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Ehefrau und Geliebte: Wie kommt ihr damit klar?

Puri%ons


@ Lian-Jill

Also gebrandmarkt wurde in meiner Familie/im näheren Umfeld auch niemand. Im Grunde gab es so etwas, wie Fremdgehen und Seitensprünge auch gar nicht. Vielleicht ließ mich dies so an mir zweifeln und ich verurteilte mich ganz allein!? :-/

L_ianu-Jil'l


Dann ist das hier

Wenn ich mal davon hörte (daß es das überhaupt gibt), dann war es weit weg - war nicht wirklich Thema, aber ich hatte den Eindruck ...

Man glaub oft kaum, WAS Kinder alles aufnehmen und was sie dann auch prägt (manchmal nur ein Gesichtsausdruck zu einem bestimmten Thema ...).

bereits der Auslöser, dass du dir selbst darüber ein solches Menschenbild

diese Schufte/Schwei*! Sowas einer Frau anzutun ... Oder eben die Frauen, die ausgebrochen sind - diese Schlam*,

gemacht hast?

Wyeiß!bucxhe


PRIONS

Und plötzlich befand ich mich selber in dieser Situation: "Oh Gott - was nin ich für ein Scheusal!" Aber irgendwie war diese da und ließ mich auch nicht los - ich bin nicht unschuldig (sicher nicht!) - wurde sicher auch zu nichts gezwungen ... Aber dennoch war ich unfähig, ES zu lassen. Weiß der Geier, warum.

Du das klingt menschlich und überzeugend. Mein Mann schilderte mir das übrigens ähnlich.

Wenn Du Deine Frau liebst, versuche sie da rauszuhalten. Du musst mit Deinem Verhalten klarkommen, es Dir verzeihen.

Erst war ich dankbar auf so eine anonyme Briefeschreiberin, wollte alles genau wissen. Dann hat mir die Affäre meines Mannes bald die Beine weggezogen und eine Trennung schien die einzige Lösung.

Unsere Vorurteile, die fertigen Werte usw. prägen uns so stark, dass es unheimlich schwer wird, ein Fremdgehen des geliebten Partners richtig einzuordnen und zu verzeihen. Mein Mann war erleichtert, dass nun alles offen lag, lieber für die Beziehung kämpfen als dieses schlechte Gewissen haben. Ich bin mir nicht mehr so sicher, ob ich alles wissen musste...

k`ittykaxtha


Hallo

also ich habe jetzt nicht alle Beiträge gelesen, aber doch einen Trend festgestellt, dass du (51%Gentleman49%Man ) hier bei fast allen auf sehr viel Verständnis triffst.

Ich finde es total schrecklich, was du deiner Frau da antust (ich gehe davon aus, dass sie nichts von deiner Geliebten weiß?!?). Ich kenne dich und deine Frau natürlich nicht, aber an deiner Stelle würde ich auch mal ein bisschen die "Schuld" bei dir suchen, warum es mit eurem Sexleben so schlecht läuft. Ich hab gelesen, dass du selbst meinst, dass du sie wohl anfangs acuh gedrängt hast, aber sonst lese ich nur wie schlimm du doch dran bist, dass der Sex mit der Ehefrau so schlecht ist. Vielleicht leidet deine Frau genauso und du denkst du an dich und deinen kleinen Freund... :(v

Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen hart, aber ich bin im Moment sehr empört darüber, was ich hier jetzt alles gelesen habe (vielleicht hab ich auch das positives überlesen...). Ich bin schockiert wie viele hier neben ihrer Ehe noch Affären haben.

Was glaubst du, wie deine Frau reagieren wird, wenn sie erfährt, dass du schon so viele Jahre fremdgehst? Wie verletzt sie sein wird?

Ganz ehrlich habe ich kein Verständnis für dein Verhalten. Schlechter Sex hin oder her. Vielleicht wäre euer Sexleben schon längst wieder "normal", wenn du diese Affäre nicht hättest. Vielleicht spührt deine Frau unterbewusst den Betrug.

Wahrscheinlich schreibe ich hier jetzt etwas wirres Zeug, aber ich im Moment total empört über eure Einstellungen. :-o

P=rionxs


@ Lian-Jill

Vieleicht nicht mit diesen Ausdrücken (sorry dafür), aber doch mit dem Eindruck, den ein Kind gewinnt, wenn es von etwas ganz Schrecklichem hört - oder sich das Meiste davon auch noch zusammenreimt ... Aber ja, ein simpler Gesichtsaudruck des Entsetzens kann einen Menschen wohl aus der Kindheit heraus für sein ganzes Leben prägen.

