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Meine Frau und ich haben keinen Sex mehr

HmerzibTube35


Hallo,

bei uns ist die Situation ähnlich wie oben beschrieben. Wir sind beide 36 Jahre alt und haben zwei Kinder 1+3 Jahre. Seit unser zweites Kind geboren wurde, ist das Sexleben zum Erliegen gekommen.

Am Anfang hat mich meine Frau mit der Hand oder mit dem Mund befriedingt, aber Sie wollte nicht, dass ich irgendentwas es bei Ihr mache. Nun läuft gar nichts mehr. Alle Aktivitäten gehen von mir aus, aber werden abgeblockt oder es kommt zum Akt, Sie liegt regungslos da. Manchmal vergeht mir dabei die Lust und wir lassen es oder ich habe danach ein schlechtes Gewissen. Ich bedränge Sie auch nicht (nicht dass hier ein falscher Eindruck entsteht). Darüber zu sprechen blockt Sie auch ab. Es kommen Argumente wie: gib mir Zeit, der Körper verändert sich, die Kinder etc. Auch wenn wir einmal einen Abend ohne Kiddies haben: oh, jetzt muss ich schlafen, damit ich wieder fit bin sagt Sie....jetzt wird es belastend für die Beziehung. ich kann nicht ohne Sex leben.

Ich arbeite im Management einer großen Firma und habe viel Streß. Durch die finanziellen Möglichkeiten haben wir eine Putzfrau und Haushaltshilfe zur Entlastung. Trotzdem wirkt meine Frau absolut gestresst. Nun schläft unere Tochter jeden Abend im Bett zwischen uns. Meine Frau will das so.

Langsam verzweifel ich daran. Vor zwei Tagen hat Sie es mir mit der Hand besorgt und meinte: das musste ja einmal sein, sonst betrügst Du mich noch....das würde ich nie machen!

Ich habe Ihr aneboten, auch zu einer (Ehe)Beratung zu gehen, aber selbst das wird nicht angenommen.

Bald ist es so wie in einem schlechten Film: getrennte Schlafzimmer und ein Leben wie Bruder und Schwester.

Langsam resigniere ich und ertappe mich, wie ich versuche den Sex zu verdrängen. Ich bilde mir ein irgendwelche Sinale zu empfangen, dass Sie es doch möchte, bin aber maßlos enttäuscht, wenn es wieder nichts wird und ärgere mich über meine Naivität.

Andreas

aNfrxi


Nun schläft unere Tochter jeden Abend im Bett zwischen uns. Meine Frau will das so.

Warum wohl? Ich kann dir leider nicht helfen, aber wenn sie auch Beratungsangebote ausschlägt, dann wird Hopfen und Malz verloren sein, fürchte ich.

Ich bilde mir ein irgendwelche Sinale zu empfangen, dass Sie es doch möchte, bin aber maßlos enttäuscht, wenn es wieder nichts wird und ärgere mich über meine Naivität.

Das ist keine Naivität, das ist Liebe und zwar einseitige welche.

Vor zwei Tagen hat Sie es mir mit der Hand besorgt und meinte: das musste ja einmal sein, sonst betrügst Du mich noch

Klar, was muss sie denn noch alles auffahren, um dich zu halten? Ich denke, einiges mehr. Vorschlag: kündige das Ende der Beziehung an. Gelegentlich wirkt das Wunder (Erfahrung). Sicherlich sollte man nicht sein ganzes Leben vom Sex abhängig machen, aber wenn einer von beiden leidet, ist es Zeit für klärende Gespräche.

Achim

tOom3x001


... nein, nicht das nahende Ende der Beziehung ankündigen sondern sich mal mit dem Partner eine Auszeit nehmen. Gibt's die Chance die beiden Kinderchen mal zu Opa und Oma zu geben, oder zu guten Freunden. Dann mal ein Wochenende wegfahren, eben ein Kuschelwochenende inszenieren, abends schön Essen gehen, Fläschen Sekt und so weiter... und einfach mal den Kopf frei bekommen. So schnell gibt man nicht auf! Das sind so Flachstellen im Laufe des Lebens, die muss man eben passieren. Ich drück' die Daumen... *:) :)^ *:)

M)iurxa


@ annalena

sicher kann es hin und wieder im Einzelfall mal vorkommen, dass Hormone die Lust etwas abschwächen, aber generell wird aus einer leidenschaftlichen, sexliebenden Frau keine "Schlaftablette" (und umgekehrt) durch die Pille oder das Weglassen derselben.

