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Kampf der Unlust - *nur für Frauen*

cRh~inaxski


@ Ich73

Sehr guter Beitrag, ich erlaube mir etwas draus nochmal zu zitieren, was ich sehr zutreffend und wichtig finde:

Ich habe auch festgestellt, je mehr Sex und/oder Orgasmen man hat, desto häufiger wünscht man sich wieder welchen. Der Körper scheint sich daran zu gewöhnen. Dummerweise scheint der weibliche Körper leicht vergesslich zu sein, und kann sich genauso schnell alles wieder abgewöhnen.

Mein Fazit daraus: Wer in Übung bleibt, hat mehr vom Leben.

:)^ :)z :)^ :)z :)^ :)z

hört auf die Frau.... ;-) Lust am Sex kann man sich entwöhnen und aber wieder angewöhnen... Habe ich auch schon irgendwo hier geschrieben.

... und btw:

Erotische Lektüren sind z.B. auch nicht jedermanns Sache. Mich langweilen sie eher, weil es mir zu schwülstig ist. Ich will es schon lieber handfester.

Das hier fand ich überhaupt nicht schwülstig, sind aber auch keine Geschichten sondern wirkliche Phantasien, teileweise auch "hardcore", manche sehr schräg, andere wieder sehr harmlos, aber auf jeden Fall sehr abwechslungsreich, für jeden was dabei ;-)

Vielleicht auch gerade für dich UnterPalmenTräumerin

Befreiung-zur-Lust-sexuellen-Phantasien

s,unsxet82


Ich stimme Ich73 auch vollkommen zu.

Und wie ich meine Lust wieder erlangt habe?

Erst erlangte ich sie genauso wie in jeder Beziehung wieder, nämlich dadurch, dass ich merkte, mein Parnter hört auf sich für mich zu interessieren, unbewusst merkt man das als Frau, er war nicht mehr so viel zuhause, und ich hatte Angst ihn zu verlieren, da beginnt das Unterbewusstsein von Frau zu arbeiten, und unbewusst wie auch bewusst will sie ihn zurückgewinnen, ihn und seine Liebe. Und am besten geht das mit Sex, den er vorher kaum noch von mir bekam. In dieser Zeit bekommt Frau dann wieder total Lust auf Sex, um ihren Partner halten zu können, wie gesagt, das ganze spielt sich teilweise bewusst ab, und teilweise unbewusst (Frau steuert nicht all ihre Gedanken, die Lust kommt dann von ganz alleine wieder)

Aber mir war zu dem Zeitpunkt sonnenklar, warum ich plötzlich wieder Lust auf Sex hatte, und merkte auch die Wirkung, dich ich damit erzielte, ich merkte was für eine Macht ich mit Sex habe, ich fühlte mich sehr überlegen, denn ich habe die guten Karten in der Hand (ich muss dazu sagen, dass mir vieles davon teilweise bewusst war, und vieles noch unbewusst, was ich erst später durch viel überlegen draufkam, warum ich so handelte, wie ich handelte). Jedenfalls auch als ich merkte, die Beziehung ging zu Ende, und auch von meiner Seite her, also ich wollte diese Beziehung auch nicht mehr... aber meine Lust auf Sex war geblieben. Plötzlich begegnete ich immer wieder Männern, die mich schon erregten, wenn ich sie nur ansah, von denen ich träumte in der Nacht, obwohl ich sie kaum kannte, plötzlich war es einfach so, dass ich nicht wie früher, einen Mann ansah, er gefiel mir, und ich verliebte mich in ihn, ... NEIN es war nun so, dass ich einen Mann ansah, und ich fühlte mich sexuell extremst zu ihm hingezogen, Sex wurde ein wichtiger Teil meines "Wollens".

