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Ich (m, 24, pädophil) habe mir endlich Hilfe geholt

RXu/di8x4 hat die Diskussion gestartet


Hallo, Leute!

Am 2. Juni 2005 war ich an folgendem Punkt:

[[http://www.med1.de/Forum/Sexualitaet/156168/1845367/]]

Seitdem ist viel passiert.

Ich war damals drauf und dran, mich bei der Charité in Berlin zu melden, wie mir hier im Forum empfohlen wurde. Auch die Plakate und Werbespots ("Lieben Sie Kinder mehr, als Ihnen lieb ist?" - [[http://www.kein-taeter-werden.de]]) waren wie eine schreiende Anklage gegen mich. Doch ich brachte es nicht fertig, da anzurufen. Wie oft saß ich ein, zwei Stunden auf meinem Bett, hielt das Telefon in meiner Hand, starrte es an, versuchte, die Nummer zu wählen, und tat es dann doch nicht. Ich war zu feige, war wohl noch nicht bereit, mich einer Person außerhalb des Internets zu offenbaren und mich meinem Problem zu stellen.

Also guckte ich weiter meine Kindersendungen. Und weiterhin beobachtete ich stundenlang, hinter meiner Gardine verborgen, das hübsche Nachbarsmädchen, wenn sie im Garten spielte. Weiterhin sammelte ich im Internet Bilder mit nackten kleinen Mädchen und holte mir einen runter, wenn ich sie mir anschaute. .

Jeden Tag fühlte ich mich schlechter und hasste mich immer mehr für meine kranken Gefühle, Gedanken, Phantasien und Wünsche. Ich war sogar ein paar Mal kurz davor, mich meinem Psychologen, bei dem ich wegen Depressionen und Selbstmordgedanken war, anzuvertrauen, aber ich traute mich nicht, ihm zu sagen, dass ich auf kleine Mädchen stehe. Irgendwann brach ich die Therapie auch ab, weil der Kerl bei mir alle möglichen Krankheiten diagnostizierte und mir alle möglichen Medikamente verschreiben wollte. Ich arrangierte mich einfach mit meiner Krankheit und versuchte, so normal wie möglich zu leben, was mir auch immer besser gelang. Die Phantasien und mein Ausleben beim Onanieren akzeptierte ich einfach als lästigen Bestandteil meines Lebens.

Irgendwann (ich war 22) lernte ich dann eine Frau kennen, die nur ein Jahr jünger war als ich. Sie war sehr weiblich, etwas mollig. Sie war sehr lieb und intelligent, und wir schwebten in vielen Bereichen auf einer Wellenlänge. Wir waren beste Freunde und sprachen auch über sehr intime Dinge. Irgendwann verliebte ich mich in sie. Sie verliebte sich auch in mich, war zugleich aber auch in einen anderen Kerl verliebt, der ihre Gefühle ebenfalls erwidern konnte. Sie entschied sich zwar erst für mich, machte dann aber nach einem Tag wieder Schluss und entschied sich für den anderen. Doch mit mir verbrachte sie die meiste Zeit, ich war ihr am nächsten. Ich war verzweifelt, wollte nach Südafrika auswandern, um nicht mehr zu leiden und sie zu vergessen, doch sie klammerte mich an sich, weil sie auch nicht ohne mich leben konnte, aber eine Beziehung war trotzdem nicht möglich. In einer Nacht, in der ich sehr verzweifelt war und in der mir alles egal war, schüttete ich ihr mein Herz aus und erzählte alles, was mich belastete, auch die Sache mit meiner Pädophilie.

Trotzdem wandte sie sich nicht ab von mir, und trotzdem trennte sie sich nach ein paar Wochen von dem anderen Kerl, um sich endgültig für mich zu entscheiden. Ich war im Siebten Himmel, und wir führten eine glückliche Beziehung. Ich vernichtete sogar meine Kinderbildersammlung auf meinem PC für sie (dass ich noch ein Backup bei einem Freund deponiert hatte, wusste sie allerdings nicht). Ich schaute mir keine Bilder mehr an und las keine Geschichten mehr. Weil sie sehr darunter litt, dass ich mir Kindersendungen im Fernsehen anschaute, stellte ich auch das für sie ein. Ich konnte nach einiger Zeit auch wieder normal mit Kindern auf der Straße oder im selben Raum umgehen, ohne gleich sexuelle Gedanken zu bekommen. Der Sex mit meiner Freundin war sehr schön und befriedigend. Nach einiger Zeit zog ich zu ihr. Ich machte ihr auch einen Heiratsantrag, und wir verlobten uns.

