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Ist Sex überbewertet?

ceyberxrie


@ lonalao

also ehrlichgesagt kenne ich keine leute, die- so wie du beschreibst- "ständig und überall ihrem sexualtrieb folgen". und freundschaft, gegenseitiges verständnis, etc. ist auch für menschen wichtig, die sich gelegentlich für einen ons entscheiden. ich seh da eigentlich nicht den zusammenhang...

Das ist natürlich übertrieben formuliert, aber ich kenne durchaus Menschen, die abends beim Fortgehen sagen: Die/den will ich heut abend ins Bett kriegen, etc... oder man liest unter anderem hier im Forum: Wir hatten gerade Lust, also hatten wir im Aufzug/Auto/Toilette, etc... Sex.

Lust/Verlangen nach etwas zu haben, und das sich dann an Ort und Stelle zu nehmen, das bekommen wonach man "giert" (wie ein kind dass unbedingt dieses o. jenes Spielzeug will, das lernt auch, dass es Grenzen gibt und es nicht ALLES haben kann.)

ABER schade finde ich, daß deine moralischen vorstellungen sich hauptsächlich darauf aufbauen, daß du das verhalten von ANDEREN "abwertest"..... ohne ständig diese hinweise darauf, wie "primitiv" alles andere (alles, was nicht deinen vorstellungen entspricht) ist.

Ich will das nicht abwerten, aber ich will die von der Gesellschaft aufoktruierten Werte überdenken, ohne jemanden persönlich anzugreifen. Es ist nicht alles was nicht meinen Vorstellungen entspricht "primitiv" ,wie kommst du zu dieser Ansicht?

Ich denke Sex ist nunmal tatsächlich, die schönste, leidenschaftlichste intensivste und intimste Sache der Welt und keinesfalls primitiv, auch ist niemand primitiv, der Sex hat. Nur denke ich, triebgesteuertes Verhalten, das stillen einer Lust um jeden Preis, das gierige Verschlingen, Habgier und Befriedigung jeder Begierde ohne Disziplin und Kontrolle, sind der Rest des animalischen in uns, das (zum Glück, wie ich finde) durch gesellschaftliche Regelwerke, Sitten, Gesetze, etc.. oder einfach durch Naturgesetze unterbunden, bzw. in gewisse Bahnen gelenkt wird.

Also erlaube ich mir lediglich diesen unkontrollierten Überkonsum(!!) als "primitiv" zu bezeichnen, und sonst nichts.

Es ist mir schon klar, dass sich viele nicht einfach nur einer Lust hingeben, die nicht (unter anderem sexuelle) befriedigung über alles stellen, aber alleine wenn man die zahlreichen Einträge in dieser Kategorie liest, merkt man schon welchen hohen Stellenwert die Befriedigung hat.

...sagen wir mal, sie bereitet dir eine leckere gemüselasagne zu (oder irgendwas, was du halt gerne isst...) wenn du jetzt hingehst und sagst "neiin, ich möchte das nicht essen, weil denk doch daran, daß so viele menschen essen einfach konsumieren, es gibt so viel fast- food auf dieser welt, und üble schlemmereien...

Ob du es glaubst oder nicht, ich bin ein sehr einfallsloser aber durschnittlicher Konsument, und fahre mindestens 2x in der Woche zu Mc Donalds. Ich schaufle auch undiszipliniert Chips in mich hinein, wenn ich vor der Glotze hocke. Dein Vergleich hat nichts mit dem zu tun, was ich meinte. Es ist ja im prinzip egal was ich esse, wo und wann und ob es meine Freundin kocht, oder ich selbst. Essen muss man nunmal um das Hungergefühl zu stillen. Aber das genügt auch. Alles darüber hinaus!! (wie mein Chipsessen) dient nur der Lustbefriedigung und schadet uns bei übermäßigem Genuss auch nur.

(z.b. habe ich schon 10kg zugenommen, seit ich alleine lebe)

Die Parallele zu meiner Frage: Glücklich der, der den Chips (als Bsp.) widerstehen kann, denn es ist doch ein "luxus" auf etwas verzichten zu können - um davon zu profitieren (nicht zuzunehmen, etc...).

Und auch glücklich der, der sich nicht um jeden Preis die Hose kauft, die er in der Auslage gesehen hat, nur weil sie so gut aussieht (und nicht weil er sie braucht) und der dadurch in Folge vl ein Geldproblem unterbunden hat...

Und eben auch glücklich der (meine persönliche Meinung), der seine Lust nach sexueller Befriedigung kontrollieren kann, der (bsp.) nicht fremdgeht, weil er eine heiße Braut getroffen hat (beziehung scheitert, etc...)

Alleine darum geht es mir in dieser Fragestellung.

Nicht darum ob ich auf sex verzichte (was ich ja gar nicht machen will)

zu meinen, der eigene sex- verzicht sei im angesicht der übersexualisierten gesellschaft eine besonders "wichtige/aussagekräftige tat" oder ausdruck einer moralischen richtungsentscheidung finde ich persönlich eine überbewertung.

Dass ich noch keinen Sex hatte, hat verschiedene Gründe, aber nicht weil ich unbedingt keinen wollte.

Ich will einfach nur nicht jede Lust befriedigen und auch nicht befriedigt haben. Nur weil das meine Einstellung ist bitte ich nicht mir zu unterstellen, ich würde glauben eine wichtige, aussagekräftige tat zu vollbringen (was soll das überhaupt heißen?) ...

mfg

cKybter?rie


@Monika65

Sex ist doch die schönste Sache der Welt, und die will ich mir langsam erarbeiten und dann mit der Frau mit der ich wirklich ALLES teilen kann, der ich vollends vertrauen kann.. am Höhepunkt des Glückes erleben.