Früher war das nicht so, früher wollte ich immer nur einen Partner finden, und glücklich werden mit ihm. Sex kam in meinen Träumen NIE vor, und wenn dann die Kennenlernphase mit meinem neuen Partner vorbei war, hatte ich auch keine Lust mehr auf Sex. Jetzt ist es so, dass der Wunsch nach guten Sex mit einem passenden Mann größer ist, als der Wunsch nach einer festen Beziehung mit ihm.

Diese Phase von: "Ich brauche keinen Sex", bishin zu "Sex ist ein wichtiger Teil meiner selbst" dauerte etwa ein halbes Jahr, oder weniger. Es war eine Selbsterkenntnis, nach der ich mich lange gesehnt hatte, denn ich fragte mich auch ewig, warum nur alle Frauen so viel Lust auf Sex haben, nur ich nicht.

U%nterPa~lmenTr`äumxerin


@ Ich73:

Das was du schreibst klingt alles gut, aber auch nach der Perspektive einer sexuell "ungestörten" Person.

Da ich eher praktisch eingestellt bin, würde ich meinen Mann nie und nimmer auf dem Trockenen sitzen lassen, auch wenn ich mal nicht so drauf bin. Was ist schon dabei?

Genau das ist das Problem: Wenn man eine sexuelle Blockade hat, ist da ne ganze Menge bei!! Es ist ja nicht so, dass man seinem Partner nichts Gutes gönnt, aber "der Preis" ist dann manchmal einfach zu hoch.

Da ich von einigen Männern PNs bekommen habe, die diesen Thread interessiert verfolgen, weil sie quasi in der anderen Rolle stecken, versuche ich das einmal etwas genauer zu erklären. In meiner ganz extremen Phase wollte ich mir nicht einmal Gedanken über Sex, Nähe usw. machen. Jedes Gespräch zum Thema war mir zu viel, hat mich nur genervt. Allein die Vorstellung, dass andere " es treiben", die Vorstellung von verschwitzten, klebenden, stinkenden Körpern, das Gestöhne und Gehechele, die verzerrten "Fratzen" - all das fand ich einfach nur eklig. Mit dem Körper des anderen kann man ebenso wenig anfangen, wie mit dem eigenen. Die Erwartungen zeigen einem nur zu deutlich, was alle auf die Kette bekommen, nur man selbst nicht. Wie unnormal man ist. Das führt auch zu Selbstzweifeln und Unsicherheit.

Jetzt kann ich meinem Partner ab regelmäßig Abhilfe verschaffen. Mal ist es echt in Ordnung, manchmal eine ziemliche Überwindung. Natürlich freue ich mich, wenn ihm das gut tut und ihn das befriedigt. Aber ich muss sagen, dass ich dieses Bedürfnis gar nicht so richtig nachvollziehen kann. Noch ist es mir auch nicht möglich, über meinen Schatten zu springen und mit ihm zu schlafen. Der Schritt ist zu groß - es fehlt das Interesse, die Lust. .... weiß nicht, ob das jetzt noch einnal klarer geworden ist. Ich habe den Eindruck, dass einige das Phänomen und damit auch das Problem nicht so recht nachvollziehen können :-/

Ich ziehe es in solchen Fällen vor, meinen Süßen zu betrachten, wie er immer geiler wird und ziehe daraus durchaus auch in unlustigen Zeiten meine Lust.

Wenn man eben keine Lust hat, kann man aus der Lust des anderen keine eigene Lust ziehen. :-/

Was mich aber immer wieder anturnt ist, mit meinem Mann darüber zu reden. Grenzen zu überschreiten und sich die geheimsten sexuellen Dinge gegenseitig zu erzählen. Das ist für mich schon sowas wie ein Vorspiel. Obendrein fördern solche kleinen schmutzigen Gespräche enorm die Zweisamkeit und beleben auch die ein oder andere Phantasie.

