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Wie steht ihr Frauen zu Sexbildchen?

lhastE'vTen


das ist aber eine ganze menge...

@wieauchimmer

mit der logik hast du es scheinbar nicht so....

Wäre eine sexuelle Unlust bei Frauen genetisch bedingt, müßten die Töchter einer sexuell "unlustigen" Mutter ebenfalls wenig Lust haben und dieser Zustand müßte im Laufe des Lebens in Etwa erhalten bleiben

NEIN. Eben nicht. Niemand hier schließt aus, dass die Libido durch die Umwelt beeinflussbar ist, im Gegenteil. Doch ist der Umweltfaktor nicht der einzige, auch ein völlig reizdepriviertes Individuum würde sexuelle Lust empfinden.

Sieh dir mal diesen Fall an

LOL. Wenn schon faken dann aber richtig ! Es fällt hier gar nicht auf, dass scheinbar 3 Frauen gleicher Meinung unregistriert gepostet haben und sich dabei noch eine gewisse Analogie in den Nicknames erkennen lässt. Da hat sich wirklich jemand sehr wenig Mühe gegeben, wenn du mich fragst.

und rollige Katzen verhalten sich nicht weniger extrem, als spitze Kater!

Mit dem kleinen Unterschied, dass unser Kater dauerspitz ist, während unsere beiden Katzen nur gelegentlich "rollig" sind...

Dass du dir in der Testosteronsache widersprichst, hat bereits gus hervorgehoben.. und es ist nicht die einzige Stelle. Weisstg du, was der Unterschied zwischen uns beiden ist ? Ich habe zugegebenermaßen wenig Ahnung von Biologie und beschränke mich somit auf das gröbste, du hingegen gibst vor, die Weisheit mit Schaumlöffeln gefressen zu haben und merkst dabei nicht, wie deine Argumentation nicht einmal in sich schlüssig ist.

Hat die Natur uns den geschenkt, damit wir mehr Spaß an der Fortpflanzung haben, oder hat er sich aus Mutationen evolutionär durchgesetzt, weil er zu besseren Fortpflanzungserfolg führte?

hehe... auch dies kann nicht der Wahrheit entsprechen. Darwins Evolutionslehre sagt doch klar und deutlich, dass der Mensch keine Zielentwicklung aller Arten darstellt (so wie die Schöpfungsgeschichte in der Bibel). Der Mensch ist keine Weiterentwicklung eines Kaninchens! (wobei diese sich stärker fortpflanzen als der Mensch, obwohl sie keinen Orgasmus verspüren, um nur EIN Beispiel von vielen zu nennen).

Zweiteres hieße aber wohl, dass der Orgasmus für die Lust auf Sex nicht unbedeutend sein kann

Der Orgasmus stellt bloß ein kleines Bonbon bei einem sonst auch befriedigendem Mechanismus dar. Das Thema wurde vor längerer Zeit in diesem Forum besprochen, ich erinnere mich. Dort meldeten sich auch Leute zu Wort, die bedeutend mehr Ahnung von Evolution und Biologie hatten als ich, und dennoch stimmten wir darin überein. Sex an sich ist kann befriedigend sein, auch ohne Orgasmus. Viele Frauen tätigen derartige Aussagen. (Ich weiß, in deinen Augen alles verklemmte und von den Männern kleingehaltene und unter Druck gesetzte Lügnerinnen...) Wenn wir Menschen einander küssen, enden diese wunderschönen Sekunden/Minuten lange nicht jedes Mal im Bett, oder ? Doch wie kann das sein ??? ? Sind wir da denn schon wieder auf einen Widerspruch in deiner Logik gestoßen ? Das wird langsam zur Routine....

Die Situation, die in diesem anderen Thread geschildert wurde ("ich dachte immer, es könnte mich jemand erwischen"), trifft keinesfalls ausschließlich auf Frauen zu. Die Geschichte, welche besagte Frau erzählt, klingt pathologisch. Lies Freud... in seinen Fallbeispielen wirst du auf etliche Beispiele stoßen, wo diese Verklemmtheit/Hemmungen/Verleugnung der eigenen Sexualität gerade bei Männern der Fall war. Und diese Geschichten spielten sich mehr als hundert Jahre zuvor ab (!!!)

