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Kann ich lernen, devoter zu werden?

E(wixa hat die Diskussion gestartet


Ich bin masochistisch veranlagt, aber leider nicht devot genug dafür. Klingt vielleicht verrückt, aber irgendwie klappt es nicht so recht mit meinem Partner, obwohl er sadistisch veranlagt ist. Als ich ihn kennengelernt habe, war ich hellauf begeistert, weil er der erste Mann war, der Lust dabei empfand, mir Schmerzen zu bereiten. Bis dahin hatte er eher Kuschelsex, hätte sich selbst nicht als "DOM" bezeichnet und ist erst durch den Sex mit mir darauf gekommen. Nun zum Problem:

Mir gefallen die Schmerzen, die er mir bereitet, nicht mehr. Anfangs hat es gut geklappt, weil ich ihn praktisch angeleitet, ja gerade zu aufgefordert habe. Ich sagte ihm, was er mit mir tun sollte und er tat es. Das fand ich klasse. Jetzt ist er aber selbstsicherer geworden und macht im Prinzip, wonach ihm ist. Früher war das mein Ziel, ich wollte einen Mann, der sich durchsetzt und mir dabei weh tut. Aber jetzt benutze ich fast täglich unser Codewort, weil es mir einfach zu viel ist.

Ich möchte schon noch weiterhin, dass der Sex hart ist, aber auf andere Art, als jetzt. Er beißt, kratzt und zwickt z.B. gerne. Ich finde diese Art von Schmerzen aber unangenehm und würde lieber geschlagen werden. Habe mit ihm schon darüber geredet, aber er meint, dass das seiner Meinung nach nicht Sinn der Sache ist. Also dass ich praktisch das Programm aufstelle. Er würde sich wünschen, dass ich mich ihm mehr unterwerfe und Lust an den Dingen bekomme, die er mit mir tun will.

Denkt ihr, das kann funktionieren? Ich meine, es ist schon paradox: Ich will einen "DOM" haben und dann passt es mir nicht, wenn er sich durchsetzt. Andererseits glaube ich nicht, dass mir das Gebissenwerden physisch je gefallen wird. Der Schmerz ist einfach ganz anders, als bei einem Schlag auf den Hintern zum Beispiel.

Oh Mann, wieso sind meine Gefühle nur so kompliziert :-( Vielleicht gehört das eher unter Psychologie :-|

Antworten
AYnnam-aDu,si


hm... ja kannst du schon, aber dein "Freund" ist kein richtiger (guter) DOM.

Als DOM sollte man sein SUB immer weiter langsam erziehen so das es sich immer mehr hingibt, aber der DOM muss auf das SUB auch eingehen damit es den anreiz bekommt sich hinzugeben.

E.wia


Als DOM sollte man sein SUB immer weiter langsam erziehen so das es sich immer mehr hingibt

Zeit lässt er mir schon, aber irgendwie hat er einfach andere Vorstellungen als ich. Ich frage mich deshalb, ob ich als "gute" SUB Gefallen an seinen Ideen finden sollte :-/ Gibt da ja diesen Witz:

[[http://www.comedynetwork.de/Witze/gemeiner-sado-maso-witz.html Sagt der Masochist zu dem Sadisten: Schlag mich! Antwortet der Sadist: Nein!]]

D/erASchon.Wiexder


Er beißt, kratzt und zwickt z.B. gerne. Ich finde diese Art von Schmerzen aber unangenehm und würde lieber geschlagen werden.

Dann solltest du auch nicht versuchen, devoter zu werden, sondern zu deinen Neigungen stehen. Dein Partner scheint ja ein ganz kreativer zu sein, denn beißen und Kratzen gehört nun wohl nicht gerade zum Standard-SM Repertoire. :-/

Aber jetzt benutze ich fast täglich unser Codewort, weil es mir einfach zu viel ist.

Dein gutes Recht. Und wieso lernt er nicht daraus?

