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Sexualität der Urvölker (Anthropologie)

Mhaex82


Möglich, aber die dürfte schwer bis gar nicht rauszufinden sein.

Ich finde es ja viel interessanter, sich mit den verschiedene Riten, Bräuchen, Tabus etc. zu befassen. Die Sexualität wurde ja (glaube ich) oft als göttliche, schöpferische (Ur-)Kraft verstanden (daher auch die Angst der Kirchen davor), die man sich zu Nutze machen konnte- oder eben auch nicht.

P=riconxs


@ Mae

Möglich, aber die dürfte schwer bis gar nicht rauszufinden sein.

Daher ja auch die vergleichende Forschung anhand artverwandter (ursprünglicher) Lebewesen ...

Ich finde es ja viel interessanter, sich mit den verschiedene Riten, Bräuchen, Tabus etc. zu befassen.

Ja, da stimme ich Dir voll zu - ist auch ein interessantes Feld, aber eine andere Fragestellung ;-)

I[schtgar


gus

Der Mensch allerdings KANN offenbar alle drei.

Damit hast du recht! Deshalb kann man m.E. nicht einfach die Bonobos anschauen und daraus Schlüsse ziehen. Das ist es, was ich meine. Prions "fordert" dies aber schon des öfteren (auch in anderen Fäden), um seine Polygamie zu begründen.

I;sc6htxar


gus

Es ist nicht davon auszugehen? Es freut mich, daß du offenbar als einer der wenigen Menschen überhaupt über die Bräuche der Steinzeit genau Bescheid weißt. Immerhin geht es ja hier ganau darum, da könntest du uns doch einfach SAGEN, wie es war, und gut ist.

Ich denke nicht, dass meine Aussage, dass "nicht davon auszugehen ist", absolutistischer verstanden werden sollte, als:

Daraus könnte man jedenfalls folgern, daß der Mensch vermutlich schon immer so ein kompliziertes Sexualleben hatte wie heute, zumindest jedenfalls seit dieses dramatische Gehirnwachstum eingesetzt hat

Es ist eine Frage des Wortverständnisses.

Du kannst natürlich auch davon ausgehen, dass Frauen unterdrückt wurden, aber das müsste man dann schon wissen. ;-)

Wie auch immer. Wenn man alle heute lebenden Menschenaffen vergleicht, kann man aus den Unterschieden eine Matrix aufspannen, in die sich auch der Mensch einordnen ließe. Wie du schon sagtest, könnte man folgern, dass der Mensch ein komplizierteres Sexualleben, als die anderen Arten zeigt. Das ist, was ich sagte, die Betrachtung einer anderen Art, lässt noch keine Aussagen zu.

IDs'chtar


Es gibt aber auch noch biologische Hinweise auf das "natürliche" Sozialverhalten des Menschen, die erst im Zusammen mit den aufgeführten Verhalten der naheverwandten Rassen einen Sinn ergibt: Die Hodengröße.

Dieses Beispiel ist mir bekannt. :)z

Da haben wir doch schon zwei, zwar nicht ganz in die selbe Richtung zielende, aber doch in sich schlüssige Hinweise auf das Sexualverhalten des Menschen aus dem Sexualverhalten höherer Affen gewinnen können!

Genau, es geht um die Unterschiede und was man daraus ableiten kann.

Noch einmal, mir ging es nie darum, dass man die Unterschiede nicht untersuchen sollte, es geht um die Aussage Prions, die er im Forum auch schon öfter getätigt hat, dass man die Affen anschauen soll, um daraus zu lernen. Dies ist m.E. nicht zulässig und wiederspricht auch dem, was du schriebst.

Der Mensch unterscheidet sich von allen anderen Affenarten, deshalb kann man nicht einfach sagen, was für den Affen xy gilt, gilt auch für den Menschen. Und dies hat Prions nun mal behauptet.