Das hast du geschrieben. Wenn das nicht eine Überbewertung von Sex, dann weiß ich auch nicht. Ich finde, du erhöhst die Sache in den buchstäblichen Himmel. :-/

Das ist aber nunmal meine Ansicht, aber du hast recht, die Frage habe ich wohl falsch formuliert. Es müsste vl besser heißen:

Hat Sexkonsum einen zu hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft?

danke für den Hinweis *:)

T0ILT


also ich denke, dass es auf die perspektive des betrachters ankommt. menschen sind schon merkwürdige wesen, vor allem weil sie mit bewusstsein ausgestattet (oder sogar bestraft ;-) ) sind. die evolution hat ein wesen hervorgebracht, dass, den wille dazu natürlich vorrausgesetzt, über alles und jeden nachdenkt... wie hier über den stellenwert der sexualität.

aus der perspektive der biologie des menschen kann der stellenwert von sex als mittel zur fortpflanzung nicht hoch genug sein, denn dafür sind wir hier auf der erde.

aus perspektive des aufgeklärten, sich selbst bewussten menschen ist der stellenwert nur individuell erhebbar. die einen trennen sich vollens von ihren "urinstinkten" und stellen sich durch das bewusstsein gegen jegliche animalischen züge, die anderen benutzen es als ausrede, und die meisten bringen es wohl in einklang miteinander.

aus meiner sicht hat aber leider gerade unsere natur dazu geführt, dass sex immer und überall ein riesiges thema ist, denn: sex sells, sex ist opium fürs volk, sex geht alle an (zielgruppe: 6 Mrd. Menschen), sex spricht unterbewusst auch alle an. sex interessiert, polarisiert, löst emotionen aus, steuert hormone. sexuelle reize treffen uns, auch wenn wir versuchen uns dagegen zu wehren, im tiefen, rudimentären gehirn unserer vorfahren. daher denke ich, dass sex missbraucht wird und der stellenwert, der ihm dadurch eingeräumt wird, viel zu hoch ist.

aber: man kann sich doch auch als sich selbst bewusster, intelligenter, aufgeklärter mensch gelegentlich auf die animalischen bedürfnisse zurückfallen lassen und genießen, oder? mir persönlich ist sex sehr wichtig. sex macht spass, schafft befriedigung, lindert stress, schweißt zusammen...

Hat Sexkonsum einen zu hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft?

schwierige frage ;-) aber im vergleich zu vielen anderen "konsumgütern" kann ich den stellenwert von sex nicht als zu hoch sehen.

cGybexrrixe


@ TILT

aus der perspektive der biologie des menschen kann der stellenwert von sex als mittel zur fortpflanzung nicht hoch genug sein, denn dafür sind wir hier auf der erde.

Der Stellenwert ist klarerweise hoch, aber um meinen ewig gleichen Vergleich zu ziehen: Essen hat auch einen (vl. noch höheren) Stellenwert.

Natürlich ist und war Sex immer schon ein wesentlicher bestandteil, doch als es noch nicht die Möglichkeit zur Verhütung gab, brauchte man auch etwas Disziplin und konnte sich nicht ständig wenn man Lust hatte vermehren.

Und so glaube ich, dass heute mit der Sexualität viel zu unverantwortlich umgegangen wird.

aber: man kann sich doch auch als sich selbst bewusster, intelligenter, aufgeklärter mensch gelegentlich auf die animalischen bedürfnisse zurückfallen lassen und genießen, oder? mir persönlich ist sex sehr wichtig. sex macht spass, schafft befriedigung, lindert stress, schweißt zusammen...

Alle animalischen Grundbedürfnisse kann man gar nicht unterdrücken, das ist klar, aber wie schon mehrmals geschrieben "mit Maß und Ziel"...

Dass Sex Spaß macht, etc.. ist auch klar, aber muss man deshalb ständig weil man Lust hat auch Sex haben??

Ich glaube, dass magelnde selbstdisziplin im umgang mit seiner Lust (ob Sex oder was auch immer) meistens einen negativen nebeneffekt hat.

(im Bereich der sexuellen Befriedigung z.B. Porno-Sucht, unfähig eine partnerschaft zu führen, langeweile im Bett, Fremdgehen, One-Night Stands, usw....)

Deshalb glaube ich, es ist nicht gut Sex über alles zu stellen, seine Beziehung nur auf Sex aufzubauen, etc...

Das ist meine persönliche Meinung und soll auch niemanden persönlich angreifen, bzw auch kein Versuch sein, irgendjemanden zum umdenken, etc.. zu bewegen...

l2ona4lao


Ich will das nicht abwerten, aber ich will die von der Gesellschaft aufoktruierten Werte überdenken, ohne jemanden persönlich anzugreifen.

ich finde es immer gut, werte zu überdenken- überhaupt, wenn sie "aufoktruiert" sind. das gehört denk ich sowohl zur individuellen entwicklung, als auch zur gesellschaftlichen entwicklung dazu.

interessant finde ich, daß du die "sexuelle konsumgesellschaft" als etwas aufoktruiertes empfindest. mein persönliches empfinden geht da in eine andere richtung, und ich hab einfach nicht das gefühl, daß mein sexualleben etwa mit dem pornokonsum dritter zu tun hat. allgemein gesprochen teile ich deine kritik an der "konsumgesellschaft", allerdings ohne mein sexualleben in bezug dazu zu setzen. das animalische und triebhafte am sex ist für mich nicht automatisch gekoppelt an diesen konsumgedanken (wo ja "konsum" und das "immer mehr haben wollen" eigentlich eine zutiefst "menschliche" und "kulturelle" angelegenheit ist- jedenfalls kein problem im tierreich darstellt) ;-)

Es ist nicht alles was nicht meinen Vorstellungen entspricht "primitiv" ,wie kommst du zu dieser Ansicht?

so habe ich deinen eingangsbeitrag verstanden...

das stillen einer Lust um jeden Preis, das gierige Verschlingen, Habgier und Befriedigung jeder Begierde ohne Disziplin und Kontrolle, sind der Rest des animalischen in uns

wie gesagt, das sehe ich anders. sowas wie "habgier" sehe ich als ein gefühl, was erst durch die menschliche gesellschaft entwickelt wurde. oder kennst du habgierige tiere? tiere gehen im allgemeinen auch sehr effizient mit ihren energiereserven um- jagen z.b. nicht mehr als nötig, etc.

