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Ich (m, 24, pädophil) habe mir endlich Hilfe geholt

E,rdbe$erlivmo


@ Rudi84

ICh weiß nicht ob diese frage jetzt ok für dich ist, aber mich würde es sehr interessieren wie du zu Kinderschändern stehst, denen die ihre fantasien, die du hast, auch ausgelebt haben?

Verurteilst du sie? Verstehst du sie? Wie findest du sollten diese bestraft werden? Distanzierst du dich von ihnen?

Du musst diese fragen natürlich nicht beantworten, da du aber so offen bist, würde ich mich freuen!

R`udi8x4


@ katzeimbett:

Es tut mir so leid, dass dir das widerfahren ist. Genau weil es Menschen wie dich gibt, habe ich mich immer so gehasst, denn ich wusste, dass mich die Gedanken und Darstellungen von Handlungen und Taten erregen, die die Seelen von Kindern zerstören, die dann ein Leben lang damit zu kämpfen haben. Ich habe mich hinterher immer schuldig gefühlt, so als ob ich's auch in echt getan hätte.

Das war alles nicht vereinbar mit meinen Moral- und Gerechtigkeitsvorstellungen. Und ich fand es erschreckend, dass, wenn ich im Fernsehen oder in der Zeitung von Missbrauchs- oder Vergewaltigungsfällen erfuhr, neben dem Horror über die Tat, dem Mitleid für das Opfer und dem Hass auf den Täter auch immer ein gewisses Kribbeln im Bauch und eine sexuelle Erregung mitschwingten. Wie können solche Gefühle gleichzeitig nebeneinander existieren? Ich fühlte mich so schlecht und ekelte mich so vor mir.

Ich danke die für deine lieben Wünsche und wünsche auch dir alles Liebe und Gute in deinem Leben.

MfG, Rudi

k0atzei>mbet6t


Nun, dass völlig absurde und konträre Gefühle und Gedanken nebeneinander existieren können und exessive Schuldgefühle auslösen können, kann ich wiederum verstehen.

Wenn du magst, siehe [[http://www.med1.de/Forum/Sexualitaet/408000/]]

Wenn der Thread irgendeine noch so geringe Erregung in dir auslöst, sags bitte, bitte jemandem anderem, nur nicht mir? Wär sehr lieb, ja?!

Aber ich will dir deine Gefühle nicht verbieten. Ganz grundsätzlich sind Gefühle einach nur Gefühle, unabhängig von Moral, Ethik und Wertvorstellungen. Gefühle sollten einfach erst mal nur existieren dürfen. dann kann man sie untersuchen, analysieren, reflektieren, akzeptieren und mit der Zeit und Seelenarbeit verändern sie sich auch.

Nur als Beispiel: Nachdem ich meine Angst untersucht, verstanden und akzeptiert habe, habe ich heute viel weniger und seltener Angst. Hat natürlich etwas länger gedauert und viele Stunden auf der schwarzen Couch benötigt. Aber es lebt sich definitiv besser mit weniger Angst.

Abgesehen davon finde ich deinen Schreibstil wirklich gut und daher die Idee vom Buch gar nicht abwegig. An so ein heißes Thema traut sich vielleicht nicht jeder Verlag ran, aber ein Versuch wärs doch wert, oder?

Auch dir Danke für die lieben, guten Wünsche!

R3uedi8x4


@ Erdbeerlimo:

Ich hasse solche Menschen, die sich an kleinen Kindern vergehen.

Ich hasse niemanden, wenn er auf Kinder steht. Das sucht man sich ja nicht bewusst aus. Bei den einen ist es wohl Veranlagung, bei den anderen Prägung, aber niemand entscheidet sich bewusst dafür, so wie man sich ja auch nicht aussuchen kann, ob man hetero, schwul oder bi wird.

Aber wenn man diese Neigung hat, dann kann man nicht einfach hergehen und sie ausleben, wie man gerade Lust hat. Kleptomanen machen sich strafbar, wenn sie klauen, denn sie schaden anderen Menschen. Jemand, der es liebt Tiere oder gar Menschen zu quälen oder zu töten, ist auch ein Verbrecher. Wenn man durch Befriedigung seiner Wünsche anderen Lebewesen Schaden zufügt, endet die Freiheit.

Das ist den meisten Pädophilen aber auch bewusst. Die zäumen das Pferd dann von hinten auf: Dem Kind hat das nicht geschadet. Es war doch schön für sie. Sie wollte es auch. Ich habe ihr nur geholfen, ihr Recht (sic!) auf Sexualität auszuüben... etc.

