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Hilfe ich bin Pädophil

J.ohanHnax-K


Eine Therapie kann nur dann funktionieren, wenn sie dem pädophilen Klienten ein erstrebenswertes Ziel bieten kann.

Ein Leben in Freiheit ohne unter der Sexualität zu leiden und ohne in Gefahr zu geraten, Straftaten zu begehen, wäre ja ein erstrebenswertes Ziel. Hier mangelt es sicher auch noch an Aufklärung. Wer nicht aktiv sucht, weil er z. B. schon in eine Notlage gekommen ist, erfährt kaum etwas davon.

Ich habe den Eindruck, dass im Zusammenhang mit Pädophilie häufig Therapieforderungen gestellt werden, alleinig mit der Vorstellung verbunden, eine Therapie möge die Gefahr beseitigen, die von einem Pädophilen ausgeht.

Aus der Sicht der Kinder und ihrer Eltern ist das ja auch eine sehr wichtige Therapieforderung.

Es gibt keinen geheimen Schalter, den man dazu einfach umlegen kann. Es müssen Therapieziele gefunden werden, die sowohl dem Pädophilen eine erstrebenswerte Lebensperspektive öffnen, als auch dem Anspruch der Gesellschaft gerecht werden. Und das ist nicht einfach.

Deswegen meine ich, das Forschung notwendig ist. Zum einen praktisch verwertbare Ergebnisse zur Verbesserung aktueller Therapien.

Und zum anderen ganz neue Ansätze, vielleicht völlig andere Therapien oder auch Medikamente, deren Nutzen noch nicht direkt erkennbar ist, wo aber vielleicht in 20 Jahren Behandlungsmöglichkeiten für Pädophile heraus entstehen, Grundlagenforschung also. Ich sehe nicht, dass heutzutage irgendwo Grundlagenforschung in der Richtung betrieben wird.

N&aDaYnn02


Ich verstehe nicht wie Menschen Andere genauso verletzen können wie sie selbst verletzt wurden. Einem so zerstörerischen Drang nachzugeben ist das schlimmste was man tun kann. Ich bin selbst in therapeutischer Behandlung (gottseidank nicht wegen so etwas) aber so etwas zu verkraften muss härter sein als alles was ich mir vorstellen kann.

Jetzt eine ernst gemeinte Frage:

Wenn man sich nach so einer Tat umbringt dann befreit man sich selbst von den seelischen Qualen die man hat. Es ist also praktisch eine Erlösung.

Hat das jemand der ein unschuldiges Menschenleben, zur Befriedigung der eigenen Triebe, in eine Hölle verwandelt hat verdient?

DLanieLl Jg.1x967


Ich sehe keine rechte Lösungen für die Pädophilieproblematik, die den Pädophilen, den Kindern und der Gesellschaft zu gleich gerecht werden. Selbst die Pädophilen, die sich für ein sexuell abstinetes Leben einsetzen, und dafür intesnive soziale Kontakte zu Kindern propagieren, genügen nicht den gesellschaftlichen Forderungen. Wer möchte schon, daß sein Kind einen intensiven sozialen Umgang mit einem Pädophilen hat? Auch kaum ein Therapeut wird ein solches Lebensmodell unterstützen. Der völlige Verzicht auf Kontakte zu Kindern stürzt aber Pädophile meist in tiefe Traurigkeit, was aus Sicht des Betroffenen ja auch keine Lösung darstellt.

K0le%io


Daniel Jg.1967

Ich sehe keine rechte Lösungen für die Pädophilieproblematik, die den Pädophilen, den Kindern und der Gesellschaft zu gleich gerecht werden.

Ich finde, dass es eine absolut rechte Lösung ist, wenn man sich nicht an Kindern vergreift, sei es durch Selbstdiziplin oder eben durch Wegsperren.

