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Warum immer Pornos?

M+ikeVaniDpixke


@damiana, wieauchimmer

Tut mir leid, einen so einen sinnlosen Disput wie ihr hier veranstaltet hab ich noch nicht erlebt. Wie die kleinen Kinder!

Ich hab aber Recht! Nein, ich! :-o

Was wollt ihr denn bezwecken? Euch profilieren? Die andere auf Teufel komm raus überzeugen? Seht doch ein, dass jeder seine eigenen Meinungen/Überzeugungen hat, und dass ihr ihm nicht vorschreiben könnt, was er zu denken hat! Toleranz is das Stichwort...

Damiana, als Naturwissenschaftlerin sich mit derart unlogischen, sinnlosen Auseinandersetzung abzumühen, unnütz Zeit zu verschwenden, nicht sehen zu wollen, dass das so zu keinem Ergebnis führen kann, also naja...

Mädels, n bisschen Überlegenheit zeigen und über der Sache stehen.

w^ieaAuchim;mper


MikeVanDike

"als Naturwissenschaftlerin sich mit derart unlogischen, sinnlosen Auseinandersetzung abzumühen, unnütz Zeit zu verschwenden,"

Ich warte ja nur darauf, dass ich mal was fundiertes Wissenschaftliches von ihr hier geliefert bekomme, aber es kommt nicht. Was soll man von so einer Wissenschaftlerin halten?

DVadTeSVwaGrn


*aufreg*

DA IST ES SCHON WIEDER !!

Wieso ist anders sofort nicht gleichwertig ? Was haben uralte, längst überholte chauvinistische (Entschuldigung, weiss leider nicht wie man das schreibt) Aussagen damit zutun ? Zumal das mit der Pflichterfüllung wohl für viele wirklich so war (was auch heute teilweise noch zutrifft). Das war/ist zwar die Schuld der Männer die nicht genug Rücksicht auf ihre Frauen genommen haben, und sich nicht die nötige Zeit genommen haben zu verstehen das es auch mehr als rein und raus gibt. Trotzdem haben es viele so angesehen ... oder zumindest so ähnlich.

Um auf den Punkt zurückzukommen:

ES IST OFFENSICHTLICH das Männer und Frauen unterschiedlich funktionieren. Und zwar von Geburt an. Ich weiss nicht woran es liegt, bin kein Wissenschaftler aber es ist eifnach so. Natürlich gibt es immer mal wieder Ausnahmen von der Regel. Aber "der durchschnittliche Mann" ist nunmal anders als "die durchschnittliche Frau".

Und das mit der Konditionierung kann auch nicht so ganz stimmen denn, wie strikt wird denn heutzutage darauf geachtet das Jungs und Mädchen gleich behandelt werden ? Und trotzdem spielen Jungs mit Autos und Mädchen mit Barbies. (Mal so ganz lapidar ausgedrückt). Ich hab in meiner Jugend auch ein bisschen mit Barbies gespielt auch mal über Stunden .. aber mein Hauptinteresse lag halt woanders. Das ist ein Zeichen dafür, das einiges heutzutage anders läuft, stell dir mal vor für 50 Jahren hätte ich ein Junge wirlich für Puppen interessiert. Das heisst heute muss mans ich nichtmehr schämen (hoffe ich doch) als Mädchen in "Jungenbereiche" und als Junge in "Mädchenbereiche" vorzustoßen (bitte nicht falsch verstehen ;-)). Das ändert aber immer noch nichts an der Tatsache das die meisten Jungs mit Autos spielen und Bällen etc. Sachen die mehr ihren Veranlagungen entsprechen. Das kannst du ja wohl nicht allen ernstes leugnen.

Mal ganz nebenbei, das damiana öfters im Thema springt liegt daran das du andauernd so komisch "vorlegst".

Ixjo~n Tixchy


re wieauchimmer

hab ich mich so mißverständlich ausgedrückt?

