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Kampf der Unlust - *nur für Frauen*

I5cht73


Also so langsam werden die Beiträge immer komplexer und gehen für mein Empfinden in eine Richtung von derartiger Selbstanalyse, die mir allein schon die Lust rauben würde.

Wenn die TE schreibt, dass es mal anders war und sie wohl ein gutes Sexualleben mit ihrem Mann pflegte, dann wird sich wohl etwas verändert haben. Hat sich die Beziehung zueinander in irgendeiner Weise so gewandelt, dass man den Partner "mit anderen Augen" sieht? Ich weiß es nicht, aber kommt ja nicht selten vor.

Das verhexte an einseitiger Lustlosigkeit ist aus meiner Erfahrung ja nicht nur der ausbleibende Sex, sondern auch die schleichende Entfremdung vom Partner. Aus Furcht "er könnte mal wieder wollen" wird immer weniger Nähe zugelassen, bis gar keine mehr möglich ist, weil alle alltäglichen Zärtlichkeiten gleich als Bedrohung angesehen werden und hier ganz deutlich die Vermeidungsstrategie wieder mal zum Zuge kommt.

Wie ist es also sonst im Alltag? Gibt es noch Nähe Umarmung, Küsse, Streicheleinheiten ohne sexuelle Absicht?

Wenn nicht, wäre das ein guter Ansatz!

Ich würde es trotzdem mal mit der Praxis versuchen. Wer sagt denn, dass man sich dabei auf den Partner fixieren muss, um ihm einen Gefallen zu tun? Ein wenig Egoismus hat noch keinem geschadet. Allein mit dem Gedanken sich selbst was Gutes zu tun und einfach die Nähe des Partners zu genießen, Lust hin oder her, sorgt doch zumindest mal für Entspannung.

Ich will ja keinem zu Nahe treten, aber auch schon zu merken, dass der Partner einen will und begehrt sollte doch zu einer positiven Gefühlsregung führen, sofern Gefühle für den Partner vorhanden sind, versteht sich.

FOlugeHibochen


Hallo Träumerin :-)

Ich habe deinen Faden gerade entdeckt und muss sagen, es könnte fasst meine geschichte sein. Zum Leidwesen von meinem Freund findet in meinem Kopf auch kein Sex statt und damit meistens auch nicht im Bett oder sonst irgendwo. Für mich ist das mit dem Sex so: man kann welchen haben, muss man aber nicht bzw. ich nicht. Ab und an habe ich sogar welchen, nur halt nicht so oft und das geht dann auch nicht von mir aus. Dabei habe ich dann sogar auch einen Orgasmus, aber direkt danach geht das Denken wieder los und schon ist der O wieder vergessen und der Sex erst mal wieder eine (ganze) Weile raus aus meinem Kopf. Meistens so lange, bis ich das Gequengel von meinem Freund nicht mehr ab kann und mitmache und somit erst mal wieder eine Weile Ruhe habe. Träume und Phantasien hatte ich bisher auch noch nicht wirklich in meinem Kopf rumschwirren. Die Frage nach Wünschen oder was macht mir Lust/mich richtig scharf, könnte ich gar nicht beantworten. Es stört mich aber auch nicht wirklich. Sex hat in meinem Leben keinen hohen Stellenwert- es ist halt einfach eine Nebensache der Welt für mich ... und genau das ist das Problem. Ich bin in deinem Alter und nehme nicht die Pille.

Natürlich möchte auch ich diese Lustlosigkeit hinter mich bringen, aber einfach wird es mit Sicherheit nicht %-|

U{nterPawlmenTräDumerxin


@ Nervenbündel

Bei Dir ist der Kopf und der Bauch nicht im Einklang. So wird das nichts.

Danke! Das ist echt mutmachend! ]:D ;-)

@ Ich73

Das verhexte an einseitiger Lustlosigkeit ist aus meiner Erfahrung ja nicht nur der ausbleibende Sex, sondern auch die schleichende Entfremdung vom Partner. Aus Furcht "er könnte mal wieder wollen" wird immer weniger Nähe zugelassen, bis gar keine mehr möglich ist, weil alle alltäglichen Zärtlichkeiten gleich als Bedrohung angesehen werden und hier ganz deutlich die Vermeidungsstrategie wieder mal zum Zuge kommt.