Das ist so nicht ganz richtig. Ich und viele viele Frauen beweisen das Gegenteil. Zufällig lassen sich hier im Forum sehr viele finden^^ Ich war vor der Pille dauergeil, jeden Tag mehrmals und dann kamen die Hormone und ich habe mich mit Händen und Füßen gegen Zärtlichkeiten gewehrt. Ich war nur noch müde und gereizt. Man sollte die Wirkung der Hormone auf den Körper UND die Psyche nicht unterschätzen!!! Mein Wesen hat sich um 180° verändert! Und das ist weder weit hergeholt noch eingebildet gewesen! Alle haben mich gefragt warum zur Hölle ich mich so verändert hab, ich hatte keine Antwort darauf. Ist ja schön wenn es einigen Damen mit den Hormonen gut geht, aber vielen eben nicht. Und das ist weder zu leugnen noch runterzuspielen!

t_om3 0~01


...das hab' ich nicht gewusst!

Ajnna!lenax64


Miura

Ist ja schön wenn es einigen Damen mit den Hormonen gut geht, aber vielen eben nicht. Und das ist weder zu leugnen noch runterzuspielen!

ich habe auch nicht geleugnet, dass es selten mal dazu kommen kann, aber es ist definitiv so, dass die Nebenwirkung Libido-Abnahme bei den modernen Mikropillen mit bestimmten, gering dosierten Gestagenen (Norethisteron z.B.in "Yasmin") im Promille-Bereich liegt.

(Das belegen Studien und Anwendungsbeobachtungen mit mehreren hundertausend Frauen.)

Ich habe sehr häufig beruflich damit zu tun und kenne mich mit dieser Problematik gut aus!

Das ist natürlich für betroffene Frauen (und deren Partner) kein Trost...

Aber man kann nicht von "vielen" reden wenn von 1000 Frauen, die die Pille nehmen, 6 oder 7 Frauen über eine Libido-

Abnahme klagen.

Trotzdem schön, dass es dir nach Absetzen der Pille besser geht. :-)

Gruß,

A.

Iqt's{_J8ust_8Me


ich habe auch nicht geleugnet, dass es selten mal dazu kommen kann, aber es ist definitiv so, dass die Nebenwirkung Libido-Abnahme bei den modernen Mikropillen mit bestimmten, gering dosierten Gestagenen (Norethisteron z.B.in "Yasmin") im Promille-Bereich liegt.

(Das belegen Studien und Anwendungsbeobachtungen mit mehreren hundertausend Frauen.)

Dieser Abschnitt enthält gleich 3 Fehlinformationen.

Erstens enthält die Yasmin das Gestagen Drospirenon, welches übrigens das Thromboserisiko gegenüber "herkömmlichen" Pillen nochmals um ein Vielfaches steigert. (Soviel zum Thema modern = gesünder.)

Zweitens ist die Stärke und Häufigkeit von Nebenwirkungen unabhängig von der Höhe der Dosierung.

Drittens wird Libidoverlust auch bei modernen Pillen in der Packungsbeilage unter den häufigen Nebenwirkungen, also bei 1-10% der Anwenderinnen, aufgeführt. Das ist deutlich mehr als der von dir angegebene Promille-Bereich, zumal die Erkenntnisse der Packungsbeilage nur aus einem Beobachtungszeitraum von 18 Monaten entspringen, viele Frauen die Pille aber über Jahre hinweg einehmen - die Dunkelziffer dürfte daher höherliegen.

Viele sind sich des Problems lediglich nicht bewusst, weil es oft schleichend auftritt.

I8cWh73


Drittens wird Libidoverlust auch bei modernen Pillen in der Packungsbeilage unter den häufigen Nebenwirkungen, also bei 1-10% der Anwenderinnen, aufgeführt. Das ist deutlich mehr als der von dir angegebene Promille-Bereich, zumal die Erkenntnisse der Packungsbeilage nur aus einem Beobachtungszeitraum von 18 Monaten entspringen, viele Frauen die Pille aber über Jahre hinweg einehmen - die Dunkelziffer dürfte daher höherliegen.

Viele sind sich des Problems lediglich nicht bewusst, weil es oft schleichend auftritt.

