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Mein Freund hat immer Lust, es verringert sich nie

Dher kl)eine Pxrinz


Jürgen

das ist keine einfache lösung, überhaupt nicht!

nichts im leben ist schwerer als gehen. man weiss, welche schönen seiten man damit aufgeben wird, man weiss nicht was kommt, schließlich kann man vom regen in die traufe kommen. man weiss, dass man zunächst durchhängen wird, man weiss nicht, wie lange die durchhängphase dauern wird ... .

viele gründe zu bleiben! niemand weiss das besser als ich.

und trotzdem steht nach meiner ganzen lebenserfahrung eines fest: immer im regen leben ist zutiefst frustrierend. gleichzeitig muss klar sein, dass, auch falls sich der alte, annähernde gleichgewichtszustand, wieder einstellen sollte, es nicht mehr so sein wird wie vor der krise. die wunden, die die krise geschlagen hat, sind zu tief, sie lassen sich nur oberflächlich schließen.

ein paar, das sexuell nicht gut zusammenpasst, hat langfristig keine chance. es ist ja nicht nur so, dass du unglücklich bist, weil du nicht genügend sex bekommst, vielleicht auch nicht DEN sex bekommst, den du dir wünscht, sondern deine partnerin ist ja ja in gleichem maße unglücklich, weil sie dir nicht geben kann was du brauchst UND weil sie sich laufend bedrängt fühlt.

in so einer konstellation ist nicht nur einer von beiden immer in gefahr, in einem neuen partner endlich das zu finden, was er braucht, sondern das gilt dann für beide partner.

die wahrscheinlichkeit, dass irgendwann für einen von beiden der "richtige" partner auftaucht liegt bei 100%!

das heisst, die beziehung wird zerbrechen, das ist sicher, es ist lediglich eine frage der zeit.

nach meiner erfahrung ist das leben leider zu kurz um sich sagen zu können, "egal, ich bleibe eben so lang, bis sie geht oder bis ich einen passenderen partner gefunden habe."

diese jahre des wartens und hoffens, sind unwiederbringlich verlorene jahre, und VOR ALLEM sind es jahre, in denen du ja nicht glücklich gelebt hast sondern durch entbehrungen ausgebrannt worden bist.

wie annalena sagte: <<

Entweder es paßt oder es paßt nicht - du kannst einen Menschen nicht so umformen, dass es paßt.

(Furchtbar altbekannt und banal - aber leider immer wahr!) <<

so ist es! das einzige was du machen kannst, ist deine bedürfnisse zurücknehmen, warten, hoffen, leiden. aber du kannst nicht deine frau ändern.

J3ürtgenx M


@Luca-s-81

Die Phase in der ihr euch befindet hatten wir auch nachdem das Problem aufgetaucht ist. Sie hat sich damals sogar schon unter Druck gesetzt gefühlt, wenn ich mich selbst befriedigt habe. Damals war die Theorie, dass wir zuviel kuscheln würden und die andauernden Zährtlichkeiten bereits ihr Bedürfnis nach Sex stillen würden. Also haben wir sämtliche Zährtlichkeiten eingestellt und gewartet, bis sie wieder Lust auf Sex bekommt. Nach einem halben Jahr war unsere Beziehung dann fast am Ende. Es hat dann eine ziemliche Kraftanstrengung gekostet die Beziehung zu retten. Inzwischen wissen wir übrigens, dass ein gestörter Hormonspiegel zumindest ein Teil der Ursache ist. Allerdings sind die Nebenwirkungen einer Behandlung so gravierend, dass ihr Arzt davon abgeraten hat. Wäre ja mal eine Sache, die ihr testen könntet.

Die zweite Frage, die ihr klären solltet, ist, ob sie keine Lust hat, oder ob sie keine Lust auf Dich hat. Befriedigt sie sich selbst? Gibt es Dinge, die sie erregen? Damals bei meiner Freundin war es so, das sie aufgehört has sich selbst zu befriedigen und sogar von Fernsehsendungen, in denen über sexuelle Themen berichtet wurde, genervt war.

