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Devot das Aktiv-Passiv Problem

TfiexU


Hallo TYPISCH Mann,

[Zitat:

1.) BDSM ist ein Labyrinth, mit Wegen die weiterführen, aber auch mit Sackgassen.

Dies ist etwas worüber man sich als erstes im Klaren zu sein hat.

Ja, aber das ist doch kein BDSM exklusiver Leitspruch. Das trifft doch nun wirklich auf jede Form von Sexualität zu…oder etwa nicht…?

Stimmt! Was anderes habe ich auch nicht behaupet.

Ich will es noch weiter versinnbildlichen, in der Hoffnung das es klarer wird.

Die normale Sexualität ist ein Wiese über die man im Sonnenschein spazieren geht und plötzlich steht man vor dieser dunklen Höhle BDSM.

(reden) Aber ist es im Falle von deSelby nicht so, dass sie gerade DAS nicht unbedingt möchte…?

Da es ihr nicht auf die Stirn geschrieben steht, wie ich vermute, wird sie es müssen. Und es nur der eine Satz "Nimm mich und mach mit mir was immer du willst" ist.

Kommunikation ist nun mal die Basis zwischenmenschlichen Verstehens. Sie kann es auch aufschreiben, wie auch immer, nur muss sie sich mitteilen.

Natürlich kann man darauf hoffen das der Partner dieses oder jenes in dem Moment tut was man gerade wünscht, aber das ist dann wohl eher ein Zufallsprodukt.

man stellt sich "einvernehmlich" eine Art Regelwerk für ein Spiel auf und "spielt" dann frei und ohne weiteres Drehbuch innerhalb den Regeln dieses Werkes

Ja.

Ich weiß was du meinst, jedoch ist BDSM, wie jede andere Form von Sexualität, kein Spiel.

Was natürlich insgesamt noch eine Möglichkeit darstellt ist, dass sie ihre Sozialkontakte auf Menschen focussiert die bereits BDSM (er)leben.

Sei es in Foren oder Chats (siehe Hinweis im obigen Beitrag von mir), oder durch den Besuch von einschlägigen Lokalitäten.

Jedoch auch hier wird sie, wenn sie auf einen verantwortungsvollen dominanten Mann trifft, immer mit der Frage ihrer Wünsche, Grenzen und Erfahrungen konfrontiert werden.

Liebe Grüße

TieU

dReSelbAy


Mitteilungen

Wünschenswert ist es sicher für Jeden, dass der Andere genau die entsprechenden sexuellen Bedürfnisse hat. Aber das ist nicht der Punkt um den es bei - wie ich vermute - vielen Devoten geht, die das Aktivitätsproblem haben.

In einer 24/7 Beziehung kann man das Problem innerhalb einer Beziehung lösen. Beim Kennenlernen ist es jedoch weiterhin ein Problem.

Ich habe keine 24/7 Beziehung und möchte auch keine. Wenn ich also Ficklust habe, dann habe ich die Wahl es zu äußern, oder darauf zu hoffen, dass er es auch so empfindet und dieses aktiv mitteilt. Wenn ich es äußere bin ich jedoch schon in der aktiven Schiene. Für mich paßt dann dann "wollen müssen" nicht mehr. Das "wollen müssen" ist mit Passivität verbunden, untrennbar. Da hilft mir auch kein Zettelchen schreiben oder ein "wie auch immer, nur muss sie sich mitteilen".

Ich denke nicht, dass es eine wirkliche Lösung für dieses Problem gibt (erst recht nicht außerhalb einer Beziehung), aber ich denke auch nicht, dass ich die Einzige bin, die dieses Problem hat. An manchen Tagen funktioniert das "Zufallsprodukt" im übrigen ganz ausgezeichnet. Aber Sexualität - unabhängig von BDSM - ist nicht jeden Tag auf einem Level.

w4ie_Ddut_mxagst


deSelby

Wenn ich also Ficklust habe, ... Wenn ich es äußere bin ich jedoch schon in der aktiven Schiene.

Du musst es ja nicht äußern, du kannst dich "anbieten", z.B. durch entspr. (weggelassene) Kleidungsstücke. Dabei bleibst du in der passiven Rolle, er kann sich "nehmen" wie es ihm beliebt oder es lassen.

A}canDtyhuriqdAa


Ich weiß was du meinst, jedoch ist BDSM, wie jede andere Form von Sexualität, kein Spiel.

Das sehe ich ganz anders. Jeder ist - mal ganz losgelöst vom Thema Sexualität - zunächst ein Mensch mit allen Rechten und Pflichten, die er nun mal so hat. Dazu gehört auch, sich an die landeseigenen Gesetze zu halten. Die sehen (bei uns in D) vor, dass jeder ein Recht auf ein selbstbestimmtes Leben hat. Dazu gehört auch der Bereich Sexualität.

Haben sich zwei auf das Spiel BDSM eingelassen und den Rahmen abgesprochen, bedeutet das für den Dom, dass er weiß, was er machen kann und was nicht. Einen Anspruch hat er jedoch nicht darauf. Sub kann jederzeit aus dem Spiel aussteigen. Dafür wurde ja sowas wie ein Safewort eingeführt. Ist das erstmal ausgesprochen, ist jede weitere Handlung vom Dom eine kriminelle Handlung im Sinne von Nötigung.

Leider sehen viele Doms das nicht ein, vor allem die männlichen. Männer scheinen überhaupt immer noch zu glauben, sie hätten einen rechtlichen Anspruch auf einen F..., wenn er ihnen von der Frau versprochen wurde.

