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Ist Sex überbewertet?

TsImLT


nach deinem beitrag von 16:21 beisse ich mir in den arsch zuvor noch einen beitrag verfasst zu haben... ich finde es sehr schade, dass du nun das gefühl hast, einige hier wollten dich als "nicht normalen menschen" abstempeln.

Ich weiß, dass ich nichts weiß, könnte ich sagen, ich bin Jungfrau und schreibe über Sex, und das ist schrecklich, denn Jungfrauen können ja nichteinmal das Wort aussprechen ohne rot anzulaufen, Jungfrauen wissen nicht wie der Mensch sich fortpflanzt, Jungfrauen sind im prinzip gefühllose Wesen, die abgekapselt von der Welt irgendwo im Untergrund leben (damit sie dann nach 50jahre langem zölibat ans tageslicht kommen um kleine Kinder vergewaltigen)

Jungfrauen kennen keine Liebe, wissen nicht wie sich eine Frau anfühlt, wie sie riecht, küsst, etc.. Jungfrauen sind weltfremd und sollen gefälligst dort bleiben wo sie sind.

Deshalb haben sie auch nicht das Recht sich über Sex, Triebe (die sie ja natürlich nicht haben, weil sie ja keine normalen Menschen sind) verzicht, beschränkungen, etc.. gendanken zu machen, geschweige denn gegenargumente zu liefern, wenn ein "echter" Mensch seine wissenschaftlichen Erkenntnisse zum besten gibt. (Sex ist auch nicht Wissenschaft, würde ich sagen)

niemand spricht dir ab, dass du zu all den punkten die du aufzählst vorstellungen hast, die mitunter natürlich durch beobachtung und durch die öffentlichkeit geprägt sind. und niemand behauptet dass sie komplett weltfremd sind. ich finde es, wie schon gesagt, sehr toll dass du dir gedanken machst!

genauso wie du ein recht darauf hast, deine gedanken und vorstellungen sowie daraus abgeleitete haltungen zu kommunizieren und zur diskussion zu stellen, sehe ich es aber auch ein wenig als meine pflicht, dir zu sagen, dass diese einstellungen sich vermutlich durch erfahrung als falsch erweisen werden, zumindest einige "hardliner-aussagen". jeder in diesem thread hat eine ganz eigene auffassung von sexualität und demzufolge hat sexualität bei jedem einen anderen stellenwert. welchen stellenwert die sexualität in deiner partnerschaft hat (und auch da sind alle verschieden, denn z.b. in jeder meiner beziehungen hatte sex einen anderen stellenwert) wirst du erst dann sicher erkennen, wenn du diese erfahrungen sammelst. welchen stellenwert hat "freiheit" für ein im zoo geborenens tier? welchen stellenwert hatte "das goldene leben im westen" für die meisten ostdeutschen vor der wende, und wie falsch waren die mit der höhe des stellenwerts verbundenen vorstellungen?

an deiner stelle würde ich aus den 9 seiten etwas anderes mitnehmen, und zwar, dass sich vieles was in der öffentlichkeit breit darstellt im eigenen mikrokosmos ganz anders ist. und auch das sexualität sehr individuell ist und sich nicht gezwungenermaßen an dem mass unserer gesellschaft orientiert.

du bist in einem alter und einer situation, in dem/der du wie gestern abend geschrieben auf viele bereiche einen anderen blickwinkel hast als ich oder tong oder der rebell oder geist.d.w. nur weil du einen anderen blickwinkel hast würde ich dir aber nie absprechen, dass du siehst!

gLwqendYoAlynn


@ cyberrie

In deinem Psychologie-Faden schreibst du über deine Eltern:

Mein Vater ist seit 10 jahren schwer depressiv und seit 50 jahren erz-konservativ, meine Mutter ist stets bemüht, dass es allen gut geht aber in wirklichkeit ist ihr nur wichtig, dass sie die beziehung mit meinem vater durch ständiges nachgeben aufrecht erhalten kann...

und in diesem Faden gibst du sie als Beispiel dafür an, wie man auch ohne Sex eine glückliche Beziehung führen kann .... muss ich das jetzt begreifen ???