... ein solches Gespräch setzt ebenfalls erst einmal Lust vorraus. Und für dirty talk benötigt man erst einmal Phantasien und das Wissen, was einen anmacht. Für mich scheint das zunächst etwas fortgeschritten... mir fehlt die Erfahrung. Muss erst einmal einige Schritte drunter anfangen. :)z

@ chinaski:

Das Buch von Nancy Friday habe ich im Original gelesen. Fands ganz gut, um mal eine Vorstellung davon zu bekommen, was so an Phantasien möglich oder denkbar ist, aber irgendwie war da nicht so viel für mich dabei, bzw. was mich angemacht hat.

@ sunset82:

Bei dir klingt das wie eine wundersame Rückkehr der Lust. Kann das so schwer greifen, was du aktiv dafür tun musstest. Das ist natürlich genau das, was mich besonders interessiert ;-)

Jetzt ist es so, dass der Wunsch nach guten Sex mit einem passenden Mann größer ist, als der Wunsch nach einer festen Beziehung mit ihm.

Ich hätte gedacht, dass das von der eigenen Persönlichkeit abhängt. Oder was meint ihr?

Bin wenig motiviert, für auswärtigen Sex meine Beziehung aufs Spiel zu setzen... :|N

s#u=nse|t82


Ich kann nur sagen, du musst deinen Ekel, deine Abwehr dem sexuellen und alles was es mit sich bringt gegenüber ablegen. Ich kann dir noch tausend mal sagen, dass es deine und nur deine Entscheidung ist, wie du denkst, fühlst, und daraus handelst. Du entscheidest von heut auf morgen deine Denkweise zu ändern, du entscheidest, WAS du als eklig empfindest, und was nicht. Wenn du es selbst nicht schaffst, deinen Ekel und deine Abwehr abzulegen, dann geht das nur mit Hilfe eines Therapeuten, denn es ist so einfach, obwohl man es sich soooo schwer vorstellt. Nein, es ist wirklich wirklich wirklich ganz einfach. Alte Denkmuster ablegen. Neue Denkmuster aneignen. Nicht anderes ist es nämlich. Und was für Phantasien für dich passend sind, das kannst auch nur du selbst erforschen. Ehrlich. Niemand besser kann dir helfen, als du dir selbst! Man kann es dir noch hundert mal hier sagen, was du zu tun hast, doch erst wenn du selbst überzeugt bist, die richtigen Schritte zu tun, nämlich deine bisherigen Denkmuster einfach beiseite zu legen, dann erst wirst du den ersten Schritt in die Richtige Richtung getan haben. Die Leute hier geben dir viele gute Ratschläge. Aber es sträubt sich in dir drinnen, sie anzunehmen, du bist nicht recht davon überzeugt, weil du nicht denkst, dass es dir hilft. Du allein wirst aber eines Tages dann doch den richtigen Schritt wagen, und danach wirst du dir denken,"ach war das aber einfach, warum hab ich das nicht eher gemacht? Warum hatte ich ekel vor Dingen, die gar nicht eklig sind? Warum wehrte ich Dinge ab, die eigentlich wunderschön sind und Spaß machen? Der Schritt in die richtig Richtung ist nur ein Katzensprung gewesen!"

Viel Glück auf diesem Wege!

lJisa_xneu


Na, wenn man einfach so mit einem Fingerschnippsen andere Denkmuster drauf hätte, wären alle Therapeuten arbeitslos. :-/

ich finde den Rat, ehrlich gesagt, ein wenig oberflächlich. Man kann Lust nicht "hebei denken". Man kann sich dazu zwingen, Lust zu haben, aber das funktioniert nicht.

Man kann eigene Denkmuster - eigentlich sind es keine Denkmuster, sondern übernommene Gefühle, das habe ich versucht, dir zu erklären - nicht einfach so verändern. Man braucht den richtigen Schlüssel dafür, wo die "Denkmuster" überhaupt herkommen, und man braucht Hilfe von aussen und... Geduld.

Zwang bringt gar nichts. Einfach so ändern, geht nicht. Ein paar geile Phantasien durchlesen, wenn man keine Lust hat, bringt nichts. Es macht keine Lust.