IjsBchtxar


Ob sich "aus dieser Notwendigkeit die Liebe entwickelt" hat oder eher umgekehrt lasse ich aber mal offen.

Ok, wir wissen nicht, was hier zuerst da war und welche Zwischenschritte es vll gab. Im Ergebnis scheint aber das eine ohne das andere schwer möglich.

Und daß es "nur bei den Menschen eine Oma gibt, die selbst keine Kinder mehr bekommen kann, aber die Enkel mit aufzieht." stimmt nun gar nicht, die gibt's doch quer durch's ganze Säugetierreich.

Und daß man von Affen doch was über Menschen lernen kann sagte ich ja schon.

Ich kenne keine Säugetierart, wo Weibchen eine unfruchtbare Altersphase erleben. :|N

Klar, auch bei anderen Säugetieren gibt es Weibchen, die "fremde" Kinder mit aufziehen. Der unterschied ist, dass alle selbst noch fruchtbar sind und Junge haben (können), bis zum Tod. Nur beim Menschen gibt es eine Menopause.

Wenn du noch eine Tierart kennst, wo dies der Fall ist, es würde mich sehr interessieren :)z :-D (Ich rede hier aber nicht von "staatenbildenden" Tieren ;-).)

I[schtxar


Erstens gibt es durchaus "sozialen Sex" im Tierreich andererseits heißt das doch nicht, daß man deswegen Sexualität und Fortpflanzung getrennt betrachten könnte.

Ehrliche Frage: Warum nicht?

Schon mal was von "vergleichender Verhaltensforschung" gehört, die "Mutter" sozusagen der Verhaltensforschung? Weißt du, was das "vergleichend" bedeutet?

Ja, man schaut sich Gemeinsamkeiten und Unterschiede an. Nicht nur Gemeinsamkeiten ;-) (verdammt noch mal, darum geht es doch die ganze Zeit!) Dennoch muss man sich immer fragen, was man miteinander vergleicht. Und hier ist eben die Frage nach Homologie oder Konvergenz zu stellen. Nicht alle fliegenden Lebewesen sind gleichweit miteinander verwandt. Beim Verhalten ist das nicht anders.

ITschxtar


Es weist einiges darauf hin, daß das menschliche Gehirn, seine Intelligenz, seine Kreativität, seine komplexen Sozialstrukturen und sein faccettenreiches Sexualverhalten am Ende EIN DING sind.

DAS Menschending sozusagen. Es ist sehr plausibel, daß sich das alles zusammen entwickelt hat.

Ja, genau, da stimme ich dir zu. Und so ähnlich schrieb ich es weiter oben.

Ikschtxar


Prions

Hast du nach: "Sorry, du bist zwar sehr überzeugt von deinen Aussagen, das macht sie allerdings nicht logischer. " weiter gelesen ??? :=o

Wolfskinder

Haben sich diese Wolfskinder schon mal erfolgreich untereinander vermehrt und damit eine kulturlose "Menschenart" geschaffen? Wenn nicht, sind sie evolutionär zum Aussterben verurteilt. :°(

ParPions


Haben sich diese Wolfskinder schon mal erfolgreich untereinander vermehrt und damit eine kulturlose "Menschenart" geschaffen? Wenn nicht, sind sie evolutionär zum Aussterben verurteilt.

Hä? Es sind ganz normale Menschen, die allerdings unter Tieren aufgewachsen sind - wenn sie "Glück" hatten, irgendwann wieder gefunden wurden und in die Zivilisation zurückkehren konnten ... Warum sollen diese sich nicht "vermehren"? Abgesehen davon, daß es wohl recht selten ist, daß Menschenkinder von Tieren aufgezogen werden und angenommen, es treffen sich 2 von dieser "Sorte" - warum sollten auch diese sich nicht vermehren können ??? Un gegebe dem Fall, es würde daraus eine Population entstehen, hätte dies (angenommener Weise) eine ganz eigene (wohl dem Tier, bei dem sie aufgewachsen sind entsprechende) Sexualität und "Kultur" ...

