» »

Wie steht ihr Frauen zu Sexbildchen?

whiea`uc8himamexr


Maz

Auch Selbstbefriedigung ist nur eingeschränkt eine Körperfunktion, denn Samen wird nicht regelmäßig gebildet und muss dann ausgeschieden werden, sondern er wird nach Bedarf gebildet. (Ähnlich wie bei der Muttermilch, die erst zur weiteren Produktion angeregt wird, je mehr das Baby trinkt, trinkt es nicht mehr, geht die Produktion zurück)

Vielleicht hat es sich noch nicht rumgesprochen, aber die "Samenstauthese" (Hydraulikmodell von S. Freud) ist überholt. Je mehr Sex oder SB jemand hat, umso mehr wird die Samenproduktion angeregt. Andererseits ist es aber ungesund, wenn man sehr lange nicht für "Abfluss" sorgt.

w2ieauc_himhm.er


damiana

Maz hat recht:

"Wie beim Menschen gibt es auch beim Affen Hinweise, dass das Sexualverhalten nicht angeboren, sondern erlernt ist. Rhesusaffen, die von Geburt an nur mit Mutterattrappen aufgewachsen sind, kopulieren nicht, nur masturbieren können sie von Geburt an. Auch Findelkinder wie der "Wilde von Aveyron" (als 12jähriger 1800 aufgegriffen) oder Kaspar Hauser (als 16jähriger 1828 aufgetaucht) sollen - sieht man von (nur in Andeutungen überlieferten) Masturbationsakten ab - asexuell gewesen sein. Zu Recht bemerkt Shere Hite: "Sogar Schimpansen und andere Tiere müssen erst lernen, Geschlechtsverkehr zu haben. Sex und alle körperlichen Beziehungen sind etwas von uns Geschaffenes. Sie sind Formen unserer Kultur und keine biologischen Formen."

Wieso befriedigen sich Mädchen seltener (was nicht immer zutrifft. Ich habe es früher sehr häufig angefangen in der Pubertät, wo ich noch gar nicht wußte, dass es SB ist:

"...Masturbationsversuche von Mädchen unterliegen einer starken Tabuisierung und die Menstruation wird als ein unangenehmes, peinliches Geheimnis von Mutter zu Tochter übertragen, daß bei Mädchen oftmals zu Scham und unangenehmen Gefühlen führt. Die Hygiene-Industrie leistet zur "Verschmutzung" des Intim-Bereichs ihren speziellen Beitrag. Sexualität bleibt daher für viele Mädchen ein Geheimnis und wird frühestens durch die sexuellen Kontakte zum anderen Geschlecht gelüftet.

Zusätzlich zu dieser großteils repressiven Sexualerziehung wird der Bewegungsdrang und die Entdeckungslust bei Mädchen eingeschränkt. Begründet wird dies zumeist von den Eltern mit der starken Sorge um Gefahren vor sexuellen Übergriffen, obwohl die sexuelle Bedrohung im familiären Verwandten- und Freundeskreis am größten ist..."

d0amiHan'a


wieauchimmer

ich weiss nicht, irgendwie reden wir aneinander vorbei. ich behaupte nicht, dass das sexualverhalten angeboren ist, sondern dass es gewisse unterschiede gibt zwischen männern und frauen, die dazu führen, dass für einen mann sexuelle betätigung stärker eine physische notwendigkeit ist und für eine frau mehr eine frage des wollens. ich kenne keinen mann, der es schafft, monatelang ohne selbstbefriedigung auszukommen. ich dagegen kann das.

und meine frage hast du mir immer noch nicht beantwortet - selbst wenn du recht hättest und alle unterschiede wären auf erlernte rollen zurückzuführen, meinst du wirklich du könntest das im alleingang in einer beziehung umkrempeln?

dBam1ianya


na was ist denn...

scheint nicht auf in der liste, werd ich also nochmal nachhelfen :-)

wYieaucEhimmxer


Biologie versus Kultur

Es gibt (noch) keine Beweise dazu, dass Männer einen höheren Sexualtrieb hätten. Von "Sexualtrieb" redet man überhaupt erst seit dem 19 JH. Er resultiert aus den Lehren von Freud und seinen Vorgängern, die ohne die Möglichkeit einer wissenschaftlichen Überprüfung eine triebhafte Sexualität angenommen haben. Dass z.B. sexuelle Gewalttaten keine sexuell motivierte Gewalt sind, sondern gewaltmotivierte sexuelle Handlungen, ist mittlerweile hinreichend untersucht worden. Es gibt auch keinerlei Bestätigung, dass sexuelle Gewalttäter einen erhöhten Sexualtrieb (besonders hohe Hormonproduktion) haben, sondern eher sogar impotent sind.

Die These des verschieden starken Sexualtriebes ist also nichts als eine These, also eine schwache Argumentationsgrundlage.

Über die sozialisatorischen Bedingungen der Geschlechtlichkeit gibt es hingegen einen ganzen Studienzweig, die Genderforschung. Über kulturelle Zuweisungen (z.B. Religion) läßt sich der heutige Zustand (Männer denken mehr an Sex) gut nachvollziehen. Für Männer ist seit Jahrtausenden die sexuelle Aktivität nicht nur als Bedürfnis akzeptiert, sondern Zeichen von Männlichkeit.

Auch heute noch vermittelt allein die Tatsache, dass es Prostitution fast nur für Männer gibt (und ebenfalls Pornografie), dass Frauen sexuelle, käufliche, auf den Körper reduzierte Objekte sein können, die konsumiert werden, während Männer die aktiven Konsumenten sind. Jedes Mädchen und jeder Junge bekommt diesen unterschied spätestens in der Pubertät mit und es prägt das jeweilige Selbstbild der Geschlechtsidentität. Die Emanzipation hat zwar die Differenzen aufgeweicht, aber ein Gleichstand ist noch in weiter Ferne. (Die Porno- und Prostitutionsindustrie bommt, fast wie zum Trotz zur Emazipation, wie nie zuvor mit dem Unterschied, dass sich nun auch Frauen mehr und mehr als sexuell aktiv begreifen und nicht als passives Objekt zur Befriedigung des männlichen Sextriebes). Erst wenn hier ein Gleichstand erreicht werden würde, kann man sehen, welche Unterschiede dann noch bleiben.