Die Darstellung in Standard-Pornos find ich langweilig, zum Teil widerts mich an, weil das viele Praktiken sind, die ich mir nicht nur vorstelle - und ich Realität und Film vergleiche.

b;laumahcher


@wieauchimmer

Erstens: Die These vom Triebstau ist ein Mythos. Selbst im Tierreich kann es einem Männchen passieren, was nie die Position eines Alphatieres erreicht, so gut wie keinen Sex zu haben. Hoden sind noch nie iregndwo geplatzt und neuere Forschung bestätigt, dass Sex Lust auf mehr Sex macht, was der Samenstauthese widerspricht.

Wenn ich einmal versuche, es kurz zu machen... Also bitte, die ausführliche Version. Ich rede nicht von geplatzten Hoden. Dass das nicht passiert, liegt aber nicht daran, dass in sexuell untätigen Zeiten keine Spermien produziert würden. Die Produktion läuft ständig, aber der Körper baut "unbenutztes Material" nach einer gewissen Zeit wieder ab und resorbiert es. Der Vergleich mit den Nicht-Alpha-Tieren ist unzutreffend, da sich bei einigen Tierarten der Platz in der Rangordnung auf den Hormonhaushalt auswirkt, so dass sie weniger Drang verspüren.

Bei Triebstau meine ich ganz allgemein das, was passiert, wenn ein Mensch einen Bestandteil seiner Persönlichkeit dauerhaft unterdrücken muss. Das gilt für Intelligenz und Kreativität genauso wie für Sex. Es entstehen Schäden, die sich in psychosomatischen Krankheiten, psychischen Erkrankungen, Autoaggression, Aggression gegen andere oder Ersatzbefriedigungen (Klischeebeispiel: Viele kastrierte Kater werden fett) äußern können.

Zweitens ist Sex nicht mit Essen vergleichbar. Er ist nicht überlebensnotwendig und das Überleben der Art interessiert den Einzelnen nicht.

Ich vergleiche Sex nicht in dem Punkt mit Essen, dass es überlebensnotwendig ist. Mein Beispiel zielt darauf ab, dass ich anders als Du nicht der Meinung bin, dass sich ganzheitlicher Sex mit dem Partner und mehr oder weniger auf den Schwanz reduzierte Geilheit beim Betrachten von Pornos ausschließen. Meine Aussage ist: So wie ich einerseits gern ab und zu meine Geschmacksknospen mit Unmengen billigster künstlicher Geschmacksstoffe überflute und es genieße, einen labbrigen Fischburger einfach hinunterzuschlingen, aber andererseits ebenso gerne Stunden einem aufwendiges Menu widme, in dem jede Zutat frisch sein muss und wo ich es merke, wenn jemand den Thymian mit dem Basilikum verwechselt hat – genauso kann man das Hirn ausschalten und sich die platten, aber berauschend intensiven Reize eines Pornos reinziehen und nichtsdestoweniger bei anderer Gelegenheit ganzheitlichen Sex mit seinem/r Partner/in zelebrieren. Man kann mehr als nur eine Art von Genussempfindung haben. Darum gings mir.

Selbst Schlüsselreize sind z.T. erlernt, wie du an Schuhfetischisten ect. siehst.

Das spielt für mich keine Rolle, ich habe auch nicht damit argumentiert, dass diese Reize in den Genen programmiert seien. Sehe ich es richtig, dass Du mit dieser Aussage darauf hinaus willst, dass die Männer sich besser die Reizschemata abtrainieren sollten, auf die ihre Umgebung sie von Kindheit an geprägt hat, als dass Pornos mehr Akzeptanz finden sollten? Ich für mein Teil will eigentlich nicht, dass mein Mann mein Stöhnen, meine Geschlechtsmerkmale, meinen hingebungsvollen Blick, meine Wäsche und meine High-Heels nicht mehr als reizauslösend empfindet, da akzeptiere ich lieber seine Pornos ;-D

Pornos sind eine Erfindung der Kultur. Das wir überhaupt vor dem Fernseher sitzen und Filme schauen, ist Kultur!

Zu denken gibt mir da, dass ein ägyptischer Arbeiter eine Zeichnung der Pharaonin Hatschepsut in einen Steinblock eines Grabes ritzte, die darstellt wie sie von ihrem obersten Verwalter a tergo genommen wird. Weiter geht’s mit den pornographischen Darstellungen auf antiken griechischen Vasen.