Andererseits: Kompliment an dich, dass du hier immer noch so sachlich diskutierst, die Fähigkeit hat nicht jeder.

D<er GeisVt des Waldexs


Ich frage mich wirklich, warum Du Dich von so einem Thema dermaßen proviziert fühlst, das Du all Deine Energien verwendest um auch andere Menschen von Deiner Meinung zu überzeugen. Fühlst Du Dich bedroht? Hast Du Angst, das Dir jemand was weg nimmt ? Warum fühlst Du Dich überhaupt persönlich und implizit kritisert ?

Habe ich bereits geschrieben. Ich fühle mich als Mensch mit einem ganz normalen Geschlechtstrieb, der sogar einen großen Teil meines Lebens bisher noch eher "geschlummert" hat, von cyberrie's Theorien und Aussagen angegriffen. Er erhebt stärkeren Triebverzicht zum Ideal und betont wiederholt, dass er ein normales bis starkes Interesse an Sex, wie es anscheinend auch in seinem Freundeskreis gang und gebe ist, als primitiv empfindet.

Den Ausdruck "primitiv" empfinde ich in diesem Zusammenhang nicht, wie von einem anderen User geschrieben, als wertneutral, sondern als herabsetzend. "Primitiv" impliziert nämlich immer eine Relation, in diesem Fall stärkere Triebkontrolle und Triebverzicht als "höherwertiges", da weniger "tierisches, triebgelenktes" Verhalten gegenüber genussvollem Ausleben der Triebe, welches von cyberrie als "primitiv" angesehen wird.

Ich spreche cyberrie ein fundiertes Urteil über diesen Begriff und damit einhergehende Inhalte nach wie vor ab, da er als Single und männliche Jungfrau in einem relativ reizarmen sozialen Klima lebt und noch nie seine Triebe im Angesicht einer realen Versuchung wie z. B. einer nackten Frau, die gerne mit ihm schlafen würde, kontrollieren musste. Er redet ausschließlich aus der Theorie heraus.

Und auch sein damit verbundenes Theoriegebäude empfinde ich als nur unzureichend fundiert, da er einen Großteil der einschlägigen Literatur zu dem Thema, die auch von Leuten wie ihm stammt, die sich ausführlich Gedanken über sowas gemacht haben, nicht kennt. Er redet nur aus seiner sehr begrenzten Erfahrung auf dem Gebiet heraus und dem, was er so "miterlebt" hat. Und das reicht mir einfach nicht. Darum meine wiederholte Aussage, er habe also im Prinzip "keine Ahnung". Wenn er schon solche Theorien in de Raum stellt, hätte ich mir gewünscht, dass er diese auch besser begründen kann.

Triebe sind nicht nur positiv wie es aus Deinen Schilderungen den Eindruck erweckt, Triebe sind nicht nur Freiheit. Es gibt genügend völlig ungesunde Abhängigkeitsbeziehungen die durch Triebe erst entstehen

Das habe ich auch nie behauptet. Ich habe mindestens zweimal darauf hingewiesen, dass im Falle der menschlichen Triebe zumeist ebenso viel Licht wie Schatten vorhanden ist. cyberrie scheint sich aber in seinen Ausführungen vorrangig auf die negativen Seiten der Triebe zu konzentrieren und "dämonisiert" sie damit übermäßig, was ich so in der Form nicht stehen lassen wollte.

früher alles traurig war und heute alles gut. Ich finde Du betreibst da ziemliche Schwarz- Weiß Malerei.

Auch das habe ich nie so in der Form gesagt. Besser als der ganze frühere Scheiß mit Schuld und Sühne, mit Beichstuhl und Todsünden und der himmelschreienden Leib- und Sexualfeindlichkeit der Kirche im Mittelalter oder dem schamhaft-verkniffenen Getue der 50er Jahre sind sie aber allemal. Das auch in unseren Zeiten nicht nur alles Gold ist, was glänzt, brauchst du mir nicht sagen. Ich denke, ich bin da schon diesbezüglich ganz gut auf dem Laufenden ;-).