Oder sie reden sich damit raus, dass sie ja gar nichts dafür konnten. Entweder war's der Alkohol, die schwere Kindheit oder sonst was, aber sie können ja nichts dafür. Dann kommen sie halt für zwei, drei Jahre in den Knast, kriegen 'ne Auflage, Therapie zu machen, sind aber schnell wieder auf freiem Fuß. Und dann geht's weiter, nur diesmal sind sie vorsichtiger, damit sie nicht wieder gleich erwischt werden. Viele fangen jetzt auch damit an, ihre Opfer hinterher umzubringen, damit sie nicht mehr verraten werden können, und Kondome zu benutzen, damit man sie nicht durch einen DNA-Test überführen kann.

Ich denke, wer einmal die Grenze überschritten hat, ist dauerhaft eine Gefahr und gehört für immer weggeschlossen. Auch wenn nicht jeder rückfällig wird, eine Garantie wird es nicht geben. Und wenn Freiheit, dann nur, wenn sie unter dauerhafter Beobachtung stehen, elektronische Fußfessel, jeden Tag auf der Polizeiwache vorstellig werden, zwei-, dreimal die Woche Therapie und triebdämpfende Medikamente, bzw. bei eigener Einwilligung Sterilisation oder Kastration. Zurzeit geht man noch zu lasch mit solchen Bestien um.

Andererseits macht es die Gesellschaft Pädophilen, die selber merken, dass ihre Neigung nicht in Ordnung ist, sehr schwer, sich zu offenbaren und Hilfe zu suchen. Die meisten Menschen setzen Männer, die einfach nur auf kleine Mädchen stehen, schon mit Serienvergewaltigern und Mördern gleich und fordern nur stereotyp "Schwanz ab!" oder "Aufhängen!". Kaum ein Psychologe fühlt sich dieser Problematik gewachsen. Man findet einfach keinen. Selbst die bei der Charité in Berlin können dir keine Liste von Psychologen geben, an die du dich wenden könntest. Die einzige Anlaufstelle, die es in Deutschland gibt, ist die Charité in Berlin. Wenn ich nicht so unabhängig wäre und vor allen Dingen mir diesen Ruck gegeben hätte, wäre es mir nicht möglich gewesen, mal so eben nach Berlin zu reisen und jetzt auch dauerhaft rüberzuziehen.

Selbst wenn ich mich schon 2005 an die Charité gewandt hätte, wie hätte ich dorthin kommen sollen? Ich war doch schon wegen Depressionen in therapeutischer Behandlung und hatte keinerlei Einkommen. Hätte ich sagen sollen: "Mama, gib mir mal 200 €! Ich muss nach Berlin zum Pädophilentherapeuten. Ich steh' nämlich auf kleine Mädchen." In dem Alter, in dem das Problem anfängt und in dem man anfangen sollte, etwas zu tun, ist man doch noch total unselbstständig, und dann soll man einen gleich in mehrfacher Hinsicht so großen Schritt tun?

Eigentlich sollte es in jeder größeren Stadt eine Anlaufstelle für Pädophile geben, so wie es ja auch relativ viele Beratungsstellen für ungewollt Schwangere, für Aidskranke, für Homosexuelle und für Gewalt- und Missbrauchsopfer gibt (obwohl es auch für diese Gruppen, insbesondere für die letztgenannte, viel mehr Angebote geben müsste). Viel wichtiger als Strafverfolgung (die aber trotzdem auch sehr wichtig ist) ist die Prävention. Jeder Pädophile, der in Behandlung ist, ist ein potenzieller Kindervergewaltiger weniger.

MfG, Rudi

E5rd[beerlZimo


Ich finde du hast eine gesunde einstellung zu dem ganzen und denke, dass du bestimmt eine chance hast, eine chance die gedanken loszuwerden, ich hoffe es auf jeden fall für dich. Wegen dem Psychologen find ich es nur sehr komisch, dass man da keinen findet. Gibt ja auch viele die in Gefängnissen arbeiten usw auch mit Vergewaltigern... Ich weiß jetzt auch nicht wie genau man an diese bestimmten psychologen rankommt. aber es muss sie doch geben?!

Ich finde allerdings auch, dass es dafür mehr anlaufstätten in allen großen städten geben müsste. Doch ist die Zahl Pädophiler doch auch viel kleiner als der homosexuellen etc?

die Zahl kann man nur wahrscheinlich auch schlecht schätzen, da die meisten das niemals öffentlich machen werden!

Reudix84


Hallo, Leute!