Das Medium Fernsehen ist Zeitgeist. Dass aber Menschen sich durch bildliche Darstellungen des Geschlechtsaktes angesprochen fühlen, zieht sich durch die Jahrtausende und dürfte daher zu den grundlegenden menschlichen Wesenszügen gerechnet werden.

Es gibt bei Menschen keinen rein animalischen Trieb, sondern sie sind grundsätzlich kulturell ausdefiniert.

Ich behaupte auch nicht, dass menschliche Sexualität NICHTS ANDERES als animalischer Trieb ist, ich verwehre mich nur gegen die Behauptung, dass aufgrund der Kultur der animalische Trieb ÜBERHAUPT NICHT MEHR da sei. Und vorhandene Triebe brauchen irgendein Ventil, wenn es nicht zu den oben beschriebenen Schäden kommen soll. Ich behaupte hiermit nicht, dass jeder Mann Pornos braucht, aber ich sage, dass es bedenklich ist, ein vorhandenes starkes Bedürfnis (und ein Bedürfnis, dem man frönt, obwohl man dabei ein schlechtes gewissen hat, ist stark) einfach ersatzlos abzuwürgen.

Ausleben rein animalischer Lust zu fordern, ist einfach paradox! Körper, Geist und Emotionen sind so miteinander verwoben (frag mal einen Gehirnforscher!), dass man sie gar nicht trennen kann! In dem Fall würde man eben diese Bereiche leugnen.

Hier möchte ich Deine Lieblingsfrage stellen: Und welche konkreten Auswirkungen hat das? Was bewirkt diese Verwobenheit, bei einem Mann, der Pornos sieht? Emotionen hat er natürlich, intensive Erregtheit. Gedanken vermutlich auch, verschiedene je nach Charaktertyp, wie ich in meinem letzten Posting schrieb. Mit "animalisch" meine ich, dass man sich beim Pornos sehen einfach hemmungslos seinen Empfindungen hingeben kann, sich nicht bremsen, nicht nachdenken und nicht vorsichtig sein muss.

Ich gebe Dir recht, dass bei einem Mann, der NUR mit Pornos zum Orgasmus kommt oder der meint, mit Pornos eine Beziehung ERSETZEN zu können, etwas fehlt. In so einem Fall würden die anderen Bereiche geleugnet. Aber so lange eine Ausgewogenheit besteht zwischen den beiden Formen der Sexualität, werden alle Berieche abgedeckt, beim Porno eben MEHR das animalische, wobei Fantasien hinzukommen, und beim Sex mit der Partnerin MEHR Emotionen und Gedanken (meinem Sexleben würde etwas fehlen, wenn es nicht AUCH geschehen würde, dass mein Mann sich total gehen lässt und einfach nur animalisch drauflosrammelt ;-) )

Hoffe, jetzt alle Klarheiten beseitigt zu haben ;-)

Alle anderen: Entschuldigt das Endlospost; ich weiß nur leider nicht, wie ich mich kürzer unmissverständlich ausdrücken soll.

wGieauc[himmier


blaumacher

"Bei Triebstau meine ich ganz allgemein das, was passiert, wenn ein Mensch einen Bestandteil seiner Persönlichkeit dauerhaft unterdrücken muss. "

Eines find ich merkwürdig. Nach biologischen Kriterien müßten wir ein Hauptziel haben, unsere eigenen Gene verbreiten und dafür sorgen, dass unsere Kinder erwachsen werden, um die Gene wieder verbreiten zu können und natürlich das Überleben. Richtig?

Unzählige Menschen leben da ganz prima mit, gar keine Kinder zu bekommen oder zu zeugen. Wo bleibt denn unser oberstes Ziel als Lebewesen der Natur?

Der Sextrieb erfüllt anscheinend nicht mal so recht seine Funktion. Was soll ich da von ihm halten?