Ach, hier noch ein kleiner Zusatz aus einem aktuellen Lehrbuch für Hauptfachstudierende der Psychologie im Grundstudium:

Schneider und Schmalt, (2000)

"Von wenigen Endhandlungen bei der Nahrungsaufnahme, dem Flucht- Kampf- und Sexualverhalten abgesehen, sind die Handlungen, mit denen Menschen positive Ziele verfolgen, variabel, d.h. abhängig von der individuellen Lerngeschichte und damit in hohem Maße vom sozialen und kulturellen Kontext geprägt" [...] Diese Ansicht gründet sich darauf, dass die zentralnervösen Strukturen, die im Verlaufe der Stammesgeschichte bestimmte Verhaltensweisen kontrolliert haben, auch beim Menschen noch vorhanden und im gleichen funktionalen Zusammenhang aktiv sind. Sie werden in der evolutionären Entwicklung also nicht ersetzt, sondern allenfalls "Überlagert" [und jetzt kommt's] Es wäre unter dem Anspruch einer umfassenden Aufklärung der menschlichen Motivation töricht [!!!], ihren potentiellen Einfluß leugnen zu wollen.]

Punkt. Für den Laien ist es lächerlich, für den Fachmann halt nur töricht. Du siehst, gus und ich sind nicht die einzigen, denen das aufgefallen ist.

@grainne

Wohl in den meisten Fällen aufgrund schlechter ERfahrungen.

Und warum befriedigen sich diese Frauen nicht ausgiebig selbst ? Logisch wäre das ja ... Ich habe auch keine guten SieFahrungen gemacht, das ändert trotzdem nichts an meiner relativ stark ausgeprägten Libido und dem daraus resultierenden Verhalten ;-D

bin ich bestimmt nicht

Ich frage mich, wie eine derartig eingeengte Perspektive dann zustande kommen soll....

Wenn du das Vergnügen hattest, schön für dich. Die Regel ist das nicht

das ist definitiv keine Unlogik. Nicht nur SB wird bei Frauen stärker unterdrückt sondern auch eine gesunde, selbstbewusste Einstellung zu ihrer eigenen SExualität bzw. ihren Bedürfnissen.

Ohje... nicht zu fassen, was ich gerade am Telefon mitgemacht habe.... *ggg* und die Mädels waren gerade mal süße 16...

Beschreibe mir doch bitte etwas detaillierter, wie diese die weibliche Sexualität unterdrückende Erziehung heutzutage genau von statten geht. Leider hatte ich nicht die Gelegenheit, eine solche bei meiner Schwester/Cousine oder engen Bekannten festzustellen. Erzähl ein bißchen mehr über dieses vermeintliche Märchen....

"dauergeil" wird bei Frau aber eher als von der Norm abweichendes Verhalten angesehen

Ja klar ! Das habe ich ja auch gesagt... wenn ein Mann einen Bart trägt, so wird das nicht so stark als von der Norm abweichend angesehen wie ein Damenbart. Wenn ein Mann dicke Brüste hat, so wird dies als mehr von der Norm abweichend angesehen als wenn eine Frau dicke Brüste hat ;-)

Wenn ein Italiener blond ist, so wird dies als "unnormaler" wahrgenommen als wenn ein Deutscher blond ist ;-)

fg

laaystExven


oh... das zitat aus schneider & schmalt kann man

durchaus mißverständlich auffassen.

"Diese Ansicht" bezieht sich auf den ethologischen Ansatz, eben die Ansicht, dass Trieb- und Instinktverhalten trotz der Variablität menschlichen Verhaltens "nicht unterschätzt" werden sollte. (und nicht etwa auf die Lerneinflüsse, was aber ebensogut zutrifft und von den Autoren wenige Zeilen später hervorgehoben wird)

fg

g|uxs


Grainne

"Aber sag mir, warum haben Frauen keine Lust dazu? Wohl in den meisten Fällen aufgrund schlechter Erfahrungen."

Ich glaube worauf lastEven hinauswill hängt damit zusammen, daß auch JUNGE Mädchen OHNE Erfahrung weniger Lust auf Sex haben.

Was Männer- bzw Frauengespräche über Sex betrifft, so muß ich lastEven völlig Recht geben, und kann es euch nur versichern:

Die Männer die mit Sexabenteuern "protzen" gibt es in Wirklichkeit praktisch nicht.

Wenn euch trotzdem so jemand begegnet solltet ihr besser davon ausgehen, daß er das VORSPIELT bzw besser gesagt bewußt von einer Norm abweicht (und in diesem Sinne tatsächlich um besonders Männlich zu wirken).

Was sexuelle Erlebnisse und tiefere Empfindungen überhaupt angeht kann ich nur bestätigen, daß Männer untereinander im Gegenteil äußerst diskret sind.

Insgesamt scheinen eure Ansichten gar nicht soo weit voneinander entfernt zu sein. :-D

gNus


wieauchimmer

"Die Tstosteronmenge alleine bewirkt kaum etwas..."

Erfahrungen von kastrierten Männern mit Hormonpräparaten (zumeist Salben, weil die einen gleichmäßigeren Pegel erzeugen als Injektionen)

zeigen leider das Gegenteil.