Wenn es noch 100 Leute gibt die sich mit so einer Energie wie Du für das ausleben sämtlicher Triebe aussprechen dann gute Nacht.

Habe ich so in der Form auch nie gesagt. Wo liest du diesen ganzen Kram raus ?? Noch mal, ich argumentiere hier ausschließlich gegen cyberrie' Theorien an. Im Gegensatz zu ihm glaube ich aber stärker an die Fähigkeit der Menschen zur Selbstkontrolle und die der Gesellschaft zur Selbstregulierung. Er scheint irgendwie zu glauben, dass die Menschen Schafe sind und deshalb immer auch eine starke, leitende Hand brauchen, die er in der momentanen Gesellschaft offenbar vermisst.

Deine Diplomarbeit war bestimmt die Triebtheorie nach Freud oder ?

Nein, es ging um das Verhältnis von Subkulturen und Mainstream und die Rolle, die die subkulturellen Stile dabei als Abgrenzungsmechanismus spielen.

Deswegen lenkst Du die Diskussion auch mit der Macht die Dir zur Verfügung steht, in DEINE Richtung oder ?

Nein, ich packe meine Karten auf den Tisch und warte ab, ob du oder cyberrie bessere auf der Hand habt. Du musst mich schon argumentativ widerlegen, sonst werde ich weiterhin davon ausgehen, dass ich richtig liege mit meiner Meinung ;-D. Ich weiß, dass ich ein recht aggressiver Argumentationspartner sein kann, aber mal ganz ehrlich, warum sollte ich so einfach nachgeben ?? Und da die anderen Diskussionsteilnehmer im Großen und Ganzen dasselbe zu dem Thema gesagt haben wie ich, bleibe ich auch vorest noch bei meiner Meinung.

Ich habe es eigentlich auch nur sehr bedingt darauf angelegt, hier nun unbedingt einen Konsens erzielen zu wollen. Dazu sind cyberrie's Ansichten doch zu weit von meinen entfernt. Ich dachte mir, ich haue ihm mal alles um die Ohren, was ich an Einwänden gegen seine Theorie habe und schaue nach, was er darauf erwidert. Und ich muss sagen, obwohl er mich nach wie vor nur in einigen wenigen Punkten von seiner Auffassung der Dinge überzeugen konnte, bewundere ich doch, wie er seine Meinung hier vertritt ... quasi "against all odds" ;-).

... aber ansonsten finde ich das erschreckend und bedrohlich mit welcher Gewalt Du hier argumentierst. Du solltest Dich eine Zeit lang aufs lesen beschränken bis Deine Partnerin wieder mehr Zeit für Dich hat.

Oh, ich glaube, auch mit mehr Sex wäre ich nur bedingt "umgänglicher" ;-). Ich war immer schon ein notorischer Eigenbrötler, ich habe darum nur bedingt diese "Wir ordnen unsere eigene Meinung früher oder später zum Wohle von allgemeiner Ruhe und Frieden der Mehrheitsmeinung der Gruppe unter" Haltung verinnerlicht. Ich prüfe eine Meinung zumeist eigentlich recht gründlich von allen Seiten, bevor ich mich damit "in den Kampf" stürze und bin deshalb auch nur mit verdammt guten Argumenten davon wieder abzubringen.

Eine ziemlich sture und unkooperative Weise, mit anderen zu diskutieren, ich weiß. Ich habe aber zum Teil die Erfahrung gemacht, dass man, wenn man trotz gelegentlicher Gegenargumente an seiner Meinung festhält, diese mit Bestimmtheit vertritt und sie vor allem auch argumentativ gut untermauern kann, man nach und nach auch viele von der "Sowohl als auch" Fraktion auf seine Seite ziehen kann. Die meisten lenken eigentlich viel zu früh ein, weil sie ihrer eigenen Meinung nicht trauen oder keine Lust haben, diese über längere Zeit gegen Angriffe verteidigen zu müssen. Ich bin da (leider) nicht so ;-). Ich weiß, dass ich im Rahmen von Diskussionen wie dieser zum Teil ziemlich arschig und halsstarrig sein kann, aber ich hatte eigentlich auch nie vor, zum Schmusegruppen-Diskussionspartner des Jahres gewählt zu werden ;-).

c5ybe*rrie


Darauf habe ich schon gewartet, ehrlich.