"bei anderer Gelegenheit ganzheitlichen Sex mit seinem/r Partner/in zelebrieren"

Hab ich nicht bestritten. Ich hab sogar mit meinem Freund mal ne schnelle Nummer und mal ausgiebig. Ich habe dennoch keine Lust auf Sex mit jemandem, den ich nicht leiden kann oder der strunz dumm ist. Ich beziehe mich eben nie nur auf den Körper. In dem Moment, wo mich aber ein anderer so anschaut, als wäre ich nichts als Körper, gefällt mir das eben nicht. Den Pornobilder ist es egal, wie sie angeschaut werden, aber inwieweit entspricht es auch der Realität?

Die Pornoindustrie boomt und gleichfalls boomt der Frauenhandel. Ich behaupte nicht, dass der Frauenhandel blüht, weil es so viele Pornos gibt, sondern eher, dass es zwei Entwicklungen sind, die nebeneinander hergehen und es kein Zufall ist.

"Ich für mein Teil will eigentlich nicht, dass mein Mann mein Stöhnen, meine Geschlechtsmerkmale, meinen hingebungsvollen Blick, meine Wäsche und meine High-Heels nicht mehr als reizauslösend empfindet, da akzeptiere ich lieber seine Pornos"

Es soll Männer geben, da braucht man sich nicht entscheiden. Die sind mir lieber.

"Sehe ich es richtig, dass Du mit dieser Aussage darauf hinaus willst, dass die Männer sich besser die Reizschemata abtrainieren sollten, auf die ihre Umgebung sie von Kindheit an geprägt hat, als dass Pornos mehr Akzeptanz finden sollten?"

Nein, ich sehe das so, dass ich mich einfach nicht in das Reizschema eines Menschen einfügen will, der in mir nur einen passiven Körper sieht, der mit sich geschehen läßt und über seine Sexualität selbst bestimmt. Ich selber möchte nicht eine so geartete Wixvorlage sein. Ich muss auch keine Pornodarstellerin sein, aber ich habe eben oft genug erlebt, dass man auch in der Realität, als realer Mensch als solche gesehen wird. Welche Funktion hat eine Prostituierte? Das muss ich auch nicht werden, aber nicht wenige Männer gehen eben mit einem Blick durch die Welt, mit dem Frauen grundsätzlich ein Stück weit diese Rolle spielen. Was da in Pornos gezeigt wird, spiegelt sich einfach auch in der Realität und darf ich doch kritisieren, oder? Denn dadurch bin ich indirekt mit betroffen, muss mir blöde Sprüche von Männern anhören, die in diese Richtung zielen, ....

Da ich oft in reinen Männerteams gearbeitet habe, kann ich da gut mit umgehen und das kommt sogar bei den meisten Männern ganz gut an, wenn ich konter. Aber manchmal erreicht das ein Maß, oder überschreitet es gar, dass ich nur noch denke "Fickt euch doch selber!" Es nervt!

GRr-ainjne


Nein, ich sehe das so, dass ich mich einfach nicht in das Reizschema eines Menschen einfügen will, der in mir nur einen passiven Körper sieht, der mit sich geschehen läßt und über seine Sexualität selbst bestimmt. Ich selber möchte nicht eine so geartete Wixvorlage sein.

wenn der Mensch bzw. der Mann _nur_ dieses Reizschema hat, wird es sicherlich problematisch. Ansonsten sehe ich da kein Problem drin.

ber nicht wenige Männer gehen eben mit einem Blick durch die Welt, mit dem Frauen grundsätzlich ein Stück weit diese Rolle spielen.

eben ein Stück weit. Und was ist daran schlimm, ein Stück weit, von Zeit zu Zeit mal diese Rolle zu spielen?

ich stimme da blaumachers Worten zu:

Mit "animalisch" meine ich, dass man sich beim Pornos sehen einfach hemmungslos seinen Empfindungen hingeben kann, sich nicht bremsen, nicht nachdenken und nicht vorsichtig sein muss.

was bitte schön ist daran schlecht?

lg Grainne

G~rai3nne


Gilt de Umkehrschluß auch? Kein Interesse daran, selbst ausgelebte Fantasien schlecht dargestellt als Porno zu sehen?

nein danke. Ich mag keine schlechten Darstellungen usw. Da ist mir meine Phantasie lieber ;-)

Das trifft aber nicht auf mich zu. Ich bin weder sexuell gehemmt, noch hab ich generell was gegen Pornos.