So ne Phase hatten wir tatsächlich auch. Aber inzwischen ist es echt entspannt. Wir verbringen gute Zeiten miteinander, kuscheln uns aneinander, nehmen uns in den Arm usw... Nur wenn ein Hauch von Erotik aufkam, habe ich dicht gemacht. So extrem ist es nun auch nicht mehr, aber wirklich wohl fühle ich mich eben nicht, was aber auch mit der vorhandenen Unsicherheit zusammenhängen kann.... Aber im Prinzip ist die Situation schon mal nicht ganz fatal, in der wir gerade stecken. :-)

@ Flugeibchen:

Schön, dass du den Thread entdeckt und geschrieben hast! :)z Darf ich dir ein paar Fragen stellen? Verstehe ich das richtig: Du hast keine Lust, aber auch keine Unlust? Phantasien hast du keine? Denkst du im Alltag an Sex? Oder streichst du diese gemeinsame Zeit anschließend aus deinem Gedächtnis, bzw. spielt sie einfach keine Rolle mehr? Wie ist Sex ohne Lust für dich? Motivieren dich die Orgasmen nicht langfristig, doch von dir aus Sex zu initiieren? Und du hattest noch nie so richtig Lust? Das hat bei dir also nichts mit irgendwelchen Veränderungen der Situation, des Umfeldes usw. zu tun? Warum möchtest du deine Lustlosigkeit hinter dich bringen, wenn du Sex haben kannst, er scheinbar ok ist und dir nichts fehlt? Was motiviert dich? Tust du etwas dafür? .... Fragen über Fragen :=o Darfst mir natürlich gerne auch per PN antworten ;-)

Find's aber super, dass hier mal jemand schreibt, dem es genauso oder ähnlich geht :)_

sYunuseZtj8x2


Es tut immer gut, wenn man Gleichgesinnte findet, aber man muss acht geben, dass man sich dann nicht gegenseitig in seiner derzeitigen Meinung/Gefühlswelt bestärkt, und dadurch sich noch weniger ändern kann. Suche weniger nach Gleichgesinnte, lehne dich mehr an jene Leute an, die dies entweder hinter sich gebracht haben, oder jene, die von Haus aus immer sexuell interessiert waren. Sonst bleibst du immer am selben Fleck stehen. Alles Gute! :)*

UqnterPatlm!enTräcumerin


Danke für die mutmachenen Worte, sunset82! :)*

l{isa1_nexu


Bzw. wenn ich Nähe zulasse kommt es noch nicht zu dieser Entspannung. Würd dann am liebsten auf die Uhr schauen, und nach einer "Anstandsfrist" die Flucht ergreifen.... :=o :=o :=o

warum entspannst du nicht?

Google mal den Begriff Dissoziation! Der Mensch ist in der Lage Lebensbereiche abzuspalten, zu denen hat er dann keinen Zugriff mehr. Das heisst, dass sie einem aber auch nicht ins übrige Leben reinfuschen können. Ohne diesen Bereich läuft alles super. Bei mir halt ohne Sex. Ich bin grad dabei meine Sexualität wieder zu integrieren, aber das ist gar nicht so einfach. Mit Denken allein ist es dabei scheinbar nicht getan (denn das habe ich schon ziemlich lange, ziemlich intensic getan). Doch bevor ich mit der Integration begonnen habe, reichte tatsächlich eine sexuelle Annäherung auf die ich nicht vorbereitet war, und es war wie eben dieser Trigger, den Lisa beschrieb: Ich bin komplett ausgeflippt, habe die Flucht ergriffen und fiel in ein tiefes Loch.

Dissoziation=Abspaltung. Genau das meinte ich ja, du hast deine Sexualität abgespalten.

Da ist es ja wieder, der Trigger.

Was war der Auslöser? Der Auslöser ist der Grund für deine Unlust. Darum geht es mir die ganze Zeit.