Hier kann man einen Trend zur Angleichung feststellen, aber noch keinen Gleichstand:

"Die Entwicklungen der letzten 25 Jahre zeigen auch, daß Burschen sich heute sexuell weniger triebhaft und gefährlich erleben - sie domestizieren ihre Sexualität durch Partnerorientierung. "Das Erleben der Pubertät als plötzlichen Triebeinbruch, der Kampf gegen die sexuellen Impulse, das lust-, angst- und schuldvolle Sich-Überwältigen-Lassen von diesen Impulsen im masturbatorischen oder verbotenen heterosexuellen oder homosexuellen Akt, (...) sind so gut wie nicht mehr zu finden" (vgl. Schmidt 1993, 4). Dies kann jedoch nicht, wie zu vermuten wäre, mit AIDS begründet werden, sondern eher mit dem Resultat der sich verändernden Rollenmuster und Geschlechterverhältnisse in unserer westlichen Gesellschaft. Mädchen fordern von Burschen mehr Liebe und Zärtlichkeit ein und erwarten, daß die insbesondere durch den Konsum der Medien entstandenen Bedürfnisse befriedigt werden.

Männliche Jugendliche begegnen diesem Bedürfnis nach Nähe und Zärtlichkeit seitens der Mädchen mit einer zunehmenden Beziehungsorientierung. Burschen haben sich demzufolge in ihrem Motiv, Sexualität in Verbindung mit Liebe und Beziehung, denen der Mädchen angenähert. Denn "Liebe" wird heute bei Burschen (aber auch bei den Mädchen) als wichtigster Beweggrund für den ersten Geschlechtsverkehr genannt. Das sexuelle Verlangen als Motiv für "Sex" ist damit deutlich zurückgegangen. (Vgl. Schmid 1993, 40) 1970 gaben bei den 16- und 17jährigen Burschen etwa 46% an, daß sie nur mit einem Mädchen Geschlechtsverkehr haben wollen, das sie richtig lieben. 1990 waren es dagegen schon 71%. Die Mädchen blieben ihrer Einstellung hinsichtlich einer Verknüpfung von Liebe und Sexualität hingegen treu...."

Unsere Kultur entstand in Mesopotamien (auch die Bibel hat hier ihre Vorläufer, z. B. im Gilgamesch Epos) und breitete sich durch Völkerwanderung, Imperialismus und Kolonialisierung auf der ganzen Welt aus. In den wenigen übriggebliebenen "Naturvölkern" die lange von unserem Kultureinfluß verschont blieben, gibt es weder Prostitution, noch Pornografie. Wäre beides auf einen biologischen und nicht kulturellen Unterschied zurückzuführen, müßte es soetwas oder ähnliches aber ausnahmslos in jeder Kultur geben! Das ist nicht der Fall.

Die These vom höheren Sexualtrieb von Männern resultiert aus einer kulturellen Ideologie, denn sie ist viel viel älter, als die wissenschaftlichen Möglichkeiten, die tatsächlichen biologischen Bedingungen zu erforschen. Dieses Gedankengut (Mem) hat eine lange Tradition und scheint ja auch noch heute, ohne jegliche Beweisführung, weiter zu existieren. Manche Mythen existieren so lange, bis man sie eindeutig widerlegt hat, auch ohne sie jemals bewiesen zu haben.

(Dass die Erde eine Scheibe ist und der Mittelpunkt des Universums, was wichtig für die Begründung der einzigartigen Stellung des Menschen war, wurde auch erst aufgegeben, als man das Gegenteil beweisen konnte. Aber selbst dann wurde es von der Kirche noch lange dementiert, weil es die Einzigartigkeit und Besonderheit von Gottes Schöpfung in Frage stellte und damit die kirchliche Autorität unterwanderte)

Man sollte also danach fragen, was das Festhalten an dieser unbewiesenen These für Ursachen hat. Könnte es etwas mit der Gleichberechtigung zutun haben?

wjieqaurchi&mmexr


Biologie versus Kultur

(Hoffe, dieser Beitrag taucht jetzt nicht dreimal auf, weil ich beim Absenden zweimal einen Error hatte.)

Es gibt (noch) keine Beweise dazu, dass Männer einen höheren Sexualtrieb hätten. Von "Sexualtrieb" redet man überhaupt erst seit dem 19 JH. Er resultiert aus den Lehren von Freud und seinen Vorgängern, die ohne die Möglichkeit einer wissenschaftlichen Überprüfung eine triebhafte Sexualität angenommen haben. Dass z.B. sexuelle Gewalttaten keine sexuell motivierte Gewalt sind, sondern gewaltmotivierte sexuelle Handlungen, ist mittlerweile hinreichend untersucht worden. Es gibt auch keinerlei Bestätigung, dass sexuelle Gewalttäter einen erhöhten Sexualtrieb (besonders hohe Hormonproduktion) haben, sondern eher sogar impotent sind.

Die These des verschieden starken Sexualtriebes ist also nichts als eine These, also eine schwache Argumentationsgrundlage.

Über die sozialisatorischen Bedingungen der Geschlechtlichkeit gibt es hingegen einen ganzen Studienzweig, die Genderforschung. Über kulturelle Zuweisungen (z.B. Religion) läßt sich der heutige Zustand (Männer denken mehr an Sex) gut nachvollziehen. Für Männer ist seit Jahrtausenden die sexuelle Aktivität nicht nur als Bedürfnis akzeptiert, sondern Zeichen von Männlichkeit.