Die Ursachen bei dir liegen tiefer.

l>isa0_sneu


Ich denke auch, dass es für diese Zensur verschiede Gründe gibt. Die Frage ist gar nicht mal welche, welche Gründe das sind, sondern wie ich es schaffe, diese Zensur auszuschalten. Rational ist das ja alles klar, aber praktisch

Doch, die Frage ist die nach den Gründen. Ohne die Gründe für deine Zensur im Kopf wirst du nicht weiter kommen.

Ich wage mal zu behaupten, dass dir rational gar nichts klar ist, ausser, dass du keine Lust mehr hast. Die Gründe dafür, die tiefer liegenden Gründe, die kennst du nicht.

Es gibt aber auch keinen Einschaltknopf für die Lust, es gibt keine praktischen Tipps, die immer funktionieren.

Wenn du nicht an die Gründe für deine Zensur ran gehen willst, sie erkunden willst, wird sich nichts wirklich ändern.

cNresrspaxhl


Danke fürs Dulden! Bei meiner Frau ist es eine Mischung aus vielen Faktoren: 10jährige Beziehung, 2 Kinder (6 und 3 Jahre), Veränderungen des Körpers nach der Geburt, Stress auf Arbeit, Schichtdienst... Wir hatten auch mal vereinbart, wir warten, bis sie mal Lust hat und es signalisiert, die Folge war dann, dass wir anderthalb Jahre überhaupt keinen Sex hatten. Leider schläft dann schnell jeglicher körperlicher Kontakt ein. Ich glaube, dass Problem ist durch intensives Nachdenken nicht zu lösen, denn Nachdenken aktiviert den präfrontalen Cortex und hemmt das limbische System, das Gefühlssystem. Je mehr über Sex nachgedacht wird, im Sinne von "Wie löse ich das, wie gehe ich das an", desto weniger Gefühl entsteht. Daher sind jetzt viele Vorschläge gemacht worden, die mir sehr gefallen: Lust auf Sex entsteht, wenn man sich in eine Situation begibt, die Lust entstehen lässt. Bei meiner Frau ist es eben so: wenn sie innerlich "ja" sagt, erst mal Zähne knirschend, kommt aber dann doch die Lust, spätestens dann, wenn ich mit der Zunge zwischen ihren Beinen "verschwinde". Das ist bei ihr so, das mag bei Dir nicht so sein, aber vielleicht findest Du etwas anderes. Vielleicht ist es wichtig, dass Du die Anfangshürde (keine Lust) übergehst, wirklich die Phantasien aufschreibst, wirklich Deinen Körper streichelst... na ich will das nicht alles wiederholen.

Und noch etwas, das ist nicht böse gemeint: aber ich gehe jede Wette ein: wenn Du Dich trennst und einen neuen Mann findest, Deine Lust auf Sex wäre mit einem Schlag wieder da. Es ist leider so, dass sich Sex in einer Beziehung verändert, und wir können gar nicht anders, als uns von denn allzu romantischen Vorstellungen zu verabschieden. Zu akzeptieren, dass es eben nicht mehr so kribbelt wie im ersten halben Jahr der Verliebheit, auf die alle möglichen psychiatrischen Diagnosen passen von Manie bis zu illusionärer Verklärtheit. Da ist es später auch mal o.K, wenn man Sex hat, weil man sich dazu verabredet hat oder Sex hat, weil frau das Bedürfnis des Mannes erfüllen möchte. Denn Dein Mann erfüllt laufend Dein Bedürfnis nach Ruhe. Stabile Beziehungen eingehen, heißt in meinen (zugegeben männlichen Augen) auch mal das eigene Bedürfnis zurückstellen und an den anderen denken. Und das ist in Ordnung so. Ich könnte mir vorstellen, dass dann ein Stein ins Rollen kommt.

