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Und die Größe zählt doch?

dtamiaynxa


Und jetzt sollen die Frauen dasselbe machen, es als "Selbstbewusstsein" definieren und somit im Grunde zum Teil Werte verraten, für die sie doch selbst gekämpft haben? Nicht reduziert zu werden nämlich, Sexualität offen, aber nicht bestimmt von Gewalt und Gier, sein zu lassen.

mir scheint du verkennst die sachlage ein wenig. schau dich doch mal im hauptforum um - ein faden nach dem anderen mit frauen, die klagen, "ich komme nicht zum orgasmus". du redest von gewalt und gier? ich sehe hier nur den wunsch nach simpler befriedigung, die von männern für selbstverständlich genommen wird.

Merkst du, worauf ich hinaus will?

ja, offenbar willst du darauf hinaus, dass frauen weiter auf sexuelle befriedigung verzichten sollen.

dass ich deinen Horizont in gewisser Hinsicht überschritten habe - was nicht unbedingt ein Segen ist

wenn dieses konglomerat an arroganz, vorurteilen, selbstzweifeln und diskriminierung von frauen, das aus deinen beiträgen hier spricht, das ist, was deinen horizont auszeichnet, dann gebe gott, dass ich diesen niemals erreichen werde.

R.am,aQl


@L-Ange Guardien

Du scheinst ja ein ganz toller zu sein. wenn du so viel im Leben erfahren hast und so weise bist, warum teilst du dann nicht etwas davon mit. Ansonsten sind das Worthülsen a la "komm erst mal in mein Alter". Wenn du also Sprüche wie

maße ich mir ob deiner Beiträge hier an zu sagen, dass ich deinen Horizont in gewisser Hinsicht überschritten habe

brauchst, um deinen Punkt deutlich zu machen, dann lass es sein. Das Gebaren bringt hier nichts. Ebenso:

a) Ich bin etwas Besonderes.

b) Ich bin arrogant.

was soll das? Jeder ist etwas Besonderes. Und manche sind eben besonders arrogant. Und andere zeichnen sich dadurch aus, dass ihr Schwanz klein oder gross ist.

Nun zum Thema: Wenn, wer auch immer, gewisse körperliche Merkmale beim Sex und bei der Partnerwahl wichtig findet, soll er oder sie dabei doch bitteschön frei sein. Wenn jemand blonde Haare, mollige Mädels etc. gefallen. Nur zu. Davon geht das Abendland nicht unter und von einem Rollback der Emanzipation kann man hier nun wirklich nicht reden. Da hast du die Emanzipation falsch verstanden. Aber das ist ein anderes Thema.

Mlünfchh?ausexn


Kriterien

was jemand zum Kriterium seiner Partnerwahl macht, scheint sich in der Tat einer ernsthaften Diskussion zu entziehen. Geschmackssache halt, bin ja auch keine Frau. Interessant, daß bei den Selektionskatalogen von "verliebt sein" weniger die Rede ist, es klingt alles eher nach intellektuell ausgetüftelter Checkliste. Was die Anfeindungen betrifft ("etwas Besonderes sein"), so gibt es ja die psychologische Binsenweisheit, daß man anderen gern gerade das vorhält, was man auch selbst falsch macht. Selten trat diese Wahrheit so deutlich zutage wie in diesem Thread.

C[aVlacixrya


Genau das ist der Punkt - Männer machen es ähnlich seit Jahrtausenden. Nur wie kommt denn dieses Verhalten an? Positiv? Nein. Jeder einigermaßen helle Kopf prangert dieses Verhalten der Männer an, ich tue es, die meisten Frauen hier tun es, ja, finden es fürchterlich. Und jetzt sollen die Frauen dasselbe machen, es als "Selbstbewusstsein" definieren und somit im Grunde zum Teil Werte verraten, für die sie doch selbst gekämpft haben?

welche Werte aufgeben?

