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Ich (m, 24, pädophil) habe mir endlich Hilfe geholt

sitehCaufweixberl


Was das Problem von Rudi84 angeht, kann ich mich der Meinung von alexandrius oder kleio anschließen.

Wer glaubt, dass mit einem simplen "Schwanz ab" solche Probleme gelöst werden können, sollte sich mal überlegen ob ein sexueller Übergriff und auch eine Vergewaltigung nicht auch ohne Schwanz möglich ist. (Ich verstehe zwar dass ein "Schwanz-ab-Gedanke" aus der Wut heraus entstehen kann, aber dann am besten erst mal runterkommen und nochmal drüber nachdenken)

E:hemali9ger. Nutzer; r(#14x9187)


ich bin selbst mehrere jahre missbraucht worden und halte mich hier lieber raus, da ich weiss, wie individuell schmerz ist.

der schmerz ist immer genau so schlimm, wie ihn der betroffene empfindet, was aussenstehende dazu sagen ist einfach nur unpassend!

ich konnte mir nur kurz nicht vorstellen, dass die zahl so hoch (jedes dritte mädchen bis über 50%) sein könnte. aber nun glaube ich, dass es doch so ist :°_

ATriellReEyeshxadow


Erstmal finde ich es sehr mutig von dir, dass du deine Geschichte aufdeckst! Ich hoffe wirklich, dass du Hilfe bekommst!

Zum Weiteren regt es mich auch auf, dass viele Menschen in unserer Gesellschaft gar nicht verstehen, was für ein Schicksal die Betroffenen erleiden. Das ist eine ernste psychische Erkrankung! Und dieser "Schwanz-ab"- Akt führt ja nicht zur Linderung des Leidens. Es ist ja nicht so, dass sich Pädophile ausschließlich sexuell zu Kindern hingezogen fühlen. Da spielt auch der Aufbau einer emotionalen Beziehung eine Rolle. Und das ist sicherlich nicht durch eine Kastration getan. Außerdem kommt es mir so vor, als ob manche Menschen denken, dass dies nur ein Problem von Männern wäre. Ich kenne eine Frau mit diesen Neigungen.

Auf jeden Fall wünsche ich dir das Beste! Kopf hoch!

liebe grüße

H%a ki


Hallo Rudi - erst auch mal meinen Respekt. Deine Offenheit, deine Zweifel sind ein guter Schritt in die richtige Richtung.

Ein früherer Arbeitskollege von mir ist auch pädophil. Er steht auf Knaben bis zur Pubertät. Ich habe sehr viel mit ihm gesprochen und dabei gemerkt, wie schlimm es für ihn war, nicht offen mit jedermann darüber sprechen zu können. Zuerst dachte ich, er sei auch schwul wie ich, aber mit der Zeit merkte ich was los war und er erzählte mir alles. Ich habe natürlich auch versucht, ihn dazu zu überreden, doch etwas Ältere Jungs zu suchen, aber mit der Zeit verstand ich, dass er einfach nicht anders kann, wie ich ja auch nicht einfach Heti werden kann. Es ist einfach eine Fixation. Jetzt geht er nach Südamerika und Asien in den Urlaub. Dort besucht er immer wieder die gleichen Kinder. Er sagt, er hätte keinen Sex mit ihnen - es genüge ihm, wenn er sie zB. über den Oberschenkel streicheln dürfe. Wenn es wirklich dabei bleibt, finde ich das nicht schlimm. Krass für mich ist, dass er auch deren Eltern kennt! Eine Therapie lehnt er ab, weil er von ihr keinen Erfolg erwartet. Wenigstens konnte ich ihn noch überzeugen, dass er nicht Lehrer wurde!

Noch was zu deinem jüngeren Bruder. Doktorspiele unter Kindern schaden sicher nicht und sind Teil der normalen Entwicklung.

Ich würde dir auf jeden Fall zu einer Therapie raten. Sieh es einfach mal so - nützt sie was, ist das ein grosser Erfolg, nützt sie nichts, hat sie dir sicher auch nicht geschadet. Ich habe keine Ahnung, wie es in so einer Therapie zu geht, aber ich denke mir, dass man schon von Erfolg sprechen kann, wenn man sicherstellen kann, dass man sich Kindern nicht mehr in sexueller Absicht nähert. Ich wünsche dir von ganzem Herzen viel Erfolg!!!

