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Was fasziniert an dem Gedanken an Inzest?

mNauric+e08


am gedanken daran

fasziniert an sich nicht, eher an der gelegenheit die es eben mal geben kann (ist bei mir schon lange her, aber es war schön)

l'ars{tEvxen


@salome

Welche >Punkte< sollen das sein?

Jene erzieherischen Maßnahmen, welche dazu dienen, die sogenannte "Inzestschranke" aufzubauen, sprich, jene erzieherischen Einflüsse, die beispielsweise bei mir dafür verantwortlich sind, dass ich mir im Leben nicht vorstellen könnte, mit meiner Schwester zu schlafen (obwohl sie - aus der distanz betrachtet - in meinen Augen keinesfalls hässlich ist)

fg

m\aGuriCce0x8


solche dinge kommen

oft in der pubertät vor, ich war damals 14 und meine schwester (subjectiv extrem gutaussehend) war 16. es war uns klar, dass das nicht ok war, aber es war auch nur so "rumfummeln" und so orale spässe

damals hatten wir ein echt schlechtes gewissen, konnten es aber nicht sein lassen

heute haben wir immer noch ein wirklich gutes verhältnis und haben auch mal darüber geredet.

zu der zeit war es so wie wir da was taten ok und wir haben deswegen keinen schaden oder heute ein problem miteinander

SkaElomxe


@ lastEven

So habe ich Dich auch verstanden. Aber wie soll das konkret ablaufen?

jene erzieherischen Einflüsse, die beispielsweise bei mir dafür verantwortlich sind, dass ich mir im Leben nicht vorstellen könnte, mit meiner Schwester zu schlafen

Hm, ehrlich gesagt halte ich das für eher unrealistisch. Es ist vielleicht jetzt ein gewagter Vergleich von mir ;-), aber mit dem Rauchen verhält es sich nicht viel anders. Beide Elternteile können als vorbildliche Nichtraucher auftreten und ihrem Kind in allen möglichen Fassetten die schlimmen Folgen des Zigarettenkonsums schildern - irgendwann ertappen sie ihr Kind beim heimlichen Rauchen und fragen sich: Was haben wir falsch gemacht? Die Antwort muss lauten: Nichts, absolut nichts!

Nun hinkt der Vergleich schon aus dem Grund, (was meine These aber eher bestärkt) dass es Eltern nie in den Sinn kommen würde, ihr Kind präventiv gegen mögliche Inzestgedanken zu erziehen. Wenn Du, lastEven, dem Gedanken, mit Deiner Schwester zu schlafen nichts abgewinnen kannst, dann ist das nicht das Resultat Deiner Erziehung, sondern vielmehr Ausdruck Deiner individuellen Prägung.

Mcaz


Auf der Erde leben gegenwärtig rund sechs Milliarden Menschen. Nach Deiner Prognose dürften also nur 0,6 Personen von dieser Neigung betroffen sein.

Sehr präzise ausgerechnet, wenngleich wir mitlerweile schon wieder mehr Menschen haben dürften ;-) g0t Mathediplom ? :-)

Ich wollt nur "sehr wenige" damit sagen du Pedantin ;-)

Da solltest Du schon differenzieren. Der Wunsch, mit jemandem sexuell zu verkehren, kann aus vielerlei Motiven hervorgehen. Die Motivationspallette ist in diesem Fall sogar sehr breitgefächert. So paradox sich das vielleicht anhört - der Wunsch nach sexuellem Kontakt mit einer verwandten Person (z.B. mit der Schwester) kann auch aus nichtverarbeiteten Hassgefühlen entstehen.

Nichtverarbeiteter Haß mit dieser Folge ist auch eine psychische Störung ! Natürlich ist die Durchführung des selbigen eine noch viel schlimmere Störung als der (häufig Auftretende) Gedanke daran...aber krankhaft ist eindeutig beides, was über ein gaanz seltenes auftreten (alle paar Jahre mal) dieses Wunsches hinausgeht (das gaanz seltene kann man als temporäre "Hirnfehlzündung" werten die einfach jeder mal kriegen könnte). Der Grund für das auftreten der Krankheit ist natürlich vielfältig (alles von Gendefekt über persönlicher Mißhandlung bis hin zu blanker Lust an (imho abartigem) Sex und/oder Gewalt, warum auch immer, angeboren, anerzogen oder selbst gewollt, ist theoretisch denkbar), aber dazu hab ich ja nix sagen wollen !

In diesem speziellen Fall könnte man wohl von einer "psychischen Störung" ausgehen. Nur verlagert sich dann das eigentliche Problem weniger auf den Wunsch selbst, sondern eher auf die hintergründige Ursache, die den Wunsch impliziert.

Where is the difference ? Different reason, same bullshit ! ;-)

Da ich mich schon vor dem Erscheinen des Threads eingehend mit dieser Thematik beschäftigt habe (vor allem aus beruflichen Gründen) kann ich sagen, dass es in den meisten Fällen tiefe Zuneigung ist, die einen solchen Wunsch hervorruft. Ein derartiges Empfinden kann jedoch per definitionem NICHT der "Pathologie" zugeordnet werden. Liebe ist kein Verbrechen, egal gegen wen sie sich richtet

Krankheiten (natürlich auch psychische) sind doch kein Verbrechen ! Wer sagt denn sowas ! Verbrechen ist aber das was der Mensch dann möglicherweise tut. Wenn es Zuneigung wäre wär der Respekt da es in jedem Falle NICHT zu tun oder auch nur zu versuchen !

