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Wie steht ihr Frauen zu Sexbildchen?

T=acit1us


@ wieauchimmer

Also mit den Bonobos hast Du bei mir gleich 100 Bonuspunkte gutgemacht.

Aber mit den ollen Herodot hast Du gleich 99 davon wieder verspielt ;-D (das ist ein direkter Vorfahre der Gebrüder Grimm - also bitte nicht noch einmal zitieren ! )

Also über 13 Seiten hat mir der Ansatz von Maz gut gefallen:

hmm also mal ganz simpel gesagt aber es haben zwangsläufig immer gleich viele männer und Frauen Sex bei heterosexuellen Menschen also inwiefern braucht denn der Mann mehr Sex?

Da dachte ich, jetzt bringt er den von Dir eingeforderten Beweis, aber leider blieb es bei dem Ansatz. Welchen Beweis ?

Diejenigen, welche behaupten, dass Männer einen höheren Sextrieb haben als Frauen (genetisch bedingt), sollen doch mal ein paar Links zum Beweis posten. Habe länger zu dem Thema recherchiert und es gibt keinen Beweis, dass es hier biologische Unterschiede gibt. Das ist eine unbewiesenen Behauptung.

von Dir, am 28.08.2003

Würdest Du folgenden Beweis akzeptieren:

Wenn X einen höheren Sextrieb als Y hat, wird in einer Beziehung zwischen diesen beiden sich die sexuelle Frequenz irgendwo zwischen deren jeweiligen Bedürfnisse einpendeln. Sprich, X wird weniger Sex haben, als er will. Und Y wird dagegen auch Sex praktizieren, obwohl sie kein Bedürfnis verspürt (Samstag abend nach der Sportschau bei Muttern). Also kann ich aus einer heterosexuellen Beziehung keine Antwort auf diese Frage erhalten. Soweit hat Maz vollkommen Recht.

Also was bleibt, ich vergleiche x + X mit Y + Y.

Wie geht's. Man vergleicht die sexuelle Frequenz von lesbischen zu gleichaltrigen schwulen Paaren. Wenn nun Frauen sexgieriger als Männer sind, werden diese häufiger Sex haben. Oder auch umgekehrt. Ergebnis offen.

Was hältst Du von dieser Idee. Hier greift die soziale Prägung kaum, da Lesben und Schwule die Avantgarde unserer Gesellschaft sind.

Wenn Du dies als Beweis akzeptieren würdest, stelle ich hier den Link dazu.

Auf Deine Antwort freut sich

Tacitus

wPieaucthimmqexr


Tacitus

Unsere christliche Tradition und die Wissenschaft prägt unsere Sexualität seit Jahrtausenden. Was soll da der vergleich mit Lesben und Schwulen bringen? Interessant ist z.B., dass hier im Forum eine Frau meint, sie sei dauergeil, was viele Männer dazu veranlaßt, sie für krank zu halten. Was soll das denn? Männer geil=normal, Frauen geil= krankhaft. Solange so eine Einstellung existiert, können Umfragen und Statistiken gar nichts beweisen. Sie geben nur die allgemeine Meinung wieder, sonst nichts. Für eine biologische Behauptung taugt natürlich nur ein biologischer Beweis. Man kann nicht Verhalten messen und einfach behaupten, dass dies auf biologische Unterschiede gründet. Gib mit Beweise aus der Genforschung, alles andere macht doch keinen Sinn.

Gegenbeispiel: Die meisten Männer wollen lieber ihre Haare kurz tragen. Gibt es eine Haarschneidetrieb, der bei Männern stärker ausgeprägt ist, als bei Frauen? (bei Lesben scheint er ebenfalls stärker zu sein). So eine Beweisführung ist absolut Schwachsinn. Gib mir Beweise aus der Gehirn und -Hormonforschung, denn da müßte ja die Ursache für den höheren Trieb liegen (Freud würde sich freuen, dass seine Erfindung "Sexualtrieb" so populär geworden ist!)

Oder lies ganz einfach: M. Foucault, wenn du das mit der Wirkung der Kultur begreifen willst.

l>as[tEvEen


von homos, heteros und eitelkeit (tacticus, grainne, wieauch

@tacticus & Grainne

Es sind mindestens 20, seitdem ich hier poste, in denen Frau sich beklagt, dass ihr Sex mit ihrem Mann keinen Spaß macht. Habe nichts vergleichbares über Männer hier gelesen

Hmm... da musst du einiges überlesen haben. Man könnte ja einen kleinen Test anstellen, indem man einen thread eröffnet 'a la "ich wünsche mir mehr sex mit ihr" und dann die sicherlich zahlreichen Reaktionen abwartet ;-)

du sagst es richtig. "Mann". Frau eben nicht. Weil es kein Thema ist. Keins sein darf.

