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Ist der Mensch monogam geboren?

*RCoPrazóxn*


Jondo:

Die verheirateten Frauen, mit denen ich eine Affaire hatte, waren alle verheiratet.

Was du nicht sagst ;-D

rPutscxhie


;-D

z!uendrstofxf


Wie sagte doch Loddar M.? "Vom Feeling her war es ein gutes Gefühl." Was sicher auch für Jondos Erfahrungen mit dem Ergebnis seiner Beutezüge in fremde Beziehungen gilt. 8-)

9jfre;yax9


Ihr stimme euch zu, was die historische Entwicklung der Monogamie betrifft. Kulturhistorisch hatte die monogamie scheinbar aber schon ihre Evolutionären Vorteile, sonst hätte sie sich nicht entwickelt!

Es bleibt vielleicht nur die "seelische" Monogamie erhalten ("Einzigartigkeit des Partners"), aber auch das wandelt sich ja manchmal, wie jeder weiß...

Finanziell Abhängig sind die frauen von den Männern heute wirklich nichtmehr. Aber soll dies bedeuten, dass die monogamie gleich zu verwerfen ist. Die emotional begründete Monnogamie ist meienes Erachtens nicht zu unterschätzen. Und ich glaube auf dauer werden selbst die Männer mit der polygamie nicht glücklich. Die Polygamie ist eine Männerphantasie – die sich auch erklären lässt, weil die männer versuchen ihren Gene so weit wie möglich zu verbreiten – aber macht sie wirklich auf dauer glücklich? Am Anfang ist alles neue fremde, interessant...wird aber auf dauer dann auch wieder langweilig...dann wieder zu nächsten springen?

Dr. Hirschhausen schreibt so einiges lusitges in seinem Buch "Glück kommt selten allein..." zum Thema Polygamie:

Was ist aber mit dem Männertraum, viele Frauen zu haben, in der praxis dran? Sind polygame gesellschaften glücklicher? Ein klares Nein. Und zwar weder die frauen noch die Männer. Eine Studie aus dem International Journal of Social Psychatry bestätigt, dass in modernen und freien Geselllschaften Frauen eindeutig gesünder sind als in patriachalisch-polygamen. Für einen polygamen Mann ist es anstrenngend, viele und gleichzeitig unzufriedene frauen um sich zu haben. Hinzu kommt: Da es ja ungefähr genausoviele Frauen wie Männer gibt, können nur einige wenige männer eine Vielzahl von frauen "haben" und eine Vielzahl von Männern somit keine. Polygamie ist bei genauer Betrachtung nicth frauenfeindlich, sondern männerfeindlich!!

Also als frau kann ich nur sagen; polygamie verträgt frau nicht auf dauer. Und die Frauen, die das nicht zugeben wollen, belügen sich und ihre wechselnden Partner damit. Irgendwie bekommt man den Sichherheitsgedancken nunmal doch nicht ganz los. Vielleicht ist dies irgendwie was genetisches!

Wie es bei den Männern steht, weis ich natürlich nicht genau. Ich bin ja keiner ;-). Aber die frauen mit denen ihr die polygamie pratixiert, die sind schon nicht glücklich, auch wenn sie es zu verbergen versuchen. Und ob es die männer glücklicher mahct weis ich auch nicht. Ständig sich nach was neuem umzu schauen, weil das alte zu gewohnheit wird – das klingt nach nie endendem stress :-) !

r6utschxie


polygamie verträgt frau nicht auf dauer. Und die Frauen, die das nicht zugeben wollen, belügen sich und ihre wechselnden Partner damit.

%-| Na wenn das bei dir so ist, dann können sich die Anderen ja nur selbst belügen, was sonst...