Da ist es ja logisch dass ich dann mitmache bevor ich nochmal ein paar Wochen warten muss.

Auch das kenne ich nur zu gut. Aber leider führt das zu verdammt schlechtem Sex! Und das wiederum verringert die Bereitschaft es wieder zu tun.

Aber unter Umständen ist die Theorie ja auch falsch. Wenn Du sie abweist, weil Du keine Lust hast, wird sie ja nicht erst in ein paar Wochen wiederkommen. Ihre Lust ist ja nicht befriedigt worden. Also wird sie es nach einer kurzen Zeit wieder versuchen. Wenn Du dann mehr Lust hast, wird es für beide Partner auch deutlich besser werden. Und zusätzlich wird ihr Eindruck korrigiert, dass Du ein nimmersattes immer verfügbares Sexobjekt wärst.

K~uWrt


Jetzt liegt das Problem dadrin, dass er sich nach 2 1/2 Jahren nicht vorstellen kann, wieso ich es "auf einmal" nicht mehr möchte, weil ich es doch "früher" auch gemocht habe

Aber da kann man doch gut argumentieren, denn man verändert sich ja mit der Zeit.

Nun ist nur noch zu erklären, warum so plötzlich.

Und da musst Du ihm sagen, dass es erst ein wenig gestört hat, dann ein wenig mehr, dann noch ein wenig mehr ... Du hast gedacht, dass ist eine Phase, das geht wieder, aber es wurde eben immer mehr ... bis es jetzt so viel stört, dass es Dir die Lust nimmt, also selbst wenn der Moment gar nicht so falsch wäre, um in Stimmung zu kommen, macht Dir so eine Aktion alle Lust kaputt.

Und das ist der Moment, wo Du es ihm auch sagen musst ... also genau jetzt.

Es sieht nach einem plötzlichen Sinneswandel aus, ist aber ein schleichender Prozess mit einem "Schwellwert", wird der erreicht, dann reagierst Du eben damit, dass Du ihn bremst ... denn Du willst ja auch nicht, dass seine Zärtlichkeiten und Neckereien, Deine Lust zerstören.

Dann muss er eben auf weniger direkte (zielgerichtete) Zärtlichkeiten und Neckereien umschwenken ...

Die Grundtendenz, dass Du Zärtlichkeiten und Neckereien insgesamt magst, geht dabei ja nicht verloren ... es ist die Häufigkeit, und diese Beschränkung auf Deine primären und sekundären Geschlechtsteile (bzw. auf die "Einschaltknöpfe"), die Dir Unlust macht ...

J*ürgexn M


@Der kleine Prinz

So ganz kann ich Dir nicht zustimmen. Unsere Beziehung ist abgesehen vom Sex sehr gut. So habe ich in der 1. Phase wirklich mal meine Fühler ausgesteckt und mal geschaut, ob es noch andere Frauen draußen in der Welt gibt. Und dann habe ich mir überlegt, ob ich sie gerne eintauschen würde. Dabei ist mir erschreckenderweise aufgefallen, dass ich keine Frau aus unserem Umfeld, die ich besser kenne, gegen meine Partnerin eintauschen würde. Lediglich bei weitgehend Fremden, von denen ich nicht die negativen Eigenschaften kannte habe ich darüber nachgedacht. Das hat mich dann etwas nachdenklich gemacht. Und vor allem ist seltene Lust bei Frauen ein recht verbreitetes Problem, über das viele Männer klagen. So ist die Chance vom Regen in die Traufe zu kommen verdammt hoch.

Und insgesamt befinden wir uns auf dem Weg der Besserung. Wir haben sehr intensiv an unserem Problem gearbeitet und eine Menge Lösungsansätze erarbeitet und ausprobiert. Von daher bin ich recht zuversichtlich, dass es sich wieder auf ein akzeptabeles Maß steigern wird. Und weiterhin muss ich auch sagen, dass seltener guter Sex mir mehr bringt als tägliche Nullnummern.

Solange ich mich eigentlich ganz wohl in meiner Beziehung fühle kommt eine Trennung nicht in Frage. Wenn allerdings unserer momentane Besserung nicht dauerhaft seien sollte, werde ich wahrscheinlich auf Deinen Vorschlag zurückkommen.