Es ist ja im prinzip egal was ich esse, wo und wann und ob es meine Freundin kocht, oder ich selbst. Essen muss man nunmal um das Hungergefühl zu stillen. Aber das genügt auch. Alles darüber hinaus!! (wie mein Chipsessen) dient nur der Lustbefriedigung und schadet uns bei übermäßigem Genuss auch nur.

das sehe ich ebenfalls anders. natürlich ist essen da, um hungergefühle zu stillen und dient darüberhinaus auch der lustbefriedigung. allerdings nicht NUR. essen ist auch ein sozialer akt, also sofern man mit anderen gemeinsam isst. essen ist auch immer ein bestandteil wichtiger gesellschaftlicher "rituale"- denk mal an das "gemeinsame mahl" bei z.b. hochzeiten oder begräbnissen. es hat also auch etwas, was "verbindend" wirken soll.

und genauso finde ich es eben beim sex- sex nur auf fortpflanzung und triebbefriedigung zu reduzieren wird der sache meines erachtens nicht gerecht. sex ist auch kommunikation, er verbindet, ist ausdruck für allerlei verschiedene gefühle...

Ich will einfach nur nicht jede Lust befriedigen und auch nicht befriedigt haben. Nur weil das meine Einstellung ist bitte ich nicht mir zu unterstellen, ich würde glauben eine wichtige, aussagekräftige tat zu vollbringen (was soll das überhaupt heißen?) ...

nun ja, du hast diesen thread hier eröffnet, und es schien mir eben so, als wäre es dir wichtig, zu betonen, daß du nicht "einer von denen bist", die eben sex einfach konsumieren. und daß es dir persönlich eben wichtig ist, so zu handeln, daß man erkennt, daß du dich von dieser konsumorientierten sexualität distanzierst. falls ich dich falsch verstanden hab, tuts mir leid...

cCybUerrie


@ lonalao

interessant finde ich, daß du die "sexuelle konsumgesellschaft" als etwas aufoktruiertes empfindest. mein persönliches empfinden geht da in eine andere richtung, und ich hab einfach nicht das gefühl, daß mein sexualleben etwa mit dem pornokonsum dritter zu tun hat.

Es wird von einem erwartet mit spätestens 18 keine Jungfrau mehr zu sein, diverse Sexstellungen ausprobiert zu haben, "erfahrungen gesammelt zu haben", eine Beziehung NUR mit Sex führen zu können, etc...

Das meinte ich damit. natürlich kann ich mich dagegen entscheiden, aber der junge beeinflussbare Teenager liest im Bravo Heft und hört von Freunden, wie sein Sexleben aussehen soll und macht das mit was angesagt ist. Er merkt von seiner Umwelt (auch Familie) dass fremdgehen (zwar schlecht aber) "gang und gebe" ist. Weniger was Partnerschaft, Familie, Werte, etc... sind, als wie wichtig die sexuelle befriedigung wäre und wie schädlich es wäre, sie nicht ausleben zu können.

Diese Erkenntnis hat klarerweise nichts mit dem Sexleben zu tun, das in einer partnerschaft irgendwann nicht auszuschließen ist (bzw auch aktiv gelebt wird)

Dieser Sex hat sicher weniger mit Konsum zu tun, aber trotz allem frage ich mich auch in einer Partnerschaft: Wie sieht ein "normales" Sexleben aus? Wie oft braucht man denn Sex, wie oft kann man auch einmal verzichten ???

das stillen einer Lust um jeden Preis, das gierige Verschlingen, Habgier und Befriedigung jeder Begierde ohne Disziplin und Kontrolle, sind der Rest des animalischen in uns

wie gesagt, das sehe ich anders. sowas wie "habgier" sehe ich als ein gefühl, was erst durch die menschliche gesellschaft entwickelt wurde. oder kennst du habgierige tiere? tiere gehen im allgemeinen auch sehr effizient mit ihren energiereserven um- jagen z.b. nicht mehr als nötig, etc.

Ich kenne nicht die genaue Definition von animalisch, aber es gibt viele Tiere, die sich oft weniger "animalisch" aufführen als Menschen...

Ich glaube nicht, dass die Habgier erst durch unsere gesellschaft entwickelt wurde, ich denke es ist auch ein gewisser ur-trieb, wie jede form von gier, die man aber schon im kindesalter zu beherrschen lernt... (aber das ist einfach meine persönliche sichtweise,..)

essen ist auch ein sozialer akt, also sofern man mit anderen gemeinsam isst. essen ist auch immer ein bestandteil wichtiger gesellschaftlicher "rituale"- denk mal an das "gemeinsame mahl" bei z.b. hochzeiten oder begräbnissen. es hat also auch etwas, was "verbindend" wirken soll.

und genauso finde ich es eben beim sex- sex nur auf fortpflanzung und triebbefriedigung zu reduzieren wird der sache meines erachtens nicht gerecht. sex ist auch kommunikation, er verbindet, ist ausdruck für allerlei verschiedene gefühle...