Selbst die Pädophilen, die sich für ein sexuell abstinetes Leben einsetzen, und dafür intesnive soziale Kontakte zu Kindern propagieren, genügen nicht den gesellschaftlichen Forderungen. Wer möchte schon, daß sein Kind einen intensiven sozialen Umgang mit einem Pädophilen hat?

Warum sollten auch Pädophile intensiven Umgang mit Kindern haben? Ein trockener Alkoholiker setzt sich doch genauso wenig ständig in eine Bar??

Auch kaum ein Therapeut wird ein solches Lebensmodell unterstützen. Der völlige Verzicht auf Kontakte zu Kindern stürzt aber Pädophile meist in tiefe Traurigkeit, was aus Sicht des Betroffenen ja auch keine Lösung darstellt.

Wieso nicht, wenn sie Kinder doch derart lieben? Dann müssten sie doch mehr als andere wollen, dass es ihnen gut geht und dann müsste es sie geradezu beglücken, wenn sie wissen, das dies dann am besten geschieht, wenn sie sich von Kindern fernhalten. Das nenn man in der Regel wahre Liebe.

DvanTiel J6g.1967


Warum sollten auch Pädophile intensiven Umgang mit Kindern haben? Ein trockener Alkoholiker setzt sich doch genauso wenig ständig in eine Bar??

Der Vergelich stimmt tatsächlich, hinsichtlich der Tatsache, dass der soziale Umgang eines Pädophilen mit einem Kind eine gewisse Gefahr impliziert. Der Vergleich hinkzt allerdings wiederum insofern, als der Wunsch nach Lieben, Intimität, Bindung und Sexualität nicht ohne weiteres mit einer Alkoholabhängigkeit vergleichbar ist.

Wieso nicht, wenn sie Kinder doch derart lieben? Dann müssten sie doch mehr als andere wollen, dass es ihnen gut geht und dann müsste es sie geradezu beglücken, wenn sie wissen, das dies dann am besten geschieht, wenn sie sich von Kindern fernhalten.

Nun, erstens sehen das die meisten Pädophilen eben nicht so. Die meisten sehen sich als besonders begabt im Umgang mit Kindern und betrachten ihren Einfluß eher als positiv. Außerdem funktionieren Menschen halt nicht so selbstlos.

GvL 1


Wenn ich dir einen Tip geben dürfte.

Das was du durch machst ist eine Seelische erkrankung.

Das beste were du begibst dich in eine Terapi oder du gehst zu einem Pychater.

Da sie Schweigeflicht haben werden sie es für sich behalten.

Du kannst ja eigendlich nichts dafür denn mann hat dir etwas so schreckliches angetan das du nun die selbe seelisch Krankheit hast wie der jenige der dir das angetan hat.

Trotzdem besteht in dir ein großes Risiko und du damit du keine Kinder in Gefahr bringst solltest du etwas dagegn tun.

Wenn es garkeine andere Lösung gibt solltst du dich in eine geschlossene Anstalt einweisen lass.

Das were für dich besser und für alle Kinder die dir zum Opfer fallen könnten wenn du dich irgend wann vielleicht nicht mehr unter Kontrolle hast.

SC. w-allis<ii


@ NaDann02

Wenn man sich nach so einer Tat umbringt dann befreit man sich selbst von den seelischen Qualen die man hat. Es ist also praktisch eine Erlösung.

Hat das jemand der ein unschuldiges Menschenleben, zur Befriedigung der eigenen Triebe, in eine Hölle verwandelt hat verdient?

das kann man nicht beantworten ohne über "nach dem Tod" nachzudenken, und da sich die Ansichten da unterscheiden kann man eigentlich nichts allgemeingültiges sagen.

Warum fragst du?

@ Daniel Jg. 1967

Du schreibst oft und eindringlich eine "Wegtherapierung" der Neigung ist generell nicht möglich. Wenn das für dich so ist, ok - solang du deiner Verantwortung ununterbrochen nachkommst. Ich verstehe aber die Generalisierung der Aussagen nicht, warum gibt es Therapieansätze in der Richtung überhaupt, wenn sich die Erfolgsquto da wirklich nachweislich auf 0% beläuft müsste es doch schon aufgegeben worden sein?