Ich schrieb auch nicht: "ich bin", sondern: "ich war".

Ausserdem schrieb ich von meinen persönlichen Erfahrungen mit dem Thema und vermutete, das könne vielleicht manchen Menschen helfen.

"Und ich denke schon, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen unbefriedigten Bedürfnissen und Pornokonsum."

wieauchimmer antwortete:

Aber welche unbefriedigten Bedürfnisse? Welches Bedürfnis befriedigen Pornos?

Und wie ist das Verhältnis von Fiktion und Realität? Wenn man zum Beispiel einen Vergwaltigungsporno nimmt und eine reale Vergewaltigung. Ist das Zufall?

Antwort auf die erste Frage (soweit ich mich mit Pornos auskenne):

einfach nur Sex haben, ja, auch ohne die beteiligte Person zu kennen. Noch dazu ohne Tabus. Frauen, die immer willig, immer geil sind. Männer, die immer können etc.

2.Frage: Ich denke, zwischen Fiktion und Realität besteht kein Zusammenhang. Irgend jemand hat ja auch schon auf die Zusammenhänge der wesentlich freizügigeren Handhabung dieses Themas z.B. in Japan und Statistiken über reale Vergewaltigungen hingewiesen. Im Gegenteil, in den Ländern, die lockerer mit dem Thema Sex und Tabus, z.B. Sex und Gewalt umgehen, gibt es imo weniger Probleme mit realen Vorkommnissen.

lg Grainne

bNlaum6achxer


@wieauchimmer

quote] Der Sextrieb erfüllt anscheinend nicht mal so recht seine Funktion. Was soll ich da von ihm halten?

Was hältst Du denn von ihm? Dasselbe wie die katholische Kirche, dass man nur um des Zeugens willen Sex haben darf? Zwei Mal im Leben Sex, zwei Kinder?

Unzählige Menschen leben da ganz prima mit, gar keine Kinder zu bekommen oder zu zeugen. Wo bleibt denn unser oberstes Ziel als Lebewesen der Natur?

Wie Du in Deiner letzten Antwort auf mich sehr richtig geschrieben hast, ist dem Einzelnen sein Überleben, nicht aber das der Art wichtig. Daher musste sich Mutter Natur etwas einfallen lassen, ihre egozentrischen Kinder dazu zu bringen, den Stress und die Gefahr der Nachwuchsproduktion auf sich zu nehmen. Deshalb erfand sie die Geilheit. Da Mutter Natur keinen Zettel dazu schrieb "Dieser Trieb ist zur Fortpflanzung gut" funktioniert er bis heute losgelöst von dem Gedanken an Nachwuchs. Wäre es anders, müsste mit der Einnahme der Pille die weibliche Geilheit auf den Nullpunkt zurückgefahren werden.

Der Trieb ist so stark, weil er zum Überleben der Art notwendig ist. Er funktioniert auch abgekoppelt von der Reproduktion, weil das Wissen um die Funktion des Triebes nicht überlebensnotwendig und daher nicht in unserer genetischen Ausstattung enthalten ist.

Ich muss auch keine Pornodarstellerin sein, aber ich habe eben oft genug erlebt, dass man auch in der Realität, als realer Mensch als solche gesehen wird.

Meinst Du damit, dass der Konsum von Pornos dazu führt, dass Männer Frauen als Ware sehen? Ich möchte nicht ausschließen, dass bei Männern, die eine entsprechend menschenverachtende Prädisposition ihres Charakters haben (vgl. mein vorletztes Posting), diese durch Pornokonsum verstärkt werden kann. Umgekehrt glaube ich nicht, dass es diese Einstellung ohne Pornos nicht gäbe.

