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Sex mit unbekannten Personen

TKobbix01 hat die Diskussion gestartet


Ich führe eine Art Doppelleben. Ich habe eine Partnerin, die ich über alles liebe und mit der auch der Sex schön ist, sie dort alle meine Wünsche erfüllt. Bis auf einen, den sie mir nicht erfüllen kann. Am meisten erregt mich der Sex mit nahezu unbekannten Frauen, am besten, ohne vorher überhaupt ein Wort geredet zu haben. Ich bin nicht treu, habe deshalb häufig One-Night-Stands (häufig ist relativ) oder gehe in Clubs. Ich will diesen geilen, unbekannten, hemmungslosen Sex ohne Tabus, alles darf. Mit Frauen die ich nicht (oder kaum) kenne. Sobald mir ein Mensch näher kommt, verliert er für mich schnell sexuelle Anziehungskraft. Es ist schon eine Art Sucht.

Frage 1: Gibt es Pesonen, die es ähnlich empfinden?

Frage 2: Hat jemand Erfahrungen, wie ich das abstellen kann?

Frage 3: Gibt es Frauen, die ähnlich emfinden? Wie schätzen die das ein?

Ich liebe meine Partnerin und würde mich nie von ihr trennen. Aber der Sex mit anderen reizt mich einfach zu sehr, obwol die Gefahr besteht, dass es irgendwann auffliegt. Eine dann anstehende Trennung würde mir das Herz brechen. Mein Kopf sagt, dass ist es nicht wert, sei trau, meine Begierde sagt etwas anderes ???

Antworten
FkreXude4nxkind


Hat jemand Erfahrungen, wie ich das abstellen kann?

So wie jede andere Sucht auch...

TsobbOi#01


Vielen Dank für die äußerst hilfreiche Antwort. Interessant zu sehen, dass Du eine Schokoladensucht, eine Heroinsucht, eine Alkoholsucht und eine Nikotinsucht mit den gleichen Mitteln zu behandeln gedenkst. Darf ich hinter Deiner geistreichen Antwort vermuten, dass Du Entzug meinst?

Absoluten Entzug wie bei Nikotin? Stufenweisen Entzug wie bei Heroin? Psychologische Betreuung wie bei Genusssüchten?

Aber vielen Dank noch einmal, hast mir sehr geholfen.

F~reuduenxkind


Interessant zu sehen, dass Du eine Schokoladensucht, eine Heroinsucht, eine Alkoholsucht und eine Nikotinsucht mit den gleichen Mitteln zu behandeln gedenkst

Logisch, ist vom Prinzip her das Selbe... Entzug und Therapie, was denn sonst

Mein Kopf sagt, dass ist es nicht wert, sei trau, meine Begierde sagt etwas anderes

Da hilft mit dem Hirn denken, statt mit dem Schwanz

Tyo0bbix01


Ich bin beeindruckt von Deinem Einfühlungsvermögen, ernsthafte Fragen und Sorgen anderer Mitglieder in die Lächerlichkeit zu ziehen.

F^reuKdenk<ind


Ich bin beeindruckt von Deinem Einfühlungsvermögen, ernsthafte Fragen und Sorgen anderer Mitglieder in die Lächerlichkeit zu ziehen.

Was denkst du, wie lächerlich dein Verhalten für deine Partnerin ist ??? Alles eine Frage des Standpunktes, was lächerlich ist

C=haoEs T^otxal


Ich finde es unfair, dass du eine emotionale Beziehung mit einer Frau eingehst, die augenscheinlich als monogam abgesprochen war, wenn du doch von deiner Sucht weißt.

Meine drei Tipps wären:

Erstens beende deine Beziehung und vögel dich weiterhin durch die Weltgeschichte(was nichts negatives ist, als Single, wenn man mit offenen Karten spielt finde ich das vollkommen legitim)

Zweitens, sprich mit deiner Partnerin, wenn du der Meinung bist, dass man sie evt zu einer offenen Beziehung bewegen könnte.

Drittens such dir einen Psychologen oder eine Selbsthilfegruppe für Sexsüchtige und sprich über dien Problem.(Scheinbar ist es für dich ein Problem, sonst würdest du es hier nicht posten).

Viertens, könntest du ja mal einen Dreier anschrechen, vielleicht ist deine Freundin dazu bereit.