D,er klein@e Prinxz


{z]Und vor allem ist seltene Lust bei Frauen ein recht verbreitetes Problem, über das viele Männer klagen. So ist die Chance vom Regen in die Traufe zu kommen verdammt hoch. <<

seltene lust bei frauen halte ich für nicht signifikant häufiger als bei männern.

die wahrscheinlichkeit vom regen in die traufe zu kommen ist ziemlich hoch, das sehe ich auch so. allerdings ist es nicht ausgeschlossen, DIE perfekte partnerin zu finden, im gegenteil, die gibt es! man muss sie nur finden und dazu leider auch einige fehlversuche in kauf nehmen. aber so jede siebente bis zehnte passt dann doch ;-D

DPer klteine^ Prinz


das sollte so sein:

Und vor allem ist seltene Lust bei Frauen ein recht verbreitetes Problem, über das viele Männer klagen. So ist die Chance vom Regen in die Traufe zu kommen verdammt hoch.

Knuxrt


ob sie keine Lust hat, oder ob sie keine Lust auf Dich hat.

Das ist wohl ein wichtiger Punkt.

Bei meiner Frau ist wohl immer noch Lust da ... aber oft, wenn sie Ruhe hat, z.B. die Kinder sind im Kindergarten.

Dann würde sie schon wollen, aber ich bin nicht da, ich bin auf der Arbeit ... und dann befriedigt sie sich auch selber.

Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass sie auf mich keine Lust hat.

D.h. vielleicht hätte sie, aber bis ich dann da bin und die Kinder sind dann im Bett, dann gibt es noch so viele Dinge, die erledigt, besprochen usw. werden müssen, sie kommt nicht zur Ruhe, bis wir zu Bett gehen ... und kaum liegt sie, ist sie auch schon zu müde.

Das ist jetzt etwas OT, aber unsere Lösung ist unsere offene Ehe, denn wenn sie einen Lover hat, dann hat sie auch sehr viel mehr Lust, statt alle 4 - 6 Wochen ist es dann 1 - 2 mal die Woche ... zuzüglich zu den Treffen mit dem Lover ...

Das ist allerdings nur für diejenigen eine Lösung, die auch eine offen Beziehung leben können und wollen.

Und natürlich muss generell noch genügend Lust da sein ...

JJürg}en M


Wenn das so einfach wäre, dann sollten doch einfach die Siebte bis Zehnte mir mal 'ne PN schreiben. Am besten mit Foto und bevorzugten Stellungen ;-D.

seltene lust bei frauen halte ich für nicht signifikant häufiger als bei männern.

Hier im Forum beklagen sich allerdings deutlich weniger Frauen als Männer über die Unlust ihrer Partner. (Luca-s-81 würde ich dabei mal als Sonderfall betrachten)

k>uckuc#ksbl!ume


mir gehen gerade so beängstigende gedanken durch den kopf. was ist wenn ich einmal heirate und irgendwann geht durch irgendwelche gründe (schilddrüse..eierstöcke........ oder sonst irgendeine ursache) meine libido verloren. was ist dann mit dem versprechen ".. bis das der tod euch scheidet". gilt das dann nicht mehr?

den gedanken find ich jetzt gerade richtig schlimm. dann ist ja der theoretische verlust der libido so etwas wie ein damoklesschwert, das drohend über der ehe hängt?

JDürgexn M


Das ist jetzt etwas OT, aber unsere Lösung ist unsere offene Ehe, denn wenn sie einen Lover hat, dann hat sie auch sehr viel mehr Lust, statt alle 4 - 6 Wochen ist es dann 1 - 2 mal die Woche... zuzüglich zu den Treffen mit dem Lover ...

Das bestätigt wieder die Theorie, dass (guter) Sex Lust auf mehr macht. Schwierig wird es da nur den Anfang zu schaffen. Vielleicht muss man sich die ersten Male einfach selbst zwingen und danach läuft es dann von selber. Soll sich ja mit dem Joggen ähnlich verhalten. Und morgen fange ich dann wirklich damit an *:).