D anviel nJg.41967


Es gibt Therapieansätze, die für eine gewisse Gruppe von Pädophilen paßt. Dies sind vor ellem solche Pädophile, die einen starken sexuellen Drang zu Kindern haben, diesem nicht nachgeben wollen, sich selbst als Gefahr betrachten und bereit sind einen sehr verzichtsreichen Weg zu gehen um diesen Verzicht zu üben. Hier werden verhaltenstherapeutische Maßnahmen, oft in Kombination mit medikamentösen Maßnahmen getroffen, um die Wahrscheinlichkeit eines sexuellen Übergriffs zu mindern. Eine Änderung der sexuellen Präferenz ist aber nicht zu erreichen. Die meisten Pädophilen passen nach meiner Erfahrung aber nicht in einen solchen rigiden Rahmen, da sie ein zu positives Selbstbild aufweisen, um sich verhältnismäßig repressiven Maßnahmen auszusetzen und auf dasa lebensglück nicht verzichten wollen, das ihnen der Umgang mit Kindern oder Jugendlichen bietet.

Desweiteren gibt es durchaus Beratungsangebote für Pädophile, die den Pädophilen und sein Lebensglück mehr in den Vordergrund stellen. Diese Beratungsformen erreichem mehr Pädophile. Sie zielen jedoch genausowenig auf eine Änderung der Grundproblematik ab, da diese als unabänderlich angesehen wird.

SA. wkayll/i=sii


Danke für die Antwort (und für die Erklärung im Faden zu dem Pädophilen-Forum, dass ich dort nicht mehr reagierte hatte nichts mit dir zu tun)

FGamilyfGuy


Ich möchte nochmal kurz auf die Einwände bezüglich der persönlichen Freiheitsrechte und Rechtsstaatlichkeit eingehen.

Unser Rechtssystem stellt den Schutz der Wehrlosen (Kinder, Schwache, etc.) an oberster Stelle.

Wenn wir keine Verurteilung auf Basis einer ernstzunehmenden Bedrohung durchführen würden wäre keine Prävention möglich.

Nicht nur der Mord als solches ist strafbar, sondern der Versuch, die Planung, die Ermöglichung, auch die Passive Unterstützung durch Unterlassung.

So ist es auch bei Verführung Minderjähriger oder Kindesmisshandlung.

Das STGB (Strafgesetzbuch) sieht auch hier schon empfindliche Strafen für Unterlassung, Förderung, Planung, etc. vor.

Übrigens gilt die ärtzliche oder theologische Schweigepflicht nicht bei Bekanntwerden eines

Strafttatsbestandes oder wenn Gefahr für Mensch Leib und Leben in Verzug ist !

Soviel zur Rechtsstattlichkeit.

Unsere Gesetze sagen ganz klar, wer eine schwere Straftat nachweislich begeht oder ermöglicht hat sein Recht auf Freiheit und Selbstbestimmung verwirkt. Das nennt mann Inhaftierung (Rechtmäßige Verurteilung vorausgesetzt).

JIohanXna-K


GL 1 schrieb:

Du kannst ja eigendlich nichts dafür denn mann hat dir etwas so schreckliches angetan das du nun die selbe seelisch Krankheit hast wie der jenige der dir das angetan hat.

Halt! Bitte nicht so Argumentieren!

Richtig ist: Er kann nichts dafür, Pädophil geworden zu sein.

Aber: Für sein Verhalten (den Kindern gegenüber), das sich daraus ergibt, ist er voll und ganz verantwortlich und muss die Konsequenzen tragen!!

Ein solches Argument ist gefährlich. Die Begründung "Ich kann nichts dafür, dass ich so geworden bin, ich bin halt so" wird sonst von Triebtätern verwendet, sich selbst zu rechtfertigen, wenn sie nicht bereit sind, sich selbst zu kontrollieren.