Eine Freundin sagte mir mal: warum soll ich mit einem Mann ficken (sie sagte es wirklich so), der nicht mit mir redet. Ich fragte sie: warum soll er mit dir reden, wenn du nicht mit ihm fickst, und er weiß, er hat von dir nichts mehr zu erwarten. Sie wurde nachdenklich und schlief in 3 Wochen 9 x mit ihm (nach einem halben Jahr Flaute). Was glaubst Du, was passierte?

cfresspxahl


Mir fällt gerade noch etwas auf: die Beziehung zu Deinem Körper: "Mit dem Körper des anderen kann man ebenso wenig anfangen, wie mit dem eigenen." Versuche mit Deinem Körper ins Reine zu kommen, aber wähle vielleicht auch hier nicht unbedingt den gedanklichen Weg. Dem Körper nähert man sich körperlich an: Achtsamkeit, Tai Chi, Joggen... Bringe Deinen Körper außer Puste, damit Du ihn wieder spürst. Probiere etwas Neues aus, etwas dass nicht automatisch und nebenher läuft, damit Dein Körper gefordert wird, ein neues Bewegungsprogramm abzuspeichern und nicht immer nur im Autopiloten zu laufen. Versuche Dein Energieniveau nach oben zu bringen, damit Du mal wieder das Herz schlagen willst.

Widerstehe den fortwährenden Entwertungen ("Du bist unnormal"). Ich möchte mal behaupten, es ist die normalste Sache der Welt, in die auch Du gerutscht bist. Wenn ich mich mit Freunden unterhalte, stecken viele in der einer ähnlichen Situationen. Was hilft es da, wenn letzte Woche in der ZEIT stand, ein normales Paar hat 117 mal Sex im Jahr. Also wir sind da meilenweit davon entfernt: etwa 2 x im Monat.

c{resss+pahl


@ Lisa

heißt das, dass bei etwa 50 % der Frauen tiefer liegende Ursachen vorliegen? Ist das nicht auch ein Problem: Da muss etwas tiefer liegendes sein, das musst Du finden, denn sonst bleibst Du mangelhaft?

Diese pathologisierende Sichtweise teile ich nicht.

Ein Hase, der vor Angst wegläuft, also Stress hat, denkt nicht ans Rammeln.

Eine Frau, die müde ist, möchte lieber schlafen.

Eine Frau, die mit ihrem Körper, der sich halt im Laufe der Jahre ändert (und das hat keine tiefer liegende Ursachen außer dem Altern), unzufrieden ist und noch nicht soweit ist, das zu akzeptieren, mag ihren Körper nicht zeigen, geschweige denn berühren lassen.

Eine Frau, die zwei Kinder hat und mehr nicht möchte, hat Angst vor Schwangerschaft und das ist ja bei Sex nicht ganz auszuschließen, wenn man die Pille nicht nimmt.

Man könnte noch viel mehr aufzählen. Reicht das nicht? Muss man unbedingt einen noch größeren Mangel finden? Ich dachte immer, Sex ist auch biologisch, nicht nur soziologisch und psychologisch.

U1nte*rPalbmenT/räuHmerxin


Danke noch einmal für eure Beiträge!! :)^ :)^

Ich kann dir noch tausend mal sagen, dass es deine und nur deine Entscheidung ist, wie du denkst, fühlst, und daraus handelst.

Ich stimme lisa_neu da zu: Wenn das wirklich so einfach wäre, gäbe es keine psychischen Probleme wie das posttraumatische Syndrom, Depression, Schizophrenie usw.. Alle Therapeuten wären damit arbeitslos. Ich stimme dir zu, dass man seine Haltung zu den Gefühlen in einem gewissen Rahmen beeinflussen kann. Ich kann z.B. versuchen mit einer bewusst positiven Einstellung zu meinem Partner ins Bett zu kriechen. Nicht mit der Haltung "Oh, nein, hoffentlich bettelt er gleich nicht wieder", sondern mit "Mal schauen, ob's gleich noch nett wird." Dass mir das dann gelingt und diese Haltung auch meine Gefühle durchdringt kann ich nicht beeinflussen. Ich kann es nur einüben.