Auch du scheinst ein Gefangener deiner individuellen Prägung zu sein und offenbar einer älteren Generation anzugehören. Ich hatte bereits mehrmals das Vergnügen, Frauengesprächen über Oralsex, Bestücktheit von Männern, Frauenarztbesuche (sehr detailliert ;-) ) etc zu lauschen.

was hat die Häufigkeit der SB mit dem Thema zu tun?

*g* na was wohl ;-) Immer wenn Mann/Frau masturbiert, wünscht er/sie sich zumindest in diesem Moment Sex. Die Libido regridiert nur dann zu autoerotischen Praktiken, wenn die höchste Form der Befriedigung (der Koitus), aus welchen Gründen auch immer, nicht zu verwirklichen ist.

Im Einklang hiermit steht auch:

Ich stelle einfach mal folgende These auf: Frauen, die von ihren Männern anständig befriedigt werden, brauchen keine SB. (es sei denn, Mann ist gerade nicht verfügbar

wobei deine These sicher auch auf Männer zutrifft ;-)

Wo noch dazu viele dieser Frauen noch nicht einmal das tun

dito! Das ist ja sozusagen die empirische Last, welche wieauchimmers Argumente förmlich zerdrückt. Und jetzt fangt bitte nicht schon wieder mit dieser Unlogik an, Masturbation würde bei Frauen gesellschaftlich stärker unterdrückt als bei Männern. Was Mann/Frau im stillen Kämmerlein tut, beklommt niemand mit, geht auch niemanden etwas an. Wer hindert mich daran, in der Nase zu popeln, wenn ich alleine bin ?

Du solltest dich ein wenig schlau machen. Es gibt Untersuchungen und Zahlen über dieses Thema

Achja ? Welche ? Die würden mich nämlich sehr interessieren.... es sei denn, es handelt sich ausschließlich um widersprüchliche und mehr als nur gewagte Thesen irgendwelcher Philosophen und Kulturforscher.

@tacticus

habe länger nicht mehr in den anderen thread hineingeschaut.. kann mir vorstellen, dass wieauchimmer dort auch schweres geschütz aufgefahren hat. wir sollten die sache aber der übersicht halber lieber hier ausdiskutieren, wozu sich scheinbar auch alle beteiligten entschlossen haben :-)

zu der homo-geschichte:

eine solche untersuchung wäre aus statistischer sicht völliger schwachsinn, da homosexuelle, wie du es in einem anderen zusammenhang schon angedeutet hast, keinesfalls repräsentativ für unsere ganze gesellschaft sind. mit der homosexualität kommt ein weiterer unabhängiger faktor ins spiel, von ihr ausgehend auf die heterosexualität zu schließen wäre fahrlässig. Bereits Freud hatte guten Grund zur Annahme, dass bei diesen Personen der Geschlechtstrieb besonders stark ausgeprägt ist.. Unabhängig davon, ob dem so ist oder nicht, verbietet sich ein solcher Schluß aus der reinen Eventualität.

@wieauchimmer

Unsere christliche Tradition und die Wissenschaft prägt unsere Sexualität seit Jahrtausenden

Ich dachte, wir hätten das mit der Kirche durch... Der Dekalog schreibt vor: Du sollst nicht begehren deines nächsten Weib, nicht sein Vieh, sein Haus und nichts anderes, was ihm gehört. (zumindest sinngemäß) Hält dies die Leute (von heute) davob ab, in fremden Beziehungen zu intervenieren ? Mit steigender Tendenz: Nein! Der Papst ist ziemlich undiplomatisch in Sachen Verhütung / Sex vor der Ehe. Hält das Millionen von Menschen (auch Kirchengänger!) davon ab, Verhütungsmittel zu benutzen oder unehelichen Verkehr auszuüben ? Wohl kaum. Hallo! In welcher Zeit lebst du ?