Wäre ich Sub und mein Dom würde auf seine Rechte pochen, die er angeblich an mir hat und die ich ihm mit sofortiger Wirkung verweigere, würde ich ihm antworten: "Verklag mich doch."

T~ieU


Hallo Acanthurida,

deine Ausführungen sind unbestreitbar richtig!

Dennoch: Mal eben ein bischen Dom/dev "spielen" geht nicht.

Entweder man IST so, oder eben nicht - das war es was ich meinte das BDSM kein Spiel ist.

Bevor das nun jemand in den falschen Hals bekommt:

Ich lebe in einer BDSM-Beziehung und wir begegnen uns stets auf Augenhöhe. Mit Liebe, Hingabe und gegenseitigem Respekt.

Dennoch ist stets im Hintergrund, für Aussenstehende nicht wahrnehmbar, der besondere Aspekt unserer Beziehung vorhanden.

Sind wir allein tritt auch ausserhalb sexueller Interaktion dieser Aspekt, je nach Situation, auch mal stärker in den Vordergrund. Meine Partnerin rutscht dennoch nicht ständig auf Knien nackt herum, es sei denn ich möchte es ;-)

Auch beim Sex erleben wir nicht ständig BDSM, wir mögen beide durchaus auch ganz normalen Sex.

Es gibt Menschen die von sich sagen sie würden BDSM *leben*, wir definieren uns nicht so, auch es dem vielleicht recht nahe kommt.

Wir spielen keine Rollen - wir sind so, wir ERleben es. Weil wir beide es so wollen.

Liebe Grüße

TieU

Ajcanth(urid9a


Entweder man IST so, oder eben nicht - das war es was ich meinte das BDSM kein Spiel ist.

Na gut, in dem Zusammenhang gebe ich dir natürlich recht. Nur bezeichnen die BDSMler ihre Sessions ja als Spiel. Wahrscheinlich auch, um deutlich zu machen, dass es eben wirklich nur ein Spiel ist, aus dem jeder jederzeit aussteigen kann.

Darum sind manche Fragen, die in speziellen Foren zum Thema schon mal gestellt wurden absolut unsinnig. Beispiel: Was passiert, wenn eine Sub bei einer Sklavenversteigerung ihren Käufer absolut ätzend findet und mit dem nicht spielen will?

Na, was soll da schon passieren. Sie bricht das Spiel ab und geht nach Hause. Der Käufer kann ja hinterher zu seinem Anwalt rennen. Dann hat der wenigstens auch mal wieder was zu lachen.

A]nQge~ltusx


hmmm das problem ist die selbsterkenntnis

das liegt daran, dass sich keiner mehr die zeit nimmt heruaszufinden, was in ihm los ist.

sicher haben viele subs als devotes wesen angefangen, das heißt aber nicht das jemand der gern beim sex gibt auch immer den pfad bis zum sub einschlägt.

Man sollte sicher sein wer man im inneren ist und sich dann erst für das spiel entscheiden dass man spielen will... auch ausprobieren ist erlaubt.

Goia7t6


sicher haben viele subs als devotes wesen angefangen, das heißt aber nicht das jemand der gern beim sex gibt auch immer den pfad bis zum sub einschlägt.

Ab wann ist man denn nach deiner Definition ein "Sub"? - Gilt das nur für 24/7-Beziehungen, oder auch wenn man nur sexuell submissiv veranlagt ist und das entsprechend auslebt, ohne dabei zwingend auch masochistisch zu sein?

M5eereisenxgel


Gia76

Gut bemerkt ;-)

Und schon beginnt die Diskussion wieder :=o

Das ist es was mich an diesen Fäden nervt :-/

Keiner muss doch eine 24/7 Beziehung leben, um erst dann von Devotion oder Dominanz zu sprechen :-/

Und keine Frau oder auch Mann sollte um BDSM zu leben den ganzen Tag auf Knien sitzen oder gar rutschen %-|

Leute macht Euch mal frei ;-)

Ich meine nicht Dich, Gia @:)

Aknge`lusxx


och Gia

ich glaube nicht dass ich dir den unterschied zwischen devot und sub erklären muss oder?

... wer mit dem finger auf andere zeigt hat selbst was zu verbergen ;-)

f4ununBdxsun


beziehungungen sind individuell

meine partnerin ist devot/masochistisch veranlagt. ihre neigung würde ich mal als wünsche und sehnsüchte betiteln! wir leben diese nicht ständig aus, sondern sehen es als erweiterung unserer sexualität. sie musste sich mir offenbaren um ihre wünsche erfüllt zu bekommen. aber sollte es nicht in jeder beziehung, egal wie augerichtet, so sein? reden muss sein, um grenzen abstecken zu können, gerade im bdsm-bereich! und auch hier ist es wie im wahren leben. man kann einen sub nicht verallgemeinern. er/sie ist vor allem ein individium welches mit respekt zu behandeln ist.

deSelby wenn du meinst du würdest, wenn du deine wünsche/bedürfnisse mitteilst, deine passivität verlieren, dann bedenke es ist nur eine anleitung. den rest kannst du dann deinen partner überlassen und dich in der passivität fallen lassen. du setzt die grenzen und leitest das "spiel" wenn auch unterschwellig!

AZnge4lusxx


wenn man es als spielart versteht ...h

dann kann man das spiel auch jederzeit "abpfeifen"

beim BSDM gibts da meist ein "Codewort"... wird es genannt ist schluss.

so kann sie sich fallen lassen, aber sicher sein, es passiert nichts was sie nicht jederzeit aufhalten kann.

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