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Ist Sex überbewertet?

h"exjeT.


hei,

ich habe diesen faden mal überflogen weil mich das thema sehr interessiert, jetzt bin ich allerdings ziemlich ratlos.

Ich sags mal so für mich ist sex ein unverzichtbarer bestandteil einer partnerschaft, ich habe nach einer sehr stürmischen phase während meines studiums jetzt seit 9 jahren einen partner zu dem ich sagen kann, ich hoffe wir überleben alle unsere unternehmungen und werden zusammen alt. Er wäre allerdings bei allen äußerst positiven eigenschaften niemals mein partner über einen so langen zeitraum mit deiner einstellung zur sexualität. Wir haben gerne sex, wir haben häufig sex und wir verzichten nur darauf wenns nicht anders geht weil wir im zelt liegen und draußen 25 grad minus herrschen.

Wir leben nach abstimmung aller no goes, unsere phantasien aus, wir geniesen den sex, wir zelebrieren ihn und wir fallen wenn uns danach ist weil wir schon einen ganzen tag lang erotische nettigkeiten ausgetauscht haben wie die tiere übereinander her und geniesen es den anderen zu spüren, ihn anzufassen, ihn zu liebkosen. Die nähe die intimität ist es nicht nur der rein körperliche akt. Ich behaupte von uns, wenns um sex geht sind wir gourmets und keine gourmands. Mit verlaub, einen mann wie dich würde ich niemals akzeptieren können. Du lebst nach meiner meinung in einer moralischen und ethischen scheinwelt die es so nicht gibt und auch niemals geben sollte, zudem schaust du auf die glamourblätter der boulevardpresse ohne zu wissen was sex für ein liebendes paar wirklich bedeuten kann.

c|y>ber;rxie


Das ist wohl die Motivation und der Grund warum sich Mann und Frau attraktiv finden und warum sie Nachwuchs zeugen...

da widerspreche ich dir: DAMIT sie nachwuchs zeugen richtet die natur es so ein, dass sich mann und frau attraktiv finden

Du musst schon den ganzen Satz in einem zitieren, denn genau das (DAMIT) meinte ich damit...

Die Natur gibt uns diese Motivation "es miteinander zu treiben", weil es sonst am Nachwuchs mangeln würde.

Ich will dazu jetzt keine parallele Diskussion starten, und ich behaupte ja nicht, dass Geschlechtsteile abstosend sind, aber das sind sie doch nur deshalb nicht, weil eben beim Betrachten, beim "bearbeiten" derselbigen dieses (von der Natur gegebene) Glücksgefühl aufkommt...

Oder sind solche hautfetzen prinzipiell antörnend??

Das gute ist auch, dass wir nicht alle Geschlechtsteile erotisch finden (Kinder, Tiere, etc...)

der moderne mensch hat sich vordergründig von seiner natur distanziert und wird ungern daran erinnert, woher er kommt.

Dem kann ich mich absolut nicht anschließen, denn ich finde es gut, dass der Mensch entwicklungen in seinem leben durchmacht und er sich recht bald von seinen Ausscheidungsorganen distanziert (aber das ist eine andere Geschichte) (wären sie völlig normal, wäre auch eine öffentliche entbößung, oder z.b. auch am Mittagstisch gang und gebe) usw...

Ob das nun eine "gesunde Einstellung" ist, ist deine subjektive Meinung, ich finde es fraglich ob das "gesund" ist...(was heißt das auch: gesund?)

ich werd einen teufel tun und jetzt versuchen eine latte zu anzusetzten, aber soviel: ich bin davon überzeugt, dass wenn ich jetzt aufzählen würde welche praktiken zu meiner sexualität gehören, 90% aller westeuropäer sagen würden "ja und? das mach ich auch."

Das ist klar, und ich zähle mich eben zu den restlichen 10% und habe trotzdem ein glückliches Leben.

c)y!bIerxrie


@ hexe T.

Die Abneigung liegt ganz meinerseits ;-D

Vielleicht lebst auch du in einer Scheinwelt, denn wenn Sex eines jeden leben über alles bestimmen würde, sähe diese Welt anders aus, und ich wage zu bezweifeln, dass es besser wäre...

Übrigens: Ich lese keine Boullevardpresse und habe auch kein interesse daran...

und: ich weiß, was KEIN Sex für ein liebendes Paar sein kann, und das gefällt mir weitaus besser als euer freizügiger Lebensstil...