Aufgeben, selbstbewusst nach dem Partner zu suchen, der auch dazu fähig ist, einen zu befriedigen? Diesen Wert haben die meisten Frauen, was auch in vielen threads hier erkennbar ist, noch nicht einmal für sich entdeckt. Die meisten wissen ja gar nicht, was sie wollen. Und wenn sie es mal wissen, wissen sie nicht, wie sie es erreichen (oder ändern) können. Meistens fehlt es an Selbstbewusstsein. Und es ist Selbstbewusstsein, auch wenn du oder andere es vielleicht Egoismus nennen würden.

Wenn, wer auch immer, gewisse körperliche Merkmale beim Sex und bei der Partnerwahl wichtig findet, soll er oder sie dabei doch bitteschön frei sein. Wenn jemand blonde Haare, mollige Mädels etc. gefallen. Nur zu.

eben, um nichts anderes geht es. Wobei die Schwanzgröße ja definitiv was mit Befriedigtsein (zumindest bei einigen Frauen) zu tun hat. Ob der Partner blond, schlank oder groß ist, hat ja damit nichts zu tun.

lg Grainne

dVamixana


(re) münchhausen

Interessant, daß bei den Selektionskatalogen von "verliebt sein" weniger die Rede ist, es klingt alles eher nach intellektuell ausgetüftelter Checkliste.

das dies alles mit dem versuch zu tun hat, herauszufinden, warum frau sich verliebt und unter welchen bedingungen diese liebe bestand haben kann, der gedanke ist dir nicht gekommen ??? liebe ist nicht ein schönwettergebiet, das über einen hereinbricht und dann wieder geht - sie hat mit einer bewussten entscheidung zu tun, sich auf jemanden einzulassen und mit ihm zusammenzubleiben. liebe ist etwas, in das man / frau längerfristig etwas investieren muss. anders funktioniert das meiner erfahrung nach auf die dauer nicht.

Lo-Ange= GuFarpdiexn


mir scheint du verkennst die sachlage ein wenig. schau dich doch mal im hauptforum um - ein faden nach dem anderen mit frauen, die klagen, "ich komme nicht zum orgasmus". du redest von gewalt und gier? ich sehe hier nur den wunsch nach simpler befriedigung, die von männern für selbstverständlich genommen wird.

Mir scheint, ich schätze die Sachlage nur anders ein.

Ich gebe auf all diese Threads nämlich nichts. Ich rede von Gewalt und Gier im Bezug auf den Umgang mit Sexualität, warum ich diese zwei Worte in dem Zusammenhang benutze, darfst du dir selbst überlegen.

Im übrigen darf ich dich darauf hinweisen, dass es mindestens genauso viele Threads gibt, die in etwa lauten:"bitte helft mir, meine freundin kommt nicht zum orgasmus, was kann ich besser machen?"

ja, offenbar willst du darauf hinaus, dass frauen weiter auf sexuelle befriedigung verzichten sollen.

Argumentativ unfairer Schachzug, doch - Gott sei mein Zeuge - habe ich niemals etwas in dieser Form behauptet.

Frauen sollen keineswegs auf sexuelle Befriedigung verzichten. Genausowenig wie Männer. Nur sollten weder die einen noch die anderen die sexuelle Befriedigung ins Zentrum rücken - dort gehört sie nämlich nicht hin.

wenn dieses konglomerat an arroganz, vorurteilen, selbstzweifeln und diskriminierung von frauen, das aus deinen beiträgen hier spricht, das ist, was deinen horizont auszeichnet, dann gebe gott, dass ich diesen niemals erreichen werde.

Na, jetzt wirst du aber persönlich. Wollten wir das nicht rauslassen?

Wie dem auch sei, weder das Prädikat arrogant, vorurteilsvoll, noch selbstzweifelnd will ich hier in Abrede stellen - wohl aber jenes, ich sei Frauen gegenüber diskriminierend. Das kannst du und darfst du nicht schließen, auch anhand der Beiträge nicht, die du bisher von mir gelesen hast. Ganz sicher bin ich das nämlich nicht. Punkt.

daakmiaxna


Im übrigen darf ich dich darauf hinweisen, dass es mindestens genauso viele Threads gibt, die in etwa lauten:"bitte helft mir, meine freundin kommt nicht zum orgasmus, was kann ich besser machen?"

eben. ein hinweis mehr, dass hier offenbar ein problem besteht, das man wohl auch diskutieren kann. und zwar auf allen ebenen. wenn diese diskussion verweigert wird, mit dem argument, frau nehme sex "zu wichtig", dann läuft das genau darauf hinaus, frauen zu sagen, das könne gerne so bleiben wie es ist, denn so wichtig ist es nicht.