Was ist der Grund, dass du dich bei Nähe unwohl fühlst und Sex meidest?

Die Assoziation "Der wird mich beißen" ist dann in den Hintergrund gerückt.

Beim Sex ist es vielleicht ein bisschen anders. Zumindest bei mir. Alles was ich befürchte, oder als seltsam oder befremdlich empfinde, kann ich rational entkräften bzw. für alles eine Lösung finden. Mehr kann ich theoretisch nicht tun. Zeit für die Praxis?

ja, rational. Sex ist aber nicht rational. Man kann Lust nicht herbei denken. Das ist das Problem. Aber irgendwas in dir weigert sich, zur Praxis überzugehen, egal, wie sehr du dich davon per Verstand dazu bringen willst, wieder Lust zu empfinden. Soweit waren wir hier in der Diskussion schon. :-/

Ob "Zeit für die Praxis" ist, kannst aber nur du entscheiden.

Ich habe irgendwie das Gefühl, dass du hier Entscheidungshilfen suchst, also Tipps, die dir die Entscheidung leichter machen, "in die Praxis" über zu gehen.

Dieses Vorgehen empfinde ich als nicht richtig - wobei es dir natürlich unbenommen bleibt, das zu tun, ich möchte damit nur sagen, dass ich es für mich als nicht stimmig empfinden würde.

Für mich wäre es nur stimmig, nach meinen Gründen - emotional - zu suchen, und diese zu "entschärfen" - siehe Beispiel mit dem Hund. Und wenn du den 100 Mal streicheln musst, damit deine Angst weggeht, aber so geht sie weg.

Also noch mal konkret: Was war der Trigger, wo ist die Angst.

Warum war sie vorher weg, denn du hattest ja offensichtlich mit deinem Partner schon mal eine Zeitlang guten Sex.

Es gibt übrigens auch Methoden, solche in der Vergangenheit liegenden angstbesetzten Situationen emotional aufzulösen. EMDR wäre so eine Methode, es gibt aber noch andere.

MXr. *Lover, LoYver 64


@ UnterPalmenTräumerin

Hallo UnterPalmenTräumerin

Du hast zwar ausdrücklich geschrieben, du wünschst keine Beiträge von Männern, aber dein Problem halte ich für faszinierend schwer, wenn nicht für unlösbar!

Die Lösung die ich dir vorschlage ist daher ebenso einfach wie radikal! Die Lösung lautet:

Du musst fremd gehen! Du musst dir einen Liebhaber suchen, zu dem du dich nur für Sex triffst!

Und nun überlege dir einmal, weshalb ich dir diesen Vorschlag mache? In diesem Vorschlag liegt die Lösung! Nicht im Vorschlag selber! Aber darin, weshalb du dir darüber Gedanken machen solltest. ;-)

Für den bedauerlichen Fall, dass du auf die dümmste aller möglichen Antworten kommen solltest, sei es dir gleich gesagt: Ich persönlich habe kein Interesse an dir! ]:D

I)cvh73


Mich würde ja noch interessieren: Wofür um alles in der Welt brauchen Menschen, die offensichtlich kein Interesse an Sex haben einen Partner? Sorry, aber ich verstehe einfach nicht, warum ich mit jemanden zusammen sein sollte, an dem ich körperlich nicht interessiert bin (oder er an mir!).

Freunde kann man auch so haben und den Alltag auch genauso gut alleine meistern.

Ich kenne die Lustlosigkeit eher von der männlichen Seite, weiß also wie grausam das ist.

Erst bindet man jemanden an sich und dann hält man ihn von sich fern. Das ist ja, als würde ich mir ein tolles Kleid kaufen und dann mitsamt Preisschild in den Schrank hängen.

Das war jetzt einfach so ein Gedankengang der mir öfter durch den Kopf schoss, als ich auf dem Zahnfleisch kroch. :-@

M r. LXoveLr Lowver 64


@ Ich73

Mich würde ja noch interessieren: Wofür um alles in der Welt brauchen Menschen, die offensichtlich kein Interesse an Sex haben einen Partner?