(@GL1: Vielleicht hast du es so gemeint wie ich es geschrieben habe. Dann war es aber missverständlich und deswegen gefährlich formuliert.)

NaDann02 schrieb:

Wenn man sich nach so einer Tat umbringt dann befreit man sich selbst von den seelischen Qualen die man hat. Es ist also praktisch eine Erlösung.

Hat das jemand der ein unschuldiges Menschenleben, zur Befriedigung der eigenen Triebe, in eine Hölle verwandelt hat verdient?

Dir ist die Todesstrafe wohl nicht hart genug ???

Jiohantna-xK


@ FamilyGuy:

Ich möchte nochmal kurz auf die Einwände bezüglich der persönlichen Freiheitsrechte und Rechtsstaatlichkeit eingehen. ......

So wie du jetzt deinen Beitrag formulierst, hat das meine Zustimmung.

Nicht nur der Mord als solches ist strafbar, sondern der Versuch, die Planung, die Ermöglichung, auch die Passive Unterstützung durch Unterlassung.

So ist es auch bei Verführung Minderjähriger oder Kindesmisshandlung.

Woraus ich schließe:

- Ein Pädophiler, der Kindesmisshandlung plant oder versucht, ist schuldig.

- Ein Pädophiler, der zwar seine Neigung hat, aber nie etwas plant oder versucht, sie auszuleben, ist unschuldig.

Deinen ersten Beitrag habe ich dahingehend verstanden, dass du auch letztere als schuldig ansiehst und sie wegsperren möchtest.

D-anJiel 8JgQ.196x7


Ein Pädophiler, der Kindesmisshandlung plant oder versucht, ist schuldig.

Ich vermute Du meinst sex. Kindesmißbrauch im Sinne des Strafgesetzes. Hier ist der Vesuch strafbar, das setzt aber ein unmittelbares Ansetzen zu Tat voraus. Es gibt keine Planungsstrafbarkeit.

Nicht nur der Mord als solches ist strafbar, sondern der Versuch, die Planung, die Ermöglichung, auch die Passive Unterstützung durch Unterlassung. So ist es auch bei Verführung Minderjähriger oder Kindesmisshandlung.

Es gibt zwar Tötung durch unterlasse aber keinen sex. Kindesmißbrauch durch unterlassen. Den Tatbestand der Verführung Minderjähriger gibt es seit 1993 nicht mehr.

KIl$eio


Johanna-K

Aber: Für sein Verhalten (den Kindern gegenüber), das sich daraus ergibt, ist er voll und ganz verantwortlich und muss die Konsequenzen tragen!!

Ich finde die Aussage auch zu pauschal und daher nicht haltbar. Allerdings gibt es sehr wohl Täter, die nicht schuldfähig oder begrenzt schuldfähig sind. Es ändert aber trotzdem nichts daran, dass sie die Konsequenzen tragen müssen, dann halt in einer geschlossenen Verwahrung kommen.

Ein solches Argument ist gefährlich. Die Begründung "Ich kann nichts dafür, dass ich so geworden bin, ich bin halt so" wird sonst von Triebtätern verwendet, sich selbst zu rechtfertigen, wenn sie nicht bereit sind, sich selbst zu kontrollieren.

Dass sie Triebtäter oder Straftäter jeglicher Art versuchen auszureden, kommt ja vor. Nur liegt es nicht an ihnen ihre Schuldfähigkeit zu bestimmen.

K:leixo


Daniel Jg.1967

Es gibt zwar Tötung durch unterlasse aber keinen sex. Kindesmißbrauch durch unterlassen. Den Tatbestand der Verführung Minderjähriger gibt es seit 1993 nicht mehr.

Das sollte nochmal überlegt werden. Es gibt zu viele Fälle, in denen Partnerinnen, Nachbarn, usw. Bescheid wissen und nichts sagen. Ist das wirklich nicht straftbar? Das kann ich mir gar nicht vorstellen. :-/

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