TJILxT


Dem kann ich mich absolut nicht anschließen, denn ich finde es gut, dass der Mensch entwicklungen in seinem leben durchmacht und er sich recht bald von seinen Ausscheidungsorganen distanziert (aber das ist eine andere Geschichte) (wären sie völlig normal, wäre auch eine öffentliche entbößung, oder z.b. auch am Mittagstisch gang und gebe) usw...

die betrachtung der ausscheidungen von nahrungsresten als natürlich und einfach "dazu gehörend" hat doch nichts damit zu tun, es anderen unter die nase reiben zu wollen... ???

Ich will dazu jetzt keine parallele Diskussion starten, und ich behaupte ja nicht, dass Geschlechtsteile abstosend sind, aber das sind sie doch nur deshalb nicht, weil eben beim Betrachten, beim "bearbeiten" derselbigen dieses (von der Natur gegebene) Glücksgefühl aufkommt...

demzufolge müssten alle anderen körperteile abstoßend sein...

ich weiß, was KEIN Sex für ein liebendes Paar sein kann, und das gefällt mir weitaus besser als euer freizügiger Lebensstil...

kannst du denn mal versuchen uns zu erklären, was du in einer beziehung durch enthaltsamkeit hast, was andere, die sex haben nicht haben können?

hxeCxeTx.


und: ich weiß, was KEIN Sex für ein liebendes Paar sein kann, und das gefällt mir weitaus besser als euer freizügiger Lebensstil...

das mag ja durchaus sein, aber du hast keine ahnung was sex für eine funktionierende partnerschaft bedeuten kann.

Vielleicht lebst auch du in einer Scheinwelt, denn wenn Sex eines jeden leben über alles bestimmen würde, sähe diese Welt anders aus, und ich wage zu bezweifeln, dass es besser wäre...

so ganz verstehe ich den satz zwar nicht, aber eines ist gewiss, ich lebe keineswegs in einer scheinwelt sondern in einer sehr realen, mit wünschen und mit bedürfnissen. Sex bestimmt keineswegs unser leben aber wir geniesen ihn wann immer uns danach ist, wir geniesen es dem anderen so nahe zu sein wie es sonst kaum möglich ist, die zärtlichkeiten, die harmonie der gefühle. Vergleichbares erlebe ich sonst nur wenn ich mit meinem partner in einer eiswand stecke und mir klar ist, der erste fehler von einém von uns ist wohl auch unser letzter.

Partnerschaft bedeutet sehr viel mehr als das worauf du es reduzierst, weil du alle die es nicht so sehen oder erleben wie du nicht akzeptierst, warum sonst rennst du in deinem alter noch als jungfrau herum. Übrigens als mann würde ich deshalb nicht akzeptieren können, weil ich niémals bereit wäre die katze im sack zu kaufen, ich möchte vorher wissen worauf ich mich einlasse und da muß eben alles stimmen nicht nur die ernährung der frau, die wohnung, die unterhaltung, die interessen, was nützt das alles wenn ich mich mit dir nicht darüber unterhalten kann, was du beim sex magst und was nicht, wenn du keine ahnung hast worüber du überhaupt reden sollst.

c|yberxrie


@ TILT

die betrachtung der ausscheidungen von nahrungsresten als natürlich und einfach "dazu gehörend" hat doch nichts damit zu tun, es anderen unter die nase reiben zu wollen... ???

genauso könnte man diesbezüglich sagen man muss doch sein Gesicht (oder andere sichtbare Körperteile) nicht anderen "unter die nase reiben..."

demzufolge müssten alle anderen körperteile abstoßend sein...

Nein, nicht unbedingt. Aber manche Körperteile sind auch "abstoßend". Ich will keine Stinkefüße von jemandem ins Gesicht gehalten bekommen, behaarte Achselhöhlen und manche Ohren finde ich auch eher nicht so schön, aber eine vagina oder ein unerrigierter Penis sehen, finde ich am hässlichsten aus, würde man damit nicht bestimmte Dinge assoziieren.

kannst du denn mal versuchen uns zu erklären, was du in einer beziehung durch enthaltsamkeit hast, was andere, die sex haben nicht haben können?

nein, kann ich nicht, da ich noch keine Partnerschaft hatte, aber ich kenne meine Eltern und sie sind seit 30 Jahren ein glückliches (!!!) Paar und ich weiß, dass sie kaum Sex haben.