Evw<ia


Dann solltest du auch nicht versuchen, devoter zu werden, sondern zu deinen Neigungen stehen.

Ich frage mich, was das dann noch mit Unterwerfung zu tun hat. Also natürlich muss bzw. sollte man sich auch als devoter Part nicht völlig aufgeben, aber wenn man letztlich ganz genau bestimmen will, wie es läuft, ist man dann überhaupt noch devot?

Oder bin ich etwa masochistisch-dominant veranlagt? :-o

Und wieso lernt er nicht daraus?

Er sieht den "Fehler" nicht bei sich. Er findet es nicht schlimm, wenn ich das Codewort benutze, sondern meint einfach, dass ich halt noch nicht so weit bin. Von seinem Weg will er sich deshalb aber nicht abbringen lassen.

Er meint, wenn er mir die Schmerzen bereitet, die ich haben möchte, dann kann ich mich auch selbst schlagen.

EwwiAa


Ich frage mich halt, ob er mich überhaupt noch unterwirft, wenn er jetzt "nachgibt" und es so macht, wie ich es gerne hätte :-/

RNot/naxse


Die Lage scheint relativ klar: Du hast Bedürfnisse und Wünsche beim Sex, er ignoriert sie so weit, daß dir der Spaß vergeht. Kurz, der Mann ist ein rücksichtloser Rüpel und für eure Beziehung sieht es nicht gut aus. Ob es hier um Peitschen oder Kuscheleinheiten geht, tut überhaupt nichts zur Sache.

Mein Tip: Sich verabschieden, eher füher als später.

M:ayYflorwer


Er meint, wenn er mir die Schmerzen bereitet, die ich haben möchte, dann kann ich mich auch selbst schlagen.

Wenn ich ein Sadist wäre, würde ich wohl auch so denken...*studier*

Ist halt immer die Frage, wie ernst solche Beziehungen genommen werden. Ist es nur ein Rollenspiel oder werden da echte Veranlagungen ausgelebt? Mit einem Mann, der sich selbst als Sadist bezeichnet, wäre ich sehr vorsichtig. Ich weiss nicht, ob da ein Codewort genügend Schutz bietet.

Beissen finde ich sehr heikel. Erstens wird die Beisskraft fast immer unterschätzt und zweitens hat Beissen etwas sehr aggressives an sich. Ich denke, wenn da die Kontrollmechanismen aussteigen, wird es rasch gefährlich - und viel schmerzhafter als man es sich je gewünscht hat.

E w@ia


Ob es hier um Peitschen oder Kuscheleinheiten geht, tut überhaupt nichts zur Sache

Ich denke, das spielt schon eine entscheidende Rolle. Schließlich geht es hier ja nicht um eine gleichberechtigte Partnerschaft, sondern um ein bewusst eingegangenes Machtgefälle. Ich will ja im Prinzip, dass er "rücksichtslos" ist, dass er sich DURCHSETZT. Das ist ja das Paradoxe an der Sache. Schwer zu erklären :-/

Wenn ich ein Sadist wäre, würde ich wohl auch so denken...

Ja, deshalb komme ich auch ins Grübeln. Ich finde seine Argumentation nachvollziehbar. Sie deckt sich theoretisch ja auch mit dem, was ich mir immer gewünscht habe. Nur praktisch fühlt es sich irgendwie nicht gut an.

Ist halt immer die Frage, wie ernst solche Beziehungen genommen werden. Ist es nur ein Rollenspiel oder werden da echte Veranlagungen ausgelebt?

Uns geht es dabei schon um grundlegende Veranlagungen und nicht um ein Rollenspiel für zwischendurch.

Mit einem Mann, der sich selbst als Sadist bezeichnet, wäre ich sehr vorsichtig. Ich weiss nicht, ob da ein Codewort genügend Schutz bietet.