Nur sollten weder die einen noch die anderen die sexuelle Befriedigung ins Zentrum rücken - dort gehört sie nämlich nicht hin.

1) wer stellt sie denn ins zentrum? zum wiederholten mal: dies ist ein sexualitätsforum! wenn sie hier im zentrum stehen, ist das themenbedingt. daraus folgt noch lange nicht, dass sie bei betrachtung aller lebensbereiche immer noch im zentrum stehen.

und 2) selbst wenn sie für jemanden im zentrum stehen, steht niemandem das recht zu, dies zu verurteilen. dies kann die unterschiedlichsten gründe haben: vielleicht gibt es ein gravierendes problem, das sie momentan ins zentrum rückt. vielleicht steht eine weltanschauung dahinter, die dir fremd ist. vielleicht gibt es andere gründe. welcher lebensbereich für einen menschen im zentrum steht, ist einzig und allein dessen eigene angelegenheit und es steht niemandem zu, hier eine art "höchsten richter" zu spielen, der über den anderen steht und weiss, welcher lebensbereich denn nun wie wichtig ist.

Na, jetzt wirst du aber persönlich. Wollten wir das nicht rauslassen?

ich werde nicht persönlicher, als du es zuvor schon geworden bist. die einschätzung "arrogant" stammt im übrigen von dir selbst.

Das kannst du und darfst du nicht schließen, auch anhand der Beiträge nicht, die du bisher von mir gelesen hast. Ganz sicher bin ich das nämlich nicht.

ich habe mir gestern die mühe gemacht und deine beiträge (nicht nur in diesem thread, sondern alle, die zugänglich waren) samt und sonders herausgesucht und gelesen. du magst dich nicht als diskriminierend empfinden - ich sehe durchaus anzeichen dafür. und ich bin hier nicht grade als fanatische emanze bekannt.

Lx-An]ge Guabrdien


re Ramal / re Grainne

Du scheinst ja ein ganz toller zu sein. wenn du so viel im Leben erfahren hast und so weise bist, warum teilst du dann nicht etwas davon mit. Ansonsten sind das Worthülsen a la "komm erst mal in mein Alter".

Lies aufmerksam.

Natürlich bleiben in gewisser Hinsicht nur Worthülsen übrig, das haben Texte aber laut Definition wohl so an sich, sie mit Inhalt zu füllen ist in erster Linie des Lesers Aufgabe.

Ich werde nicht haarklein hier irgendetwas preisgeben, das ist weder meine Art noch mein Bestreben.

welche Werte aufgeben?

Aufgeben, selbstbewusst nach dem Partner zu suchen, der auch dazu fähig ist, einen zu befriedigen? Diesen Wert haben die meisten Frauen, was auch in vielen threads hier erkennbar ist, noch nicht einmal für sich entdeckt. Die meisten wissen ja gar nicht, was sie wollen. Und wenn sie es mal wissen, wissen sie nicht, wie sie es erreichen (oder ändern) können. Meistens fehlt es an Selbstbewusstsein. Und es ist Selbstbewusstsein, auch wenn du oder andere es vielleicht Egoismus nennen würden.

Du merkst selbst, dass es auch hier zwei Sichtweisen gibt.

Fakt ist, dass die Emanzipation die Frauen in die Lage versetzt, ihren Partner frei zu wählen. Das ist eine Errungenschaft, ein unglaubliches Vorankommen.

Alles weitere ist nun ein Setzen von Prioritäten.

Wie wichtig ist mir Sex? Wie wichtig ist mir soziale/gesellschaftliche/berufliche Kompetenz? Wie wichtig ist mir persönliche Freiheit? Wie wichtig ist mir Geld? etc pp

Ich attestiere fast allen Frauen der derzeitigen Hip-Generation im Allgemeinen das Selbstbewusstsein und die Fähigkeit, sich einen Partner zu suchen, der sie befriedigt. Alles andere wäre Blauäugigkeit. Wenn dieser Partner es dann doch nicht schafft, sehe ich aber doch immerhin den Willen, diese Probleme zu lösen - anders als durch Trennung.