Essen KANN ein sozialer Akt sein, muss es aber nicht, denn man trifft sich bei hochzeiten wohl am wenigsten des Essens wegen, sondern am ehesten aufgrund der kommunikation. Das Essen steht nicht im Mittelpunkt, sondern ist eher das Mittel zum Zweck. Niemand wird auf eine Hochzeit gehen, nur weil es seine Lieblingsspeise gibt (ohne bezug zur Hochzeitsgesellschaft)....

Der Akt des Essens an sich hat nicht unbedingt etwas bindendes.

Aber nichtsdestotrotz hast du natürlich Recht, dass Sex nicht NUR der Fortpflanzung und Triebbefriedigung dient, sondern auch wie ich auch schon mal geschrieben habe, einfach das höchste der Gefühle in einer Beziehung ist.

Und genau deshalb finde ich, es wird einfach in der Gesellschaft (nicht zwingend bei jedem einzelnen) viel zu "schmissig" damit umgegangen.

...und es schien mir eben so, als wäre es dir wichtig, zu betonen, daß du nicht "einer von denen bist", die eben sex einfach konsumieren. und daß es dir persönlich eben wichtig ist, so zu handeln, daß man erkennt, daß du dich von dieser konsumorientierten sexualität distanzierst.

Es ist mir nicht wichtig MICH hier in den Mittelpunkt zu stellen, sondern zu hinterfragen, ob generell Sexkonsum zu sehr im gesellschaftlichen Mittelpunkt steht und ob es Menschen gibt, die das ähnlich sehen.

Außerdem sind mir Beiträge von Menschen wie dir wichtig um meine eigene Haltung zu überdenken und andere Sichtweisen verstehen zu lernen, um zu erkennen ob meine Einstellung für mich tatsächlich in allen Punkten richtig und wichtig ist...

Danke, lg

T)ILT


Ich glaube, dass magelnde selbstdisziplin im umgang mit seiner Lust (ob Sex oder was auch immer) meistens einen negativen nebeneffekt hat.

(im Bereich der sexuellen Befriedigung z.B. Porno-Sucht, unfähig eine partnerschaft zu führen, langeweile im Bett, Fremdgehen, One-Night Stands, usw....)

Ich geb dir absolut darin recht, dass der urinstinkt oder -trieb durch selbstdisziplin in zaum gehalten werden muss. denn oft genug berufen sich vergewaltiger auf ihre triebe... aber: wo ich niemandem schade und etwas positives für mich (und dabei noch für meine partnerin und unsere beziehung) ziehe, brauche ich mich nicht selbst zu disziplinieren.

In diesem Absatz und dem folgenden:

Es wird von einem erwartet mit spätestens 18 keine Jungfrau mehr zu sein, diverse Sexstellungen ausprobiert zu haben, "erfahrungen gesammelt zu haben", eine Beziehung NUR mit Sex führen zu können, etc...

Das meinte ich damit. natürlich kann ich mich dagegen entscheiden, aber der junge beeinflussbare Teenager liest im Bravo Heft und hört von Freunden, wie sein Sexleben aussehen soll und macht das mit was angesagt ist. Er merkt von seiner Umwelt (auch Familie) dass fremdgehen (zwar schlecht aber) "gang und gebe" ist. Weniger was Partnerschaft, Familie, Werte, etc... sind, als wie wichtig die sexuelle befriedigung wäre und wie schädlich es wäre, sie nicht ausleben zu können.

sprichst du meiner meinung nach ein damit zusammenhängendes thema an, und zwar, ob die verrohung und inflation von sexualität in diversen medien dazu beiträgt, sex abzuwerten und somit ein teufelskreis entsteht und heranwachsende mit einem falschen bild von sex aufwachsen. als ich das hier gelesen habe konnte ich nur mit dem kopf schütteln: [[http://www.bild.de/BILD/news/vermischtes/2008/06/20/deutschlands-sex-tragoedie/jugend-studie,geo=4891102.html]]

ich denke das der oft zu lockere umgang mit sexualität in unserer gesellschaft zu unserer zeit auf der einen seite richtig und sinnvoll ist, da erst der lockere umgang eine weitreichende aufklärung der vielfältigen facetten ermöglicht, aber gleichzeitig auch grenzen verschwimmen lässt, die eigentlich meiner ansicht nach beinahe instinkthaft vorgeprägt wären. ich kann mich gut erinnern wie ich (ich denke es war so mit 17) das erste mal analverkehr in einem porno gesehen habe. meine ersten pornos hatte ich mit 14 gesehen (vaginalverkehr, oralverkehr, keine gang-bangs, kein bukkake, keine nautrsektspiele, kein av... - "normaler", gesellschaftkonformer sex quasi. heute laufen auf jeder schule irgendwelche 14jährigen mit beastiality-pornos und vergewaltrigungs-szenen aufm handy rum - wie soll da ein gerade am anfang der natürlichen sexualentwicklung stehender eine gesunde einstellung zu sexualität bekommen?