J-ürgenx M


@kuckucksblume

".. bis das der tod euch scheidet"

Na so schlimm ist das heute nicht mehr. Normalerweise dauert eine Ehe nurnoch 5 Jahre. Und das ist doch ein überschaubarer Zeitraum. Um meist überleben beide die Ehe.

Und der Libidoverlust ist eigentlich nur für den Partner schlimm. Dir selbst wird ja nichts fehlen.

koucklucksb"lume


jürgen

es war wirklich dieser gedanke, der mir vorhin durch den kopf ging.

da verspricht man sich ein leben lang zusammen zu bleiben, in krankheit und gesundheit, wie es heißt - und dann kann es sein, dass man verlassen wird. das war mir in dieser letzten konsequenz einfach nicht so bewußt. ich gehe immer davon aus, dass meine libido so bleibt wie sie jetzt ist. aber wenn sich das einmal ändern sollte... ?

ich glaube übrigens nicht, dass der libidoverlust nur für den partner schlimm ist. ich kann es nicht aus eigener erfahrung sagen aber ich habe schon von einigen frauen gehört, die sehr, wirklich sehr darunter leiden, dass ihre libido sehr gering ist. ich beziehe mich auf frauen, die in einer partnerschaft leben. eine frau, die single ist, wird vielleicht wirklich nicht darunter leiden.

tdestx10


Ich habe letzte Nacht wieder einmal gemerkt, daß ich mich auf hohem Nievau beschwere. Das muß ich klar einräumen. Ich hatte Sonntagabend diesen beschriebenen Fehlversuch im Badezimmer gestartet (Samstagsmorgen hatten wir aber zusammen geschlafen) und gestern nacht hat sie die Initiative und wir waren wirklich von Mitternacht bis Morgengrauen zugange.

Dabei ist mir allerdings eines aufgefallen: ich könnte, wie einige hier, Kurt, Jürgen oder Luca, den Zustand einer längeren Abstinenz (ich spreche von einer Zeit von 3-6 Monaten) nicht mehr akzeptieren. Ich kann das sagen, weil ich es in der Vergangenheit teilweise erlebt habe und ich werde wirklich unzufrieden bis teilweise ungenießbar. Auch wenn ich mich rational gesehen noch so am Riemen reiße....

Meine Freundin sagte zu mir gestern nacht, daß ich einfach einen noch lieberen und entspannteren Eindruck mache, wenn wir miteinander geschlafen habe. Und ich habe mich wirklich vorher sehr bemüht, mich stimmungsmäßig nicht von irgendeiner Lust lenken zu lassen. Aber ich bin tatsächlich wohl ein schlechter Schauspieler. Ich bin Skorpion, ich bin leidenschaftlich, ich habe fast jeden Tag Lust auf Sex. Irgendwie habe ich auch keine Lust mehr, mich dafür zu rechtfertigen. Natürlich mag es Gründe geben, wie die Geburt eines Kindes, Krankheiten, Hormonumstellungen, die eine temporäre Unlust begründen, aber das darf keine Sache von Dauer sein. Und ich glaube weiterhin, daß Reden die Sache besser macht. Ich kann darüber reden, ob ich dirty talking mag oder welche Stellungen ich bevorzuge, aber diese stundenlangen analytischen, rationalen und liebgemeinten Diskussionen, warum einer keine Lust hat und der andere mehr haben mich letztenendes sexuell von meinen früheren Partnern immer mehr entfernt als angenähert. Das Fatale ist dann auch, daß der Partner, der tendenziell weniger Lust hat, vielleicht plötzlich einen Seitensprung hat und mit diesem neuen Menschen gibt es die besagten Probleme überhaupt nicht. Habe ich schon erlebt und möglicherweise ist es simplifiziert einfach so, daß die sexuelle Anziehungskraft bei Partnern nach einer Zeit nachläßt.

t`est=10


Sorry, wollte natürlich sagen, daß Reden die Sache NICHT besser macht.

t%estx10


Und Niveau mit ie geschrieben, wie peinlich! :-)

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