Auch heute noch vermittelt allein die Tatsache, dass es Prostitution fast nur für Männer gibt (und ebenfalls Pornografie), dass Frauen sexuelle, käufliche, auf den Körper reduzierte Objekte sein können, die konsumiert werden, während Männer die aktiven Konsumenten sind. Jedes Mädchen und jeder Junge bekommt diesen unterschied spätestens in der Pubertät mit und es prägt das jeweilige Selbstbild der Geschlechtsidentität. Die Emanzipation hat zwar die Differenzen aufgeweicht, aber ein Gleichstand ist noch in weiter Ferne. (Die Porno- und Prostitutionsindustrie bommt, fast wie zum Trotz zur Emazipation, wie nie zuvor mit dem Unterschied, dass sich nun auch Frauen mehr und mehr als sexuell aktiv begreifen und nicht als passives Objekt zur Befriedigung des männlichen Sextriebes). Erst wenn hier ein Gleichstand erreicht werden würde, kann man sehen, welche Unterschiede dann noch bleiben.

Hier kann man einen Trend zur Angleichung feststellen, aber noch keinen Gleichstand:

"Die Entwicklungen der letzten 25 Jahre zeigen auch, daß Burschen sich heute sexuell weniger triebhaft und gefährlich erleben - sie domestizieren ihre Sexualität durch Partnerorientierung. "Das Erleben der Pubertät als plötzlichen Triebeinbruch, der Kampf gegen die sexuellen Impulse, das lust-, angst- und schuldvolle Sich-Überwältigen-Lassen von diesen Impulsen im masturbatorischen oder verbotenen heterosexuellen oder homosexuellen Akt, (...) sind so gut wie nicht mehr zu finden" (vgl. Schmidt 1993, 4). Dies kann jedoch nicht, wie zu vermuten wäre, mit AIDS begründet werden, sondern eher mit dem Resultat der sich verändernden Rollenmuster und Geschlechterverhältnisse in unserer westlichen Gesellschaft. Mädchen fordern von Burschen mehr Liebe und Zärtlichkeit ein und erwarten, daß die insbesondere durch den Konsum der Medien entstandenen Bedürfnisse befriedigt werden.

Männliche Jugendliche begegnen diesem Bedürfnis nach Nähe und Zärtlichkeit seitens der Mädchen mit einer zunehmenden Beziehungsorientierung. Burschen haben sich demzufolge in ihrem Motiv, Sexualität in Verbindung mit Liebe und Beziehung, denen der Mädchen angenähert. Denn "Liebe" wird heute bei Burschen (aber auch bei den Mädchen) als wichtigster Beweggrund für den ersten Geschlechtsverkehr genannt. Das sexuelle Verlangen als Motiv für "Sex" ist damit deutlich zurückgegangen. (Vgl. Schmid 1993, 40) 1970 gaben bei den 16- und 17jährigen Burschen etwa 46% an, daß sie nur mit einem Mädchen Geschlechtsverkehr haben wollen, das sie richtig lieben. 1990 waren es dagegen schon 71%. Die Mädchen blieben ihrer Einstellung hinsichtlich einer Verknüpfung von Liebe und Sexualität hingegen treu...."

Unsere Kultur entstand in Mesopotamien (auch die Bibel hat hier ihre Vorläufer, z. B. im Gilgamesch Epos) und breitete sich durch Völkerwanderung, Imperialismus und Kolonialisierung auf der ganzen Welt aus. In den wenigen übriggebliebenen "Naturvölkern" die lange von unserem Kultureinfluß verschont blieben, gibt es weder Prostitution, noch Pornografie. Wäre beides auf einen biologischen und nicht kulturellen Unterschied zurückzuführen, müßte es soetwas oder ähnliches aber ausnahmslos in jeder Kultur geben! Das ist nicht der Fall.

Die These vom höheren Sexualtrieb von Männern resultiert aus einer kulturellen Ideologie, denn sie ist viel viel älter, als die wissenschaftlichen Möglichkeiten, die tatsächlichen biologischen Bedingungen zu erforschen. Dieses Gedankengut (Mem) hat eine lange Tradition und scheint ja auch noch heute, ohne jegliche Beweisführung, weiter zu existieren. Manche Mythen existieren so lange, bis man sie eindeutig widerlegt hat, auch ohne sie jemals bewiesen zu haben.

(Dass die Erde eine Scheibe ist und der Mittelpunkt des Universums, was wichtig für die Begründung der einzigartigen Stellung des Menschen war, wurde auch erst aufgegeben, als man das Gegenteil beweisen konnte. Aber selbst dann wurde es von der Kirche noch lange dementiert, weil es die Einzigartigkeit und Besonderheit von Gottes Schöpfung in Frage stellte und damit die kirchliche Autorität unterwanderte)

Man sollte also danach fragen, was das Festhalten an dieser unbewiesenen These für Ursachen hat. Könnte es etwas mit der Gleichberechtigung zutun haben? Sollte nämlich eindeutig bewiesen werden, dass Männer keinen höheren Sexualtrieb haben, dann würde damit das einseitige Angebot an Pornografie und Prostitution (mitsamt Frauenhandel) in Frage gestellt, denn dann müßten sich entweder Männer genauso als Sexobjekte für Frauen hergeben, oder es ihrerseits dran geben, Frauen als Sexobjekte zu behandeln.

l:astE}vxen


wie auch immer, immer schlimmer

Sex und alle körperlichen Beziehungen sind etwas von uns Geschaffenes. Sie sind Formen unserer Kultur und keine biologischen Formen

Jetzt erinnere ich mich..... wir haben bereits in einem anderen Thread diesbezüglich verschiedene Meinungen vertreten. Dieser Satz erscheint nicht nur unlogisch, sondern geradezu lächerlich. Du würdest heute nicht hier sitzen und schreiben, wenn nicht bereits der Urmensch instinktiv Gefallen daran gefunden hätte, sein Glied in die Vagina der Frau zu stecken.

So ein Kappes.... Eine Kultur hat es nicht von anfang an gegeben. Sie wurde erst geschaffen. Also kann die Kultur nicht die Ursache unseres Sexualverhaltens gewesen sein, sondern ein Produkt desselben, bzw. etwas, das durch TRIEBVERZICHT geschaffen wurde.

Auch Selbstbefriedigung ist nur eingeschränkt eine Körperfunktion, denn Samen wird nicht regelmäßig gebildet

Das ist nicht korrekt, der Rest jedoch stimmt. Die Samenproduktion steigt mit der sexuellen Aktivität, doch auch ohne eine solche findet sich regelmäßig - wenn auch in einem geringeren ausmaße - statt.

