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Ab wann beginnt der Seitensprung?

AAnnagmia84


Wissenschaftlich und biologisch gesehen gibt es natürlich Argumente sowohl für Monogamie, als auch für Polygamie.

Aber warum hat sich die Monogamie im Endeffekt durchgesetzt? Ist das nicht auf eine gesellschaftliche Entwicklung zurückzuführen?

Und warum wird von einigen die Polygamie richtiggehend verteufelt und die Monogamie als das moralisch einzig Wahre dargestellt? Wo sich die Menschen doch schon seit Jahrhunderten quälen mit der "verbotenen" Lust auf Sexualität außerhalb der Ehe, bzw Beziehung? Das muss doch wohl auch irgendwo seine Grundlage haben.

Warum wird diese Grundlage verleugnet oder ignoriert? Warum sollen die natürlichen Argumente für Monogamie mehr zählen oder "besser" sein, als die für Polygamie?

Hat hier niemand behauptet, das ist mir klar! Aber wenn ich lese, wie sich manche Leute über Beziehungen ereifern, die nicht monogam geführt werden, dann stellen sich mir diese Fragen durchaus :=o

G4.W. ?von xRue


@ Taurus78

Ist es normal, dass Männer sofort mit jeder attraktiven Frau ins Bett könnten, und ist es genauso normal, dass Frauen eher keine Schlampen sind (so wie die Männer), sondern viel klüger und weiser mit Sex umgehen können?

Ich glaube, Frauen gehen nicht "klüger" oder "weiser" mit Sex um, sondern eher emotionaler.

GB.tW. vgoqn RZue


@ Annamia84

Und warum wird von einigen die Polygamie richtiggehend verteufelt und die Monogamie als das moralisch einzig Wahre dargestellt?

Weil die Polygamie ihre Werte in Frage stellt bzw. mit Füßen tritt. Natürlich könnte man sagen, es solle ihnen doch einfach egal sein, wie andere leben, aber wir sind eben soziale Wesen, die irgendwie voneinander abhängen. Es ist deshalb nicht schön, zu sehen und/oder zu erleben, wie andere etwas als wertlos einstufen, was einem selbst viel bedeutet.

Sicherlich hat es aber auch mit der anerzogenen Vorstellung von "richtig" und "falsch" (gut und schlecht) zu tun.

T)auru sx78


@ Annamia84

Ja, so ist das eben mit den gegensätzlichen Meinungen, aber dafür leben wir in einer freien Gesellschaft. Für mich wäre es einfach nur das Grauen, wenn alle Menschen auf der Welt so leben würden wie Du. Soziale Gemeinschaften könnten in meinen Augen auf diese Weise nicht fortbestehen, solange Individuen dabei sind, die diesen Lebensstil nicht teilen wollen. Wenn ALLE, mich eingeschlossen, so drauf wären wie Du, dann wären wir alle Bonobo-Affen und gut. ;-D

Für mich erscheint Dein Lebensstil in der Tat wertlos - es sind eben nicht meine Werte. Der eine mag dies, der andere das. Subjektiv. Da hast Du auch völlig Recht. Hauptsache die Gesellschaft ist offen genug, verschiedene Lebensentwürfe zuzulassen, solange sie nicht den Erhalt des Sozialsystems an sich gefährden. In manchen Punkten muss man absolut sein, in anderen offen. Was Deine Lebensweise angeht, bin ich offen, es fällt mir nicht ein, Dir das verbieten zu wollen oder so. Ich hab bloß eine begründete Meinung dazu, und in Foren sagt man seine Meinung auch mal, damit es hier nicht öde wird, das ist alles. ;-)

Ich vertrete die These, dass Mutter NAtur einfach verschiedene Erfolgsmodelle ins Rennen geworfen hat, die miteinander konkurrieren - Polygamie und Monogamie. Konkurrenz belebt schließlich das Geschäft und das GEschäft der Natur ist nunmal LEBEN. Ich bin also nicht der Meinung, Monogamie sei rein gesellschaftlich oktroyiert, sondern ich halte sie für genauso natürlich wie Polygamie.

