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Ehefrau und Geliebte: Wie kommt ihr damit klar?

Myermaied Kxaja


was ich nicht möchte das man mir antut, tue ich auch anderen nicht an :)^

und wenn ich mit jemandem lebe, muß er so ähnlich denken wie ich, sonst geht es nicht

Exakt. Und man wird schwerlich einen anderen von einer völlig gegenteiligen Einstellung überzeugen können, wenn diese ihm weh tut.

Was ich nicht negativ sehe, kann mich nicht verletzen

Bemerkenswert. DAS würde ich nicht schaffen - das ist "Selbstbetrug" auf höchstem Niveau. Aber ich erkenne durchaus, dass manche Menschen sich ihre Welt "schönreden" müssen, um überhaupt "überleben" zu können. Ich kenne auch so jemanden in meinem Umfeld. Ähnliches Phänomen: Einfach unangenehme Dinge verdrängen und vergessen. Es kann nicht sein, was nicht sein darf.

Ich möchte nur für mich die Beweggründe verstehen: Warum ist man traurig und warum leidet man?

Du hast doch schon sehr viele Beweggründe für die Sichtweisen anderer bekommen. Und darin liegt doch auch die Motivation für das jeweilige Handeln. Gefühle wirst Du schwer "wissenschaftlich" erfassen können. Emotionen sind auch nicht diskutierbar.(Deshalb dreht sich hier das Gespräch ja ständig im Kreis) Man hat sie oder nicht. Sie tun "weh" oder nicht. Das ist einfach so. Das sollte man einfach mal so stehen lassen. :-)

M}onikua6x5


Das mit den Lügen ist wohl eine tragische Begleiterscheinung der Untreue - dummerweise wohl aus der Unfähigkeit, offen mit dem Thema umzugehen.

Vermutlich ist das weniger eine tragische, als einfach eine folgerichtige Begleiterscheinung. Wenn man weiß, dass der Partner womöglich die Reißleine zieht und die ganze Beziehung in Frage stellt, wenn er von der Untreue erfährt, wird eben gelogen. Insofern hängt es schon sehr damit zusammen, wie der Partner reagiert, bei mir war es geradezu ausschlaggebend. Warum ist man unfähig, offen damit umzugehen? Ich denke, es hat mit Angst zu tun, denn in dem Moment, wo sich einer von beiden "öffnet", selbst wenn es ohne Lügen geschieht, verändert sich die ganze Beziehung.

nhicol1e|66


Ich konnte auch mit der Untreue an sich nicht leben, damit meine ich, ich habe und hätte sie nie geduldet. Aber ich habe es ihm trotzdem mehrmals verziehen(und eben einmal selbst eine Affaire begonnen). Irgendwann bin ich dann an einen Punkt gekommen, da hab ich ihm klipp und klar gesagt, dass ich nicht damit umgehen kann, dass ich ihm nicht wieder verzeihen werde und das eine neuerliche Untreue das definitive Ende unserer Ehe sein wird. Tja schlußendlich ist es dann genauso gekommen. Beim nächsten Mal hab ich ihn noch am gleichen Tag aus unserer Wohnung geworfen und tief in mir war ich erleichtert, dass das Drama endlich vorbei war.

rBachiegengLel65


Was ich nicht negativ sehe, kann mich nicht verletzen

"ich baute 'ne Mauer um mein Herz

keine Lovestories mehr, aber auch keinen Schmerz" von udo ;-D

nee, so will ich nicht leben :|N mir selbst was vorzumachen, alles positiv denken, schön denken? auf gar keinen fall. mich selbst hinter irgendeiner fassade verstecken?

r>acheenDgel6x5


zum positiven gibt es das negative, zum guten das böse. und das soll so sein, anders geht es nicht. es gibt immer das gegenteilige

P[rioFns


@ Kaja

DAS würde ich nicht schaffen - das ist "Selbstbetrug" auf höchstem Niveau.

Würde ich nicht so sehen und sagen - dies mag für Dich so aussehen, aber für mich ist genau das Knackpunkt: Lebenseinstellung (siehe Tibeter)

Einfach unangenehme Dinge verdrängen und vergessen. Es kann nicht sein, was nicht sein darf.

Das ist etwas Anderes - dies meine ich nicht/keine Vogel-Strauß-Mentalität ... ganz im Gegenteil - ich denke es ist eher ein reflektierteres und bewußteres Wahrnehmen der Gegebenheiten - verarbeiten und DANN darauf reagieren, als nach den "ererbten" Schematas!?

M*onikVa6C5


Mermaid Kaja

Sie tun "weh" oder nicht. Das ist einfach so. Das sollte man einfach mal so stehen lassen.