Vielleicht hat es sich noch nicht rumgesprochen, aber die "Samenstauthese" (Hydraulikmodell von S. Freud) ist überholt

Soweit ich weiß, hat Freud selbst mit dieser Theorie gebrochen (Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie)

Wenn Masturbationspraktiken kein Ausdruck des Sexualtriebes darstellen, was denn bitte sonst ?

Wieso befriedigen sich Mädchen seltener

Sicher, weil noch in der heutigen Gesellschaft ein masturbierendes Weib als unrein/unedel/besessen angeseehn wird *lol*. So ein Fuppes. Was bleibt übrig ?

Weisst du eigentlich, wer in ähnlicher weise wie du über diese sache gedacht hat ? Niemand anderes als Sigmund Freud selbst. Um die Jahrhundertwende (19./20. Jh.) mag das sogar zugetroffen haben! Doch der gesellschaftliche Kontext hat sich geändert... eine masturbierende Frau wird nicht mehr geschmäht als ein masturbierender Mann auch.... eher umgekehrt.

Dass z.B. sexuelle Gewalttaten keine sexuell motivierte Gewalt sind, sondern gewaltmotivierte sexuelle Handlungen, ist mittlerweile hinreichend untersucht worden

Falsch. Sowohl das eine als auch das andere gibt es. Jemand, der aus einem jahrelangen sexuellen Engpass heraus sich mit Gewalt nimmt, was er will, tut dies nicht der Gewalt, sondern der Lust wegen. Er ist bereit, Gewalt in Kauf zu nehmen, um sexuelle Befriedigung zu erreichen. Andernfalls wäre es günstiger (man verzeihe mir dieses wort in diesem kontext), einfach nur zu schlagen, zumal das Strafmaß hier niedriger angesetzt ist.

Die These des verschieden starken Sexualtriebes ist also nichts als eine These, also eine schwache Argumentationsgrundlage.

Ja.... mag sein, dass noch keine durchschlagenden Beweise erbracht wurden. Doch dies wird die Zeit womöglich besorgen.

Deine kulturelle These hingegen ist in meinen Augen noch schwächer. (Es steht mir zwar nicht zu, so zu sprechen, doch offenbart sich mir das ganze wie ein Hirngespinst einiger Sozialwissenschaftler, welche in ihrem denken den kulturellen faktor völlig überbewerten, so wie man früher dasselbe mit der biologie tat. Übrigens steht heute wieder verstärkt die Genforschung im Vordergrund. Gib denen noch 10 Jahre..... ich bin da sehr zuversichtlich)

Denn "Liebe" wird heute bei Burschen (aber auch bei den Mädchen) als wichtigster Beweggrund für den ersten Geschlechtsverkehr genannt.

Sind Menschen immer ehrlich zu sich selbst/zu anderen ? Gerade bei solch heiklen Themen ?! Welches Mädel gibt beispielsweise zu, dass die Optik sehr entscheidend für sie ist ? Dann kommen lieber Ausreden wie "Er ist nicht mein Typ, oder Wir passen nicht zusammen" etc...

Wieviele männliche Jungfrauen klagen in diesem Forum ihr Leid.... und dies nicht, weil sie unglücklich verliebt sind. Als ich anfing, an Sex zu denken, wusste ich nicht, wie man das Wort Liebe buchstabiert.

Diese ganze Theorie erscheint so unlogisch, so weltfremd....

Nehmen wir ein Pärchen (beide in den Zwanzigern), das seit einiger Zeit glücklich zusammenlebt. Er will 3 mal am Tag, sie aber nur einmal. Wieso ? Ihm gegenüber, den sie liebt, dem sie vertraut, kann sie sich doch öffnen. Wenn eine durch kulturelle Niederschläge erworbene Barriere zwischen den beiden stehen würde, so schliefe sie überhaupt nicht gern mit ihm. Und wenn sie 5 mal am Tag mit ihm schläft, es bekommt niemand mit außer er, wieso also eine falsche Zurückhaltung an den Tag legen ? Er will es doch auch!

ps. wer ist dieser Schmidt ?

fg

w8ieaucohimcmer


lastEven

Kratzt du dich, weil es schön ist, sich zu kratzen, wenn es juckt, oder weil du einen "Kratztrieb" hast? Lachst du gerne, weil es ein schönes Gefühl ist, zu lachen, oder weil du eine "Lachtrieb" hast?

Dass du am Ende sogar Vergewaltigung als letztes Mittel der Triebbefriedigung rechtfertigst, ist absolut übel (aber genau auf der Wellenlänge veralterter Traditionen. Im Mittelalter war es z.B. absolut üblich. Vergewaltigung ist nämlich grundsätzlich ein Machtmittel, aber ich denke, auch mit diesem Thema hst du dich noch nicht hinreichend befaßt und hängst daher alten Klischees an.)

Schon die Bonobos (Schimpansenart) haben Sex als sozialer Bindungsfaktor.

Du liegst auch ziemlich auf dem Holzweg, wenn du die Kultur von der Natur trennst. Wer hat dem Menschen die Kultur gegeben, um ihn einzuschränken? Die Kultur ermöglichst, im Gegensatz zu instinktivem Verhalten, eine sehr flexible Anpassung an die Umwelt. Darum sind Menschen in ihrer Verbreitung auf der Erde auch so erfolgreich, weil sie über die Kultur (das Denken) sogar dir Umwelt an sich anpassen können. Also gehört die Kultur zur menschlichen Natur und selbst Primaten haben bereits einen Ansatz von Kultur (so herrschen in verschiedenen Horden leicht verschiedene Regeln des Zusammenseins).

Du findest hier im Forum ein paar Beiträge von Frauen, die unter sexueller Unlust leiden. Dabei stellte sich tatsächlich heraus, dass sie sich auch nicht selbst befriedigen, ihren eigenen Körper nicht kennen und daher auch nicht wissen, wie der Sex sein muss, damit es ihnen Spaß macht. Es ist also durchaus keine veralterte Erscheinung, sondern nach wie vor aktuell. Demgegenüber gibt es hier viele Frauen, die genauso viel Lust haben, oder sogar mehr als ihre Partner. Ich selber mußte auch erst lernen, wie es für mich lustvoll ist. Für Frauen ist es nämlich schwieriger, weil Vagina und Klitoris voneinander entfernt sind, sodass es bei ihnen mehr auf die richtige Stellung ankommt, die sie aber erst herausfinden müssen.