K_ulturUschaffe+nder


@ freya

ich bin da voll auf deiner linie, es ging mir in meinen Beiträgen nicht darum, der Polygamie das Wort zu reden, obwohl ich ein Mann bin. Es ging mir darum, die Frage der TE zu beantworten, die sinngemäß lautete, ob Monogamie "angeboren" ist und das ist sie m.E. sicher nicht! Manchmal ist es so, daß sich in der Entwicklung eines Volkes zu einem definierten Gesetz auch eine positive emotionale Haltung entwickelt, obwohl das Gesetz mehr durch Sachzwänge o.dgl. entstanden ist. Da gibt es z.B. ein Bergvolk in China (das Buch steht bei meiner Freundin), die leben im Matriarchat und die Väter haben ein "Besuchsrecht" bei den Frauen, leben aber nicht mit ihnen zusammen, sondern in den Familien ihrer Mütter. Unglücklich schien da keiner zu sein, weil sie es seit Generationen gar nicht anders kannten.

Ich konkret als ungläubiger christlicher Abendländer bin auch eher monogam eingestellt, weil ich glaube, mein größtes Vertrauen und hohe Intimität nur mit einem Menschen teilen zu können und nicht mit mehreren gleichzeitig. Aber wenn man das mal ganz offen hinterfragt, sind vielleicht auch andere moralische Denkweisen möglich (hierbei menschenverachtende mal ausgenommen, also immer im Sinne des Lebens gedacht).

s%k`in2sLk#ixn


Monogamie vertrage ich auf die Dauer nicht. Von mir aus gesehen ist sie gegen die Natur, jedenfalls des Mannes. Wie das für die Frauen ist, kann ich hier nicht sagen, aber wenn ich dieses Beiträge lese, scheint mir, dass auch viele Frauen nicht nur Segen in der Monogamie sehen und mehr Freiheiten suchen. Es sind doch vor allem Konventionen, Gewohnheiten, die zur Einehe führen, früher war das wohl anders. Und viele Frauen suchen eben die "Sicherheit".

Der Mann ist genetisch so veranlagt, dass er möglichst viele Gene weitergeben möchte, und das geht eben besser mit mehreren Frauen. Bei Frauen ist der Erfolg des Nachwuchses grösser, wenn ein Mann als Vater Mitverantwortung für die Kinder übernimmt. Also alles genetisch festgelegt...

K7ultuwrscLhaffendexr


@ skin

Der Mensch hat neben seinen Fortpflanzungsorganen auch ein Gehirn, in dem sich unser geistig-emotionales Leben abspielt. Wie definierst du das für dich? Ich kenne eh kaum jemand, der Sex ausschließlich wegen der Fortpflanzung hat. Partnerschaft besteht ja auch aus mehr als "nur" Sex. Der natürlich seeeehr wichtig ist, denke ich.

SMinnes2täter


Ich halte die Serien-Monogamie für das "natürlichste" menschliche Bindungsverhalten.

Polygamie halte ich für eine Randerscheinung, genauso wie lebenslange Monogamie - letzterer verhilft Kultur und Religion scheinbar zu einem etwas gehobeneren Status, die allgegenwärtige Untreue spricht trotzdem eine andere Sprache.

Menschen verlieben sich, binden sich, und gehen wieder auseinander. Selbst in polygamen Gemeinschaften bilden sich FavoritInnen heraus, und dagegen helfen Regeln genauso wenig wie gegen das Fremdgehen.

Interessant finde ich, daß es nahezu keine Kultur auf der Welt gibt, in der Vielmännerei praktiziert wird, und daß in den Kulturen, in denen Vielweiberei erlaubt ist, nur ein geringer Prozentsatz der Männer tatsächlich mehr als eine Frau hat.

ebichoe&rncxhen


Interessant finde ich, daß es nahezu keine Kultur auf der Welt gibt, in der Vielmännerei praktiziert wird,

Diese Kultur kenne auch ich nicht. Habe aber einmal gelesen, eine Frau; die gluecklich sein moechte im Leben, braeuchte 7 Maenner. Einen zum Sex, einen als Versorger, einen zum Tanzen , einen zum balavern, einen als Handwerker, einen als Seelenmuelleimer, einen zum Abenteuer.

Waere das nicht fein? ]:D o:)

NGovembeerFmonxd


Ich würde einfach mal sagen, dass man diese Frage nicht allgemeingültig beantworten kann. Es gibt monogame Menschen, die mit einem Sexpartner mehr als bedient sind und eben polygame. Ob man als überwiegend monogamer Mensch tatsächlich monogam leben kann, hängt sicher auch davon ab, wie geil man den Sex findet und wie anziehend der Partner für einen ist. Dabei ist für einen "richtig polygamen" Menschen unerheblich, wie geil der Sex ist. Denn seine polygamen Neigungen sind nicht in sexueller Unzufriedenheit in der Beziehung begründet.

K-ult\urschcaffenxder


@ sinnestäter

nahezu ist vllt. richtig. siehe dazu das matriarchalische chinesische Bergvolk.

K_ulturs:chaffxender


hier wird halt einiges verwechselt. Natürlich kann jedermensch beiden Geschlechts mit beliebig vielen anderen sexuell verkehren, wenn daraus keine Verpflichtungen erwachsen, und das ist heute (etwas) leichter als früher. Anders sieht es aus, wenn der "minore" Teil einer polygamen Gesellschaft für den Lebensunterhalt aller aufkommen muß.

In meinem Beispiel des chinesischen Matriarchats war das so gelöst, daß die Versorgung aller über die Mütter geregelt wurden, eigentlich nur eine Umkehrung des abendländischen Prinzips, ABER, die Frauen konnten auch Kinder von mehreren Männern haben, dann kamen halt mehrere zu Besuch.

T9rPoilxus


@ skin2skin

Der Mann ist genetisch so veranlagt, dass er möglichst viele Gene weitergeben möchte,

Die Frau aber auch.

Bei Frauen ist der Erfolg des Nachwuchses grösser, wenn ein Mann als Vater Mitverantwortung für die Kinder übernimmt.

Bei Männern aber auch.

Sonst ergäbe die ganze genetische Evolutionstheorie ja gar keinen Sinn. Das Gen "weiß" doch gar nicht, ob es in einem Mann oder einer Frau sitzt, es "weiß" nur, dass es vererbt werden "will". Aus Sicht der Gene sind beide Dinge, Polygamie und gemeinsame Brutpflege, im Interesse beider Partner (bzw. von deren Genen).

Halte ich aber alles für ziemlich egal, denn bei Menschen sind so viel bewusste Reflexion, Psychologie, soziale Mechanismen und kulturelle Traditionen auf das bisschen Biologie und Genetik am Boden gehäuft, dass letztere kaum noch eine Rolle spielen dürften.

Ich kenne eh kaum jemand, der Sex ausschließlich wegen der Fortpflanzung hat.

Eben. Ich kenne auch nur Leute, die beim Sex zu 99,9 % darauf aus sind, Fortpflanzung auszuschließen, also darf man sicher getrost annehmen, dass angeborene Muster beim menschlichen Verhalten auf diesem Gebiet keine wesentliche Rolle spielen. Wir haben Sexualität fast vollständig von ihrer Zeugungsfunktion entkoppelt, darum spielen Dinge wie Liebe, Vertrautheit, Rausch, Neugier, Abenteuerlust, Ästhetik, Selbstbestätigung, Abwechslungsbedürfnis sicherlich längst eine viel größere Rolle, als irgendwelche genetischen Programme. Die Gene mögen ja ihre "Pläne" mit uns haben, aber schon wenn wir uns ein albernes Gummitütchen über den Schniedel ziehen, haben die Gene einfach ausgekichert, dann machen wir, was wir wollen. :-p

Ich vermute, im Durchschnitt sind Menschen durchaus mäßig polygam geneigt (aus biologischen und/oder psychologischen Gründen), und die reine, möglichst lebenslange Monogamie ist ein Kulturprodukt, dass, wie hier schon mehrfach erwähnt, ursprünglich der Sicherung von Besitz- und Erbrechten diente.

Was nicht heißt, dass es nicht auch Menschen gibt, die von sich aus so gestrickt sind. Aber das ganze Natur-oder-Kultur-Thema wird man niemals endgültig aufdröseln.

Ich finde Monogamie nicht "unnatürlich" und Polygamie nicht "unmoralisch". Beides gehört zu menschlichen Möglichkeiten. Mich stört nur, dass ein moralisches Problem aus dem Thema gemacht wird.

Kbulturischaffzendxer


@ troilus

Jo! :)^

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