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Borderline und Sex Verhalten

Zqiz,ou_s


Sex als wesentliches Element der Beziehung

Sex mit einer BL würde ich als überwältigend, berauschen ektstatisch, einzigartig beschreiben. Gerad aus einer Beziehung gekommen, in der ich sexuell eher zur kurz gekommen war (bin sicher das hat sie "gerochen"), wurde ich als eher schüchterner zurückhaltender Mann von der offenen Anmache dieser Frau überwältigt. "Was, eine so attraktive Frau will mit einem so erotisch durchschnittlichen Mann wie mir Sex?" Da wurden unerkannte, männliche Seiten in mir geweckt, endlich eine Frau mit der ich mall alle meine sexuellen Fantasien ausleben kann, dachte ich und war dieser Frau nach kurzer Zeit rettungslos verfallen. Das bisher ungelebte Leben wurde plötzlich real. Meine Freundin bekannte sich offen zu einer lustvollen Sexualität die ihr zentral wichtig war. Eine Beziehung ohne regelmässigen ekstatischen Sex war für sie nicht vorstellbar, zumindest stellte sie es so dar. ...prima dachte ich, das will ich ja auch... und dann wurde es zur Sucht.. ...für mich als Co-BL, der Anfang vom Desaster..

G=ia7x6


Eine Beziehung ohne regelmässigen ekstatischen Sex war für sie nicht vorstellbar, zumindest stellte sie es so dar.

Das ist doch (für sich genommen!) eine völlig gesunde Einstellung.

Leidenschaftlicher Sex ist zwar nicht der einzig wichtige Faktor für eine Liebesbeziehung - aber es ist der Faktor, durch den sich eine Liebesbeziehung von einer engen Freundschaft abhebt. Die freundschaftlichen Elemente sind aber ohne Zweifel mindestens genau so wichtig, sonst wäre es ja nur eine Fickbeziehung.

S9ujndance]7x6


okay, diese diskussion hier läuft schon nen moment, aber ich jetzt erst einen blick riskiert.

ehrlich gesagt finde ich die ersten kommentare von wegen "genieße es und hab spaß" sehr dumm! :(v

auch wenn die frau von sich aus sagt, dass sie jeden tag sex braucht, ist das kein freifahrtschein zu sagen "boah, wie geil! ein 6er im lotto" :(v

die frau ist ernsthaft krank und braucht hilfe.

auch wenn sie selbst sagt hilfe ist für sie täglicher sex.

ich kenne / kannte auch zwei frauen die sich ab und zu selbst verletzt haben bzw. andere psychische probleme haben und hab schon sehr, sehr, sehr viele anstrengende stunden mit ihnen verbracht um ihnen zumindest zum teil zu helfen.

ich glaube ein bißchen ist es mir gelungen.

aber glaubt mir, meine gedanken waren ganz sicher nicht "geil, eine sexbessene" :(v

AOltAes}Ledemr


@ 54iger... dein freund hat da ein prob,

weil sie eines hat. sie hat kein normales körpergefühl und darum drückt sie sich so aus. selbst wenn es ihr bewusst ist was sie gerade macht,kann sie nichts dagegen tun! normal sollte sie in therapie,wenn sie es nicht schon war oder ist. dein freund kann nur froh sein das sie es ihm gesagt hat. er kann ihr einen vorschlag machen. da sie ja kein körpergefühl hat, kann sie versuchen es ausser durch sex oder cutten über aktiven sport zu bekommen. das könnte eine lösung sein um schlimmeren aus dem weg zu gehen. sie spürt ihren körper und ihr selbstbewusstsein wird auch gestärkt. sie sieht ja was sie schafft, solang sie sich jedesmal ein pensum stellt,was sie erfüllen kann und will.

wichtig ist aber auch ,das er sich über borderlein informiert und sich klar macht was das heisst und für sich die frage beantwortet ,ob er bereit ist damit zu leben,also mit ihr und borderlein. ob er das überhaupt kann!

mfg

G+iya76


Sundance76

die frau ist ernsthaft krank und braucht hilfe.

auch wenn sie selbst sagt hilfe ist für sie täglicher sex.

Wenn sie sich selbst verletzt, braucht sie tatsächlich (professionelle!) Hilfe - und nicht nur Sex. Aber im Umkehrschluss sollte er ihr als Partner nicht den Sex entziehen, als sei das eine gefährliche Droge. Das würde sie eher als quälend und bevormundend ansehen - und damit hätte sie Recht. Das Vertrauen wäre im Eimer, sie würde auf stur schalten und sich wahrscheinlich den Sex woanders holen.

GLixa76


P.S.:

Nicht, dass ich diese "Taktik" gut heiße, aber das wäre die normale Reaktion einer Borderlinerin, nach allem, was ich darüber weiß.

SPucndan,cLex76


@ gia76

ich gebe dir zum teil recht.

klar soll man ihr die hilfe geben, die man geben kann.

mich haben nur diese "genieße es" kommentare brutal aufgeregt.

wie gesagt, ich hab ein kleines bißchen erfahrung im umgang mit solchen leuten und selbst wenn ich nur als eine art freund, also ohne jegliche hintergedanken, da war, weiß ich wie schwer ist solchen leuten beizustehen und zu versuchen ihnen zu helfen.

was passiert nun, wenn er, der moment mit ihr zusammen ist, und sei es nur dass er ihr den sex gibt, merkt dass er auf dauer damit nicht klar kommt und es beendet?

DAS wird die frau noch sehr viel mehr runterreißen!

diese frau braucht prof. hilfe, denn vielleicht kann sie ein oder zwei solcher rückschläge noch irgendwie verkraften, aber mehr nicht und vor allem nicht bis an ihr lebensende.

sie geht dann stück für stück mehr kaputt dabei.

GYia76


was passiert nun, wenn er, der moment mit ihr zusammen ist, und sei es nur dass er ihr den sex gibt, merkt dass er auf dauer damit nicht klar kommt und es beendet?

Ich habe ja bewusst von einem Partner gesprochen, damit meinte ich einen, der den Namen verdient.

Wenn er meint, auf Dauer nicht damit klar zu kommen, soll er es lieber gleich beenden, da gebe ich dir Recht.

Aber dann ist er auch nicht mehr die Person, die ihr helfen kann. Da ist dann erst mal nix mit "Freunde bleiben". Jedenfalls nicht, wenn sie ihn geliebt hat, bzw. immer noch liebt. Dann wird sie ihn nicht von heute auf morgen in der Rolle des fürsorglichen Freundes akzeptieren.

Natürlich sollte er es trotzdem anbieten, wenn sie ihm nicht völlig egal ist, damit sie irgendwann darauf zurück kommen kann. Aber erst mal wird sie das nicht wollen.

R3om5eo170


Hab's leider auch hinter mir

hatte auch mal ne freundin mit borderline. der sex war absolut geil; genieße das, solange es dauert. denn glaub mir, das geht nicht immer so. früher oder später wird sie dir die hölle bereiten, wenn du es zuläßt.

Letzten Sommer ist meine Beziehung zu einer Borderlinerin zerbrochen (bis dahin wusste ich allerdings nicht, dass sie BL ist, auch wenn ich es ansatzweise schon befürchtet hatte).

Der Sex mit ihr war zweifelsfrei unglaublich geil. Ich wusste aber auch, dass sie mit all ihren Eigenarten nicht die Frau fürs Leben sein kann, auch wenn ich es mir immer wieder gewünscht habe und mir ausgemalt habe, wie schön es doch sein könnte, wenn sie psychisch völlig gesund wäre. Aber sie war es nun mal nicht. Bis zu ihrem Abgang hat sie mich auch in den Himmel gehoben, zwischenzeitlich kommunizieren nur noch unsere Anwälte miteinander.

Was ich damit sagen will: Tipps wie "Genieße es" sind zwar sicher vordergründig gut gemeint, aber je tiefer und länger man in eine Beziehung mit einem BL hineingerät und im schlimmsten Fall in eine Co-Abhängigkeit bzw. Komorbidität gerät, desto härter und schmerzhafter wird der "Ausstieg". Halte Dir stets vor Augen, dass man während oder nach einer Beziehung mit einer/m BL selbst intensive psychologische Betreuung nötig haben kann!

Geiax76


Romeo70:

Bis zu ihrem Abgang hat sie mich auch in den Himmel gehoben...

Ersetze "ihrem" durch "seinem" und "sie" durch "er" - und ich könnte über meine letzte Beziehung dasselbe sagen.

Vielleicht war ich auch mit einem Borderliner liiert, aber das ist nur eine Vermutung - ich hatte definitiv nicht von Anfang an den Verdacht. Es war ein sehr heißer Sommer; vier unglaublich schöne Monate - und innerhalb von drei Tagen wollte er nichts mehr mit mir zu tun haben. Ohne erkennbaren Anlass war er plötzlich eiskalt und zynisch, wollte mir ums Verrecken nicht sagen, was ich eigentlich falsch gemacht hatte.

Weder irgendwelche Warnsignale vorher, noch eine halbwegs nachvollziehbare Erklärung danach. Nur Allgemeinplätze wie "es funktioniert nicht". Wohlgemerkt ohne ernste Auseinandersetzung vorher. Als nachhakte, bekam ich regelrecht beleidigende Antworten, die darauf abzielten, ich sei psychisch gestört.

Dabei hatte ich ihm wohlgemerkt keine Szenen gemacht, als er an den letzten drei Tagen plötzlich so ungewohnt distanziert und in meinen Augen arrogant war. Und bei meinen späteren Nachfragen handelte es sich auch keineswegs um Stalking. (Nein, ich schrieb auch nicht "Du Arsch, was du dir dabei gedacht?" oder ähnliches; wirklich nicht.)

Was ihn damals eigentlich geritten hat, wird mir wohl ein ewiges Rätsel bleiben.

R6omceox70


@Gia76

Dem kann ich eigentlich nichts mehr hinzufügen. Eben bist Du noch der Traumpartner, im nächsten Moment ohne erkennbaren Grund das größte Schwein. Ich glaube, mit dieser Erkenntnis sind wir nur zwei von vielen Betroffenen, die mal in einer BL-Beziehung waren.

G\iax76


Romeo70:

Dem kann ich eigentlich nichts mehr hinzufügen. Eben bist Du noch der Traumpartner, im nächsten Moment ohne erkennbaren Grund das größte Schwein.

Ich muss dazu sagen, er hat nicht rumgebrüllt oder so. Es wirkte eher wie mühevoll unterdrückte Aggression - als wüsste er von seinem Problem, könnte aber nicht über seinen Schatten springen. Er hat einen IQ von 134, da will man sich natürlich nicht benehmen wie ein Halbaffe, und scheut Auseinandersetzungen, die einen dazu verleiten könnten, wenn man Borderline-Tendenzen hat.

Aber das sind alles nur vage Vermutungen; ich bin ja durchaus emotional befangen - und seit einem halben Jahr genötigt, mir den Kopf darüber zu zerbrechen, weil er sich über die Gründe ausschweigt.

Vielleicht ist die Erklärung aber auch viel banaler; und er hat mir vorher einfach überzeugend was vorgespielt und es nie wirklich ernst gemeint.

Wenn man so jemanden geliebt hat oder immer noch liebt (so weit man ihn überhaupt kennen kann), versucht man natürlich andauernd, sein Verhalten zu entschuldigen - und sei es durch eine Krankheit wie Borderline - weil man sich sonst dafür hasst, dass er einem immer noch nicht egal ist.

Room)eo7x0


@Gia76

Du sprichst mir aus der Seele.

Ich muss dazu sagen, er hat nicht rumgebrüllt oder so.

Nein, das habe ich auch nie erlebt. Es ist eher ein stiller Rückzug. Das macht die Sache ja so schlimm und undurchschaubar.

Vielleicht ist die Erklärung aber auch viel banaler; und er hat mir vorher einfach überzeugend was vorgespielt und es nie wirklich ernst gemeint.

Ich kenne Euren speziellen Fall natürlich nicht, aber es liegt die Vermutung nahe, dass er es sehr wohl ernst gemeint und Dir nichts vorgespielt hat. Bei BL kippt aber genau das von einem auf den anderen Moment. Dann ist nichts mehr da von der Liebe, die vor wenigen Momenten noch tief und aufrichtig war.

Wenn man so jemanden geliebt hat oder immer noch liebt (so weit man ihn überhaupt kennen kann), versucht man natürlich andauernd, sein Verhalten zu entschuldigen - und sei es durch eine Krankheit wie Borderline - weil man sich sonst dafür hasst, dass er einem immer noch nicht egal ist.

O ja, da sagst Du was ... BL ist halt mit dem gesunden Menschenverstand nicht nachvollziehbar. Man versucht natürlich, jede irrationale Handlung am eigenen Verständnis zu messen - was zum Scheitern verurteilt ist. Ich habe immer wieder gehofft, es würde sich alles wieder einrenken. Heute bin ich froh, dass es im Prinzip vorbei ist. Ich habe viel über BL gelesen und einsehen müssen, dass ich gerade noch rechtzeitig mit einem blauen Auge davon gekommen bin.

Ich will aber hier gar nicht off-topic werden. Ist ja kein BL-Forum hier; die Eingangsfrage bezog sich ja auf die spezielle Sexualität von BL.

G%ia7x6


Ich will aber hier gar nicht off-topic werden. Ist ja kein BL-Forum hier; die Eingangsfrage bezog sich ja auf die spezielle Sexualität von BL.

Ich denke, man erkennt sie nicht daran, dass intensiver Sex bei ihnen nicht das bewirkt, was er bei gesunden Menschen bewirkt.

Bei gesunden Menschen führt intensiver Sex - zumindest, wenn die Beziehung nicht nur darauf basiert - zu einer tiefen emotionalen Bindung und Empathie. Dafür ist ein Hormon namens Oxytocin verantwortlich. Bei Borderlinern scheint das irgendwie anders zu wirken - aber ich bin da kein Fachmann, bzw. keine Frachfrau.

G'ia;76


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