Sie brauchen einen Partner! Aber den Richtigen! Ein Mann der um Sex bettelt, ist erkennbar der Falsche! ;-)

liisab_nexu


:)^

I!ch.73


Sie brauchen einen Partner! Aber den Richtigen! Ein Mann der um Sex bettelt, ist erkennbar der Falsche!

Verständlich! Scheint aber auch nicht bei allen der Fall zu sein! :-@

s`unswet82


Einsamkeit! Das Suchen der Zweisamkeit. Allerdings mit deutlichem Desinteresse allem körperlichen gegenüber. Oft ist es aber eher so, dass die sexuelle Anziehungskraft im Laufe der Beziehung einschläft.

Denk ich halt mal... War bei mir so früher...

M{r. Lov:er LoveTr 64


@ Ich73

Verständlich! Scheint aber auch nicht bei allen der Fall zu sein!

Stimmt! Wenn Man(n) eine Frau hat, die ihre Sexualität ausleben kann und darüber hinaus die Körperlichkeit, und damit die Sexualität eines Mannes annehmen und verstehen kann. Dann wird es diesbezüglich niemals Probleme geben. Das Problem ist meiner Ansicht nach, das viele Frauen nicht mehr begreifen, was ein Mann eigentlich wirklich ist. Und viele Männer sich überhaupt nicht mehr bewusst sind, worauf sich ihre Männlichkeit begründet. Ich beobachte zunehmend bei Paaren in meiner sozialen Umwelt, ein asexuelles Paarverhalten. Sie sind Einerlei, nur wenige Paare wirken noch erkennbar als Mann und Frau. Diejenigen Paare die aber einen solchen Eindruck auf mich machen, wirken auf mich sehr erotisch. Das heißt, es ist eine erotische Spannung spürbar. Nicht weil sie sich in geschlechtlich, gleichmacherische Art und Weise sich ihrer geschlechtlichen Identität berauben, sondern im Gegenteil, weil sie sich diesen Unterschied bewusst sind und sie ihn auch bewusst ausleben. Das ist der Unterschied! Dann klappt es auch mit dem Sex! ;-)

a-gunaxh


:)z

M7r. LDover L1ovejr 6x4


@ sunset82

Allerdings mit deutlichem Desinteresse allem körperlichen gegenüber.

Und warum ist das so? Ich stelle die Vermutung auf, weil dieser betreffende Mann nicht mehr seine Körperlichkeit gelebt hat. Weil er seinen Körper nicht mehr bewusst wahr genommen hat. Wenn ich zum Beispiel meinen Oberkörper entblöße und ich mich auf die Frau zu bewege, dann merke ich, dass die Frau elektrisiert, oder sogar erregt, wirkt. Sie spürt, hier kommt ein Mann auf sie zu, dem sie nichts entgegen zu setzen hat. Sie muss sich mit meinem Körper auseinandersetzen. Ich würde niemals meine Kraft gegen ihren Willen einsetzen, aber dieser Körper ist da! Während ich mit meinen Liebkosungen, gleichsam wie Artilleriefeuer, ihren letzten Widerstand breche. Ergibt sie sich meiner Männlichkeit. Es ist keine Frage von Lust, sondern wie ich einer Frau gegenüber trete. Das ist der entscheidende Punkt! Ihre Lust kriegt sie dann beim Akt von selber. Das ist ein Beispiel, in dem der Impuls nach Sex von mir ausgeht. Im umgekehrten Fall, geht die Frau wesentlich rücksichtsloser mit mir um. ;-) Auch das ist ein Zeichen dafür, dass sie meine männliche Empfindung mit animalischen Assoziationen in Verbindung bringt! ;-D

Oft ist es aber eher so, dass die sexuelle Anziehungskraft im Laufe der Beziehung einschläft.

Das halte ich für einen Mythos! Ich war zwölf Jahre mit meiner Exfrau zusammen, davon zehn Jahre in einer Ehe. Wir hatten bis sechs Monate vor unserer Trennung Sex miteinander! :=o

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