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Gibts chronisch untreue Menschen?

P!rioxns


Weiß denn jemand, was mit diesen Menschen los ist?

;-D

Sie sind schlicht und ergreifend normal und gehen ihrer Natur nach - wie übrigens der Großteil der Säugetiere und damit der Menschen auch (auch, wenn Zweitere es ungern zugeben!).

Nebebei: der Wunsch nach einer Familie (Horde/Sippe o.ä.), die Sicherheit und Geborgenheit gibt steht nicht im Kontrast oder gar Konflikt zur Natur des Menschen auf Dauer nicht monogam zu sein! Und mal ehrlich, wer hatte von Euch im Leben bisher nur EINEN (Sexual-) Partner ???

wvetin=pr]isoxn


Hallo Jingleball!

Also aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass es nicht immer mit mutwilligem Handeln zutun hat. Bei mir hats auch ne ganze Weile gedauert bis ich mir selbst eingestehen musste, dass ich wohl nie so richtig "treu" sein kann ganz einfach weil ichs versucht hab. Der Spruch "Männer sind Jäger, Frauen Sammler" ist nicht nur eine Ausrede sondern für mich die einfache Lösung. Das hat was mit ureigenen Instinkten zutun als mit "Sucht" oder "Untreue". Ich hab mir am Anfang auch gedacht meine Freundin ist perfekt ich brauche nie wieder was anderes im Leben. Aber mit der Zeit ändern sich die Dinge und zum Teil auch Menschen. Ich kann nur von Glück reden, dass ich eine sehr verständnisvolle Freundin hab, denn wir sind immernoch zusammen. Nach einer gewissen Zeit wurde der Gedanke in der "falschen Schublade" zu stecken immer stärker bis ich das von dir beschriebene "2. Gesicht" entwickelt hab. Wenns gut ging (nicht nur mit uns sondern auch generell in meinem "persönlichen" Leben) dann war alles Eierkuchen und ich wollte all das was Frauen eben so wollen auch (und will ich immer noch). Aber wehe wenns mal schlecht ging dann konnte ich das alles nicht mehr hören. Der Punkt ist ganz einfach je mehr man sich damit beschäftigt, desto "gefangener" fühlt man sich, denn Leute die sich nicht damit beschäftigen gehen einfach Fremd ohne nachzudenken. Wenn man aber versucht "treu" zu bleiben, dann wird man verrückt weils sich eindach unnatürlich anfühlt - deshalb glaube ich an die Erklärung mit den Instinkten. Letztendlich kann ich nur philosophisch werden: was heisst "treu" und "Treue"? Ich würde meinem Anwalt vertrauen mir guten Rechtsbeistand zu leisten, aber keine Kaufberatung zu Immobilien. Also wenn du erwartest, dass Er treu ist, dann ist ein "Seitensprung" natürlich Untreue. Wobei man auch hier einhaken muss: die meisten erwarten "physikalische" Treue, denn echte Untreue beginnt im Kopf - und da ist jeder untreu. Und Treue mit Liebe zu rechtfertigen ist auch stuss, von wegen: "wenn du mich liebst, dann bleibst du treu". Hieße es dann nicht auch: "wenn du mich liebst, springst du vom Hochhaus"? Diese Idee von einer "perfekten" Liebe/Beziehung ist leider reine Einbildung. Wenn du meinst Treue gehört zu einer perfekten Beziehung, dann wärst du in einem islamischen Land z.B. ganz falsch - warum? Weil die Menschen dort eine ganz andere Auffassung haben von Liebe und "perfekt". Und das ist der springende Punkt: deine Vorstellung von Liebe und einer Beziehung ist eben nur deine Vorstellung. Zu einer Beziehung gehören aber zwei. D.h. wenn zwei Menschen zusammenkommen oder sogar beschliessen zusammenzuleben müssen Kompromisse geschlossen werden. Der Deckel muss immernoch zum Topf passen.

Lange Rede kurzer Sinn: am besten man regelt solche Sachen im Vorfeld, man sollte sich über solche Sachen aussprechen bevor man jedwede Bündnisse eingeht. Wenns dafür zu spät ist, dann muss sein Bestes geben, damit man sich in der laufenden Beziehung einigt, bevor alles zerbricht. Wobei ich dazusagen muss, bei Kindern wäre für mich aber auch Schluss, da fängt Verantwortung dem Kind gegenüber an. Da haben sämtliche Instinkte Sendepause.

Also meiner Meinung nach sollte man diese veralteten Ansichten abschütteln und der Realität ins Auge blicken: wenn Menschen für Monogamie geschaffen wären, gäbs nicht solche Probleme. Man sollte eben das beste daraus machen und die "Magie" aufrecht erhalten, sonst wäre eine Beziehung ja auch total unromantisch.

Einfach jemanden suchen der keine Angst vor seinen Gefühlen hat.

Sgteppxel


Keine Krankheit

Mit "nicht anders zu können" oder gar einer "Sucht" hat es nix zu tun. Wer häufiger fremdgeht, hat ein eher schwaches Bild von sich selbst. Und natürlich soll - besonders Männer mögen das - zu Hause die Liebste warten. Das außérhäusige sexuelle Vergnügen leidet darunter nicht. Typisch dann: große Heulszenen, wenn es auffliegt. Schwach eben.

Es gibt keine Gene, in denen Fremdgehen oder partnerschaftliche Treue festgelegt wären. Auch dass vor 10.000 Jahren "Partnerschaften" meist kein Leben lang hielten, hatte einfache, situative Gründe. In die Gene ist das weder "eingeflossen" noch in ihnen abzulesen.

Sonst gäbe es, was Treue betrifft, keine Unterschiede unter den Menschen und ihren Vorstellungen.

L;i?geiax39


Naja, ich würde vermuten, daß diese Menschen wirklich Bindungsängste haben. Schlimm ist nur, wenn sie Kinder in die Welt setzen und dann nicht nur die Partnerin, sondern eben auch ihre Kinder enttäuschen. Meiner ist mir letzten Samstag mal eben und weil ich wohl nicht da war, im Bett einer alten Schulfreundin gelandet. Zwar nicht im klassischen Sinne ( GV ) fremdgegangen, aber Knuschten und Kuscheln geht einfach nicht.

Und ich bin in der fast 10. Woche schwanger.

Wunschkind, von beiden.

Paryi8onxs


@ wetinprison

Schön geschrieben und auf den Punkt gebracht. :)^

@ Steppel

Hast Du eine Ahnung. "Gedächnis der Gene", Egoismus der Gene", "Kampf der Gene", bzw. "Erhaltung der Art" usw. - schon mal gehört? Sicher kann man das Fremdgehen nicht in den Genen ablesen, aber im WESEN des Menschen kann man es sehr wohl und darin, daß wir uns hier darüber unterhalten - über's Fremdgehen!

a-mo20x07


Dann könnt ihr ja von Glück reden, so verständnisvolle Frauen zu haben. :=o

P1rioxns


Ich weiß ja nicht, wie es Dir geht, amo, aber mich hat meine Frau schon seit je her grad mit Ihrem Verständnis für mich und meine Macken an sich gebunden und macht es derzeit um so mehr x:)

a\moU2007


Na dann x:) halt sie ganz doll fest. :)_

Phrionxs


Mach ich und geben sie NIE NICHT mehr her!!! :-x

p.s ich liebe Dich.

SUtepptel


Macht nix

Du schreibst, Prions, dass man Fremdgehen nicht in den Genen ablesen kann, aber "darin, dass wir uns hier darüber unterhalten". Fremdgehen ist allgegenwärtig und alltäglich, wie jeder weiß. Okay, und hier unterhalten sich alle drüber. Ich hoffe es macht nix, dass ich über deinen Hinweise nicht weiter nachdenke.

JkinygleGball


Natürlich wurde vorher über die Einstellung in Bezug auf die Partnerschaft geredet. Da hieß es seinerseits, er wäre lang genug allein gewesen (über 2 Jahre) oder hätte nur kurze Affären gehabt und sich in der Zeit die Hörner abgestoßen. Er meinte, er wär bereit für eine feste Partnerschaft und fremdgegangen wäre er noch nie. So viel zum Thema "vorher klären". Es war bei ihm schon eine Art Sucht oder das Verlangen nach Bestätigung. Immer wieder wurde er in Singlebörsen entdeckt. Diesen Frauen schrieb er dann auch immer Geschichten, dass er längere Zeit allein wär und das eben satt hätte und endlich eine feste Partnerschaft wünscht. Obwohl er zu der Zeit entweder mit mir zusammen war oder gerade dabei war, mich zurückzuerobern.

Aber wehe dem, er bekam in der Trennungszeit zu hören, dass ich jemanden kennen gelernt habe, da kam er ans Rennen und wusste plötzlich wohin er gehört. Das hat auch was mit Besitz zu tun finde ich.

Toleranz hin oder her, wenn man weiß, dass der andere Partner Treue im herkömmlichen Sinne erwartet, dann sollte man schon überlegen, ob man das erfüllen kann und denjenigen nicht absichtlich verletzen.

Bei mir wars so, dass wenn er mich zurück hatte, und es kam ca. 7x vor, dass er Schluss machte unter irgendwelchen Vorwänden, dann ging es nach 4 Wochen ungefähr wieder von vorne los. Rückzug, keine Gespräche warum, absolute Oberflächlickeit bis hin zum Respektlosen und dann Schluss.

Ich will mir erst gar nicht vorstellen was gewesen wäre, wenn ich auf seinen Wunsch hin erneut mit ihm zusammengezogen wäre und seinen Wunsch nach einem Kind erfüllt hätte.

Meiner Meinung nach hängt das bei ihm speziell auch mit seinem Vater zusammen. Er versucht ihm immer alles recht zu machen, ihm zu gefallen. Der Vater muss früher genau so schlimm gewesen sein und hat auch heute noch merkwürdige Verhaltensweisen und erzählt immer, dass der Mann seine Freiheiten zu genießen hat und Frau nix zu melden hat. Der Bruder meines Ex zeigt die gleichen Verhaltensweisen. Er macht das gleiche Spiel mit seiner (Ex-)Freundin. Auch diese kann sich die schlimmsten Sachen anhören, dass er alle Frauen liebt, er kurz davor ist fremdzugehen usw. Wenn diese Phasen überstanden sind, kommt er reuemütig an und überhäuft sie mit kleinen Geschenken, bis er sie wieder hat. Und dann ist sie wieder die Frau seines Lebens.

Also denke ich schon, dass dort eine Störung vorliegt und es nichts mit einem inneren Trieb oder sowas zusammen hängt.

@ Ligeia:

Das ist eine schlimme Erfahrung und ich kann mir vorstellen wie sehr Du leidest. Wie will man dem Partner wieder vertrauen können wenn ers 1x gemacht hat? Welche Zukunft hat das Kind, wenn ihr zusammen bleibt?

JHingLlebxall


Nachtrag: Ich habe nie verstanden, warum er mich überhaupt immer wieder zurück wollte. Die plötzlichen Erkenntnisse, dass wir doch alles hatten, was sich jeder wünscht, diese scheinbar ehrliche Reue, dass es nie zu meinem Auszug hätte kommen dürfen, es war doch alles so perfekt.

Für mein Kind gabs dann auch plötzlich kleine Geschenke, es wurde sich auf einmal damit beschäftigt. Und dann nach ein paar Wochen wieder das Gegenteil. Das habe ich nie verstanden...

JKi+nLglebxall


Zum Casanova-Komplex: Das scheint zuzutreffen. Es soll 6 Arten geben, davon passen 3 zu meinem Ex.

JPi[ngleb0all


Ich bin überwältigt. Auf der Seite wo man über diesen Komplex nachlesen kann, finde ich meinen Ex und auch mich verdammt oft wieder. Wahnsinn...

w=etqinprwison


Ich gebe dir auf jeden Fall recht was das Kind angeht. Ich finde er hätte sich erwachsener verhalten können statt sich einfach so aus dem Staub zu machen. Das ist einfach verantwortungslos und aller unterste Schublade, schließlich bleibst du ja jetzt auf dem Kind "sitzen". Nicht dass ein Kind eine allgemeine Belastung ist, aber ganz einfach weil man es als alleinerziehende Mutter viel schwerer hat. Und eine Vaterfigur fehlt jetzt auch noch.

Auch die Geschichte mit seinem Vater ist vollkommen typisch. Eltern nehmen einen ungemein großen Einfluss auf Kinder - gewollt oder ungewollt. Ein Grund mehr warum er hätte nicht Schluss machen sollen.

Klar ists zum großen Teil Charackterschwäche wenn man so eine Nummer abzieht, generell glaube ich aber, dass es insbesondere bei Menschen die eine relativ normale Erziehung genossen haben, sehr viel mit Trieb zutun hat. Wenn die eigenen Eltern ein glückliches Verhältnis miteinander hatten, dann hat das Kind eigenlich keinen Grund. sich psychologisch ins Gegenteil zu entwickeln. Wenn man als Kind geschlagen wird z.B., liegt die Wahrscheinlichkeit dass man seine eigenen Kinder auch schlagen wird bei 80% - obwohl man es besser wissen müsste. Einfach weil man es so "gelernt" hat, vereinfacht ausgedrückt. Ich bin schon der Meinung, dass es instiktiv Männern liegt, Frauen zu "jagen", genauso wie es Frauen liegt Kinder zu kriegen. Wenn Frauen über Kinder reden oder gar frisch Mutter geworden sind, haben Männer gar keine Ahnung was Frau in dem Moment empfindet, wie z.B. auch der sogenannte "mütterliche Instinkt".

Manche Dinge sind einfach vorprogrammiert. Jemanden Verletzten allerdings nicht.

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