Doch leider schlichen sich irgendwann wieder meine pädophilen Gedanken und Gefühle ein, besonders, wenn es Beziehungsstress oder Stress auf der Arbeit oder im Studium gab. Dann schaute ich mir doch wieder heimlich Kinderbilder im Internet oder in Unterwäschekatalogen an und las heimlich Inzest- und Kindesmissbrauchsgeschichten. Das war für mich wie Stressabbau, wie ein Ventil. Wenn ich Sex mit meiner Freundin hatte und merkte, dass ich, obwohl wir schon seit zwei Stunden miteinander schliefen, keinen Höhepunkt kriegen konnte oder mein Penis schlaff zu werden drohte, stellte ich mir vor, unter mir läge ein Teeniemädchen. Dann kam ich binnen weniger Sekunden zum Orgasmus. So wurden meine Kopfbilder meine Orgasmus-Garantie, und ich betrog meine Freundin mit kleinen Mädchen in meinem Kopf, während ich mit ihr schlief. Und wenn ich, während es mir kam, "Ich liebe Dich" sagte, dachte ich dabei an das kleine Mädchen aus meiner Phantasie und nicht an meine Freundin.

Sie merkte aber, dass etwas nicht stimmte, denn ich war anders, wenn ich Bilder von kleinen Mädchen im Kopf hatte, als wenn ich keine Bilder hatte und ganz bei ihr war. Deshalb wollte sie auch, dass ich meine Augen nicht zumachte, während ich mit ihr schlief, sondern dass ich ihr dabei in die Augen sah. Außerdem sagte ich öfter komische Sachen, während ich mit ihr schlief. Da sie ja von meinem Problem wusste, musste sie nur eins und eins zusammenzählen, um zu wissen, dass ich an kleine Mädchen dachte, während ich mir ihr schlief. Doch sie akzeptierte es, fragte mich aber jedes Mal nach dem Sex: "Und hattest du diesmal auch wieder Bilder?" Anfangs antwortete ich noch wahrheitsgemäß mit ja oder nein, je nachdem ob ich Bilder hatte oder nicht, doch irgendwann sagte ich einfach nur noch nein, auch wenn ich Bilder gehabt hatte, und irgendwann fragte sie gar nicht mehr nach. Sie wusste ja eh, wann ich Bilder sah und wann nicht.

Als sie mich beim Lesen von Geschichten erwischte, wurde es sehr heikel für mich. Trotzdem war sie sehr nachsichtig, wollte Verständnis für mich haben, um mich nicht unter Druck zu setzen. Sie erklärte sich sogar dazu bereit, Rollenspiele mit mir zu spielen, in denen sie ein kleines Mädchen und ich ihren Vater spielen sollte. Sie meinte, das würde mir helfen, Druck abzubauen. Und da sie ja mitspielte, würde ich sie dabei nicht betrügen. Doch das machte mich nur noch fertiger. Ich litt dabei und fühlte mich schuldig und elend. Irgendwann stellten wir diese Rollenspiele wieder ein, aber meine Kopfbilder kamen wieder. Und auf der Straße, im Bus und in der Bahn schaute ich auch wieder den kleinen Mädchen hinterher, sogar wenn meine Freundin dabei war. Ganz schlimm war es aber, als wir einmal im Bett lagen und miteinander kuschelten. Ich hörte draußen kleine Mädchen spielen, also stand ich auf, ging ans Fenster und schaute den kleinen Mädchen beim Spielen zu. Erst als meine Freundin weinte und schrie und mir einen Schuh an den Kopf warf, konnte ich mich wieder vom Fenster abwenden.