Frauen, die nicht wissen, was sie wollen - ja, herrje, es hört sich ja bei dir fast so an, als könnten die Männer etwas für diesen Zustand. Meinst du, das Gros der Männer weiß besser, was es will?

Nur ein Weg ist mit Sicherheit nicht der richtige: Immer mehr zu wollen. Das führt ins Nichts.

Was mir bei alldem hier etwas aufstößt, ist die technische Verfahrensweise, mit der herangegangen wird. Und das gerade von Frauen! Die Katalogisierung des Menschen (auf nicht subtile Art versteht sich ;-) ) haben wir doch seit nunmehr 60 Jahren hinter uns, hoffte ich.

Man sucht doch nicht nach einem zufälligen Zusammentreffen von Faktoren in der Hülle "menschlicher Körper". Wenn doch, geht so vieles verloren. Genauso wie du das Gedicht natürlich analysieren kannst, auseinandernehmen, die Teile bearbeiten und für sich betrachten, die Faszination aber immer nur vom Ganzen ausgeht, und du eben den Teil auch nicht losgelöst vom Ganzen sehen kannst, so ist es doch mit dem Menschen. Als Ganzes wirkt er, als Ganzes will er genommen werden. Als Ganzes kann er befriedigen und nicht durch Teile. Was interessiert mich, ob sie blond oder brünett ist, kleine oder große Brüste hat, eng oder weit ist, solange mir das Aufwachen neben ihr die Kraft gibt, einen Tag durchzustehen? Was interessiert mich, ob ich zweimal die Woche beim Sex einen Orgasmus habe, wenn ich weiß, dass mich jemand fängt, wenn ich falle?

Das zu erkennen, ist Emanzipation.

So zu leben, zeugt von Einsicht.

Und Einsicht resultiert in Menschlichkeit.

Und ich glaube, jetzt werde ich gerichtet...

d ami~ana


l-ange guardian

Man sucht doch nicht nach einem zufälligen Zusammentreffen von Faktoren in der Hülle "menschlicher Körper". Wenn doch, geht so vieles verloren. Genauso wie du das Gedicht natürlich analysieren kannst, auseinandernehmen, die Teile bearbeiten und für sich betrachten, die Faszination aber immer nur vom Ganzen ausgeht, und du eben den Teil auch nicht losgelöst vom Ganzen sehen kannst, so ist es doch mit dem Menschen. Als Ganzes wirkt er, als Ganzes will er genommen werden. Als Ganzes kann er befriedigen und nicht durch Teile.

ich wüsste nicht, wo hier jemand etwas anderes behauptet hat. deswegen ist es doch nicht verwerflich, einmal einen teilaspekt herauszugreifen und diesen für sich zu diskutieren?

Was interessiert mich, ob sie blond oder brünett ist, kleine oder große Brüste hat, eng oder weit ist, solange mir das Aufwachen neben ihr die Kraft gibt, einen Tag durchzustehen? Was interessiert mich, ob ich zweimal die Woche beim Sex einen Orgasmus habe, wenn ich weiß, dass mich jemand fängt, wenn ich falle? Das zu erkennen, ist Emanzipation.

mein partner ist nicht mein psychiater-ersatz, den ich benötige, weil ich selber mit meinem leben nicht klarkomme. ich habe alleine die kraft, einen tag durchzustehen, und ich kann verhindern, dass ich "falle" oder ich habe freunde, die mir beim auffangen helfen. ich brauche keine beziehung, um mit meinem leben zu streich zu kommen. eine solche beziehung ist imho psychische ausbeutung, der missbrauch eines anderen menschen zur bewältigung von problemen, zu deren lösung man selber zu faul oder nicht in der lage ist. das ist es nicht, was ich unter liebe verstehe, wenn ich mit jemandem zusammen bin, weil ich alleine nicht leben kann. das ist imho nicht liebe, sondern abhängigkeit.