Der Grund für das auftreten ist irrelevant, krankhaft (pathlogisch also) ist es aber imho so oder so. Zumindest solange es nicht unter äußerem Zwang geschieht in meinen Augen !

MWaz


@ Maniac:

Na wenn du das geils findest weißt du sicher selber was du bist und ich muß das jetzt hier nicht extra hinschreiben oder ??? Dein Nick sagt ja ohnehin schon genug...

>:(

JIilgl


Finde diesen Thread ziemlich interessant und dachte ich pushe mal ein bisschen ;-D

Vielleicht kommen ja noch ein paar Beiträge und ich kann schweigend weiterlesen! 8-)

l^asytEvexn


@salome

Es ist vielleicht jetzt ein gewagter Vergleich von mir

Ja, allerdings. Mit dem Rauchen verhält es sich anders... gegen die introjizierten Regeln der Eltern ("du sollst nicht rauchen") kämpfen zum einen gewisse gruppenpsychologische phänomene an (Konformitätsdruck, Rauchen macht "erwachsen", Imponiergehabe beim anderen Geschlecht etc). Zum andern manifestieren sich sexuelle Tabus, d.h. solche Verbote, die mit der Sexualität zu tun haben, bei weitem fester in der Kinderseele.

Wenn Du, lastEven, dem Gedanken, mit Deiner Schwester zu schlafen nichts abgewinnen kannst, dann ist das nicht das Resultat Deiner Erziehung, sondern vielmehr Ausdruck Deiner individuellen Prägung.

Wenn mehr als 90 % aller Menschen keine bewussten inzestiösen Phantasien hegen, ja, im Gegenteil solchen Kontakten stark abgeneigt sind, ist es unangebracht, von "individueller Prägung" zu sprechen.

fg

lLastEvxen


@salome

Es ist vielleicht jetzt ein gewagter Vergleich von mir

Ja, allerdings. Mit dem Rauchen verhält es sich anders... gegen die introjizierten Regeln der Eltern ("du sollst nicht rauchen") kämpfen zum einen gewisse gruppenpsychologische phänomene an (Konformitätsdruck, Rauchen macht "erwachsen", Imponiergehabe beim anderen Geschlecht etc). Zum andern manifestieren sich sexuelle Tabus, d.h. solche Verbote, die mit der Sexualität zu tun haben, bei weitem fester in der Kinderseele.

Wenn Du, lastEven, dem Gedanken, mit Deiner Schwester zu schlafen nichts abgewinnen kannst, dann ist das nicht das Resultat Deiner Erziehung, sondern vielmehr Ausdruck Deiner individuellen Prägung.

Wenn mehr als 90 % aller Menschen keine bewussten inzestiösen Phantasien hegen, ja, im Gegenteil solchen Kontakten stark abgeneigt sind, ist es unangebracht, von "individueller Prägung" zu sprechen.

fg

l@astCEvexn


oh shit

bitte löschen

TderIranexr


Re: Verbote

Zum andern manifestieren sich sexuelle Tabus, d.h. solche Verbote, die mit der Sexualität zu tun haben, bei weitem fester in der Kinderseele.

Ich weiß nicht, welche Erfahrungen Andere da gemacht haben, mich jedenfalls haben diese "Verbote" einen feuchten Dreck interessiert. Als ich zehn Jahre alt war, hatten sich meine Eltern mit einer Nachbarfamilie verstritten. Diese hatten eine Tochter, die in meinem Alter war. Wir waren oft zusammen und verstanden uns prächtig. Als dann drei Jahre später mein Vater uns beim Küssen ertappte, stellte er mich scharf zur Rede und verbot mir den Umgang mit diesem Mädchen. Vor allem warnte er mich davor, etwas mit ihr "anzufangen" und setzte damit ein klar umrissenes Tabu.

Wenn sich aber etwas in meiner Kinderseele manifestiert hat, dann die feste Überzeugung, immer nur meinen eigenen Gefühlen zu folgen. Nach diesem Grundsatz habe ich immer gelebt.

lFastCEvxen


@terraner

wenn meine bescheidenen mathematischen Fähigkeiten mich hier nicht im Stich lassen, warst du zu diesem Zeitpunkt bereits 13. Aus der Tatsache, dass ihr euch geküsst habt, leite ich ab, dass du dich schon inmitten der Pubertät befandest. Gerade in der Pubertät beginnen die Jugendlichen, mit der Moral der Eltern zu brechen, sich demonstrativ gegen dieselbe aufzulehnen. Pubertierende versuchen, ihren eigenen Weg zu finden, um diesen dann auch zu gehen. Mit 13 ist man jedoch streng genommen noch ein Kind, ich hätte also nicht von "Kinderseele" sprechen sollen, ohne diese weiter zu spezifizieren. Außerdem tritt hier eine neue Kraft ins Spiel, nämlich die Zuneigung zu diesem Mädchen, welche dem väterlichen Verbot ebenfalls entgegensteht. Trotz dieser Auflehnungen gegen die elterliche Moral während der Pubertät gibt es doch einige Kerngebote, welche ihre Gültigkeit nicht verlieren, u.a. das Inzesttabu.