Natürlich wirkt das komplett seltsam, aber im prinzip stehen sie zueinander, gehen gemeinsam durch dick und dünn (sie sind ja nicht ständig schlecht drauf und am rumnörgeln, und konservatv zu sein, kann einer funktionierenden Beziehung ja nicht schaden).

"glücklich", weil sie ständig Spaß haben, ist die Beziehung sicher nicht, aber sie unternehmen einiges miteinander, sie gehen kompromisse ein, sie verstehen sich wirklich blind. Es kommt oft vor, dass sie in einem Moment genau dasselbe denken, wie ein zusammengeschweißtes Ehepaar (das sie eben sind)

Aber als Beispiel hätte ich auch meine Großeltern nennen können, nur glaube ich, haben die sogar mehr Sex...

oder sonst jemanden....

lg

c=ybeBrrie


obiges gehört @gwendolin

Dher KGeis`t des ]Waldes


Entschuldige, wenn ich noch mal nachfrage, aber inwiefern stehen denn deine Eltern, die irgendwie eine funktionierende Ehe ohne Sex hinkriegen und dein Wunsch nach Triebdisziplin in einem Zusammenhang ?? Fragst du dich einfach, wie sowas in unseren heutigen, "oversexed" Zeiten noch möglich ist oder möchtest du ihrem Beispiel gerne nacheifern ?? Und was für Theorien hast du darüber, WARUM deine Eltern scheinbar nicht mehr miteinander schlafen ??

a3gE:WxE


@ cyberrie

wow ich kann nur sagen wow und respekt

ich denke in vielen punkten wie du.. super dass du das hereingestellt hast..

ich finde die fragen sind alle mit ja beantwortet und auch fü´r mich ist sex überbewertet..

es macht spaß, ja.. aber so wie wir dieses eigentlich schöne ding ausleben - mit partnerwechsel überall etc. ist es nichts schönes.. sonern nur mehr befriedigendes

lg

cZyberrxie


@ geist des waldes

wofür eine entschuldigung für eine frage? (da gäbe es noch eher andere Gründe)

Ich kenne eine Beziehung von meiner stunde 0 auf nur, so wie meine Eltern sie führen. Ich erlebte ärgsten Zoff, und romantische Momente, ich erlebte Spaß und Trauer mit ihnen und für mich war es völlig normal, dass Eltern SO sind wie sie. Dass Eltern stets als Einheit funktionieren, dass sie sich einfach blind verstehen und nach 30 Jahren mittlerweile immer noch lieben.

Ich konnte mir nicht vorstellen, warum Eltern sich trennen und warum man sex haben soll, wenn man doch schon Kinder hat. Natürlich kann/weil will sich kein kind vorstellen dass seine ELtern ständig Sex haben, aber ich weiß es auch, dass sie kaum einen haben, nochdazu weil sie auch in letzter Zeit in getrennten Zimmern schlafen, weil mein Vater so schnarcht...

Ich kenne auch die Motive und es sind bei meinen Eltern wohl hauptsächlich Glaubensmotive (nicht religiöse)

Aber das wäre eine ganz andere Diskussion, aber über meinen Glauben bin ich mir nicht sicher.

Nur frage ich mich, warum meine Eltern, und viele Menschen ohne dieses, stets proglamierte Sexleben, ohne Fremdgehen, ohne Pornos, u.s.w. trotzdem "glücklich" zueinander stehen, sich nie verlieren wollen, nicht ohneeinander können?!

Wenn dann jemand erzählt, nur ein funktionierendes Sexleben schafft solch eine feste Bindung, dann muss ich das eindeutig zurückweisen.