Interessant ist z.B., dass hier im Forum eine Frau meint, sie sei dauergeil, was viele Männer dazu veranlaßt, sie für krank zu halten. Was soll das denn? Männer geil=normal, Frauen geil= krankhaft.

löl.... ich habe in diesen Thread auch reingesehen, und diese Frau (wenn es denn kein fake ist) scheint wirklich ein (mehr oder minder schweres) Problem zu haben. (kommt halt drauf an, ob sie drunter leidet) Ich lege ähnliches Verhalten an den Tag, und meine Männlichkeit rettet mich nicht vor dem Spott meiner Freunde ;-) Dann musst du berücksichtigen, dass man von der Norm abweichende Verhaltensweisen sehr leicht als krankhaft bezeichnet... Und wenn eine Frau "dauergeil" ist, weicht sie somit stark von der weiblichen Norm ab. Ich kenne (leider) keine dauergeilen Frauen, und derselbe thread zeigt, dass selbst in diesem forum nur wenige frauen der gleichen neigung unterliegen. Einen Menschen, der auf die Straße kackt, wird man auch als krank bezeichnen, einen Hund hingegen nicht.

Gegenbeispiel: Die meisten Männer wollen lieber ihre Haare kurz tragen. Gibt es eine Haarschneidetrieb, der bei Männern stärker ausgeprägt ist, als bei Frauen?

Du raffst das mit den Trieben nicht, was ? Wenn man von Trieb spricht, sollte man das nur von solchen Verhaltensweisen tun, welche direkt hormonell bedingt sind. (Hungergefühl, Durstgefühl, Libido). Dass wir Menschen uns die Haare kurz schneiden hat genauso wenig mit Trieb zu tun wie die Tatsache, dass wir uns waschen. Hierzu hat uns wahrscheinlich in der Tat ausschließlich die Kultur veranlasst, es gibt keinerlei biologischen Notwendigkeiten.

Freud würde sich freuen, dass seine Erfindung "Sexualtrieb" so populär geworden ist!

Freud wäre wohl stolz darauf, dass sich diverse Teilbereichen der Psychologie heute wieder stärker an seinen Theorien orientieren.

Oder lies ganz einfach: M. Foucault, wenn du das mit der Wirkung der Kultur begreifen willst

Richtig. Anschließend liest du "Warum Männer nicht zuhören und Frauen nicht einparken können" und danach hast du den Plan im Sack.....

fg

w&ieaucdhimmxer


Trieb

Der Sexualtrieb ist von welchen Hormonen (ganz unabhängig von Umwelteinflüssen) gesteuert? Ich warte noch immer auf genau so eine Studie von dir, wo bewiesen wird: Dieses männliche Hormon führt zu einem starken Sexualtrieb, während Frauen nicht ein entsprechendes Hormon haben. Du behauptest hier immer, es wäre so, aber wo bleiben die wissenschaftlichen Studien, die das belegen?

Ich hatte dir hingegen Studien darüber hier gepostet:

1. Die Testosteronmenge wirkt sich sehr unbedeutend auf die Libido aus (Ein Test mit künstlicher Testosteronzufuhr und anschließend zur Kontrolle Placebos)

2. Die Libido wird vornehmlich vom Denk-Gehirn und dem emotinalem Gehirn gesteuert, während beim Anblick von Pornos, der Teil, den man für die Sexualität zuständig sieht, nicht aktiv war.

3. Menschen die ihren "Trieb" nicht unter Kontrolle haben, zeigen in ihrer Hormonstruktur keine Unterschiede zu anderen, aber in ihrer sozialen Struktur.

4. Hormone werden gebildet, wenn die Umwelt einen Anlaß dazu gibt und nicht unbedingt automatisch. (siehe Adrenalin bei Angst)

5. Beim Sex werden bei Männern und Frauen gleichfalls Hormone ausgeschüttet, die das Zusammengehörigkeitsgefühl stärken und nicht bei Männern weniger, was dann biologisch ihren Hang zur Sex ohne Emotionen erklären könnte. Kulturell läßt es sich aber erklären, da immer noch der Mythos herrscht, Frauen seien emotional und Männer rational (diese Vorurteil findest du hier im Forum. Es ist also noch aktuell).

6. Sexuelle Lust wird im limbischen System gebildet, dem Teil des Gehirns, wo auch alle anderen Emotionen gebildet werden, sodass auch sexuelle Lust, so wie alle anderen Gefühle, von äußerlichen Faktoren beeinflußt wird. Lust ist also nicht das, was du unter Trieb verstehst. Wenn man Lust hat, zu lachen, dann ist das auch nicht auf einen "Lachtrieb" zurückzuführen und wenn man einen Witz nicht lustig findet, dann lacht man auch nicht. Wenn Frau also ihren Sex bisher nicht besonders lustvoll erlebt hat, dann hat sie auch keine Lust. Da liegt das Problem, wieso Frauen seltener Lust auf Sex haben. (Bei den meisten hier im Forum, die keine Lust auf Sex haben, steht auch in dem Beitrag irgendwann: "Ich hatte beim GV noch nie einen Orgasmus")

7. Erketionstörungen oder Lustlosigkeit bei Männern sind nicht auf irgendwelche fehlenden oder geringen Hormone zurückzuführen, sondern auf Stress, Verklemmtheit, Angst ect.

