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Sexualität der Urvölker (Anthropologie)

Koate$_Lionkexrton


*LZ*

LaovkHuxs


Soweit ich weiß, machen das diverse Säugetiere

Vielleicht, vielleicht auch nicht. Ich empfinde es als "egal", obwohl ich weiß, dass die Grundzüge des VERHALTENS (steifes Glied in feuchte Scheide, reiben bis zum Samenerguss) beobachtbar ähnlich sind. Ich finde die UNTERSCHIEDE zwischen ÄHNLICHEN Gruppen und Individuen einfach interessanter, weil sie kulturprägend sind.

Ich erlaube mir hierzu eine etwas gewagte Analogie: Vom Erdmittelpunkt bis zur Oberfläche sind es etwa 6.400 km. Für uns interessant sind aber im Wesentlichen ca. +/- 10 km nach oben und unten. Das sind etwa 3 Promille. Die anthropologisch, ethnologisch, kulturhistorisch wesentliche Zeit sind etwa 20.000 Jahre. Das sind 3 Promille von 6,4 Mio Jahren. Die Abspaltung des Menschen von den Affen hat noch davor stattgefunden.

Die Frage nach "Urvölkern" bewegt sich innerhalb der 20.000 Jahre.

PZrioxns


Die anthropologisch, ethnologisch, kulturhistorisch wesentliche Zeit sind etwa 20.000 Jahre. Das sind 3 Promille von 6,4 Mio Jahren. Die Abspaltung des Menschen von den Affen hat noch davor stattgefunden.

Wobei sich die Wissenschaft da streitet, WANN genau sich der morderne Jetztmensch von den "Affen", bzw. unseren gemeinsamen Vorfahren abspaltete - wie auch, ob es nicht noch ein (unentdecktes) Zwischenglied gibt ...

Die Frage nach "Urvölkern" bewegt sich innerhalb der 20.000 Jahre.

Ich dachte nur, daß man die größtmöglichen Unverfälschtheit (eben für die Grundlagen) eher bei Affen finden könnte, als bei anderen Völkern, bei denen WIR uns ja noch nicht einmal sicher sind, ob es nun URVÖLKER, oder nur ANDERE Kulturen/Zivilisationen sind ... Wie auch immer - andere, ursprünglicher lebende Völker werden auch durch Traditionen und Kultur geprägt und die (unsere) Sicht (Suche) auf die Ursprünge damit verfälscht, bzw. versperrt ... :-/

L^ian-TJilxl


Die Eingangsfrage lautete

Was weiß man also über das Sexualleben der isolierten Urvölker ?

und nun hast du doch noch den Bogen hingekriegt

Wie auch immer - andere, ursprünglicher lebende Völker werden auch durch Traditionen und Kultur geprägt und die (unsere) Sicht (Suche) auf die Ursprünge damit verfälscht, bzw. versperrt ...

Nach den Affen und ihren vielfältigen Lebensweisen war nämlich zu keiner Zeit gefragt.

P#rionxs


@ Lian-Jill

Wie Du weißt, muß man manchmal etwas weiter ausholen, um eine Fragestellung umfassen zu klären ...

LPianO-Jixll


Aber man muss nicht jedes einzelne Mal die Birnen herausholen, wenn nach Äpfeln gefragt war.

Pvri#ons


Und nebenbei, in der Fragestellung gab es auch verweise auf die "Frühgeschichte der Menschheit" und auf die "tatsächliche Sexualität des Menschen ohne Beeinlflussung der Zivilisation"!!!

Da bieten sich DIE Lebewesen, die wohl heute unbestritten am wenigsten Zivilisation haben und wohl die ursprünglichste Sexualität leben (die Affen), irgendwie an, oder? Zumal sie auch unbestrittener Weise als Menschenaffen uns doch recht nahe sind!

Man ließt häufig, daß viele unserer sexuellen Verahltensweisen auf die Gegebenheiten in der Frühgeschichte der Menschheit zurückgehen. So etwa der Drang der Männer ihr Sperma in möglichst viele Partnerinnen zu injizieren.

Nun meine Fage: Wenn man sich das Sexualverhalten isoliert lebender Urvölker ansieht, wie sie zum Beipiel noch im Amazonasgebiet vorkommen, müsste dann nicht ein relativ genaues Bild über die tatsächliche Sexualität des Menschen ohne Beeinlflussung der Zivilisation entstehen ?

Was weiß man also über das Sexualleben der isolierten Urvölker ?

LNovHuxs


größtmöglichen Unverfälschtheit...

ursprünglicher lebende Völker

Ist das nicht Rousseau-Romantik? Der edle Wilde, zurück zu Mutter Natur, der Mensch wird gut geboren und dann verdorben, daher antiautoritäre Erziehung...