Mich würde auch interessieren, wie du emotional darüber denken würdest, wenn du über dritte erfahren würdest, dass deine Freundin während eurer Beziehung mit anderen Männern Sex hat.

Außerdem bist du mit diesen One night stand safe??

grüße

CthaoJs Totxal


okay es wurden doch vier Tipps...

fZirde_wFolf


Ich glaube, dass wir Tobbi01 hier groß Unrecht tun.

Ich habe einen Freund, der ist 30 Jahre verheiratet, sehr glücklich, die beiden haben 4 Kinder gemeinsam. Mein Freund steht auf eine Form von Sex, in der er als Mann von der Frau dominiert wird - auf sehr klare und eindeutige Weise.

Jahrelang hat er das unterdrückt, sich via Kopfkino befriedigt, versucht, seine Träume und Bedürfnisse zu unterdrücken.

Natürlich geht das auf Dauer nicht gut.

Er hat probiert mit seiner Frau über seine Wünsche zu reden. Sie konnte sie intellektuell verstehen, aber das ist nicht ihre "Art" von Sex.

Also hat er angefange, mit extrem schlechtem Gewissen Stunden der Befriedigung außerhalb zu suchen. Ihm war von allem Anfang an klar, dass er Frau und Kinder über alles liebt.

Er ist nur mit seinen Bedürfnissen nicht zu rande gekommen und hat versucht, sie auf seine Weise umzusetzen.

In einem der großen Weisheitsbücher der Weltliteratur steht:

Wer von Euch ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein.

@ Tobbi01:

zu Deinen Fragen

Gibt es Pesonen, die es ähnlich empfinden?

Ich empfinde in diesem Bezug nicht so wie Du, kann aber auf Grund Deiner Schilderung nachvollziehen, wie es Dir geht bzw. gehen muss.

Hat jemand Erfahrungen, wie ich das abstellen kann?

In einer Therapie kannst Du dich den Wurzeln Deiner Wünsche nähern, es heißt aber nicht, dass Du damit sie abstellen kannst.

Normalerweise ist die Folge, dass Du dich selber besser verstehst. barmherziger und liebevoller mit Dir und Deiner Umgebung umgehen kannst.

Gibt es Frauen, die ähnlich emfinden? Wie schätzen die das ein?

Ich kenne von meiner beruflichen Arbeit mit Menschen her zwei Frauen, die auf solche Variationen der Sexualität stehen:

Die eine ist eine hochgeschätze Managerin, beruflich sehr erfolgreich, die es liebt, auf diese Weise "genommen" zu werden, unabhängig von ihrem beruflichen Status und Erfolg.

Mir kommt es immer so vor (subjektive Phantasie), also ob sie sich selber bestrafen will, weil sie so erfolgreich und gleichzeitig sehr einsam ist.

Die zweite Frau ist leitende Direktorin einer Sozialinistitution. Wer sie von außen kennt, würde sagen, eine sehr belesene und auf ihre Autonomie wert legende Frau.

Gleichzeitig gibt es ihr von Zeit zu Zeit einen Kick, auf die reine und triebhafte Sexualität "reduziert" zu werden.

Sie lebt das sehr authentisch und kann sehr lebendig zu ihren Bedürfnissen stehen.

Soweit meine Stellungnahme.

Ich glaube, Dich so weit wie möglich verstanden zu haben.

Was ich für Dich, für Deine Partnerin und für die Kinder hoffe: Dass Du beim Erleben Deiner Abenteuer ausschließlich und immer Safer Sex praktizierst.

Es ist für mich ein großer Unterschied, ob jemand seine Partnerin betrügt oder ob er ihr Leben auf's Spiel setzt.

Ich hoffe, Du bekommst im Laufe der Zeit die passenden Antworten auf Deine Fragen.

LG

TQo:bbix01


Zu allererst: Safe ist oberstes Gebot.

Und in der Tat ist es etwas, was mir wichtig ist und eine psychologische Betreuung habe ich vor vielen Jahren bereits in Erwägung gezogen.

Tatsache war:

Es gab 3 Kennenlerngespräche mit einer psychologischen Beraterin. Bei ihr fühlte ich mich sehr wohl und hätte auch in Behandlung gehen können. Allerdings kam sie aus einem anderen Bundesland, durfte dort nur beraten und nicht praktizieren.