So findet man nicht selten, dass bei älteren, erfahreneren Frauen die Lust höher ist. Anfangs bin ich auch nur durch SB zum Orgasmus gekommen und es gibt erschreckend viele Frauen, die noch nie einen Orgasmus hatten (Es sollen gar 70% sein, die beim GV noch nie einen hatten und dieses Thema findest du hier im Forum auch sehr häufig).

Das dürfte die Unterschiede hinreichend erklären, zumal Frauen, gerade weil Pornos und ähnliches vor allem für Männer gemacht sind, sich viel weniger mit ihrer eigenen Lust und wie sie sie erreichen können, auseinandersetzen. Haben sie aber ihre Lustfähigkeit entdeckt, dann wollen sie genauso oft.

Du urteilst über Kultur und Soziologie, ohne dich damit auszukennen. Vielleicht solltest du dich erst einmal mit dem Thema befassen, bevor du es ablehnst. Du scheinst mir da ziemlich ahnungslos.

wbieauKch;immer


damiana

(blöder server!)

Meines Erachtens hat deine Argumentation einen Fehler. Du gehst vom beobachtbaren Verhalten aus und nimmst dir als Ursache für dieses Verhalten die These: "Männer haben einen höheren Sexualtrieb"

Nicht nur, dass es eine unbewiesene These ist, sondern es ist die These, die schon lange in unserer Kultur herumgeistert und erst heute hinterfragt wird. Dabei unterschätzt du den Effekt der "sich selbst erfüllenden Prophezeiung". Das menschliche Denken funktioniert so, dass sich Menschen, um sich für ein bestimmtes Verhalten entscheiden zu können, Erklärungen suchen (In Experimenten wurden Menschen völlig sinnlosen Situationen ausgesetzt, die sie sich subjektiv sinnvoll ordneten. Sie waren hinterher nur sehr schwer wieder davon abzubringen, an das Konstrukt eigener Sinndeutung (Interpunktion) zu glauben).

Das Bewußtsein bestimmt also auch das Sein. Glaubt ein Mensch z.B. er sei krank, dann neigt er auch dazu, sich krank zu fühlen. Glauben Männer, weil es ihnen so vermittelt wurde, sie hätten einen sehr starken Sexualtrieb, dann fühlen sie sich auch so und verhalten sich entsprechend, vor allem, wenn die Demonstration sexueller Potenz für die Stellung und Anerkennung in einer Gruppe wichtig ist.

"Da das Geschlecht insgesamt (also: 'sex' und 'gender') eine "historisch bestimmte Denk-, Gefühls- und Körperpraxis" (Maihofer) ist, sind auch Geschlechtsdifferenzen in emotionalen Bereichen sozial bedingt. Entsprechend stellt sexuelles Verhalten in erster Linie "hegemoniale Zuschreibungen dar, insbesondere von 'männlichen' oder 'weiblichen' Eigenschaften und Fähigkeiten intellektueller, emotionaler oder habitueller Art: Männer sind danach (u.a.) aktiv, autonom, Frauen hingegen sind passiv, beziehungsorientiert und irrational..." (Maihofer 1995: 100 - Hervorh. von M.Sch.). Geschlechtsspezifische Gefühlszuschreibungen stehen also nicht nur im Zentrum alltagsweltlicher Klischees dar, sondern bringen gleichzeitig in der Praxis auch geschlechtstypische Handlungsorientierungen hervor (vgl. Bilden 1991: 285). Wir werden nicht nur zu Männern und Frauen gemacht, sondern wir selbst werden sie (vgl. Maihofer 1995: 16; Bilden 1991: 284).

[60] Für den uns interessierenden Handlungsbereich heißt dies: Unsere Sexualität wird nicht nur von der Gesellschaft als triebhaft angesehen, sondern von uns - den Männern - auch genauso empfunden. Und weil wir Sexualität nicht anders als triebhaft denken und empfinden können, handeln wir auch so. Weil wir triebhaft gemacht werden, sind wir es auch. "Ich konnte mich nicht beherrschen" kennzeichnet deshalb im alltäglichen Sexualverhalten nicht Entschuldigungsrhetorik, sondern das, was subjektiv empfunden wird."

Im Forum zum Thema Fremdgehen (von resi) ist dir selber aufgefallen, dass das Fremdgehen von Frauen anders bewertet wird, als das von Männern. Berwertungen resultieren aber aus der Kultur, die Natur bewertet nämlich nicht. Hier kannst du sehen, wie unterschiedlich noch heute, trotz Emazipation, die Zuweisungen sind. Diese unterschiedliche Bewertung (die im Extremfall auch sexuelle Gewalt rechtfertigt) resultiert gerade aus der These, dass man es Männern weniger krumm nimmt, wenn sie fremd gehen, da sie ja ihren natürlichen Trieben "ausgeliefert" sind, während man Frauen (bei denen es ja nicht Trieb, sondern Wille ist) böse Absichten unterstellt ("Schlampe!").

In Nigeria sollte vor einer Weile eine Frau gesteinigt werden, weil sie vergewaltigt wurde. Hier wird gar unterstellt, dass die Frau, auch ohne irgendwelche Absichten, grundsätzlich schuldig ist, wenn Männer zu sexueller Gewalt "verführt" werden. An diesem Extrembeispiel sieht man, welche absurden Ausmaße die Einstellung annehmen kann: Frauen wollen Sex (oder nicht) und Männer haben einen natürlichen und unwillendlichen Bedarf, der sie, weil biologisch bedingt, sogar von derlei Verfehlungen frei spricht.