P;riconxs


Der Mensch unterscheidet sich von allen anderen Affenarten, deshalb kann man nicht einfach sagen, was für den Affen xy gilt, gilt auch für den Menschen. Und dies hat Prions nun mal behauptet.

Das habe ich so absolut NIE gesagt, oder behauptet! Mir ging es immer nur im gewisse Richtungen und Tendenzen, von denen wir auf unser Sein schließen können! Also wo wir herkommen - nicht aber, daß wir GENAU so sind, wie die Affen - in den Grundzügen denke ich allerdings, daß es da schon viele Übereinstimmungen gibt!

IOsc<htaxr


Un gegebe dem Fall, es würde daraus eine Population entstehen, hätte dies (angenommener Weise) eine ganz eigene (wohl dem Tier, bei dem sie aufgewachsen sind entsprechende) Sexualität und "Kultur" ...

Aber nur, wenn sie vorher nicht mit der Kultur der anderen Menschen in Berührung gekommen wären.

Es sind ganz normale Menschen, die allerdings unter Tieren aufgewachsen sind

Das ist doch die spannende Frage, sind Menschen ohne menschliche Kultur anders, als Menschen aus der menschlichen Kultur (welcher auch immer).

Warum sollen diese sich nicht "vermehren"?

Was, wenn sie z.B. nur Wölfe als Sexualpartner annehmen würden?

Umgekehrt gibt es auch von Menschen aufgezogene Tiere, die Artgenossen nicht als Sexualpartner erkennen.

I@scht"ar


Das habe ich so absolut NIE gesagt, oder behauptet!

So kam es immer bei mir an. ;-) Sorry, wenn wir so aneinander vorbei reden. ;-D

P;rio<nxs


@ Ischtar

Mal ganz im Ernst - was meinst Du den, was der Mensch ist, bzw. wo er herkommt? Denkst Du allen Ernstes, er ist losgelöst vom Tierreich und mit keinen Tier auch nur annähernd vergleichbar ???

Im Grunde ist der Mensch doch nur ein etwas höher entwickeltes Tier, ein Primat, ein Säugetier, Wirbeltier ... Und so auch mit allen anderen Vertretern dieser Familien, Gruppen, Gattungen usw. vergleichbar. Und dies umfassend - in seinem Aussehen, Körperbau, Charakter, Tun und Handeln, aber auch in seinem Fühlen ...

Warum sträubst Du Dich so sehr dagegen, mit Affen verglichen zu werden? Warum ist es so schlimm, Grundzüge mit den Affen gemeinsam zu haben ???

p.s. es würde mich wirklich ehrlich interessieren - daher würde ich mir wünschen, daß wir diese Diskussion auf einer ruhigeren und konstruktiveren Ebene weiterführen könnten! *:)

PPrioxns


Aber nur, wenn sie vorher nicht mit der Kultur der anderen Menschen in Berührung gekommen wären.

Ja, natürlich - "rein" und "kulturbefreit" wäre diese Population nur, GANZ ohne anderen menschlichen Kontakt.

Das ist doch die spannende Frage, sind Menschen ohne menschliche Kultur anders, als Menschen aus der menschlichen Kultur (welcher auch immer).

Ich gehe mal davon aus, da ich mir nicht vorstellen kann, daß Kultur wirklich in uns, also in unseren Genen steckt!? Ich meine, sie ist erlernt. Wirklich wissen können wir dies aber nur, wenn wir einen völlig isolierten Menschen finden würden, oder aktiv auf Lebenszeit isolieren würden ...

So kam es immer bei mir an. Sorry, wenn wir so aneinander vorbei reden.

Tut mir auch leid - sollte nicht so ankommen - finde es aber gut, daß wir wohl jetzt MITEINANDER diskutieren können @:)

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