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Sex, Gewalt und Unterwerfung

S@tuden-tin86 hat die Diskussion gestartet


Ich werfe diese drei Begriffe einfach mal in provokant in den Raum und frage euch wie sehr diese Dinge miteinander zutun haben. Im Zentrum der Betrachtung steht im Forum Sexualität natürlich Sex, wobei dieser sowohl als Ausgang für Gewalt und Unterwerfung betrachtet werden kann, als auch als deren Ziel. Ihr könnt natürlich auch gern vertreten, dass Sex mit diesen beiden Dingen nichts zutun hat.

Antworten
Gcrüner K2ajktuxs


Ich finde Gewalt absolut entsetzlich. Unterwerfung ist auch negativ besetzt, wobei ich es aber akzeptiere, wenn Menschen es freiwillig tun - einfach weil sie sich zu dominanten Personen hingezogen fühlen.

Aber beide Begriffe haben für MICH nichts mit Sex zu tun. Gewalt erzeugt in mir nur ein starkes Gefühl von Abscheu, das keinerlei sexuelle Erregung zulässt.

Damit Sex ein Genuss ist bzw. damit ich überhaupt "einen hoch kriege", muss bei einer Frau absolute Freiwilligkeit und der starke Wunsch mit mir zu schlafen vorhanden sein. Merke ich, dass sie's nur mit mir tut, damit ich Ruhe gebe, oder um mir irgendwie einen Gefallen zu tun - d.h. dass eine Frau es nicht wirklich gerne mit mir macht - dann kann ich NICHT mit dieser Frau schlafen.

Boanan;enb@iegxer


@ Studentin86

Gewalt insoweit, dass es trotzdem noch freiwillig ist. Sie muß jeder zeit die Möglichkeit und das Recht haben es zu stoppen.

Wenn der Mann sie dazu zwingt (in dem er ihr ni die Haare greift und ihren Kopf zu seinem Schwanz führt) ihm einen zu blasen.

Oder er ihr die Hose runter zieht, sie über den Tisch legt und dann von hinten poppt.

Wenn der Mann sie benutzt (also Verkehr mit ihr hat) wann er es will und sie nicht fragt.

Oder auch wenn der Mann diese Frau einer Herrenrunde zur Verfügung stellt.

Das verstehe ich unter dem, was du hier in den Raum geworfen hast.

PghViljoPloguxs


Grundsätzlich kann das Spiel mit Macht und Hingabe doch ein sehr wundervolles sein. Freiwilligkeit vorausgesetzt.

Als erstes muss allerdings die Frage nach der Definition von Gewalt gestellt werden. Ist schon ein genüßlicher Klapps auf den Allerwertesten der Liebsten beim Poppen Gewalt? Oder vielleicht doch erst, wenn sie zu Dingen gezwungen wird, die sie vielleicht gar nicht möchte? Und selbstredend lassen sich hier "sie" und "er" beliebig tauschen!

Mich fasziniert dieses Spiel mit Sex und Macht und Unterwerfung und Zwang durchaus und so manche Lady auch .... Wichtig dabei: Ein Losungwort, welches zuvor fest vereinbart wurde. So kann sie 1000 Mal "Nein" winseln, ich werde nicht aufhören. Sagt sie aber einmal das zauberwort, ist alles sofort vorbei. Und dieses Vertrauen, dass sie in mich setzt, dass ich auch stante pede von ihr lasse, wenn sie dieses Wörtchen nutzt, dieses Vertrauen darf ich niemals enttäuschen. Und solange sie dieses Vertrauen hat, kann und darf ich (fast) alles machen, wobei ich immer auch ihre Grenzen, die mir bekannt sind, achten werde, denn ich achte meine Partnerin als Person, als Gegenüber. Trotz des Machtgefälles!

i|xcxzhxdxoxxcxh


@ Studentin86

Sex kann die spielarten Gewalt und Unterwerfung haben, wenn die Partner einverstanden und abgestimmt sind. Im allgemeinen muss dies aber strikt getrennt werden, denn Sex ist die schönste Sache der Welt und vereinbart sich damit nicht mit echter Gewalt oder ähnlichem.