Diesbezüglich hatte ich bislang keinerlei Bedenken. Da vertraue ich ihm voll und ganz. Er stoppt auch sofort, wenn ich das Codewort verwende.

Beissen finde ich sehr heikel. Erstens wird die Beisskraft fast immer unterschätzt und zweitens hat Beissen etwas sehr aggressives an sich.

Ich glaube, das ist ein wichtiger Punkt. Er sagt oft "Ich habe doch kaum zugebissen", wenn es mir schon zuviel ist. Ich denke, er unterschätzt das wirklich :-(

guwen,dol6ynn


Kann ich lernen, devoter zu werden?

Nein. Ein Masochist ist nicht automatisch devot. Das sind, so seltsam es klingt, zwei verschiedene Paar Stiefel. Ich habe hier im Forum schon von Frauen gelesen, die von sich selbst sagten, devot zu sein, denen aber schon bei einem leichten Klaps jede Lust vergeht, weil sie nun mal gar nicht auf Schmerzen beim Sex stehen.

Ich bin masochistisch veranlagt, aber leider nicht devot genug dafür.

Du brauchst nicht devot zu sein, um masochistisch zu sein. Und dein Partner hat das leider auch nicht verstanden. :-/

EtwiOa


Ich habe hier im Forum schon von Frauen gelesen, die von sich selbst sagten, devot zu sein, denen aber schon bei einem leichten Klaps jede Lust vergeht, weil sie nun mal gar nicht auf Schmerzen beim Sex stehen.

Das leuchtet mir auch ein. Schmerzen müssen nicht zwangsläufig zur Unterwerfung gehören. Ich weiß nur nicht, wie ich meinen Masochismus ohne Submission je richtig ausleben soll. Mir selbst Schmerzen zuzufügen, gibt mir jedenfalls nichts. Und meinen Partner auf Dauer anleiten, will ich auch nicht.

Du brauchst nicht devot zu sein, um masochistisch zu sein. Und dein Partner hat das leider auch nicht verstanden. :-/

Falls ich mich wirklich irre und tatsächlich nicht devot sein "muss", dann kann ich es meinem Partner nicht vorwerfen. Ich habe ihm immer gesagt, dass ich einen starken Mann haben möchte, der mich dominiert. Ich denke schon, dass ich devot bin, wenigstens teilweise, nur eben nicht unterwürfig genug, für die Fantasien meines Partners.

DferSch3on\Wiexder


Sie deckt sich theoretisch ja auch mit dem, was ich mir immer gewünscht habe. Nur praktisch fühlt es sich irgendwie nicht gut an.

Ist es nicht häufig so (auch bei Vanillas), dass die Fantasie geiler ist, als die Realität?

E8wia


Vielleicht sehe ich das alles auch einfach zu streng, zu dogmatisch. Die meisten Frauen, die sich selbst devot nennen, würde ich z.B. nicht so bezeichnen. Wer ganz genau vorgibt, was er will und was nicht, verhält sich in meinen Augen jedenfalls nicht unterwürfig. Und den selben Schuh ziehe ich mir im Moment auch an. Ich wollte immer einen dominanten Mann, der mich so nimmt, wie es ihm passt - jetzt habe ich ihn und will/kann mich ihm nicht fügen.

Verdammte Axt!

ENw*ixa


Ist es nicht häufig so (auch bei Vanillas), dass die Fantasie geiler ist, als die Realität?

Am Ende ist das echt das eigentliche Problem :-o

Ich finde es vielleicht nur theoretisch (in der Fantasie) toll, einem Mann zu gehorchen, mich ihm auszuliefern :-/

gmwen^dolynxn


jetzt habe ich ihn und will/kann mich ihm nicht fügen.

Dann sieh das doch ein und versuch nicht, auf Teufel komm raus devot zu sein, wenn du es gar nicht bist. Das gehört zum Masochismus nicht zwangsläufig dazu. Hat mir mal ein waschechter Masochist erklärt ;-)

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