Eine exzellente Antwort! :)^

1. Ich habe auch mal die Yasmin genommen und die Nebenwirkungen, was die Libido betrifft, waren geradezu verheerend. Da ich mich aber gut kenne, habe diesen Hormon-Schluck-Unsinn schnellstens beendet!

2. Ich hatte einen netten Frauenarzt, der zufälligerweise Chefarzt der Gynäkologie bei uns im Krankenhaus war. Er kannte sich mit den Nebenwirkungen bestens aus und hat mir erklärt, dass seine Frau mit Pille im Prinzip dann auch keine bläuchte!;-)

Die Pillenproblematik ist also gar nicht mal so selten, ich tippe auf eine hohe Dunkelziffer!

AYnna,len'a64


Erstens enthält die Yasmin das Gestagen Drospirenon

stimmt, da hast du Recht, da habe ich mich verschrieben -

Aber, das ist auch alles womit du Recht hast.

Gestagene sind (je nach Art des Gestagens) hauptverantwortlich für die Libido-Veränderungen. Östrogene wirken sich diesbezüglich praktisch nicht aus! Und Mikropille bedeutet, das die Hormone in so geringer Menge wie nötig enthalten sind.

Drittens wird Libidoverlust auch bei modernen Pillen in der Packungsbeilage unter den häufigen Nebenwirkungen, also bei 1-10% der Anwenderinnen, aufgeführt

DAS stimmt 1. einfach nicht und zweitens selbst wenn die Nebenwirkungsrate im Prozentbereich liegt sind das einzelne Frauen von 100!

Viele sind sich des Problems lediglich nicht bewusst, weil es oft schleichend auftritt.

Stimmt ebenfalls nicht - diese Nebenwirkungen treten nicht schleichend auf!

Um mal hier etwas klarzustellen: Ich bin kein Anhänger von hormoneller Verhütung!

Aber ich bin ebenfalls kein Anhänger von der "Verteufelung" jeglicher hormoneller Therapie.

Viele "suchen" wohl auch nach irgendwelchen Gründen für ihre Lustlosigkeit, nicht selten sicher auch um ihren Partnern Argumente liefern zu können.

Es ist natürlich auch sehr "praktisch" wenn man für die unglaublich komplexe Problematik der sexuellen Lustlosigkeit einen einfachen Schuldigen finden kann.

Nochmal: Pille als Lustverhinderer kann sicher im Einzelfall mal zutreffen - aber das wird sicher NICHT in den meisten Fällen für eine geringe Lust verantwortlich sein. ;-)

Mqiu^rxa


Stimmt ebenfalls nicht - diese Nebenwirkungen treten nicht schleichend auf!

Das ist nicht wahr. Es tritt bei vielen wirklich schleichend auf! Bei mir waren die ersten 4 Monate Pilleneinnahme libidotechnisch völlig normal, und dann ging es (vorerst) unmerklich (!!) bergab. Bis ich am Ende nach 2 Jahren nichtmal mehr feucht werden konnte. Am Ende hab ich mich mit Kratzen und Beißen gegen Zärtlichkeiten gewehrt (mein Wesen hat sich wie gesagt auch fürchterlich geändert ^^) Ich war eine Furie. Heute kann ich so einiges was ich getan und gesagt hab absolut nicht mehr nachvollziehen.

AznnaleKna6x4


Miura

vielleicht war es bei dir so wie du beschreibst, aber du bist nicht repräsentativ!

*:)

aufri


Gehört nicht direkt hierher, aber:

Die Pillenproblematik ist also gar nicht mal so selten

Manchmal ist es gar nicht mal so ein Problem. Damals [tm] war ich mit einem Mädchen zusammen, die nahm die Pille (welche weiß ich nach nunmehr 25 Jahren nicht mehr). Und das war gut so [tm], denn sonst hätten wir 24/7 übereinander gehangen, so war es nur ein- bis dreimal täglich.

Sie ist/war mit einiger Begründung als nymphoman zu betrachten, jedenfalls aus meiner Sicht. Hier konnte selbst die Pille nicht so viel unterdrücken, denn letztlich scheiterte die Partnerschaft am Fremdgang; wir hatten Wochenendbeziehung und sie hatte nicht genug Sex am WE, teilen wollte ich sie aber auch nicht.