Du entscheidest von heut auf morgen deine Denkweise zu ändern, du entscheidest, WAS du als eklig empfindest, und was nicht.

Ich möchte auf diesen Punkten nicht rumhaken, aber ich denke, dass die menschliche Psyche weit komplizierter ist, als sie hier von vielen dargestellt wird. Mir geht es nicht darum, Sex und die Frage nach der Lust unnötig kompliziert zu machen, zu verkopfen oder tot zu diskutieren, aber ich denke, dass eben solche Vereinfachungen ihr auch nicht gerecht werden.

Ich wage mal zu behaupten, dass dir rational gar nichts klar ist, ausser, dass du keine Lust mehr hast. Die Gründe dafür, die tiefer liegenden Gründe, die kennst du nicht.

Ganz im Gegenteil. Ich denke, dass ich viele Gründe schon kenne. Nicht bis ins kleinste Detail, denn dann würde ich meine Energie in Spurensuche investieren und eben nicht in Lustsuche. Zu den Gründen bei mir gehören im Wesentlichen Leistungsdenken, Hang zum Rationalismus und Verkopfen, konservative Erziehung und körperliche Übergriffe. Das sind natürlich nur Schlagworte, die erst in Verbindung mit meiner Biographie zu vollständigen und plausiblen Gründen werden. Ich denke nur, dass ich inzwischen an einem Punkt angekommen bin, wo ich die Gründe ausreichend kenne, um mich nun der Praxis zuzuwenden, bzw. mich ihr schon vor nem guten Jahr mit Minischritten zugewandt habe.

Bei meiner Frau ist es eben so: wenn sie innerlich "ja" sagt, erst mal Zähne knirschend, kommt aber dann doch die Lust, spätestens dann, wenn ich mit der Zunge zwischen ihren Beinen "verschwinde".

Bei mir ist das im besten Fall "ganz nett", aber keineswegs lustbringend und nach drei Minuten könnte er dann auch gut wieder aufhören ... ohne Höhepunkt versteht sich :-/ An mehr ist dann gar nicht zu denken. Da ist die Frage, liegt es daran, dass die Lust einfach nicht vorhanden ist, ich quasi mehr Lust im Alleingang üben sollte? Selbst wenn ich mir vornehme zu entspannen, geht die ganze Kopfmaschinerie ja weiter. Mit meinem Partner noch mehr, als wenn ich alleine bin.

Und noch etwas, das ist nicht böse gemeint: aber ich gehe jede Wette ein: wenn Du Dich trennst und einen neuen Mann findest, Deine Lust auf Sex wäre mit einem Schlag wieder da.

Das mag sein. Darauf möchte ich es aber nicht ankommen lassen! :|N :|N :|N :|N

Eine Freundin sagte mir mal: warum soll ich mit einem Mann ficken (sie sagte es wirklich so), der nicht mit mir redet. Ich fragte sie: warum soll er mit dir reden, wenn du nicht mit ihm fickst, und er weiß, er hat von dir nichts mehr zu erwarten. Sie wurde nachdenklich und schlief in 3 Wochen 9 x mit ihm (nach einem halben Jahr Flaute). Was glaubst Du, was passierte?

Das habe ich auch schon gehört ;-) *stöhn*

Mir fällt gerade noch etwas auf: die Beziehung zu Deinem Körper: "Mit dem Körper des anderen kann man ebenso wenig anfangen, wie mit dem eigenen." Versuche mit Deinem Körper ins Reine zu kommen, aber wähle vielleicht auch hier nicht unbedingt den gedanklichen Weg. Dem Körper nähert man sich körperlich an: Achtsamkeit, Tai Chi, Joggen... Bringe Deinen Körper außer Puste, damit Du ihn wieder spürst. Probiere etwas Neues aus, etwas dass nicht automatisch und nebenher läuft, damit Dein Körper gefordert wird, ein neues Bewegungsprogramm abzuspeichern und nicht immer nur im Autopiloten zu laufen. Versuche Dein Energieniveau nach oben zu bringen, damit Du mal wieder das Herz schlagen willst.