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Antworten
RLudix84


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Als mich meine Freundin dabei erwischte, wie ich TV-Mitschnitte von Kindersendungen aus dem Internet herunterlud, war sie so fertig, dass sie nicht mehr mit mir schlafen konnte und mir ein Ultimatum stellte: Ich müsste mir sofort eine eigene Wohnung suchen und ausziehen. Sie glaubte jedoch noch, mich zu lieben. Sie wollte die Beziehung retten, aber sie brauchte dafür erst einmal Abstand, und ich sollte in Therapie gehen, um mein Problem professionell behandeln zu lassen. Einen Monat lang versuchte ich es wieder gut zu machen, doch der Schmerz und die Enttäuschung saßen bei ihr zu tief. Sie ließ mich nicht mehr ran. Nur ab und zu holte sie mir noch einen runter und ließ sich von mir fingern, wahrscheinlich weil sie Angst hatte, ich würde sonst ein kleines Mädchen vergewaltigen, wenn ich zu viel Druck hätte.

Doch dann, einen Tag vor meinem Umzug in meine eigene Wohnung, die ich mittlerweile gefunden hatte, passierte auch schon der nächste Schlag: Als der Vater meines Freundes, bei dem ich die Backups meiner Kinderpornosammlung deponiert hatte, diese Sammlung fand und ihn anzeigen wollte, schlug mein Freund seinen Vater nieder, packte die CD-ROMs zusammen und brachte sie mir. In dem Moment kam meine Freundin rein und sah die CD-ROMs. Sie fragte, was das sei, glaubte meinen Ausreden aber nicht mehr. Schließlich gab ich zu, dass das die Backups der Bilder waren, die ich vernichtet hatte. Ich vernichtete alle CDs mit Kinder- und Teeniebildern und sogar die mit legalen Erwachsenenpornos. Doch es war zu spät: Sie gab mir den Verlobungsring zurück und trennte sich von mir. Sie sagte, dass sie auch irgendwann später nie wieder mit mir zusammenkommen könnte. Sie behauptete, der Grund für die Trennung sei der, dass sie mich nie richtig geliebt hätte und eher Mitleid und Muttergefühle ihr Antrieb gewesen wären, und die Beziehung auch dann irgendwann gescheitert wäre, wenn ich sie nicht mehr belogen hätte, ja selbst dann, wenn ich nicht pädophil wäre. Sie wäre wahrscheinlich gar nicht erst mit mir zusammengekommen, wenn ich gesund gewesen wäre und keinerlei Probleme gehabt hätte.

In der Folge war ich total verzweifelt und entwurzelt und machte mir immer mehr Selbstvorwürfe. Auch um meinen Freund, von dem ich seit diesem Tag nie wieder etwas gehört oder gesehen habe, mache ich mir große Sorgen. Ich bin jetzt wahrscheinlich Schuld, dass sein Vater ihn in den Knast gebracht hat oder er ein Leben auf der Flucht verbringen muss, während ich nur meine Freundin verloren habe.

Seit ich keine Freundin mehr hatte, hatte ich niemanden mehr, der mich sexuell im Bett fordern und auf der Straße kontrollieren konnte. Deswegen wurde auch meine Pädophilie wieder schlimmer. Ich schaute wieder den Mädchen auf der Straße hinterher oder gaffte sie in der Bahn an, dass es schon sehr auffällig war. Ich las wieder die ekligen Geschichten und schrieb wieder selbst welche. Ich schaute wieder exzessiv Filme und Serien, in denen kleine Mädchen mitspielen. Ich litt sehr unter Liebeskummer und unter meiner schlimmer werdenden Pädophilie. Ich wollte Selbstmord begehen, konnte es aber nicht.

Da fiel mir wieder die Charité in Berlin an. Ich brauchte ein paar Tage, bis ich mir endlich einen Ruck gab, ich rief an, hinterließ meine Telefonnummer auf dem Band und wurde nach ein paar Tagen zurückgerufen. Ich machte einen Termin aus, der etwa zwei Monate nach dem Telefonat lag, und fuhr hin. Gestern bin ich aus Berlin zurückgekommen.

