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Ehefrau und Geliebte: Wie kommt ihr damit klar?

k4rötwenlockke


Noch ein Faden zum Thema "fremdgehen" ... und noch dazu mit inzwischen 121 Seiten (die ich allerdings nicht alle gelesen habe).

Wie üblich, mit den unterschiedlichsten Positionen und Meinungen - was gut ist, weil kontroverse Ansichten nun mal einen Reiz dieses Forums und dieses Themas ausmachen;

wie ebenfalls üblich, teilweise auch mit agressiven Kommentaren und beleidigenden Äußerungen - was schlecht ist, weil es vielleicht auch anderen usern den Spaß an der Diskussion verdirbt?

Dass gerade dieses Thema polarisiert, ist klar - ein jeder hat seine persönliche Meinung zu dem Thema, ganz egal, ob wegen eigener Erfahrungen oder "nur" aufgrund von "hörensagen":

ob der "Fremdgeher" wirklich glücklich ist mit seiner Situation oder ob er sich nicht insgeheim die Aufrichtigkeit und Zuverlässigkeit einer funktionierende Partnerschaft wünscht , ist ebensowenig zu klären wie die Frage, ob der treusorgende Ehepartner wirklich aus vollkommener Glückseligkeit oder zumindest Überzeugung treu ist ... oder vielleicht nur aus Mangel an Gelegenheit, bzw. aus Angst vor Veränderung?

Wie gesagt - ich hab nicht alle Seiten gelesen ... aber explizit veranlasst durch diese Aussage:

eine Beziehung, in der einer der Partner eine Affaire hat, eine Partnerschaft ist, in der man unglücklich und unzufreiden ist und aus der man im Grunde nur fliehen möchte

hiermit dennoch (erneut) meine (Standard-)Frage, in der vagen Hoffnung, vielleicht doch noch eine plausible Antwort zu bekommen:

Wie können Menschen meinen, dadurch glücklich zu werden, dass sie ihren Partner betrügen und verarschen?

Ganz sicher gibt es langjährige Beziehungen, in denen beide glücklich und zufrieden sind, auch sexuell;

ebenso sicher ist es aber auch oftmals so, dass in Beziehungen die Schmetterlinge verschwunden sind und Alltag, bis hin zu Routine, Langeweile und Unzufriedenheit, Einzug gehalten hat; manche Paare kriegen das Problem gelöst, andere arrangieren sich und wieder andere sind einfach unzufrieden.

Dass gerade auch sexuelle Langeweile eine Beziehung existenziell belasten kann, steht - glaub ich zumindest - wohl ausser Frage? Möglichkeiten gegenzusteuern gibt es viele - das Spektrum reicht (für mich) bis hin zur sog. offenen Beziehung ... wenn Monogamie zu sexueller Monotonie führt, wäre eine Öffnung nach außen hin, zumindest aus meiner Sicht, eine mögliche oder zumindest denkbare Alternative.

Was ich persönlich jedoch nicht verstehe, ist jede Art von Heimlichtuerei und Lüge.

Wenn man sich gegenseitig sexuelle Treue versprochen hat ist jeder Seitensprung nun mal ein Betrug am Partner - man belügt, betrügt und entmündigt den Menschen, mit dem man sein Leben teilt.

Die oft gehörte Begründung: "er/sie weiß es nicht, deshalb belastet es ihn/sie auch nicht" ist, aus meiner Sicht, doch eigentlich nur Schönfärberei und Augenwischerei - der Betrüger selbst weiß es doch ... und der ist, nach einem Seitensprung, nicht mehr der selbe Partner wie zuvor - und auch die Beziehung selbst ist eine andere, als zuvor, auch wenn es einer der Partner vielleicht (noch) nicht weiß?

Die üblichen Ausreden wie "... eigentlich ist die Beziehung ganz toll, alles in bester Ordnung, nur sexuell ...", "... ich liebe meine(n) Partner(in), aber ..." oder "... es ist doch nur Sex, rein körperlich ..." kann ich ebenfalls nicht nachvollziehen: wenn es nur um " das bißchen Sex" geht, wenn das also tatsächlich so unbedeutend für die eigene Beziehung ist, warum kann man dann nicht mit dem Partner über das Thema sprechen ... und ihn selbst mitentscheiden lassen?