Dann kommt noch dazu, dass jemand seinen Partner nach sexuellen Aspekten auswählt, dass sich Menschen trennen, weil es im Sex nicht "läuft" und ich wundere mich nicht über meine Eltern, wie sie es schaffen ohne Sex, sondern dass jemand diesen Sex so in den Mittelpunkt einer beziehung stellt, dass er in Kauf nimmt, ein Scheidungskind hervorzubringen. Und dann soll er am ende dem Kind noch glaubhaft erklären:"Deine Mutter kann mich nicht mehr befriedigen, also ciao!"

(etwas überzogen formuliert, ok) Dass das nicht immer der Grund ist, ist mir klar, aber verstehe meine Auffassung, dass z.B speziell dieser Fall dazu führen müsste, halt einmal nicht befriedigt zu werden, einfach zu verzichten. Nicht einen besseren Sexpartner suchen, sondern ein besserer Vater/Liebender/u.s.w zu werden!

Das so wie geschildert nicht jede Beziehung aussieht ist klar, aber genau solche beziehungen (so leid es mir tut ) würde ich gerne verurteilen dürfen...

In einer gewissen weise möchte ich vielleicht meinen Eltern nacheifern, aber nicht weil "Gott" es verurteilen würde, sondern weil ich für mich empfinde, mir und meiner Beziehung damit gut zu tun.

Ich würde es gerne so versuchen. Klar Sex, wenn es dazu kommt, aber gegenseitiges Verständnis, wenn es mal nicht dazu kommt...

Aber eigentlich geht es gar nicht darum wie ICH es machen würde, sondern um die Frage: wird Sex zu wichtig genommen, führt ein aussschweifendes Sexleben nicht öfter auch zu partnerschaftlichen Problemen?? Mit deiner Ausbildung wirst du nun sicher wieder alles mögliche da hineininterpretieren können, aber bitte lass mich auch über etwas schreiben, das ICH noch nicht an Haut und Haar erlebt habe, ich aber versuche verstehen zu lernen.

D1er GeiDst d6es |Waldxes


In einer gewissen Weise möchte ich vielleicht meinen Eltern nacheifern, aber nicht weil "Gott" es verurteilen würde, sondern weil ich für mich empfinde, mir und meiner Beziehung damit gut zu tun.

Ich würde es gerne so versuchen. Klar Sex, wenn es dazu kommt, aber gegenseitiges Verständnis, wenn es mal nicht dazu kommt...

Entschuldige erneut meine dumme Frage, aber wenn es dir nur darum geht, warum all das "Gedöns" ?? Warum den Sex generell an den Pranger stellen, wenn es doch letzten Endes nur darum geht, dass DU mit deiner Art, zu leben, glücklich wirst ??

Und mal ganz im Ernst, so schlecht schätze ich die Chancen für dich, deinen persönlichen Traum von so einer Beziehung verwirklichen zu können, echt nicht ein - Jungfrau und Single und persönliche Probleme hin oder her.

Da draußen laufen ZIG Frauen rum, denen Sex nur sehr bedingt wichtig ist und die mit deinem "Nur einmal im Monat, wenn ich gerade mal Bock drauf habe" Sexzyklus wahrscheinlich sogar recht gut leben könnten. Okay, in den unteren Jahrgängen dürfte es wohl zum Teil vielleicht etwas schwierig werden, dazu sind die Teens und Twens dann wohl doch noch zu neugierig auf Sex und zu sehr Sklave ihrer Hormone ;-). Aber auch da gibt es bestimmt bereits 'ne Reihe an Ausnahmen.

Ach ja, ich wollte dir in dem Zusammenhang noch mal zwei weitere Bücher antragen, die sich zum Teil mit deinen Fragen befassen. Und zwar einmal "Nie mehr Sex" von Arne Hoffmann, wo es primär darum geht, wie sich Leute so fühlen, die unter Umständen bis ans Ende ihres Lebens keinen Sex mehr haben werden und auch erklären, warum das so ist. Und zum anderen "Unberührt" vom selben Autor. Da geht es um männliche und weibliche Jungfrauen, wie du eine bist und die Frage, warum sie noch "unberührt" sind. Habe es nicht gelesen, könnte mir aber schon vorstellen, dass da vielleicht zum Teil ähnliche Gründe angeführt werden könnten, wie du hier schreibst.