Wo bleiben deine Gegenargumente aus der Biologie? Bisher stützt du dich auf nichts, als auf dein eigenes Urteil.

Vielleicht würfelst du aber auch Trieb und Lust durcheinander: Trieb: eine Körperfunktion, so ähnlich wie ein Reflex/Instinkt, also unabhängig von äußerlichen Einflüssen oder Psyche, sondern genetisch vorprogrammiert.

Lust: emotionale Reaktion auf etwas Wahrgenommenes oder Vorgestelltes, also abhängig von Äußerem und Denken.

Bei deiner Beobachtung, dass Frauen weniger Lust haben, stimme ich dir ja zu, aber bei deiner Analyse, dass dies auf einen geringeren Sextrieb zurückzuführen ist, stimme ich schon deshalb nicht zu, weil der "Sextrieb" ein Mysterium ist, oder eine virtuelle Konstruktion für eine These über Sex, ein Hilfsbegriff zur Erklärung von Dingen, die man noch nicht erklären kann. Ansonsten müßtest du mir streng wissenschaftlich folgende Fragen beantworten können:

Wo genau liegt denn dieser Sextrieb? Wie und mit welchen Hormonen wird er gebildet. Wie kann man ihn (und zwar chemisch!) messen?

Wenn der Sextrieb ein biologischer Tatbestand ist, dann müsste man ihn im Körper lokalisieren können (wo ist die "Sexdrüse"?), müßte seine chemische Zusammensetzung analysieren können und hätte dann einen wissenschaftlich einwandfreien Maßstab, um weiter prüfen zu können, ob die Menge und Zusammensetzung dieser Chemie Auswirkungen auf die sexuelle Lust hat und könnte dann auch belegen, das bei Männern und Frauen die Chemie vielleicht eine andere ist. Damit wäre dann ein Beweis in deinem Sinne erbracht, wenn man auch noch feststellt, dass die andere chemische Zusammensetzung sich anders auf die Libido auswirkt. Man könnte die Chemie künstlich verändern und schauen, was dann passiert.

Solange man nicht einmal weiß, wo denn dieser Trieb im Körper seinen Sitz hat und seine hormonelle Chemie entschlüsselt hat, kannst du die empirischen Untersuchungen zum Zusammenhang von Verhalten und diesem Trieb gar nicht vornehmen.

Es bleibt ein Mythos, der immer dann herhalten muss, wenn er sich für eine Erklärung gut macht (Jürgen Bartsch zu seiner Verteidigung: "Ich habe mich gewehrt, aber der Trieb war stärker). Wenn es eine ausschlaggebende chemische Grundlage gibt, wieso werden Sexualstraftäter nicht mit einer Medizin behandelt, die ihren Trieb abmildern, ohne sonstige Funktionen zu beeinträchtigen? Weil man dummer Weise eben noch keine Substanz gefunden hat, die bei Sexualstraftätern besonders hoch ist und daher als Erklärung dienen könnte und Grundlage für medizinische Behandlung. Viagra beeinflußt übrigens auch nicht die Lust, sondern das "Stehvermögen"

(Bei Neurodermitis kann man z.B. eindeutig einen Zusammenhang zu einer bestimmten Eiweisstruktur im Blut feststellen. Wer diese Eiweisstruktur nicht hat, bekommt keine Neurodermitis. Wer sie hat, kann es bekommen, muss aber nicht, weil nämlich die genetischen Faktoren nicht die einzigen sind, sondern Stress ect. ebenfalls eine Rolle spielt. Bei vielen Kindern bricht die Krankheit z.B. nach einer Scheidung erst aus)

wjiea+uchimxmer


zum SB

Ist Rauchen eigentlich triebbedingt, oder Gewohnheit b.z.w. Sucht?