Rwamaxl


Love is the Message and the Message is Love!

ich finde man/frau darf sehr wohl sexuelle Befriedigung ins Zentrum stellen. Sie ist die Grundlage einer langen und glücklichen Beziehung. Ohne guten Sex und Befriedigung klappt es auf Dauer nicht. Und weil das viele nicht kapieren, gibt es so viele schlechte Beziehungen und so viele Trennungen (und so wenig Kinder ;-)).

Sex und Befreidigung ist zwar nicht alles, aber sie sind notwendig. (Für die Mathematiker unter und: das ist der Unterschied zwischen hinreichenden und notwendigen Voraussetzungen). Deshalb lohnt es, dass zum einen er/sie weiss was er/sie will und weiss wie es im/ihr gegeben werden kann.

Und wenn eine sie einmal rausgefunden hat, dass ein er sie nun mal nicht befriedigt, dann ist es nur richtig, sich einen anderen zu suchen. Ich kenne das von einigen Frauen, die völlig verknallt waren und dann nach dem ersten Kuss oder Sex sich doch anders entschieden haben. Männer scheinen leichter befriedigt zu werden und sind ohnehin nicht so wählerisch (was man evolutionsbiologisch erklären kann).

Off Topic: Und ausserdem schuldet L-Ange-usw. uns noch eine Erklärung, warum er einen so toll weiten Horizont hat und was er schon so tolles erlebt hat (Vielleicht nimmt er Drogen ???). Würde mich schon interessieren, wieso er glaubt, mit mehr Recht als andere irgendwelche Dinge zu behaupten :-o.

LY-Ange ?Guardxien


re Damiana

eben. ein hinweis mehr, dass hier offenbar ein problem besteht, das man wohl auch diskutieren kann. und zwar auf allen ebenen. wenn diese diskussion verweigert wird, mit dem argument, frau nehme sex "zu wichtig", dann läuft das genau darauf hinaus, frauen zu sagen, das könne gerne so bleiben wie es ist, denn so wichtig ist es nicht.

Nicht Frauen zu sagen, das könne gern so bleiben. Paaren zu sagen, das könne gern so bleiben. Weil es nicht so wichtig ist.

Und schon wird man einige Dinge klarer sehen. Und schon wird ein Druck abgebaut, der für 98% der Probleme verantwortlich ist.

Kennst du das Gleichnis von dem japanischen Bogenschützen, der immer ins Schwarze trifft, weil er längst nicht mehr ins Schwarze treffen will?

und 2) selbst wenn sie für jemanden im zentrum stehen, steht niemandem das recht zu, dies zu verurteilen. dies kann die unterschiedlichsten gründe haben: vielleicht gibt es ein gravierendes problem, das sie momentan ins zentrum rückt. vielleicht steht eine weltanschauung dahinter, die dir fremd ist. vielleicht gibt es andere gründe. welcher lebensbereich für einen menschen im zentrum steht, ist einzig und allein dessen eigene angelegenheit und es steht niemandem zu, hier eine art "höchsten richter" zu spielen, der über den anderen steht und weiss, welcher lebensbereich denn nun wie wichtig ist.

Nicht, wenn dieser im Zentrum stehende Lebensbereich augenscheinlich die Sicht versperrt und Leben zäh macht. Dann läuft irgendetwas falsch.

ich werde nicht persönlicher, als du es zuvor schon geworden bist. die einschätzung "arrogant" stammt im übrigen von dir selbst.

Wie du gelesen hast, habe ich mich gegen "arrogant" auch gar nicht gewehrt :-)

ich habe mir gestern die mühe gemacht und deine beiträge (nicht nur in diesem thread, sondern alle, die zugänglich waren) samt und sonders herausgesucht und gelesen. du magst dich nicht als diskriminierend empfinden - ich sehe durchaus anzeichen dafür. und ich bin hier nicht grade als fanatische emanze bekannt.

So mag man an dieser Stelle meine Worte vernehmen, dass es nie meine Absicht war, derartige Gefühle zu erzeugen.

Ich will - zumindest Frauen gegenüber - nicht diskriminierend wirken. Online-Existenzen gegenüber lässt sich das jedoch nicht immer vermeiden.

L.-AYnge 3Gua3rdien


re Damiana

ich wüsste nicht, wo hier jemand etwas anderes behauptet hat. deswegen ist es doch nicht verwerflich, einmal einen teilaspekt herauszugreifen und diesen für sich zu diskutieren?

Also, du wirst zugeben, dass es hier schon den Anschein macht. Nicht unbedingt bei dir, aber bei Grainne oder anderen (Männern sowieso) durchaus.

Ich bleibe derweil bei meiner Einschätzung vom Teil-Ganze Verhältnis und kann die Metrik immer noch nicht losgelöst von ihrer Wirkung für das Gedicht-Ganze betrachten.

mein partner ist nicht mein psychiater-ersatz, den ich benötige, weil ich selber mit meinem leben nicht klarkomme. ich habe alleine die kraft, einen tag durchzustehen, und ich kann verhindern, dass ich "falle" oder ich habe freunde, die mir beim auffangen helfen. ich brauche keine beziehung, um mit meinem leben zu streich zu kommen. eine solche beziehung ist imho psychische ausbeutung, der missbrauch eines anderen menschen zur bewältigung von problemen, zu deren lösung man selber zu faul oder nicht in der lage ist. das ist es nicht, was ich unter liebe verstehe, wenn ich mit jemandem zusammen bin, weil ich alleine nicht leben kann. das ist imho nicht liebe, sondern abhängigkeit.

Ist das die moderne Frau, die da spricht? Ist das tatsächlich Tenor der jungen Generation?

Liebe ist Freundschaft, die Feuer gefangen hat.

Jetzt hast du uns also definiert, was Liebe nicht ist. Gemerkt? Was ist sie dann?

Partner als Psychiater-Ersatz, weil er hilft, den Tag durchzustehen? Du kannst verhindern, dass du fällst? Du hast Freunde? Ist dein Partner denn nicht der beste dieser Freunde?

Was würdest du antworten, fragten dich deine Kinder dereinst, wer dein bester Freund sei? Wirst du nicht "Papa" antworten und dich mit einem Lächeln ihrer großen Augen und den "das ist doch nicht möglich"-Bekundungen freuen? Eine Beziehung, in der man sich gegenseitig hilft, Halt gibt, Kraft gibt, ist "psychische Ausbeutung"? Ohne den anderen nicht leben zu können ist Abhängigkeit?

Hast du Angst, schwach zu sein? Was ist mit dem Mut zur Schwäche, dem Weinen-können? Der Missbrauch eines anderen, um Probleme zu bewältigen? Ist es kein gemeinsames Probleme-Bewältigen?

Denkst du denn tatsächlich so, wie es hier von mir gelesen wird?

d5amiaxna


Denkst du denn tatsächlich so, wie es hier von mir gelesen wird?

ja, ich denke so, und ich hab meine gründe, warum ich so denke - erfahrungen aus erster und zweiter hand, was es bedeutet, von partnern als "ersatz-psychiater" oder seelischer mülleimer missbraucht zu werden. das ist in meinen augen ausbeutung der schlimmsten form - viel schlimmer, als finanzielle oder sexuelle oder anderweitige ausbeutung ist das.

ich missbrauche auch nicht meine freunde als "ersatz-psychiater". wenn es allerdings dahin kommt, dass ich jemanden brauche, der mich "auffängt", dann sind freunde die erste adresse, die von mir herangezogen werden, nicht der partner. denn die haben mehr abstand und sind weniger damit belastet, weil nicht ständig zusammen mit mir. das hat etwas mit rücksicht zu tun meiner meinung nach. und wenn ich schwächen habe, dann muss ich eben wege finden, mit denen selber klarzukommen - das musste ich ja in solophasen meines lebens auch!

wenn es dahin kommt, dass ich mit jemandem zusammen bin, weil ich ihn irgendwie "brauche" - egal ob finanziell, emotional oder zum schrauben in die wand reindrehen (die tollsten arten von abhängigkeiten gibt es da!) - und alleine nicht überleben kann, und wenn ich wegen dieses "brauchens" und nicht aus freier entscheidung bei ihm bin, dann ist das nicht das, was ich als liebe verstehe.

L1-Angje GuIardxien


re Ramal

ich finde man/frau darf sehr wohl sexuelle Befriedigung ins Zentrum stellen. Sie ist die Grundlage einer langen und glücklichen Beziehung. Ohne guten Sex und Befriedigung klappt es auf Dauer nicht

Nun - eine Frau trifft einen Mann, sie haben eine Tocher und einen Sohn. Sie führen eine glückliche Ehe. (es mag auch nur eine "normale" Partnerschaft gewesen sein - Erinnerungen an Details verblassen leider viel zu schnell). Er hat auf einmal Schmerzen. Diagnose: eine sehr seltene Krankheit. Natürlich auch hier nicht gemerkt, was genau der Name ist, schlimm in jedem Fall, schon kurze Zeit später ist er an den Rollstuhl gefesselt und bis auf wenige Teile seines Körpers bewegungsunfähig. Sie weint mehr als er - doch sie bleibt bei ihm. Und weißt du, dass die beiden nicht einmal gefragt haben, wie sie bloß ohne Sex auskommen sollen? Nein, sie haben gefragt, ob es Möglichkeiten gibt, einen Treppenlift finanzieren zu lassen.

Extrembeispiel? Ja, sicher.

Nichtsdestotrotz meine Antwort auf eine solch unreflektierte Bemerkung.

Off Topic: Und ausserdem schuldet L-Ange-usw. uns noch eine Erklärung, warum er einen so toll weiten Horizont hat und was er schon so tolles erlebt hat (Vielleicht nimmt er Drogen ). Würde mich schon interessieren, wieso er glaubt, mit mehr Recht als andere irgendwelche Dinge zu behaupten .

Schulde ich tatsächlich jemandem etwas, außer dem Gottvater meine Liebe? :-)

Vielleicht hängt der "toll weite Horizont" mit den eher nicht so tollen erlebten Dingen zusammen?

LW-Ange ;Guarxdien


ja, ich denke so, und ich hab meine gründe, warum ich so denke - erfahrungen aus erster und zweiter hand, was es bedeutet, von partnern als "ersatz-psychiater" oder seelischer mülleimer missbraucht zu werden. das ist in meinen augen ausbeutung der schlimmsten form - viel schlimmer, als finanzielle oder sexuelle oder anderweitige ausbeutung ist das.

ich missbrauche auch nicht meine freunde als "ersatz-psychiater". wenn es allerdings dahin kommt, dass ich jemanden brauche, der mich "auffängt", dann sind freunde die erste adresse, die von mir herangezogen werden, nicht der partner. denn die haben mehr abstand und sind weniger damit belastet, weil nicht ständig zusammen mit mir. das hat etwas mit rücksicht zu tun meiner meinung nach. und wenn ich schwächen habe, dann muss ich eben wege finden, mit denen selber klarzukommen - das musste ich ja in solophasen meines lebens auch!

wenn es dahin kommt, dass ich mit jemandem zusammen bin, weil ich ihn irgendwie "brauche" - egal ob finanziell, emotional oder zum schrauben in die wand reindrehen (die tollsten arten von abhängigkeiten gibt es da!) - und alleine nicht überleben kann, und wenn ich wegen dieses "brauchens" und nicht aus freier entscheidung bei ihm bin, dann ist das nicht das, was ich als liebe verstehe.

Ich denke, wir sollten das nicht vertiefen. Hier scheint ein nicht ganz ruhiges Gewässer unter Eis zu liegen.

Schlimm finde ich ganz ehrlich diesen Satz:

und wenn ich schwächen habe, dann muss ich eben wege finden, mit denen selber klarzukommen

Schlimm und traurig eigentlich.

Ich mag dir nicht glauben, dass du glücklich bist.

Und nochmal: Schon wieder nur eine negativ-Defintion von Liebe (ergo: was Liebe für dich nicht ist). Wo ist die positiv-Definition (was Liebe für dich ist)?

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