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Und er schenkte ihr eine Perlenkette...

BZenrgwRiZexse hat die Diskussion gestartet


:-D

Das Wort "Perlenkette" stammt nicht von mir, es ist aus einem Buch, in dem der schwule Autor Frauen Tipps für den Umgang mit Männern im Bett gibt. Ein Rat war war, den Mann zu erlauben, ihr eine Perlenkette zu machen, indem er seinen Samen auf ihr Dekolletee ergießt. Das Wort Perlenkette finde ich schön und treffender als jedes andere, weil es einen positiven Beiklang hat.

Häufig werden diese Spielarten mit Macht und Erniedrigung oder mit Pornografie in Verbindung gebracht. Beides hat einen negativen touch, der zudem nicht passt. Ich zumindest habe dabei keineswegs das Empfinden, Macht über meine Partnerin auszuüben. Es ist ja eher so, dass sie mich lässt. Der Reiz daran kommt auch nicht daher, dass ich etwas gegen ihren Willen tun kann. Im Gegenteil: Richtig lustvoll wäre es ja dann, wenn sie es ganz und gar wollte oder gar ersehnen würde.

Auch ist Sperma gar nicht so eine pornografische Spezialität, es ist nichts exotisches. Schließlich begleitet es jeden männlichen Höhepunkt. Und wenn man verschiedene Spielarten des Sex nicht verachtet, kommt man damit auch in Berührung. Eigentlich ist es etwas ganz gewöhnliches. Es ist deshalb mitnichten "versaut", wenn das Sperma beim Sex eine Rolle spielt, es spielt im Grunde ja immer eine Rolle.

Es ist auch nicht exotisch, sich daran zu erfreuen, dass man ejakulieren kann. Diese Fähigkeit ist nun mal Teil der Fähigkeit, überhaupt Sex zu haben. Das ist an sich erfreulich. Zudem steht es für die Möglichkeit, Kinder in die Welt zu setzen.

Ich will damit sagen, dass das Schöne daran zu wenig in der Sprache Ausdruck findet. Unsere Sprache lässt die ganze Sache oft sehr schnöde und abstoßend klingen.

Das Wort "Perlenkette" macht das Schöne daran aber sichtbar: Eine Perlenkette ist eine Zierde, sie verschönert die Frau. Wer einer Frau eine Kette schenkt, macht sie noch schöner und macht sich selbst damit auch ein Geschenk. Außerdem ist ein Geschenk einer Kette auch ein Liebesbeweis, man schenkt sie nicht jeder, sondern nur dieser einen Frau. Die Perlenkette ist eine Wertschätzung, ein Liebesbeweis.

Und das trifft ja zu. Natürlich habe ICH meine Lust daran, während es ihr eher wenig bietet. Aber sie ist es, die mich - durch ihr Zulassen, durch ihren Körper, durch ihre Berührungen - diese Lust erleben lässt. Und ein richtiges Lusterlebnis wird es zudem ja auch erst dann, wenn sie sich daran erfreut. Erfreuen könnte sie sich aber daran, dass sie es in der Hand hat, mich diese Lust erleben zu lassen, die dann ihren Ausdruck in der Perlenkette findet.

In meinem konkreten Fall ist es ja so, dass meine Partnerin daran wenig findet. Ich habe zunächst auf die Frage per PN, ob man sie vom Gegenteil überzeugen könne, pessimistisch mit nein geantwortet. Aber es gab hier kürzlich einen Faden ("Fußsex"), in dem eine Userin auf die Art und Weise des Ausdruckes hinwies und meinte, ein Wort wie "Fußsex" sei für Frauen nicht ansprechend, denn es drückt in keiner Weise die Zärtlichkeit und Intimität aus, die mit dieser Praxis verbunden sein können. Ich denke, da ist was dran. Sollten wir an unserer Sprache arbeiten?

Würde man die mit diesem Spiel verbundene positive Botschaft deutlicher machen, könnte sich das vielleicht ändern. Ich weiß es nicht.

Antworten
zIue8nds{tofxf


Die Formulierung "eine Perlenkette schenken" als Euphemismus für Körperbesamung finde ich einfach nur verquast und viktorianisch etepetete anmutend. Entweder man/frau mag etwas oder auch nicht. Daran ändert die Wortwahl genauso wenig wie an einem Wahlergebnis, auch wenn der Pressesprecher der unterlegenen Partei noch so schöne Ideen findet, um die unterlegene Fraktion ins Erfolgslicht zu rücken. Das ist alles nur Verbalkosmetik.

Da ist das Spiel mit der echten Perlenkette viel schöner, die die Frau dem Mann um den Schwanz schlingt und ihn damit massiert... 8-)

BjeCrgwsiesxe


zuendstoff

Ich kann Dir nicht zustimmen. Es muss natürlich nicht jeder eine derart indirekte Sprache mögen. Aber "Perlenkette" ist für mich kein Euphemismus. Ein Euphemismus wäre ja eine Verharmlosung des tatsächlichen Geschehens. Aber ich finde, "Perlenkette" verharmlost und unterschlägt doch nichts? Das Wort ist poetisch, es ist eine Metapher und darum ist es eher ästhetisch als viktorianisch verlogen. Natürlich muss man daraus keinen Zwang zur Poesie ableiten und alles Explizite als falsch verdammen.

Entweder man/frau mag etwas oder auch nicht.

Möglich. Aber ich hege die Hoffnung, dass das darin verborgene Kompliment im Kopf doch etwas anschaltet und Sex ist nunmal auch Kopfsache.