Ptrio,ns


@ Weißbuche

Ich danke Dir für Deinen Zuspruch- aber meine Frau weiß schon alles - wußte sie im Grunde schon immer. Auch wenn es )als es noch nicht offen dalag) vieles durch Hlabwissen verschlimmert wurde. man weiß eben als "andere Seite" doch nicht alles und ich meine fast, daß einen grad DAS so die Beien weghaut!? Man kann alles nicht einordnen, hat Ängste - was bedeutet das für mich, für mein gewohntes Leben? Wie sicher bin ich in meiner Position? Liebt er mich? Bin ich unattraktiv? Will mich überhaupt noch wer ...? Alles Fragen, die aus einem selber kommen, wenn man feststellt, man wird betrogen (ich kenne beide Seiten). Aber das muß eben nicht sein - diese Fragen des Betrogenen sind eben natürlich Ängste, die auch aus der Prägung heraus kommen - es hat einfach etwas Schreckliches zu sein, womit dei Beziehung hin ist!

Aber so ist es nicht - weder, daß diese Ängste wirklich berechtigt sind (oftmals), noch daß die Beziehung damit unweigerlich beendet ist.

Ganz im Gegenteil - ich/wir haben festgestellt, daß so etwas die Beziehung durchaus gereichern, gesunden und befruchten kann - man sieht den sicher geglaubten Partner plötzlich mit ganz anderen Augen. Bewegt seinen Hintern aus dem Alltag - bietet dem Partner wieder Dinge, die man das letzte Mal beim Kennenlernen ihm bot. Balzt und wirbt um den Anderen - macht aber auch wieder was für SICH - man will dem Anderen ja schließlich gefallen und sooooo sicher ist das plötzlich auch nicht mehr ...

L^ov&Hxus


Prions

Nein, so sollte es nicht rüberkommen

Dann war es Freud'sch :=o.

Da gab es so etwas wie Fremdgehen weit und breit einfach nicht.

Wie würdest du "gab es nicht" von "totgeschwiegen" unterscheiden? Die Tatsache, dass du den Drang in dir spürst, spricht sehr für "totgeschwiegen", denn woher sollte sonst der Drang kommen? Mir scheint ein verdecktes oder verdrängtes Familiendrama einfach viel naheliegender, als die genetischen Herkunftstheorien, die du so ausführlich bemüht hast.

Du kannst zwei weitere Tests machen. Der erste ist harmlos, denn du machst ihn nur als Gedankenspiel: Stell dir ein Familientreffen vor. Beim Essen erzählst von deinen Amouren und dass du das eigentlich gar nicht so toll findest und dich fragst, woher das wohl kommt. Und schaust dich in der Runde um. Wie wird der Kreis vermutlich reagieren? Wenn du unsicher bist, bleibt dir der zweite Test: Du machst den Test tatsächlich 8-).

Bin gespannt auf deine ehrliche Antizipation des 1. Tests :)D.

Ptriixoxns


@ LovHus

Wie würdest du "gab es nicht" von "totgeschwiegen" unterscheiden?

Als Kind sicher nicht - es fiel mir zumindest nie auf. Auch habe ich im direkten Umfeld keine solchen Dramen, wie z.B. Mae sie erlebt hat mitbekommen!?

Die Tatsache, dass du den Drang in dir spürst, spricht sehr für "totgeschwiegen", denn woher sollte sonst der Drang kommen? Mir scheint ein verdecktes oder verdrängtes Familiendrama einfach viel naheliegender, als die genetischen Herkunftstheorien, die du so ausführlich bemüht hast.

Das es in der "Familie" liegt und die "genetischen Herkunftstheorien" widersprechen sich aber nicht - bestätigen eher meine Vermutung, auch wenn man sagen könnte, daß das "Familiendrama" näher an meiner Person sei ... Aber wie gesagt, gab es meines Wissens so etwas in meiner Familie nicht!? Und den Drang, scheint zumindest jeder 2. (wenn ich von den Damen auch auf die Männer schließe) in sich zu tragen - was auch wieder FÜR die Gene sprechen würde ... *:)

Lrov<Hus


Prions

das "Familiendrama" näher an meiner Person sei

Ja, ich denke an 2 bis 3 Generationen zurück.

Ansonsten bis du mir ausgewichen. Wie geht denn das imaginäre Familientreffen nun weiter? :)D

P:ri=oInxs


@ LovHus

Bin gespannt auf deine ehrliche Antizipation des 1. Tests .