Ich habe seit meinem 13 Lebensjahr SB, mal mehr mal weniger, manchmal auch mehrmals am Tag, wahrscheinlich nicht seltener, als ein durchschnittlicher Mann. Die Frauen, die es aber noch nie ausprobiert haben, können auch nicht wissen, dass es Spaß macht. Daher gibt es beim SB auch in der Regel "Nichtraucherinnen" oder "Raucherinnen" (früher gab es auch kaum Frauen, die rauchten). Anderenfalls müßten ja, nach deiner Erklärung, Frauen die viel SB haben, eine starken Trieb haben und Frauen die keinen SB haben, keinen Trieb haben. Da kann man also gar nicht sagen, Frauen hätten generell einen schwächeren Sexualtrieb, sondern das scheint zwischen Frauen riesige Unterschiede zu geben. Wie erklärst du das mit deiner Triebthese?

lBasztEvexn


so ein mist

jetzt ist mein riesenbeitrag von gestern tatsächlich in den unendlichen weiten des internets verschollen :-( scheiss serverfehler...

naja, von vorn

da hast du ja eine menge informationen gepostet, die sich bei genauerem hinsehen zum teil als irrelevant und zum teil als schlicht falsch erweisen.

Der Sexualtrieb ist von welchen Hormonen (ganz unabhängig von Umwelteinflüssen) gesteuert?

Was auch die Biologie weiss, ist, dass es

a) Botenstoffe gibt, die am Aufbau sexueller Spannung beteiligt sind und dass diese

b) keiner besonderen Umwelteinflüsse bedürfen, sprich, auch bei Reizdeprivation ihren Job tun.

Dass diese Prozesse durch gewisse Umwelteinflüsse begünstigt/gehemmt werden können, habe ich nie abgestritten.... versateht sich von selbst.

Hormone werden gebildet, wenn die Umwelt einen Anlaß dazu gibt und nicht unbedingt automatisch

Das mag für manche, kann aber nicht für alle Hormone gelten. Oder bekommst du deine Tage, weil du morgens in den Spiegel schaust ?

Kulturell läßt es sich aber erklären

LÖL deine Kulturmärchen sind wohl das, was man als Mythos bezeichnen sollte.

Sexuelle Lust wird im limbischen System gebildet, dem Teil des Gehirns, wo auch alle anderen Emotionen gebildet werden

Dass dem limbischen System eine Schlüsselrolle bei der Entstehung von Emotionen zukommt, schließt eine sich kontinuierlich aufbauende Spannung nicht aus.

Das mit dem Lachen ist wieder ne Sache für sich, auch hier hat Freud keine schlechte Arbeit zur Erklärung dieses Phänomens geleistet (wenn auch in seiner Terminologie). Jedenfalls vergleichst du wieder Äpfel mit Birnen, zumal beim Lachen keine Spannung aufgebaut wird, da es sich beim Lachen um Befriedigungslust handelt.

Erketionstörungen oder Lustlosigkeit bei Männern sind nicht auf irgendwelche fehlenden oder geringen Hormone zurückzuführen, sondern auf Stress, Verklemmtheit, Angst ect.

FALSCH. Gegenteilige Informationsbroschüren liegen bei jedem guten Urologen aus. Die Psyche wird heute noch für sage und schreibe 30 % verantwortlich gemacht (Tendenz abnehmend), während ein organisch bedingter Testosteronmangel 70 % der Krankheit ausmachen sollen. Ätsch.

Wo bleiben deine Gegenargumente aus der Biologie? Bisher stützt du dich auf nichts, als auf dein eigenes Urteil

Oh Mann... siehe die obigen Punkte a) und b), das steht sehr gut im Einklang mit der Biologie (wenn auch etwas vage) und du wirst es nicht so schnell widerlegen können.

Im übrigen reicht mir die Empirie. Wenn wir empirisch untersuchen, ob Frauen depressiver als Männer sind und ein hoch signifikantes Ergebnis erhielten, so wäre dem so. Punkt. Dass dies jetzt am anatomischen Geschlechtsunterschied liegt, kann man nicht ohne weiteres sagen, da ein anderer Faktor dafür verantwortlich sein und es sich somit um eine Scheinkorrelation handeln könnte. Um eine solche anzunehmen, bedarf es aber guter Gründe. Und wenn jetzt jemand kommt und meint, Mars und Jupiter seien für diesen Unterschied verantwortlich, so kann ich ihm gestrost den Vogel zeigen. Und nicht anders verhält es sich mit deinen Kulturmärchen....

ergo: solange keine seriöse und bessere Erklärung geliefert wird, hat man guten Grund zur Annahme eines genetischen Unterschiedes ;-)

Vielleicht würfelst du aber auch Trieb und Lust durcheinander: Trieb: eine Körperfunktion, so ähnlich wie ein Reflex/Instinkt, also unabhängig von äußerlichen Einflüssen oder Psyche, sondern genetisch vorprogrammiert.