Was hierher gehört, ist aber: manchmal mag die Pille Libido unterdrücken, aber nicht immer oder nicht genügend (je nach Standpunkt). Ich kenne auch das Gegenbeispiel, eine meiner Partnerinnen brauchte die Pille eigentlich gar nicht, wie Ich73 oben auch schon schrub. Sie hat sich mir mit ach und krach ein- oder zweimal per anno hingegeben, aber auch nur weil ich gedrängelt hatte... Mein Einwand, für die eine Nummer im Jahr vielleicht besser mit Parisern zu verhüten, erreichte ihren Verstand vermutlich nicht, sie wusste nicht was ich meine.

Achim

IVt'`s_Juqst<_Mxe


Gestagene sind (je nach Art des Gestagens) hauptverantwortlich für die Libido-Veränderungen. Östrogene wirken sich diesbezüglich praktisch nicht aus!

Bitte um seriöse Quellenangaben. :)D

DAS stimmt 1. einfach nicht und zweitens selbst wenn die Nebenwirkungsrate im Prozentbereich liegt sind das einzelne Frauen von 100!

Im Falle der Yasmin ist "Abnahme der Libido" tatsächlich nur unter den gelegentlichen Nebenwirkungen aufgeführt. Dennoch bleibe ich dabei, dass ein Studienzeitraum von 18 Monaten für ein Medikament, das zur jahrelangen Einnahme vorgesehen ist, völlig unzureichend ist und keine hinreichend aussagekräftigen Ergebnissse liefert.

Viele sind sich des Problems lediglich nicht bewusst, weil es oft schleichend auftritt.

Stimmt ebenfalls nicht - diese Nebenwirkungen treten nicht schleichend auf!

Beleg mir das! Ich kenne eigentlich kaum eine Frau, die bei der Einnahme der Pille sofort Nebenwirkungen (abgesehen von anfänglichen, vorrübergehenden Zwischenblutungen) verspürt hat.

Im Gegenzug hört man von sehr vielen Frauen, die die Pille z.B. um ein Kind zu bekommen oder mangels Beziehung absetzen, dass ihnen plötzlich einige positive Veränderungen an sich selbst auffallen - ganz ohne dass sie ihrer Pille jemals Nebenwirkungen zugeschrieben haben. Hier kannst du nicht von einem Placebo-Effekt sprechen, da die Einnahme von Hormonen niemals als negativ oder beeinträchtigend empfunden wurde.

Viele "suchen" wohl auch nach irgendwelchen Gründen für ihre Lustlosigkeit, nicht selten sicher auch um ihren Partnern Argumente liefern zu können.

Es ist natürlich auch sehr "praktisch" wenn man für die unglaublich komplexe Problematik der sexuellen Lustlosigkeit einen einfachen Schuldigen finden kann.

Diese Argumentation ist unvollständig, da niemand die Pille gegenüber seinem Partner dauerhaft als Schuldigen aufrechterhalten kann. Irgendwann führt diese Schuldzuweisung konsequenterweise zum Absetzen. Was dann?

Natürlich kann das keine Probleme in der Partnerschaft kitten, aber wem hat der Versuch geschadet? Die Pille ist kein lebenswichtiges Medikament.

Andererseits kann der Versuch zum Erfolg führen und ich glaube nicht, dass der pure Glaube an Besserung die Differenzen in einer Partnerschaft dauerhaft beseitigen kann. Also muss an der Sache was dran sein.

Und wie erklärst du dir die Frauen, die die Pille aus anderen Gründen abgesetzt haben und eher zufällig eine Verbesserung entdeckt haben?

Warum möchtest du anderen Menschen einen möglichen Versuch, etwas in ihrer Sexualität zu verbessern madig reden?

kyrok"o7


@ Annalena64

vielleicht war es bei dir so wie du beschreibst, aber du bist nicht repräsentativ!

Ich habe solche Berichte hier schon zigfach gelesen.

Es ist natürlich auch sehr "praktisch" wenn man für die unglaublich komplexe Problematik der sexuellen Lustlosigkeit einen einfachen Schuldigen finden kann.

Vorallem wenn man den "Schuldigen" absetzen kann. ]:D

Mjiura


]:D Außerdem wenn ich das mal so anmerken darf: Für Pillenhersteller und viele Gynäkologen ist keine Frau die Nebenwirkungen hat representativ;-D

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