Hm, da kann ich Prions schon verstehen. Ich finde es nicht so selbstverständlich, dass ich für die Emotionen meines Partners Verantwortung übernehmen muss. Insofern ist es wichtig, was hinter diesen Schmerzen steht, dann kann man leichter damit umgehen. In meinen Augen heißt Liebe nicht "tu nichts, was mir weh tut". Das würde heißen, man tritt auf der Stelle, setzt sich nie mit sich selbst auseinander, entwickelt sich nicht weiter.

n\icqole6x6


Monika

Warum ist man unfähig, offen damit umzugehen? Ich denke, es hat mit Angst zu tun, denn in dem Moment, wo sich einer von beiden "öffnet", selbst wenn es ohne Lügen geschieht, verändert sich die ganze Beziehung.

da hast du ganz bestimmt recht, ich war damals sicher nicht in der Lage und vor allem war es auch ganz klar, daß er die Beziehung nicht öffnen wollte. Mit der Untreue meinerseits konnte er dann schon gar nicht umgehen.

c=alixopea


@ prions

mich KOMPLETT zu sehen und zu lieben - nur dazu muß ich auch alles, was in mir ist zulassen und nicht nur die "netten" Teile zeigen ...

Was würdest du tun, wenn deine "Frau" deinen Weg nicht mehr mit dir gehen möchte und dich aus Liebe frei gibt, um dich frei entfalten zu können.

Würdest du nicht den "Besten Teil" deines Lebens dafür riskieren ???

PQrionxs


Emotionen sind auch nicht diskutierbar.(Deshalb dreht sich hier das Gespräch ja ständig im Kreis) Man hat sie oder nicht. Sie tun "weh" oder nicht. Das ist einfach so. Das sollte man einfach mal so stehen lassen.

Man kann aber ergründen, WOHER diese Emotionen kommen und WARUm man diese und nicht andere hat ...! :)z Zudem muß man rein gar nichts EINACH SO stehen lassen - in meinen Augen sollte man ALLES hinterfragen und versuchen es zu verstehen. Immerhin dreht sich die Sonne doch nicht um die Erde - obwohl es einst EINFACH SO war! :)z

PNrionxs


@ Monika65

Vermutlich ist das weniger eine tragische, als einfach eine folgerichtige Begleiterscheinung. Wenn man weiß, dass der Partner womöglich die Reißleine zieht und die ganze Beziehung in Frage stellt

:)z

Dennoch schade, oder? Also beeinflußt man also als Betrogener auch die Situation und verschlimmert sie damit!?

L]oFlaX5


Prions

sie ist ein Teil von mir

Nein, ist sie nicht. ;-) ;-D Sie ist ein eigenständiger Mensch.

Ich möchte sie nicht unterdrücken, weil ich eben der Meinung bin, auch meine Frau hat ein Recht darauf, mich KOMPLETT zu sehen und zu lieben - nur dazu muß ich auch alles, was in mir ist zulassen und nicht nur die "netten" Teile zeigen ...

Ich glaube nicht, dass man unbedingt alles "ausleben" muss, was man vielleicht irgendwo in sich hat. :-/ So wie du das formulierst, muss ich an diesen Serienmörder denken, der gerade in Frankreich verurteilt wurde. Der hat sich seiner Frau auch KOMPLETT gezeigt, sie hat ihm sogar beim Morden geholfen. :-/ Ist das jetzt ein Beispiel für perfekte Liebe? ??? Wohl kaum. Wäre besser gewesen er hätte diese Seite in sich, NICHT gelebt... Dann würden seine Opfer nämlich noch leben...

MdonUikxa65


Also beeinflußt man also als Betrogener auch die Situation und verschlimmert sie damit!?

Klar beeinflusst man mit, in einer Beziehung ist das immer so. Wenn Lügen das Schlimmste ist, was passieren kann, dann kann man durch seine Einstellung viel dazu betragen, dass man nicht belogen wird.

P\rionxs


@ caliopea

Was würdest du tun, wenn deine "Frau" deinen Weg nicht mehr mit dir gehen möchte und dich aus Liebe frei gibt, um dich frei entfalten zu können.

Würdest du nicht den "Besten Teil" deines Lebens dafür riskieren

Gute Frage - dies gilt es zu ergründen. Ein Risiko bleibt, aber eben auch die Chance, wenn man um den kompletten Partner weiß, frei zu entscheiden und auch für sich selbst, was man IN sich ausbauen möchte und was man dann doch verbannen will ... Nur muß man dafür eben ALLES von sich und auch vom Partner kennen ...

So habe ich (wie gesagt) im letzten Jahr auch Übersprungshandlungen bei mir entdeckt, die ich zuvor nicht geglaubt hätte - heute weiß ich um diese und kann sie "beherrschen". :)z

McerOmaid Kxaja


OT

Ich habe MEINE Wahrheit gefunden und kann mit ihr leben. Sollte es eines Tages nötig sein, werde ich sie überdenken, aber ich werde hier garantiert nicht mehr an dieser sog. Grundsatzdiskussion in Sachen "Toleranz und Anders-Denken" teilnehmen. Dieser Disput führt zu nichts, es sei denn, man hat selbstquälerische Ambitionen.*:)

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