und seelische Integrität bemühen.

Die zweite Frage aber ist natürlich, ob Dein Verlangen Dir selbst auch was Gutes bringt, zum Beispiel Genuss oder Befriedigung, ob Du, während Du so bist, Dich eigentlich wohl fühlen würdest, wenn z.B. Dein Partner das akzeptieren und nicht darunter leiden würde. Wenn es das nämlich nicht bringt, sondern Du nur jagst um der Jagd willen, dann hast Du wirklich ein Problem, um das sich professionelle Menschen kümmern sollten.

Sollte aber Befriedigung und persönliches Wohlempfinden mit Deiner Jagd einhergehen, ist es tatsächlich ein Teil von Dir und damit auch Dein natürliches Recht, entsprechend zu leben. Das heißt nicht, dass das immer so bleiben muss, jeder Mensch kann auch seine Bedürfnisse ändern, bewusst oder unbewusst, doch das Recht dazu und die Entscheidung darüber sollte jede/r autonom, unbeeinflusst, treffen.

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