Eine schlechte Definition. Da ist die à la "psychische Repräsentanz einer physiologischen Reizquelle" ja noch besser. Begreifst du den Unterschied zwischen Trieb und Instinkt ? Ja ? Niemand sagt, dass es gewisse Schlüsselreize gibt, auf die der Mensch eine spezifische Emotion empfindet und mit spezifischen Verhaltgensweisen zu reagieren GEZWUNGEN ist. Der Trieb ist nicht unabhängig von äusseren Einflüssen, doch er ist nicht ausnahmslos auf dieselben zurückzuführen.

Es bleibt ein Mythos, der immer dann herhalten muss, wenn er sich für eine Erklärung gut macht (Jürgen Bartsch zu seiner Verteidigung: "Ich habe mich gewehrt, aber der Trieb war stärker).

Na, hat der Mann mildernde Umstände bekommen ? Wohl kaum. Nochmal: TRIEB IST KEIN INSTINKT!!!

Willst du auch den Trieb zur Nahrungsaufnahme abstreiten ? Willst du auch diesen in lächerlicher Manier auf Lerneinflüsse zurückführen ? Klar, der Mensch hat zufällig was schmackhaftes gegessen und daraus Spaß am Essen gefunden. Es gibt Leute, die sich zu Tode hungern (Magersüchtige), hieran sieht man, wie stark ein Trieb beeinflussbar/kontrollierbar ist.

Es ist mir sowieso ein Rätsel, wie man auch nur auf die Idee kommen kann, ein evolutionär so bedeutsames und elementares Verhalten, dass bei all den Tierarten noch ausschließlich instinktgesteurt abzulaufen scheint, ausschließlich auf positive Verstärkung und Lerneinflüsse zurückzuführen. Somit setzt man es dem Verhalten eines braven Jungen gleich, der sich durch seine Artigkeit eine Belohnung der Mutter erhofft. Das muss man sich erst mal geben!!!! Lächerlich.

Wenn es eine ausschlaggebende chemische Grundlage gibt, wieso werden Sexualstraftäter nicht mit einer Medizin behandelt, die ihren Trieb abmildern, ohne sonstige Funktionen zu beeinträchtigen? Weil man dummer Weise eben noch keine Substanz gefunden hat, die bei Sexualstraftätern besonders hoch ist und daher als Erklärung dienen könnte und Grundlage für medizinische Behandlung. Viagra beeinflußt übrigens auch nicht die Lust, sondern das "Stehvermögen"

Wieder falsch. Es gibt sehr wohl zielgerichtete Lusthemmer, nebenbei haben viele andere Medikamente lusthemmende Nebenwirkungen. Diese Medikamente scheinen in die Biochemie des "Triebes" als hypothetischem Konstrukt einzugreifen - und dies mit Erfolg. Mach dich da mal schlau....

Der Vergleich mit dem Rauchen hinkt übrigens an allen Ecken und Kanten. Beim Rauchen handelt es sich um eine Sucht, beim Koitus bzw. der SB um das natürlichste Verhalten der Welt. Die Nikotinsucht ist die Rekation des Körpers auf eine von außen herbeigeführte toxische Substanz, während es keinerlei "Liebestropfen" bedarf, um unser Sexualverhalten zu aktivieren.

Die Frauen, die es aber noch nie ausprobiert haben, können auch nicht wissen, dass es Spaß macht

Das is ja mal wieder goldig. Du meinst doch nicht im Ernst, dass Mann/Frau die Onanie von der Kultur/Gesellschaft vermittelt bekommt. Hat deine Mutter dich das Onanieren gelernt ? Da kommt man verdammt nochmal selbst drauf, OHNE dass man jemals einen Orgasmus hatte (was die Verstärkungstheorie zerschmettern sollte). Ich glaube nicht, dass ich seltenen Hand anlegen würde, wenn mein Orgasmus nur halb so intensiv wäre. Denk mal an die vielen Tierarten, welche überhaupt keinen Orgasmus geschenkt bekommen haben. Die pflanzen sich trotzdem fort... Mann oh Mann....

sondern das scheint zwischen Frauen riesige Unterschiede zu geben. Wie erklärst du das mit deiner Triebthese?

Seit wann schließt eine große Streuung einen Mittelwertunterschied aus ? Seltsame (Un)Logik.

fg

w0ieauc{himmxer


Aufstauen von Lust

Nach neueren Erkenntnissen ist es genau umgekehrt: Je mehr Sex man hat, umso mehr steigt die Lust auf mehr Sex. Ähnlich wie bei der Milchproduktion, wird durch sexuelle Betätigung die sexuelle Lust angeregt. Das unterscheidet sie vom Hunger. Da die Lust im Kopf gesteuert wird und nicht in den Hoden, spielen sexuelle Phantasien eine große Rolle, die eben bei Männern mehr durch äußerliche Einflüsse angeregt werden. Wäre eine sexuelle Unlust bei Frauen genetisch bedingt, müßten die Töchter einer sexuell "unlustigen" Mutter ebenfalls wenig Lust haben und dieser Zustand müßte im Laufe des Lebens in Etwa erhalten bleiben.