Ich wollte mich mal wieder melden und schreiben, wie der Stand der Dinge ist.

Kurzum: Mir geht's miserabel. Weil ich noch immer keine Rückmeldung von der Charité bekommen habe, habe ich da vor ein paar Tagen noch mal angerufen und nachgefragt, wann ich denn endlich erfahre, ob ich ins Programm aufgenommen werde oder nicht. Da musste ich hören, dass die noch nicht einmal über meinen Fall beraten haben. Aber in etwa einem halben Jahr würde die Entscheidung fallen, und dann würden die sich bei mir melden.

Na, toll! Von wegen 4 bis 8 Wochen! 9 Monate sind's, und davon habe ich erst 3 Monate abgesessen! Dabei muss jetzt irgendwas getan werden, sonst passiert noch was Schlimmes. Jetzt, da ich meine Verlobte und meinen besten Freund verloren habe, ich in Berlin, weit weg von meinen Freunden und meiner Familie, wohne und ich viel für meinen Lebensunterhalt arbeiten und viel fürs Studium lernen muss, fühle ich mich einsam und ausgelaugt. Deswegen habe ich kaum noch Kraft, mich zu kontrollieren. Ständig kommen die schlimmen Fantasien. Dadurch kann ich mich aber kaum noch auf mein Studium konzentrieren.

Noch habe ich mich im Griff. Deswegen bin ich auch nicht beim Sankt-Martins-Umzug, an dem ich gerne teilgenommen hätte, mitgelaufen. Aber ich kann nicht mehr garantieren, wie lange das noch gut geht.

Leider schaue ich wieder vermehrt Kindersendungen, habe sogar komplette Serien im Internet runtergeladen oder DVDs mit Kinderfilmen gekauft. Und nach Kindermodelbildern und sogar Kinderpornobildern habe ich auch wieder im Internet gesucht. Ich fühle mich so schäbig und stelle mir immer wieder vor, wie meine Mutter, mein Vater, mein Bruder oder meine Oma reagieren würden, wenn sie erfahren würden, dass ich pädophil bin.

Ich bin eine tickende Zeitbombe, und das Beste für alle wäre, wenn ich mich einfach vor den nächsten Zug werfen würde. Ich starte jetzt noch ein letztes Mal den Versuch, irgendeinen Psychologen zu finden, der sich meiner annehmen will. Berlin ist doch so groß, da wird sich doch wohl irgendwo irgendeiner finden lassen, der mich nicht gleich wieder wegschickt, weil er "für sowas nicht zuständig" ist. Aber wenn die Suche nach einem niedergelassenen Psyhologen genauso erfolglos verläuft wie in Frankfurt am Main (in der Zeit zwischen meinem ersten Anruf bei der Charité und meinem Entschluss, nach Berlin umzuziehen) und auch die Charité nichts für mich tun will, bringe ich mich wirklich um. Wenn das der einzige Weg ist, zu verhindern, dass ich einem Kind Schaden zufüge, dann muss ich diesen Schritt gehen.

AwleOxandnriuxs


Hallo Rudi84,

wenn du Interesse an einem Austausch mit anderen Betroffenen hast, möchte ich dir die Seite [[www.paedophilie.info]] empfehlen. Inzwischen gibt es dort neben einem Forum auch einen ausführlichen Informationsteil zu Therapieangeboten und Adressen von Beratungsstellen.

Gruss

Alexandrius

R#udiu84


Danke, Alexandrinus.

Hab mich jetzt mal auf der Seite angemeldet und lese mich da mal ein.

Gruß.

Rudi.

RcagIazWzinxo


:)D

a saxst


Deine Geschichte ist echt krass und ich finde es erschreckend wie wenig Hilfe es für Menschen mit deinen Neigungen gibt... Ich wünsche dir viel Kraft dass dir nichts pasiert. Am besten machst du den Leuten in der Charite klar, wie dringend dein Fall ist. Du kannst ja einfach deinen letzten Eintrag hier als mail schicken, da sollte jeder verstehen wie es um dich steht. Ich wünsche dir viel Glück für die Zukunft.

MFG

kYatsIurxo


@ rudi

wenn ich deine gedanken und wünsche lese und gleichzeitig an meine kinder denke, dann kommt mir eigentlich nur ein gedanke und der ist kastration deiner seits!