Ich habe über zwei Stunden mit einem Sexualmediziner über mein Leben, meine Probleme und meine sexuellen Vorlieben gesprochen. Danach musste ich noch drei Stunden lang Fragebögen zu meiner Pädophilie ausfüllen. In 4 bis 8 Wochen melden die sich wieder bei mir, um mir mitzuteilen, ob und wie sie mir helfen können. Wenn alles gut geht, komme ich in das Programm und nehme wöchentlich an Gruppen- und/oder Einzeltherapiesitzungen teil. Da ich in Frankfurt am Main wohne, werde ich nach Berlin umziehen, damit ich regelmäßig an der Therapie teilnehmen kann. Ich bin seit einem Monat auf Arbeits- und Wohnungssuche und bin nach der Charité noch zu ein paar Wohnungsbesichtigungen und Vorstellungsgesprächen gegangen. Ich habe mich auch schon an den Berliner Unis beworben, damit ich mein Studium dort fortsetzen kann.

Endlich bin ich wirklich dazu bereit, an meinem Problem zu arbeiten. Ich würde sogar Medikamente nehmen oder mich kastrieren lassen, wenn alles andere nicht mehr hilft. Schade, dass ich erst die Seele meiner Freundin und das Leben meines besten Freundes zerstören musste, um an diesen Punkt zu gelangen.

MfG, Rudi

Azbsolu&t-untaugxlich


ich hab den gesamten Text gelesen und möcht dir mal meinen Respekt ausdrücken, dass du dich bisher unter Kontrolle gehalten hast und dass du dich zu dazu entschieden hast, professionelle Hilfe zu suchen.

Man liest sehr deutlich heraus, dass du wirklich unter den Phantasien leidest.

In der Regel geht man bei Pädophilen ja von kranken Menschen aus die jegliche Moral hinter sich lassen, doch bei dir ist das zum Glück nicht der Fall.

Zu deiner damaligen Freundin.

Dass sie nur aus Mitleid mit dir zusammen war glaub ich kaum.

Ich denke eher dass sie es dann doch nicht ertragen konnte, dass du auf mehr nach kleinen Mädchen schaust, als nach ihr.

j'osi9e7x7


möcht dir mal meinen Respekt ausdrücken, dass du dich bisher unter Kontrolle gehalten hast und dass du dich zu dazu entschieden hast, professionelle Hilfe zu suchen.

Man liest sehr deutlich heraus, dass du wirklich unter den Phantasien leidest.

In der Regel geht man bei Pädophilen ja von kranken Menschen aus die jegliche Moral hinter sich lassen, doch bei dir ist das zum Glück nicht der Fall.

möchte mich diesen zeilen wort für wort anschließen. respekt.

ich wünsch dir viel erfolg!!!!

6-8 wochen wartezeit is natürlich ne lange zeit, aber du hast nun ein greifbares ziel, das hilft dir sicher!

:)*

T0hun?der2x86


wow

ich hab jetz auch alles gelesen und ich muss erstmal sagen

respekt, das du dich traust das im inet zu veröffentlichen

ich finde es auch sehr gut, das du dir jetzt hilfe holst, bevor es zu spät ist :)^

mqxxm


Heftiger Text !! Wow !! ich finde Dich sehr mutig hier so offen zu schreiben !! Ich wünsche Dir, dass Du in das Programm aufgenommen wirst und Hilfe bekommst !!

aYbbyxfreak


Meine Güte:

Erstmal ganz großen respekt!!! ich finde es toll das du es geschafft hast an dich deinem Problem zu stellen und ernsthaft versuchst es in den Griff zu bekommen.

Das schaffen leider viel zu wenige.

E2u]ler


Du bist mein Held.

C[almxar


Nur mal so aus reiner Neugier... steht dein Kumpel denn auch auf diesen Scheiß, oder wurde er nur von seiner Familie verstoßen und zur Zielscheibe der Aggressionen von verurteilten Dieben und Schlägern, weil er einem Freund einen Gefallen getan hat? :-|

Raudix84


Also, erst einmal vielen Dank für die lieben Worte.