Die Tradition dieser Einstellung läßt sich in unserer Kultur an vielen Beispielen nachvollziehen. Die Grundlage für ihre "Richtigkeit" bleibt aber bisher aus. Bedenkt man alle Konsequenzen, die aus dieser Einstellung (der unbewiesenen biologischen These) heraus möglich waren und sind (z.B. Vergewaltigung "Ich konnte meinen Trieb nicht beherrschen, denn sie trug einen Minirock" und wird zumindest in Kriegen immer noch gerechtfertigt, denn die armen Männer müssen ja eine Möglichkeit haben, ihren natürlichen Trieb abzuleiten. Oder Zwangsprostitution, die ihre Rechtfertigung ebenfalls aus dem höheren Bedarf (und daraus resultierender Nachfrage)an Sex von Männern ableitet ect.), dann bin ich der Ansicht, dass man das Thema nicht verharmlosen darf.

Welchen Sinn sollte es übrigens machen, dass die Natur Männer und Frauen mit einem unterschiedlich starkem Sexualtrieb ausgestattet hat? Entweder müssen sich Männer ständig beherrschen, um sich dem Bedarf der Frauen anzupassen, oder Frauen müssen Sex haben auch ohne eigenen Bedarf. Biologisch macht das wenig Sinn.

Kulturell macht es aber Sinn. Wie sorgen Männer erfolgreich dafür, dass ihre Frau nicht fremd geht und sie sich um ein fremdes "Kuckuckskind" kümmern müssen? Während Frauen genau wissen, welches Kind ihres ist, haben Männer das Problem, es nicht zu wissen (außer durch heutige Gentests). Um eine Kontrolle darüber zu haben, müssen sie also die Frauen kontrollieren. Die erfolgreichste Methode dafür ist es, den Frauen ihre sexuellen Bedürfnisse abzusprechen, da sie dann gar nicht auf die Idee kommen, fremd zu gehen, ohne sie ständig kontrollieren zu müssen.

Die These des geringeren Triebes von Frauen könnte also aus dem Beseitzanspruch von Männern resultieren und in der Geschichte findet man genügend Aussagen darüber, dass die Frau dem Manne untertan sei (zeitweise galten Frauen nicht einmal als Menschen!) und dem Manne zum Zwecke als Brutkasten und Lustobjekt dienlich ist.

Schau dir einfach die Adam und Eva-Geschichte an (und unsere Kultur ist immer noch christlich geprägt! siehe das Ratzinger-Papier zur Homoehe). In der ersten Version (nur im Jüdischen zu finden) schuf Gott Mann und Frau gleichzeitig. Adams erste Frau war Lilith. Die wollte aber beim Sex auch mal oben liegen und war auch sonst recht emanzipiert und wurde daher von Gott verstoßen und dem Teufel in die Arme getrieben. In der zweiten Version wurde Adam alleine geschaffen und Eva wurde ihm als nettes Beiwerk (zweckdienlich) gegeben, damit er nicht allein sei.

w9iceauchoimmexr


LastEven

Hier noch ein netter Fund aus einem anderen Thread. Aber eine solche Aussage hat für dich sicher auch mit dem Sextrieb zutun und nicht etwa mit der Einstellung, oder? Soetwas raten Männer anderen Männern für ihr erstes Mal. (Sag mir mal, wo hier die bereits vollzogene Emanzipation repräsentiert ist). Solche Sprücheklopfereien sind unter männlichen Jugendlichen sicher nicht selten, unter frauen hingegen eine absolute Seltenheit. Und da wunderst du dich immer noch über die Unterschiede?

"Mit 14 ist sie fällig. Butch hat Recht. Wenn Du es nicht schnellstens machst, wird sie von einem anderen Boy eingeritten. Und die Freude solltest DU Dir nicht nehmen lassen. Ich habe damals auch ein paar süße Girls eingeritten. Und es ist total geil, wenn sie zunächst einfach nur hilflos die Beine breit machen können und sich gnadenlos ficken lassen. Bei etwas erfahreneren Mädchen mußte man vorsichtiger sein. Doch die "Novizen" kannst Du wie verrückt hämmern. Die denken, das muss so sein."

Meinst du, dass es für das Mädel, was den Umgang mit ihrer sexuellen Lust erst lernen muss (wegen der komplizierteren Anatomie von Frauen) ebenfalls geil ist, wenn sie so "eingeritten und gehämmert" wird und das sie danach noch große Lust hat, nochmal Sex zu haben (zumal es beim ersten Mal, wegen der Enge der Vagina sowieso schmerzhaft ist und er besonders behutsam sein müßte)?

Erklärt das vielleicht hinreichend, wieso Frauen oft keine Lust auf Sex haben?

wviea6uchixmmer


Ach, der nette Text geht noch nett weiter:

"Also freu Dich, dass Du eine Absamstation gefunden hast. Außerdem finden es die Mädchen geil, wenn man mit ihnen dominant umgeht. Klar, mit 14 hat man noch Skrupel. Aber sei realistisch und sag Dir: Ihre Fotze ist dafür da, damit Du Druck ablassen kannst. Steck ihr Dein Ding rein und spritz ab. So, wie Du auch auf Klo gehst und pinkelst. Gerade junge Mädels wollen ohne langes Theater gefickt und besamt werden."

Da kommt mir nur das Kotzen, aber sicher keinen Lust!

wQieaNuc.himxmer


und noch von einem anderen Teilnehmer

"Geh mal davon aus, dass Deine Freundin auch ficken will. Mit 14 wollen sie schon auf einen Puller steigen. Aber man muss trotzdem etwas Druck machen damit sie endlich die Beine breit machen. Abwarten ist da eine schlechte Sache. Also wenn Du Druck hast, dann mach ihr das einfach klar. In Deinem Alter sind mir auch die Eier explodiert."

Das macht so richtig Lust und klingt so richtig nach Emanzipation, oder?

l?astE3ven


wieauchimmer

vielleicht stell ich die frage diesmal besser an den anfang, in der hoffnung, dass du sie diesmal nicht übersiehst.

wer ist dieser schmidt, auf den du dich beziehst, den du hier ständig einfügst ?

zum eigentlichen:

Kratzt du dich, weil es schön ist, sich zu kratzen, wenn es juckt, oder weil du einen "Kratztrieb" hast?