Gerade hier im Forum findest du aber gravierende Unterschiede zwischen Frauen mit wenig Lust und mit viel Lust. Zweitere beschreiben ihr Sexleben als befriedigend. So gibt es auch viele (mich eingeschlossen) bei denen sich das im Laufe des Lebens ändert und zwar in Abhängigkeit von 1. der Zufriedenheit des Sexuallebens und 2. dem selbstbewußtem Umgang mit der eigenen Sexualität (oft haben daher ältere Frauen mehr Libido)

Ich frag mich, ob du es überhaupt beurteilen kannst, wie es mit der Lust von Frauen aussieht, was sie hemmt und was sie verstärkt. (und wieso bin ich erst obergeil, seit ich einen Freund habe, mit dem der Sex super ist und ich außerdem viel selbstbewußter und unverklemmter geworden bin, während ich es früher oft als "Wenn es denn sein muss" betrachtet habe.) Such dir doch mal einige Frauen, deren Lust sich im Laufe des Lebens verändert hat und frage sie, worauf sie es zurückführen.

wTieaucqhimm9exr


Beispiele

Sieh dir mal diesen Fall an:

[[http://www.med1.de/Forum/Beziehungen/37900/]]

Geht dir da nicht wenigstens ein kleines Licht auf?

gvuas


"Wäre [irgendwas] bei Frauen genetisch bedingt, müßten die Töchter [das] ebenfalls..."

Hups?

Hallo Vererbungslehre?

Das war ja wohl Blödsinn.

"1. Die Testosteronmenge wirkt sich sehr unbedeutend auf die Libido aus (Ein Test mit künstlicher Testosteronzufuhr und anschließend zur Kontrolle Placebos)"

??? !!!

Mädchen, ich kann dich einem Dutzend Eunchen vorstellen, bzw, ich könnte wenn es mir nicht peinlich wäre dich da anzuschleppen.

Glaub mir EINS, bzw nimm es besser zur Kenntnis, es ist so:

Keine Eier mehr -> Radikal reduzierte Libido!

Wenn du behauptest daß, wie lastEven so schön sagt, ein "evolutionär so bedeutsames und elementares Verhalten, dass bei all den Tierarten noch ausschließlich instinktgesteurt abzulaufen scheint" beim Menschen KEINERLEI köperlichen Vorgänge beinhaltet, dann mußt DU dafür Belege bringen.

Und die müssen erklären, warum kastrierte Männer keine Lust mehr haben.

wxi*ea'ucnhimmer


gus

Ursache und Wirkung:

Ohne Motor, nutzt auch Benzin nix. Testosteron ist nachweislich nicht der Auslöser von sexueller Erregung, denn diese wird im Kopf gebildet. Hier wird die Testosteronausschüttung gesteuert und nicht umgekehrt. Kein Testosteron, keine Steuerung. Das heißt aber noch lange nicht, dass Testosteron der Auslöser ist

(und rollige Katzen verhalten sich nicht weniger extrem, als spitze Kater!)

gzuls


Das ist DEINE Hypothese.

Und sie wiederspricht deiner vorherigen:

"Die Testosteronmenge wirkt sich sehr unbedeutend auf die Libido aus"

w'ieauchi-mmxer


gus

Ja, die Tstosteronmenge alleine bewirkt kaum etwas, so wie ein Motor ohne Benzin auch nicht fährt.

Man hat z.B. festgestellt, dass die Testosteronmenge ansteigt, wenn man einen sportlichen Erfolg hat und sinkt, wenn Männer wissen (!), dass sie Väter werden, aber wiederum steigt, wenn sie den Wunsch haben, Väter zu werden.

Die Menge steuert sich also nicht automatisch von alleine. Ohne Testosteron gibt es aber natürlich nichts zu steuern.

G^raiGnnxe


last even,

Hmm... da musst du einiges überlesen haben. Man könnte ja einen kleinen Test anstellen, indem man einen thread eröffnet 'a la "ich wünsche mir mehr sex mit ihr" und dann die sicherlich zahlreichen Reaktionen abwartet

ja klar wünschen sich die Herren mehr Sex. Aber sag mir, warum haben Frauen keine Lust dazu? Wohl in den meisten Fällen aufgrund schlechter ERfahrungen.

Auch du scheinst ein Gefangener deiner individuellen Prägung zu sein und offenbar einer älteren Generation anzugehören. Ich hatte bereits mehrmals das Vergnügen, Frauengesprächen über Oralsex, Bestücktheit von Männern, Frauenarztbesuche (sehr detailliert ) etc zu lauschen.

bin ich bestimmt nicht.

Wenn du das Vergnügen hattest, schön für dich. Die Regel ist das nicht.

Und jetzt fangt bitte nicht schon wieder mit dieser Unlogik an, Masturbation würde bei Frauen gesellschaftlich stärker unterdrückt als bei Männern. Was Mann/Frau im stillen Kämmerlein tut, beklommt niemand mit, geht auch niemanden etwas an.

das ist definitiv keine Unlogik. Nicht nur SB wird bei Frauen stärker unterdrückt sondern auch eine gesunde, selbstbewusste Einstellung zu ihrer eigenen SExualität bzw. ihren Bedürfnissen.

Dann musst du berücksichtigen, dass man von der Norm abweichende Verhaltensweisen sehr leicht als krankhaft bezeichnet... Und wenn eine Frau "dauergeil" ist, weicht sie somit stark von der weiblichen Norm ab. Ich kenne (leider) keine dauergeilen Frauen, und derselbe thread zeigt, dass selbst in diesem forum nur wenige frauen der gleichen neigung unterliegen.

"dauergeil" wird bei Frau aber eher als von der Norm abweichendes Verhalten angesehen. Bei Männern wird es gerade noch so akzeptiert. .. bei Frau unmöglich. Und die Tatsache, dass du keine dauergeile Frau kennst, bestätigt ja meine Meinung. Wenige Frauen werden sich dazu bekennen. Aus diversen Gründen....

lg Grainne

wEieauuchimmexr


Orgasmus

Hat die Natur uns den geschenkt, damit wir mehr Spaß an der Fortpflanzung haben, oder hat er sich aus Mutationen evolutionär durchgesetzt, weil er zu besseren Fortpflanzungserfolg führte? (und sich daher diejenigen, die diese Mutation hatten mehr fortgepflanzt haben)

Zweiteres hieße aber wohl, dass der Orgasmus für die Lust auf Sex nicht unbedeutend sein kann, was dann wieder die Unlust der Frauen, die keinen Orgasmus haben (wohl selten aus organischen Gründen) erklärt. Da eine Menge Frauen keinen Orgasmus beim GV haben, dürfte das wohl den Schnitt hinreichend erklären.

wOieauch\immexr


Frauen und SB

Aus einem anderem Thread. Sie hatte Probleme mit ihrer Lust und nie SB gehabt, wozu ihr andere Frauen rieten.

"Sie hat Recht, ich muss meinen Körper kennenlernen und wenn man sich von dem Gedanken "es ist was schmutziges" freimacht, dann klappt es auch. Ich muß sagen, anfangs hatte ich Scheu oder Scham vor mir selbst, ich weiß nicht, wie ich es anders ausdrücken soll. Ich dachte immer, ich würde "erwischt", aber als ich merkte, es gibt Zeiten, in denen niemand mich erwischen kann, begann ich einfach, den Ratschlägen zu folgen. Ich bin schon zweimal nachts aufgestanden um mich zu befriedigen, ich war richtig aufgeregt und ich glaube ich könnte mich daran gewöhnen. Es ist nichts schlimmes und macht mit der richtigen Einstellung auch noch Spaß. Ich werde es auf jeden Fall weiterprobieren und bin in dieser Hinsicht sehr zuversichtlich...."

Ergebnis:

"Es ist unglaublich, denn nach ein paar Tagen hat sich schon so eine positive Entwicklung vollzogen, dass ich es noch nicht richtig glauben kann. Warum mußte erst jemand mir den Tip geben, meinen Körper besser kennenzulernen. Warum bin ich nicht alleine darauf gekommen. Es macht zunehmend mehr und mehr Spaß. Erst alleine und dann auch mit meinem Mann. Sexualität ist so etwas schönes und man sollte die Zeit nutzen.

Ich will nicht sagen, daß mein Problem entgültig beseitigt ist, aber ich denke, ich bin auf dem richtigen Weg. Vielen Dank für den Tip."

Das sind jetzt schon drei Frauen, die ihre Unlust ähnlich diagnostizieren. Aber ihr Männer wisst besser über Frauen Bescheid, als sie selber?

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