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Ehefrau und Geliebte: Wie kommt ihr damit klar?

MHo(ni@ka65


Lola

Ich will mir kein abgeschlossenes Bild von jemandem machen, denn es kann ja leicht sein, dass er/sie gerade dann anfängt sich zu ändern, wenn man glaubt alles von ihm/ihr zu kennen.

Find ich eine gute Einstellung. :-) Passieren kann das, ich bin so ein Typ, weil viel Widersprüchliches in mir existiert. Allerdings umgebe ich mich anscheinend meistens mit Menschen, die sich ziemlich einschätzbar verhalten.

Mion9ikax65


nicole

Na ja :-/, das klingt mir jetzt doch zu sehr nach Einbahnstraße, so nach dem Motte Betrogener ändere dich und alles wird besser.

Ja und nein. Das ist schwer abzugrenzen, prinzipiell ist man aber in Beziehungen immer irgendwie gefordert, das ist Teil des "Vertrags". So wie du es formulierst, ist es allerdings zu einfach. Ich wollte damit nur sagen, dass der Betrogene vielleicht nie betrogen im Sinne von belogen würde, wenn er eine Haltung hätte, die Ehrlichkeit erleichtern würde. Dass das nicht jeder kann und will ist mir klar, nur ist die Wahrscheinlichkeit, dass er eben doch mal belogen wird, eben größer, realistisch betrachtet.

ngicolxe66


Monika

Ja ich weis, der Satz ist wirklich ein wenig platt, aber bei der Hitze in meinem Büro ist mir kein besserer eingefallen ;-). Ich grübele irgendwie schon seit Jahren darüber nach warum es so und nicht anders gelaufen ist (wobei ich meistens recht entspannt grüble) und daher ist mir der Satz so aufgestossen.

Ich hatte eben am Anfang unserer Beziehung ca Anfang 20 meine damals sicher recht intolerante Meinung von einer Beziehung gehabt, (bin aber auch damit nicht hinter dem Berg geblieben) und bin dann so langsam aber sicher immer tiefer in den Schlamassel gerutscht. Ich weis nicht wo der Punkt war an dem das Rad noch hätte zurückgedreht werden können. Wir hätten sicher beide mehr an der Beziehung arbeiten müssen, aber ich denke wir haben beide unsere Beziehung als zu selbstverständlich gekommen und uns viel mehr mit den Problemen des Alltags usw beschäftigt.

PQrio0nys


@ Lola

Das waren jetzt einfach wahllos sämtliche Assoziationen, die dir durch den Kopf gegangen sind, oder?

Nein, das war keine Assoziationen, sondern vertiefende Fragen zum WARUM tut man so etwas - quasi Fragen zur Quintessence, bzw. war es der Versuch zur Wieder-Zurück-Führung in RICHTUNG Ausgangsfrage: "Wie und ma mit Ehefrau und Geliebter umgeht ..." Alles gekoppelt an die These, warum man lieber lapidar sagt "Das ist eben so!" ohne sich und sein Tun zu hinterfragen. :=o

Aber Du hast natürlich Recht - es ist im herkömmlichen Sinne keine geschlossene/richtungsweisende Frage, die man mit "Ja" oder "Nein", bzw. "20cm reichen für normalen Sex aus!" beantworten kann - sondern eher eine theoretsche/philosophische Beziehungsfrage, die zur Diskussion stände. ;-D

KQatDhxi20


@ Prions

Nein, das habe ich nicht gesagt - ich will niemanden überzeugen, oder überreden ... Ich möchte nur für mich die Beweggründe verstehen: Warum ist man traurig und warum leidet man? Warum kann man es so schwer als Chance sehen? Warum sehen wir es viel eher negativ und selten positiv? Ist es eine Sache, die eben tief in uns steckt (Gene), oder ist es anerzogen/vorgelebt (Gesellschaft) ...

Um heute mal nicht zu zicken...

Ich denke , es kommt ganz darauf an wie jeder Mensch eine Beziehung erlernt hat.

Deine (Stief)tochter (ich hoffe ich habe es richtig in Erinnerung) z.B. wird offenen Beziehungen anders gegenüberstehen als ich. Denn, sie kriegt diese Model(l?) vorgelebt. Ich jedoch bin ein Kind, dessen Mutter vom Vater betrogen wurde, ich denke, dass prägt.Aber anders auch wieder nicht, mein Bruder zum Beispiel, ist zu einem Zeitpunkt auch mit zwei Frauen gleichzeitig ins Bettchen gehüpft...

Ich denke es kommt auch darauf an, wie jeder Mensch gewisse Vorkomnisse für sich verarbeitet, was jetzt nicht heißen soll, dass nur Scheidungskinder, aus eben diesem Grund, so denken!

Jeder Mensch hat gewisse Vorstellungen von einer Beziehung.