Die Testosteronmenge bewirkt sogar beeindruckend viel.

"...so wie ein Motor ohne Benzin auch nicht fährt."

Ein Post vorher:

"Ohne Motor, nutzt auch Benzin nix."

Zuerst ist Testosteron der Motor, dann das Benzin, sehr hübsch.

w2iefauchi<mmexr


Evolution u. sexuelle Identität von Mädchen

Natürlich ist die Evolution nicht zielgerichtet, aber man kann rückwirkend darauf schließen, dass bestimmte Eigenschaften sich deshalb durchgesetzt haben, weil die Träger dieser zufälligen Mutationen sind erfolgreicher vermehrt haben. Sonst wäre diese Mutation "Orgasmus" wieder ausgestorben, wenn sie nicht zu Vorteilen in der Selektion geführt hätte. Die Liebe erklärt man in dem Zusammenhang so, dass dadurch ein Paar eher zusammen blieb, was einen Vorteil für das Überleben der Nachkommen darstellte. Da Verliebt sein hormonell mit einer Psychose vergleichbar ist, müßte es eigentlich negative Auswirkungen auf das Überleben haben. Da Liebe aber zu einem emotionalem Zusammenhalt führt, haben anscheinend diese sozialen Vorteile überwiegt, sonst würde es Liebe nicht geben.

Moderen Psychoanalytiker erklären das mit dem Trieb und der Sozialisation so:

"Nun, auch ich komme aus der Zunft der Psychoanalytiker, ich kann aber diesem Kollegen nicht ganz zustimmen, und zwar aus folgenden Gründen. Das Wichtige erscheint mir doch, daß Triebe nicht von Haus aus am Menschen sind, sondern, daß Triebe eine "sekundäre Angelegenheit" sind, wie selbst traditionelle Analytiker sagen. Das heißt, dort, wo etwas im menschlichen Leben triebhaftnicht mehr steuerbar ist, sei es nun Aggression oder Sexualität, dort ist es eigentlich schon ein Symptom einer gestörten Beziehung. Das Primäre ist

sozusagen das Beziehungsverhalten, das Sekundäre ist das Triebhafte, und nicht umgekehrt. Wir kommen nicht als Triebwesen auf die Welt und müssen dann ein Leben lang unsere Triebe bändigen und in soziale Bahnen hineinbringen, sondern umgekehrt. Wir kommen als Menschen auf die Welt, die fähig sind, soziale Bande einzugehen. Und wenn diese Beziehungsfähigkeit des Menschen hier in irgend einer Form gestört ist, dann kann ein Symptom triebhafte Aggression, triebhafte Sexualität sein."

Wenn biologische Gründe eine Rolle spielen, dann eher strategische Gründe. Frauen können insgesamt nur höchstens 10-20 Kinder gebären, Männer aber Tausende zeugen. Das heißt: Frauen müssen in der Wahl ihrer Sexpartner wählerischer sein, zumal an ihnen auch im Zweifel die Brutpflege hängen bleibt. Das hängt aber nicht mit der Stärke eines Triebes zusammen. Außerdem sind es Frauen, die schwanger werden können und sich deshalb vielleicht genauer überlegen, mit wem sie sich einlassen. Wollen sie sicher verhüten, müssen sie erst einen Arzt aufsuchen. Sind sie noch nicht volljährig, müssen die Eltern einverstanden sein. Da Eltern mehr befürchten, dass die Tochter ungewollt schwanger werden könnte (kann ihre gesamten Zukunftspläne ruinieren, während Männer im schlimmsten Fall Unterhalt zahlen müssen), als dass der Sohn irgendwo seine Spuren hinterläßt, werden Mädchen auch heute noch viel mehr vor den Folgen von Sex gewarnt. Pubertierende Jungs machen sich, wenn auch nicht gerade realistisch, über Pornos schlau. Mädchen haben wenig Möglichkeiten, da Pornos meist eher den Phantasien von Männern entsprechen und Frauen nicht über ihre eigene Sexualität aufklären, die eben komplizierter ist, wegen des Abstandes von Lustzentrum (Klitoris) und Vagina. Gerade Mädchen müßten hier viel mehr herangeführt werden, was aber nicht getan wird. Dinge wie die 090-Werbung wirken hier wohl eher abschreckend auf Frauen, die nur selten die Gelegenheit haben, Sex als etwas präsentiert zu bekommen, was ihnen in der Entwicklung zu einer positiven und aktiven sexuellen Identität hilft. In dem Moment, wo sie ihre sexualität anerkennen, erkennen sie auch automatisch an, die Rolle des passiven Sexobjektes zu spielen, so wie sei es in vielen Zusammenhängen vermittelt bekommen, auch dadurch, wonach Jungen die Attraktivität von Mädchen oft beurteilen, nach der Größe der "Titten". Magersucht ist übrigens eine Folge davon, sich gegen die Weiblichkeit des Körpers zu wehren. Aus einer psychologischen Befragung:

"Fragt man Kinder, was denn ein "richtiger" Junge sei, stösst man auf Normen und Werte, die alt und überholt und aus fernen Zeiten zu stammen scheinen: Jungen müssen stark und überlegen sein und sich durchsetzen können, sie dürfen keine Angst zeigen, nicht zaghaft oder vorsichtig sein, ihre Körper sollen supergut funktionieren, sie sollen ständig über sich hinauswachsen. Bereits bei kleinen Jungen zeigt sich ein ausgeprägtes Bedürfnis, sich als unverletzlich, stark und überlegen zu empfinden. Das Stereotyp des angstfreien Helden scheint schon unter Vierjährigen zum gesicherten Wissen um das Wesen des Mannes zu gehören."

(Psychologische Beratungsstelle für Familie und Jugend in Nürtingen) [[http://www.psychologische-beratung-nuertingen.de/bjahr1.htm]]

Was man auch nicht vergessen darf, ist die psychologische Wirkung dessen, dass Frauen immer noch in vielen Fällen als Sexobjekte dargestellt und vermittelt werden. Männer gehen ins Bordell, Frauen bieten sich dort als Ware an. Das bekommen auch schon Pubertierende mit, sodass hier der Mann nach wie vor als aktiver Part vermittelt wird, während Eltern bei Mädchen darauf achten, dass sie nicht in solche Kreise geraten, oder nicht allein durch den Park gehen, wegen der Gefahr, vergewaltigt zu werden. Mädchen wird viel mehr vermittelt, dass Sex mit Gefahren für sie verbunden ist, dass sie sexuell ausgenutzt werden könnten und nicht zu vergessen: Wenn ich mir als Frau einen Unbekannten für ein Sexabenteuer anlache, dann weiß ich nie, was für einen Psychopathen ich erwischt haben könnte. Liege ich erst einmal unter ihm, dann habe ich kaum die Chance, zu entkommen, wenn er etwas mit mir macht, was ich nicht will.

"Die gesellschaftliche Realität für Mädchen sieht so aus, daß ‚Weiblichkeit' nach wie vor mit Zweitrangigkeit, Anpassung und Fremdbestimmung gleichgesetzt, und daß weibliche Sexualität durch eine einseitig männlich geprägte Sichtweise verzerrt und reduziert definiert wird. In sexuellen Witzen oder auch in der sogenannten "Klowandliteratur" in Jugendzentren, Schulen, Unis oder anderen öffentlichen Räumen wird sehr deutlich, welche sexistischen und aggressiv-herabsetzende Einstellungen gegenüber weiblicher Sexualität herrschen. Mädchen und Frauen erscheinen dabei in der Regel als Objekte und werden als frigide, nymphoman oder als Huren abgewertet. Sexuelle Sozialisation scheint bei den Mädchen gekennzeichnet zu sein durch Unterdrückung sexueller Betätigung, Verleugnung und Diffamierung der weiblichen Geschlechtsmerkmale; weibliche Sexualität wird oft auf den Zweck des Kinderkriegens und auf eine zukünftige heterosexuelle Paarbeziehung reduziert. Die sexuellen Lernmöglickeiten von Mädchen sind dabei sehr gering, da sie oft bis zur Pubertät als ‚Neutra' behandelt werden. Sie werden wenig ermutigt, ein positives Verhältnis zu ihren Geschlechtsorganen zu entwickeln. Mädchen entdecken ihren Körper, wenn überhaupt, dann meist allein und im verborgenen (vgl. Lehner-Hartmann 1995). Masturbationsversuche von Mädchen unterliegen einer starken Tabuisierung und die Menstruation wird als ein unangenehmes, peinliches Geheimnis von Mutter zu Tochter übertragen, daß bei Mädchen oftmals zu Scham und unangenehmen Gefühlen führt. Die Hygiene-Industrie leistet zur "Verschmutzung" des Intim-Bereichs ihren speziellen Beitrag. Sexualität bleibt daher für viele Mädchen ein Geheimnis und wird frühestens durch die sexuellen Kontakte zum anderen Geschlecht gelüftet.