Hmm, bist du sicher, dass du vielleicht nicht doch asexuell bist ?? Dir ist hoffentlich klar, dass "asexuell" nicht zwangsläufig bedeutet, dass du auch auf partnerschaftliches Zusammensein keinen Bock hast und erhobenen Hauptes als Dauersingle durchs Leben gehst. Es gibt auch eine Gruppe von Asexuellen, die schon gerne Liebesbeziehungen eingehen, aber an Sex in dem Zusammenhang wenig bis kein Interesse haben.

Warte mal, ich suche dir mal 'nen Link zu dem größten Forum für Asexeulle in Deutschland raus, vielleicht kannst du dich da mal umschauen. Und vielleicht findest du dort sogar noch weitere Gleichgesinnte.

Hier erstmal ein recht erhellender Wikipedia Artikel zum Thema. Vielleicht findest du dich in den Aussagen da ja bereits wieder.

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Asexualit%C3%A4t]]

Und hier der Link zur deutschsprachigen Asexuellen Website AVEN:

[[http://www.asexuality.org/de/]]

Viel Spaß beim Stöbern.

c>ybeErr<ixe


@ Geist des Waldes

Leider wird mir immer vorgeworfen, etwas an der Gesellschaft ÄNDERN zu wollen!! Das stimmt doch nicht! Ich stellte doch nie den Sex an den Pranger, wo liest du das den alles??

Ich würde gern versuchen mit triebkontrolle leben zu können, weiß aber nicht, wie es dann wirklich sein wird.

Aber ich stelle doch nur die Frage (in die richtung)

..., sondern um die Frage: wird Sex zu wichtig genommen, führt ein aussschweifendes Sexleben nicht öfter auch zu partnerschaftlichen Problemen??

Warum muss ich das wirklich zig mal betonen, damit endlich verstanden wird, was ich meine?

Mir kommt wirklich so vor, typen wie du picken sich eben diese Dinge aus meinen beiträgen heraus, die in ihr bild vom typischen asexuellen, konservativen, altmodischen, eigenbrötlerischen, Jungfern passt, um dann darauf herumreiten zu können!!

Und langsam beginnt mich das zu nerven.

Wo steht denn etwas von einem

"Nur einmal im Monat, wenn ich gerade mal Bock drauf habe" Sexzyklus

???

Ich werde doch nicht ernsthaft planen nur 1 mal im Monat Sex haben zu dürfen, darum geht es ja gar nicht!!! Ich glaube nicht, dass ich asexuell bin...

Danke jedenfalls für die Buchtipps, hört sich ganz interessant an!

D5er Geaist deSs Wa8ldxes


So, ich gebe es jetzt offiziell auf. Hopfen und Malz verloren, gegenseitige Verständigung miteinander offenbar nicht möglich und darum ist jetzt hier finito. Wir reden anscheinend kontinuirlich aneinander vorbei und das wird mir jetzt doch allmählich zu stressig.

Schön, dass wenigstens DU deinen eigenen "point of view" noch zu kennen meinst, ich habe ihn allerdings schon vor mindestens drei Seiten verloren. Und für jemanden, der sich angeblich nicht schwammig ausdrückt, wirst du anscheinend doch überraschend oft missverstanden.

Ach ja, nur noch mal fürs Protokoll und als weiteres Beispiel für eines der etwa 10.000 "Missverständnisse" in diesem Thread: Das hier war die postingmäßige Basis für meine, zugegebenermaßen etwas saloppe "Einmal im Monat, wenn ich gerade mal Bock drauf habe"-Sexzyklus Formulierung:

Wenn ich sage: Ich will jetzt mal vl 1 Monat keinen Sex, dann wird sie rotieren ;-) oder interpretiert sonstwas hinein.

cnyber rixe


Schade eigentlich, dass du das nun so siehst, aber ich habe dem eigentlich ohnehin nichts konstruktives mehr hinzuzufügen.