Das habe ich aber nur im Gegensatz zu HexeT. gesagt, dass eben auch ein Leben ohne Sex schön sein kann!!

Es gibt ja auch Asexuelle Menschen und ich denke, das sind durchwegs auch glückliche Menschen. Nur ICH könnte mir nicht vorstellen asexuell zu leben. (alleine weil ich die masturbation nicht aufgeben will).

Ich habe aber schon so oft geschrieben, was für mich Partnerschaft +Sex bedeutet und wie ich mir eine beziehung vorstellen würde.

Das hat aber nichts mit dem thema zu tun, denn es geht hier nicht um mich und meine Beziehung sondern um den Stellenwert, den Sex bei den meisten hat.

ccybserrxie


@ Hexe T.

Dir ist Sex wichtig

MIR NICHT, das ist der Unterschied!

DKerD Ruebell


Cyberrie schrieb:

Ich finde, es geht überall in der heutigen gesellschaft nur mehr um die ständige befriedigung. Sei es Kaufrausch, Alkohol, Fastfood..., aber vor allem Sex. Die Lebensqualität wird am erfüllten Sexualleben gemessen.

Auf mich wirkt das alles so primitiv: Etwas wollen und sich dieses einfach nehmen!

Auf mich wirkt das genau so.

Gibt es noch Menschen, die ähnlich denken?

Ganz bestimmt gibt es die. Aber wahrscheinlich nicht viele und hier im Forum wahrscheinlich noch weniger als im realen Leben wie man immer wieder an den Antworten erkennen kann.

Tilt schrieb:

sex macht spass, schafft befriedigung, lindert stress, schweißt zusammen...

Keine Frage. Manchmal schweißt es aber auch Menschen zusammen die in vielen anderen Lebenslagen absolut nicht zusammen passen. Mit so einem Menschen möchte ich nicht so intim zusammen geschweißt sein. :-)

grwenpdolynxn


Dass Sex Spaß macht, etc.. ist auch klar, aber muss man deshalb ständig weil man Lust hat auch Sex haben??

Na, dazu hat die Natur das so eingerichtet. Ich denke, in ein paar Jahren und um ein paar Erfahrungen reicher denkst du ganz anders darüber (und handelst sicher auch so).

g>wefndolxynn


Noch eine Sache zur Natur, die es so eingerichtet hat und zwar an cyberrie:

Die Frauen haben um ihren Eisprung herum übrigens die meiste Lust zum Sex, und by the way, wenn dir Kinder wichtig sind und zu einer Partnerschaft dazu gehören, wie sollten sie denn ohne Sex entstehen? ;-)

Man kann da noch so viel Kluges drumherum reden. Die Natur macht doch mit einem, was sie will.

DZer Ge&is>t des Waxldes


Ich muss zugeben, ich habe den Faden jetzt auch nur grob überfolgen, cyberrie, aber was mir bei deinen Postings irgendwie ziemlich auf den Keks geht, ist zum einen dein mehr oder weniger lautes und zum Teil auch nur implizit zwischen den Zeilen hörbares Schreien nach gesellschaftlichen und staatlichen Kontrollinstanzen, die doch bitte endlich eingreifen und wieder für alle verbindliche Standards festlegen sollen, was nun in sexueller Hinsicht moralisch "gut" oder "schlecht" ist.

Zunächst mal halte ich ehrlich gesagt von derartigen moralischen Normen nur sehr bedingt was, da sich meiner Meinung nach niemand anmaßen sollte, anderen sagen zu wollen, was gut und was schlecht ist - auch auf sexueller Ebene nicht. Dazu sind die Menschen und ihre individuellen Wertmaßstäbe doch zu verschieden. Und zum anderen, glaubst du ernsthaft, dadurch würde es auf gesellschaftlicher Ebene wieder besser und gesitteter zugehen ?? Lächerlich !!

Ganz im Gegenteil, gerade das, was verboten und gesellschaftlich verpönt ist, ist doch oft ganz besonders interessant. Und der zusätzliche Aufwand, der notwendig ist, um an die entsprechenden Dinge ranzukommen, macht es nur noch spannender und die Befriedigung, wenn man es hat, umso größer. Gerade Ge- und Verbote laden doch geradezu dazu ein, sie zu brechen. Wenn alles erlaubt ist, wo ist dann noch der Spaß daran, Tabus zu brechen ?? Ich denke, die derzeit immer mehr zunehmende Zügellosigkeit und Omnipräsenz von Sex werden irgendwann an sich selbst bzw. an der daraus resultierenden gesellschaftlichen Übersättigung kollabieren und es wird ein Umschwung einsetzen, wieder hin zu mehr gesellschaftlicher Reglementierung und Selbstbeschränkung. Auf das es wieder ein paar Tabus geben möge, die man genussvoll brechen kann ;-D.