Es gab eine GEO-Reportage über ein islamisches Land, in dem der schwarze "Ganzkörperschleier" Pflicht ist. Dass dort Pornographie verboten ist, versteht sich von selbst. Dort gehen die Männer bei windigem Wetter gerne an eine Strandpromenade, weil sie hoffen, bei einem Windstoß, der das Kleid der Frauen an den Körper schmiegt, einen Blick auf die Kontur einer Brust oder eines Pos werfen zu können.

Was ich damit sagen will: Die jeweilige Kultur bestimmt nur, wie sensibilisiert die Männer sind. In Afghanistan mag ein Mann vom Anblick des Haares einer Frau einen Steifen bekommen, in Deutschland muss es schon ein Outfit wie von Britney Spears sein. Was jedoch unverändert bleibt, ist, dass sich Männer (prophylaktisch: Ich sage nicht "alle Männer") gerne allein an den Körpern von Frauen aufgeilen, mit Pornos oder ohne.

Ich kenne diese Art Männer und Bemerkungen, mir geht dabei auch immer der Hut hoch, mir kommen dabei Phantasien, gegen die ein Karatefilm pazifistisch ist ;-) . Ich glaube nur nicht, dass die Abschaffung von Pornos etwas daran ändern würde. Als symbolische Geste könnte man vielleicht einen Textvorspann für Pornos einführen von der Art "Das gezeigte Geschehen ist rein fiktional. Seine reale Umsetzung würde bestehende Gesetze und Menschenrechte verletzen.". Das würde wahrscheinlich genauso viel nützen wie die Warnhinweise auf Zigarettenschachteln, aber wenigstens wäre es mal gesagt.

Was übrigens die Sache mit den Vergewaltigungen betrifft: Aus den Polizeistatistiken geht hervor, dass mit der Legalisierung der Pornographie (in den 60ern oder 70ern) die Zahl der Vergewaltigungen deutlich zurückgegangen ist. Das untermauert meine These, dass ein vorhandener Trieb ein unschädliches Ventil braucht.

Was da in Pornos gezeigt wird, spiegelt sich einfach auch in der Realität und darf ich doch kritisieren, oder?

Bevor wir hier stundenlang aneinander vorbeidiskutieren, sollten wir die Karten auf den Tisch legen, sprich, unsere Argumentationsziele nennen. Damit meine ich die Meinung oder These, die wir haben und die wir mit all unseren Worten zu belegen suchen.

Ich glaube, Du hast mal gesagt, Du wolltest nicht die Pornos verbieten. Was willst Du?

Ich will, dass Männer, die ein starkes Verlangen nach Pornos haben, dafür nicht verachtet werden. Es gibt einfach Männer, denen etwas wichtiges fehlt ohne diese Filme. Ich will von einem geliebten Menschen nicht verlangen, dass er einen Teil seines Wesens leugnen muss.

Ich bin davon überzeugt, dass Pornographie und Prostitution sozial wichtige Einrichtungen sind, da sie ein Ventil für männliche Bedürfnisse bieten und dadurch die Zahl sexueller Gewalttaten verringern.

Dabei ist dafür zu sorgen, dass Prostituierte und Pornodarstellerinnen in ihren Rechten geschützt sind. Das neue Gesetz zur Legalisierung der Prostitution ist ein großer Erfolg in dieser Richtung.

Bitte um eine entsprechende Darlegung Deiner Argumentationsziele.

Afnaly}saxtor


@blaumacher

Was jedoch unverändert bleibt, ist, dass sich Männer (prophylaktisch: Ich sage nicht "alle Männer") gerne allein an den Körpern von Frauen aufgeilen, mit Pornos oder ohne.

Ich kenne diese Art Männer und Bemerkungen, mir geht dabei auch immer der Hut hoch

Was ist daran so schlimm? Warum geht Dir der Hut hoch, wenn der Anblick von Frauen für sie erregent ist? Warum dürfen sie nicht untereinander Bemerkungen über ihr Empfinden tauschen ???

Bitte um Aufklärung.

brlauAmacxher


@analysator

Es kommt total auf die Art an. Ein Mann kann einen wie ein Stück Vieh begehren oder wie einen gleichwertigen Sexualpartner. Es gibt Männer, denen steht die Einstellung "Einmal ficken und dann in den Dreck treten" auf die Stirn geschrieben. Viele Pfiffe und Rufe haben etwas Bedrohliches, als ob die entsprechenden Männer einen eher gerne vergewaltigen würden als verführen.