Ich weiß nicht, ob das in Anettes Sinn ist, aber die Ausgangsfrage könnte auch lauten:

- Gibt es sowas wie ursprüngliche, unverfälschte Sexualität und wie wäre die dann?

- Man könnte auch fragen: Was wäre eine ideale Sexualität und wo findet sie sich verwirklicht?

- Da schwingt auch das Gefühl mit: Heute ist so vieles möglich und doch so wenig davon befriedigt, dass wir die Orientierung verloren haben und wo könnte man eine Orientierung finden?

Einerseits kommt das in der Threaderöffnung burschikos als anthopologisches Interesse mit dem Bild des samenverstreuenden Mannes rüber, andererseits, wenn man hineinspürt, ist das doch eine sehr sensible, Verletzlichkeit zeigende Fragestellung.

Da muss man kein Kreationist sein, um auf den Hinweis auf Affen mit Widerstand zu reagieren. Ich weiß ja, Prions, dass du selber auf der Suche nach Antworten für dich auf obige Fragen bist und dir der Blick ins Tierreich zur Orientierung offenbar viel gibt. Es wäre aber gut, wenn du einfach zur Kenntnis nimmst (und nicht verschnupft reagierst), dass es andere bei dieser Vorstellung einfach nur schüttelt *Schüttelsmiley*.

P[rioxns


@ LovHus

Ich weiß schon, daß es viele Menschen bei dem Gedanken schüttelt (wie Du es ausdrückst), daß sie vom Affen abstammen und womöglich sehr starke, animalische Triebe in sich haben, die sich beim besten Willen leider nicht mittels ihres "hoch entwickelten" Verstand und noch so festem, eigenständigen Willen unterdrücken können - und dennoch ist es so und dies nicht zu knapp! *:)

p.s. Wo würdest Du den die Antwort auf Deine Fragen stellen, bzw. wie beantworten?

LQovH0us


Prions

Eine beeindruckende Antwort fand ich in einem Buchtip, den mir gp mal gegeben hat:

Daniel Odier

Ich glaube nicht, dass das Problem so sehr die Akzeptanz einer sich über Millionen Jahre hingezogenen Abstammung ist, sondern die Vorstellung, dass wir zu besseren Menschen werden können, wenn wir schauen, wie's die Tiere machen. Jeder macht mal regressive Phasen durch, wo man sich wünscht, wieder geborgen auf Mutters Schoß zu kuscheln oder in eine fiktive Vorzeit der Unschuld z.B. in einen Garten Eden zurückzukehren. Und dass wir auch wieder zum Tier werden können, bezweifelt auch niemand. Aber dass wir daraus für die Entwicklung einer beglückenden Sexualität etwas lernen können sollten - DAS erzeugt das Schütteln.

Deutlicher wird es, wenn ich vom Grundbedürfnis der Sexualität zum Grundbedürfnis des Essens wechsle:

Beides ist so verschieden nicht bei Affen und Menschen. Wenn ich nun in einer Fastfoodumgebung aufgedunsen und unzufrieden mit der Art der mir bekannten Bedürfnisbefriedigung bin, wohin sollte ich mich zur Orientierung und zur Suche nach Alternativen wenden? Ich würde mich doch mit der Esskultur verschiedener Epochen, Länder, Gesellschaften, sozialer Umfelder beschäftigen. Wenn dann jemand kommt und sich fasziniert zeigt von der "Esskultur" der Affen... ich brauche jetzt nicht weiterschreiben, oder? Und trotzdem gibt es wahrscheinlich wissenschaftliche Studien, die sich damit auseinandersetzen, wie Tiere wissen, was giftig ist und wie sie sich ausgewogen ernähren... und möglicherweise könnten wir vorsichtig interpretiert auch den ein oder anderen Hinweis auf unsere Ernährung gewinnen, aber das ist doch nicht GEMEINT, wenn jemand nach der Esskultur vergangener Epochen fragt, nicht wahr?

L3ian1-[Jixll


*vor LovHus ein weiteres Mal den Hut zieht*

iWljh


so, nach unnötig unsachlicher dikussion, ist wieder etwas vernunft eingekehrt!

vll. können sich alle auf folgendes einigen: der mensch und der heutige affe haben gemeinsame vorfahren, dies erklärt auch bestimmte anatomische und genetisch bedingte verhaltensweisen auf einer sehr instinktgesteurten ebene.

der mensch hat allerdigs eine an komplexität und tragweite einamlige kultur, zivilisation etc. entwickelt(wie es dazu kam und weshalb es nötig war, soll hier nicht erörtert werden). der mensch ist nur mit der kultur mensch. vergleich bar der kultur und dem sozialverhalten von affen. hier finden sich zwischen unterscheidlichen arten ebenfalls unterscheidliche sozialsysteme und diese prägen die affen entsprechend.