Du hast schon Recht, durch die allgegenwärtige Dauerberieselung mit Sex und diese, zumindest auf dem niedrigen Niveau der Boulevardpresse immer wieder proklamierte "Anything goes" Attitüde wird der Sex auf gesellschaftlicher Ebene einerseits unnötig aufgeblasen und ihm eine eine Bedeutung und auch eine vorgebliche Promiskuität verliehen, die er eigentlich nicht hat und andererseits auch zum Teil "entwertet", da man ihn eben auf allen Kanälen pausenlos um die Ohren geblasen bekommt und auch die letzten Tabus nach und nach fallen (Stichwort Handypornos und der 1352. Bericht über Swingerclubs auf RTL II, der sowas dann als völlig normalen Mainstreamsex darzustellen versucht). Mach' aber bitte nicht den Fehler, deswegen jetzt gleich den Wiederanbruch von Sodom und Gomorrah zu erwarten und darum schon mal präventiv nach Staat und Kirche zu rufen, um dieses Sündebabel noch rechtzeitig eindämmen zu wollen.

Es gibt nämlich - eben aufgrund dieses Überangebots an Sex - auf gesellschaftlicher Ebene mittlerweile auch eine ganze Reihe von Gegenbewegungen bzw. Splittergruppen, die auch nicht so recht in das Bild passen, welches die Medien uns von der, von allen Sorgen, Zwängen und Tabus befreiten Sexualität im 21. Jahrhundert vorzugaukeln versuchen, seien es nun die "Kein Sex vor der Ehe" Keuschheitsbewegung, die es vor einiger Zeit in Amerika gab, die auch allmählich größer werdende Gruppe derer, die sich offen zu ihrer Asexualität bekennen oder die ebenfalls wachsende Gruppe derer, die wie du mit Anfang, Mitte 20 oder auch über 30 noch gar keinen Sex hatten. Es ist nicht alles nur Dauervögeln, Partnertausch und Gang Bang Orgien da draußen, das ist nur die eine Seite der Medaille. Glaub nicht all den Scheiß, den uns die Medien Tag für Tag ins Ohr blasen. Gerade die leben doch zu einem großen Teil von unnötiger Panikmache und besagtem "Sex sells" Prinzip.

So, und was mir auch nicht passt, ist, dass du zwar immer wieder behauptest, hier nur deine eigene Position in sexueller Hinsicht bestimmen zu wollen, aber dennoch nach wie vor implizit und explizit über all diejenigen herziehst, die sich auch öfter mal voller Begeisterung im Rahmen ihrer Beziehung dem reinen Ausleben ihrer Triebe, ihrer Leidenschaft und ihres Begehrens für den Partner hingeben und die du moralisch abkanzelst, weil sie ja deiner Meinung nach ihre Triebe nicht im Griff haben und sich von ihnen beherrschen lassen (sehr philosophisch, by the way).

Sorry, aber meiner Meinung nach sollte sich gerade jemand wie du, der hier nur aus der Theorie argumentiert und keine Ahnung hat, welch grundlegende Bedeutung Sex und Begehren unter anderem in einer Beziehung haben, sich definitiv nicht hier im Thread moralisch aus dem Fenster lehnen und sich anmaßen, über andere zu urteilen. Es ist nämlich ganz beschissen leicht, als jungfräulicher Single, der bislang noch - im wahrsten Sinne des Wortes - von Tuten und Blasen keine Ahnung hat, hochgeistig von Triebkontrolle und Enthaltsamkeit zu salbadern. Glaub mir, wenn nämlich erstmal die richtige Frau auftaucht, ist das ganze Gerade von den ach so primitiven Trieben nämlich eh vergessen.

Ich sage das nicht, um dich abzukanzeln, sondern weil ich deinen Standpunkt aus eigener Erfahrung kenne. Ich war 25 Jahre lang mehr oder weniger Dauersingle, bis zum 25. Lebensjahr darüber hinaus Jungfrau und habe mir genau wie du mit der Zeit mein eigenes kleines theotisches Konstrukt zusammengesponnen, wieso Beziehungen scheiße sind und ich auf all das ja überhaupt keinen Bock habe. Ich dachte auch schon zeitweise, ich sei asexuell, da ich mich auch nur alle Jubeljahre mal selbst befriedigt habe und nur aus sexuellen Motiven definitiv nicht bereit war, mir die Zeit und Mühe zu machen, 'ne Beziehung anzuleiern.

Tja, und dann kam die richtige Frau des Weges. Und auch mein, in all den Jahren der Enthaltsamkeit zusammenklambüsertes Prinzip, dass Küssen und Streicheln eigentlich viel besser seien als Sex, weil man mit den Händen und dem Mund viel besser seine Liebe zum anderen zum Ausdruck bringen kann als durch hirnloses Rumstoßen mit seinen Ding, ging irgendwann den Bach hinunter. Weil die Gefühle, die sich durch Streicheln und Küssen im eigenen Körper und dem des anderen anstauen, irgendwann nicht mehr anders abgeleitet werden können, als indem man sich gegenseitig die Kleider vom Leib reißt, sich an den Lippen des anderen festsaugt und dann vom seinen Körper Besitz nimmt und beide miteinander verschmelzen.

Wie gesagt, ich war mal genauso wie du. Aber dann wurde ich von meiner kleinen Frau "wachgeküsst" und ein Großteil meiner, in der Einsamkeit zusammengesponnen Theorien fiel in sich zusammen. Ich betrachte Sex mitttlerweile als etwas Großartiges: er verbindet, er fühlt sich (im Optimalfall) verdammt gut für beide an, er ist gesund (hilft gegen Regelschmerzen, Kopfschmerzen, beugt Depressionen vor, etc.) und er macht erstaunlicherweise gute Laune.

Ach ja, und noch was: Ignorier' all den Kram, der in sexueller Hinsicht auf medialer und gesellschaftlicher Ebene proklamiert wird. Es scheint mir so, als wenn du dich durch all den Kram, der da draußen so über Sex zum Besten gegeben wird, zum Teil in deiner derzeitigen Position (Jungfrau, keine Beziehung, wenig Interesse an Sex) bedroht und in deiner Lebensweise infrage fühlst, weil du eben in großen Teilen nicht dem Bild entsprichst, welches zur Zeit in sexueller Hinsicht "en vogue" ist.

Vielleicht ist das der Grund, warum du dich hier im Forum zum Teil künstlich moralisch zu erhöhen versuchst, indem du vorgibst, über derart primitive Triebe erhaben zu sein (Kunststück, weil bei dir akut gerade überhaupt keine Versuchungen verfügbar wären, die dich in die Bredouille bringen könnten, deine Triebe kontrollieren zu müssen). Der Kram, der in den Medien ist zumeist eh entweder künstlich aufgeblasener Blödsinn oder irgendwelche Allgemeinplätze, die für dich, dein Leben und deine Beziehung zumeist eh wenig bis keine Relevanz haben. Wie du auf sexueller Ebene leben willst, kannst nur du selbst bestimmen. Der ganze Kram was wer wo mit wem tut oder nicht tut, stellt lediglich einen ungefähren Rahmen dar, an dem sich jeder abarbeiten kann/muss, um letzten Endes seinen eigenen Weg zu finden. Finde du deinen Weg ... und lass' bitte den anderen ihren Weg und versuch' nicht, deinen als den (moralisch) besseren hinzustellen.

c,yyberxrie


@ Der Rebell

Danke für dein Statement, schön, dass sich auch welche zu Wort melden, die es ähnlich sehen.

Manchmal schweißt es aber auch Menschen zusammen die in vielen anderen Lebenslagen absolut nicht zusammen passen. Mit so einem Menschen möchte ich nicht so intim zusammen geschweißt sein. :-)

Ganz meine Meinung, gute ergänzung :)^

@ gwendolynn

Na, dazu hat die Natur das so eingerichtet.

Das finde ich überhaupt nicht. Das ist zwar eine gängige Ansicht, aber ich denke die Natur hat es so eingerichtet, dass sich Mann und Frau attraktiv finden und Geschlechtsverkehr etwas schönes ist, damit man sich fortpflanzt.

So gesehen nutzt man die Möglichkeit der Verhütung um sich nun auch ohne Fortpflanzungsgedanken der Lust hinzugeben.

Erscheint natürlich absurrt und radikal zu sagen, sex soll nur der fortpflanzung dienen, aber trotzdem finde ich es ist nicht notwendig, der Lust stets nachzugeben. Außerhalb der Sexuellen Lust schrenken wir uns ja auch ein.

wenn dir Kinder wichtig sind und zu einer Partnerschaft dazu gehören, wie sollten sie denn ohne Sex entstehen

Du hast wohl meine beiträge nicht richtige gelesen. (verständlich, sind ja auch schon ziemlich viele und lange) Ich habe nichts gegen sex und werde auch mal Sex haben, auch um einmal Kinder zu haben, aber das hat nichts mit Sexleben, Sexkonsum, Sex-übersättigung, usw.. zu tun.

@ Der Geist des Waldes

Hallo Geist, danke für deinen beitrag, den ich auch gerne gelesen habe.

...ist zum einen dein mehr oder weniger lautes und zum Teil auch nur implizit zwischen den Zeilen hörbares Schreien nach gesellschaftlichen und staatlichen Kontrollinstanzen,...

Stimmt, das kann man heraushören, das wünsche ich aber überhaupt nicht. Wenn der Mensch stets vernünftig und überlegt handeln würde, hätte ich auch kein Problem in einer Anarchie zu leben. Es ist schon gut, dass es Gesetze und Richtlinien gibt, auch im Bereich der Sexualität, des Jugendschutzes, uvm, aber ich finde es schlecht, wenn der Staat oder wer auch immer in das Privatleben eingreift, was er leider auch immer mehr versucht. Trotzdem wäre ein Nachdenken über Sexualität, über Lust, über Moral sicher angebracht.

niemand anmaßen sollte, anderen sagen zu wollen, was gut und was schlecht ist - auch auf sexueller Ebene nicht. Dazu sind die Menschen und ihre individuellen Wertmaßstäbe doch zu verschieden

Das sehe ich zwar auch so, aber man beobachtet etwas und hinterfragt dieses, und genau das habe ich mit meiner Fragestellung gemacht.

Aus einer Mischung von "Freundeskreis-Mitmenschen-TV-Internet-evtl.Zeitschriften"kann man deuten, dass für viele (einen Großteil) Sexstellungen, ONS, ein erfülltes SEXleben, wesentlich wichtiger sind als das was beispielsweise mein Leben (auch das Leben meiner Eltern und Verwandten..) bisher ausgemacht hat. Deshalb frage ich mich, warum ist Sex SO wichtig, warum muss man sich trennen, weil der SEX nicht gut ist, warum muss man fremdgehen, warum kann man nicht auch einmal der Lust widerstehen, etc..?

Ohne jemandem dabei persönlich zu verurteilen, nur um ein konkreteres Bild zu bekommen und um meine Meinung dabei zu hinterfragen und auch andere verstehen zu lernen.

.. wieder hin zu mehr gesellschaftlicher Reglementierung und Selbstbeschränkung...

Das fände ich auch gut so.

Mach' aber bitte nicht den Fehler, deswegen jetzt gleich den Wiederanbruch von Sodom und Gomorrah zu erwarten und darum schon mal präventiv nach Staat und Kirche zu rufen, um dieses Sündebabel noch rechtzeitig eindämmen zu wollen.

Das ist gar nicht meine Bestrebung, sondern der Grundgedanke ist: können wir uns selbst beherrschen, unsere Lust zügeln, unsere Triebe kontrollieren?

... voller Begeisterung im Rahmen ihrer Beziehung dem reinen Ausleben ihrer Triebe, ihrer Leidenschaft und ihres Begehrens für den Partner hingeben und die du moralisch abkanzelst, ...

Ich kanzle niemanden ab, und es ist mir natürlich prinzipiell völlig egal, was jeder in seinem Leben macht, aber ich behaupte, wenn ICH ein Mädchen kennenlerne und ihr erkläre beispielsweise ich möchte nur 1 mal die Woche Sex, ich möchte nur Ganz normal Vaginal und aus, etc... dass das Mädchen kein Interesse mehr an einem Zusammenleben mit mir hat, auch wenn ich ihr ansonsten alles bieten könnte, weil es nicht auf die reine Lustbefriedigung verzichten will.

...sich definitiv nicht hier im Thread moralisch aus dem Fenster lehnen und sich anmaßen, über andere zu urteilen...

Ich urteile nicht, ich hinterfrage und erhoffe mir einen regen Meinungsaustausch, (evtl. um meine eigene Sexualität besser einschätzen zu lernen)der ja zum Glück auch stattfindet.

Glaub mir, wenn nämlich erstmal die richtige Frau auftaucht, ist das ganze Gerede von den ach so primitiven Trieben nämlich eh vergessen.

Das ist reine Spekulation. Nur weil es bei dir so ist, muss es nicht auch zwingend bei mir so sein, das heißt es abzuwarten.

...indem du vorgibst, über derart primitive Triebe erhaben zu sein...

Ich habe nie davon geschrieben, dass ICH nicht primitiven Trieben verfalle, doch genauso wie man mit dem Rauchen aufhört, versuche ich meinen Trieben widerstehen zu lernen, zB. um abzunehmen, z.B. um die Zeit sinnvoller zu nutzen, z.B. um mich wohler zu fühlen, ... (ohne dieses Bestreben anderen aufzuoktruieren)

lg

TsIxLT


hallo cyberrie,

ich hab schon auf deine antwort auf der geist des waldes beitrag gewartet, denn ehrlich gesagt hat er gestern noch genau das geschrieben, was mit nach deiner letzten antwort auf meinen letzten beitrag im kopf rumspukte: die sprichst aus der theorie ohne jegliche erfahrung. du weist weder was sex genau ist, noch kannst du beurteilen was viel und was wenig sex ist, was guter und was schlechter sex ist, hast weder erfahrung mit vaginalem, noch mit oralem oder analem geschlechtsverkehr und genau deshalb, da hat der geist des waldes einfach undiskutierbar recht, lehnst du dich mit deinen thesen und fragen weit aus dem fenster. ich verstehe deine intention für den faden, aber

Das ist reine Spekulation. Nur weil es bei dir so ist, muss es nicht auch zwingend bei mir so sein, das heißt es abzuwarten.

sowas ist leider auch nur theorie und keineswegs spekulation. denn da du dich selbstbefriedigst bist du nicht asexuell und hast bedürfnisse wie wir alle. diese bedürfnisse wurden noch nie richtig befriedigt - und deshalb weist du auch nicht was befriedigung wirklich ist. schon allein die orgasmen beim sex mit einer frau sind ganz andere als die der selbstbefriedigung...

Ich habe nie davon geschrieben, dass ICH nicht primitiven Trieben verfalle, doch genauso wie man mit dem Rauchen aufhört, versuche ich meinen Trieben widerstehen zu lernen, zB. um abzunehmen, z.B. um die Zeit sinnvoller zu nutzen, z.B. um mich wohler zu fühlen, ...

die beispiele die du anführst haben eines gemeinsam und damit einen deutlichen unterschied zur sexualität: du musst hier deine triebe in zaum halten, weil du dir sonst selbst schadest. da aber sex in einer beziehung eher positive auswirkungen für beide hat als negative für den körper ist deine motivation den sexualtrieb kontrollieren zu wollen eine andere.

geist des waldes hat es gestern schon geschrieben, und ich schreib es nochmal, auch wenn mir bewusst ist dass du es nicht hören willst: du bist frustriert und redest dir deshalb die welt, die du nicht kennst schlecht um dich besser positionieren zu können.

nein, kann ich nicht, da ich noch keine Partnerschaft hatte, aber ich kenne meine Eltern und sie sind seit 30 Jahren ein glückliches (!!!) Paar und ich weiß, dass sie kaum Sex haben.

Aus einer Mischung von "Freundeskreis-Mitmenschen-TV-Internet-evtl.Zeitschriften"kann man deuten, dass für viele (einen Großteil) Sexstellungen, ONS, ein erfülltes SEXleben, wesentlich wichtiger sind als das was beispielsweise mein Leben (auch das Leben meiner Eltern und Verwandten..) bisher ausgemacht hat. Deshalb frage ich mich, warum ist Sex SO wichtig, warum muss man sich trennen, weil der SEX nicht gut ist, warum muss man fremdgehen, warum kann man nicht auch einmal der Lust widerstehen, etc..?

das thema steht nicht so oft und breit in den medien, weil es allen so wichtig ist, sondern weil es aufmerksamkeit erregt. sex sells. an der häufigkeit der beiträge zu sexuellen themen die relevanz der thematik für die gesellschaft abzulesen geht nicht. vor allem nicht bei sex. in den medien ist sex ein mittel zum zweck, und der zweck ist möglichst viele leser oder zuschauer zu haben.

beinahe alle hier schreiben, dass sex ihnen in ihrer beziehung wichtig ist und einfach wunderschön sein kann. keiner will es missen (logisch in nem sexual-forum). diese persönliche sexualität hat doch aber nichts mit den medien gemein. und wie wichtig dir selbst sex ist, kannst du leider erst dann beurteilen, wenn du eine gewisse bandbreite an erfahrung ausfweisen kannst.

hOexeTx.


hei,

cyberrie, einerseits kann ich mich tilt und geist des waldes nur anschließen, andererseits stellst du hier nur eines zu schau, nämlich das du keine ahnung hast was sexuelle lust geniesen in einer beziehung bedeuten kann.

Ich geniese die lust mit meinem partner eine 9 zu klettern, ich geniese die lust mit ihm im winter eine extreme steilabfahrt zu meistern, ich geniese ein erlesenes menue in einem restaurant und ich geniese die nähe meines partners beim sex. Das alles gehört zu einer partnerschaft dazu und wir geniesen es sooft es eben geht oder wir lust darauf haben.

Warum sollte ich der lust widerstehen und stattdessen abnehmen wollen oder ein buch lesen, das eine habe ich nicht nötig und das andere tue ich ohnehin täglich. Du kannst dir vermutlich nicht mal im ansatz vorstellen was es bedeutet morgens im bett mit dem vorspiel zu beginnen das in unterschiedlichen variationen aus der entfernung tagsüber aufrecht zu erhalten bis die spannung sich abends irgendwann in einer lustvollen explosion entlädt.

aber ich behaupte, wenn ICH ein Mädchen kennenlerne und ihr erkläre beispielsweise ich möchte nur 1 mal die Woche Sex, ich möchte nur Ganz normal Vaginal und aus, etc... dass das Mädchen kein Interesse mehr an einem Zusammenleben mit mir hat, auch wenn ich ihr ansonsten alles bieten könnte, weil

Als frau sage ich dir diese hier in den raum gestellte 4-R methode für sex kann nur abschrecken weil kaum eine gesunde und vernünftige junge frau sich auf sowas einläßt, weil schlicht unbefriedigend und frustrierend. Zum anderen was sonst kannst du denn bieten, geld, habe ich selber mehr als ich ausgeben kann, ein auto, mein auto kostet mehr als die meisten in jahren verdienen, ein haus eine wohnung, wozu, ich bin mit meinem partner auch in einem zelt glücklich. Was also kannst du bieten um eine frau glücklich zu machen und ich rede hier nicht nur von gutem sex.

DPerq ReAbell


Es ist immer wieder interessant zu beobachten, wie User die hier die moralischen Werte der Gesellschaft kritisch hinterfragen, fast wie aussätzige, weltfremde Hinterwälder behandelt werden und viele versuchen mit Gewalt denjenigen von der unverzichtbaren Wichtigkeit der Sexualität zu überzeugen. Ich kann auch nirgendwo entdecken, das cyberrie geschrieben hat, das Sex Scheiße sei und nicht in eine Partnerschaft gehört.

Cyberrie schrieb:

Sex ist doch die schönste Sache der Welt, und die will ich mir langsam erarbeiten und dann mit der Frau mit der ich wirklich ALLES teilen kann, der ich vollends vertrauen kann.. am Höhepunkt des Glückes erleben.

Ich finde, es geht überall in der heutigen gesellschaft nur mehr um die ständige befriedigung. Sei es Kaufrausch, Alkohol, Fastfood..., aber vor allem Sex.

Die Lebensqualität wird am erfüllten Sexualleben gemessen.

Wäre es nicht wichtiger in "lebenswichtigen" Dingen mit dem Partner übereinzustimmen. Ist es nicht wichtiger gemeinsam lachen zu können

Solche Aussagen sind mir 1000 mal sympatischer, als diejenigen die jemanden mit so einer Einstellung als seltsamen Sonderling betrachten.

Und wenn alles sooo toll wäre , wie Ihr schreibt, wären sicher nicht die meisten Paar und Sexualtherapeuten hoffnungslos ausgelastet.

Im Internet gibt es tausende Seiten wo Sexclips für jedermann frei zugänglich ist, in vielen Zeitschriften springen einem leicht bekleidete Frauen entgegen, der Mann surft auf irgendwelchen Pornoseiten herum währdendessen die Partnerin unbefriedigt. Ich zumindest finde das widerlich und mich beeindrucken solche Geschichten erheblich mehr, die aus Liebe zusammenhalten was auch meistens nicht so kurzlebig ist.

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