Wie gesagt: wenn sich herausstellt, dass die mal vereinbarte sexuelle Treue innerhalb der Beziehung nicht hilfreich ist oder vlt. sogar zu Problemen führt, ist es sicherlich legitim, gemeinsam nach anderen Optionen zu suchen?

Lug und Trug sind jedoch keine Alternative - weil dies m.E. nur beweist, dass es wohl nicht nur sexuelle Schwierigkeiten in oder mit der eigenen Partnerschaft gibt?

Was also hält Menschen, die eine sog. Affaire haben, in ihrer Beziehung?

Ordnung, Sicherheit, Geborgenheit ... oder Gewohnheit und Bequemlichkeit?

Hoffentlich kommt mir jetzt keiner mit Verantwortungsbewußtsein oder Pflichtgefühl?

Sorry ... ich verstehe sowas nun mal nicht - mir persönlich wären mein Leben und meine Zeit zu kostbar und zu schade, um sie in einer solchen Charade zu vergeuden.

MOiroxs


krötenlocke

macht dir die hitze so zu schaffen? ;-D

oder warum schreibst du das zweimal an einem tag? :-/

POriWonxs


Déjà vu!? @:)

MHiPros


und täglich grüßt das murmeltier 8-)

M^aeV82


Puh! Da kommt man ja gar nicht hinterher mit dem Nachlesen! :-o

Prions, du fragtest nach der Treue:

"Verspricht" man sich das explizit?

Jetzt hab ich extra nochmal die Agende herausgesucht, nach der wir (kirchlich) getraut wurden. Da heißt es (unter anderem):

Willst du ... ihm in Freud und Leid die Treue halten...?

Und beim Ringwechsel:

Gebt einander die Ringe als Zeichen eurer Liebe und Treue.

Also: Wenigstens die, die kirchlich geheiratet haben, haben sich das explizit versprochen. :)z

Schön finde ich übrigens auch den Anfang der Traufrage. Da heißt es nämlich:

Glaubst du, dass Gott dir deinen Ehemann/deine Ehefrau anvertraut hat?

Er ist mir an-ver-traut, und dieses Vertrauen darf ich nicht missbrauchen. Ich muss sorgsam mit ihm und seinen Gefühlen umgehen.

ljittl3e-witcxh


@ Mae

:)^ :)^ @:)

Pqriohnxs


@ Mae

Bei Kirchensachen kann ich leider so überhaupt nicht mitreden - hab mich daher auch schon bei den Bibelsprüchen zurüchgehalten ;-)

Allerdings könnte ich jetzt ketzerisch fragen, was im biblischen Sinne "Treue halten" meint - ob nun "sexuell treu sein", oder eben bei einander bleiben und so im übertragenen Sinne "treu sein" ... :-/ Aber ich will mich hier nicht auf Boden begeben, wo ich nun wirklich keinen Plan von habe ... *:)

lAitt.le-wi_tch


Treu sein, heißt für mich: meinem gewählten Partner die Treue zu halten, sprich ihn nicht arglistig zu hintergehen oder zu betrügen.

MFaeZ82


Bei Kirchensachen kann ich leider so überhaupt nicht mitreden

Drum schreib ich's ja. ;-) Und jetzt weißt du auch, warum der Ring mich auch an meine Treue gemahnt. :)z

was im biblischen Sinne "Treue halten" meint - ob nun "sexuell treu sein", oder eben bei einander bleiben und so im übertragenen Sinne "treu sein"

Das ist gar nicht übertragen, Prions. Genau das meint Treue: das "treu" zueinander halten, auch Schwierigkeiten meistern, bei Problemen nicht gleich davon laufen. Eben "in Freud und Leid".