Nein, doch unterscheidet man zwischen primären und sekundären Bedürfnissen. Die Nahrungsaufnahme ist beispielsweise ein primäres Bedürfnis. Es ist deshalb gerechtfertigt, von einem Esstrieb zu sprechen. Auch die Exkretionsfunktionen haben selbstreden triebhaften Charakter. Bei der Sexualität handelt es sich um ein komplexes Zwischenphänomen zwischen primärem Bedürfnis und Motivation. Genauso falsch, wie die Sexualität ausschließlich auf einen Trieb zurückzuführen (was selbst Freud nicht getan hat, mit dieser Materie kennst du dich offensichtlich nicht aus, zumal du Freud in diesem Thread mindestens zwei mal Unrecht getan hast), ist es, den triebhaften Charakter ganz zu verleugnen, sprich, alles vorwiegend auf Kultur zurückzuführen. (vgl. Heckhausen, 1989, Rheinberg, 2002)

Dass du am Ende sogar Vergewaltigung als letztes Mittel der Triebbefriedigung rechtfertigst

WO bittesehr hab ich das getan ? Lesen ---> (nochmal lesen) ----> denken ----> schreiben. Kleiner Tipp: Man beachte die exakte Wortwahl.

Du liegst auch ziemlich auf dem Holzweg, wenn du die Kultur von der Natur trennst

Das tu ich nicht. Nur KANN unser Paarungsverhalten (zumindest der Kern desselben) nicht erlernt/kulturell bedingt sein, da es keine Kultur von Anfang an gab. Bevor es auf der Erde organisches Leben gab, muss es erst einmal die Erde gegeben haben. Die Kultur ist ein Produkt des Menschen, erst später kann man vom Menschen als Produkt der Kultur sprechen.

Du findest hier im Forum ein paar Beiträge von Frauen, die unter sexueller Unlust leiden. Dabei stellte sich tatsächlich heraus, dass sie sich auch nicht selbst befriedigen, ihren eigenen Körper nicht kennen und daher auch nicht wissen, wie der Sex sein muss, damit es ihnen Spaß macht

Spricht die Tiefenpsychologin, welche alle diese Frauen aus mehreren Therapiesitzungen persönlich kennt.

Ich habe nie abgestritten, dass die Sexualfunktion gewissen (kulturell bedingten) Hemmungen unterliegen kann. Doch sind dies in jedem Fall Sekundärerscheinungen, denen in jedem Fall eine Phase (und sei es im Säuglingsalte) lustvoller sexueller Aktivität vorausgegangen ist.

Demgegenüber gibt es hier viele Frauen, die genauso viel Lust haben, oder sogar mehr als ihre Partner

Stimmt, diese Frauen hängen nicht umsonst in einem Forum für Sexualität rum. Ausnahmen bestätigen die Regel. Obwohl es statistisch erwiesen ist, dass Linkshänder intelligenter als Rechtshänder sind, würde ich mir doch im Leben nicht die Behauptung anmaßen, es gäbe keinen Rechtshänder, der intelligenter ist als ich ;-)

Ich selber mußte auch erst lernen, wie es für mich lustvoll ist.

Richtig. Doch bedarf es hierzu keiner kulturellen Hilfeleistung. Ich kann mich erinnern, dass ich als vorpubertärer Bengel viel an meinen Genitalien rumgespielt hatte, ohne auch die geringste Ahnung von Sex zu haben. Seinen Körper entdeckt man von selbst, und diese Entdeckung (bzw. die ersten Schritte) sind phylogenetisch vorprogrammiert.

(vgl. Freud, Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie)

So findet man nicht selten, dass bei älteren, erfahreneren Frauen die Lust höher ist. Anfangs bin ich auch nur durch SB zum Orgasmus gekommen und es gibt erschreckend viele Frauen, die noch nie einen Orgasmus hatten

Warum findest du ähnliches so selten bei Männern ???

Du urteilst über Kultur und Soziologie, ohne dich damit auszukennen. Vielleicht solltest du dich erst einmal mit dem Thema befassen, bevor du es ablehnst. Du scheinst mir da ziemlich ahnungslos.

Manchmal erweist es sich als fruchtbarer, die Dinge mit einem gesunden Menschenverstand aus der Distanz zu betrachten, als von einem inneren Drang getrieben, von einem Wahn besessen, sich durch einen zweckdienlichen Filter hindurch diejenigen Stellen aus diverser Fachliteratur zusammenzuschustern, um so eigene Komplexe zu kompensieren.

fg

.

l+astE~ven


wieauchimmer

zu den beiträgen:

nunja, ich weiss nicht, ob es sich hier um repräsentative meinungen handelt. primitivlinge sind auch unter den frauen vertreten. (z.B. die selbsternannten "luder") noch vorhin hast du gepostet, das hauptmotiv der heutigen jugendlichen männer für den ersten Geschlechtsverkehr sei Liebe. Vor diesem Hintergrund erscheinen mir diese Trollbeiträge nicht repräsentativ.

Außerdem:

Meinst du, dass es für das Mädel, was den Umgang mit ihrer sexuellen Lust erst lernen muss

In der Regel hat es das schon, durch Masturbation vor, während und ggnf. nach der Pubertät.

Erklärt das vielleicht hinreichend, wieso Frauen oft keine Lust auf Sex haben?

Bei Frauen, die nichts anderes kennen, ja. Allein diese dürften meiner Meinung nach ziemlich selten sein. Welche Frau hat noch keinen Kuschelsex mit einem zärtlichen Mann gehabt ? Und jene, die dies hatte, ja, sogar einen zärtlichen Freund haben, wollen auch nicht unbedingt so oft Sex wie ihr Partner. (wobei hier wieder die Vermutung nahe liegt, dass viele zärtliche Männer in ihrem Sexualverhalten zielgehemmter sind)

fg

wWie@auchimXmexr


lastEven

Ich weiß nicht, wer Schmidt ist, aber du kannst ja selber recherchieren, wenn dir meine Quellen nicht gefallen.