Wir hielten wie folgt fest:

Es liegt in meiner Kindheit begründet. Meine Mutter verließ mich als ich ein kleines Kind war. Dann kam eine Stiefmutter ins Haus, der wesentlich jünger als mein Vater war und mit der Erziehung von 2 Kindern überfordert, kurz gesagt, ich litt sehr unter ihr. Dazu aber kam, dass sie eben sehr jung war, uns nur etwa 10 Jahre trennten und als ich in die Pubertät kam, diese Frau zumindest optisch sehr anziehend fand, obwohl ich sie hasste, weil ich keine Aufmerksamkeit erhielt. Ich bettelte nach Zuneigung, wurde aber abgelehnt. Meine Mutter war weg.

Eine sexuelle Anziehung zu einer Person, von der man keine Aufmerksamkeit bekam entwickelte sich in sexuelle Anziehung zu unbekannten Personen.

Soviel die Erkenntnis. Die Art dies psychologisch zu behandeln war eine, die sehr in die Tiefe gehen muss, 5x pro Woche Sitzung. Die Krankenkasse bezahlt aber maximal 3x pro Woche und zeitlich ginge das bei mir gar nicht, da ich beruflich und privat sehr eingespannt bin.

Dennoch habe ich 3 andere Psychater aufgesucht, zu keinem konnte ich ein Vertrauensverhältnis aufbauen. Dann habe ich es gelassen.

Ich ging aber urpsrünglich dorthin, weil ich unglücklich mit dieser Situation bin. Am liebsten wäre es mir, ich könnte monogam leben und hätte diese Probleme nicht. Monogam lieben kann ich und das tue ich aus allertiefstem Herzen meine Partnerin.

@ Freudenkind:

Einfach nur mit dem Hirn statt Schwanz zu denken ist gar nicht so einfach, schön dass Du das kannst

@ Chaos Total:

Beenden und durch die Welt vögeln hilft auch nicht. Habe ich lange gemacht, aber es ist ja nicht, was ich suche. Ich suche das Glück, die Liebe, die Partnerin, die Familie. Eine Partnerin zu suchen, die das mitmacht ist erstens nicht so leicht und zweitens liebe ich ja bereits jemand, brauche also keinen anderen, auch wenn es idealer wäre. Für meine Partnerin wäre mein jetziges Leben inakzeptabel.

@ firewolf:

Vielen Dank für Deine warmen Worte. Gefühlsmäßig betrüge ich meine Partnerin nicht. Ich weiß, dass ist Definitionssache. Mein Heimatort liegt weit von meinem jetzigen Wohnort weg und ich reduziere meine Triebe auf die Zeitpunkte, wenn ich in meinem Heitmatort bin. Das gewährt eine gewisse Sicherheit, dass es nie auffliegt, kann ja aber auch nicht die Lösung sein. Stell mir doch mal die Managerin und Leiterin der Sozialstation vor ;-). Ich weiß, ich bin ein hofnungsloser Fall...

Es scheint also nicht zu klappen, dennoch danke an alle für Euren Rat.

tHrod=at48


Ich kann dir nur raten: Steh offen zu deinen Neigungen und lebe sie aus. Alles Andere ist nicht gut für die Seele.

Aber offen heißt auch, dass du es nicht heimlich tust, sondern offen mit deiner Frau darüber redest und mit ihr gemeinsam nach Möglichkeiten suchst um deine Neigung auszuleben. Vielleicht hat deine Frau ja auch Neigungen die sie dir noch nicht getraut hat zu beichten und du könntest ihr ihre auch ermöglichen.

BLlZoodyA}ngexl


Fragt sich nur, ob ihn seine Frau nach dem Geständnis noch will. Ich an ihrer Stelle würde die Beziehung sofort beenden. Sucht hin oder her. Fakt ist, er bescheißt sie endlos.

TBobbi601


@ BloodyAngel:

Körperlich stimmt das, da hast Du recht. Und ich wünschte es wäre anders.

TMobbi0x1


@ trodat48:

Recht hast Du ja eigentlich, Antwort hätte auch von mir kommen können. Aber in der Theorie ist es meist einfacher....

F.reud9enkixnd


Sucht hin oder her. Fakt ist, er bescheißt sie endlos.

:)z :)z :)z

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