Dieses zitat war ja auch nur ein überzogenes beispiel,.....

aber stimmt, es macht wirklich kaum mehr sinn sich hier zu äußern..

c#ybYerrixe


doch nocj ein zusatz:

...wirst du anscheinend doch überraschend oft missverstanden.

Mir kommt wirklich so vor, typen wie du picken sich eben diese Dinge aus meinen beiträgen heraus, die in ihr bild vom typischen asexuellen, konservativen, altmodischen, eigenbrötlerischen, Jungfern passt, um dann darauf herumreiten zu können!!

Seltsamerweise sind es nur diejenigen, die mich "missverstehen"!

ein Der Rebell, agEWE, Floh2007,Alleine_m, u.s.w. hatten offensichtlich keine Probleme zu verstehen was ich meine.... hmmm

W:ullyRGuLlly


sondern dass jemand diesen Sex so in den Mittelpunkt einer beziehung stellt, dass er in Kauf nimmt, ein Scheidungskind hervorzubringen. Und dann soll er am ende dem Kind noch glaubhaft erklären:"Deine Mutter kann mich nicht mehr befriedigen, also ciao!"

Generell mal die Frage in dem Raum: Wieso ist es einfacherer dem Trieb nachzugeben, zu lügen, seinen persönlichen Vorteil vor den eines anderen zu stellen als Treu, Ehrlich und Nachgiebig zu sein? Das "Schlechte" zu tun ist immer leichter als es ins Gegenteil zu verkehren.

Nicht einen besseren Sexpartner suchen, sondern ein besserer Vater/Liebender/u.s.w zu werden!

Wie schon geschrieben, ich verstehe dich. Aber ich wiederspreche dir, wenn es darum geht den Sex vollständig auszuklammern. Wenn man sich gegenseitig anziehend findet, sich liebt und dieses Erlebnis gerne oft teilen möchte - okay. Jeder der länger in einer Beziehung ist kann bestätigen, dass Anziehung und Lust mit den Jahren verloren geht (ich spreche jetzt nicht die 3-Monats-Beziehungen eines durchschnitts-Teenie an). Sex spielt irgendwann eine untergeordnete Rolle, wenn man dafür einen verständnisvollen, liebevollen Partner hat.

c%y|berxrie


@ WullyGully

Generell mal die Frage in dem Raum: Wieso ist es einfacherer dem Trieb nachzugeben, zu lügen, seinen persönlichen Vorteil vor den eines anderen zu stellen als Treu, Ehrlich und Nachgiebig zu sein? Das "Schlechte" zu tun ist immer leichter als es ins Gegenteil zu verkehren.

Klar ist es leichter, aber nur weil etwas leichter ist, muss es eben nicht besser sein.

Wie schon geschrieben, ich verstehe dich. Aber ich wiederspreche dir, wenn es darum geht den Sex vollständig auszuklammern.

Wie in meiner Fragestellung formuliert finde ich es auch nicht wirklich realitätsnah den Sex komplett auszuklammern (das habe ich vielleicht öfter krasser geschrieben um auf den Punkt zu kommen), sondern ihn nicht zum Lebensmittelpunkt zu machen, ihn nicht so wichtig zu nehmen, dass man für ihn andere (sicher wichtige) dinge aufgibt. Drum frage ich mich: Hat Sex einen zu hohen Stellenwert?

(über mein persönliches Sexleben bzw. meine Einstellung dazu wollte ich eigentlich ursprünglich gar nicht schreiben, das hat sich dann durch gegenfragen, etc.. so ergeben. Nun vermischt sich die eigentliche Frage stets mit der Annahme, ich würde dazu aufrufen es MIR gleichzumachen, MEINE persönliche Auffassung, so wie ICH mein Liebesleben anlegen will, auf andere zu projizieren. Und dem muss ich widersprechen)

lg

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