Frauen und Orgasmusprobleme:

Bei Frauen ist die Vagina von der Klitoris getrennt (der Abstand ist individuell unterschiedlich). In der Vagina befinden sich nur Ausläufer der sensiblen Nerven. Der Sinn davon könnte darin liegen, dass eine Geburt sowieso schon schmerzhaft ist. Wäre die Vagina auch noch mit vielen Nerven ausgestattet, dann wäre es wohl unerträglich. Erst in der 7.Schwangerschaftswoche differieren die Geschlechter. Dabei entspricht die Klitoris dem Penis und die Schamlippen den Hoden (sie bilden sich aus denselben Anlagen). Die Klitoris ist also gegenüber dem Penis sehr empfindsam (weil konzentriert), wird aber je nach Stellung nicht unbedingt mitgereizt.

Frauen müssen daher um so mehr lernen(oder üben), wie sie zur Lust und zum Orgasmus kommen. Soweit einsichtig?

Die Frauen mit Orgasmusschwierigkeiten wurden im Forum auf das Thema SB angesprochen und einige von ihnen sagten, sie hätten es noch nie gemacht. Unter pubertierenden Frauen ist es nämlich ein Tabuthema, im Gegensatz zu Männern. Eine Frau berichtete, dass sie über SB dann auch zum Orgasmus beim GV gekommen ist. Eine andere Frau, die keinen Orgasmus hatte, meinte, sie könne sich beim Sex nicht richtig fallen lassen und würde immer an was anderes denken. Viele Frauen, besonders junge Frauen, sind total unerfahren und unsicher und lassen daher erst einmal den Mann machen. Freundinnen unterhalten sich zwar über Beziehungen, aber selten offen über sexuelle Praktiken (was wohl nichts mit Trieb zutun hat!).

Wenn du die Zitate aus dem anderen Thread liest und die angesprochenen Männer es beim erstem Mal wirklich so handhaben, meinst du nicht, dass da den Frauen jede Lust am Sex vergeht?

Welche Komplexe?

Ich gehöre zu den älteren Frauen, die ihre Lust entdeckt haben und bin da genauso rege (oder wenn du willst: triebhaft), wie mein Freund. Ich weiß aber auch, dass es ein langer Weg dahin war. Mein erster Freund versuchte beim Sex immer möglichst viel Abstand zu meinem Körper zu halten. Da klappte es mit der Reizung der Klitoris natürlich nicht. Erst bei meinem dritten Freund hat es mit dem Orgasmus beim GV geklappt und seitdem hab ich auch viel Lust auf Sex. Dieser war nämlich "locker" genug, dass ich ihn in meinen Schwierigkeiten einweihen konnte, ohne das er sich deshalb in seiner Männlichkeit gekränkt fühlte, weil ich keinen Orgasmus hatte (Was meinst du, wieso die meisten Frauen dann lieber einen vortäuschen?). Wir haben dann zusammen so lange Stellungen geübt, bis es klappte. Dabei hatte ich aber den Eindruck, dass es vor allem die Unverkrampftheit war, die zum Erfolg führte. Die Erfahrungen spielen eben eine große Rolle und bei denen sieht es bei Frauen manchmal recht düster aus. Manchmal muss man sich sogar fragen, ob Männer das mit der Klitoris überhaupt wissen. Manche interessiert es vielleicht auch gar nicht, ob sie auch Spaß hat.

Die menschlichen Instinkte sind kulturell überlagert und es kommt nur in ganz seltenen Ausnahmesituationen zu instinktiven Handlungen (z.B. bei Flucht). Sex ist übrigens nicht überlebensnotwendig und daher nicht mit Essen vergleichbar. Sogar bei Tieren ist der Sex durch das Balzverhalten ritualisiert, wie beim Menschen auch, sodass hier eine reine Instinkthandlung nicht vorkommt. Sexuelle Lust wird nämlich vor allem durch sexuelle Phantasien ausgelöst und hat daher eine Menge mit Denken zutun. Bei Jungens wird dieses Denken in der Pubertät viel mehr vorbereitet. Wieso trauen sich keine jungen Mädchen hier ins Forum, während sich die jungen Männer vor allem mit sexuellem Geprotze hervortuen (oder ist Geprotze auch triebhaft?)?

Du möchtest doch nicht im Ernst behaupten, dass das Thema Sex bei Jungs und Mädels gleich behandelt wird. Ich wette, wenn in nachfolgenden Generationen die Frauen ihre Scham zum Thema mal überwunden haben (ihnen wird nämlich von den Eltern schon wegen der Gefahr der frühen Schwangerschaft mehr Schamgefühl anerzogen!), werden sie sexuell genauso aktiv sein. Meine sexuellen "Einweisungen" habe ich, wie viele Frauen, von meiner verklemmten Mutter bekommen, also so gut wie gar nicht. Jungens haben immerhin die Möglichkeit, sich aus Pornos zu bilden, die allerdings an der Realität meist vorbeigehen und sich dann so dumme Ratschläge, wie oben zitiert, ergeben, oder sie bilden sich eben gegenseitig, was aber auch eher an der Realität vorbeigeht, aber für ihr eigenes Sexleben immerhin zuträglicher ist, als es gar nicht zu thematisieren. Wie sollte ich da ein lockeres Verhältnis zu Sex entwickeln? Mütter meiner Generation neigten nämlich dazu, ihre Töchter nur vor den bösen männern, die nur das eine wollen, zu warnen. Das es auch mit Spaß zutun hat, verschwiegen sie, wahrscheinlich weil sie selber keinen hatten, denn die Männer von damals wußten eher nichts über die Klitoris. Vor lauter Verklemmtheit aus Angst und Scham stellt sich dann auch keine Lust ein, was nichts mit fehlendem Trieb zutun hat, denn auch bei männern wirkt z.B. Stress sehr negativ auf die Libido. Die Psyche muss bei Lust eben mitspielen.

Hätte ich einen Tochter, dann hätte sie sicher schon viel bessere Startchancen und ich denke, die nächsten Generationen werden diesbezüglich Änderungen bringen.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Sexualität oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Sexualanatomie · Selbstbefriedigung · Sexualtechniken · Homo, Hetero, Bi · Gynäkologie · Urologie · Beziehungen · Schwangerschaft · Verhütung · HIV und Aids


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH