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Ist Sex überbewertet?

cNybIerrxie


@ Tong

Natürlich habe ich größere "Probleme" als Sexualität zu hinterfragen.

Darf ich mich deshalb nicht auch mit diesem Thema beschäftigen? Das eine hat nichts mit dem anderen zu tun, denn Gedanken mache ich mir über das Thema nicht erst seit ich depressiv bin. Ich stelle ja auch nicht dein bisheriges Leben in den Zusammenhang mit deinen Äußerungen.

@ Geist des Waldes

DU wolltest hier eine, großenteils auf soziologischen und psychologischen Theorien basierende Diskussion führen

Das Thema KANN man auf wissenschaftliche Kenntnisse aufbauen und damit argumentieren, aber ICH stelle mich nicht hinter irgendwelche von ANDEREN für die Menschheit "erforschten" Theorien, was natürlich jemanden, der so etwas studiert nicht befriedigen kann. Ich baue mir ja nicht künstlich irgendein Hirngespinst auf, sondern denke über gesprochenes, gelesenes, beobachtetes und gefühltes nach und versuche auf diesen erfahrungswerten (durchaus auch untermalt mit fundierten Kenntnissen) meine- nennen wir sie eben- "theorien"aufzubauen. Dass das für viele ein unbefriedigender Ausgangspunkt einer Diskussion ist, ist mir schon bewusst geworden.

Ja, da liegt meiner Meinung nach auch einer der Knackpunkt dieser Diskussion

wo liegen denn noch überall Knackpunkte für dich ??? ;-)

Du sagst erst A, nach genauerem Nachhaken dann B, ruderst dann aber doch wieder auf A zurück,...

Ich habe mir die Mühe gemacht all meine geschriebenen Beiträge in diesem Thread gewissenhaft noch einmal durchzulesen und stelle nirgends auch nur einen minimalen widerspruch fest!! Und den "point of view" kann ich in jedem meiner postings klar erkennen....

deine eigene Linie in dieser Diskussion verdammt schwammig ist

zuerst wirfst du mir noch vor "anderen meine verdrehte denkweise eintrichtern" zu wollen (in der Art) und nun, nachdem ich dich auf mein eigentliches Ansinnen widerholt aufmerksam gemacht habe willst du erkennen wie schwammig meine Argumentationen sind...

NAJA... :-/

Kannst du in etwa nachvollziehen, warum ich bereits deinen leisen Ruf nach mehr Reglementierung auf sexueller Ebene hier im Forum bedenklich finde und mich zum Teil auch ausdrücklich dagegen ausspreche ??

Ich bin ja nicht für vom Staat oder sonstwem aufgesetzten Gesetze, das habe ich auch schon geschrieben (ständiges wiederholen erweckt im endeffekt den Anschein, als wäre genau DAS mein Hauptanliegen), sondern ICH persönlich bin der Meinung dass "Sex so und so ist"(näheres in vorangegangenen postings), und wäre natürlich froh, wenn Sex einen anderen Focus bekäme (aber nicht durch Gesetze, sondern meinetwegen durch umdenken, bzw. loslösen vom Herdentrieb). Was absolut kein Aufruf dazu sein soll!!!

Eine Frage würde ich dir gerne stellen: Warum bist DU in einer Beziehung?

t~onRg


Ich stelle ja auch nicht dein bisheriges Leben in den Zusammenhang mit deinen Äußerungen.

Das wäre mir aber sehr recht ;-)! Ein Mensch präsentiert sich ja durch seine Äußerungen und Gedanken in den verschiedensten Umfeldern. Du kannst dir hier über mich ein eigenes Bild machen, es neutral, gut oder schlecht finden - aber das bin nun mal ich. Und du bist eben so, wie du dich präsentierst und ich sag darüber, was ich denke. Wer hier die Backen aufbläst, muss damit rechnen, das nicht nur einn Lüftchen zurück kommt. Das ist das Internet - hier kannst du vollkommen unverstellt und schamlos sein - gggg! Kann ja sein, das wenn wir ein Bioerchen miteinander trinken du noch ein paar Punkte gut machst - zur Zeit finde ich deine Äußerungen nur bedenklich und an der heutigen Zeit vorbei. Meine Meinung = mein Recht 8-)!

c|y-berrjie


@ tong

Ist mir klar, dass meine Meinung, für den der absolute enhaltsamkeit und Zölibat und wasweisich hineininterpretiert und mein Ansinnen nicht versteht (auch wenn er es versteht, aber eben eine komplett andere meinung hat) altmodisch, konservativ etc.. wirkt.

(warum immer das bedenklich ist... ??? ??? ??? ??? ??? ??)

Das ist so und auch gut so.

Es machte aber den Anschein, als würdest du mir solche Gedanken und Überlegungen absprechen wollen, weil ich ja "ganz andere Probleme" habe.... und DAS finde ich unfair.

Prost!

t|on!g


Ich will dir gar nix absprechen - du kannst dir Gedanken und Überlegungen zu Gott und der Welt machen - ich sehe es nur so, das du eigentlich DAS personifizierte Problem bist :°_ Du kommst - das geht aus deinen Threads so rüber, weder mit der Umwelt, deinem eigenem Leben und damit natürlich auch der Sexualität nicht klar. ich will mich hier nicht mit dir streiten - ist dein Bier - aber du solltest dir helfen lassen. Allein kommst du da nicht raus. Über Sex kann man nicht reden, wenn man keinen oder nur unbefriedigenden hat. Da kann man maximal drüber theoretisieren ;-)!

ctybexrrie


okay dann eben THEORETIESIEREN!!! so what?

DHer 'Reb5e}ll


@ Geist des Waldes:

Ich schaudere ganz ehrlich, wenn ich mir vorstelle, dass Menschen wie du eines Tages die Geschicke unserer Nation lenken könnten und dann ihre, in stiller Enthaltsamkeit zusammenkambüserten Ideen der breiten Masse aufzudrücken versuchen könnten.

Und ich schaudere noch viel viel mehr, wenn Menschen die mit einem so ernormen Elan die eigene Meinung der breiten Masse überstülpen wollen, die Soziologen von morgen sein werden. Hoffentlich hast Du nicht die Idee. Psychotherapeut zu werden. Ich frage mich wirklich, warum Du Dich von so einem Thema dermaßen proviziert fühlst, das Du all Deine Energien verwendest um auch andere Menschen von Deiner Meinung zu überzeugen. Fühlst Du Dich bedroht? Hast Du Angst, das Dir jemand was weg nimmt ?

Und ich mag es einfach nicht, mich hier als normaler, sexhabender Mensch von ihm implizit wiederholt kritisieren lassen zu müssen.

Warum fühlst Du Dich überhaupt persönlich und implizit kritisert ? Gleich 10 mal ist in Deinem Beitrag von 2:37 Uhr das Wort Trieb gefallen. Ich bestreite nicht, das die Triebe zu unterschätzen sind. Ich halte sie auch für ziemlich mächtige Energien aber mir scheint es fast so, als hättest Du selbst Probleme mit eben diesen und über folgenden Satz bin ich sofort gestolpert:

Er betrachet das Phänomen Sex zum Teil wie ein Wissenschafler durch eine Glasscheibe und nicht wie jemand, der schon mal Sex hatte und weiß, wie es ist, als Paar in einer Beziehung mit seinen Trieben klarkommen zu müssen.

Ich halte es für genau so schädlich, völlig enthaltsam zu leben und seine Triebe zu unterdrücken wie jedem Trieb nachzugeben aber jeder Trieb dem man nachgibt, wird ein neuer folgen. Die Gedanken und Triebe mit denen sich ein Mensch permanent beschäftigt werden sich verstärken. Triebe sind nicht nur positiv wie es aus Deinen Schilderungen den Eindruck erweckt, Triebe sind nicht nur Freiheit. Es gibt genügend völlig ungesunde Abhängigkeitsbeziehungen die durch Triebe erst entstehen und ich bezweifele das:

Solch traurige Zeiten wie damals brauchen wir nicht wieder, ganz bestimmt nicht.

früher alles traurig war und heute alles gut. Ich finde Du betreibst da ziemliche Schwarz- Weiß Malerei. Wenn es noch 100 Leute gibt die sich mit so einer Energie wie Du für das ausleben sämtlicher Triebe aussprechen dann gute Nacht. Mach die Augen auf Junge, was in der Republik so abgeht. Wie kann man das als studierter Soziologe nur so undifferenziert schwarz weiß malen ? Deine Diplomarbeit war bestimmt die Triebtheorie nach Freud oder ?

Und sorry, aber derart einseitige und offensichtlich in eine bestimmte Richtung angelegte Diskussionen finde ich blöd.

Deswegen lenkst Du die Diskussion auch mit der Macht die Dir zur Verfügung steht, in DEINE Richtung oder ?

KEINE andere Religion ist so derart sexualfeindlich und weltfremd wie die katholische.

Da muss ich Dir ausnahmsweise mal zustimmen aber ansonsten finde ich das erschreckend und bedrohlich mit welcher Gewalt Du hier argumentierst. Du solltest Dich eine Zeit lang aufs lesen beschränken bis Deine Partnerin wieder mehr Zeit für Dich hat. Ich empfinde Deine Missionierungsversuche als äußerst penetrant.

D!er( GIeist2 des W!aldes


Warum bist DU in einer Beziehung?

Hmm, es hat sich einfach so ergeben. Nach 25 Jahren mehr oder weniger überzeugtem Dauersingletum meinte das Schicksal, mit doch endlich mal eine Frau über den Weg schicken zu müssen, wo sich ausnahmsweise mal mein Kopf UND mein Herz einig waren, dass diese Frau viel zu toll und interessant ist, um sie einfach wieder gehen zu lassen. Und darum habe ich auch meine nicht gerade geringe Angst, bei einer Frau von mir aus auch auf körperlicher Ebene aktiv werden zu müssen, überwunden. Weil ich es mir nie verziehen hätte, es in diesem Fall nicht wenigstens versucht zu haben. Und es hat funktioniert.

Aber ich denke, worauf du hinaus willst, ist eher die Frage, warum ich mich nach wie vor für diese Beziehung einsetze, was sie mir gibt. Es ist zu einem gewissen Grad einfach all das, was man gemeinsam (wie sind jetzt 2,5 Jahre zusammen) schon durchgemacht hat und was einen zusammengeschweißt hat. Wenn man schon so viele, zum Teil durchaus schwerwiegende Probleme zusammen überwunden hat, dann schmeißt man die Beziehung nicht wegen dem nächsten auftauchenden Problem einfach wieder weg. Ich habe von Anfang an um diese Beziehung gekämpft und das zum Teil auch ziemlich hart ... und wir sind inzwischen gottseidank an einem Punkt angekommen, wo wir beide wissen, was wir aneinander haben und beide für die Beziehung eintreten. Dann ist es auch so, dass wir beide in vielen Belangen verdammt gut zusammenpassen und uns sehr ähnlich sind (Humor, Kommunikation, Einstellungen, Interessen), was auch viel wert ist (gut, ein paar derbe Gegensätze gibt es - wie bei allen Paaren auch, aber irgendwas ist ja immer ;-)). Wir beide haben von unseren Persönlichkeiten her beziehungstechnisch eine verdammt gute Basis, die nicht jedes Paar hat. Es ist zum Teil auch einfach so, dass es zusammen trotz all der täglichen Probleme, die jedes Paar hat, doch irgendwie besser ist als alleine. Klar, als Single hatte ich nicht halb so viel Stress wie jetzt in der Beziehung ;-D - es war eher so eine beständige, emotionale Neutralität, die auf Dauer unheimlich langweilig werden kann - aber dafür habe ich mit meiner kleinen Frau auch sehr viel mehr schöne Momente. Und es ist schon schön, zu wissen, dass da draußen jemand ist, der einen mit all seinen Macken liebt und der an einen glaubt. Nach 25 Jahren, in denen ich überwiegend um mich selbst gekreist bin, hatte ich von mir selber zu einem gewissen Grad auch einfach die Schnauze voll und wollte auch gern mal für jemand anderen da sein können. Es ist auch so, dass man entwicklungstechnisch in gewissen Bereichen irgendwann alleine nicht mehr weiterkommt (und dabei war mein Leitsatz jahrelang "Der Starke ist am mächtigsten allein" ;-D).

Tja, und last but not least - und das wolltest du wahrscheinlich hören, oder - möchte ich all die Zärtlichkeiten, die man als Paar miteinander austauscht - wir sind beide recht "körperliche" Personen, die ohne Rumschmusen und -knutschen irgendwie einfach nicht können, da das vor allem bei mir meine vorrangige Art ist, meine Liebe zu ihr zum Ausdruck zu bringen - und auch den Sex als mitunter problembehaftete, aber auch wunderschöne Angelegenheit inzwischen nicht mehr missen. Auch da liegen wir beide ziemlich auf einer Linie und harmonisieren sehr gut miteinander. Wir sind auch beide so, dass wenn wir uns erstmal für eine Person entschieden haben, es keine anderen mehr für uns gibt. Ich weiß, was ich an meiner kleine Frau habe, warum sollte ich so dämlich sein, trotzdem weiterhin ausprobieren zu wollen, ob die "Kirschen in Nachbar's Garten" nicht vielleicht doch süßer sind ?? Ich finde eine partnerschaftliche Sexualität, die im Laufe der Jahre wächst und sich weiterentwickelt, viel erstrebenswerter als fröhliches Durch-die-Gegend-vögeln, um sein Ego durch zahlreiche kurzlebige Eroberungen aufzupolieren. Verdammt, es hat JAHRE gebraucht, bis ich mir diese Sexualität mit meiner kleinen Frau erarbeitet habe - ONS oder Durch-die-Gegend-vögeln können da eigentlich doch nur enttäuschender sein. Man braucht doch immer eine gewisse Zeit, um sich auf den Anderen mit all seinen Vorlieben und Abneigungen, die sich zum Teil sowieso erst im Laufe der Beziehung offenbaren, einzustellen. So, ich glaube, ich bin ein wenig abgeschweift ;-).

Ich baue mir ja nicht künstlich irgendein Hirngespinst auf, sondern denke über gesprochenes, gelesenes, beobachtetes und gefühltes nach und versuche auf diesen erfahrungswerten (durchaus auch untermalt mit fundierten Kenntnissen) meine- nennen wir sie eben- "theorien"aufzubauen. Dass das für viele ein unbefriedigender Ausgangspunkt einer Diskussion ist, ist mir schon bewusst geworden.

Ja, das ist es zum Teil wahrscheinlich wirklich, was die Diskussion zwischen uns etwas schwer macht. Ich habe im Rahmen meines Studiums und auch aufgrund von Eigeninteresse an dem Thema viel gelernt und mir angelesen, was du leider in der Form nicht weißt, was eben in genauem Gegensatz zu den Thesen steht, die du hier vertrittst. Und darum ringe ich hier die Hände und schlage die Hände über dem Kopf zusammen, weil ich von vielen dieser Theorien denke, dass du damit im Irrtum bist und sie höchstwahscheinlich anders beurteilen würdest, wenn du auch meinen Background hättest. Darum wahrscheinlich auch mein Eifer dabei, dich hier nun auf Teufel komm' raus widerlegen zu wollen.

Es ist aber zum Teil nun auch so, dass du hier von dir entwickelte Theorien und Ansichten vertrittst, die gerade für Menschen, die Sex als etwas Tolles betrachten, sehr provozierend sind und die sich durch deine Sicht auf die Dinge zum Teil in ihrerm Weltbild angegriffen fühlen. Ich meine, hallo, was erwartest du denn, wenn du hier proklamierst, dass gelegentliches ungehemmtes Ausleben der eigenen Triebe, wie es so viele von uns duchaus schon mal öfter gerne tun, in deinen Augen primitiv ist ?? Wer lässt sich schon gern vorwerfen, er sei primitiv und ein Sklave seiner unkontrollierten Triebe, obwohl sich diese eigentlich nur in ganz normalem Maße äußern ?? Und wenn diese Aussage dann noch von jemandem kommt, der selber noch nie Sex hatte, der sich also ein moralisches Urteil über etwas erlaubt, was er selber noch gar nicht kennt, dann fangen manche Leute wie ich zum Beispiel an, sich darüber zu ärgen und versuchen infolgedessen dann zum Teil mit recht drastischen Maßnahmen (vorsätzliches Lächerlichmachen deiner Aussagen, Nachweisen des mangelnden theoretischen Unterbaus), dir deine theoretische und praktische Unkenntnis auf dem Gebiet vor Augen zu führen.

So, nun weißt du, warum ich mich hier argumentativ zum Teil so aggressiv gegen dich stelle. Es ist nicht persönlich gemeint, ich fühle mich einfach durch deine Aussagen als normale, sexhabende Person angegriffen und das mag ich nun mal nicht.

W4ully2Gulxly


Ist das Wort "primitiv" denn eine Wertung im eigentlichen Sinne? Ich kann ihn verstehen, bin ich ehrlich. Mitunter kommt es einem so vor, als wenn die Menschen um einen herum "sehr primitive" Handlungsweisen an den Tag legen, ihren Trieb als Entschuldigung nehmen für ihr "rumvögeln". Was unterscheidet den primitiven Geschlechtsakt zweier Affen von den eines Menschen? Wenn der Sex lediglich Pflichtlektüre ist, weil uns eine Gesellschaft sagt, was Pflicht ist und was "abartig" ist, dann frag ich mich ob diese Gesellschaft das Recht darüber hat zu entscheiden, was Norm ist und was nicht.

Ich halte Sex für einen Liebesbeweis und ein beweis seiner Zuneigung. Ich finde ihn wichtig, aber ich halte ihn ebenfalls für überbewertet. Wie oft hört man von Paaren die ihre komplette Existenz aufgeben, weil der Sex nicht mehr so ist wie er mal war. Als ob eine Beziehung nur vom Sex lebt, aber genau diesen Stempel drückt diese Gesellschaft allen auf. Und das ist nur nur das Ergebnis verschiedenster Telenovelas. Man gibt Haus, Kinder - letztlich alles auf, nur weil der Sex nicht mehr so ist wie am Anfang. Das zeigt wie weit es längst ist, eine absolut pervertierte egoistische Lebensweise, die ich abgrundtief verabscheue. (Bitte diesen Satz nicht im Schwarz-Weiß Klischee untergehen lassen.)

cvybrerrxie


@ WullyGully

Meine Worte!:

Ich halte Sex für einen Liebesbeweis und ein beweis seiner Zuneigung. Ich finde ihn wichtig, aber ich halte ihn ebenfalls für überbewertet. Wie oft hört man von Paaren die ihre komplette Existenz aufgeben, weil der Sex nicht mehr so ist wie er mal war. Als ob eine Beziehung nur vom Sex lebt, aber genau diesen Stempel drückt diese Gesellschaft allen auf. Und das ist nur nur das Ergebnis verschiedenster Telenovelas. Man gibt Haus, Kinder - letztlich alles auf, nur weil der Sex nicht mehr so ist wie am Anfang. Das zeigt wie weit es längst ist, eine absolut pervertierte egoistische Lebensweise, die ich abgrundtief verabscheue.

@ ....

und: um das festzustellen darf man nicht jungfräulich sein ???

lg

t8ong


Das ist richtig - aber Sexualität kann man auch nicht pauschal ausdiskutieren. Sie ist so vielschichtig, so unterschiedlich, kann so viele Facetten haben - das es da immer verschieden Sichtweisen geben wird. Sie verändert sich, ist nicht statisch, ist einer unserer ureigensten Triebe, kann genial sein oder abgrundtief unglücklich machen - sie ist eben menschlich und hammerhart geil und niemals nicht theoretisch :=o.

TuILT


ich äußere mich auch ein letztes mal - dazu erstmal hallo an diesem geilen tag!

Wenn du tatsächlich meine Gedanken auch schon hattest, würdest du aber auch heute diese nicht vollständig verdrängen und als unfug abstempeln, denn ich glaube du hast noch nicht ganz verstanden was MEINE auffassung ist...

ich bin auch damit gestraft, mir über alles und jeden gedanken zu machen ;-) und das mache ich zu verschiedensten themen, in der vergangenheit durchaus intensiv auch zum thema "konsumopfer/konsumsucht". dabei aber nicht vorrangig zum thema sex, spondern allegemein dazu, warum ich und viele andere auch keine einzige minute mehr leben können, ohne dabei etwas zu konsumieren (im weitesten sinne). und dabei wird der konsum meistens noch vielen kleinen nebenkonsumen begleitet. es gab eine zeit, in der ich ständig essen oder etwas trinken musste, fernsehen, computerspielen etc. jegliche freie minute füllte und ich keine stille ertragen konnte. der radio musste mindestens an sein, damit ich mich nicht unwohl fühlte. und genau in dieser zeit habe ich mir viele gedanken gemacht. ich habe die eigenen triebe (falls es sowas wie einen generellen konsumtrieb gibt) dann zunächst kontrolliert, beobachtet und dann durch das "erlernen des ertragens der ruhe" wieder zu mir selbst gefunden. so habe ich auch gelernt zu differenzieren. essen ist für mich nicht nur nahrungsaufnahme, sondern auch genuss (mal so, mal so). musik ist kein hintergrundgeräusch, sondern unglaublich emotionale kommunikation. sex kann reiner stressabbau sein, oder ein wahnsinnig schönes erlebnis. und ich dachte darum geht es dir: die dinge zu schätzen zu wissen, und den wert nicht durch zu häufigen konsum zu schmälern.

wie ich schon geschrieben habe, bin ich der auffassung (als momentaufnahme, so wie alle ansichten die man vertritt nur momentaufnahmen in der jeweiligen persönlichen entwicklung sein können), dass der moderne mensch sich durchaus seiner natur bewusst sein soll. an der aktuellen diskussion über das buch "feuchtgebiete" wird doch recht deutlich, dass der moderne mensch sich über seine eigene natur erheben will oder sich schon erhoben hat, und somit ganz einfache, natürliche dinge wie mitesser nie ein thema sind. dabei hat sie jeder. der eine mehr, der andere weniger. und wir menschen versuchen sie durch verschweigen von uns zu drängen, wollen nicht einsehen, dass der eigene körper ein wunderwerk ist und er auch durchaus schwächen hat. der moderne mensch distanziert sich durch das verschweigen. totschweigen.

das war mit der sexualität auch eine zeit lang so. der mensch war zu aufgeklärt und über seine eigene natur erhaben, um sich seine triebe einzugestehen. jeder tat es, keiner redete darüber. und das ist, meiner meinung nach gott sei dank, heute nicht mehr so. heute wird über sex geredet, und das nicht zu knapp. die gesellschaft gesteht sich also in punkto sex ein, wenigstens noch ein stück weit tier zu sein, wobei sich die sexualität auch enorm entwickelt hat und nicht die fortpflanzung im vordergrund steht, sondern der spass. dass alles was spass macht auch im übermaß konsumiert wird, ist auch recht natürlich.

wie gesagt habe ich also zeitweise versucht, mich über meine triebe, über "das tier in mir" zu stellen. die phase dauerte ca. 1 jahr zwischen zwei beziehungen. ich hatte also durchaus schon beziehungserfahung und sexuelle erfahrungen, dachte also mit diesen erfahrungen darüber nach, ob ich glücklicher sein könnte, wenn ich meine triebe ankette und mich ihnen nicht hingebe. nicht nur dem sexualtrieb, sondern eigentlich allen triebgedanken in bezug auf konsum.

für mich war es eine leidvolle erfahrung erkennen zu müssen, dass ich die triebe nicht einfach unterdrücken kann. ich kompensierte oder es endete in frust. durch diese erkenntnis und angestossen von einem chronischen leiden und den wechselwirkungen meines (unseres!) lebensstils entwickelte ich mich weiter. ich lebe bewusst im jetzt, bin ein moderner mensch und mir aber sehr wohl meiner natur bewusst. und darum gebe ich für mich meinen trieben auch gerne zeitweise die macht. denn es bereitet mir weitaus größere befriedigung mir den trieben bewusst zu sein und sie auszuleben, als es mir befriedigung bereitet sie mehr oder weniger erfolgreich zu unterdrücken. ich lebe. mit allem drum und dran. mit allen einschränkungen und allen gewinnen aus meinem animalischen und modernen ich. ich habe für mich einen weg gefunden, der mich dazu führt in der öffentlichkeit nicht absichtlich zu furzen, aber auch nicht rot anzulaufen wenn mal einer unbeabsichtigt lautstark entweicht. und die frechheit das nicht als peinlich zu empfinden ziehe ich aus der gewissheit dass jeder mal blähungen hat ;-) so wie ich die frechheit besitze in einer diskussion mit freundin über das buch "feuchtgebiete" einfach zu fragen: wieviele peinliche momente wären euch am anfang eurer sexuellen erfahrungen erspart geblieben, wenn in der achten klasse auch mal von muschifurzen gesprochen worden wäre, und nicht nur von eizellen und samenfäden?!? (was ein gekicher am tisch...aber jeder gab mir recht)

die negativen auswirkungen eines solchen meiner ansicht nach ehrlichen umgangs mit einem thema wie sexualität wurden hier ja schon diskutiert. (btw fände ich eine pro-conrta diskussion bestimmt interessant) inwieweit "das freizügige ausleben der triebe", also der konsum von sexualität, dafür verantwortlich ist, dass heute angeblich mehr fremdgegeangen wird weiß ich nicht, bin mir aber aus meinen eigenen erfahrungen in den letzten, teilweise auch langjährigen beziehungen sicher, dass es für mann und frau größere probleme zu meistern gilt, als den versuchungen zu wiederstehen. und wenn die versuchung siegt, bin ich mir sicher dass in der beziehung andere probleme als auslöser bestanden (notorische fremdgänger ausgenommen - auch hier habe ich leider eigene erfahrungen beider seiten).

(ich habe heute, wie geist des waldes, auch darüber nachgedacht, warum ich so aggressiv wurde in den letzten beiträgen gestern. ich glaube es kam daher, dass es mich stört, wenn meine eigenen, teilweise schmerzhaften erfahrungen auf eine stufe mit dem "miterleben" anderer gestellt wird. dadurch fühlt es sich oberflächlich so an, als hätte ich mir alles sparen und ev. wo nachlesen können. und das bringt mich auf die palme. das leben ist das, was passiert während wir drüber nachdenken. meine eigenen erfahrungen kann mir niemand nehmen, und ich möchte sie sicher nicht auf eine ebene gestellt sehen, mit bloßer theorie oder passiver beobachtung.)

Dner Gjeis8t desI Waxldes


Ich bestreite nicht, das die Triebe zu unterschätzen sind. Ich halte sie auch für ziemlich mächtige Energien aber mir scheint es fast so, als hättest Du selbst Probleme mit eben diesen ...

Rebell, der Einzige hier im Thread, der, so wie es aussieht, Probleme mit den menschlichen Trieben hat, ist cyberrie. Ich fühle mich in meiner eigenen, triebgesteuerten Existenz eigentlich ziemlich wohl, danke der Nachfrage ;-).

Die Gedanken und Triebe mit denen sich ein Mensch permanent beschäftigt werden sich verstärken.

Stimmt. Aber cyberrie's Idee des weitestgehenden Triebverzichts hat in meinen Augen eine ähnlich obsessive Komponente wie dein oben genanntes Gegenbeispiel. Triebe haben zu einem gewisen Grad wenigstens noch einen Sinn und Nutzen für den Menschen. Cyberrie hat jedoch deutlich gemacht, das es ihm bei seinem Triebverzicht lediglich ums reine Prinzip geht, um zu verdeutlichen, dass er über derart schnöde Dinge erhaben ist. Es läuft also letzten Endes nur auf eine gewaltsame Verleugnung seines "tierischen" Ursprungs hinaus - zum Teil dabei auch, wenn es sein muss, durchaus entgegen der vielleicht andersgearteten Vorstellungen irgendwelcher Mädchen, denen vielleicht an ihm gelegen sein könnte - und das ist in meinen Augen pure Hybris. Lies' dir mal in Adornos/Horckheimers "Dialektik der Aufklärung" den Kram über die erste und zweite Natur des Menschen durch - die haben da schon viel Gutes zu dem Thema geschrieben, was cyberrie vielleicht bei seinen diesbezüglichen Theorien mal berücksichtigen sollte.

Früher alles traurig war und heute alles gut. Ich finde Du betreibst da ziemliche Schwarz- Weiß Malerei.

Auch hier mal zwei Buchtipps für dich und cyberrie: "Die Sünde. Das schöne Leben und seine Feinde" von Gerhard Schulze. Und von Uta Ranke-Heinemann "Eunuchen für das Himmlreich. Katholische Kirche und Sexualität" Steht jede Menge dazu drin, WARUM früher alles traurig war.

So, und entweder widerlegst du mich in Zukunft vernünftig mit Argumenten oder du hälst die Klappe. [...] cyberrie argumentiert wenigstens noch [...].

Wenn du einen richtig leidenschaftlich geführten Diskurs mit allem drum und dran nicht aushälst, dann geh bitte und schreib in einem anderen Thread. Ich gehe so lange davon aus, das ich Recht habe, bis du mir das Gegenteil nachweist. Und ich belege meine Meinungen wenigstens argumentativ und beschränke mich nicht auf ein "Finde ich aber nun mal ..."

Und wenn es letzten Endes bloss auf ein Aufeinanderprallen miteinander unvereinbarer, gegensätzlicher Ansichten hinausläuft ... auch gut, kann man mache nix. Dann trennt man sich eben wieder in gegenseitiger Achtung voreinander. Aber mir hier einen vorzulabern, weil ich aus Überzeugung heraus meine Meinung vertrete ... für'n Arsch. Und warum ich hier im Thread gegen seine Theorien argumentiere, habe ich bereits wiederholt dargelegt.

Ich bewundere den Geist des Waldes ob seiner Geduld und dass er sich anscheinend endlos Zeit nimmt.

Oh, danke schön ;-D. Nun, die Zeit habe ich gerade und nehme ich mir zu einem gewissen Grad auch gerne, da ich das Thema eben auch persönlich sehr interesant finde - ist halt zum Teil einfach auch fachlich ganz meine Baustelle ... und was die Geduld angeht, dass ist normalerweise eigentlich eine meiner guten Eigenschaften, aber in Foren wie diesen ist es mittlerweile zu einem echten Fluch geworden, da ich selbst bei den blödsinnigsten und aussichtslosesten Diskussionen hartnäckig am Ball bleibe. Ist mir hier bereits in diversen Threads passiert, aber ich Blödmann lerne ja nicht dazu ;-).

So, aber jetzt ist auch für mich Schluß. Argumente gegen cyberrie's Theorien und auch der Hinweis auf seine eigenen Mangel an Erfahrung auf dem Gebiet wurden hier schon zur Genüge von zig Usern angeführt. Und ich habe irgendwie gerade auch keinen Bock mehr, mich hier von Rebell so dumm anpampen zu lassen. Ansonsten hätte ich aber schon gerne noch mit dir weiterdiskutiert, cyberrie. Denn auch, wenn ich deine Theorie für mich persönlich ablehne, hat es doch Spaß gemacht, sich mit dir darüber auszutauschen *:).

cIyberBrie


Ich weiß, dass ich nichts weiß, könnte ich sagen, ich bin Jungfrau und schreibe über Sex, und das ist schrecklich, denn Jungfrauen können ja nichteinmal das Wort aussprechen ohne rot anzulaufen, Jungfrauen wissen nicht wie der Mensch sich fortpflanzt, Jungfrauen sind im prinzip gefühllose Wesen, die abgekapselt von der Welt irgendwo im Untergrund leben (damit sie dann nach 50jahre langem zölibat ans tageslicht kommen um kleine Kinder vergewaltigen)

Jungfrauen kennen keine Liebe, wissen nicht wie sich eine Frau anfühlt, wie sie riecht, küsst, etc.. Jungfrauen sind weltfremd und sollen gefälligst dort bleiben wo sie sind.

Deshalb haben sie auch nicht das Recht sich über Sex, Triebe (die sie ja natürlich nicht haben, weil sie ja keine normalen Menschen sind) verzicht, beschränkungen, etc.. gendanken zu machen, geschweige denn gegenargumente zu liefern, wenn ein "echter" Mensch seine wissenschaftlichen Erkenntnisse zum besten gibt. (Sex ist auch nicht Wissenschaft, würde ich sagen)

Das ist die Erkenntnis, die ich nach 9 Seiten Diskussion für mich mitnehmen kann.

Wäre interessant gewesen, wohin dieser Thread gegangen wäre, wenn ich nicht zugegeben hätte Jungfrau zu sein....Tja, zu spät. %-|

kUuckNuck?sblumxe


hallo cyberrie! mein beitrag (seite 6) ist vielleicht untergegangen. es würde mich interessieren was du dazu sagst.

t!ong


Wäre interessant gewesen, wohin dieser Thread gegangen wäre, wenn ich nicht zugegeben hätte Jungfrau zu sein....Tja, zu spät. %-|

Ganz ehrlich - das hab ich und bestimmt viele Andere bei diesen ellenlangen und langatmigen Beiträgen nicht gelesen und ist auch für diesen Thread nicht wichtig.

Du verhältst dich nur in Sachen Sex wie ein fanatischer Theoretiker. Dein letzter Satz klingt etwas traurig - ich bin mir aber 100% sicher, das man nicht als Jungfrau enden muss, wenn man sich ein paar Dinge verinnerlicht. Das Erste und Wichtigste ist: Sei nieeee negativ eingestellt! 2. Jammere und bettel nicht - nichts ist unattrakiver als ein Jammerlappen 3. hau deinen PC in die Ecke und geh raus - oder leg dir nen neuen Nick zu, sei freundlicher und frecher zu den Damen und hör auf den großen NON-Sexer rauszukehren obwohl du nichts sehnlicher willst, als so ein geiles senkrechtes Lächeln von ihr aus der Nähe zu betrachten ;-) *:)

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