...sondern zu hinterfragen, ob generell Sexkonsum zu sehr im gesellschaftlichen Mittelpunkt steht und ob es Menschen gibt, die das ähnlich sehen.

teils teils - zum einen halte ich die inflation sexuell motivierter themen in den frei zugänglichen medien für sehr bedenklich im hinblick auf die jugend und deren entwicklung, zum anderen denke ich, dass es auch eine frage des alters ist. du selbst bist 23, somit gerade an der stelle zum übergang ins erwachsenenalter (ich denk du weist wie ich das mein), in dem sich auch dein umfeld eben in anderer position gegenüber gewissen themen aufstellt. als kind kichern alle schüchtern wenn einer das wort penis sagt, als erwachsener sollte man damit aber mAn kein problem haben und sich nicht peinlich berührt fühlen, wenn sex das thema einer unterhaltung ist. die tiefe der unterhaltung mal dahingestellt.

cxybJerarie


@ TILT

Hallo und danke für deinen beitrag.

aber: wo ich niemandem schade und etwas positives für mich (und dabei noch für meine partnerin und unsere beziehung) ziehe, brauche ich mich nicht selbst zu disziplinieren

Das stimmt einerseits schon, wenn aber plötzlich der eine partner keine Lust hat (oder warum auch immer nicht will), kann das dann nicht zu einer krise führen??

All das resultiert ja irgendwie aus der Grundhaltung/-frage die lauten sollte: ist sex prinzipiell etwas gutes? Denn wie du schreibst: Vergewaltiger berufen sich auf ihre Triebe (sicher nicht immer ganz zu unrecht) und wenn es dann aber keine eigentliche vergewaltigung ist, sondern beide damit einverstanden sind, ändert sich dann die Tat so gravierend??

Warum gibt es denn Tabus, zensierungen, altersbeschränkungen, warum ist pädophilie strafbar? Dein Link zeigt ja, welche unterschiedlichste "abartigkeiten" von Sexualität es gibt und man muss sich dabei fragen: Ist das nun gut (weil sex ja etwas schönes, gutes, tolles und in die gesellschaft integriertes ist), oder schlecht; und wenn schlecht, dann warum??

heute laufen auf jeder schule irgendwelche 14jährigen mit beastiality-pornos und vergewaltrigungs-szenen aufm handy rum - wie soll da ein gerade am anfang der natürlichen sexualentwicklung stehender eine gesunde einstellung zu sexualität bekommen?

du hast deinen ersten Porno mit 14 gesehen, und vor 50 Jahren hätte man das mit sicherheit schon als verwerflich empfunden.

Denn da frage ich mich: was ist denn eine gesunde einstellung zu sexualität ???

Hast du denn diese durch deinen Porno mit 14 bekommen ???

Wo zieht man denn die Grenze zwischen "gesunder" und "schädlicher(?)" sexualität??

und um zum beginn zurückzukommen: wie weit ist die sexualität in einer beziehung "gesund"? wo sind hier die grenzen?

aber: wo ich niemandem schade und etwas positives für mich (und dabei noch für meine partnerin und unsere beziehung) ziehe, brauche ich mich nicht selbst zu disziplinieren...

...ist so gesehen ein blödsinn, denn in vielen fällen schadet man offensichtlich niemanden (wem schadet die 12 Jährige die mit 40 Männern sex hatte, oder die Mutter mit ihrem sohn, etc.... ???)

Ich glaube, offensichtlich schadet man vielleicht niemanden, aber unbewusst sich selbst, seiner Beziehung, seinen Erwartungen, etc...

Ich ziehe schon früher die Grenze als andere, aber es bleibt die frage offen: WO ziehen andere die grenze und wo sollte sie liegen?

TVI?LxT


die richtigen grenzen zu ziehen ist mitunter sicherlich das größte problem dabei! genau deshalb habe ich auch worte wie normal in anführungszeichen gesetzt, denn "normal" ist subjektiv, zumindest soweit es sich in moralischen grenzen bewegt.

wem schadet die 12 Jährige die mit 40 Männern sex hatte

sie schadet den 40 männern, weil dadurch deren hemmschwelle durch gewohnheit bei jedem weiteren akt sinkt. sie schadet sich, weil normalität immer auch etwas mit gewöhnung und desensibilisierung zu tun hat, aber vor allem: der 12jährigen wurde durch verschwommene grenzen in ihrem umfeld schon sehr geschadet! und diese verschwommenen grenzen kommen meiner ansicht nach durch falschen umgang mit sexualität, wie z.b. die 14jährigen mit handypornos.

ich habe mein eigenes beispiel mit den pornos vielleicht zu wenig erklärt: ich habe schon einige pornos mit "normalem" sex gesehen, und genau deshalb ist mir der analverkehr dann mit 17 als etwas "besonderes" aufgefallen. es hatte sich also über die jahre meiner frühen pubertät schon ein gesellschaftskonformes bild von sexualität in mir eingebrannt, weshalb ich erst die stufe zum analverkehr als stufe wahrnehmen konnte. sex war und ist in meinem kopf vordergründig der geschlechtsakt zwischen mann und frau - verbunden mit gefühlen, küssen, zärtlichkeiten und hautkontakt. das alles gabs tatsächlich mal in pornos ;-) übrigens hat man das vor 14 jahren (als ich 14 war) sicher auch noch als verwerflich empfunden, zumindest mein elternhaus und meine umgebung.

heute sind pornos unfassbar brutal und von solcher männlicher dominanz geprägt, dass junge männer bei regelmäßigem konsum sicherlich durch die gewöhnung eine völlig andere "normalität" in sich speichern. sex mit mehreren - kein thema. sex und gewalt - die frauen in den pornos wollen das ja so. sex mit leidenschaft aber ohne zwischenmenschlichkeit - wozu gefühle? oral, anal, vaginal - egal, alles normale facetten des sex...