Zusätzlich zu dieser großteils repressiven Sexualerziehung wird der Bewegungsdrang und die Entdeckungslust bei Mädchen eingeschränkt. Begründet wird dies zumeist von den Eltern mit der starken Sorge um Gefahren vor sexuellen Übergriffen, obwohl die sexuelle Bedrohung im familiären Verwandten- und Freundeskreis am größten ist (vgl. Wimmer-Puchinger/Reisel 1991). Das Vertrauen in die eigene körperliche Kraft sowie Durchsetzungsvermögen ("Nein- Sagen") werden bei Mädchen nicht selbstverständlich gefördert, und die oft verbreitete Vorstellung, potentielles Opfer sexueller Gewalt zu sein, wird damit weiter unterstützt. Körperlichkeit und Geschlechtlichkeit werden als etwas Bedrohliches und Gefährliches vermittelt, weshalb Mädchen auch beaufsichtigt und geschützt werden müssen. Eltern warnen vor der Gefahr ‚fremder Mann' und einer ungewollten Schwangerschaft und fördern Zurückhaltung und diffuses Mißtrauen.

In der Pubertät erlebt das Mädchen plötzlich, daß ihr Körper zum zentralen Ausgangspunkt für große Verunsicherungen wird. Die Anforderungen an Verhalten und Aussehen machen immer deutlicher, daß dies zur Bewertungsgrundlage der eigenen Person wird. Mädchen werden zum (Sexual)Objekt. Angesichts der in den Medien vermittelten Schönheitsideale kann sich kaum ein Mädchen als vollkommen empfinden. Ein positives Verhältnis zum Körper zu entwickeln, erscheint fast aussichtslos. Körper und Sexualität können so nicht zu lebensspendenden Quellen der Selbst-Sicherheit, des Selbst-Ausdruckes und der Entspannung sein, vielmehr führen sie zu Selbst-Verunsicherung, Selbst-Entfremdung und Verspannung."

(Bundesministerium für soziale Sicherheit und Generationen, Österreich, Ingrid Kromer, Wien, 1999) [[http://www.bmsg.gv.at/bmsg/relaunch/jugend/content/jugendforschung/downloads/jugendsexualitaet.pdf]]

Frauen müssen also generell vorsichtiger sein, was dazu führt, dass ihre Sexualität generell mit mehr Angst verbunden ist. Diese Gefahren werden ihnen nach wie vor von den Eltern vermittelt, wäre auch sonst verantwortungslos.

Übrigens: Menschen haben übrigens generell keine festen Paarungszeiten, weder Frauen noch Männer.

lPast,Evxen


hehehe

zuerst verteufelt sie die Psychoanalyse, dann zitiert sie einen Psychoanalytiker zur Untermaurung ihrer Thesen, da sich im Verlaufe der Diksussion sowohl die allgemeine Psychologie als auch die Biologie als nicht mehr brauchbar herausgestellt hat.

Sehr interessant... wobei der zitierte Herr offensichtlich ein abtrümmiger seine Berufsgruppe zu sein scheint. Ein Psychoanalytiker, der die Existenz von Trieben bestreitet ist wie ein katholischer Nihilist... Naja, den Gebrüdern Grimm hat man ja auch nicht das Schreiben verboten....

Wieder diese Kulturlüge von wegen, frauen müssten vorsichtiger sein, erklärt IMMER NOCH NICHT die Tatsache, dass Frauen seltener masturbieren und ist übrigens mit unserer modernen Gesellschaft, in der Verhütung zum Alltag gehört und als ziemlich sicher gilt, nicht vereinbar. So ein dummer Kappes... und sollte es dennoch passieren, gibt es noch die Pille danach. (bitte keine ethische Prügel jetzt).

wonach Jungen die Attraktivität von Mädchen oft beurteilen, nach der Größe der "Titten"

HAAAAA und wonach beurteilen Mädchen Jungen ? Status/Resourcen/Hintern/ und neuerdings sogar die Länge des Gliedes etc etc....

so ein sexistischer Unfug.

Masturbationsversuche von Mädchen unterliegen einer starken Tabuisierung

Wer tabuisiert hier etwas ? Meinst du, die Eltern von Jungen würden mit diesen darüber reden ? Du hast sie doch nicht mehr alle....

Körperlichkeit und Geschlechtlichkeit werden als etwas Bedrohliches und Gefährliches vermittelt, weshalb Mädchen auch beaufsichtigt und geschützt werden müssen. Eltern warnen vor der Gefahr ‚fremder Mann' und einer ungewollten Schwangerschaft und fördern Zurückhaltung und diffuses Mißtrauen.

Ok. Wann hat der gute Mann diese Abhandlung geschrieben ? 1897 ? 1950 ? 1970 ?