@ Admins:

Ich sehe, ihr habt meinen Text an einigen Stellen etwas gekürzt. Bin ich da zu sehr ins Detail gegangen? Ich wollte nur Beispiele bringen, um das Ausmaß und die Bandbreite zu verdeutlichen. Bei den Kürzungen ist nun auch verloren gegangen, dass ich lange Zeit selber Geschichten geschrieben habe, in denen es um Sex mit Kindern ging. Und dass ich mich mal in eine Kinderschauspielerin verliebt habe, deren Filme und Serien ich regelrecht verschlungen habe, steht nun auch nicht mehr da.

@ Calmar:

Ich habe lange Zeit mit ihm zusammen von kleinen Mädchen geschwärmt. Anfangs nur so ganz unverfänglich, z.B.: "Die ist aber süß, die Kleine." oder: "Niedlich, nicht wahr?"

Irgendwann haben wir dann aber auch sexuelle Fantasien ausgetauscht und zusammen heimlich kleine Mädchen in der Fußgängerzone und auf Spielplätzen fotografiert. Wir haben auch jeder für sich Bilder im Internet gesammelt und ausgetauscht. Als ich dann mit meiner Freundin zusammenzog, gab ich ihm alle meine Backups, um für meine Freundin scheinbar alle meine Bilder zu vernichten.

Auch während ich mit meiner Freundin zusammen war, redeten mein Freund und ich, wenn wir uns trafen, über unsere Fantasien und lasen auch gelegentlich perverse Geschichten, in denen es um Sex mit Kindern ging. Mein Freund meinte auch einmal: "Eigentlich betrügst du ja deine Freundin mit mir, wenn wir so was machen."

Mittlerweile weiß ich, dass mein Freund als kleiner Junge jahrelang misshandelt, sexuell missbraucht und vergewaltigt worden ist - und zwar von seiner eigenen Mutter und von seinem Stiefvater. Das Martyrium endete erst, als sein leiblicher Vater endlich das Sorgerecht erkämpft und ihn zu sich geholt hatte. Was seinem Jungen angetan worden ist, wusste er zu diesem Zeitpunkt aber noch gar nicht. Die kleine Schwetser meines besten Freundes musste aber weiterhin bei ihrer Mutter und ihrem Stiefvater bleiben. Jetzt, da mein Freund weg war, vergingen sich ihr Stiefvater und ihre Mutter eben an ihr, bis sie sich im Alter von 14 Jahren das Leben nahm, was mein Freund aber auch erst vier Jahre später erfuhr, da er keinen Kontakt mehr zu seiner Mutter und seiner Schwester hatte.

Bei meinem Freund entstanden die pädophilen Gedanken also aus einem ganz anderen Grund als bei mir. Er (der sich oft selbst verletzte, verdorbene Lebensmittel aß und flaschenweise Whisky trank) sagte mir und meiner Freundin, nachdem wir aufgefolgen waren, er schaute sich die Bilder an und las die Geschichten nur, um sich selbst wehzutun. Ich hingegen geilte mich daran auf - auch wenn mich die Schuldgefühle immer mehr auffraßen und das Leiden die Lust immer mehr überwog.

Ich bin schuld, dass das alles passiert ist. Ich war mir ja immer dessen bewusst, was ich da tat, habe viel reflektiert und habe trotzdem immer wieder dem Drang nachgegeben. Einem Kind physisch nahekommen wollte ich aber nie, auch wenn Wunsch und Verlangen manchmal da waren und auch recht stark waren. Ich sagte mir: Das kann ich dem armen Kind nicht antun. Ich wusste, was das anrichtet, und konnte mich nicht rausreden von wegen sie wollte es ja auch oder ich wäre doch ganz zärtlich. Ich sagte mir: an dem Tag, an dem ich ernsthaft vorhabe, so etwas Widerliches zu tun, bringe ich mich lieber um, bevor es zu spät ist.