Warum gibt es denn Tabus, zensierungen, altersbeschränkungen, warum ist pädophilie strafbar? Dein Link zeigt ja, welche unterschiedlichste "abartigkeiten" von Sexualität es gibt und man muss sich dabei fragen: Ist das nun gut (weil sex ja etwas schönes, gutes, tolles und in die gesellschaft integriertes ist), oder schlecht; und wenn schlecht, dann warum??

die in dem artikel aufgeführten auswüchse sind für mich entartete sexualität. die jugendlichen haben eben dieses meiner ansich nach völlig flasche bild von sex. daher kann ich es nur als negativ empfinden. und ich empfinde mitleid für diese jugendlichen, weil ihnen durch das falsche bild ev. schon von grund auf verwehrt ist, normale beziehungen zu führen. sie haben auch keine erfahrungen mehr zu machen, da sie so ungölaublich früh an oberster stelle ansetzen, dass eine normale entwicklung und ständiger selbstreflexion nicht möglich ist oder vollständig vorweg genommen wurde. man hat den jugendlichen unbewusst die jugend genommen.

WO ziehen andere die grenze und wo sollte sie liegen?

für mich liegt bei der sexualität die grenze dort, wo sie auch sonst liegt: meine freiheit endet dort, wo die der anderen beginnt. konkret gesagt habe ich kein problem mit sexkonsum, solange sich der konsum und die lust in der öffentlichkeit auf standards bezieht. zwar lassen sich diese standards auch unterschiedlich werten, mein standard liegt dabei bei sexualität im recht ursprünglichen sinne, und zwar zwischen mann und frau die geschlechtverkehr praktizieren und sich dabei nahe sind. ob nun zum gv auch ov oder auch av gehören ist wieder subjektiv. mittlerweile vermutlich ja.

Ich glaube, offensichtlich schadet man vielleicht niemanden, aber unbewusst sich selbst, seiner Beziehung, seinen Erwartungen, etc...

ja, wie gesagt, je nachdem wo der standard sitzt... ist er von anfang an zu hoch muss das in enttäuschung und somit der ständigen suche nach besserem sex führen. ich halte es mitunter auch für bedenklöich, wie z.b. das erste mal immer wieder als etwas unglaubliczh besonderes kommuniziert wird (z.b. bravo, die meiner ansicht nach, und entgegen deiner, gute aufklärung leisten). mit dieser art der kommunikation, vor allem an junge mädchen, wird eine erwartungshaltung aufgebaut, die kaum erfüllbar ist. auf den weg, den jeder beim kennenlernen der sexualität vor sich hat, wird nie hingewiesen. das erste mal wird als startschuss gesehen. dass in den ersten jahren viele enttäuschungen, fragen usw lauern, wird selten kommuniziert. du hast dein erstes mal, das ist etwas besonderes, und danach gehörst du dazu...

c\yberrNie


@ TILT

sie schadet den 40 männern, weil dadurch deren hemmschwelle durch gewohnheit bei jedem weiteren akt sinkt...

Natürlich schadet sie den männern, aber auch sich, wie du schreibst und deshalb gibt es ja auch gesetzliche einschränkungen und so etwas wie Moral, deshalb gibt es auch Zensuren (die weitestgehend durch Internet, etc.. umgangen werden) und das ist alles gut, denn Sex ist nichts, mit dem man leichtfertig umgehen sollte.

Und trotzdem wird vieles heute als "normal" angesehen, was früher nicht nur verpönt sondern sogar verteufelt wurde.

Wer legt denn nun fest ab wann eine zensur gegeben sein soll, ab wann ein "kind" sex haben darf, ohne dass es sich schadet, vl ist ja sogar 18 für manche noch zu jung ???

Waren früher "normale" Pornos schon verrucht, so empfindet man diese heute langweilig weil "allgegenwärtig"...

Doch woran liegt diese Verschiebung der "Empfindungschwelle" und wohin führt sie?

Ursachen liegen sicher vor allem in den modernen Kommunikationsmitteln, aber auch in einer breiteren Toleranz und Akzeptanz, (will heißen eine mangelnde Kontrolle und Einschränkung) in der gesellschaft gegenüber Sex.

Und ICH finde das nicht gut und würde mir mehr Disziplin und auch "Ehrfurcht" im Umgang mit der Sexualität allgemein wünschen.

die in dem artikel aufgeführten auswüchse sind für mich entartete sexualität. die jugendlichen haben eben dieses meiner ansich nach völlig flasche bild von sex. daher kann ich es nur als negativ empfinden.

Du findest, dass DAS entartete Sexualität ist, was ist dann "artgerechte" sexualität?

Was ist das richtige Bild von Sex? Ist es das was unsere Durchschnittsgesellschaft betreibt, oder ist das nicht auch schon "entartet"??

Ist Anal/oral nicht bereits "entartet"? Sind ONS entartet, oder ist es bereits entartet jeden Tag Sex zu haben??

So gesehen liegt bei mir die toleranzgrenze schon sehr weit unten, aber es kann mir auch niemand vorwerfen deshalb prüde zu sein, denn niemand kann mir die Grenzen sagen...

für mich liegt bei der sexualität die grenze dort, wo sie auch sonst liegt: meine freiheit endet dort, wo die der anderen beginnt.

Das wäre insofern bedenklich, als du nicht genau sagen kannst, wieweit deine Freiheit tatsächlich geht. Denn Sex mit Kindern ist nunmal (na gottseidank) strafbar, auch wenn du nicht die Freiheit einer minderjährigen beschneidest (auch 12 jährige haben eine freien Willen)... Also liegt hier z.B: die Grenze schon eher.

lg Cyberrie

T:IELxT


Das wäre insofern bedenklich, als du nicht genau sagen kannst, wieweit deine Freiheit tatsächlich geht. Denn Sex mit Kindern ist nunmal (na gottseidank) strafbar, auch wenn du nicht die Freiheit einer minderjährigen beschneidest (auch 12 jährige haben eine freien Willen)... Also liegt hier z.B: die Grenze schon eher.

doch, kann ich. der schlüssel dazu ist mitunter empathie und lebenserfahrung, die ich gott sei dank durch mir vermittelte, recht gesunde moral und ethik aufgebaut habe. dazu gehört auch das wissen, dass eine 12jährige nicht verstehen kann, was sex ist. und deshalb sind 12jährige eben nicht ihrem eigenen willen unterstellt, sondern dem der erziehungsberechtigten und werden zusätzlich, weil die erziehungsberechtigten immer öfter versagen, durch gesetze geschützt.