Mvermaeid MKaja


Das ist ja jetzt mal ein nahezu philosophischer Faden :-D Lesezeichen!

Das Wort ist poetisch, es ist eine Metapher und darum ist es eher ästhetisch als viktorianisch verlogen.

:)z :)^ Ich für meine Person bevorzuge ebenfalls die etwas "blumigere" Ausdrucksweise. Was allerdings doch ab und an eine "Fremd-Vokabel" zulässt... :=o Ist wohl eher an die Persönlichkeit jedes Einzelnen gekoppelt.

Aber ich hege die Hoffnung, dass das darin verborgene Kompliment im Kopf doch etwas anschaltet und Sex ist nunmal auch Kopfsache.

Ich denke, dass Sprache sehr wohl auch eine erotische Stimulanz ist. Es wird allerdings auf die jeweilige Person und ihre grundsätzlichen Fantasien, bzw. Wünsche ankommen. Mich würde jedenfalls ein verbales Brett-vor-den Kopf-knallen nicht zu Höhenflügen beflügeln, eher würde es mich zum Absturz bringen.

SPüntjxe


mir gefällt es. :)z

allerdings dein Einwand hier:

Häufig werden diese Spielarten mit Macht und Erniedrigung oder mit Pornografie in Verbindung gebracht.

du schränkst dann ein, dass es für dich zumindest nicht passt. Ich hab in anderen Fäden gelesen, dass es genau die gefühlte Erniedrigung ist, die Frau daran lustvoll findet.

So geht es mir nicht, deshalb find ich die Perlenkette schön

t!ong


Ich finde auch, das die Perlenkette ein heißes Zeichen inniger erotischer Zuneigung ist. Die kühlen glänzenden Perlen, die sich gut zwischen oder um etwas schlingen lassen, die den richtigen Punkt zum beben bringen können...... x:)

W=olfgxang


Also, ich muss sagen, bei mir ging der Trick ziemlich schief.

Ich sag zu meinem Schatzi: "Komm, ich schenke dir eine Perlenkette." , aber als ich ihr auf den Busen ge* * * * hab, und gesagt habe: "Da hast du deine Perlenkette!" , da hat sie mir sowas von eine geknallt. Ich seh' jetzt noch die Sternchen * * ***, und ausserdem brauche ich neue Zähne. Ne, ne, das nächste Mal muss ich mir etwas anderes einfallen lassen :-/

Sdün:tjxe


;-D

ich glaub dir kein Wort ;-)

tFonzg


%-| weia - blos wegen einer kleinen Sauerei auf den Äpfelchen eine geknallt :-/ ?! Ein bischen kanns doch schon schweinigelig zugehen - oder?!

M/ermnaidE K+aja


OT ;-D

ich auch nicht! Solltest vielleicht mal Deinen Wortschatz erweitern? Wenn Du 1x im Leben mit so einem romantischen Spruch aufwartest... Klar, dann ist was faul... 8-)

Gruß *:)

F]ran`ky auxs M


Unsere Sexualsprache ist doch immer von Euphemismen geprägt:

Ich schlafe mit meiner Frau - Lachhaft: Ich denke nicht, dass irgendwer während des Sex schläft zzz

Selbst ein Ausspruch wie lass uns kuscheln ist landläufig einfach nur die Aufforderung zu knallhartem Sex. Deshalb finde ich die Perlenkette eine echt nette Idee. Ich werde sie bei nächster Gelegenheit mit meiner Frau besprechen. (Die aber mein Sperma auf ihrer Brust gar nicht mag. Das weiß ich.)

W"olfvganxg


Sexualsprache ist doch immer von Euphemismen geprägt:

Ja, klar, eigentlich muss mann auch gar nix sagen. Alles überflüssiges Gerede! Ein paar Handbewegungen reichen doch!8-)

Btw: "stöpseln" ist aber doch keiner der Euphemismen, oder? Da weiss frau, worum es geht!

SzünDtje


stöpseln hat sowas von "plopp und zu" :-/

i&s frPöschlxe


*lesezeichen*

:)D

BUer>gwiesxe


Mermaid Kaja

Mich würde jedenfalls ein verbales Brett-vor-den Kopf-knallen nicht zu Höhenflügen beflügeln, eher würde es mich zum Absturz bringen.

Das ist gut ausgedrückt. Ich glaube, das ist oft das Problem. Ich neige nun nicht zu solch direkter Sprache. Aber mitunter kann man hier im Forum bei manchen "Blauen" eine Ausdrucksweise lesen, die nicht sehr Erfolg versprechend ist.

Meine Freundin und ich sind nicht mehr die jüngsten Semester, aber ich stelle bei ihr immer noch eine gewisse Verlegenheit fest, wenn es verbal wird. Das ist sicher auch der Erziehung geschuldet, die darauf abzielte, dass Mädchen vor allem anständig sind.

Andererseits mag ich selbst nicht unbedingt, wenn die sprachliche Atmosphäre einer Klowand in mein Schlafzimmer einzieht. Erotik ist doch oft eine Frage des Umwegs: man verhüllt sich, anstatt nackt zu sein. Ähnlich ist es wohl mit der Sprache: Anspielungen sind vielleicht spannender als direkte Ansagen.

Natürlich kann ich mir vorstellen, dass bestimmte Dinge auch direkt ausgesprochen werden, das ist sicher auch reizvoll. Aber das ist dann auch eine Frage der Stimmung.

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