Diese geht er auch dann so ein, wenn dann auch noch zwei Menschen (Topf und Deckel ;-D) zueinander finden, die dieselben Vorstellungen haben, dann ist das super.

Nun kann es sein, dass so wie bei dir, sich die Lebendeinstellung, durch besondere Umstände ändert.

Ich denke einfach, der Mensch ist in einer stätigen Entwicklung und manchmal stoßen wir auf Situationen in denen wir unser bisheriges Leben eben über denken müssen.

Und da spalten sich dann die Menschen, die einen (wie du) versuchen die bestehende Beziehung und die Geliebte unter einen Hut zu bringen und andere (wie ich) werden wohl ersteinmal die Augen verschließen und denken "so darf das nicht sein" und sich dann dafür entscheiden, ob diese Beziehung noch tragbar ist oder nicht.

Oder sie werden sich ganz einfach trennen!!

Ich hoffe du verstehst wie ich das meine.

Ich glaube, die Diskussion über dieses Thema löst bei einigen (bei mir auf jedenfall) Emotionen aus, die dann auch gerne mal zu Antworten führen, die etwas überspitzt sind.

Ich möcht hier keine Diskussion über Prions sein Leben führen, er hat für sich einen Weg gefunden und das kann ich nur befürworten :)z

Allerdings möchte ich nicht so leben!! (das werde ich auch hoffentlich nie neu überdenken müssen)

Wenn einige Kommentare von mir hier als Angriff verstanden wurden, dann tut es mir leid, die Emotionen gehen halt manchmal mit mir durch. :=o

luittl!e-wixtch


Hoffentlich stehst du nicht eines Tages ganz allein da und hast alles verloren.

Prions hat dann aber "unendlich viele Seiten" an sich entdeckt, mit denen er sich auseinandersetzen kann - da ist er dann lange beschäftigt :=o :=o ;-)

Pwrioxns


@ Kathi20

Das mit den überkochenden Emotionen paßt schon @:) ich weiß, daß dies kein ganz einfaches Thema ist - stoßen wir damit doch an Grundsatz-Grenzen ...

Wenn ich die Geschichten von Dir, Deinem Bruder, meiner Stieftochter und mir so nebeneinander lege, drängt sich der Schluß auf, daß man wohl einen Mix aus Veranlagung, Umwelt (Kindheit, Jugend und heute) und eigenem Verstand zugrunde legen muß für die Antwort auf die Frage "Warum leiden wir?", oder?

Dein Bruder und Du haben die Situation daheim ähnlich erlebt (evtl. mit einem dem Alter entsprechenden Versatz der Informationsaufnahme und -filterung), dennoch habt Ihr beide in Euren Beziehungen unterschiedlich reagiert, was annehmen läßt, daß gleiche Erlebnisse nicht zwangsläufig gleich ausgelegt und auch nicht zwingend die gleiche Reaktion/Fazit für das eigenen Leben bedeuten muß. Ich bin in einem behüteten Elternhaus aufgewachsen und sah bisher Beziehung und Fremdgehen in einem ähnlichen Licht, wie Du Kathi20. Mich brachten selbst erlebte äußere Einflüsse zu einem Überdenken meiner Selbst. Wie meine Kleine das zukünftig handhaben wird, zeigt sich bei Zeiten.

Übrigens ist meine Bruder auch ganz anders "veranlagt" als ich - ist mit seinen 25 Jahren verheiraten, hat Frau, Haus und Kind ... :-/

PHrioxns


@ Monika65

Ja und nein. Das ist schwer abzugrenzen, prinzipiell ist man aber in Beziehungen immer irgendwie gefordert, das ist Teil des "Vertrags". So wie du es formulierst, ist es allerdings zu einfach. Ich wollte damit nur sagen, dass der Betrogene vielleicht nie betrogen im Sinne von belogen würde, wenn er eine Haltung hätte, die Ehrlichkeit erleichtern würde. Dass das nicht jeder kann und will ist mir klar, nur ist die Wahrscheinlichkeit, dass er eben doch mal belogen wird, eben größer, realistisch betrachtet.

Das kann ich nur unterstreichen - bei mir war es beispielsweise so: meine Frau erzählte mir bei unserem Kennenlernen, daß ihr letzter Freund ihr fremd gegangen wäre und damit die Beziehung für sie beendet war - Punkt. Damit war für mich die Sicht und Reaktion meiner Frau auf dieses Thema sonnenklar und auch meine Reaktion, falls es mir jemals "passieren" sollte ... :-/

reacheee\nge+l6x5


Wirklich befriedigende Antworten waren da in meinen Augen noch nicht bei

was erwartest du denn? unter uns ist wohl kein psychologe, oder? wer ergründet schon sein eigenes ich so tief, um selbst irgendwelche gravierenden antworten zu erhalten. es sind doch von jedem nur reine mutmaßungen. der eine schiebt es vielleicht auf seine vergangenheit, dass es so ist, der andere auf was anderes. aber ob das wirklich die ursachen sind, kann niemand von uns genau beantworten, reine spekulationen eben :-/

Mioni=ka65


Prions

meine Frau erzählte mir bei unserem Kennenlernen, daß ihr letzter Freund ihr fremd gegangen wäre und damit die Beziehung für sie beendet war - Punkt.