Persönlich frage ich mich, was es bedeutet, dass Bilder von Kindern im Internet verboten sind. Es ist mir klar, dass hinter den meisten Bildern (ausser natürlichen FKK Bildern) schon ein Missbrauch des Kindes stehen kann. Und man sagt ja auch, dass "der Markt" immer neue Bilder verlange. was ich schlimm finde. Aber welches Ventil soll den ein Pädophiler sonst haben? Ist es nicht besser, ein Pädophiler holt sich einen runter als dass er ein Kind missbraucht? Gibt es überhaupt Pädophile, die sich einem "normalen" Sexleben zugewandt haben? Als Schwuler kann ich mir nicht vorstellen, dass man die Sexualität auf die Dauer korrigieren kann, ausser dass man vielleicht enthaltsam lebt.

Adlexaandrxius


Er sagt, er hätte keinen Sex mit ihnen - es genüge ihm, wenn er sie zB. über den Oberschenkel streicheln dürfe. Wenn es wirklich dabei bleibt, finde ich das nicht schlimm.

Auch das ist nichts anderes als ein sexueller Missbrauch, zudem wage ich zu bezweifeln, dass es beim "Oberschenkel streicheln" bleiben wird. Dies hier als gangbaren Weg für einen Pädophilen zu skizzieren finde ich ehrlich gesagt ziemlich daneben.

Aber welches Ventil soll den ein Pädophiler sonst haben? Ist es nicht besser, ein Pädophiler holt sich einen runter als dass er ein Kind missbraucht?

Ein Pädophiler, der Realkinderpornographie konsumiert, sorgt dafür, dass immer mehr Kinder missbraucht werden. Dafür kann und darf es keine Rechtfertigung geben, sowas bleibt immer ein Verbrechen. Es gibt genug Wege sexuelle Spannungen abzubauen, ohne dass dafür Kinder vergewaltigt werden.

Gibt es überhaupt Pädophile, die sich einem "normalen" Sexleben zugewandt haben?

Um die Frage zu beantworten, müsste du erst einmal erklären was ein normales Sexleben ist. Ein Sexleben habe ich auch (und bevor hier jetzt irgendjemand etwas reininterpretiert, ich meine damit nicht sexuelle Kontakte zu Kindern), ob dass jetzt "normal" ist, sei einmal dahingestellt.

Bhlac0khaxwks


Auch ich habe mir deinen Kompletten Bericht durchgelesen, und kann nur sagen das ich einerseits Tiefen RESPECKT davor habe alles so offen zu erzählen, dir hilfe gesucht zu haben und dich bisher selber unter kontrolle gehalten zuhaben und anderer seits mitleid, das du dafür deine Freundin und dienen Freund verlieren musstest.

Aber ich glaube auch ernsthaft das deine Freundin das nur zu dir gesagt hat, dass sie dich nie geliebt hat, um dich richtig zu verletzen, und dich an den Punkt zu bringen an den du jetzt warst... DU HAST DIR HILFE GESUCHT...

Respeckt nochmal und alles gute... :)^

Mfg

Dein BlackHawks

H.akxi


Auch das ist nichts anderes als ein sexueller Missbrauch, zudem wage ich zu bezweifeln, dass es beim "Oberschenkel streicheln" bleiben wird. Dies hier als gangbaren Weg für einen Pädophilen zu skizzieren finde ich ehrlich gesagt ziemlich daneben.

Da fühle ich mich gründlich missverstanden. Ich habe dies nicht als "gangbaren Weg" bezeichnet! Natürlich habe ich auch meine Zweifel, dass es dabei bleibt, aber ich habe auch Zweifel, ob ich das nur aus meiner Optik betrachten darf. Und wenn es wirklich dabei bleibt und es auf natürliche Weise geschieht, ist das in meinen Augen kein Missbrauch, der ein Kind wirklich schädigt.

Ein Pädophiler, der Realkinderpornographie konsumiert, sorgt dafür, dass immer mehr Kinder missbraucht werden. Dafür kann und darf es keine Rechtfertigung geben, sowas bleibt immer ein Verbrechen. Es gibt genug Wege sexuelle Spannungen abzubauen, ohne dass dafür Kinder vergewaltigt werden.

Was bezeichnest du als "Realkinderpornographie"? Der Bogen geht da weit - von harmlosen nackten Kindern auf Urlaubsphotos bis zum für mich Unaussprechlichen mit Säuglingen. Und meinst du mit "genug Wege, sexuelle Spannungen abzubauen" Kopfkino? Funktioniert das auf die Dauer? Rudi beschreibt, wie er Kinder stundenlang beobachtet - wie empfindest du das?