Ich bin jetzt jedenfalls froh, dass ich endlich das getan habe, was ich schon 2005 hätte tun sollen. Denn Bilder, Geschichten und Fantasien als Ventil zu bezeichnen, ist Quatsch. Dadurch verstärkt man das Problem nur. Es wird immer größer, man will immer mehr, und irgendwann hat man sich womöglich doch nicht mehr unter Kontrolle. Ich habe mich ja schon gar nicht mehr getraut, in den Park oder ins Schwimmbad zu gehen, weil da überall Kinder sind.

Ich muss jetzt einen Weg finden, mit meiner Krankheit umzugehen, damit ich Kinder irgendwann einfach wieder nur als Kinder sehen kann, und meine Sexualität ganz auf erwachsene Frauen zu richten, was ja in der Beziehung mit meiner Freundin am Anfang ganz gut gelang, bis ich durch Stress und Versagensangst wieder Kinderbilder brauchte, um einen hochzubekommen und zum Orgasmus zu kommen.

MfG, Rudi

Rrudix84


Ach ja, was jetzt wirklich mit meinem besten Freund passiert ist, weiß ich nicht. Wie gesagt, ich habe seit diesem schicksalshaften Tag keinen Kontakt mehr mit ihm. Er wohnt nicht mehr da, wo er vorher immer gewohnt hat, sein Vater ist auch nicht mehr auffindbar, mein Freund antwortet nicht mehr auf meine E-Mails und SMS.

Im schlimmsten Fall hat sein Vater ernst gemacht und ihn angezeigt. Dann ist er jetzt entweder im Knast oder auf der Flucht. Da sein Vater aber, obwohl er sehr streng ist, seinen Sohn auch sehr liebhat und ja um seine schreckliche Kindheit weiß, wird die Drohung mit der Anzeige wohl nur den Zweck gehabt haben, ihm den Ernst der Lage klarzumachen. Ich hoffe für ihn, dass er auch irgendwo Therapie macht (wahrscheinlich ist er dann irgendwo stationär untergebracht), um seine Kindheit aufzuarbeiten und den zweifelhaften Umgang damit, zu dem er wahrscheinlich nur durch mich gekommen ist, abzulegen.

MfG, Rudi

EurdbXeerlximo


Hallo,

Ich finde deine Geschichte zunächst sehr erschreckend und es widert mich auch an, wenn ich ehrlich bin.

Ich kann mir einfach nicht vorstellen wie solche Gedanken und Perversionen zu stande kommen, ohne dass man zum Beispiel wie dein Freund in der Jugend oder Kindheit so etwas erlebt hat.

Ich finde es ganz toll, dass du dagegen etwas unternehmen willst und jetzt gegen die Gedanken mit professioneller Hilfe ankämpfen willst.

Ich hoffe, dass es dir gelingt und du ein "normales" Leben führen kannst.

Sei mir nicht böse für meinen ersten Satz, aber ich stelle mir vor wie es wäre, wenn ich schon ein Kind hätte und dies dann Ziel deiner Begierde wäre...

Wünsche dir alles gute und ganz viel kraft das zu überwinden!

kJatzeJimbxett


Hey,

ich hab jetzt doch länger gezögert, ob es gut ist, wenn ich dir antworte. Für duch und für mich. Aber die Anonymität des Internets machts doch möglich.

Weisst du, ich war eines dieser kleinen Mädchen.....gegen Geld haben Männer ihre Phantasien an mir ausgelebt.

Im vergleich zu den Mißbrauchsfällen, die innerhalb der Familie, durch nahe Verwandte, Lehrer oder Freunde und Bekannte der Familie passieren, ist Mißbraucherzahl von wildfremden Männern [vom bösen, schwarzen Mann auf der Strasse] eher gering. Meistens spielt ein absurdes Verhältnis zu Macht und Gewalt eine größere Rolle als Pädophilie.

Auch bei mir war der Ausgangspnkt ein guter Freund der Familie und sein Machtbedürfnis.

Aber jede verhinderte Tat ist eine Wohltat!!!!!!

Zu deiner Krankheit an sich bin ich die Falsche, um etwas zu sagen.

Aber Therapieerfahrung habe ich mittlerweile genug.