Und so ein Leid kann auch die Untreue des Partners sein. Auch da gilt es, nicht gleich davonzulaufen. :)z Aber - man muss es eben gemeinsam durchstehen. So, wie ihr gerade versucht, euren Weg zu finden. :)*

Für mich ist Treue aber auch ganz eng verwandt mit trauen, Vertrauen, wie ich oben schrieb. Mein Mann vertraut mir, so, wie ich ihm auch vertraue. Ohne dieses Vertrauen könnten wir keine Partnerschaft aufbauen. Und dieses Vertrauen zu verletzen ist schlimm.

PXrioBns


Und so ein Leid kann auch die Untreue des Partners sein. Auch da gilt es, nicht gleich davonzulaufen. Aber - man muss es eben gemeinsam durchstehen. So, wie ihr gerade versucht, euren Weg zu finden.

Mmmhhh - so denke ich das nämlich auch. Dann sollte es wohl 2 Worte dafür geben - "sexuelle Treue" und "emotionale Treue"!?

Für mich hieß diese "treu sein in guten, wie in schlechten Zeiten", daß man eben z.B. gesundheitlich Problem gemeinsam meistert, oder finanzielle, oder eben auch emotionale ...

Msae8x2


Dann sollte es wohl 2 Worte dafür geben - "sexuelle Treue" und "emotionale Treue"!?

Das ist eigentlich nicht nötig, jedenfalls nicht in dieser Trauformel. Es heißt nämlich davor:

Willst du mit ihm/ihr nach Gottes Geboten leben?

Und dass die sexuelle Treue ein Gebot ist, haben wir hier ja schon gehabt. ;-)

L,olaKX5


Dann sollte es wohl 2 Worte dafür geben - "sexuelle Treue" und "emotionale Treue"!?

Ich denke man bräuchte sogar noch einen dritten Begriff, der für das tatsächliche Zusammenbleiben steht. Denn die "emotionale Treue" könnte man ja rein theoretisch ja auch im Fall einer Trennung aufrecht erhalten. (Das wäre z.B. der Fall wenn man sich aus vernunftgründen trennt, sein Herz aber nie wieder für jemand anderen öffnet... :-/ )

P0riUons


Ich hab mal fix die 10 Gebote gegoogeld - da hat man echt eine Bildungslücke als oller Atheist |-o Sorry:

[[http://www.mdr.de/kultur/647735-hintergrund-661112.html#absatz4]]

1. Du sollt keine anderen Götter haben neben mir

2. Du sollst den Namen des Herrn ... nicht missbrauchen

3. Du sollst den Feiertag heiligen

4. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren

5. Du sollst nicht töten.

6. Du sollst nicht ehebrechen.

7. Du sollst nicht stehlen

8. Du sollst nicht falsch Zeugnis reden ...

9. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus.

10. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, ...

:)D

Porioxns


Wo wir grad dabei sind:

Matth. 19,8: "Von Anfang an aber ist's nicht so gewesen", daß sich der Mann von der Frau scheiden konnte.

und

Was nun Gott zusammengefühgt hat, soll der Mensch nicht scheiden!"

(Matth. 19,6)

A pro pos, das 7. Gebot soll besonders das sexuelle Warten bis zur Ehe berücksichtigen!? Arme hoch, wer das hat! ;-)

MXerma'id Kxaja


...soll besonders das sexuelle Warten bis zur Ehe berücksichtigen!? Arme hoch, wer das hat!

*Arme unten lass...*

Es geht doch wohl eher um die Werte als solches. Nicht um die Haarspalterei einer ersten Gesetzgebung (oder nennen wir es Regelung des Miteinanders verschiedener Menschen, die nicht alle aus ein und demselben Familienverband stammen), die als "Geschichten" verpackt weitergegeben und in grauer Vorzeit einmal niedergeschrieben wurden.

Wortwörtlich genommen war ich dann ja noch nie in meinem Leben verheiratet. Mir stehen da tatsächlich noch "alle Wege offen" :-D

Und, mal ohne Jux - ich werde (sollte ich nochmals heiraten) tatsächlich dann die erste/letzte Ehe vor dem Traualtar schließen.

Manchmal ist es wirklich klug zu warten... o:)

*Klugscheiß...*

Außerdem betrifft dieser "§" das 6. gebot!

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