Um die Frage zu beantworten, müsste du erst einmal erklären was ein normales Sexleben ist.

Genau das kann ich ja nicht und das kann niemand. Es gibt auf diesem Gebiet eben alles - bis zu Sex mit Toten oder Tieren - auch verboten, aber nicht wirklich geächtet. Um es klar zu machen, ich finde Kindsmissbrauch absolut abscheulich, aber mit Hysterie wird den Betroffenen auch nicht geholfen und jeder setzt da die Grenzen anders. Manche sehen ja schon einen Missbrauch, wenn jemand einem Kind lobend übers Haar streicht - würd ich zwar bei einem fremden Kind nie machen, aber für mich ist das kein Missbrauch sondern Missachtung der natürlichen Distanz zu einem anderen Menschen, sei das nun bei einem Kind oder einem Erwachsenen.

AqrielWleEyeBsha[dow


Also ich finde es überhaupt falsch, dass es Kinderpornographie gibt! Ich kann mir nicht vorstellen, dass das eine Art Ventil darstellen soll. Wie Alexandrius schon sagte, der Konsum von Kinderpornographie sorgt nur für mehr Straftaten, da der Markt nur angeregt wird.

Wenn ein Betroffener (kein Täter!) soetwas wie Druckabbau nötig hat, dann doch bitte in Form einer Sublimierung seiner Triebe durch z.B. nicht-sexuelle Literatur.(z.B.: Th. Mann)

A~lexandxrius


@ Haki

Realkinderpornographie bezeichnet im Strafrecht Bilder und Filme in denen reale Kinder mitgewirkt haben, im Gegensatz zur sog. Nicht-Realkinderpornographie wie z.B. erotischer Literatur oder Mangas (z.B. Lolicon siehe [[http://de.wikipedia.org/wiki/Lolicon)]]. Letzteres ist in Deutschland, im Gegensatz zu den meisten anderen Ländern, illegal, den Konsum solche Medien halte ich aber trotzdem für ethisch vertretbar, da Kinder hierbei nicht zu schaden kommen.

Und meinst du mit "genug Wege, sexuelle Spannungen abzubauen" Kopfkino? Funktioniert das auf die Dauer?

Bei mir klappts :-)

Rudi beschreibt, wie er Kinder stundenlang beobachtet - wie empfindest du das?

Schon mehr als problematisch, in jedem Fall nichts, was in meinem Leben in dieser Form stattfindet oder stattfinden sollte.

Wenn ein Betroffener (kein Täter!) soetwas wie Druckabbau nötig hat, dann doch bitte in Form einer Sublimierung seiner Triebe durch z.B. nicht-sexuelle Literatur.(z.B.: Th. Mann)

Für viele Pädophile wird auch nicht-sexuelle Literatur, in der es um Kinder im präferierten Alter geht eine wichtige Rolle spielen. Für den Abbau sexueller Spannungen taugt diese dann aber doch nur sehr bedingt.

AjrieJlleEgyeshxadow


Alexandrius, ich fürchte, du hast recht! Ich würde es enorm begrüßen, wenn mehr für therapiebereite Betroffene getan werden würde. Die Kinder wären daurch indirekt ja auch besser gschützt :-|

K>le,ixo


Haki

Da fühle ich mich gründlich missverstanden. Ich habe dies nicht als "gangbaren Weg" bezeichnet! Natürlich habe ich auch meine Zweifel, dass es dabei bleibt, aber ich habe auch Zweifel, ob ich das nur aus meiner Optik betrachten darf. Und wenn es wirklich dabei bleibt und es auf natürliche Weise geschieht, ist das in meinen Augen kein Missbrauch, der ein Kind wirklich schädigt.

Dann verstehe ich Dich auch miss, denn das IST Kindesmissbrauch.

[[http://www.polizei-beratung.de/rat_hilfe/opferinfo/sexueller_missbrauch_von_kindern/]]

[[http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/PSYCHOLOGIEENTWICKLUNG/SexuellerMissbrauch.shtml]]

Auch halte ich es für eine absolute Behauptung, es würde kein Kind geschädigt.

Manche sehen ja schon einen Missbrauch, wenn jemand einem Kind lobend übers Haar streicht - würd ich zwar bei einem fremden Kind nie machen, aber für mich ist das kein Missbrauch sondern Missachtung der natürlichen Distanz zu einem anderen Menschen, sei das nun bei einem Kind oder einem Erwachsenen.