Der Untergang des Ödipuskomplexes in einer präpuberalen Latenzperiode kommt einer Verdrängung durchaus gleich. Er vollzieht sich beim Knaben im verzichtenden Ablassen von der Mutter angesichts der nicht nur väterlichen Kastrationsdrohung und der biologischen Unfertigkeit zum intravaginalen Phalluseinsatz bei der Mutter. Narzißtische Organlust und libidinöse Besetzung der Eltern werden aufgegeben, um sich wenigstens den Penis zu bewahren und eine gemilderte Form der liebevollen Zuwendung der Eltern obendrein. Die Objektbeziehungen werden aufgegeben und durch Identifizierung ersetzt. Die ins Ich introjizierte Vater- oder Elternautorität bildet dort den Kern des Über-Ichs, welches vom Vater die Strenge entlehnt, sein Inzestverbot perpetuiert und so das Ich gegen die Wiederkehr der libidinösen Objektbesetzungen versichert. Die dem Ödipuskomplex zugehörigen libidinösen Strebungen werden zum Teil desexualisiert und sublimiert, was wahrscheinlich bei jeder Umsetzung in Identifizierung geschieht, zum Teil zielgehemmt und in zärtliche Regungen verwandelt.

Frag mich nicht, wie diese Inzestschranke genau entsteht... Die psychoanalystischen Theorien hierzu sind zu komplex, als dass ich bis ins letzte Detail durchzublicken vermag, vielleicht sollte man neben den erzieherischen Einflüssen auch kognitive und biologische Faktoren miteinbeziehen....

Fakt ist jedoch: Die Inzestschranke existiert fast ausnahmslos in der Population aller gesunden Erwachsenen und ist somit real. Das kann ich als Laie feststellen. Wie sie jedoch genau entsteht, überlasse ich den Fachleuten.

Wer Interesse an diesem Thema hat und die Psychoanalyse nicht gleich verteufelt, sollte vielleicht in Freuds "Totem und Tabu" Antworten auf seine Fragen suchen...

fg

T6err(aner


@ lastEven

vielleicht sollte man neben den erzieherischen Einflüssen auch kognitive und biologische Faktoren miteinbeziehen...

Dieser Gedanke ist naheliegend. Als entscheidenden Faktor vermute ich aber die konkrete Situation. Über Freud kann man sicherlich geteilter Meinung sein, aber jedes theoretische Modell ist zwangsläufig eine Abstraktion, die im Einzelfall nicht zutreffen muss.

Ich hege großen Zweifel, dass es so etwas wie eine inzestiöse Veranlagung überhaupt gibt. Darin unterscheidet sich meiner Meinung nach dieses Phänomen von anderen "normabweichenden" Verhaltensmustern. Ein Homosexueller ist nicht homosexuell, weil er sich von einer konkreten Person sexuell angezogen fühlt, sondern vielmehr, weil er das gleiche Geschlecht an sich bevorzugt. Ein Pädophiler ist nicht pädophil, weil sich zu einem bestimmten Kind hingezogen fühlt, sondern weil er Kindern an sich den Vorzug gibt.

Inzestiöse Fantasien oder gar Handlungen gehen jedoch primär aus der Beziehung selbst hervor. Ein solcher Entstehungsprozess verläuft meines Erachtens synchron über mehrere Ebenen. Auf der körperlichen Ebene bedingt inzestiöses Bestreben, dass man die Zielperson als körperlich attraktiv empfindet. "Attraktiv" heißt hier nicht unbedingt schön.

Auf sozialer Ebene empfindet man den unterschiedlichen Status als Anreiz, um sexuelles Verlangen aufkommen zu lassen. Ein Sohn kann sich auf diese Weise gleichermaßen von seiner autoritären Mutter abgestoßen fühlen und sie dennoch (oder gerade darum) sexuell begehren. Auch diese Zusammenhänge sind zu komplex, um sie mit wenigen Worten auszuloten.

Last but not least gibt es da noch die illusionäre Ebene, d.h. es wird davon ausgegangen, dass die Zielperson ebenso empfindet wie man selbst. Zu erwähnen wäre noch die destruktive Ebene, die dem Wunsch nach der verbotenen Handlung entspricht. Ich halte sie aber für weniger bedeutsam, sie den Berteffenden ja gleichzeitig die Aussichtslosigkeit seines Bestrebens vor Augen hält.

TXer[ranxer


Ja gibt's denn so was?

Korrektur:

...ist nicht pädophil, weil er sich...

...da sie den Betreffenden... 8-)

d erKaUtri.n


lastEven

90 % aller Menschen

Wo hast Du denn diese Zahl her? Und beschreibt sie die Menge vor oder nach der Einflußnahme durch die tabugebundene Moral? ;-)

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