Zu Konflikten kommt es immer dann, wenn polygam veranlagte Individuen mit einer gesellschaftlichen "Monogam-Doktrin" getrietzt werden bzw. eher monogam veranlagte Menschen auf einmal polygame Wertmaßstäbe unter die Nase gerieben bekommen (wie auch sehr oft im virtuellen Mikrokosmos von [[http://www.med1.de/]], wo scheinbar immer alles neuer, fortschrittlicher, moderner, tabuloser und unspießiger sein muss als "draußen"). ;-) Doch, ein Konflikt-Beispiel wüßte ich aus der realen Welt: Wenn ein Mosuo-Mann bei einer Frau sein will und sie bei ihm und die Mosuo-Gesellschaft aber Druck macht, da müsse jetzt aber der nächste Fremde über sie drüberrutschen und er müsse gefälligst auch mal wieder fremdgehen, oder will er etwa ein unmoderner Spießer sein. ]:D

Die Mosuo sind eine eigene Volksgruppe in China, die im Matriarchat lebt. Kann man googeln.

Für mich persönlich ist wichtig, Werte zu haben die zu mir passen (das schließt ein, zu einer Versuchung auch mal nein zu sagen) und Leute zu finden, die meine Werte teilen, damit ich mich nicht an die Falschen verschwende. Deshalb lese ich auch hier mit.

Du sagst übrigens auch Kluges, was ich für mich mitnehme, aber was, das sage (gönne) ich Dir nicht. ]:D

Grüße,

Taurus

T=a0uru$sx78


@ Annamia84

Nachtrag:

Vielleicht hast Du ja durchgeknallte Hippie-Eltern gehabt und hast Deine Wertmaßstäbe ja von denen? Reflektier Du doch auch mal... ]:D

Ich hab schon Werte von meinen Eltern mitbekommen, da hast Du Recht. Und es tut mir leid für die vielen Kinder, die von ihren Eltern keine Werte bekommen und sich dann aus MTV, Pornos und Gewaltfilmchen im Handyformat eine kaputte Welt zusammenreinem, nach deren "Gesetzen" sie dann leben.

A*n#namxia84


@ Taurus

Und es tut mir leid für die vielen Kinder, die von ihren Eltern keine Werte bekommen und sich dann aus MTV, Pornos und Gewaltfilmchen im Handyformat eine kaputte Welt zusammenreinem, nach deren "Gesetzen" sie dann leben.

Oh, da muss ich dir durchaus Recht geben!

Bei mir ist es allerdings nicht so gelaufen. Meine Eltern leben eine "normale", monogame Beziehung und ich habe als Kind nicht mitbekommen, dass es auch andere Arten einer Beziehung gibt. Nicht mal Fremdgehen habe ich erlebt bei meinen Eltern.

Ich weiß ja nicht warum, aber ich habe schon relativ früh (ca. mit 16) festgestellt, dass ich meine Beziehungen nicht so leben möchte, wie die meisten. Mein erster Freund hat mich sehr oft belogen und betrogen, was mich total fertig gemacht hat! Andererseits hätte er mir nie zugestanden, anderweitige Erfahrungen zu machen, obwohl das damals noch gar kein großes Thema für mich war.

Ich kenne also auch andere Seiten einer Beziehung. Ich hab nach meinem ersten Freund den Cut gemacht und mir gesagt: "Ich mag keine Eifersucht mehr in meiner Beziehung. Ich möchte eine Beziehung, in der ich blind vertrauen kann und in der über alles gesprochen werden kann, egal wie intim es ist. Ich möchte keinen Partner mehr, der mich nur für sich beansprucht. Ich möchte einen sexuell offenen, weltoffenen Partner."

Und genau den hab ich gefunden! Ich liebe meinen Freund wirklich sehr und könnte es wie gesagt nicht ertragen, wenn er (Liebes-)Gefühle für eine andere Frau hätte. Für mich wäre es auch schrecklich, wenn er mit einer anderen lieber Sex hätte als mit mir. Andere Partner sollen für uns wirklich nur Abenteuer sein.

Auch wir haben persönliche Grenzen und diese Grenzen müssen wir miteinander abgleichen, weil sie nicht komplett identisch sind. Auch das ist eine Herausforderung.