Was ist das richtige Bild von Sex? Ist es das was unsere Durchschnittsgesellschaft betreibt, oder ist das nicht auch schon "entartet"??

die grenze zu "entartetem sex" muss jeder für sich selbst abstecken, ich bin mir aber sicher das immer noch ein großteil unserer gesellschaft diese grenzen unabhängig voneinander in einem engen feld dicht benachbart stecken würde. deiner betrachtungsweise nach hat dann doch eigentlich jede gesellschaft zu jeder zeit nur entartete sexualität praktiziert: in der einen kultur wurde sex mit knaben praktiziert und war "normal", in der anderen ist die vielehe "normal", in der dritten hatten sich die hausdamen dem besuch vorzustellen um ihm den aufenthalt angenehm zu gestalten...

ein ausflug ins tierreich: menschenaffen betreiben, wie wir menschen auch, sex nicht nur zur fortpflanzung. bonobos masturbieren auch, schimpansen sind teilweise bisexuell und befriedigen sich gegenseitig... von mir aus können wir die grenze an deren beispiel ziehen - allerdings ist auch das gefährlich, weil vergewaltigungen im tierreich an der tagesordnung sind und daher ebenso "normal" wie selbstbefriedigung.

du hast mit deinem thread eine meiner meinung nach wichtige frage gestellt, die sich aber leider nie einvernehmlich beantworten lassen wird. wie ich aus einem anderen faden weiß unterscheiden sich z.b. unsere (also deine und meine) erfahrungen im bereich sexualität erheblich. und ich denke das äußert sich sicherlich z.b. darin, dass du vordergründig sexuelle gedanken dabei haben wirst, wenn du deine freundin z.b. unter der dusche einseifst, ich weniger - und zwar deshalb, weil meine grenze eine andere ist. wie ein junge, der beim anblick von brüsten im magazin eine errektion bekommt, ist deine reizschwelle sicherlich weit niedriger als meine, was dazu führt dass die allgegenwärtige bombardierung mit sexuellen inhalten von allen seiten dich mehr stört als mich - weil sie dich tiefer berührt. ich ziehe uns beide mal als beispiel heran, weil ich daran nochmals die thematik der subjektiven grenze erklären möchte:

du hast grenezn, ich auch. beide haben wir unsere grenzen mit uns selbst vereinbart, vermt. unterbewusst. und beide taten dies in einem prozess der wahrnehmung und verarbeitung sexueller reize und erfahrungen. nehmen wir als dritten im bunde noch den jungen aus dem artikel der bild, und wir haben ein breites spektrum: du mit hoher grenze, ich mit mittlerer, der arme junge mit niedriger. was glaubst du, wer wird in seinem leben am glücklichsten sein und ein erfülltes sexualleben haben?

ciybe#rrixe


@ TILT

und im letzten Satz vermischt du wieder Sex mit Glück und unterstellst mir indirekt kein glückliches Leben zu haben. (das ich ,wie du aus dem anderen Thread weist, ja auch nicht unbedingt habe, aber in keinster weise mit mangelndem Sex in Zusammenhang zu bringen ist)

...deshalb sind 12jährige eben nicht ihrem eigenen willen unterstellt, sondern dem der erziehungsberechtigten und werden zusätzlich, weil die erziehungsberechtigten immer öfter versagen, durch gesetze geschützt.

Aber Sex bei 16 Jährigen ist gestattet (warum genau diese Grenze??, die kinder werden immer frühreifer) aber ein Erwachsener dürfte nicht mit einem minderjährigen, und schon kleinkinder befriedigen sich selbst oder (bsp.) geschwister untereinander (siehe u.a. dieses Forum) Dagegen können auch keine Gesetze etwas unternehmen...

Es ist also klar, dass es sex und bei vielen auch das verständnis, was sex ist, schon bei kindern gibt. Darauf aber mit den Medien zu antworten, mit Bravo, Internet, Mode, etc.. führt dann zu "grenzenlosigkeit".

Jeder setzt sich selbst die Grenzen, okay, aber da viele gar kein grenze setzen (wollen, müssen), kommt es dazu, dass man die Frage stellen kann: Ist Sex in unserer Gesellschaft mittlerweile überbewertet, gibt es keine Tabus mehr, u.s.w...

T2ILT


bitte nicht falsch verstehen! ich fragte, wer am glücklichsten ist, nicht wer glück hat - das ist für mich ein unterschied! und eines muss ich dir leider sagen: sex und glück sind untrennbar miteinander verbunden, denn sex produziert glücksgefühle - darum hat man ja sex, wenn man sich nicht gerade fortpflanzen will. der herrliche hormoncocktail der einem bei und nach sex durch den körper schießt äußert sich eben in einem glücksgefühl. das kann man meiner ansicht nach also nicht trennen, denn die vordergründige motivation ist das erreichen dieses glücksgefühls und die damit zusammenhängende befriedigung durch das belohnungszentrum des gehirns.