Alles muss freiwillig und gewollt sein.

"Wenn mindestens 2 etwas tun und dabei einem dritten nicht schaden, ist es ok".

der Spruch klingt locker, aber denke genau drüber nach!

ZeweQrggenfrxau


Sex und Hingabe, Devotion oder eben Unterwerfung passt für mich sehr gut zusammen. Das Spiel mit der Macht, bedingungsloses Vertrauen. Grenzen austesten, erweitern und langsam gemeinsam überschreiten. Immer mit der Gewissheit, dass beim Safeword alles vorbei ist.

Aber Gewalt impliziert für mich kein gegenseitiges Einverständnis. Sondern das Ausnutzen einer Machtposition auf sehr unangenehme und schmerzhafte Weise.

Lebe BDSM schon einige Jahre und bin Schmerzen alles andere als abgeneigt. Ein schönes Mittel zum Zweck; manchmal ist auch der Weg das Ziel. Aber Gewalt - never!

S7tudent.in@86


@ Grüner Kaktus

Ich finde Gewalt absolut entsetzlich. Unterwerfung ist auch negativ besetzt, wobei ich es aber akzeptiere, wenn Menschen es freiwillig tun - einfach weil sie sich zu dominanten Personen hingezogen fühlen.

Ich möchte erst einmal klar stellen, dass ich hier auf keinen Fall Werbung für irgendwelche Praktiken machen will, die nicht auf beiderseitigem Konsens basieren. Gewalt muss übrigens nicht nur Körperlich sein und erst recht nicht ungezielt brutal.

Devote Personen (ob nun allgemein oder nur sexuell) sind dies übrigens in der Regel nicht weil sie sich gerade zu einer dominanten Person hingezogen führen und es dann ertragen. Zumindest wenn es halbwegs funktioniert. Die haben nämlich Spaß daran. Ich kenne sexuell devote Frauen denen ist fast egal, wer der sexuell aktive Part bei ihren Spielen ist. Personenfixiertheit kann also nicht generell vorliegen.

Das Unterwerfung in einer Gesellschaft, die sich über die (angeblich) ultimative Freiheit des Einzelnen definiert ist nicht verwunderlich. Nur bin ich wohl nicht die einzige Frau die beim Sex darauf steht, wie auch immer, unterworfen zu werden.

Aber beide Begriffe haben für MICH nichts mit Sex zu tun. Gewalt erzeugt in mir nur ein starkes Gefühl von Abscheu, das keinerlei sexuelle Erregung zulässt.

Wie gesagt: Gewalt bitte nicht mut Brutalität gleichsetzten. Gewalt über eine andere Person kann man sogar haben ohne diese jemals grob angefasst zu haben. Und das Gewalt bei Menschen abscheu erregt ist mir auch neu, dann dürften sich Action und Horrorfilme ja gar nicht verkaufen.

Damit Sex ein Genuss ist bzw. damit ich überhaupt "einen hoch kriege", muss bei einer Frau absolute Freiwilligkeit und der starke Wunsch mit mir zu schlafen vorhanden sein. Merke ich, dass sie's nur mit mir tut, damit ich Ruhe gebe, oder um mir irgendwie einen Gefallen zu tun - d.h. dass eine Frau es nicht wirklich gerne mit mir macht - dann kann ich NICHT mit dieser Frau schlafen.

Besagter Wunsch der Frau schließt noch immer keine Gewalt und keine Unterwerfung aus, er könnte ja sogar als Mittel der Unterwerfung oder der Gewalt genutzt werden.

@ Bananenbieger

Gewalt insoweit, dass es trotzdem noch freiwillig ist. Sie muß jeder zeit die Möglichkeit und das Recht haben es zu stoppen.

Dazu habe ich oben schon Stellung genommen.

Wenn der Mann sie dazu zwingt (in dem er ihr ni die Haare greift und ihren Kopf zu seinem Schwanz führt) ihm einen zu blasen.

Oder er ihr die Hose runter zieht, sie über den Tisch legt und dann von hinten poppt.

Wenn der Mann sie benutzt (also Verkehr mit ihr hat) wann er es will und sie nicht fragt.

