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Ehefrau und Geliebte: Wie kommt ihr damit klar?

PTri6oxns


aber wie willst du das denn schaffen, menschen zu ändern?

ICH will Menschen gar nicht ändern! Wenn Menschen es wollen, werden sie selber nachdenken und es versuchen aus anderen als den gelernten Blickwinkeln zu betrachten ... So werden sie ganz allein dazu kommen, ob es ihnen wehtun muß, oder ob eben nicht ...

r;a0c0heLeTngel6x5


aber irgendwie habe ich allerding hier das gefühl, dass du schon versuchst andere davon zu überzeugen :-/

LZianz-Ji2ll


Wenn Menschen es wollen, werden sie selber nachdenken und es versuchen aus anderen als den gelernten Blickwinkeln zu betrachten ... So werden sie ganz allein dazu kommen, ob es ihnen wehtun muß, oder ob eben nicht ...

Prions, beziehst du das lediglich auf das Gefühl "Eifersucht" oder würdest du das auch auf andere unangenehme Gefühle anwenden?

A1verbelll


genau

P#rQi%ons


@ RE

aber irgendwie habe ich allerding hier das gefühl, dass du schon versuchst andere davon zu überzeugen

Nein, das täuscht und tut mir leid, wenn es so scheint - ich habe aber schon des Öfteren bekräftigt, daß ich niemanden missionieren möchte oder dergleichen - schon gar nicht hier im Forum. Wenn das Gespräch, bzw. die Disskussion hier allerdings Menschen dazu verhilft, über sich und das Leben im Allgemeinen nachzudenken, soll mich das freuen. Mir und meiner Frau helfen diese Gespräche ungemein. Ich/wir können hierdurch (durch diverse Diskussionen im Forum) uns selbst hinterfragen, uns reflektieren und unsere Tun mit dem anderer vergleichen, bzw. uns ggf. korrigieren ... Also mache ich (wir) das hier durchaus nicht uneigennützig - DAS muß ich zugeben. Aber mein Eifer geht nun nicht soweit, daß ich die ganze Welt von irgend etwas überzeugen will. Das muß schon jeder selber tun und sich "erarbeiten" - oder eben nicht. Soll jeder halten, wie der Dachdecker. *:) ich bin davon überzeugt, man kann grad so komplexe Dinge niemanden "aufschwatze" - das muß man selber durchdenken und auf sich und das eigene Leben/die eigenen Umstände projezieren ...

@ Averelll

genau

Genau, was? ???

PRrionxs


@ Lian-Jill

Prions, beziehst du das lediglich auf das Gefühl "Eifersucht" oder würdest du das auch auf andere unangenehme Gefühle anwenden?

Ich würde sogar noch weiter gehen wollen und dies nicht nur auf "unangenehme Gefühle" anwenden wollen, sondern auf die ganze Art und Weise zu leben ...

LIian-Jxill


So werden sie ganz allein dazu kommen, ob es ihnen wehtun muß, oder ob eben nicht ...

Ich würde sogar noch weiter gehen wollen und dies nicht nur auf "unangenehme Gefühle" anwenden wollen, sondern auf die ganze Art und Weise zu leben ...

Du würdest also auch mit Gefühlen der Trauer, zum Beispiel dem Verlust eines geliebten Menschen, den selben Trick anwenden und dir einfach einreden, dass es nicht weh tut; dass das ganz und gar anerzogene und deshalb überflüssige/irrationale Gefühle sind und gut ists?

P,rvions


@ Lian-Jill

Die wirst lachen, aber als mein Vater vor ca. 7 Jahren einen tragischen Verkehrsunfall hatte und dabei mit 49 Jahren verstab, war es genau dies - allerdings ist es kein "Trick" und auch kein "Einreden"! Es ist ganz simpel gesagt nur ein waches und aufmerksames in sich selber Hineinhorchn und beobachten, gepaart mit einem permanenten Hinterfragen der eigenen Tuns.

Natürlich habe ich damals auch geweint - dafür bin ich mir ebenso nicht zu schade, wie ich auch nicht um ein Lächeln am offenen Grab meines Herrn Papas verlegen war - in dem Moment fühlte ich so und damit war ich vor mir, vor meiner Mutter und auch vor meinem Vater in meinen Gefühlen authentisch! Nichts hat mich mehr angewidert, als das teilweise offensichtlich geheuchelte Mitleid von Menschen, die meinem Papa weder nah standen, noch ihn besonders mochen ... Wie gesagt, ich habe nichts gegen ehrliche Gefühle und unterstütze auch jeden, der damals ehrlich trauerte, aber nur weil man trauert, um zu trauern (weil man das eben so macht) ist unmöglich ...

L8ianW-Jixll


aber nur weil man trauert, um zu trauern (weil man das eben so macht) ist unmöglich ...

Davon war auch nicht die Rede.

Den Tod meines Vaters konnte ich auch ganz gut wegstecken. Aber wenn ich mir vorstelle, ich müsste eines meiner Kinder betrauern... ich bin mir sicher, dass dann

in sich selber Hineinhorchn und beobachten, gepaart mit einem permanenten Hinterfragen der eigenen Tuns.

nicht geeignet wäre, die Trauer erträglich zu gestalten.

PXri,ons


@ Lian-Jill

Ich sage ja nicht, daß man nicht trauern soll, oder gar darf.. Ganz im Gegenteil! Nur sollen diese Gefühle eben da sein, weil sie wirklich da sind und bei mir war auf der Beerdingung nun einmal keine traurigen Gefühle da. Mich schauten alle anderen vorwurfsvoll an - WEIL man in diesem Moment eben trauern muß - grad als Sohn des Verstorbenen. Aber es war ein schöner Tag, mein Papa war gestorben, wie er es sich immer wünschte (mit einem großen Knall, OHNE zu leiden!), zwar etwas früh, aber eben so, wie er es sich wünschte! Und da, in dem Sarg lag nur noch die "leere" Hülle meine Herrn Vaters! DAS, was ihn ausmachte war schon lange nicht mehr in diesem Körper, ER war auch nicht nur dieser Körper - er war nicht diese nun etwas geschundenen Gebeine ... Nein, ER war das, was diesen Körper bewegte und davon hatte ich schon zuvor Abschied genommen - als ich ganz allein für mich genau DARUM weinte. Während der Bestattung des Leichnams mußte ich daher nicht mehr weinen - das war in meinen Augen nur noch eine Sitte, die man von gesellschaftswegen eben so macht ...

Ich habe am Tage seinen Unfalles gelitten - oder nein, eigentlich die 2 bis 3 Tage danach, als ich es realisierte. Hab mich aber auch dabei beobachtet und geschaut, WAS da weh tut: Fehlt er mir? Tut es ihm weh? Tut es mir weh? Tat ihm was weh? ... Und demnach empfand ich. Es waren erst nach dieser Selbstbefragung möglich, wirklich so zu trauern, wie ich gaaaaaanz tief in mir empfand - losgelöst von Sitten und gebräcuhen. Und es war okay, daß er tot war. Ich war sehr schnell im Reinen mit ihm, mit mir und dem Fakt, daß er eben zukünftig nicht mehr da sein wird. Ich vermisse ihn zwar heute noch - nahezu jeden tag, aber ich habe wirklich von ihm Abschied nehmen können - so, wie ich (und nur ich) es wollte - mit aller Gefühlstiefe - in meiner ganz höchsteigenen Art und Weise.

Wenn es für Dich Lian-Jill wichtig ist, am Grab Deiner Kinder zu trauern, dann ist das ebenso okay (für mich), wie es für mich okay ist, daß ich das Grab meines Vaters in den letzten 7 Jahren kaum mehr als 3 mal besuchte. Für mich ist mein Vater mir nicht auf diesem Friedhof nahe - ich habe dazu keinerlei Beziehung. Er ist immer da, wenn ich ihn brauche und das überall.

Und so, wie es mit den Trauergefühlen ist, ist es eben auch mit den Gefühlen beim Fremdgehen - ich weigere mich, sauer zusein, nur weil man in solchen Situationen eben sauer sein sollte! Klar, bin ich auch irgendwie sauer und kann mir nettere Dinge vorstellen, aber ich versuche zu schauen, ob und wie/warum ich sauer bin: bin ich auf meine Frau sauer? Auf den anderen Typen? Oder auf mich? ... Und sieheda, meist gibt es gar keinen wirklichen Grund (zumindest bei mir). Ich war sogar irgenwie beruhigt, wenn ich sie bei IHM wußte - vielleicht, weil ich wußte, daß er gut zu ihr ist und sie die Zeit mit ihm genießt ... Hört sich vielleicht doof an, so waren aber nun einmal meine persönlichen Gefühle! Und das waren MEINE und keine, des Umfelden oder der Gesellschaft ...

Lwian-RJill


Alles, was du über die Trauer in Bezug auf deinen Vater schreibst, könnte von mir sein.

Abgesehen davon, dass ich zu keiner Zeit einen Gedanken darüber verschwendet habe, was andere Menschen in diesem Zusammenhang an Lebensäußerungen erwarten.

Ich bin in allen Gefühlen authentisch. Dazu gehört auch, nicht zu hinterfragen, warum ich nun welche Gefühle habe oder auch nicht bzw. ob ich diese Gefühle haben darf/soll/muss.

Der Blick von Außen, also was andere Menschen davon halten, scheint jedoch bei dir ziemlich stark vorzuherrschen.

A]ver@el`lxl


Lian-Jill

unterhältst Du Dich gerne an prions?

;-D

LPian-,Jill


Averelll,

ich weiß, wie du das meinst.

Ab und zu mag ich schon etwas dazu sagen. Zum Glück muss ich hier nicht den ganzen Tag sitzen und verspüre auch nicht das Bedürfnis, in einen ständigen Dialog mit ihm einzutreten.

Ich habe auch nicht das Bedürfnis, ihm die Welt zu erklären.

Genau genommen sind meine Beiträge dazu gedacht, Prions Reaktionen zu erforschen 8-), einfach, weil es sehr aufschlussreich ist, wie er sich dreht und wendet.

Wenn ich wirklich Zeit und Geduld investieren wollte, würde das ganz anders aussehen.

Aiver;elxll


:-)

:)*

L9ia{n-Jixll


Dieser Satz zum Beispiel

Wenn es für Dich Lian-Jill wichtig ist, am Grab Deiner Kinder zu trauern, dann ist das ebenso okay (für mich), wie es für mich okay ist, daß ich das Grab meines Vaters in den letzten 7 Jahren kaum mehr als 3 mal besuchte

beweist für mich, dass er überhaupt nicht verstanden hat, was ich meinte. Aber ich habe nichts anderes erwartet und ich habe auch kein Problem damit.

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