Meiner Meinung nach kann es aber auch nicht funktionieren, wenn man Opferseite einfach ausschaltet und das bedeutet, dass es nicht irgendjemandes subjektiver Auffassung von Missbrauch, Schaden, usw. ist, sondern der Opfer. Es ist also mehr als egal, wie Du es definierst oder gar beurteilst. Ich halte es für mehr als gefährlich, in zu großem Verständnis zu vergessen, dass Kinder geschädigt werden. Verständnis ist schön und gut, aber bitte doch nicht auf Kosten der Kinder und zum Glück sind zumindest die Definitionen hier absolut klar und nicht subjektiv, zumindest was die Bestrafung anbelangt. Da nützt es dann auch nichts zu sagen, es sei subjektiv doch überzogenk, wie sexueller Missbrauch an Kindern definiert wird.

H[aki


Selbstverständlich hat die Sicht aus der Optik des Kindes oberste Priorität. Was ich versuche ist, mich in Rudi hineinzuversetzen - das heisst ja nicht, dass ich allfällige Opfer (hat es bis jetzt bei ihm nicht gegeben) "einfach ausschalte". Und "Kleio" - nein, zumindest mir ist nicht klar, wo Missbrauch anfängt. Ich habe da im nicht sexuell motivierten Bereich meine eigenen Grenzen. Zudem geschieht realer Missbrauch meistens im Familien- oder Verwandtenkreis, was dann für das Kind wirklich zum Trauma werden kann. Da gilt es eben auch für die Aussenstehenden, ein waches Auge zu haben. Und noch etwas habe ich versucht zu erklären - aus meiner Sicht verurteilt die Gesellschaft zu Recht Kindsmissbrauch, aber ich weigere mich, eine zunehmende Hysterie mitzumachen und eben zB. ein nicht sexuelle motiviertes über's Haar streicheln schon als Missbrauch anzusehen.

Rjudxi84


Ich fühle mich so hilflos! Meine ganze Lebenskraft und mein ganzer Lebensmut sind dahin. Mein Problem wird jeden Tag schlimmer. Ich kann mich nicht mehr auf mein Studium konzentrieren. Ich hasse mich. Ich will einfach nur noch sterben.

Ich trauere immer noch meiner Verlobten hinterher. Ich habe sie doch geliebt. Mein Herz gehörte doch ganz ihr. Ich kann doch nichts dafür, dass ich beim Sex meine Fantasien brauchte. Sie wollte doch mindestens dreimal am Tag Sex. Wenn sie nur einmal die Woche gewollt hätte, wäre ich wegen der Enthaltsamkeit erregt genug gewesen, um ohne Kopfbilder eine Erektion und einen Orgasmus zu bekommen.

Seit der Trennung ist natürlich alles schlimmer geworden. Deswegen und weil mich die Charité so lange warten lässt und kein anderer Psychologe sich meiner annehmen will ("für so was wie Sie sind wir nicht zuständig", "so was wie Sie nehmen wir nicht", "Ihnen kann eh nicht geholfen werden"), habe ich schon mehr oder weniger kapituliert. Ich kämpfe nicht mehr gegen meine Gefühle an, gucke wieder jede Menge Kinderfilme und Kinderserien, gebe mich meinen Fantasien hin, sammle wieder im Internet.

An Weihnachten war ich kurz davor, mich vor meiner Familie zu outen, aber das wollte ich denen dann doch nicht antun. Meine Oma und meine Mutter würden wahrscheinlich sterben, wenn sie das erführen. Zumindest würde es ihre Herzen brechen. Mein Bruder und mein Vater würden sich voller Ekel und Unverständnis für immer von mir abwenden und sich in Grund und Boden schämen, so was in der Familie zu haben.

Ich denke jetzt auch wieder verstärkt an Selbstmord, hatte aber noch nicht genug Mut und Kraft gefunden, mich einfach umzubringen. Aber es dauert wahrscheinlich nicht mehr lang, dann ist der Leidensdruck groß genug, dass ich mich selbst töte.

R1uwdi8x4


Ich glaube, ich würde mich sogar freuen, wenn die Polizei käme, um mich wegen der Kipobilder zu verhaften. Dann wäre das Versteckspiel endlich vorbei und ich bräuchte mich nicht mehr selbst zu outen.

RVagOazzionxo


es gibt doch irgendwo einrichtungen für pädophile

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