Oder auch wenn der Mann diese Frau einer Herrenrunde zur Verfügung stellt.

Das verstehe ich unter dem, was du hier in den Raum geworfen hast.

Also stimmst du zu, dass Gewalt über und die Unterwerfung den Sexualpartner sehr wohl ein erotischer Triebmotor sein kann? Die Frage ist: erzeugt dabei dann die Sexualität die Gewalt und Unterwerfung oder erzeugt die Gewalt und Unterwerfung die Sexualität? Oder ist es gar ein Wechselspiel?

@ Philologus

Als erstes muss allerdings die Frage nach der Definition von Gewalt gestellt werden. Ist schon ein genüßlicher Klapps auf den Allerwertesten der Liebsten beim Poppen Gewalt? Oder vielleicht doch erst, wenn sie zu Dingen gezwungen wird, die sie vielleicht gar nicht möchte? Und selbstredend lassen sich hier "sie" und "er" beliebig tauschen!

Ich denke auch der Klaps ist schon Gewalt, selbst wenn sie fixiert wird, ist das schon eine Gewalt die über sie ausgeübt wird.

Mich fasziniert dieses Spiel mit Sex und Macht und Unterwerfung und Zwang durchaus und so manche Lady auch .... Wichtig dabei: Ein Losungwort, welches zuvor fest vereinbart wurde. So kann sie 1000 Mal "Nein" winseln, ich werde nicht aufhören. Sagt sie aber einmal das zauberwort, ist alles sofort vorbei. Und dieses Vertrauen, dass sie in mich setzt, dass ich auch stante pede von ihr lasse, wenn sie dieses Wörtchen nutzt, dieses Vertrauen darf ich niemals enttäuschen. Und solange sie dieses Vertrauen hat, kann und darf ich (fast) alles machen, wobei ich immer auch ihre Grenzen, die mir bekannt sind, achten werde, denn ich achte meine Partnerin als Person, als Gegenüber. Trotz des Machtgefälles!

Womit das Ganze letztlich wie eine Enklave in das moderne Menschenbild eingefügt wird und so machbar wird.

@ ixcxhxdxoxcxh

Sex kann die spielarten Gewalt und Unterwerfung haben, wenn die Partner einverstanden und abgestimmt sind. Im allgemeinen muss dies aber strikt getrennt werden, denn Sex ist die schönste Sache der Welt und vereinbart sich damit nicht mit echter Gewalt oder ähnlichem.

Alles muss freiwillig und gewollt sein.

"Wenn mindestens 2 etwas tun und dabei einem dritten nicht schaden, ist es ok".

der Spruch klingt locker, aber denke genau drüber nach!

Was ist denn "echte Gewalt"? Und es gibt ja auch Leute die auf 24/7 und solch Sachen stehen.

@ Zwergenfrau

Sex und Hingabe, Devotion oder eben Unterwerfung passt für mich sehr gut zusammen. Das Spiel mit der Macht, bedingungsloses Vertrauen. Grenzen austesten, erweitern und langsam gemeinsam überschreiten. Immer mit der Gewissheit, dass beim Safeword alles vorbei ist.

Aber Gewalt impliziert für mich kein gegenseitiges Einverständnis. Sondern das Ausnutzen einer Machtposition auf sehr unangenehme und schmerzhafte Weise.

Lebe BDSM schon einige Jahre und bin Schmerzen alles andere als abgeneigt. Ein schönes Mittel zum Zweck; manchmal ist auch der Weg das Ziel. Aber Gewalt - never!

Vielleicht sollte ich mal einer genauere Definition liefern was Gewalt ist?

Gewalt ist das "Verfügen-können-über-etwas".

Ein Safewort ist also schon eine Einschränkung des dominanten Partes. Was negatives steckt jedoch noch nicht direkt im Wort, die negative Konnotation kommt aus unserem Gesellschafts- und Menschenbild, nachdem wir alle gleichwertig und frei seien.

irx~cxh'xdxoxxcxh


@Studentin86 - echte Gewalt hat nicht den Stoppgedanken /Stoppbefehl, den man im Bereich des SM hauptsächlich findet.Meist das internationale Codewort rot oder red. - Das dann auch bei nicht vorher abgesprochenem funktioniert

B}ananen)bieIgexr


@ Studentin86

Also stimmst du zu, dass Gewalt über und die Unterwerfung den Sexualpartner sehr wohl ein erotischer Triebmotor sein kann?