AFlex*anZdriuxs


@ katsuro

Hier ist jemand der selber eingesehen hat, dass er ein massives Problem hat und händeringend nach Hilfe sucht damit es zu keinem Übergriff kommt Und was passiert? Hilfsangebote gibt es nicht, mit seinen Problemen wird er alleine gelassen, genauso wie zig andere Pädophile, die in einer ähnlichen Situation sind. In kaum etwas ist sich die Gesellschaft so einig, wie in der Verurteilung von Sexualstraftaten an Kindern. Statt aber Menschen die befürchten einen Übergriff zu begehen zu helfen, und damit effektiv etwas gegen den sexuellen Missbrauch von Kindern zu unternehmen, wird diesen nur Hass und Verachtung entgegengebracht. Wirklich die idealen Vorraussetzungen um noch mehr Pädophile davon zu überzeugen sich Hilfe zu suchen >:( Wer so reagiert wie du, dem geht es nicht um den Schutz von Kindern, sondern nur um die Pflege von Feindbildern.

Sorry, ich begreife es einfach nicht. Wie kann es sein, dass es Pädophile gibt, die Hilfe suchen, für die aber keine Hilfsangebote existieren? Das Projekt an der Charite ist das einzige seiner Art und in den letzten Jahren gab es über 700 Bewerber, einem Grossteil konnte aus Kapazitätsgründen kein Therapieplatz angeboten werden. Ambulante Psychologen, die Pädophile behandeln, gibt es praktisch gar nicht. Einer der Gründe hierfür: Therapien für Pädophile zählen nicht zum Leistungskatalog der Krankenkassen und werden nicht bezahl. Warum sollte als auch jemand eine Leistung anbieten, deren Kosten eh nicht von den Krankenkassen übernommen werden. Ich habe gerade versucht ein Therapeutenverzeichnis zusammenzustellen und habe dafür mit knapp 90 Psychologen Kontakt aufgenommen. Obwohl es sich auschliesslich um Sexualtherapeuten handelte, war genau einer dabei, der sagte er würde sich mit dem Thema auskennen und Pädophile als Patienten annehmen.

Ich kriege inzwischen einfach nur noch das Kotzen, wenn ich mir das heuchlerische Getue der Gesellschaft anschaue, wenn es um den sexuellen Missbrauch von Kindern geht, für Projekte, die helfen könnten sexuellen Missbrauch zu verhindern dann aber kein Geld da ist und von der Gesellschaft alles getan wird, damit nur ja kein Pädophiler sich traut sich Hilfe zu suchen.

KslAexio


Alexandrius

Wer so reagiert wie du, dem geht es nicht um den Schutz von Kindern, sondern nur um die Pflege von Feindbildern.

Es gab hier nicht nur einen Faden, in dem sich der Betroffene selbst kastrieren lassen wollte. Das ist meiner Meinung nach durchaus eine Option, auch wenn sie nicht unbedingt oft hilft.

Was mich aber an Deiner Argumentation stört ist, wieso ich, du oder wer auch immer einen Pädophilen "überzeugen" soll, dass er Hilfe braucht. Das ist nicht meine Aufgabe. Es liegt an ihm sich Hilfe zu suchen und Voraussetzung dafür ist die Erkenntnis, dass bei ihm etwas nicht ganz stimmt.

Sorry, ich begreife es einfach nicht. Wie kann es sein, dass es Pädophile gibt, die Hilfe suchen, für die aber keine Hilfsangebote existieren?

Das sehe ich auch so. Es ist aber hoffentlich nicht als Ausrede für jene gedacht, die straffällig werden, den so einfach kann man es sich nicht machen.

Ich kriege inzwischen einfach nur noch das Kotzen, wenn ich mir das heuchlerische Getue der Gesellschaft anschaue, wenn es um den sexuellen Missbrauch von Kindern geht, für Projekte, die helfen könnten sexuellen Missbrauch zu verhindern dann aber kein Geld da ist und von der Gesellschaft alles getan wird, damit nur ja kein Pädophiler sich traut sich Hilfe zu suchen.

In der Tat. auch ich finde es traurig, dass eine Gesellschaft, in der jedes 3. Mädchen missbraucht oder Schlimmeres und jeder 5.-7. Junge einfach nicht reagiert, außer mit "Schw... ab" und das ist nicht die Lösung.

Dxer kYleinxe Prinz


kleio, stimmt das wirklich, dass bei uns jedes 3. mädchen missbraucht wird?

sfecretrcomb>inat\ioxn


Die Zahl erscheint mir noch viel zu niedrig @DKP... :-/

Und Katsuro, solche Aussagen sind unangebracht und unter aller Kanone und das sage ich dir als Mutter von zwei Kindern. Das ist doch kein Weg bzw. Lösung.

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