Jeder setzt sich selbst die Grenzen, okay, aber da viele gar kein grenze setzen (wollen, müssen), kommt es dazu, dass man die Frage stellen kann: Ist Sex in unserer Gesellschaft mittlerweile überbewertet, gibt es keine Tabus mehr, u.s.w...

ich denke die frage müßte eher heißen: Wird sex in unserer Gesellschaft mittlerweile so abgewertet, dass es keine tabus mehr gibt usw.? dann kann ich dir klipp und klar antworten: meine ansicht nach ja. genau wie in holland der consum von cannabis durch die legalisierung und die allgegenwärtigkeit in die normalität gerutscht ist (während in deutschland phasenweise heftigst diskutiert wird und jedes bundesland ein eigenes süppchen kocht um der zeit und der gesellschaft irgendwie rechnung zu tragen), rutschemn meiner ansicht nach bestimmte praktiken und ansichten bzgl. sexualität in die normalität. und einige davon gehören nicht dahin. denn das produziert jugendliche wie die aus der bild-zeitung.

c~yb#errixe


bitte nicht falsch verstehen! ich fragte, wer am glücklichsten ist, nicht wer glück hat - das ist für mich ein unterschied! und eines muss ich dir leider sagen: sex und glück sind untrennbar miteinander verbunden

??? ??? ich dachte Glück haben und glücklich sein hat was miteindander zu tun.....aber egal

denn die vordergründige motivation ist das erreichen dieses glücksgefühls und die damit zusammenhängende befriedigung durch das belohnungszentrum des gehirns.

Das ist wohl die Motivation und der Grund warum sich Mann und Frau attraktiv finden und warum sie Nachwuchs zeugen (in der ursprünglichen Funktion) denn würde kein Glücksgefühl entstehen, wer käme auf die idee solch "ekligen" Dinge wie Geschlechtsteile miteinander zu verbinden?

Aber gerade darin liegt der Reiz, finde ich, in der Zielsetzung, das Gefühl zu erreichen, also nicht in der Befriedigung, sondern in der Vorfreude darauf. Dafür braucht es eben Disziplin, an der es, wie ich denke mangelt.

ich denke die frage müßte eher heißen: Wird sex in unserer Gesellschaft mittlerweile so abgewertet, dass es keine tabus mehr gibt usw.?

So kann man es auch sagen und ich verstehe was du meinst. Meine Fragestellung kann man ja auch genau umgekehrt deuten wie sie gemeint ist.

Ich weiß nicht ob es eine abwertung von sex ist (in gewisser weise auch), oder ob nicht einfach zu exzessiv sex betrieben wird, um jeden Preis muss man sex haben, u.s.w....(in jeder Stellung, an jedem Ort, in jedem Alter, mit soviel Partnern als möglich)

rutschemn meiner ansicht nach bestimmte praktiken und ansichten bzgl. sexualität in die normalität. und einige davon gehören nicht dahin.

Diesen satz finde ich sehr gut, nur (wie du vorhin schon geschrieben hast) rutschen für uns beide verschiedene Dinge in die "normalität". Für mich auch Dinge, die für dich dort ohnehin dazugehören.

Aber setzt man nun die latte bei mir an, oder bei dir, oder sind wir bei dir ohnehin schon bei der Norm der gesellschaft? ich weiß es nicht...

TEIxLT


Das ist wohl die Motivation und der Grund warum sich Mann und Frau attraktiv finden und warum sie Nachwuchs zeugen...

da widerspreche ich dir: DAMIT sie nachwuchs zeugen richtet die natur es so ein, dass sich mann und frau attraktiv finden. siegmund freuds thesen sind sicherlich nicht mer alle gültig, dass aber ein großteil der menschlichen handlungen sexuelle motivation als hintergrund (also nachwuchs zu zeugen) hat, stimmt sicher. z.b. weiß man aus neuesten erkenntnissen, dass gewisse attraktivitätsmerkmale auch ausdruck von gesundheit sind. somit ist attraktiv wer gesund ist, und ich gebe meinen samen rein instinktiv lieber an eine gesunde frau, weil die chance für das überleben meines nachwuchses dann höher ist...

...denn würde kein Glücksgefühl entstehen, wer käme auf die idee solch "ekligen" Dinge wie Geschlechtsteile miteinander zu verbinden?

aus diesem satz könnten wir eine parallele diskussion beginnen: warum sind geschlechtsteile eklig?!? weil man lulu und pupu damit macht ??? charlotte roches buch "feuchtgebiete" sticht genau in diese meiner ansicht nach entartete haltung gegenüber der eigenen natur. der moderne mensch hat sich vordergründig von seiner natur distanziert und wird ungern daran erinnert, woher er kommt.

verbindet man beide diskussionspunkte, also die sexualität und die einstellung zur eigenen natur, ergibt sich meiner ansicht nach eine recht einfache regel: die grenzen der sexualität sind mitunter subjektiv jeweils dort gesteckt, wo sie zur einstellung gegenüber der eigenen natur passt. wer oralverkehr ablehnt kann dafür den grund haben es eklig zu finden den anderen dort zu liebkosen, wo sonst fäkalien und urin austreten. wer eine gesunde einstellung zum menschlichen körper und der ureigenen natur hat und körperflüssigkeiten als normal, und nicht als schmutzig, eklig oder sonstwie ansieht wird es zumindest versuchen und danach entscheiden, ob es subjektiv schön ist oder nicht.

Aber setzt man nun die latte bei mir an, oder bei dir, oder sind wir bei dir ohnehin schon bei der Norm der gesellschaft? ich weiß es nicht...

ich werd einen teufel tun und jetzt versuchen eine latte zu anzusetzten, aber soviel: ich bin davon überzeugt, dass wenn ich jetzt aufzählen würde welche praktiken zu meiner sexualität gehören, 90% aller westeuropäer sagen würden "ja und? das mach ich auch."

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