Daher wünsche ich dir, die Kraft und Geduld dran zu bleiben, es wird schwer werden, es wird Rückschläge und tiefe Löcher geben, wahrscheinlich wirst du noch mehr Seiten an dir und deinem Leben kennen lernen, die dir gar nicht gefallen. Aber das alles lohnt sich für den Heilungsprozess und dem Weg zu einem freieren Leben.

Es ekelt mich, wenn ich weiß, dass Sex und Kinder auf diese weise in Verbindung gebracht werden.

Aber trotzdem, oder gerade deswegen, hoffe ich inständig, dass du ganz viel Erfol in Berlin haben wirst! Beruflich, im Studium, mit der Therapie sowieso und auch sonst!

LG

eine verunsicherte katze

Eeulenr


Achja, und vergiss bitte nicht, danach ein Buch zu schreiben, um das Thema sowohl "Normalen" nahe zu bringen, wie auch Gleichgesinnten zu helfen ;-)

ReuSdi8x4


@ Erdbeerlimo:

Ich bin dir nicht böse dafür, dass es erschreckend für dich ist und dich anwidert.

Ich selbst ekele mich ja auch vor mir und hasse mich für meine Gedanken, Gefühle und Handlungen. Ich beschimpfe mich manchmal selbst auf übelste Weise. - Gegen das, was ich da so zu mir selbst sage, sind die Anti-Pädo-Hasstiraden und Folter-, Verstümmelungs- und Lynchjustizaufrufe, die man hier so im Forum liest, bevor sie von den Administratoren gelöscht werden, geradezu nett.

Wie man so werden kann, ohne selbst missbraucht worden zu sein, habe ich mich auch ganz oft gefragt. Aber wahrscheinlich habe ich einfach zu früh zu viel ausprobiert (siehe mein Posting vom 2. Juni 2005). Und als ich dann später Probleme hatte, bei gleichaltrigen Mädchen (weil sie mir intellektuell zu kindisch und ich ihnen zu streberhaft waren) oder bei älteren Mädchen (denen ich natürlich viel zu jung und unreif war) zu landen, besann ich mich wieder auf die Altersgruppe, mit der ich ja schon in Kindergarten und in der Grundschule Erfahrungen gesammelt hatte. Problematisch wurde es, als ich immer älter wurde, mein Interesse aber bei den Kindern und den jungen Teenies hängen blieb und sich meine Beschäftigung mit ihnen immer mehr steigerte und dann sogar Gewaltfantasien dazukamen. Doch selbst als es immer belastender für mich wurde und das Problem immer augenfälliger wurde, fand ich nie wirklich die Kraft, mal ernsthaft dagegen anzugehen. Ich gab mich immer wieder dem Verlangen hin. Wenigstens habe ich nie wieder ein Kind angefasst, seit ich selber kein Kind mehr war. Das ist vielleicht das einzige, was man mir noch zugute halten kann, wobei ich wahrscheinlich auch einfach nur Glück gehabt habe...

Oh, Mann! Wenn meine Mutter wüsste, warum ich jetzt wirklich nach Berlin umziehe... Sie glaubt, ich gehe weg, weil ich mit mehr Abstand zu Frankfurt besser über meine Ex-Freundin hinweg komme und weil ich dort mehr Berufs- und Studienmöglichkeiten habe. Aber tief in ihrem Herzen weiß sie's bestimmt schon. Die Frau ist ja so sensibel und hat mich als Kind schon immer durchschaut. Keine Lüge blieb ihr verborgen. Und ihr muss ja auch aufgefallen sein, dass ich von erwachsenen Frauen, und wenn sie noch so sexy aussehen, kaum Notiz nehme, kleinen Mädchen aber immer ganz lange und verträumt hinterherschaue.

Und hoffentlich habe ich meinem kleinen Bruder nicht geschadet, als ich in unserer Kindheit Doktor- und Sexspielchen mit ihm gespielt habe. Die nicht ganz eindeutigen Bemerkungen, die er fallen ließ, als wir unsere Tante in München besuchten und dort zusammen in ihrem Wohnzimmer übernachteten, kann man als Aufforderung, unsere Kindheitserfahrungen mal wieder aufzufrischen, oder als vorwurfsvolle, bittere Anklage interpretieren.

MfG, Rudi

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