Ich habe keine Lust, hier immer wieder dieselben Argumente anzuführen. Diese Diskussion dreht sich seit Ewigkeiten im Kreis. Diese suppressive Erziehung der Mädchen in der heutigen Gesellschaft, welche du uns hier weis machen willst, finde ich nirgendwo wieder - nicht bei Verwandten, engen Bekannten und auch nicht bei anderen. Es kann sein, dass deine Generation noch etwas hiervon zu spüren bekam (und grainnes), die heutige Jugend jedoch zeigt keinerlei Spuren dieser Art mehr auf. Gegenteiliges erlebe ich beinahe jeden Tag... direkt oder vom Hörensagen.

Vielleicht solltest du dich mehr mit jungen Mädchen unterhalten... geh mal zu den 20ern oder sogar zu den Teenies und rede ein wenig mit ihnen. Vielleicht geht dir dann ein Licht auf ... siehst du dann den Widerspruch zwischen deiner Ansicht und der Realität, auch wenn dieser dir nicht schmecken mag.... Dies halte ich übrigens für den Grund, warum du so stur auf deiner Ansicht beharrst... das Problem liegt in dir und nicht in der Gesellschaft.

fg

w{ieaucrhimxmer


lastEven

Das Datum stand dabei. Es ist aus den 90gern. Die Forschungen beruhen auf einer Befragung des Emnit-Institutes.

Der "abtrünnige" Psychoanalytiker verneint den Sexualtrieb gar nicht (wenn du mal richtig gelesen hast) sondern sieht ihn als zweitrangig.

Du kannst natürlich immer alle Gesellschaftsstudien anzweifeln und lieber deine schwammige These vom höherem Sexualtrieb von Männern weiter vertreten. Dann scheinst du aber sehr ignorant!

"Vor etwas mehr als zwanzig Jahren hat Michel Foucault in L'histoire de la sexualité (Foucault 1976) gezeigt, daß sexuelle Normen und Kategorien ein System von Machtbeziehungen, eine Art und Weise, Macht zu denken und zu organisieren, konstituieren. Selbst wenn wir glauben, mit dem Sex einen essentiellen, innersten und eigensten Teil unserer Identität zu besitzen, sind wir den soziokulturellen Techniken des "Sexualitätsdispositivs" ausgeliefert. Foucaults Thesen haben die Historiographie der Sexualität revolutioniert: Die "alte", von der Freudschen Psychoanalyse beeinflußte Sexualitätsgeschichte bediente sich noch des "Dampfkesselmodells", nach dem ein biologischer "Sexualtrieb" durch kulturelle und gesellschaftliche "Repression" modelliert wird. Die "neue" Sexualitätsgeschichte hingegen rückte die produktive Konstruktion des Sexuellen in den Vordergrund und untersuchte vor allem die Sinngebung der sexuellen Begierde. Das Sexuelle, als Trieb, Begierde, Vorstellung usw., sei sozial und kulturell konstruiert - so lautete das neue Credo der meisten Sexualitätshistoriker und -historikerinnen. "

"Der Einfluß von Sexualhormonen auf das Sexualverhalten ist geringer als angenommen.

Zu diesem Resultat kamen Wissenschaftler der Penn State University im Rahmen einer Studie an 39 Männern und 16 Frauen, deren Ergebnisse jetzt in der Fachzeitschrift "Journal of Clinical Endocrinilogy and Metabolism" veröffentlicht wurden. Alle Probanden mußten sich aus medizinischen Gründen einer Hormonbehandlung unterziehen, da bei ihnen die Pubertät verzögert eintrat. Die Jungen erhielten Testosteron, die Mädchen ein

Östrogenpräparat verabreicht. Im Wechsel wurden ihnen jeweils drei Monate lang die Medikamente und drei Monatelang Placebos gegeben, wobei die Dosis der Hormone während der Gesamtdauer von zwei Jahren ständig stieg. Durch Befragung der Studienteilnehmer analysierten die Wissenschaftler deren Sexualverhalten. Zwischen den Zeiten der medikamentösen Behandlung und der Verabreichung von unwirksamen Placebos fanden sie dabei keine gravierenden Unterschiede. Trotzdem sei auffällig, daß während der Einnahme hoher Dosen bei Jungen die Rate der spontanten nächtlichen Ejakulation anstieg und die Mädchen öfter knutschen wollten."

Karin Hollricher, Penn State University

"Vier Monate braucht der weibliche Körper, um sich auf den Sex mit einem neuen Partner einzustellen. Zunächst sind die Spermien für den Organismus der Frau noch Fremdkörper, wie die "Apotheken Umschau" berichtet. Deshalb könne neue Liebe sogar zu Hautreizungen und Entzündungen führen. Erst nach vier Monaten tritt der Gewöhnungseffekt ein, der neuen Forschungen zufolge sogar vor Komplikationen bei der Schwangerschaft schützt: Wissenschaftler der Universität Adelaide in Australien fanden dem Bericht zufolge heraus, dass das Komplikationsrisiko acht Mal geringer ist als mit einem ganz neuen Partner."

Gqrai|nxne


last even,

Und warum befriedigen sich diese Frauen nicht ausgiebig selbst? Logisch wäre das ja..

dazu wieauchimmers Worte, denen ich voll zustimmen kann.

Sexuelle Sozialisation scheint bei den Mädchen gekennzeichnet zu sein durch Unterdrückung sexueller Betätigung, Verleugnung und Diffamierung der weiblichen Geschlechtsmerkmale; weibliche Sexualität wird oft auf den Zweck des Kinderkriegens und auf eine zukünftige heterosexuelle Paarbeziehung reduziert. Die sexuellen Lernmöglickeiten von Mädchen sind dabei sehr gering, da sie oft bis zur Pubertät als ‚Neutra' behandelt werden. Sie werden wenig ermutigt, ein positives Verhältnis zu ihren Geschlechtsorganen zu entwickeln. Mädchen entdecken ihren Körper, wenn überhaupt, dann meist allein und im verborgenen (vgl. Lehner-Hartmann 1995). Masturbationsversuche von Mädchen unterliegen einer starken Tabuisierung und die Menstruation wird als ein unangenehmes, peinliches Geheimnis von Mutter zu Tochter übertragen, daß bei Mädchen oftmals zu Scham und unangenehmen Gefühlen führt. Die Hygiene-Industrie leistet zur "Verschmutzung" des Intim-Bereichs ihren speziellen Beitrag. Sexualität bleibt daher für viele Mädchen ein Geheimnis und wird frühestens durch die sexuellen Kontakte zum anderen Geschlecht gelüftet.

Zitat: Grainne schrieb:

das ist definitiv keine Unlogik. Nicht nur SB wird bei Frauen stärker unterdrückt sondern auch eine gesunde, selbstbewusste Einstellung zu ihrer eigenen SExualität bzw. ihren Bedürfnissen.

last even antwortete:

Ohje... nicht zu fassen, was ich gerade am Telefon mitgemacht habe... *ggg* und die Mädels waren gerade mal süße 16...

mag sein, dass das bei der jüngeren Generation anders ist. Ich gönne es den Mädchen. Unsere Generation (bin 42) wurde nur mit Müh und Not aufgeklärt, aber dass Frau auch einen Orgasmus haben kann bzw. Sex Spaß macht, wurde dabei wohlweislich verschwiegen.

Zitat:

Grainne schrieb:

"dauergeil" wird bei Frau aber eher als von der Norm abweichendes Verhalten angesehen

last even antwortete:

ja klar! Das habe ich ja auch gesagt... wenn ein Mann einen Bart trägt, so wird das nicht so stark als von der Norm abweichend angesehen wie ein Damenbart. Wenn ein Mann dicke Brüste hat, so wird dies als mehr von der Norm abweichend angesehen als wenn eine Frau dicke Brüste hat

gut, wenn du das so wertneutral siehst.

Wird es aber in unserer Gesellschaft nicht. Da ist m.Mn. nach eine dauergeile Frau eine Schlampe.

Na gut, dann bin ich halt eine ;-)

Ich kann wieauchimmers langen letzten Text fast ganz bestätigen.

Meine eigene Sexualität habe ich erst durch Schreiben im zarten Alter von 42 entdeckt. Dazu haben mir weder meine Eltern, noch die Aufklärung noch irgend ein Mann verholfen, im Gegenteil, im nachhinein kann ich nur sagen, sie waren alle irgendwie hinderlich.

lg Grainne

l-a:st{Evexn


@grainne + wieauchimmer

das meine ich ja.... heute sind die Dinge anders als früher. Und dennoch wollen Männer heute NOCH öfter als Frauen... (egal ob sex oder sb), was wiederum auf einen biologischen faktor hindeutet. (da der kulturelle wohl beinahe außer acht gelassen werden kann).

@wieauchimmer

Der "abtrünnige" Psychoanalytiker verneint den Sexualtrieb gar nicht (wenn du mal richtig gelesen hast) sondern sieht ihn als zweitrangig.

Doch!

Das Wichtige erscheint mir doch, daß Triebe nicht von Haus aus am Menschen sind

alle gängigen Triebdefinitionen beschreiben einen Trieb als eine angeborene Eigenschaft eines Organismus.

q.e.d.

Wenn er von "Trieb" spricht, meint er offensichtlich damit nicht das, was ursprünglich als "Trieb" in allen Lexika zu finden und für den Psychoanalytiker normalerweise der Ausgangspunkt seiner Überlegungen ist.

Dann scheinst du aber sehr ignorant!

Wie war das mit dem Schneider & Schmalt Zitat ? Was meinen Heckhausen und Rheinbeg ? Und diese Herren sind allesamt Professoren für Psychologie an deutschen Universitäten.

Du stützt deine Argumentation auf Philosophen und abtrümmige Psychoanalytiker, ich für meinen Teil glaube der Schulpsychologie (v.a. Motivationspsychologie und Biopsychologie) mehr, jedem das seine.

fg

w&ieaucYhimmxer


Heute ist alles anders

Die Texte waren aktuell...und außerdem, da z.B. vom Bundesministerium in Auftrag gegeben, mit Sicherheit an der Schulpsychologie ausgerichtet.

Dass Frauen mehr als passive Sexobjekte dargestellt werden, auf jeder Bildzeitung auf Seite 1 eine nackte Frau mit dummen Sprüchen (Ich weiß, die schreibt einen Frau) dargestellt wird, Frauen sicher immer noch mehr Gefahren ausgesetzt sind, ect. Auch in meinem Alter wird man immer noch herablassend mit "na,süße" angequatscht, als hätte man "Ich koste nur 5 Euro" auf der Stirn stehen und Frauenhandel ist auch kein Mythos.

Es hat sich zwar viel geändert, aber längst nicht alles, um gesellschaftliche Ursachen auszuschließen.

l_asmtEvexn


lalala

Dass Frauen mehr als passive Sexobjekte dargestellt werden, auf jeder Bildzeitung auf Seite 1 eine nackte Frau mit dummen Sprüchen (Ich weiß, die schreibt einen Frau) dargestellt wird

Oh, sorry, die les' ich mir äußerst selten durch.... doch soweit ich sie in erinnerung habe, sind die gar nicht so passiv wie du das wieder einmal auffasst. desweiteren kommt dem mann allein durch seine anatomie die aktivere rolle zu... aber auch diese tatsache scheinst du durch die blickverengung, welcher du unterliegst, zu übersehen oder nicht wahrhaben zu wollen.

fg

g{uxs


Nachhilfe Logik:

Korrekt:

Von einem Einzelfall auf die Existenz von etwas schließen:

"Das gibt es, wir haben es gesehen."

Zum guten Stil gehöre praktisch natürlich mehrere Fälle.

NICHT Korrekt:

Aus wievielauchimmer ausgesuchten Beispielen VERALLGEMEINERN:

"SO ist es üblich, DAS ist die Regel"

Und wenn man noch so viele Beispiele bringt, es geht nicht.

gIus


Wieauchimmer

Du hast deinen Kollegen "aus der Zunft der Psychoanalytiker" falsch verstanden!

Er sagt gar nicht, daß es nichts Triebhaftes gibt.

Er betont nur den kulturellen Einfluss.

Nichts Neues, wie schon lastEven bemerkte:

Es gibt auch Leute die sich zu Tode hungern.

Insofern liegt der Herr nicht mit dir auf einer Linie.

g<us


Die psychologische-beratung-nuertingen.de

konstatiert ebenfalls nur etwas was für Jungs wie Mädchen gilt:

"[Alle] müssen stark und überlegen sein und sich durchsetzen können, sie dürfen keine Angst zeigen, nicht zaghaft oder vorsichtig sein, ihre Körper sollen supergut funktionieren, sie sollen ständig über sich hinauswachsen"

Eine allgemeine kulturelle Sackgasse unserer Zeit, wie sie sie an anderer Stelle sicher auch bemerken.

wtieauhcvhimxmer


Andere Kulturen, andere Sitten

Gerade entdeckt: Der Link steht neu hier auf Aktuelles:

[[http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,264772,00.html]]

Frauen wollen Sex, Männer wollen kuscheln

Eine Untersuchung zum Geschlechtsleben der Norweger förderte Erstaunliches zu Tage: Im hohen Norden leben junge Frauen ihren Sextrieb aus, Männer dagegen sehnen sich eher nach Zärtlichkeit.

Liebespaar: Norwerger wollen kuscheln, Norwegerinnen wollen mehr

Das Klischee vom bärtigen, Wollpulli tragenden norwegischen Kuschelbären ist offenbar näher an der Realität als gedacht - zumindest, was die Sexualität betrifft. Sieben Jahre lang studierten Wissenschaftler der Universität Oslo 2700 ihrer Landsleute im Alter zwischen 20 und 26 Jahren. Das Ergebnis: 84 Prozent der jungen Norwegerinnen sind mit ihrem Sexualleben zufrieden oder sehr zufrieden. Derart wohl fühlten sich nur drei Viertel der Männer, die außerdem mehr auf Streicheln, Kuscheln und Küssen eingestellt seien.

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