der mensch ohne kultur ist nicht "natürlicher", er ist nur ein haufen zellen, der allzubald dem untergang geweiht wäre. ebenso ist ein affe nur affe, eben mit seinen arttypischen verhaltensweisen, und diese sind nicht ausschliesslich genetsch kodierte verhaltensmuster, sondern entwickeln sich noch im laufe des lebens, werden gewissermassen gelernt.

somit ist keine natürliche sexualität vor der kultur auszumachen, einzig und allein ein fortpflanzungsinstinkt liese sich eventl noch sinnvoll verteidigen. jede spezielle ausgestalltung der sexualität ist aber nur mit der kenntnis der jeweiligen gesellschaft zu untersuchen.

und zur grundfrage: MUSS der mann (weil eben genetisch bedingt) seinen samen möglichst weit streuen?

nein, muss er nicht, eben weil die kuturelle prägung eine so starke instanz ist, dass selbst scheinbar genetiasch eingravierte verhaltensweisen ausschaltbar sind.

ein vergleich: er mensch braucht nahrung um zu leben. trotzdem kann der mensch sich entschliessen sich, aus den verscheidensten gründen, zu tode zu hungern. selbst der selbsterhalltunginstikt ist ausschaltbar.

Gruß

P\rionxs


@ Collage

Ich glaube nicht, dass das Problem so sehr die Akzeptanz einer sich über Millionen Jahre hingezogenen Abstammung ist, sondern die Vorstellung, dass wir zu besseren Menschen werden können, wenn wir schauen, wie's die Tiere machen.

Ich bezog meinen Verweis auf die Tierwelt auch nicht in Bezug auf's "Besserwerden, des Menschen" - sondern verstand die Fragestellung eher als Blick, bzw. sofar als "Rückblick" auf das grundsätzliche Wesen des Menschen!

PorLions


@ LovHus

Mein Beitrag zuvor war auch an Dich gerichtet *:)

Nachtrag:

Wenn dann jemand kommt und sich fasziniert zeigt von der "Esskultur" der Affen... ich brauche jetzt nicht weiterschreiben, oder?

DAS ist, denke ich, HIER genau das "Problem" - die Kultur steht sowohl bei der Betrachtung der Sexualität, als auch beim Betrachten des WIE und WAS man so ißt im Wege! DAHER war die Ausgangsfragestellung:

Nun meine Fage: Wenn man sich das Sexualverhalten isoliert lebender Urvölker ansieht, wie sie zum Beipiel noch im Amazonasgebiet vorkommen, müsste dann nicht ein relativ genaues Bild über die tatsächliche Sexualität des Menschen ohne Beeinlflussung der Zivilisation entstehen ?

Heißt für mich, man möchte mehr wissen, wie die "bereinigte Sexualität" des Menschen ausschaut - also OHNE Kultur oder Dergleiche ... :=o Wenn ich das jetzt auf Dein Beispiel des Essens bezieh, würde mir sehrwohl auch ein seitlicher Blick auf die Tierwelt und speziell auf uns nahe Verwandte einfallen.

Nebenbei tut man DIESE auch - Beispiel, wenn man sich anschaut, wie unser Gebieß gebaut ist und was wir DAHER wohl alles essen - demnach sind wie ALLES-Fresser (haben sowohl Reißzähne (Eckzähne), wie auch Schneidezähne (beides Attribute von Fleischfressern), als auch Mahlzähne (Backenzähne, die Zeichen von Pflanzenfressern sind) - also ganz ähnlich, wie Affen, aber auch wie Schweine!

@ Lian-Jill

Scheimer %-| ;-D

PKrioxns


@ iljh

der mensch ohne kultur ist nicht "natürlicher", er ist nur ein haufen zellen, der allzubald dem untergang geweiht wäre.

Das denke ich nicht! Das Gegenteil beweisen diverse "Wolfskinder, die fernab der menschlichen Zivilisation und Kultur aufwuchsen und sehr gut zurechtkamen (Dank des großen menschl. Gehirnes und der Lern-, bzw. Anpassungsfähigkeit).

Hier zeigt sich auch, daß der Mensch fähig ist, verschieden Verhaltensmuster zu kopieren, bzw. als seine an zu nehmen - auch die Sexualität des Wolfes!

somit ist keine natürliche sexualität vor der kultur auszumachen, einzig und allein ein fortpflanzungsinstinkt liese sich eventl noch sinnvoll verteidigen.

Wie gesagt, selbst Affen nutzen die Sexualität schon neben der reinen Fortpflanzung als Möglichkeit der soziale Bindung, bzw. Bestärkungen ... DAHER mein Verweis auf die Tierwelt.

**BTW. Der Mensch ist nicht SOOOOO was Besonderes und sooooo losgelößt von der Tierwelt! o :)**

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