Ja, genau dieser "Punkt" ist es. Interessant finde ich schon, wie anders sie jetzt anscheinend damit umgeht. Wenn ich es richtig verstanden habe, war sie ja die erste, die fremdging. Hat sie dir das gleich erzählt?

Mionizka6~5


racheengel

wer ergründet schon sein eigenes ich so tief, um selbst irgendwelche gravierenden antworten zu erhalten.

Wieso nicht ??? Soo ein Akt ist das auch wieder nicht.

LqovHxus


Aber woher kommt diese Verletzung?

Vertrauen ist nun mal ein empfindliches Glas. Wenn es bricht fliegen überall die scharfen Scherben herum.

Nicht jeder ist ein Fakir.

r(acheeongel65


Wieso nicht ??? Soo ein Akt ist das auch wieder nicht.

wenn ich mich wirklich so in und auswendig kennen würde, wäre ich ja totlangweilig, wenn es nichts mehr zu erforschen gäbe. ich lasse mich lieber selbst überraschen, durch dinge oder gefühle, die ich vorher noch nicht hatte. ich denke mal nur reine vernunftspersonen versuchen alles zu ergründen, versuchen für alles einen sinn zu finden. doch es gibt nicht für alles einen sinn, dann könnte ich genauso gut nach dem sinn des lebens suchen, den es meiner meinung nach auch nicht gibt :-/

r!ach9e9enkgel6x5


ich glaube, der mensch hält sich für viel zu wichtig :=o ;-)

D=erF2exls


Ein guter Bekannter ist seit 30 Jahren verheiratet, hat zwei erwachsene Kinder, ein kleines Enkelkind. Aber er hat auch noch ein achtjähriges Kind mit einer anderen Frau. Mit dieser hatte er jahrelang ein Verhältnis. Wie man so etwas macht ist mir allerdings schleierhaft. Die beiden waren im gleichen Sportverein und in der gleichen Firma. Das hat es scheinbar erleichtert. Irgendwann wollte diese andere Frau es erzwingen und wurde offensichtlich berechnet schwanger. Sie wollte ihn für sich.

So kam es heraus. Natürlich war das eine heftige Krise in seiner Ehe und fast wäre sie daran zerbrochen. Allerdings gebe ich gerne zu, daß er und seine Frau nicht besonders verliebt/liebevoll miteinander wirken. Auch Erotik und Sex passt da nicht ins Bild. Er blieb trotzdem bei ihr und sie bei ihm. Sogar auf Kontakt zu dem außerehelichem Kind verzichtete er. Er mußte, weil die Geliebte es nicht wollte.

Mittlerweile gibt es Kontakt. So weit so gut. Aber, ob er heute mit seiner Ehefrau glücklich ist? Wäre er es mit der Geliebten geworden?

Eine Geliebte wäre für mich keine Lösung. Obwohl es mir sogar meine eigene Frau schon vorgeschlagen hat. Weil wir seit der Geburt unseres Kindes auch große Probleme im sexuellen Bereich haben. In diesen acht Monaten hatten wir jetzt 5x Sex. Davon allein in den letzten 2 Wochen 2x. Weil sie meint, es müßte sich etwas ändern.

Durch die Geburt und die körperlichen Einschränkungen kann ich es besser akzeptieren und es ist Gewohnheit geworden. Aber es war auch schon vorher nicht okay. Es gilt daran zu arbeiten. Bisher ignorieren wir das Problem aber noch lieber. Obwohl wir eigentlich weder sprachlos, prüde noch besonders eifersüchtig etc. sind. Nicht schlau.

Wenn es nur um Sex und Geilheit geht, denke ich, daß Prostituierte immer noch das beste Mittel sind. Auch, wenn das Phänomen Prostitution natürlich sehr diskussionswürdig ist. Aber für mich wäre es auch nichts, denn ich will ja eine innige und erfüllte Beziehung mit meine Frau und keine Ersatzbefriedigung. Das macht doch trauig und ist nur eine schale Freude. Wie Selbstbefriedigung. Wie ein Verhungernder, der jeden Dreck frißt.

Außerdem kann sich das wohl kaum einer finanziell in einem genügenden Ausmaß erlauben. Okay, vielleicht 1x im Monat, aber man will doch Nähe, Liebe und Sex viel viel öfter.

Mir ist jedenfalls Offenheit wichtiger als rein körpeliche Befriedigung. Lieber mit meiner Frau und meinem Gewissen im Reinen, als zu ficken.

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