Keyra-zLee


Wenn wir das Gefühl hätten, dass der andere mehr als sexuelle oder freundschaftliche Empfindungen für eine außenstehende Person hegt, dann wäre das für uns beide zum einen eine riesige Verletzung, zum anderen Fremdgehen.

Das heißt also, ein Seitensprung wäre für Euch beide nur, wenn dabei tiefere Gefühle (Liebe) entstehen würden? Also genau wie die uralte Spruch des Mannes, der sagt: 'Schatz, da war gar nix, das war doch nur was Körperliches'?

Hier in diesem Forum wird oft versichert, wie gut dies funktioniert und wie glücklich man doch damit ist. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, daß man auf Dauer derartige 'Abenteuer' ohne das geringste freundschaftliche Gefühl haben kann. Fäden wie 'Ich habe mich in meine Affaire verliebt' kommen zwar nicht sonderlich häufig vor, aber das lieger meiner Meinung nur daran, daß sich keiner traut zuzugeben, daß das mit den abgeschalteten Gefühlen doch nicht ganz so gut funktioniert hat, wie man den anderen glaubhaft machen wollte.

SwweetPasusion


Ich bin leider sehr sehr eifersüchtig und bei mir fängt Fremdgehen an, wenn mein Freund mit einer anderen öfters flirtende Blicke austauschen würde...

Damit fängts ja meistens an...

m+itlNeserc*stxmk


Du darfst getrost davon ausgehen, daß auch viele Frauen eben diesen Traum träumen. Sobald sie dies jedoch aussprechen, sind das genau diejenigen, die dann mit Sicherheit den wundervollsten Sex haben werden, gleichzeitig jedoch von den Männern als 'Schlampen' bezeichnet werden.

Vermutlich verkneifen sie es sich deshalb. Meiner Meinung übrigens nach NUR deshalb. o:)

da hast du bestimmt recht.

verstanden hab ichs aber trotzdem nie :=o

AYnna7mia8x4


@ Kyra-Lee

Das heißt also, ein Seitensprung wäre für Euch beide nur, wenn dabei tiefere Gefühle (Liebe) entstehen würden? Also genau wie die uralte Spruch des Mannes, der sagt: 'Schatz, da war gar nix, das war doch nur was Körperliches'?

;-D Ja, so sehen wir das.

Eine Affäre könnten wir übrigens beide nicht akzeptieren. Längerfristige "Machenschaften" außerhalb unserer Beziehung wären nichts für uns. Zu "gefährlich", glaube ich ;-D ;-)

Klyr>a-Lee


Längerfristige "Machenschaften" außerhalb unserer Beziehung wären nichts für uns. Zu "gefährlich", glaube ich

Vielen Dank für Deine ehrlichen Worte. :)^

Sie bestätigen meine Meinung, eben das solch eine Art der Beziehung sich zwar wie das perfekte Modell anhört, aber trotzdem auf Dauer in der Realität nicht zu verwirklichen ist.

Es ist nur eine andere Art des Zusammenlebens, keinesfalls jedoch die bessere, denn um mal beim Beispiels des Seitensprungs zu bleiben: Bei Euch ist diese Gefahr weder größer noch kleiner als bei denjenigen, die sich zur Monogamie bekennen. Eure Grenzen sind nur anders gesteckt.

Anders, nicht besser...... ;-)

AKnna@miax84


:)z

Anders, nicht besser......

Seh ich auch so.

owld chavtterZhand


Ich denke der Punkt an dem der Seitensprung beginnt ist bei jedem Paar verschieden.

Kurz gesagt: Der Seitensprung beginnt da, wo die Toleranzgrenze des Partners endet.

mUitleMserT*stmk


Kurz gesagt: Der Seitensprung beginnt da, wo die Toleranzgrenze des Partners endet.

und was ist wenn einer von beiden den anderen immer wieder abweist?

ist der abgewiesene dazu verdammt immer nur darauf warten zu dürfen wenn der andere part will ???

kommt öfters vor als man denkt ;-D

was dann?

einerseits sollte die toleranzgrenze nicht überschritten werden, andererseits sollte man sich und seine lust im zaum halten ???

irgendwo einseitig wenns so rennt.... :=o

aVdlx5


Ich würde sagen, ab dem Zeitpunkt wo man miteinander Sex hat.

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