Mmmhhh - gute Frage. Ich kann ja mal von meiner Mutter ausgehen: als sie von meiner Zweigleisigkeit erfuhr, fragte sie mich, wo ich das wohl herhabe. So bin ich auch aufgewachsen. Meine Eltern waren beide auf sich fixiert - und ich war schon erstaunt, wenn mein Vater mal einer anderen Frau hinterherschaute!? Meien Eltern liebten und stritten sich - andere Personen gab es da zimlich sicher nicht!

Gut hieß meine Mutter MEINE Eskapaden damit auch nie, ABER sie tolerierte sie und stand immer zu mir, was auch ein Zeichen meiner Familie und meiner Erziehung/Prägung ist/war. So, oder so ähnlich würde wohl auch der Rest, der Familie äußern, auch wenn sich dieser (zugegebenermaßen) in einem überschaubaren Rahmen bewegt ... :=o

Von "Todschweigen", oder "unter den Teppich kehren" würde ich bei uns in der Familie aber auch nicht reden - dazu ist unser nordisches Temperament und unsere Diskussions-, bzw. Streitlust (nicht Streisucht!) zu stark ausgeprägt - wie es bei mir wohl selbst hier im Forum hin und wieder durchkommt!? o:) :=o

PNrioCns


@ LovHus

Ansonsten bis du mir ausgewichen. Wie geht denn das imaginäre Familientreffen nun weiter?

Nicht so hastig - ab und an muß ich auch mal nachdenken ... ;-D

LPoBvHus


Prions

Mmmhhh - gute Frage.

Ok, das hat sich jetzt überschnitten, sorry für meine Ungeduld.

Aber vergleiche mal diesen letzten Beitrag von dir mit deinem vom 16.06.08 20:39. Das soll derselbe geschrieben haben?

PzriUoxns


@ LovHus

Wo ist da der Unterschied? Das Eine war der Ausgang, und nun kommt die Analyse, woher der Ausgang stammt ...

Grundsätzlich aber die gleiche Aussage: in meiner Familie gab es so etwas, wie Seitensprünge nicht (soweit ich weiß). Ich wurde nie negativ auf Fremdgehen geprägt (wie z.B. Mae) ... Dennoch ist es in mir. Daher gehe ich davon aus, daß es tiefer in mir sein muß, als die Prägungen im Kindesalter - was wieder für die Gene (und die allg. "Natur" des Menschen) spricht. Zudem bin ich aber eben wohl doch irghendwie INDIREKT negativ auf dieses Thema geprägt worden. Ich vermute mal durch irgendwelche fernte Bekannte, die sowas in der Art erzählten/tratschten. "Der und der ist fremdgegangen ...!" o.ä. und dabei eine neg. Stimmung verbreiteten!? Ich weiß es aber nicht bestimmt - daher die Vermutung, allerdings aufgrund der Tatsache, daß ich Fremdgehen doch negativ betrachte(te) ...

W$eizßbucRhxe


PRIONS

Ganz im Gegenteil - ich/wir haben festgestellt, daß so etwas die Beziehung durchaus gereichern, gesunden und befruchten kann - man sieht den sicher geglaubten Partner plötzlich mit ganz anderen Augen. Bewegt seinen Hintern aus dem Alltag - bietet dem Partner wieder Dinge, die man das letzte Mal beim Kennenlernen ihm bot. Balzt und wirbt um den Anderen - macht aber auch wieder was für SICH - man will dem Anderen ja schließlich gefallen und sooooo sicher ist das plötzlich auch nicht mehr ..

Das können wir heute auch bestätigen, aber diese Lektion über den Umweg Fremdgehen zu lernen ist sehr hart. Für den, der sich "betrogen" fühlt, weil für ihn plötzlich seine ganze "heile Welt" zusammenzubrechen scheint, er mit sich und seinen Gefühlen kämpfen muss. Der "Fremdgeher" muss erleben, dass es für den Partner keine "unbedeutende Sache außerhalb der Beziehung" war, muss anfangs ohnmächtig darauf warten, was nun passiert. Unser beider Urteil, dieser Umweg war die schlechteste Lösung, die folgende Krise die radikalste "Beziehungsarbeit" unserer Ehe.

Prrioxns


@ Weißbuche

Oftmals geht's aber scheinbar nicht ohne diesen Umweg!? Wir waren zuvor auch gefangen in unserer Liebe ... Konnten weder vor, noch zurück - konnten uns kaum bewegen.

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