Ich stimmt dir zu.

Die Frage ist: erzeugt dabei dann die Sexualität die Gewalt und Unterwerfung oder erzeugt die Gewalt und Unterwerfung die Sexualität? Oder ist es gar ein Wechselspiel?

Es ist ein Wechselspiel. Denn beide leben von dem as dort geschieht.

SQtude"ntixn86


@ ixcxhxdxoxcxh

@Studentin86 - echte Gewalt hat nicht den Stoppgedanken /Stoppbefehl, den man im Bereich des SM hauptsächlich findet.Meist das internationale Codewort rot oder red. - Das dann auch bei nicht vorher abgesprochenem funktioniert

Rot kenne ich nun nicht als genormtes Codeword, aber darum geht es ja gar nicht. Echte Gewalt wäre es für dich also erst, wenn sie völlig uneingeschränkt ist? Dann wäre aber nur jemand allmächtiges (sprich: Gott) wirklich Gewalt. Ich denke man muss da zwischen der Intensität und der Art von Gewalt unterscheiden.

@ Bananenbieger

Es ist ein Wechselspiel. Denn beide leben von dem as dort geschieht.

Das ist natürlich immer die einfachste Antwort. Oft auch jene die Zutrifft. Aber was mich interessieren würde, ob es nicht doch eine Seite gibt die eher auslöst. Aus weiblich-passiver Sicht frage ich mich:

Will ich, dass er mich durch Sex unterwirft? Oder unterwirft mich Sex mit ihm? Wenn ersteres zutrifft: warum ausgerechnet durch Sex und auch nur durch Sex? Wenn zweites zutrifft: warum unterwirft mich Sex mit ihm? Warum macht er das? Warum lasse ich es zu?

Bhanangenbixeger


@ Studentin86

Die Frau unterwirft sich und lässt sich benutzen, weil es ihr Spass macht.

Es erregt sie in der Form ausgeliefert zu sein.

Dem Mann macht es ebenfalsl Spass, weil er mit de rFraumachen kann was er will. Er benutzt sie. Er übt Macht über sie aus und das macht ihn an.

Unfreiwilliger Sex mit einer anderen Person ist immer unterdrückung, ausübung von Macht. Das ist Gewalt. Letztendlich ist es eine gespielte Vergewaltigung.

Die Frau erregt es eben in diesem Augenblick ausgeliefert zu sein.

Lebe es lieber und analysiere es nicht zu sehr. Du nimmst dir damit den Spass.

k9aterclharxlie


ich habe (wir haben) auch schon darüber nachgedacht:

genetik. evolution. das sind die stichworte

im lauf der letzten 30.000 jahre

gab es

unzählige

gewaltorgien,

massenvergewaltigung.

krieg feldzüge eroberung haben dazu geführt. auch heute noch.

evolution funktioniert am besten, wenn sich ungleiche gene vermischen.

die folge in kurzform: genetisch ist die lust an der unterwerfung in die frau einprogrammiert.

lust, sich der gewalt zu fügen. gefickt zu werden. auch von mehreren.

das ist jetzt der ultrakurztext meiner (unserer) persönlichen theorie dazu.

allein das thema zu erörtern erforderte eine doktorarbeit, mindestens___

ezrebdos


katercharlie,

angesichts Deiner unbelegten, inkohärenten küchenpsychologischen Behauptungen, die noch dazu einen aberwitzigen historischen Kontext herbeifabulieren (warum 30.000 Jahre?) wage ich zu bezweifeln, daß es in Deinem Falle je zu einer Doktorarbeit reichen würde.

kuatercShaKrlixe


jepp.

da spricht der fachmann/kenner/nichtküchenpsychologe.

hast du probleme?

ein küchenp.

k*aterzc\harlxie


hallo erebos:

hab mir mal deine restlichen forumsbeiträge der letzten tage reingezogen:

seeehr aussagekräftig - für psychologen aller art usw.

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