Ich flirte gerne, auch heftig und mit eindeutigen Anspielungen, aber nur, wenn ich merke, dass mein Gegenüber von mir als einem aufregenden Abenteuer und nicht als Aufriss Nummer 999 auf der Macholiste sprechen wird.

Ich kenne beide Arten.

Awnal ysxator


also so schwarz-weiß würde ich das nicht sehen. @blaumacher

Es gibt Männer, denen steht die Einstellung "Einmal ficken und dann in den Dreck treten" auf die Stirn geschrieben.

Das stimmt.

Ein Mann kann einen wie ein Stück Vieh begehren oder wie einen gleichwertigen Sexualpartner.

Ich finde, hier siehst Du etwas schwarz-weiß. Wir Männer sind nun mal sehr empfänglich für visuelle Reize.

Wenn wir irgendwo in der Öffentlichkeit einen schönen Frauenkörper beobachten, dann begehren wir diese Frau nicht wie ein stück Vieh Nein, wir finden einfach nur den Körper der Frau schön. Punkt. Nicht mehr, und nicht weniger.

Die Frage, ob diese Frau ein gleich- höher- oder minderwertiger Sexualpartner wäre, stellt sich dabei überhaupt nicht. Wir kennen die Frau ja überhaupt nicht bzw. in dem Moment planen wir auch gar keine Partnerschaft. Die Vorstellung von Sex mit dieser Frau ist in diesem Moment rein fiktiv.

Ein anderes Phänomen tritt in einer Gruppe auf, z.B. in einer pfeifenden Horde Bauarbeiter: Daß diese Leute durch ihre Bemerkungen untereinander die beobachtete Frau zum Sexobjekt reduzieren, liegt ganz einfach am Imponiergehabe. Das ist nicht löblich, da stimme ich Dir zu. Hat aber nichts damit zu tun, daß man(n) die Frau grundsätzlich wie ein Stück Vieh betrachtet. Ist ein gruppendynamisches Phänomen.

Fazit: Wenn wir Euch beobachten, bewundern wir meist nur Euren Körper, ohne irgendeine Wertung über Eure gesellschaftliche Stellung vorzunehmen. Betrachtet das als Kompliment :-)

Vtatn WGildexr


Ich würde den meisten Frauen hier

mal einen Nachhilfekurs in Männerverständnis empfehlen. Würde vielen das Leben leichter machen, Männlein wie Weiblein...

V"an W&ildxer


Grundsatz:

MÄNNER SIND ANDERS ALS FRAUEN!!!

WAS NICHT HEISST DASS IRGENDEINER SCHLECHTER IST!!!

(Manche scheinens nicht kapieren zu wollen)

s.a. DadeSwarns Ausführungen

DgadeS]waxrn


Achso kleine Anmerkung :

"Und ich denke schon, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen unbefriedigten Bedürfnissen und Pornokonsum."

Na logen gibt es einen Zusammenhang. Man(n) hat Lust auf Sex, aber leider nicht die Möglichkeit für auf "echten". Also muss Man(n) [natürlich kann Mann es auch sein lassen aber wozu ???!!!] wohl Hand anlegen. Und da die meisten Männer nicht über eine so vorzügliche Fantasie verfügen wie Frauen, bzw., einfach mehr angemacht werden von "echten" Bildern als von Fantasien, zumal ja auch meistens Ton dabei ist (hat auch starken Einfluss) greift Man(n) halt auf Pornos zurück.

So sieht der "normale" Pornokonsum aus bei den meisten. Zumindest hab ich's verstanden bei allen Jungs die ich kenne..

Das es Männer gibt die, sagen wir mal z.B. auf Kinderpornos stehen, und Pornos gucken um ganz bestimmte Triebe zu befriedigen, die (in diesem Fall vollkommen berechtigt, darüber sind wir uns wohl einig) gesellschaftlich nicht anerkannt oder geduldet werden, ist doch ein komplett anderes Thema.

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