Das kann ich nur bestätigen! Die Beobachtung mit meinem Körper und dem Körper des anderen war der Zustand vor vielleicht 1,5 Jahren. Seitdem ich Achtsamkeitsübungen mache, also ähnlich dem, was du beschrieben hast, hat sich daran einiges geändert. Ich habe ein ganz neues Körpergefühl bekommen. Es ist quasi so, als erobere man seinen eigenen Körper zurück. Ich habe gehört, dass Frauen nach einer Schwangerschaft oft ein ähnliches Problem haben.

Eines muss ich noch loswerden: Es gibt hier so viele Frauen, die sich in diesem Forum zur akkuten Unlust bekennen, doch kaum eine beteiligten sich an dieser Diskussion hier. Woran liegt das? ???

L&edferfhxose


Sorry Träumerin, wieder keine unlustige Frau, sondern nur ich...

Mal eine Frage zum Verständnis: Wenn Dein Partner im Schlafzimmer nette Musik auflegt, ein paar Kerzen anzündet, Du Dich ohne "Hintergedanken" hinlegst und er Dich mit einer ausgiebigen Massage verwöhnt - kannst Du Dich dann nicht fallenlassen, einfach die Situation und die warmen Hände auf Deinem Körper genießen ? Reichen Deine Übungen zum Körpergefühl aus, um solch eine Situation positiv zu empfinden - oder geht das gar nicht ?

5_minut*enterrxine


Ich hatte das selbe gehabt,durch die Pille keine Lust mehr gehabt und sogar einen Pilz bekommen.Da meine Scheide sehr trocken wurde tat der SEx weh.Ich hatte gar keine lust mehr mit meinem Freund zu schlafen ,klar schmerzen und keine lust-.Naja seit 1 Monat nehme ich sie nicht mehr und alles wieder ok.aber mein Partner hat mich auch unbewusst unter druck gesetzt ,so das ich es jedes mal probiert habe mit ihm zu schlafen.

Hoffe du findest das Problem :)^

UpnvtevrPalYmenTdräumerxin


Klar: nette Musik, Kerzenschein und schön warme, massierende Hände kann ich genießen. Fühle mich dann rumdum wohl! :)z :)^

Problematisch wird es nur, wenn seine Hände sich dann an meinem Busen festsaugen oder seine Hände zwischen meine Beine wandern.

Dann wird mir schlagartig klar, worum es geht, was erwartet wird und es ist mit der Enstapnnung vorbei. :-/

UwnterPialmen2Träu6merixn


Danke, 5minutenterine! *:)

Es freut mich, dass du den Grund bei dir gefunden hast, und es nun wieder mit dem Spaß im Bett klappt! :)^

L^eKderh^ose


Na das ist doch schon mal ein netter Einstieg. Ich gehe zwar davon aus, dass es für Deinen Partner keine einfache Übung ist, aber ausgehend von der Massagesituation: Wäre es denn denkbar, dass Du in der positiven, entspannten Stimmung nicht auch gewisse Berührungen an Deinen erogenen Zonen (von denen es sicher auch außerhalb von Busen und Vagina welche gibt ;-D) - vorsichtig formuliert - positiv wahrnehmen kannst ? Mit Deinem Partner vorher besprechen, Dich im Zuge der Massage ab und zu - vielleicht auch nach einem kleinen Signal Deinerseits - dort zu berühren und Dir dann den ein oder anderen lustvollen Moment zu schenken ? Das wär doch ein kleiner, gemeinsamer Schritt aufeinander zu.

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